3sat Programm von übermorgen

   
   Was läuft beim TV Sender 3sat

Was läuft von übermorgen im TV-Programm von 3sat?

Das 3sat Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
03:05 Chaka Khan: Homecoming
Infosendung ~45 Min
Harris Theatre, Chicago, Illinois, USA, 2019 Konzert, USA 2019
Am 20. Juli 2019 kehrt die mit zehn Grammys ausgezeichnete Sängerin Chaka Khan in Begleitung einer zwölfköpfigen Band für ein Konzert in ihre Heimatstadt Chicago zurück. Geboren 1953 als Yvette Marie Stevens bekommt sie von der Black Panther Party den Spitznamen ''Chaka'' für ihre Hilfe beim kostenlosen Frühstücksprogramm. Stevie Wonder begleitet Chakas Karriere, die 1984 mit ''I Feel for You'', geschrieben von Prince, bekannt wird. Mit ihrer Band Rufus hat die ''Queen of Funk'' einige Hits wie ''Ain''t Nobody'' aus dem Jahr 1983, aber auch solo feiert sie Erfolge wie mit ''I''m Every Woman'' aus ihrem 1978er-Solodebütalbum ''Chaka''. Doch nach den Erfolgen der 1970er- und 1980er-Jahre kämpft Chaka Khan mit ihrer Drogen- und Alkoholsucht, die sie erst in 2000er-Jahren übersteht: ''Ich fühle mich geehrt durch die Liebe, die Unterstützung und die Güte meiner Fans weltweit und die Unterstützung meiner Kolleginnen und Kollegen durch die ganzen Jahre. In meiner Karriere bin ich einige Male durch die Hölle gegangen, aber ich bin immer noch hier als lebendes Beispiel für Gottes Liebe und Güte'', sagt Chaka Khan rückblickend. 2002 singt sie zusammen mit der Hip-Hop-Band De La Soul, erhält 2004 die Ehrendoktorwürde des Berklee College of Music und wird 2005 mit Gold für die Kompilation ''The Best of Chaka Khan'' ausgezeichnet. In den Folgejahren covert sie sehr erfolgreich den Prince-Song ''Sign o'' the Times'' und arbeitet mit Michael McDonald und Anastacia zusammen. Für ''Funk This'' gewinnt sie 2008 gleich zwei Grammys, einen für das beste R&B-Album und einen für den Song ''Disrespectful'' im Duett mit Mary J. Blige. Im Oktober 2016 singt Chaka Khan im Rahmen eines Tribute-Konzerts für den im April 2016 verstorbenen Sänger Prince im Xcel Energy Center in Saint Paul. Chaka Khan lebt in Los Angeles und hatte in den 1990er-Jahren einen festen Wohnsitz in Mannheim, wo sie mit dem Schlagzeuger Ralf Gustke und dessen Band Zebra zusammenarbeitet. Miles Davis sagte einmal über Chaka Khan: ''Sie singt, wie meine Trompete klingt'', und Aretha Franklin meinte: ''Sie ist eine einzigartige, erstklassige Sängerin.''
