TV-Programm 3sat heute

   
   Was läuft beim TV Sender 3sat

Was läuft heute aktuell im TV Tagesprogramm von 3sat?

Sehen Sie hier das gesamte Fernsehprogramm vom TV Sender 3sat - aufgeteilt nach Programm vom Vormittag, Nachmittag und Abend. Einziges Gemeinschaftsprogramm des deutschen Sprachraums. Gesendet wird ein Vollprogramm mit kulturellem Schwerpunkt, es gibt keine Werbung.

Vormittag
 
03:45 Vereinsheim Schwabing
Show ~45 Min
Gute Laune ist garantiert, wenn Constanze Lindner im Vereinsheim Schwabing in München die besten Newcomer und Etablierten aus den Bereichen Stand-up-Comedy, Kabarett und Musik präsentiert. Als Gäste im Vereinsheim Schwabing begrüßt die quirlige Kabarettistin diesmal: Jan Philipp Zymny, Lisa Catena, Pam Pam Ida, Verena Richter, Franz Machatschek, Norbert Bürger und Björn Puscha. Im Ruhrpott kam der mehrfache Poetry-Slam-Meisterschaft-Gewinner Jan Philipp Zymny zur Welt. Neben der Leidenschaft des Textens ist es besonders die Art und Weise des Vortragens, die Zymny auszeichnet. Mit Begeisterung schlüpft er in die verschiedenen Rollen seiner Geschichten, verleiht ihnen unterschiedliche Stimmen und somit ganz eigene Charaktere. Kein Wunder also, das sich Zymny nun auch an das Metier des Filmemachers herangewagt hat. Der Titel: ''Macht er eh nicht! Die Leiden des jungen Zymny''. Dort wo die gebürtige Italo-Schweizerin Lisa Catena auftritt, herrscht keineswegs die Sicherheit einer neutralen Zone. Mit bissiger Zunge kommentiert Lisa Catena Politik und Gesellschaftsfragen. Dies brachte der Satirikerin einige Auszeichnungen ein, unter anderem den Silbernen Stuttgarter Besen und den Swiss Comedy Award. Bei den Konzerten von Pam Pam Ida sieht die Bühne aus wie eine große musikalische Spielwiese. Massenweise Instrumente sind dort aufgereiht, auch die in so manchem Kinderzimmer verstaubte Blockflöte findet bei Pam Pam Ida ihre Huldigung. Die sechs Jungs stammen aus dem 736-Seelenort Sandersdorf in Oberbayern. Wer von solcher Landidylle geprägt ist, mag es direkt, ohne Schnörkel. Und hat das richtige Gespür dafür, das zu behüten, was im Leben bezaubert. Manch einer mag es einen Hang zum Kitsch nennen - aber wenn das kitschig ist, dann braucht die Welt einfach mehr Kitsch. Verena Richter ist die Frau mit dem ''Täkst'' und irgendwie ein Tausendsassa. Mit 20 Jahren entdeckte sie das Saxofon für sich. Nur ein Jahr später wurde sie am Richard-Strauss-Konservatorium in München aufgenommen. Gleichzeitig studierte sie Philosophie und Publizistik. Ihre Dinggedichte erschienen in der ''Süddeutschen Zeitung'' und brachten ihr 2008 den Tassilo-Hauptpreis ein. Franz Machatschek sind die Schöpfer der original Wiener ''Liederatur''. Mit Wiener Grant und bissigem Wortwitz kommen ihre Lieder in tiefdunkelschwarzem Humor daher. Sie sind das Duo Franz und Franz aus Wien, mit Gitarre und Akkordeon begleiten sie sich bei ihren kleinen Alltagsgeschichten aus Österreichs Kaffeehausmetropole. Bürger from the Hell - Musiker Norbert Bürger hat seine wahre Berufung, nämlich die kleinste Showband der Welt zu sein, gefunden. So heizt er dem Publikum auf seine schräge Art ordentlich ein. Abgerundet wird der Abend mit einem Lateinkurs der besonderen Art, wenn sich der Vereinsheim-Schankkellner Björn Puscha persönlich um das Bildungsniveau des Publikums bemüht.
16:9
10:00 Thema
Infosendung ~45 Min
