22:15
Früher einmal führte Paulette (Bernadette Lafont) mit ihrem Mann ein gut gehendes Restaurant. Dann aber liefen die Geschäfte schlechter, die beiden mussten den Betrieb aufgeben. Der Mann verstarb und nun lebt Paulette einsam und in ärmlichen Verhältnissen in einem Plattenbau der Pariser Banlieue. In den Räumen ihrer ehemaligen Bar befindet sich inzwischen ein Chinarestaurant. Das passt genau in die Weltsicht der 80-Jährigen, denn für sie sind sowieso die Ausländer an allem Schuld. Bei jeder Gelegenheit macht sie ihrer Verbitterung Luft. Entsprechend unterkühlt ist das Verhältnis zu ihrer Tochter, die ausgerechnet einen Schwarzen geheiratet hat. Dabei könnte die biestige alte Dame etwas familiäre Hilfe gut gebrauchen. Ihre Rente reicht kaum zum Überleben. Die Rechnungen stapeln sich und ein Teil ihrer Möbel wurde bereits gepfändet. In dieser Situation kommt Paulette durch einen schicksalhaften Zufall auf eine ungewöhnliche Idee: Sie will es den jugendlichen Dealern ihres Viertels gleichtun und mit dem Verkauf von Marihuana ihre Kasse auffüllen. Der Großdealer Vito (Paco Boublard) nimmt die alte Frau zwar nicht wirklich ernst, gibt ihr aber trotzdem eine Chance. Und siehe da: Bald kann Paulette, die kein Polizist mit Drogen in Verbindung bringen würde, beachtliche Verkäufe vorweisen. Der Erfolg sorgt allerdings auch für Neid. Mit einem brutalen Raubüberfall wollen konkurrierende Dealer sie aus dem Geschäft drängen. Aber Not macht erfinderisch und so besinnt Paulette sich ihrer alten Talente als Zuckerbäckerin und verarbeitet das verbliebene Marihuana zu Haschplätzchen. Das berauschende und dazu noch köstlich schmeckende Gebäck wird zum Verkaufsschlager im ganzen Viertel. Durch ihren neuen Job beginnt sich die nun gut verdienenden Paulette auch charakterlich zu wandeln: Hinter der rassistischen Menschenfeindin kommt eine freundliche, gut gelaunten Dame mit Sinn für Humor zum Vorschein. Dann aber tritt der russische Gangster Taras (Miglen Mirtchev) an sie heran, weil er ihre verlockenden Drogenkekse an Grundschulen verkaufen will. Bei diesem schmutzigen Geschäft will Paulette nicht mehr mitmachen. Eine originelle Geschichte, ein verblüffend politisch-unkorrekter Humor, eine unaufdringliche Moral und eine grandiose Hauptdarstellerin sind die Zutaten dieser wundervollen Komödie, die nicht nur in Frankreich zum Überraschungshit avancierte. Die Hauptdarstellerin Bernadette Lafont wurde in Filmen der Nouvelle-Vague-Regisseure Claude Chabrol und Francois Truffaut berühmt; zu ihren bekanntesten Werken gehören der Skandalfilm Die Mama und die Hure und Claude Millers Das freche Mädchen. In der mürrischen Paulette fand Lafont noch einmal eine wundervolle Altersrolle. Aber noch während der Film in den Kinos lief, verstarb die Grande Dame des französischen Kinos im Alter von 74 Jahren.
23:55
Sie gehören zu den furchterregendsten Jägern der Welt: Haie - und die größte ihrer Art ist der Weiße Hai. Die Evolution des Hais hat vor 17 Millionen Jahren ein Exemplar mit enormen Ausmaßen hervorgebracht. Sein Name bedeutet großer Zahn. Und sein Gebiss war riesig. Der Megalodon. Fast dreimal so lang wie jeder heute lebende Weiße Hai, und 15 mal so schwer. Der Megalodon war das größte Meeresraubtier, das je existiert hat. Doch warum ist dieser Koloss ausgestorben, während der Weiße Hai immer noch durch unsere Meere schwimmt? Können die Gründe dafür dazu beitragen, die Haie von heute zu retten? In Australien geht der Zoologe Dan ONeill auf die Suche, die heute noch lebenden Giganten des Meeres zu finden: Weiße Haie. Denn er will die größten Tiere der Welt aufspüren und vermessen. Vor der Ostküste Australiens mischen sich gemäßigte mit tropischen Gewässern. Die reiche Artenvielfalt zieht viele große Haie an. Darunter auch Weiße Haie, die über sieben Meter lang werden können. Die Einheimischen haben gelernt, das Meer mit diesen Spitzenprädatoren zu teilen, auch wenn sie sich dabei bedrohlich nahe kommen. Anhand neuester wissenschaftlicher Daten können aber auch die ausgestorbenen Spezies, wie der Megalodon, erneut zum Leben erweckt werden. Evolutionäre Geheimnisse kommen zum Vorschein und legen zudem dar, warum diese Urzeit-Riesen ausgestorben sind.
