(Geheimnisvolle Au)
Dokumentation, Österreich 2026True
Nahe der steirischen Grenzmur-Au liegt ein aufgelassener Schotterteich. Wo einst Bagger ihre Spuren zogen, soll nun ein Naturparadies entstehen. Der Film zeigt, wie viel Wissen und Geduld es braucht, will man der Natur Lebensraum zurückgeben, um wieder Platz zu bieten für Biber, Ufer- und Flussseeschwalben, für die größte Libelle Österreichs, die seltene Europäische Sumpfschildkröte oder den Heerwurm. Im steirischen Sicheldorf, nahe der slowenischen Grenze, liegt ein aufgelassenes Schotterabbaugebiet. Wo einst Bagger Spuren zogen, wurde ein karger Schotterteich zurückgelassen. Der Naturschutzbund Steiermark hat das weitläufige Industriegebiet nun erworben. Dort soll ein Naturparadies entstehen - ein Rückzugsort, ein Trittstein, ein vielfältiger Lebensraum. Schon heute ist der Teich ein Überwinterungsplatz für viele Vogelarten, doch die einstige Industriefläche soll um vieles artenreicher werden und Tieren der umliegenden Grenzmur-Au langfristig gesichert weiteren Lebensraum bieten. Naturfilm-Regisseurin Waltraud Paschinger und Kameramann Franz Posch begleiten zwei Jahre lang die Maßnahmen der Naturschützer, Biologen und Ornithologen. Der Film zeigt neben eindrucksvollen Natur- und Tieraufnahmen, wie viel Wissen und Geduld es braucht, will man der Natur Lebensraum zurückgeben, um so wie hier wieder Platz zu machen für Biber, Ufer- und Flussseeschwalben, für die größte Libelle Österreichs, die Riesenquelljungfer, für die einst hier heimische Europäische Sumpfschildkröte oder den sagenumwobenen Heerwurm. Erste Maßnahmen zeigen bereits Erfolg, für andere wird wohl noch Jahre Geduld vonnöten sein. So wurde vom Naturschutzbund schon bald nach Übernahme des Gewässers eine Uferböschung abgegraben. Daraus ist ein Steilhang entstanden, wie er einst an Flussläufen mit natürlicher Dynamik Uferschwalben Brutplatz bot. Und tatsächlich: Rasch hat eine Kolonie von 50 bis 60 Uferschwalben den neuen Platz angenommen.