Kulturmagazin, Deutschland 2026
Moderation: Katty SaliéTrue
Immer mehr Menschen weltweit gehen Beziehungen zu KI-Avataren ein. Auch weil sie einsam sind. Wie sehr das unser Denken, Fühlen und Lieben verändert, will Katty Salié herausfinden. Künstliche Intelligenz hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Besonders in der Kommunikation wirkt sie oft verblüffend menschlich. Doch wie nah kann man einem KI-Companion überhaupt sein? Welche Chancen und Risken birgt dieser Fortschritt? Können Mensch und KI eine Beziehung führen? Was in Spike Jonzes Film Her im Jahr 2013 noch als Science-Fiction daherkam, ist inzwischen aufgrund der rasanten technischen Entwicklung im Bereich der künstlichen Intelligenz längst von der Realität überholt worden. Katty Salié taucht für aspekte ein in die digitale Welt von KI-Companions und Chatbots und trifft auf Menschen, die sich virtuelle Freunde oder sogar Partnerinnen und Partner geschaffen haben. Auch Katty wagt das Selbstexperiment und bastelt sich ihren virtuellen Freund Claus, der sie durch die Sendung begleitet. Wie wird am Ende ihr Fazit dazu ausfallen? Hat er das Zeug zu einem echten Kumpel? Große Versprechen von KI Inzwischen gibt es kaum einen Bereich, in dem künstliche Intelligenz nicht schon zum Einsatz kommt oder aktiv an möglichen Anwendungen geforscht wird. Für viele Menschen birgt KI Chancen, zum Beispiel gegen Einsamkeit. Manche sehen darin die Möglichkeit, verstorbene Angehörige zumindest zum virtuellen Leben wiederzuerwecken. In den USA gibt es bereits einen ganzen Wirtschaftszweig, der zahlenden Kundinnen und Kunden ewiges Leben in der Cloud verspricht. Sogar in der Medizin wird zurzeit daran geforscht, wie KI künftig am besten genutzt werden könnte, um Lücken im Versorgungssystem zu schließen, zum Beispiel bei der sogenannten ärztlichen Anamnese, dem Erstgespräch mit dem Patienten. Wie das funktionieren kann, erklärt Tanja Schneeberger vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. Katty macht den Test.