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Früher einmal führte Paulette (Bernadette Lafont) mit ihrem Mann ein gut gehendes Restaurant. Dann aber liefen die Geschäfte schlechter, die beiden mussten den Betrieb aufgeben. Der Mann verstarb und nun lebt Paulette einsam und in ärmlichen Verhältnissen in einem Plattenbau der Pariser Banlieue. In den Räumen ihrer ehemaligen Bar befindet sich inzwischen ein Chinarestaurant. Das passt genau in die Weltsicht der 80-Jährigen, denn für sie sind sowieso die Ausländer an allem Schuld. Bei jeder Gelegenheit macht sie ihrer Verbitterung Luft. Entsprechend unterkühlt ist das Verhältnis zu ihrer Tochter, die ausgerechnet einen Schwarzen geheiratet hat. Dabei könnte die biestige alte Dame etwas familiäre Hilfe gut gebrauchen. Ihre Rente reicht kaum zum Überleben. Die Rechnungen stapeln sich und ein Teil ihrer Möbel wurde bereits gepfändet. In dieser Situation kommt Paulette durch einen schicksalhaften Zufall auf eine ungewöhnliche Idee: Sie will es den jugendlichen Dealern ihres Viertels gleichtun und mit dem Verkauf von Marihuana ihre Kasse auffüllen. Der Großdealer Vito (Paco Boublard) nimmt die alte Frau zwar nicht wirklich ernst, gibt ihr aber trotzdem eine Chance. Und siehe da: Bald kann Paulette, die kein Polizist mit Drogen in Verbindung bringen würde, beachtliche Verkäufe vorweisen. Der Erfolg sorgt allerdings auch für Neid. Mit einem brutalen Raubüberfall wollen konkurrierende Dealer sie aus dem Geschäft drängen. Aber Not macht erfinderisch und so besinnt Paulette sich ihrer alten Talente als Zuckerbäckerin und verarbeitet das verbliebene Marihuana zu Haschplätzchen. Das berauschende und dazu noch köstlich schmeckende Gebäck wird zum Verkaufsschlager im ganzen Viertel. Durch ihren neuen Job beginnt sich die nun gut verdienenden Paulette auch charakterlich zu wandeln: Hinter der rassistischen Menschenfeindin kommt eine freundliche, gut gelaunten Dame mit Sinn für Humor zum Vorschein. Dann aber tritt der russische Gangster Taras (Miglen Mirtchev) an sie heran, weil er ihre verlockenden Drogenkekse an Grundschulen verkaufen will. Bei diesem schmutzigen Geschäft will Paulette nicht mehr mitmachen. Eine originelle Geschichte, ein verblüffend politisch-unkorrekter Humor, eine unaufdringliche Moral und eine grandiose Hauptdarstellerin sind die Zutaten dieser wundervollen Komödie, die nicht nur in Frankreich zum Überraschungshit avancierte. Die Hauptdarstellerin Bernadette Lafont wurde in Filmen der Nouvelle-Vague-Regisseure Claude Chabrol und Francois Truffaut berühmt; zu ihren bekanntesten Werken gehören der Skandalfilm Die Mama und die Hure und Claude Millers Das freche Mädchen. In der mürrischen Paulette fand Lafont noch einmal eine wundervolle Altersrolle. Aber noch während der Film in den Kinos lief, verstarb die Grande Dame des französischen Kinos im Alter von 74 Jahren.
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Sie gehören zu den furchterregendsten Jägern der Welt: Haie - und die größte ihrer Art ist der Weiße Hai. Die Evolution des Hais hat vor 17 Millionen Jahren ein Exemplar mit enormen Ausmaßen hervorgebracht. Sein Name bedeutet großer Zahn. Und sein Gebiss war riesig. Der Megalodon. Fast dreimal so lang wie jeder heute lebende Weiße Hai, und 15 mal so schwer. Der Megalodon war das größte Meeresraubtier, das je existiert hat. Doch warum ist dieser Koloss ausgestorben, während der Weiße Hai immer noch durch unsere Meere schwimmt? Können die Gründe dafür dazu beitragen, die Haie von heute zu retten? In Australien geht der Zoologe Dan ONeill auf die Suche, die heute noch lebenden Giganten des Meeres zu finden: Weiße Haie. Denn er will die größten Tiere der Welt aufspüren und vermessen. Vor der Ostküste Australiens mischen sich gemäßigte mit tropischen Gewässern. Die reiche Artenvielfalt zieht viele große Haie an. Darunter auch Weiße Haie, die über sieben Meter lang werden können. Die Einheimischen haben gelernt, das Meer mit diesen Spitzenprädatoren zu teilen, auch wenn sie sich dabei bedrohlich nahe kommen. Anhand neuester wissenschaftlicher Daten können aber auch die ausgestorbenen Spezies, wie der Megalodon, erneut zum Leben erweckt werden. Evolutionäre Geheimnisse kommen zum Vorschein und legen zudem dar, warum diese Urzeit-Riesen ausgestorben sind.