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05:05 Pink Floyd: Live in Venice
Infosendung ~60 Min
Canal Grande, Venedig, Italien, 1989 Konzert, Italien 1989 Regie: Wayne Isham - Egbert van Hees
Pink Floyd: Live in Venice
Am 15. Juli 1989 erreichen Pink Floyd im Rahmen ihrer ''A Momentary Lapse of Reason-Tour'' Venedig. Es ist das vorletzte Konzert der Tour und stellt die Band vor große Herausforderungen. Pink Floyd spielen 197 Konzerte vor 5,5 Millionen Fans und planen mit der weltweiten Liveübertragung des Konzerts in Venedig Großes. Doch es gibt Probleme: Die Band muss auf eine schwimmende Plattform ausweichen, weil die Stadt Schäden an den Bauwerken befürchtet. Sänger und Gitarrist David Gilmour sagt dazu: ''Das war ein spezieller Auftritt für das italienische Fernsehen und die gleichzeitige weltweite TV-Übertragung. Aufgrund von Zeitvorgaben konnten wir einige Songs nicht spielen und mussten andere kürzen. Wir hatten zwar viel Spaß, aber es war angespannt und nervenzerreibend. Wir mussten aufgrund der Satellitenübertragung eine genaue Länge der Show einhalten.'' Aus ganz Europa strömen die Fans nach Venedig.Es ist Urlaubszeit, und das Konzert ist gratis. Um 22.00 Uhr beginnt das Konzert vor geschätzten 200 000 bis 350 000 Zuschauern. Doch die magische Nacht bleibt nicht ohne Folgen: Nach heftiger Kritik der venezianischen Bürger tritt die Stadtregierung zurück. Keine sanitäre Anlagen, keine Versorgungsstationen, kein Müllkonzept, machen aus dem historischen Zentrum eine stinkende Müllhalde. Dabei will die Stadtregierung mit dem Konzert in Venedig Werbung in eigener Sache machen: ''Venedig muss offen für neue Trends sein, eingeschlossen der Rockmusik'', berichtet die ''Washington Post''. Noch bevor ein Ton gespielt wird, beschweren sich die Bürger von Venedig und befürchten, dass die Vibrationen Schäden an den historischen Gebäuden verursachen: ''Wenn sie Rock wollen, lasst sie das in einem Fußballstadion machen, aber nicht auf der Piazza San Marco'', zitiert die ''New York Times'' einen früheren Tourismusmanager Venedigs. Pink Floyd drosseln aus Verbundenheit zur Lagunenstadt die Lautstärke von 100 auf 60 Dezibel und weichen auf eine schwimmende Bühne auf dem Canal Grande aus. Doch es ist nicht die Lautstärke, die Venedig schadet, sondern 300 Tonnen Müll und 500 Kubikmeter an leeren Flaschen, die aus Venedig eine Toilette machen. Die TV-Übertragung dagegen ist ein großer Erfolg: Geschätzte 100 Millionen Zuschauer sehen das Konzert zu Hause und staunen über die aufwendige Inszenierung in gewohnt perfektem Pink-Floyd-Sound ohne Gründungsmitglied und Bassist Roger Waters, der ein Jahr später vor der Berliner Mauer und vor geschätzten 300 000 Fans ''The Wall'' inszeniert.
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06:20 Kulturzeit extra: Auf der documenta 15
Infosendung ~40 Min
(Kulturzeit extra) Kunst zwischen lumbung und Hallenbad Ost Kulturmagazin, Deutschland, Schweiz, Österreich 2022 Moderation: Cécile Schortmann
Kulturzeit extra: Auf der documenta 15
Auf der documenta 15 - Kunst zwischen lumbung und Hallenbad Ost Eine völlig neue Art von Ausstellung: Mit ruangrupa kuratiert erstmalig ein Künstlerkollektiv die documenta. Was erwartet die Besucher auf der weltweit größten Schau zeitgenössischer Kunst? ''Kulturzeit extra'' stellt das Konzept der documenta fifteen sowie ihre außergewöhnlichen Standorte vor. In der documenta-Tram nimmt Cecile Schortmann die Zuschauer mit ins Schwimmbad-Ost, zu den Hübner-Hallen und an das Fulda-Ufer. Mit ruangrupa übernimmt erstmals ein Kollektiv die künstlerische Leitung der documenta. Wer sind diese neun Künstlerinnen und Künstler aus dem indonesischen Jakarta? Welche Ideen treiben sie an, wie arbeiten sie? Und welche Kunst entsteht dabei? ''Kulturzeit extra'' stellt ruangrupa vor und begleitet sie bei ihrer Arbeit. Eine große Debatte hat der Vorwurf ausgelöst, ruangrupa habe sich des Antisemitismus verdächtig gemacht. Das Künstlerkollektiv hatte palästinensische Künsterkollektive eingeladen, gegen die wiederum der Vorwurf aufgebracht wurde, sie ständen der Israel-Boykottbewegung BDS nahe. Der Zentralrat der Juden in Deutschland hatte mehrfach dagegen protestiert und gefordert, dass auch israelische Künstler eingeladen werden. ''Kulturzeit extra'' berichtet über den aktuellen Stand. Eingeladen in die Sendung ist auch der ehemalige Kasseler Oberbürgermeister und ehemalige Bundesfinanzminister Hans Eichel, ein bester Kenner der Kasseler Szene, der über den Einfluss der Politik Auskunft geben wird. Mit der Chefredakteurin des Kunstmagazins ''Monopol'', Elke Buhr, ordnet ''Kulturzeit extra'' das Besondere der diesjährigen documenta ein. ''Kulturzeit'' gibt in dieser extra-Ausgabe einen Ausblick auf das, was 100 Tage lang in Kassel auf die Kunstwelt zukommt. Zudem erklärt ''Kulturzeit'' auf kulturzeit.de im documenta-Lexikon die sieben wichtigsten Begriffe, die existenziell für das Schaffen von ruangrupa sind.
