02:10

Für die renommierte Archäologin Katja ist es der aufregendste Moment ihrer Karriere: Bei Grabungen in Mexiko hält sie plötzlich die Maske eines legendären spanischen Kriegers in Händen, der die Mayas in ihrem Kampf gegen die Konquistadoren unterstützt hat. Auf die Freude folgt der Schock: Kidnapper haben ihre Tochter in ihre Gewalt gebracht, die im Tausch gegen das kostbare Kleinod wieder freikommen soll. Plötzlich hat die Wissenschaftlerin es mit Grabräubern, korrupten Polizisten und heimtückischen Kollegen zu tun. Die Archäologin Katja Bennecke (Claudia Michelsen) leitet eine Grabungsstätte am Fuße einer Maya-Pyramide auf der mexikanischen Landzunge Yucatán. Durch Zufall entdeckt sie die Maske des Gonzalo Guerrero, eines in Legenden beschriebenen spanischen Kriegers, der unter den Mayas zum obersten Feldherren aufgestiegen war: ein Sensationsfund! Ausgerechnet ihr Kollege Gerd (Ulrich Gebauer), für den sie ihre Hand ins Feuer gelegt hätte, versucht das wertvolle Stück zu stehlen. Doch sie ertappt den Dieb, der sogleich verhaftet wird und kurz darauf unter mysteriösen Umständen in einem mexikanischen Gefängnis stirbt. In dieser angespannten Situation reist überraschend Katjas Tochter Maren (Paula Schramm) an. Das Verhältnis zwischen beiden ist angespannt, es kommt zum Streit, bei dem Maren wütend davonläuft und auf offener Straße gekidnappt wird. Die Entführer stecken offenbar mit der Polizei unter einer Decke. Im Tausch gegen die Maske wollen sie Maren freilassen. Doch das kostbare Fundstück gehört Katja nicht. Um ihre Tochter zu retten, muss sie selbst zur Diebin werden. Ihre Assistentin Nayeli (Dalia Hernández) und der Ausgrabungsleiter Kai Wieland (Michael Fitz) verhalten sich plötzlich sehr merkwürdig. Katja weiß nicht mehr, wem sie noch trauen kann. Finstere Grabkammern und atemberaubende Verfolgungsjagden über verwinkelte Marktplätze: In diesem aufwendig inszenierten Abenteuerdrama glänzt Claudia Michelsen als Jägerin des verlorenen Schatzes. Die zweifache Adolf-Grimme-Preisträgerin und Polizeiruf 110-Ermittlerin verkörpert eine erfolgreiche Archäologin, die ihr Privatleben neu sortieren muss. An ihrer Seite sind Paula Schramm als leidgeprüfte Tochter, Ulrich Gebauer als Dieb wider Willen und Michael Fitz als Ausgrabungsleiter mit zwei Gesichtern zu sehen. Regisseur Florian Froschmayer, bekannt durch seine Borowski-Tatorte, inszenierte im mexikanischen Mérida. und andere.
03:40

