3sat Programm von übermorgen

   
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Das 3sat Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

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Programm - Vormittag

 
03:10 Kreuzfahrt in die Ostsee
Infosendung ~40 Min
(Kreuzfahrt in die Ostsee - Ein Sommer auf dem Wasser) St. Petersburg Staffel 1: Episode 3 Reisereportage, Deutschland 2019 Regie: Johannes Backes
Das Kreuzfahrtschiff macht halt in der russischen Metropole St. Petersburg. Hier gibt es viel zu entdecken und auszuprobieren. Highlights sind eine Bootsfahrt durch die Stadt mit ihren mehr als 500 Brücken, die ''Rjumochnajas'', zu Deutsch ''Wodkazimmerchen'', die als Treffpunkt russischer Gemütlichkeit gelten, und der Besuch des Ortes, an dem die Oktoberrevolution ihren Anfang nahm. Das Kreuzfahrtschiff fährt durch den Finnischen Meerbusen an der geschichtsträchtigen Insel Kotlin mit Kronstadt vorbei, passiert Peterhof - die Schlossanlage des Zaren mit ihren großzügigen Gärten und 140 Fontänen - und legt für zwei Tage in St. Petersburg an. Dort und im Umland führt ein Ausflug zu einem visionären Stadtgestalter, der mit seiner Barkasse die Häfen der Industrievororte entdeckt, sowie zu einer Historikerin, die auf der Suche nach den Orten ist, an denen 1917 die Oktoberrevolution in der Eremitage ihren Anfang nahm. Vor den Toren der Stadt liegt die ''Mückenkolonie'', eine Datschen-Siedlung, die schon einmal bessere Zeiten gesehen hat, als Nobelpreisträger hier noch ein- und ausgingen. Die U-Bahnhöfe der Petersburger Metro werden auch ''Paläste für das Volk'' genannt. Schon allein wegen ihrer Größe wirken sie auf Besucher überaus imposant. Rund um die Isaakskathedrale begleitet das Filmteam einen Hochzeitsfotografen auf dem Weg zu den attraktivsten Motiven der Ostseemetropole. Zurück an Bord des Kreuzfahrtschiffs wird der Tag wie immer mit einer Showeinlage abgeschlossen. Aber diesmal erfahren die Zuschauer, wie es hinter der Kulisse eines solchen Bühnenzaubers aussieht. Aus der Perspektive von Reisegästen eines Kreuzfahrtschiffs widmet sich die Reihe der Schönheit und Vielfalt der Küstenlandschaften, präsentiert Städte- und Natur-Highlights sowie Einheimische, die Einblicke in ihren außergewöhnlichen Alltag ermöglichen.
16:9
03:50 Kreuzfahrt in die Ostsee
Infosendung ~45 Min
(Kreuzfahrt in die Ostsee - Ein Sommer auf dem Wasser) Estland Staffel 1: Episode 4 Reisereportage, Deutschland 2019 Regie: Johannes Backes
Das Kreuzfahrtschiff bereist über Estland das Baltikum. Frühmorgens legt das Schiff in der Hauptstadt Tallinn an. Die Passagiere haben genug Zeit zur Stadterkundung. In der geschichtsträchtigen Handelsmetropole entdecken Kreuzfahrttouristen die mittelalterliche Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen. Bei der Orientierung helfen ihnen programmierte Tablets - eine Stadterkundung der etwas anderen Art: Hightech trifft Tradition. Im Hafen sind derweil Spezialisten für Unterwasserroboter unterwegs. Den Elektronikexperten kann man auch abends beim Volkstanz in klassischen Trachten begegnen. Diese hochmoderne Technik steht in starkem Kontrast zu den traditionelleren Lebensweisen auf dem Land: Im Sumpfgebiet Soomaa stellen Holzbootbauer nach traditioneller Weise einen Einbaum her. Auf der Insel Saaremaa trainiert eine Fußballmannschaft auf einem Sportplatz, auf dessen Strafraumgrenze eine ''heilige'' Eiche steht. Und in den Wäldern dienen junge Birken zur Herstellung eines besonderen Getränks. Estland gilt nicht nur als ''Silicon Valley Europas'', auch seine Natur mit ihren ausgedehnten Sumpflandschaften und Wäldern sowie die jahrhundertealten Traditionen der Einwohner ziehen zahlreiche Besucher an. Aus der Perspektive von Reisegästen eines Kreuzfahrtschiffs widmet sich die Reihe der Schönheit und Vielfalt der Küstenlandschaften, präsentiert Städte- und Natur-Highlights sowie Einheimische, die Einblicke in ihren außergewöhnlichen Alltag ermöglichen.
16:9
11:00 Eine Erde - viele Welten
Infosendung ~50 Min
(One Planet) Wüsten Staffel 1: Episode 4 Naturreihe, England 2016 Musik: Jasha Klebe - Jacob Shea - Hans Zimmer Kamera: Barrie Britton - Jonathan Jones - Alastair MacEwen - Justin Maguire - Christiaan Munoz Salas - Christian Munoz-Donoso - John Shier - Lianne Steenkamp - Will Steenkamp