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09:10 Kulturzeit extra: Auf der documenta 15
Infosendung ~35 Min
(Kulturzeit extra) Kunst zwischen lumbung und Hallenbad Ost Kulturmagazin, Deutschland, Schweiz, Österreich 2022 Moderation: Cécile Schortmann
Kulturzeit extra: Auf der documenta 15
Auf der documenta 15 - Kunst zwischen lumbung und Hallenbad Ost Eine völlig neue Art von Ausstellung: Mit ruangrupa kuratiert erstmalig ein Künstlerkollektiv die documenta. Was erwartet die Besucher auf der weltweit größten Schau zeitgenössischer Kunst? ''Kulturzeit extra'' stellt das Konzept der documenta fifteen sowie ihre außergewöhnlichen Standorte vor. In der documenta-Tram nimmt Cecile Schortmann die Zuschauer mit ins Schwimmbad-Ost, zu den Hübner-Hallen und an das Fulda-Ufer. Mit ruangrupa übernimmt erstmals ein Kollektiv die künstlerische Leitung der documenta. Wer sind diese neun Künstlerinnen und Künstler aus dem indonesischen Jakarta? Welche Ideen treiben sie an, wie arbeiten sie? Und welche Kunst entsteht dabei? ''Kulturzeit extra'' stellt ruangrupa vor und begleitet sie bei ihrer Arbeit. Eine große Debatte hat der Vorwurf ausgelöst, ruangrupa habe sich des Antisemitismus verdächtig gemacht. Das Künstlerkollektiv hatte palästinensische Künsterkollektive eingeladen, gegen die wiederum der Vorwurf aufgebracht wurde, sie ständen der Israel-Boykottbewegung BDS nahe. Der Zentralrat der Juden in Deutschland hatte mehrfach dagegen protestiert und gefordert, dass auch israelische Künstler eingeladen werden. ''Kulturzeit extra'' berichtet über den aktuellen Stand. Eingeladen in die Sendung ist auch der ehemalige Kasseler Oberbürgermeister und ehemalige Bundesfinanzminister Hans Eichel, ein bester Kenner der Kasseler Szene, der über den Einfluss der Politik Auskunft geben wird. Mit der Chefredakteurin des Kunstmagazins ''Monopol'', Elke Buhr, ordnet ''Kulturzeit extra'' das Besondere der diesjährigen documenta ein. ''Kulturzeit'' gibt in dieser extra-Ausgabe einen Ausblick auf das, was 100 Tage lang in Kassel auf die Kunstwelt zukommt. Zudem erklärt ''Kulturzeit'' auf kulturzeit.de im documenta-Lexikon die sieben wichtigsten Begriffe, die existenziell für das Schaffen von ruangrupa sind.
