20:15

Birgit und Jonas werden zu einem Geröllfeld nahe der kleinen Dorfgemeinde Maisching gerufen: Dort wurde die Leiche von Timo Aichinger gefunden, der nach zwölf Jahren erstmals zurückgekehrt war, um an der Beerdigung seines Vaters teilzunehmen. Zeitgleich sorgt hoch oben auf einem Gletscher ein spektakulärer Fund für Aufsehen: Marie Sonnleitner hat dort mit ihrem Team eine viele hundert Jahre alte Leiche entdeckt, ein mediales Großereignis. Als KTU-Kollege Korbinian verletzungsbedingt ausfällt, springt Marie kurzfristig ein. Zurück im Tal beginnt sie mit den Untersuchungen und schnell ist klar: Timos Tod war kein Unfall, sondern Mord. Birgit und Jonas befragen Timos Schwester Lisa Aichinger, die örtliche Tierärztin, die sich keinen Grund für diese Tat erklären kann. Auch sämtliche Befragungen in der verschwiegenen Berggemeinde bringen die Ermittler nicht weiter. Bürgermeisterin Friederike Roth setzt alles daran, negative Schlagzeilen zu vermeiden, jetzt wo der Tourismus dank Maries Gletscherleiche Ötzine boomt. Erste Hinweise führen zu Roths Sohn Julian, Timos Jugendfreund und Anwalt, der zugeben muss, sich mit Timo getroffen und ihn in Erbangelegenheiten beraten zu haben. Timo wollte das Hotel des verstorbenen Vaters behalten, seine Schwester Lisa verkaufen. Sie hatte Geldsorgen, aber bringt man deshalb den eigenen Bruder um? Als Marie in Timos Blut Rückstände von Ketamin findet, erhärtet sich der Verdacht gegen Lisa Aichinger, die als Tierärztin das Narkosemittel vorrätig hat. Aber auch das Ehepaar Graubner gerät in den Fokus der Ermittlungen, hatte Rosi Graubner doch vermeintlich eine Affäre mit Timo, die ihrem Mann Benno gar nicht gefallen haben dürfte. Um mehr herauszufinden, wird Marie in die Pension des Ehepaars eingeschleust und stößt dort auf einen möglichen Hinweis. Schließlich bringt das alte Zeitungsarchiv des Ortes neue Erkenntnisse zutage und liefert womöglich einen Grund für Timos Verschwinden vor 12 Jahren.
22:15

20:15

In Europa und den Vereinigten Staaten steigt die Zahl rechtsextremer Gewalttaten seit Jahren an. Sie richten sich zunehmend gegen Minderheiten sowie Vertreter demokratischer Institutionen. Die Dokumentation macht sichtbar, wie das Darknet und soziale Medien die Radikalisierung beschleunigen - und warum vor allem junge Täter Gewalttaten planen. In Deutschland gerieten die Unterwanderung der Bundeswehr durch Neonazis sowie der Anstieg rechtsextremer Gewalt in den Blickpunkt.
21:05

Die Ultrarechten der westlichen Welt verfolgen ein gemeinsames Ziel: den Umsturz der Demokratie. Die Behörden kontern so gut sie können mit der Überwachung rechtsextremer Profile und Maßnahmen zur Vorbeugung von Radikalisierung. Vielen Radikalisierten gemeinsam ist eine Faszination für Massenmörder, die im letzten Jahrzehnt im Namen White Supremacy-Ideologie Blutbäder anrichteten, wie zum Beispiel Brenton Tarrant, der 2019 den Anschlag auf die Moschee von Christchurch in Neuseeland verübte und dabei 51 Muslime erschoss. Derlei Anschläge werden in Szene gesetzt und massiv in rechtsextremen Online-Netzwerken verbreitet, um Nachahmer zu inspirieren. Tatsächlich organisieren sich die Neonazis, unter anderem in dem aus den Vereinigten Staaten stammenden Netzwerk Terrorgram, das nachweislich zum Ziel hat, in der westlichen Welt einen Rassenkrieg loszutreten. Zu ihren Helden gehört Timothy McVeigh, der 1995 mit einer Autobombe in Oklahoma City 168 Menschen verletzte und 680 tötete. In Schweden, wo sich neonazistische skandinavische Gruppen zur gewaltbereiten Nordischen Widerstandsbewegung NMR zusammengeschlossen haben, stellen Polizisten und Deradikalisierungs-Experten immer jüngere Profile fest. Die Behörden überwachen auch die Entwicklung des vom US-Amerikaner Robert Rundo gegründeten Active Club-Netzwerks, in dem sich Anhänger der White Power-Bewegung neben den USA auch in Europa, Kanada und Australien für den Rassenkrieg begeistern. Denn genau das ist die Besonderheit der aktuellen Neonazi-Szene: Ihre Mitglieder tauschen sich aus und organisieren sich über die Kontinente hinweg, was sie umso gefährlicher macht. Ihr gemeinsames, erklärtes Ziel ist der Umsturz der demokratischen Institutionen - einen Vorgeschmack darauf lieferten die Bilder vom Sturm auf das Kapitol in den Vereinigten Staaten 2021, an dem mehrere Mitglieder als terroristisch eingestufter Organisationen beteiligt waren.
20:15

Die im Bahnhofsviertel gefundene Leiche eines Kleinkriminellen in 70er-Jahre-Kleidung, erinnert Schaller an eine Kiezlegende dieser Zeit: Gustav Schmidinger, der Pate des Bahnhofviertels. Dieser war einer der Ersten, der Prostitution und Glücksspiel im Bahnhofsviertel etablierte. So kennt auch Kriminaloberrat Zangl den Mann bestens, denn er lieferte sich damals erbitterte Kämpfe mit ihm. Die Ermittler Harald Neuhauser, Ludwig Schaller und Angelika Flierl werden von den Kollegen belächelt. Die Polizisten ecken mit ihren unkonventionellen Methoden an. Dennoch überzeugt das Trio mit einer hohen Aufklärungsquote in Mordfällen.
21:45

Caro hat eine wichtige Entscheidung getroffen, die große Auswirkungen auf die Beziehung von Yannik und ihr haben wird. Um es ihm schonend beizubringen, hat sie einen besonderen Abend geplant. Um ungestört zu bleiben, tun die beiden so, als wären sie nicht zu Hause. Als Svenja und Sven sich dann aber Sorgen machen und versuchen in die Wohnung zu gelangen, bricht der Schlüssel ab und die beiden sind eingesperrt - mitsamt der schrägen Essenslieferantin Smilla.