Eine Erde - viele Welten (2/6): Wüsten Wüsten zählen zu den lebensfeindlichsten Gebieten der Erde. Dennoch behaupten sich geniale Anpassungskünstler in diesen extremen Arealen. Löwen setzen ihr Leben aufs Spiel bei der Giraffenjagd, Bussarde gehen in Gruppen zwischen tödlichen Kakteen-Stacheln auf Beutezug, Fledermäuse liefern sich Kämpfe mit Skorpionen. Um in dieser rauen Umgebung überleben zu können, bedarf es außergewöhnlicher Strategien. Wüsten bedecken etwa ein Drittel der Landmasse unseres Planeten. Die extremen Bedingungen verlangen den dort lebenden Tieren alles ab. Nahrung und Wasser sind knapp und fehlen zeitweise vollständig. Flughühner transportieren daher Wasser aus über 100 Kilometern Entfernung im Brustgefieder zu ihren Jungen. Nebeltrinkerkäfer machen eine Art ''Morgen-Yoga'', um in genau gestylter Körperhaltung die Luftfeuchte an ihren Körpern kondensieren zu lassen. Chamäleons stillen ihren Durst, indem sie die ''betankten'' Käfer einfach fressen. Wüstenelefanten haben sich körperlich an die klimatischen Verhältnisse angepasst. Sie sind etwas kleiner und leichter, haben längere Beine und größere Füße und finden Wasserlöcher, die sie einst selbst gegraben haben, nach vielen Jahren wieder. Löwen wagen sich auch an sehr große Beute wie Giraffen heran, weil andere Tiere schwierig aufzufinden sind. Dabei riskieren sie ihr Leben, denn ein Tritt einer Giraffe kann eine Raubkatze töten. Erstmals gefilmt wurden die Jagd von Wüstenlangohr-Fledermäusen nach tödlichen Skorpionen in der Wüste Negev und der Wanderzug eines Super-Schwarms biblischen Ausmaßes von Milliarden Wüstenheuschrecken. Internationale Kamerateams haben sich drei Jahre lang auf härteste Herausforderungen eingelassen, um diese geheimnisvolle Welt aus nächster Nähe zu erfassen. Mit Drohnen durchdringen sie Wälder und Schluchten, mit Kamerafallen, Teleobjektiven und Hochgeschwindigkeitskameras dokumentieren sie bislang kaum wahrnehmbare und versteckte Abläufe. ''Terra X'' geht gemeinsam mit der BBC auf eine atemberaubende Weltreise, um extreme Lebensräume und ihre Bewohner in ihrer Einzigartigkeit zu dokumentieren. Planet Erde II nimmt uns näher mit heran als jemals zuvor, fängt überraschende Verhaltensweisen und außergewöhnliche Orte ein, die vor zehn Jahren unerreichbar gewesen sind. Zusätzlich widmet sich die Serie einem neuen Lebensraum: Zum ersten Mal legt eine richtungsweisende Naturdokumentation ihr Augenmerk in einer Episode auf die Großstadt und die verblüffenden Überlebensstrategien von Tieren im Großstadtdschungel.
Untertitel16:9
11:50 Zu Tisch ... im Donaudelta
Infosendung ~25 Min
(Cuisines des terroirs) im Donau Delta Reise-und Kochmagazin, Deutschland, Frankreich 2014 Regie: Kristian Kähler
Bevor die Donau ins Schwarze Meer mündet, bildet sie eine einzigartige Landschaft: Das rumänische Donaudelta ist das zweitgrößte Delta Europas und größtes verbundenes Schilfgebiet der Welt. Familie Burduja steht mitten im Dorfleben. Mutter Rodicas hat, bevor ihr Dorfladen öffnet, bereits für die Familie gekocht. Das Kochen hat sie sich selbst beigebracht - Hechtklöße, Paprikaschoten mit Fischfüllung oder gebratenen Wels mit frischer Knoblauchsoße. Besonders beliebt sind auch ihre Nachtische: Quarkkuchen oder frittierte, süße Hefeklößchen. Mitica Burduja fährt seit über 20 Jahren jeden Morgen mit seinem kleinen Boot ins Delta. Eine gute halbe Stunde ist er auf Wasserwegen unterwegs, bis er den größten See erreicht hat. Der Lacul Merhei war früher berühmt für seinen Fischreichtum - doch dieser hat aufgrund von Umweltverschmutzung deutlich abgenommen. Früher, so erzählt Domitru, hätten sie ihre Reusen bloß auf 100 Meter Länge ausgelegt und 100 Kilogramm Fisch gefangen. Heute hat er zwei Kilometer Reusen und fängt oft nicht mehr als zehn Kilo. Für ihren Fang bekommen sie nicht mehr als einen Euro pro Kilogramm. Davon können sie kaum leben. Tochter Andrea geht seit dem letzten Jahr in Tulcea zur Schule und lebt dort bei Pflegeeltern. Nur alle paar Wochen kommt sie heim nach Letea. Es ist ein Abschied auf Raten. Andrea liebt das Leben im Delta, aber die Plackerei ihrer Eltern ist nicht ihre Zukunft. Im Donaudelta leben viele seltene Vögel, große Teile des Deltas stehen heute unter Naturschutz. Es ist Heimat der einzigen größeren Pelikan-Kolonie auf europäischem Boden, in den Auenwäldern leben zahlreiche Wildpferde. Die abgelegene Region ist nur mit dem Boot zu erreichen. ''Zu Tisch in ...'' führt in die Regionen Europas und zeigt die Zubereitung traditioneller Gerichte. Die Küchenkultur europäischer Landschaften offenbart ihren Reichtum und weckt Verständnis für eine vielleicht fremde Lebensart. Dokureihe über die Menschen und ihre Küche in bestimmten ländlichen Regionen Europas: Die Sendungen begleiten Menschen in Sardinien, Böhmen, Wallonien oder dem Piemont durch ihren persönlichen Alltag und zeigen die Zubereitung regionaltypischer Rezepte sowie die Erzeugung und den Erwerb der Zutaten.
16:9