02:35

Der chinesische Geschäftsmann Quan verliert bei einem Bombenanschlag in London seine einzige Tochter. Als die Polizeiermittlungen stocken, jagt er die Täter auf eigene Faust. Bei seinen Recherchen gerät Quan in Belfast an den dubiosen nordirischen Politiker Hennessy. Der Ex-IRA-Kämpfer verweigert Quan jegliche Hilfe und verfolgt ganz eigene Interessen. Quan setzt ihn unter Druck und startet damit einen blutigen Rachefeldzug. Quan Ngoc Minh (Jackie Chan) führt in London ein chinesisches Restaurant. Als er seiner Tochter ein Kleid für ihren Abschlussball kaufen will, explodiert vor der Boutique eine Bombe, die mehrere Menschen tötet, darunter auch Quans Tochter. Zu dem Attentat bekennt sich eine Gruppe, die sich als Kern-IRA bezeichnet. Sie will den Kampf der als befriedet geltenden IRA wieder aufnehmen. Von dem Anschlag ist nicht nur die Regierung in London überrascht, sondern auch Liam Hennessy (Pierce Brosnan), der stellvertretende Erste Minister Nordirlands. Hennessy stand früher selbst im Lager der Militanten, entschied sich dann jedoch für einen friedlichen Weg und eine politische Karriere. Jetzt sieht er seine Macht in Gefahr, denn gleich von mehreren Seiten spürt er Druck: Die britische Regierung fordert ihn auf, die Bombenleger ausfindig zu machen. Außerdem ist er mit Widersachern unter seinen politischen Freunden konfrontiert, die hinter seinem Rücken arbeiten. Vor allem aber macht ihm Quan zu schaffen. Der trauernde Vater will mit Hennessys Hilfe die Namen der Mörder seiner Tochter herausfinden. Bei der Polizei hatte Quan keine Unterstützung erhalten, und die Aufklärung des Falles geht ihm zu langsam voran. Nachdem er Hennessy in einem Fernsehinterview gesehen hat, ruft er ihn an, lässt nicht locker und reist schließlich nach Belfast. Als Quan im Büro des Ministers sitzt, will Hennessy ihn erneut vertrösten und abwimmeln. Doch jetzt greift Quan zu anderen Mitteln. Er bastelt eine Bombe aus Haushaltsmitteln und jagt damit die Toilette in Hennessys Amtsgebäude in die Luft. Schnell kommt der Politiker dahinter, dass Quan ein gefährlicher Gegner ist, der ebenfalls auf eine kämpferische Vergangenheit blickt. Während Quan in Belfast mit immer rabiateren Methoden Hennessy in die Enge treibt, um die Identität der Attentäter zu erfahren, verüben diese in London erneut einen Anschlag. Hennessy beordert seinen Neffen Sean Morrison (Rory Fleck Byrne) aus New York in die Heimat. Morrison soll sich in der britischen Hauptstadt heimlich mit dem Chef der Antiterroreinheit treffen und ihm den Plan erläutern, die Kern-IRA in eine Falle zu locken. Bald muss Hennessy jedoch feststellen, dass unbekannte Spieler mitmischen und mit verdeckten Karten spielen. Quan verfolgt unterdessen unbeirrbar seinen Plan, die Mörder seiner Tochter selbst zur Strecke zu bringen. The Foreigner - Rache für meine Tochter ist ein starbesetzter Actionthriller von Martin Campbell, dem Regisseur von zwei der erfolgreichsten Bond-Verfilmungen (Casino Royale, 2006; GoldenEye, 1995). Das harte Rachedrama mit Jackie Chan und Pierce Brosnan gewinnt an Profil, indem Campbell die Hauptfiguren als Männer zeichnet, die beide gleichermaßen verhängnisvolle Gewalterfahrungen aus ihrer Vergangenheit nicht hinter sich lassen können und in der Gegenwart davon eingeholt werden. Zugleich bietet sich für Hauptdarsteller und Mitproduzent Jackie Chan die Gelegenheit, sein Rollenrepertoire weiter auszubauen. Als Star des Hongkong-Actionkinos war der chinesische Schauspieler bekannt dafür geworden, dem Genre eine komödiantische Note mitzugeben. In der britischen Produktion The Foreigner hingegen zeigt Chan sich von einer anderen Seite: als Trauernder, der auch Tränen zulässt. Er arbeite gern mit Regisseuren zusammen, von denen er etwas lernen könne, bekannte Jackie Chan in einem Interview der Zeitschrift Cinema 2018. Auf die Frage, was Martin Campbell ihm beigebracht habe, sagt Chan: Er hat mich zu dem Menschen gemacht, der vor der Kamera weinen kann.
04:15

Gerda Angerpointner ist eine Frau mit vielen Gesichtern. Als selbstständige Taxifahrerin boxt sich die geschiedene Mittvierzigerin in München durchs Leben. Sie steckt voller Widersprüche, ist immer für eine Überraschung gut und macht Tempo - beruflich und privat. Ihr Spitzname: Die schnelle Gerdi. Auf der Fahrt zum Flughafen mit einem eiligen Kunden übersieht Gerdi eine Radarkontrolle, und die ebenfalls zu schnelle Rückfahrt wird durch eine Polizeikelle gestoppt. Die Geldbußen werden - wieder einmal - den Verdienst fressen, vom Punktekonto in Flensburg ganz zu schweigen. Erst der Abend verspricht weniger Stress. Eine entspannte Fahrt nach Garmisch steht an, mit Herrn Obermair, einem Stammgast, den Gerdi alle zwei Wochen ins Spielcasino fährt. Dort lernt sie Herbert kennen, einen jungen Mann mit vielen Talenten, der aber nichts richtig kann und noch bei seiner Oma lebt. Gerdi erliegt seinem jungenhaften Charme. Es beginnt eine komplizierte Beziehung, die bei Verwandten und Bekannten bestenfalls Kopfschütteln auslösen wird. Beruflich droht zusätzlich Ärger. Vom Chef der Taxi-Gesellschaft muss Gerdi sich wieder einmal eine Standpauke anhören: Undiszipliniertes Fahren und Fahrgastbeschwerden, weil sie ihre Hündin Tinka mit im Taxi hatte. Gerdi Angerpointner ist eine resolute, lebenslustige aber etwas naive Mittvierzigerin, die sich in München nach ihrer Scheidung als Taxifahrerin durchs Leben schlägt, und dabei rührende aber auch gefährliche Situationen erlebt. Ihr Privatleben ist geprägt von ihrer nicht ganz unkomplizierten Beziehung zu dem deutlich jüngeren Herbert.
02:15