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10:20 Mallorca vom Wasser aus
Infosendung ~90 Min
(Wunderschön!) Reise in eine andere Zeit Staffel 11: Episode 3 Reisereportage, Deutschland 2018
Mallorca vom Wasser aus
Es Trenc - Naturstrand mit karibischem Flair Wanderung durchs Tramuntana-Gebirge Ein ganz besonderer Museumsbesuch Mallorca ist nicht nur Ballermann. Bei ein Segeltörn rund um die Insel lernt das Filmteam das andere Mallorca kennen. Auch die Landausflüge bieten überraschende Perspektiven. Andrea Grießmann begibt sich zusammen mit Skipper Jan, Yogalehrer Dennis und drei anderen Abenteuerlustigen auf eine ebenso entspannte wie sportliche Reise. Die Segeltruppe ankert in den schönsten Buchten und macht jeden Morgen Yoga an einem anderen Strand. Im Tramuntana-Gebirge wandern sie auf der Trockensteinmauer-Route, und in Sóller besuchen sie ein besonderes Volksfest, bei dem eine historische Schlacht nachgestellt wird. Außerdem erfährt Andrea Grießmann im Naturschutzgebiet ''Es Trenc'' alles über Salzgewinnung und bummelt über den Wochenmarkt im idyllischen Artà. Auf dem Programm steht auch ein Besuch im Museum ''Sa Bassa Blanca'' bei Alcúdia im Norden. Das schneeweiße Gebäude im hispanisch-maurischen Stil ähnelt mit seinen Kuppeln und hölzernen Fenstern einer marokkanischen Festung. Im weitläufigen Park stehen große, steinerne Tier-Skulpturen, und in einem mittelalterlichen Garten wachsen über 100 alte englische Rosensorten. Der Urlaub wird abgerundet durch eine Exkursion in eine Höhle an der Ostküste, die nur vom Wasser aus zu erreichen ist. Das Reisemagazin stellt die schönsten regionalen Urlaubsziele vor und gibt wertvolle Tipps für die nächste Reise. Außerdem wagt ‚Wunderschön!‘ auch einen Blick in die Ferne und porträtiert besondere Orte auf der ganzen Welt.
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Programm - Nachmittag

 
15:00 Im Reich der Königselefanten - Das Tembe Wildreservat in Südafrika
Infosendung ~50 Min
(Im Reich der Königselefanten) Tierdoku, Österreich, Deutschland 2016 Regie: Werner Zips - Manuela Zips-Mairitsch
Im Reich der Königselefanten - Das Tembe Wildreservat in Südafrika
Das Tembe-Wildreservat gilt als Zufluchtsort der letzten Giganten: Elefantenbullen mit gewaltigen Stoßzähnen. Das 300 Quadratkilometer große Reservat wurde vom König der Tembe begründet. Der ''Tembe Elephant Park'' im Nordosten Südafrikas an der Grenze zu Mosambik soll aber nicht nur den ''Königselefanten'' Schutz, sondern auch der lokalen Bevölkerung eine Lebensgrundlage bieten. Mit Jobs im Ökotourismus trägt das Projekt zur Armutsbekämpfung bei. Der ''Tembe Elephant Park'' gilt als die afrikanische Heimat der letzten Giganten. Nach Ansicht vieler Zoologen ist das 300 Quadratkilometer große Schutzgebiet an der Grenze Südafrikas zu Mosambik einer der wenigen sicheren Rückzugsorte für die ''Great Tuskers''. Ein Blick auf die Giganten genügt, um zu wissen, warum sie auch als ''Königselefanten'' bezeichnet werden. Aber die Metapher passt noch aus einem zweiten Grund: Das Wildreservat wurde von einem König gegründet, dem Vater von Inkosi Israel Tembe, dem heutigen Chief der Tembe-Gemeinschaft. Der Stamm vom Volk der Tonga, der hier seit Generationen beheimatet ist, verwaltet den Park gemeinsam mit der staatlichen Naturschutzbehörde. Das ist von großer ökonomischer Bedeutung, weil das Grenzgebiet zu Mosambik von besonderer Armut geprägt ist. In dieser entlegenen Region von KwaZulu-Natal stehen die landwirtschaftlich interessantesten Flächen an der Küste unter strengem Naturschutz. Dort, wo Ackerbau betrieben werden durfte, entwickelten sich die Elefanten zum größten Problem. Sie bedrohten vor allem nachts die Felder - und damit letztlich auch die ansässige Bevölkerung, die die Früchte ihrer Arbeit mit allen Mitteln verteidigen wollte. Blutige Konflikte zwischen Mensch und Wildtier mit großen Verlusten für beide Seiten waren die logische Konsequenz. Mit der Gründung des ''Tembe Elephant Park'' 1983 wandelte sich die Bedeutung der Elefanten vom Problemfall zum Zukunftspotenzial. Mittlerweile lebt die Tembe-Gemeinschaft zu einem guten Teil von ''ihren'' Elefanten und hat die geeigneten Schutzmaßnahmen sowohl für die umliegenden Dörfer als auch für die Wildtiere getroffen. Der regierende König hat die Attraktivität des Wildparks durch die Wiederansiedlung der vor langer Zeit durch Jagd ausgerotteten Löwen wesentlich erhöht. Jetzt ist der ''Tembe Elephant Park'' ein vollwertiges ''Big-Five-Reservat'', das neben seinen berühmten ''Königselefanten'' auch Nashörnern, Büffeln, Leoparden und eben den ''Königslöwen'' als Neuankömmlingen Schutz gewährt. Mit der starken Einbeziehung der Lokalbevölkerung gilt das einzigartige Projekt als Modell für Naturschutz, Erhaltung der Biodiversität und wirtschaftliche Entwicklung.