Programm - Nachmittag

 
13:15 Französisch Kanada
Infosendung ~45 Min
Von Montreal zur Atlantikküste Dokumentation, Deutschland 2015
Québec - die größte Provinz Kanadas - ist gleichzeitig die sprachliche und kulturelle Bastion Frankreichs auf dem Kontinent. Die Menschen hier sind stolz auf ihre Wurzeln. Das merkt man an der Küche, den historischen Zentren und am überall präsenten Quebecer Französisch. Wie die ersten Entdecker reist der Film entlang dem St. Lorenz Strom - allerdings genau in entgegen gesetzter Richtung - von Montréal an die Atlantikküste. In der Millionenstadt Montréal, dem kosmopolitischen Zentrum von Québec, ist auch der berühmte ''Cirque du Soleil'' zuhause. Direkt daneben lernen Zirkusschüler aus der ganzen Welt in der renommierten ''École nationale de cirque''. Julius Bitterling aus Deutschland ist bereits seit zwei Jahren hier - mit ihm gemeinsam erkundet der Film das pulsierende Montréal. Entlang des St. Lorenz Strom geht es weiter Richtung Québec City, in die Hauptstadt der Provinz. In einem alten Augustinerkloster kann man ganz besondere Kochkunst erleben. Hier lässt sich Chefkoch Christophe Perny von alten Rezepten aus der Klosterküche inspirieren und interpretiert diese völlig neu. Kurz hinter der Stadt stürzen die ''Montmorency Falls'' über 80 Meter in die Tiefe, der Auftakt zu weiteren Naturschauspielen. Bei Tadoussac, wo der Fluss Saguenay in den Sankt-Lorenz-Strom mündet, ist ein beliebtes Revier von Buckel-, Finn- und Blauwalen. Der Film begleitet die Walforscherin Chantal St. Hilaire auf einer ihrer Touren. Die Reise endet auf der Halbinsel Gaspésie im Nordosten. Die Gegend ist dünn besiedelt, die Klippen umtost von der Brandung des Atlantiks. Die Kraft und Weite der Natur beherrscht die Szenerie, wie so oft auf dieser Reise durch Französisch Kanada.
16:9
15:45 Route 66
Infosendung ~45 Min
Straße der Sehnsucht Reisereportage, Deutschland 2012
Die Route 66 war der erste Highway Amerikas in den Westen des Kontinents. Die fast 4000 Kilometer lange Straße wurde zur existenziellen Lebenserfahrung für Generationen von Amerikanern. Während der Wirtschaftskrise zogen auf ihr Tausende verarmter Farmer gen Westen. In den Boom-Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg kamen Touristen, die das eigene Land kennenlernen wollten. Und bis heute ist die Route 66 ein Symbol für Aufbruch und Abenteuer. Dieser Mythos lebt weiter in Bobby Troups musikalischer Landkarte ''Get Your Kicks On Route 66'', in Erinnerungen der Oldtimer, in rostenden Tankstellen und Oldtimer-Museen entlang des alten Highways. Schon das Schild ''Route 66'' mit dem Asphaltband im Hintergrund vermittelt ein Gefühl von Freiheit. Filmemacher Karl Teuschl und sein Team machen sich auf die Suche nach dem Mythos der Route 66. Sie fahren mit einem Wohnmobil von Chicago bis Los Angeles, sprechen mit Anwohnern und Reisenden über Geschichte und Geschichten an der alten Straße. Die schönsten Abschnitte liegen im Westteil der Strecke von New Mexico bis zum Pazifik. Hier ist noch am meisten vom Flair der alten Route 66 erhalten geblieben: nostalgisch verwitterte Neonschilder, Motels aus den Fifties, bunte Diner-Lokale. In Arizona treffen Karl Teuschl und seine Kollegen auf Kult-Promi Martin Semmelrogge, der wie viele Harley-Fans auf dem alten Highway die Freiheit sucht und das Easy-Rider-Feeling erleben möchte. Sie nehmen teil am alljährlichen ''Route 66''-Festival und fahren mit den Autofans in ihren polierten Oldtimern auf dem längsten noch erhaltenen alten Routenstück mit. Hier wird die Faszination der Mobilität greifbar. Denn die Route 66 ist auch ein Denkmal für Amerikas Liebesaffäre mit dem Automobil. Von Chicago nach Los Angeles – die Route 66 ist der legendäre Highway Amerikas. Die dreiteilige Dokumentationsreihe nimmt den Zuschauer mit auf eine nostalgische Tour vorbei an Tankstellen und Motels, durch das Land der Cowboys bis zur atemberaubenden Landschaft im Westen.
16:9



