11:05
Bob: Weltcup, Damen, 2. Lauf, aus Innsbruck (A) (Reporter: Eik Galley) / ca. 11.20 Skispringen: Weltcup, Damen, 1. und 2. Durchgang. aus Falun (S) (Reporter: Philipp Sohmer) / ca. 11. U. a. Skiprung, Übertragung aus Kuusamo: Zumindest in den ersten drei Springen 2025/26 geht Simon Ammann an den Start. Für den 44-Jährigen ist es bereits die 27. Saison. 23 Einzelsiege feierte der Schweizer im Weltcup, seine letzten zwei 2014 in Ruka. In den letzten Jahren sprang er der Weltspitze nur hinterher, schielt daher mehr auf Olympia statt auf nackte Ergebnisse. Bei einer Teilnahme im Februar in Italien wäre der vierfache Olympiasieger zum achten Mal dabei. Das schafften nur der Skispringer Noriaki Kasai und Claudia Pechstein.
18:00

17:00
17:15

Es geht um die enge Verbindung von Psyche und Ernährung und warum Essverhalten oft schwer zu kontrollieren ist. Beleuchtet werden die Reaktion des Gehirns auf Fett und Zucker, die Tricks der Industrie und die emotionale Last der Betroffenen.
17:00

18:10

Für Oliver aus Thüringen ist sein BMW 530d von großer Bedeutung. Seit einem Unfall ist er auf den Rollstuhl angewiesen und das Auto symbolisiert für ihn Freiheit und Unabhängigkeit. Seine Leidenschaft für Fahrzeuge begleitet ihn seit der Kindheit. Er träumt von einem individuellen Tuning, das seinem Wagen eine einzigartige Note verleiht, so unverwechselbar wie sein eigener Fingerabdruck.
16:45

Der Kuss von Gustav Klimt gehört zu den bekanntesten und am häufigsten reproduzierten Gemälden weltweit. Das um 1908 in Wien entstandene Bild eines anonymen, sich küssenden Paares fasziniert durch seine geheimnisvolle Atmosphäre, Sinnlichkeit und überraschende Details. Wer das Gemälde genauer verstehen will, versetzt sich am besten zurück ins Wien der Jahrhundertwende: Klimt kämpfte damals insbesondere für die Aufhebung der hierarchischen Grenzen zwischen Kunst und Kunstgewerbe und strebte ein Gesamtkunstwerk an, das Malerei, Architektur und Musik vereinte. Der Kuss gilt als Höhepunkt von Klimts goldener Phase. Der Künstler wuchs als Sohn eines Goldschmieds auf und ließ seiner Liebe zur Ornamentik und zum Blattgold freien Lauf. Klimt überzog das lebensgroße Gemälde mit feinem Goldstaub, der die schillernden Farben, die überwältigende Schönheit und die symbolische Tiefe des Bildes noch verstärkt. Der Kuss erregte bei seiner ersten öffentlichen Präsentation viel Aufmerksamkeit und wurde sofort vom kaiserlich-königlichen Ministerium für Kultus und Unterricht erworben, das es zu einem Werk von nationalem Interesse erklärte. Das Bild zeigt ein Paar, das sich, in ein goldenes Tuch oder einen Mantel gehüllt, innig umarmt und küsst. Bis heute gilt es als ultimatives Symbol für ewige Liebe. Revolutionär war es damals, weil Klimt das darzustellen wagte, was laut gesellschaftlicher Tradition im Verborgenen bleiben sollte: Berührungen, Umarmungen, Küsse und Erotik.
17:40

Mit der Einfachheit und Klarheit seiner tonalen Musiksprache erreicht Arvo Pärt ein breites Publikum. Der estnische Komponist hat seine musikalischen Ambitionen einmal wie folgt beschrieben: Ich habe entdeckt, dass es genügt, wenn ein einziger Ton schön gespielt wird. Dieser Ton, die Stille oder das Schweigen beruhigen mich. Ich baue aus primitivem Stoff, aus einem Dreiklang, einer bestimmten Tonqualität. Die drei Klänge eines Dreiklangs wirken glockenähnlich. So habe ich es Tintinnabuli genannt. Eine zentrale Stellung in Pärts Schaffen nimmt die geistliche Musik ein. Mit seinem kontemplativen und konzentrierten Stil, der sich auf die Vokalmusik des Spätmittelalters und der Renaissance zurückbesinnt, ist es ihm gelungen, auch außerhalb des Gottesdienstes eine große Zuhörerschaft zu gewinnen. Die Berliner Messe wurde 1990 für den 90. Deutschen Katholikentag geschrieben, den ersten nach dem Fall der Berliner Mauer. Das Werk ist jedoch ein Ausdruck der Freude darüber, dass in Estland geistliche Musik wieder öffentlich aufgeführt werden durfte. In diesem Konzert, das im Rahmen des Lausitz-Festivals veranstaltet wurde, stand mit Festina Lente (Eile mit Weile) auch ein Instrumentalwerk auf dem Programm. Es handelt sich dabei um einen Proportionskanon, bei dem drei Streicherstimmen gemeinsam beginnen, die Melodie aber in drei verschiedenen Geschwindigkeiten spielen. Zum Abschluss des Konzerts erklang das Da pacem Domine, ein musikalisches Gebet um Frieden, das Pärt nach den Terroranschlägen in Madrid im Jahr 2004 komponierte. Programm: - Berliner Messe für Chor und Orchester - Festina Lente für Streichorchester - Da pacem Domine für Chor und Orchester Aufzeichnung vom 11. September 2025 in der Peterskirche in Görlitz.