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Seit Russland 2014 die Krim annektiert hat, häufen sich in den östlichen EU-Ländern ungewöhnliche Ereignisse. Bestochene Kellner zeichnen heimlich Gespräche auf; Depots mit Waffen für die Ukraine fliegen in die Luft; Menschen, die gegen die EU-Politik protestieren, rufen überall die gleichen Parolen. Die polnische Dokumentation ist eine Spurensuche im Einsatzgebiet von Geheimdiensten, Propagandisten und sogenannten Einflussagenten.
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Russland lebt zunehmend in zwei Realitäten. Was als schneller Siegeszug gegen die Ukraine gedacht war, hat sich zu einem langwierigen Prozess entwickelt, der das Land fundamental verändert - demografisch, sozial und kulturell. In Moskau herrscht weiterhin ein Gefühl der äußerlichen Normalität. In den Regionen dagegen reiht sich der Krieg in bereits gewohnte Herausforderungen ein. Im abgelegenen Jakutien - einer der kältesten Regionen der Welt - wird er als eine weitere Bürde wahrgenommen, neben dem extremen Klima und der internationalen Isolation. Man lebt, arbeitet und passt sich weiter an, auch wenn die Folgen des Krieges längst Teil des Alltags sind. Kritische Stimmen, die dem offiziellen Narrativ widersprechen, werden bestraft - so wie der Demograf Alexei Raksha. Mit Tracks East spricht er offen über das Ausmaß des Bevölkerungsrückgangs, das in den offiziellen Statistiken zunehmend verschleiert wird. Für seine öffentlichen Äußerungen erhielt Raksha den Status eines ausländischen Agenten - ein Etikett, das seine berufliche Tätigkeit einschränkt und sein Leben in Russland erschwert. Der andauernde Krieg beeinflusst auch die Kultur. Die staatlich propagierte Z-Culture trifft dabei auf eine Hinwendung zu volkstümlichen Traditionen, vor allem bei jungen Russen und Russinnen. Traditionelle russische Trachten, Folklore und Märchen erleben geradezu einen Boom. Dieser Trend erscheint wie eine Anpassung - als Versuch, Halt zu finden und sich von der Realität des Krieges zu distanzieren.
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Um in die Top-Rangliste der erfolgreichsten Bloggerinnen von Norwegen zu kommen, entscheidet sich Selina für einen pikanten Weg, um mehr Aufmerksamkeit zu erwecken. Für Selina entwickelt sich ihr Blog zum Hauptbestandteil ihres Lebens. Um auch von ihrer Arbeit Leben zu können benötigt sie mehr Reichweite. Sie entscheidet sich für ein freizügiges Fotoshooting, um mit den Bildern endlich berühmt zu werden.
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Selina gehört nun zu den bekanntesten Bloggerinnen Norwegens. Daraufhin verändert sich ihr Leben schlagartig. Sie stürzt sich in eine Welt voller Party, Drogen und Provokationen. Als bekannte Bloggerin kapselt sich Selina von ihrer Heimat ab. Sie zieht nach Oslo und versucht Freundschaften zu schließen. Jedoch eckt sie weiterhin an und eine tragische Nachricht, lässt sie tiefer in die Einsamkeit fallen.