Programm - Abend

 
23:50 Marceline. Eine Frau. Ein Jahrhundert
Infosendung ~75 Min
(Marceline, une femme, un siècle) Dokumentation, Frankreich, Niederland 2018 Regie: Cordelia Dvorák Musik: Jan Tilman Schade Kamera: Thomas Bataille - Bettina Borgfeld - Georgi Lazarevski - Susanna Salonen
Frech und feurig leuchtete noch mit 90 Jahren rote Farbe auf ihren wilden Haaren: Die KZ-Überlebende und Autorin Marceline Loridan-Ivens war zu lebendig, um sich als Denkmal zu fühlen. Geboren in Paris als Marceline Rozenberg, wurde sie mit 15 Jahren gemeinsam mit ihrem Vater in das von den Deutschen besetzte Polen deportiert. Er Auschwitz, sie Birkenau. Mit ihrem Roman ''Und Du bist nicht zurückgekommen'' hielt sie die Erinnerung an ihn wach. Marceline Loridan-Ivens (1928-2018) hatte sich bereits als Schauspielerin in ''Chronik eines Sommers'' von Jean Rouch sowie als Ehefrau und Co-Autorin des niederländischen Filmemachers Joris Ivens einen Namen gemacht. Nach ihrer Befreiung aus Birkenau hatte die mehr als zierliche Frau aufgehört zu wachsen. Mit umso größerer Energie und ungeheurem Lebenshunger warf sich die Pariserin in die Künstlerszene der 1960er-Jahre, zu der sie bis zu ihrem Tod im September 2018 Verbindung hielt. In dem feinfühligen Film wird die alte Dame kurz vor ihrem Tod im September 2018 sowohl in ihrem Alltag als auch bei der Aufarbeitung ihrer Tagebücher beobachtet. Über Filmausschnitte und Statements der stets scharfzüngigen Französin zeichnet der Film vor allem ihr Leben nach dem Zweiten Weltkrieg nach. Ein gebrochenes Weiterleben in einer Welt, die zunächst nicht bereit war zu hören, was die Künstlerin erfahren und erlitten hatte. Gemeinsam mit der Politikerin Simone Veil gehört Marceline Joris-Ivens zu den großen Namen unter den französischen Opfern des Holocaust. ''Marceline. Eine Frau. Ein Jahrhundert'' ist ein bewegendes Porträt, das auch auf dem Internationalen Filmfestival in Amsterdam und auf dem Dokumentarfilmfestival München gezeigt wurde.
16:9