Österreich-Tourismus und Corona - werden die Gäste kommen? Gesundheitssystem und Corona - Rückstau nach der Krise Nichts zu lachen - Kabarett in der Warteschleife Österreich-Tourismus und Corona - werden die Gäste kommen? Philipp Florian, Besitzer des Parkhotels in Graz, verschenkt über Pfingsten die 68 Zimmer seines Traditionshauses. ''Ich musste mir etwas einfallen lassen. Auch wenn wir am Eröffnungswochenende ein volles Haus haben, danach ist die Buchungslage katastrophal'', sagt der Hotelier. Am 29. Mai dürfen Tourismusbetriebe in Österreich wieder aufsperren - unter strengen Hygienevorschriften. ''Ich habe eigens eine Mitarbeiterin eingestellt, die den ganzen Tag nichts anderes tut, als Flächen im Sanitärbereich zu desinfizieren'', sagt der Geschäftsführer des Strandcamping Podersdorf, Rene Lentsch. Elisabeth Gürtler, Chefin des Astoria Resorts in Seefeld, ist froh, dass die Grenzen zu Deutschland ab Mitte Juni wieder offen sind und sie nicht nur auf österreichische Gäste angewiesen ist. Katharina Krutisch und Markus Stachl berichten, wie sich die Tourismusbetriebe auf die Wiedereröffnung nach dem Corona-Lockdown vorbereiten. Gesundheitssystem und Corona - Rückstau nach der Krise: ''Mir wurde gesagt, ich soll warten, bis das ganze Corona-Chaos vorbei ist, dann soll ich mich wieder melden'', sagt Gerald Frank. ''Das hat mir mehr als eine schlaflose Nacht bereitet''. Bei dem 50-jährigen Wiener wurde vor der Corona-Krise ein Tumor an der Prostata festgestellt. Eine für Mitte März geplante Biopsie sollte Klarheit bringen, ob er operiert werden muss. Doch dazu kam es nicht. Kein Einzelfall, sagt die Patientenanwaltschaft. Zum Höhepunkt der Krise wurden große Kapazitäten in Krankenhäusern für Corona-Verdachtsfälle reserviert, viele Behandlungen und Operationen fanden nicht statt. Eine Herausforderung für Patientinnen, Patienten und Ärzteschaft, berichtet Christoph Bendas. Nichts zu lachen - Kabarett in der Warteschleife: Seit Mitte März bleiben auch die Kabarett- und Kleinkunstbühnen leer. ''Für unsere Branche hat man sich bisher wenig überlegt, und da muss jetzt etwas passieren, sonst wird dieses Land bald um viele Künstlerinnen und Künstler ärmer sein'', sagt Kabarettist und Schauspieler Thomas Stipsits. Er hat das Glück, derzeit von Erspartem leben zu können, viele andere - darunter jene, die hinter den Kulissen tätig sind - können das nicht. Die Kabarett- und Kleinkunstszene hofft auf Unterstützung durch die neue Kulturstaatssekretärin und auf ein Rettungspaket, berichtet Eva Kordesch.
Untertitel16:9
10:45 Über den Dächern von Graz - Geschichten aus Österreich
Infosendung ~40 Min
Über den Dächern von Graz Die Grazer Altstadt wurde 1999 wegen ihres hervorragend erhaltenen Stadtkerns zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Die Dokumentation gewährt Einblicke in einen urbanen Mikrokosmos. Die historischen Häuser, die sich an den Schlossberg schmiegen, bieten von außen einen sehenswerten Anblick - doch ihre Dächer markieren auch die Grenze zu einem Refugium, das sich dem Trubel der Stadt und den Blicken der Touristen weitgehend entzieht. In den uralten Gemäuern verstecken sich Ateliers und Werkstätten, moderne Wohnungen, riesige Dachböden, schlafende Fledermäuse und Katzen. Dachgärten bilden grüne Wellentäler im Häusermeer, und Heimgärtner hegen ihre Oasen zwischen den Resten der mittelalterlichen Festungsmauer. Geheime Innenhöfe und zugemauerte Gassen verbergen ihre Existenz genauso wie so manches Haus seinen Zugang zu privaten Gärten im Schlossberg-Fels. Darüber werken Gärtner, die für ihren Job eine Ausbildung zum Bergführer benötigen und sich bei der Arbeit im wahrsten Sinne des Wortes ''abseilen''. Hier liegt auch der schwindelerregende Arbeitsplatz eines Dachdeckermeisters, der Pläne von über 1000 Grazer Dachstühlen besitzt und diese Leidenschaft sogar zum Gegenstand seiner Doktorarbeit an der Technischen Universität machte. Der Grazer Filmemacher Klaus T. Steindl gewährt Einblicke in die unbekannte Welt über, auf und unter den historischen Ziegeldächern der Kulturhauptstadt 2003 und entführt die Zuschauer in einen Mikrokosmos, der sich in keinem Stadtführer findet.
16:9


