TV-Programm 3sat 12.12.

   
   Was läuft beim TV Sender 3sat

Was läuft im TV-Programm von 3sat am 12.12.?

Das 3sat Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

Vormittag
 
02:35 Italien, meine Liebe
Infosendung ~45 Min
Umbrien gilt als die kleine Schwester der Toskana. In Città di Castello hat sich ''Obstarchäologin'' Isabella Dalla Ragione einen Traum erfüllt. In ihrem ''Garten der verlorenen Bäume'' wachsen 400 verschiedene Obstsorten. Sie hat Wunderfeigen entdeckt, die ein halbes Kilogramm wiegen, ''Betrunkene Birnen'', ''Blutige Pfirsiche'' und ''Jesus-Christus-Äpfel'' gerettet. Die mittelalterliche Stadt Assisi steht ganz im Zeichen des heiligen Franziskus. Bis heute werden die durch das schwere Erdbeben im Jahr 1997 zerstörten Fresken der Basilika restauriert. Sergio Fusetti, Chef der Restaurierungsarbeiten, öffnet die sonst unzugänglichen Archive. Ein kurzer Rafting-Ausflug führt in die wilde Natur der Valnerina. In Perugia lebt Maddalena Forenza. Sie fertigt Mosaikfenster in einer sehr speziellen Technik an, die von einem ihrer Vorfahren schon 1859 begründet wurde. Ihr Atelier gleicht einem Museum. Mindestens so spektakulär sieht der Arbeitsplatz ihrer Freundin Marta Cucchia aus. Sie webt Stoffe auf historischen Webstühlen nach alten Vorlagen in einer ehemaligen Kirche. Um eine fast aussterbende Zunft handelt es sich bei den Fischern am Lago Trasimeno. Aurelio Cocchini sorgt für ökologische Fangmethoden, damit auch künftig noch gefischt werden kann. Und im Städtchen Gubbio ist das Mittelalter noch lebendig. Dort werden auf abenteuerliche Art die Glocken geläutet - ein schwindelerregendes und gefährliches Spektakel. Die Küste Italiens ist so abwechslungsreich wie kaum ein anderer Landstrich Europas. Filmemacherin Emanuela Casentini reist in ihrer fünfteiligen Reihe einmal rund um den Stiefel.
16:9
03:20 Italien, meine Liebe
Infosendung ~45 Min
Sardinien ist die zweitgrößte Insel Italiens und vor allem berühmt für ihre Traumstrände. Die Langusten-Fischer sind leidenschaftliche Gegner von Schleppnetzen. Sie zeigen, wie nachhaltiges Langusten-Fischen funktioniert. In Tinnura, nahe dem Ort Bosa, lebt Pina Monne. Sie ist Muralistin, eine Künstlerin, die die Geschichte der Sarden auf Häuserwände malt. Im Nordwesten Sardiniens sind die einzigartigen weißen Esel zu Hause, die nur auf der kleinen vorgelagerten Insel Asinara vorkommen. Ein Tierarzt betreut die Esel im Nationalpark regelmäßig. Auf den Weiden von Narbolia und Montiferru werden rote Rinder gezüchtet, aus deren Milch der traditionelle Käse, der Casizolu, hergestellt wird. Die Kräuter, die hier wachsen, geben dem Käse seine unverwechselbare Note. Tiere und Käse haben ein Slow-Food-Siegel. Raimondo Usai stellt die ungewöhnlichen Launeddas her. Dieses traditionelle sardische Blasinstrument wurde schon vor 3000 Jahren gefertigt. Die heute gebauten Launeddas werden meist an Profi-Musiker verkauft. Am Ende der Reise durch Sardiniens Westen steht ein Besuch beim Modedesigner Luciano Bonino in der Altstadt von Cagliari an. Er ist ein Meister der Falten, und seine Modelle sind auch in internationalen Museen zu finden. Das Atelier des Designers liegt mitten in der alten Gasse, in der am ersten Mai die Prozession zu Ehren des Sant''Efisio vorbeizieht. Der Heilige soll die Stadt einst von der Pest befreit haben. Die Küste Italiens ist so abwechslungsreich wie kaum ein anderer Landstrich Europas. Filmemacherin Emanuela Casentini reist in ihrer fünfteiligen Reihe einmal rund um den Stiefel.