In der Wohnung eines Mordopfers finden die Experten der Spurensicherung trotz sorgfältigster Untersuchung keinen Hinweis auf den Täter. Erst ein Schuhabdruck im Schlamm vor dem Haus könnte den Mörder entlarven. In jeder Folge werden außergewöhnliche Verbrechen vorgestellt und beleuchtet. Im Fokus steht die Arbeit der Rechtsmediziner, die einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung von kriminellen Taten leisten. Die Fälle sind in den USA geschehen und werden hier nachvollzogen.
03:05

1998: Zwei Jahre lang sind Gertrude Thompson und Edward Kowalczk bereits tot, ohne dass ihr Mörder gefunden worden wäre. Das Paar, 69 und 72 Jahre alt, war in seiner Wohnung niedergeprügelt und dann erstochen worden. Beweise für eine vorhergehende Folter fanden sich in der über und über mit Blut bespritzten Wohnung, die Wunden der Opfer rührten auch offensichtlich von Gegenwehr her. Zudem vermutete die Polizei, dass Gertrude Thompson, die mehrere Mietshäuser besaß und als toughe Geschäftsfrau galt, Ärger mit einem ihrer Mieter hatte. Doch gegen keinen der Verdächtigen reichten die Beweise aus, also stellte die Polizei die Suche schließlich ein. Als vermisst galt damals ein Kettenanhänger in Form eines Elefanten. Und genau den erkennt zwei Jahre später die Besitzerin eines Pfandhauses beim Durchstöbern alter Zeitungen wieder. Sie hat sogar noch den Pfandschein, auf dem der Name des Verkäufers steht. Der Name lautet James Jordan, und so heißt Gertrudes ehemaliges Mädchen für alles. Waseca, Minnesota, 1999: Die zwölfjährige Cally Larson wird erstochen zu Hause aufgefunden. Darüber hinaus fehlen Bargeld, Silber und eine CD-Sammlung. Während die Spurensuche im Haus nichts Interessantes außer einem Schuhsohlenprofil erbringt, helfen die Beobachtungen aufmerksamer Nachbarn weiter. Sie haben einen Mann und einen schwarzen Pick-Up gesehen. Nach diesen Angaben findet die Polizei zwölf mögliche Täter. Einer von ihnen, Donald Blom, wurde überdies verdächtigt, ein weiteres Mädchen, das nur wenige Autostunden entfernt lebte, gekidnappt und ermordet zu haben. Doch Blom streitet die Tat ab. Die Polizei ist ratlos, keiner ihrer Hinweise hat eine trittfeste Spur zum Täter aufgezeigt. Zur gleichen Zeit jedoch häufen sich die Einbrüche in der Gegend um das Larson-Haus. Ein Mann fällt auf, der beim Anblick eines Polizeiautos auffällig die Richtung ändert. Er trägt zudem Sportschuhe, deren Profil mit den Abdrücken im Larson-Haus identisch sein könnten. In jeder Folge werden außergewöhnliche Verbrechen vorgestellt und beleuchtet. Im Fokus steht die Arbeit der Rechtsmediziner, die einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung von kriminellen Taten leisten. Die Fälle sind in den USA geschehen und werden hier nachvollzogen.
03:00

Die Reise des Fotografen Robert Lohmeyer, der 1907 nach Afrika aufbrach, war eine Pioniertat, die jahrzehntelang das Bild Afrikas prägte und die fotografischen Grundlagen des Rassismus legte. Der Leipziger fotografierte zwischen 1907 und 1909 die deutschen Kolonien in Afrika - erstmals in Farbe, womit die Begeisterung für die fernen Besitzungen angefeuert werden sollte. Die Dokumentation erzählt die Geschichte der Erfindung des Rassismus in Farbe, die bis heute nachwirkt.
03:55