Nachmittag
 


Abend
 
19:20 Kino Kanak. Warum der deutsche Film Migranten braucht
Infosendung ~40 Min
Warum hat die deutsche Film- und Fernsehindustrie bisher keinen natürlichen Umgang mit Menschen mit Migrationshintergrund gefunden? Die Dokumentation geht auf vielschichtige Spurensuche. Die Rollenangebote für Schauspieler mit Migrationshintergrund bedienen meist Stereotype und sind oftmals klischeehaft: Kriminelle, Zuhälter, Gangster, Asylbewerber. Warum ist die Branche heute nicht schon weiter? Und wo könnten die Ursachen dafür liegen? Schauspieler und Filmemacher mit Migrationshintergrund können in der deutschen Film- und Fernsehindustrie kaum vorurteilsfrei Fuß fassen. Und das, obwohl die meisten von ihnen in Deutschland aufgewachsen sind und leben, teilweise sogar schon in dritter Generation. Viele Rollen spiegeln nicht die gegenwärtige Realität wider, und auch hinter den Kulissen ist Diversität noch keine Selbstverständlichkeit. Gleichzeitig findet auch dann stereotypisches Denken statt, wenn es um die Besetzung von vermeintlich typisch ''weißen'' Figuren geht. Ein Zustand, der eine Unzufriedenheit befördert, nicht nur bei den betroffenen Personen. Die Dokumentation ''Kino Kanak. Warum der deutsche Film Migranten braucht'' geht dieser Schieflage nach und sucht Antworten auf die Fragen, warum die deutsche Film- und Fernsehlandschaft im Jahr 2020 noch nicht gelernt hat, deutsch-migrantische Darsteller und Macher realistisch abzubilden und adäquat mit ihnen umzugehen. Schauspieler, Drehbuchautoren und Filmemacher berichten von ihren Erfahrungen in der Filmindustrie und sprechen über mögliche Ursachen. Wie steht es um die Perspektiven in diesem hart umkämpften Markt? Die Debatten um Diversität haben gerade erst begonnen, und der Weg, komplexe Figuren unabhängig ihres biografischen Hintergrunds zu besetzen, scheint noch weit entfernt. Doch eine neue Generation an Machern und Entscheidern steht in den Startlöchern, die tatsächlich ein Umdenken befördern könnte.
16:9
22:15 Ich, Reich-Ranicki
Infosendung ~105 Min
Am 2. Juni 2020 wäre Marcel Reich-Ranicki (1920-2013), der legendäre Literaturkritiker und unvergessene Chef des ''Literarischen Quartetts'', 100 Jahre alt geworden. - Ein Porträt. Die Autoren Lutz Hachmeister und Gert Scobel, beide Grimme-Preisträger, entwerfen in über 100 Minuten das Bild eines Mannes, dessen Lebenslinien seit seinen Jugendtagen zwischen Einsamkeit und Sehnsucht nach öffentlicher Anerkennung verliefen. Der nach Warschau deportierte Abiturient aus Berlin, der die NS-Herrschaft nur knapp überlebt, kehrt Ende der 1950er-Jahre in die Bundesrepublik zurück und wird zum Starkritiker, zum Dompteur im Literaturzirkus. Seine Anhänger schätzen seine Lust, lauthals zu rühmen und zu tadeln. Seine Gegner werfen ihm Egomanie und grobschlächtige Kategorien bei der Beurteilung moderner Literatur vor. So kam es zu legendären Kontroversen Reich-Ranickis mit Günter Grass, Martin Walser, Peter Handke, Sigrid Löffler und, in Sachen der NS-Größe Albert Speer, mit Joachim Fest - seinem Förderer, der ihn einst als Literaturchef zur ''Frankfurter Allgemeine Zeitung'' geholt hatte. Mit selten gezeigtem Archivmaterial und sehr persönlichen, ausführlichen Erzählungen von Marcel Reich-Ranicki werden die Höhepunkte eines Jahrhundert-Lebens ebenso dargestellt wie die bedrohten Jahre, als die Nationalsozialisten beabsichtigten, den jungen Marcel Reich zu vernichten. Das filmische Porträt enthält eine Fülle von bisher wenig bekannten biografischen Details. So schildert Reich-Ranicki ausführlich und sehr ergreifend, wie er vom Tod seines Bruders Alexander erfahren hat. Und er schildert auch seine Arbeit als Literaturkritiker in den 1950er-Jahren in Polen: ''Das war schon sehr unter DDR-Einfluss''. ''Ich, Reich-Ranicki'' ist die Charakterstudie eines enorm fleißigen, begabten und durchsetzungsfähigen Mannes, der um seinen Aufstieg kämpfen musste, zugleich ein spannendes Panorama deutscher Kultur- und Fernsehgeschichte. Der Film verzichtet auf jeden Kommentar, und es fällt nicht einmal das Wort ''Literaturpapst''. Zu Wort kommen zahlreiche Zeitzeugen, darunter viele, die inzwischen schon verstorben sind - wie ''Quartett''-Mitstreiter Hellmuth Karasek, ''FAZ''-Herausgeber Frank Schirrmacher und Reich-Ranickis Sohn Andrew Ranicki. Redaktionshinweis: Mit dem Porträt ''Ich, Reich-Ranicki'', das 2006 zum ersten Mal im ZDF ausgestrahlt wurde, erinnert 3sat an den bekannten Autor, Publizisten und Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki, der am 2. Juni 100 Jahre alt geworden wäre.
16:9