16:9
04:45 Italien, meine Liebe
Infosendung ~45 Min
In den wilden und rauen Abruzzen leben Bären und Wölfe noch in freier Wildbahn. Die Bilder der atemberaubenden Landschaft zeigen ein eher unbekanntes Italien, in dem Menschen mit ungewöhnlichen Berufen leben. Die Zoologin Roberta Latini ist eine davon. Sie beobachtet im Nationalpark die Bären und erklärt deren Verhalten. Außerdem kümmert sie sich um eine Problembärin, die zu zutraulich geworden war und jetzt in einem Gehege leben muss. In dem kleinen Dorf Scanno lebt Eugenio De Rienzo. Er ist Goldschmied mit Familientradition und fertigt besondere Eheringe an, auch für ein junges Paar aus dem Nachbardorf. Für sie wird zu Hause ein Hochzeitsritual zelebriert, bei dem Kichererbsen auf eine ganz eigene und sehr staubige Art zubereitet werden. Das soll Glück und Zufriedenheit bringen. Hoch oben in den Bergen des Nationalparks Gran Sasso, wo die Wölfe immer wieder Schafe reißen, leben Valeria und ihre Freundin. Sie färben die Wolle ihrer Schafe nur mit Naturprodukten, die sie selbst sammeln. Ihre Schwägerin Gabriella kocht ihnen am Abend Spaghetti alla Chitarra, ein typisches Gericht der Region. In Santo Stefano di Sessanio baut Alessio besondere Linsen an. Und an der Küste baut die Familie Organetti, die italienische Variante des Akkordeons. Von dem Traditionsunternehmen lebt die ganze Familie, bis auf den ältesten Sohn, der betreibt eine Musikschule. Seine jüngste Organetto-Schülerin ist gerade mal acht Jahre alt.
16:9
11:45 Menschen des Jahres
Infosendung ~45 Min
Der Jahresrückblick Im Mai wird ein Wiener vor eine U-Bahn gestoßen. Der Mann verliert einen Fuß und sorgt für Schlagzeilen, als er dem psychisch kranken Täter im Gerichtssaal verzeiht und ihn umarmt. Warum der 36-Jährige das gemacht hat, erzählt er im ''Thema''-Jahresrückblick. Wir lassen das Jahr 2019 Revue passieren. Welche Schicksale haben die Menschen besonders berührt, und was konnten wir mit unseren Reportagen bewegen. Wir werfen einen Blick zurück auf die großen Kriminalfälle des Jahres. Kein anderes Thema hat die Republik so erschüttert wie der ''Ibiza Skandal''. Er hat die Regierung gesprengt, zu Rücktritten geführt und wird uns als Kriminalfall noch lange beschäftigen. Der Klimawandel war das bestimmende Thema des Jahres. Mit Greta Thunberg hat sich eine Generation Gehör verschafft, die oft als unpolitisch und unkritisch gesehen wurde. Wir sprechen mit Johannes Stangl, Mitbegründer von Fridays for Future in Österreich, und einer Schülerin, die für das Klima auf die Straße geht. Immer wieder kommen in ''Thema'' auch Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu Wort. Mit Niki Lauda, Lotte Tobisch und Elizabeth T. Spira haben uns drei große Persönlichkeiten in diesem Jahr verlassen. Als Erinnerung an Elizabeth T. Spira sprechen wir mit einem der letzten Paare, die von der Grande Dame des österreichischen Fernsehens in ihrer Sendung ''Liebesg''schichten und Heiratssachen'' zusammengebracht worden sind.
Untertitel16:9