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15:50 Juwel der Elefantenküste - Afrikas Wunderland Isimangaliso
Infosendung ~55 Min
(Juwel der Elefantenküste - Afrikas Wunderland iSimangaliso) Naturdoku, Österreich 2016 Regie: Manuela Zips-Mairitsch - Werner Zips
Juwel der Elefantenküste - Afrikas Wunderland Isimangaliso
3280 Quadratkilometer am Meer mit Elefanten, Nashörnern, Büffeln, Löwen und Leoparden: der südafrikanische Nationalpark ''Isimangaliso'', in der Sprache der Zulus schlicht ''Wunder''. Der Küstenstreifen wurde 1999 zum ersten UNESCO-Weltnaturerbe Südafrikas erklärt. ''Isimangaliso'' bietet mit seinen ausgedehnten Feuchtgebieten, Sumpflandschaften, Savannen und Küstenwäldern eine unvergleichliche Biodiversität mit entsprechender Artenvielfalt. Elefanten kommen hier bis an die Meeresufer. Und Kleinstädte wie St. Lucia werden nachts immer wieder von Nilpferden besucht, die schon mal eine Tankstelle als Hippo-Toilette benutzen. Seit Kurzem leben auch wieder Löwen im Mkhuze-Wildreservat und vervollständigen damit die ''Big Five'' neben Elefant, Nashorn, Büffel und Leopard. Das Vorkommen der ''Big Five'' ist aus Marketing-Gründen immens wichtig, schließlich will ''Isimangaliso'' mittelfristig dem berühmten Krüger-Nationalpark ernsthaft Konkurrenz machen. Von der touristischen Erschließung des Gebiets sollen nicht nur die großen Handelsketten profitieren: Ökotourismus gilt hier als zentrale Strategie für nachhaltige Entwicklung und Naturschutz. Mit diesem Konzept werden die lokalen Gemeinschaften in die Planung und Organisation des Parks einbezogen. ''Isimangaliso'' beansprucht Modellcharakter für eine künftige Entwicklungspolitik, die Naturschutz und wirtschaftliche Interessen miteinander in Einklang bringen will. Die ansässige Bevölkerung soll das ''Juwel der Elefantenküste'' als Lebensgrundlage auch für kommende Generationen verstehen und für seinen nachhaltigen Schutz Sorge tragen.
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16:45 Südafrika: Harte Zeiten für Löwen und Geparde
Infosendung ~50 Min
(Südafrika: Harte Zeiten für Löwen und Geparden) Reportage, Österreich 2018 Regie: Werner Zips - Angelica V. Marte
Südafrika: Harte Zeiten für Löwen und Geparde
Großkatzen wie Löwen und Geparde sind die Ikonen Afrikas. Doch ihr Bestand ist heute stark gefährdet. Der Film zeigt, was in Südafrika unternommen wird, um die Tiere zu retten. Das Filmteam besucht mehrere Schutzgebiete in Südafrika, um so Einblicke in die heutigen Erfordernisse von Naturschutz und Wildlife-Management zu geben. Zweifelsfrei zählen ''Big Cats'' wie Löwen und Geparde zu den beliebtesten Wildtieren. Sie wurden tausendfach in Naturfilmen porträtiert, im Ökotourismus gelten sie als Publikumsmagnet. Wie schnell ein Gepard läuft, weiß so gut wie jedes Kind. Aber das Wissen um ihre höchst bedrohte Existenz in freier Wildbahn ist weit weniger ausgeprägt. Nach derzeitigen Schätzungen existieren weltweit nur mehr 7000 Geparde, während die Population der Löwen in den letzten beiden Jahrzehnten um geschätzte 30 bis 50 Prozent zurückging. Beide Großkatzen sind bedrohte Arten. In West- und Zentralafrika stehen sie am Rande des Aussterbens. Selbst in den vermeintlichen Hochburgen in Ostafrika und im südlichen Afrika wird ihre Lage immer alarmierender. Fest steht, dass ihre Populationen - mit wenigen Ausnahmen in gut geführten und streng kontrollierten Nationalparks sowie Wildreservaten - fast überall im Abnehmen sind. Gleichzeitig blüht die Vermarktung der Großkatzen. Löwen, Leoparden und Geparde zieren eine Vielzahl von