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Per Livestream zeigt Linetts ehemalige Klassenkameradin Nadia Weihenheim, wie sie am Abend des Klassentreffens im Stadtpark Zeitkapseln vom Abi ausgräbt und wird dabei getötet. Auffällig ist, dass eine der Zeitkapseln fehlt. Und zwar die von Ulrike, die seit der Abi-Feier damals im Koma liegt. Bei den Ermittlungen rücken Linetts ehemalige Klassenkameraden in den Fokus, von denen offenbar jeder einen Grund gehabt hätte, Nadia zu töten. Nadia hatte aufgrund ihrer arroganten, hochnäsigen und falschen Art viele Feinde - damals wie heute. Vor allem Stieftochter Juna macht keinen Hehl daraus, wie sehr sie Nadia gehasst hat. Auch ihr Musiklehrer Isaac Hartmann macht deutlich, wie schlecht Nadia mit ihren Mitmenschen umgesprungen ist. Nur das Ehepaar Hendrik und Anh Hübner scheinen ein sehr gutes Verhältnis zu Nadia gehabt zu haben. Die beiden sind bereits seit der Schulzeit ein Paar und Anh mit Nadia seitdem sehr eng befreundet. Linett und Otto finden bei Notar Matthias Lindemann, ebenfalls ein ehemaliger Klassenkamerad von Linett, heraus, dass das Ehepaar Hübner offensichtlich Schulden bei Nadia hatte. Haben sie Nadja aus dem Weg geräumt, um endlich schuldenfrei zu sein? Nicht nur das: Nadia hat ihnen auch das Grundstück von Joachim Zehner, dem Vater von Ulrike, vor der Nase weggeschnappt, das sie eigentlich für den Ausbau ihrer Fischzucht gebraucht hätten. Aber auch Ulrikes Vater Joachim Zehner verhält sich verdächtig, schließlich macht er den Verkauf seines Grundstücks direkt nach Nadia Weihenheims Tod wieder rückgängig. Plötzlich rückt der vermeintliche Unfall von Ulrike Zehner in den Fokus der Ermittler und scheint dem Fall eine ganz neue Wendung zu geben. Für Linett wird es eine Reise in die eigene Vergangenheit. Otto bemerkt, wie sehr das alles Linett belastet: das Wiedersehen mit ihrer Jugendliebe Hendrik und das Schicksal von Ulrike.
21:45

Der Dokumentarfilm Rom - Untergang einer Weltmacht behandelt den schleichenden, aber unaufhaltsamen Prozess, der letztendlich zum Zusammenbruch des größten Reiches der Antike führte. Hauptverantwortlich für den Untergang Roms sind weder die Unfähigkeit seiner Kaiser noch die Kühnheit seiner Gegner oder die Schlagkraft ihrer Heere, sondern mehrere Pandemien und eine Reihe von Klimaschocks, die das Römische Reich vom 2. Jahrhundert unserer Zeitrechnung an heimsuchten. Neue Erkenntnisse der Wissenschaft machen diesen Prozess des Niedergangs heute besser verständlich. Drei aufeinanderfolgende Pandemien - wahrscheinlich die Pocken, ein hämorrhagisches Fieber und die Beulenpest - dezimierten Roms Bevölkerung stark und fügten Armee und Wirtschaft großen Schaden zu. Man geht davon aus, dass Rom dreimal hintereinander ein Drittel bis die Hälfte seiner Bevölkerung verlor, was seinen Gegnern gelegen kam, um die angeschlagene Weltmacht weiter zu schwächen. In Europa, den USA und Russland versuchen Archäologen und Historiker sowie auf antike Krankheiten spezialisierte Genetiker, die Pandemien des Römischen Altertums zu identifizieren und ihre Auswirkungen auf die Bevölkerung zu ermitteln. Neben diesen Forschungen zeigt der Dokumentarfilm die Arbeit der Dendrochronologen, die an den Jahresringen von Hölzern Klimaschwankungen über die Jahrhunderte hinweg ablesen. Dabei entdeckten sie im 3. Jahrhundert in Europa und Eurasien eine plötzliche Klimastörung, durch die die landwirtschaftlichen Erträge zurückgingen. Dies habe sich gravierend auf die Ernährung der Bevölkerung ausgewirkt und sei auch verantwortlich für die Migration der Hunnen aus der Mongolei und Südsibirien nach Europa - mit der tiefgreifenden Erschütterung des Römischen Reiches als Folgeerscheinung. Wie andere Untersuchungen zeigen, haben ungeheuer starke Vulkanausbrüche Anfang des 6. Jahrhunderts eine spektakuläre Abkühlung hervorgerufen und das Römische Reich in eine nie dagewesene Krise gestürzt.
23:15

Kurz vor seinem 90. Geburtstag arbeitet der Klarinettist an einem neuen Album mit dem Titel For a Better World, während im Nahen Osten die politische Lage eskaliert: Termine geraten ins Wanken, Reisewege werden unsicher. Die Dokumentation begleitet Feidman in dieser Phase zwischen Tel Aviv, Hamburg und Zürich ins Tonstudio, auf die Bühne und in sein privates Umfeld. In einer Zeit politischer Polarisierung setzt er auf künstlerische Zusammenarbeit als Form des Dialogs.