Nachmittag
 
17:00 Kitzbühel - Ein Wintermärchen
Infosendung ~45 Min
''In Kitzbühel ist das ganze Jahr lang nur Auftrieb'', meint der Bauer Josef Gruber. Ein wenig ''ver-rückt'' ist die Welt in der 9.000-Seelen-Gemeinde schon: Innerhalb der vergangenen Jahrzehnte hat sich Kitzbühel vom Dorf zu einer der teuersten Städte in ganz Österreich entwickelt. Kitzbühel ist ein Mekka für prominente Urlauber und Pauschaltouristen. Es gibt allein im Winter dort 600.000 Übernachtungen bei knapp 10.000 Hotelbetten. In den Straßen und Gassen der herausgeputzten Altstadt reihen sich exklusive Modeläden, noble Restaurants und Hotels aneinander. Kitzbühel, von seinen VIPs kurz ''Kitz'' genannt, gilt als mondän und als ein wenig verrucht. Gunter Sachs war da, ebenso wie Romy Schneider oder Arnold Schwarzenegger. Heute sind es Prominente wie Franz Beckenbauer oder Uschi Glas. Milliardenschwere Russen lassen dort die Fünf-Sterne-Hotels hochziehen. Bürgermeister Klaus Wnkler versucht, zwischen den Bedürfnissen der auf Events ''programmierten'' Urlauber und denen der verbliebenen Einheimischen zu vermitteln: Er streitet für bezahlbare Wohnungen und fürs traditionelle Image der Stadt. Kupferabbau und der Handel hatten den Ort bereits im Mittelalter wohlhabend gemacht. Die Natur zwischen dem Kitzbüheler Horn, der Bichlalm, dem Hahnenkamm und dem Schwarzsee mit einem Panoramablick auf das Kaisergebirge hat ihren Charme bewahrt. Das ist auch ein Grund, weshalb Originale wie Hermann Pichler ihrem Dorf die Treue halten. Mitten in der glitzernden Altstadt führt er das ''Huber-Bräu'', eine alteingesessene Schänke mit Tiroler Kost zu bürgerlichen Preisen. Pepi Eberharter macht selbst als Pensionär noch aus bester Milch aromatischen Bergkäse, Fini Sulzenbacher, die erste grüne Gemeinderätin Kitzbühels, kämpft jetzt für Jugendklubs, und der frühere Knecht und Bauer Lois Vötter hat noch im hohen Alter Fahrrad- und Skifahren gelernt. Selbst der weltgewandte Abenteurer Horst Ebersberg, der viele Jahre in Hollywood als Schauspieler und Schriftsteller gearbeitet hat, kehrte wieder in seine Heimatstadt zurück. Tiroler gelten als bodenständig und stur, die alten Kitzbüheler zudem als ein wenig wehmütig. Die ''goldenen Jahre'' nach dem Zweiten Weltkrieg, als einheimische Burschen des ''Ski-Wunderteams'' um den legendären Toni Sailer Sporttrophäen einsammelten, sind vorbei. ''Zu reich, zu satt sind die Jungen heutzutage hier'', bemerkt Schlagerstar Hansi Hinterseer.
Untertitel16:9
17:45 Wunderschön! Winter im Salzburger Land
Infosendung ~45 Min
Hohe Gipfel, romantische Seen und unberührte Natur, alte Bräuche, viel Kultur und kulinarische Leckerbissen - das Salzburger Land verkörpert Alpenidylle. Tamina Kallert unternimmt eine romantische Schlittenfahrt, trifft Bergretter, erklärt die traditionellen Glöcklerläufe und stellt die älteste Bergwetterstation Europas vor. Außerdem erkundet sie die Burg Hohenwerfen und wandert auf Schneeschuhen durch den Nationalpark Hohe Tauern. Der österreichische Schauspieler und Kabarettist Fritz Egger zeigt Tamina Kallert seine Heimstadt Salzburg. Da darf ein Besuch bei Sporer nicht fehlen. Der über 100 Jahre alte Spirituosenladen ist immer noch ein Geheimtipp, obwohl in der Getreidegasse gelegen, der berühmtesten Straße Salzburgs. Hier befindet sich auch das meist fotografierte Wohnhaus der Stadt, am 27. Januar 1756 wurde Wolfgang Amadeus Mozart dort geboren. Tamina Kallert folgt den Spuren des berühmten Komponisten zwischen Kitsch und Kunst bis zur Universität Mozarteum, wo heute hochbegabte junge Musiker gefördert werden. Mit 1.834 km2 ist der Nationalpark Hohe Tauern das größte Naturschutzgebiet im gesamten Alpenraum. Österreichs erster Nationalpark wurde 1981 eingerichtet und ist bis heute Lebensraum für 10.000 Tier- und 1.800 Pflanzenarten. Tamina Kallert unternimmt zusammen mit einer Rangerin eine Schneeschuhwanderung durch den ''Rauriser Urwald''. Dabei erfährt sie, warum das Gebiet rund um die Gemeinde Rauris auch ''Tal der Geier'' genannt wird. Exakt 3.105 Meter hoch liegt das Sonnblick-Observatorium, die älteste Berg-Wetterstation Europas. Nur mit einer Mini-Seilbahn erreichen die Wetterbeobachter das 1886 erbaute Gebäude. Die Wissenschaftler arbeiten dort 15 Tage im Schichtdienst, notieren Daten und Messwerte und trotzen den Elementen: Temperaturen von bis zu 37,4 Grad minus, über zehn Meter dicke Schneedecken und Sturmböen von über 200 km/h. Tamina Kallert stellt das Hochgebirgsobservatorium vor. Zwei Männer - eine Leidenschaft. Herbert Klieber und Walter Grübl sind Federkielsticker. Seit 1986 erzeugen sie aus Leder und gespaltenen Pfauenfederkielen feinste handgestickte Ranzen, Gürtel, Taschen und Bucheinbände. Sie gehören zu den Letzten ihrer Zunft, die das über 200 Jahre alte Handwerk beherrschen. Tamina Kallert sieht den beiden Federkielstickern über die Schulter.
16:9