Reiseprospekten, Werbeplakaten, Etiketten, Firmen-Logos und aller Arten von Brandings. Südafrika bewirbt sich zu einem entscheidenden Teil mithilfe dieser Tiere. Während Safari-Touristen den rundum abgesicherten Adrenalinkick in den gut organisierten Naturparks suchen, sieht die Realität für afrikanische Viehhirten und angrenzende Gemeinschaften in den immer kleiner werdenden Pufferzonen zwischen Löwen-Schutzzonen und ihren Dörfern bedrückend aus. Für sie bedeutet das magische Brüllen eine unmittelbare Bedrohung für ihr Hab und Gut. Seit dem Ende der Apartheid wurden zahlreiche Farmen zu privaten Wildreservaten zusammengelegt. Hier wird mit hohem Kapitaleinsatz versucht, einst für die Landwirtschaft erschlossene Gebiete zu renaturieren und längst verdrängte Wildtierarten wieder anzusiedeln. Auch Großkatzen werden dadurch zwangsläufig zu einer Handelsware, die im Laufe ihres Lebens oft mehrfach umgesiedelt werden, um ein Genpool aufzufrischen oder alte und neue Wildreservate attraktiver für den Ökotourismus zu machen. Doch bei aller Kritik am kommerziellen Naturschutz als Teil einer ''neoliberalen Ökonomie'', leisten diese Wildreservate einen immer wichtigeren Beitrag zur Erhaltung bedrohter Arten. Aufgrund der immensen Kosten für den Kampf gegen die grassierende Wilderei und die Verbreitung von Krankheiten unter Wildtieren, können staatliche Nationalparks nicht mehr allein den Schutz der Großkatzen gewährleisten.
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3sat Programm heute Abend 20:15 uhr


Programm - Abend

 
22:25 E-Autos - Jobkiller oder Jobmotor?
Infosendung ~30 Min
Dokumentation, Deutschland 2022
E-Autos - Jobkiller oder Jobmotor?
Deutschlands Autoindustrie war jahrzehntelang Jobmotor und Wohlstandsgarant. Doch der Umstieg auf Elektromotoren verändert die Arbeitswelt rasant. Schätzungsweise 200.000 Arbeitsplätze könnten verloren gehen: Jobs im Getriebebau werden überflüssig. Dafür braucht es beim Batteriebau mehr Fachkräfte. Am Ende könnte die Branche unterm Strich zwar mehr Jobs bieten als zuvor, doch sicher ist das nicht. Vor allem für die Zulieferbranche werde es schwierig, bei der Verkehrswende den Anschluss nicht zu verpassen. ''Wir müssen mit aller Kraft den Wandel voranbringen'', warnt Bundesverkehrsminister Volker Wissing im Interview mit ''planet e.''. ''Dann wird die deutsche Autoindustrie auch zukünftig ganz vorne mit dabei sein.'' Für fast die Hälfte aller Stellen in der Branche wird sich das Berufsbild verändern. Die Firma Bosch hat für die Aus- und Umbildungen eigens ein Trainingszentrum aufgebaut. Hier werden die Mitarbeiter an ihre zukünftigen Jobs herangeführt. Elektrotechnik wird das Berufsbild im Autobau immer mehr bestimmen. Doch den epochalen Umstieg hätten längst noch nicht alle Betriebe im Blick, befürchten Gewerkschaften. Manchen Arbeitgebern sei noch nicht klar, wie sie die Herstellung von Getrieben oder Kolben ersetzen sollen. Bei der BMZ Group im bayerischen Karlstein kennen sie solche Probleme nicht. Firmengründer Sven Bauer hat mit der Produktion von Hochleistungsbatterien bereits 1994 begonnen. Derzeit arbeiten weltweit fast 2000 Menschen für das Unternehmen. Sie bauen Batterien für Sportwagen, Lkw und Pkw auf der ganzen Welt. Und weil gute Batterien große Gewinne versprechen, ziehen inzwischen auch die deutschen Autohersteller nach. Mit neuen Fabriken. Die entstehen jedoch nur in Ausnahmefällen an den klassischen Produktionsstandorten Stuttgart, München oder Wolfsburg. Für manche Regionen in Ostdeutschland öffnet das ganz neue wirtschaftliche Perspektiven.