Abend
 
21:00 scobel - Die Wasserkrise
Show ~60 Min
Die Wasserkrise Die Ressource Wasser ist überlebensnotwenig für Tiere, Pflanzen und Menschen. Gert Scobel diskutiert den Umgang mit Wasser und sucht nach Perspektiven für eine Wiederverwendung des Rohstoffs. Zu Gast sind Jörg Drewes, Leiter des Lehrstuhls für Siedlungswasserwirtschaft an der TU München, Dieter Gerten vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung sowie Claudia Pahl-Wostl vom Institut für Umweltsystemforschung an der Universität Osnabrück. Wasser ist unersetzbar. 2010 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen das Recht auf Wasser als Menschenrecht anerkannt. Sauberes Trinkwasser und Wasserknappheit sind humanitäre Herausforderungen für die Zukunft. Laut dem neusten UN-Weltwasserbericht haben mehr als zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem und ständig verfügbarem Trinkwasser. Jüngste Schätzungen gehen davon aus, dass weltweit über 50 Staaten einem Trockenstress ausgesetzt sind. Deutschland ist bislang vom Wassermangel nicht betroffen. Zwar gab es aufgrund der Dürre der letzten Sommer einige regionale Probleme und Engpässe in der Landwirtschaft, aber die Wasserversorgung hierzulande ist generell sehr gut. Fast 100 Prozent der Haushalte sind an örtliche Wasserwerke angeschlossen, und die Wasserqualität entspricht den geforderten Qualitätskriterien. Besorgniserregend sind allerdings die hohen Nitrat-Werte im Grundwasser, die durch die Düngung der Äcker und Wiesen verursacht wird. Wegen dieser Umweltbelastung droht der Bundesrepublik eine Klage der EU-Kommission vor dem Europäischen Gerichtshof. Denn auf europäischer Ebene wurde das Versagen der deutschen Agrarpolitik bereits angemahnt. Umweltverbände fordern deshalb auch strengere Regeln für die Massentierhaltung. Trinkwasser wird vorwiegend aus Grundwasser und Quellen gewonnen. Wenn diese in mehreren Regionen der Erde geplündert werden, sind Migrationsbewegungen und Wasserkrisen in einem noch größeren Ausmaß zu erwarten als bisher. Die Vereinten Nationen schätzen in ihrem Wasserbericht, dass der Bedarf an Wasser bis 2050 um mehr als die Hälfte steigen wird. Hinzu kommt, dass sich der Klimawandel auf das Absinken und Verunreinigung des Grundwassers auswirken könnte. Wird Wassermangel nicht nur durch wirtschaftliche Produktionsweisen und persönliche Verschwendung, sondern auch durch einen menschengemachten Klimawandel ausgelöst? Welche Einsparmöglichkeiten gibt es für die Verwendung von Wasser im Alltag? Werden die Wasserpreise in absehbarer Zukunft erhöht? Existieren heute schon Modelle und Projekte für ein Wasser-Recycling? Diese und andere Fragen diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen: Jörg Drewes studierte an der TU Berlin Technischer Umweltschutz. Anschließend ging er in die USA, wo er an verschiedenen Universitäten forschte und lehrte. Seit 2013 leitet er an der TU München den Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft. Seine Forschungsinteressen liegen unter anderem in der Entwicklung nachhaltiger Wasserbehandlungsverfahren sowie in der Energierückgewinnung aus Abwasser und in neuen Formen des Wasser-Recyclings. Dieter Gerten ist Geograph und Professor für Klimasystem und Wasserhaushalt im Globalen Wandel an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2012 leitet er die Forschungsgruppe ''Planetary Opportunities und Planetary Boundaries'' am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich globale Wasserressourcen, landwirtschaftlicher Wassermangel, Ökosysteme im Klimawandel sowie menschlicher Einfluss auf Wasser und Biosphäre. Claudia Pahl-Wostl ist Professorin für Ressourcenmanagement am Institut für Umweltsystemforschung an der Universität Osnabrück. Im Mittelpunkt ihrer Forschungsarbeiten stehen Veränderungen in Umweltsystemen sowie daraus resultierende Probleme und Lösungen. Sie beschäftigt sich mit Governance und Wasserressourcen, aber auch mit nachhaltigen, gesellschaftlichen Lern- und Transformationsprozessen.
16:9