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22:55 Schamanen, Hexen, neue Heiden
Infosendung ~45 Min
Die Rückkehr der alten Götter Reportagereihe, Deutschland 2021
Schamanen, Hexen, neue Heiden
Voenix ist Schamane und in der neuheidnischen Szene ein bekannter Typ. Er ist häufig bei Veranstaltungen in ganz Deutschland unterwegs, ist Künstler und Buchautor und betreibt einen eigenen You-Tube-Kanal. Dort veröffentlicht er Filme über Themen und Menschen aus der Heidenszene. Heiden glauben an viele Götter, und sie berufen sich auf die Religionen alter Kulturen wie zum Beispiel die nordische Götterwelt. Auf der Suche nach Sinn und Orientierung interessiert sich eine wachsende Zahl von Menschen für diese alten Mythen und Riten. Sie sehen im Neuheidentum eine Alternative zur modernen, auf Konsum ausgerichteten Lebensweise. Eine Religion, die sie als naturverbundener, geheimnisvoller und sinnlicher empfinden als etwa das Angebot der klassischen Kirchen. Auch Voenix, der mit bürgerlichem Namen Thomas Vömel heißt, war das Christentum zu hierarchisch. Am Heidentum fasziniert ihn die Freiheit: Ein Glaube, der auskommt ohne feste Strukturen oder eine starre Lehre, in dem man seine spirituellen Bedürfnisse individuell leben kann und gleichzeitig die Natur und Traditionen der Vorfahren achtet. Die neuen Heiden bilden keine einheitliche Gemeinschaft. Es gibt viele kleine Gruppen, die meist unabhängig voneinander ihre Vorstellung von Heidentum leben. Eine bunte Mischung, zu der moderne Hexen, Druiden, Schamanen oder Magier zählen. Aber neuheidnische Gruppen haben mit einem zweifelhaften Ruf zu kämpfen: Sie gelten vielen als rechte Esoteriker. Literaturwissenschaftlerin Stefanie von Schnurbein hat die Heidenszene 30 Jahre lang intensiv erforscht. Sie zeigt, dass das heutige Heidentum zwar letztlich aus der völkischen Szene des frühen 20. Jahrhunderts entstanden ist. Noch heute sind einige der Gruppen tief in der rechten Szene verankert. Aber sie beobachtet auch, dass sich viele Heiden intensiv mit den Altlasten ihrer Religion auseinandersetzen und sich glaubhaft von Rechts abgrenzen. Luna ist 18 Jahre alt und gerade als jüngstes Mitglied in den Eldaring aufgenommen worden, eine der größten Heidnischen Gruppen in Deutschland. Am Eldaring schätzt sie die Offenheit und Diversität der Gruppe: Jeder werde hier so akzeptiert, wie er/sie ist. Für Luna gehört die Regenbogenflagge genau so zu heidnischen Ritualen wie Met-Horn und Götterfiguren. Gudrun Pannier alias Sinmara fand zum Heidentum, weil sie sich nach Abschluss ihres Theologiestudiums in der christlichen Kirche nicht mehr zuhause fühlte. Nach einigen Jahren ohne religiöse Betätigung stieß sie eines Tages auf das Heidentum. Dort fand sie ein Umfeld für ihr Interesse an Spiritualität und Mystik. Sie praktizierte verschiedene heidnische Strömungen und lebt heute als Druidin. Darüber hinaus engagiert sie sich religionspolitisch. Sinmara vertritt unter anderem die Heiden bei der ''Langen Nacht der Religionen'' in Berlin und setzt sich sich für eine Anerkennung der Heiden als Religionsgemeinschaft ein. Die Dokumentation von Alexander Bartsch und Peter Podjavorsek gibt einen Einblick in eine schillernde Welt und beschreibt, was Menschen heute an den alten Göttern fasziniert.
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