3sat Programm 27.01.

   
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Was läuft 27.01. im TV-Programm von 3sat?

Das 3sat Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
04:30 Die Schweizer
Serie ~55 Min
(Die Schweizer - Les Suisses - Gli Svizzeri - Ils Svizzers) Der General, der die Schweiz rettete - Guillaume-Henri Dufour Staffel 1: Episode 3 Historienserie, Schweiz 2013 Regie: Dominique Othenin-Girard Autor: Michael Sauter - Thomas Buomberger Musik: Michael Duss - Christian Schlumpf - Martin Skalsky Kamera: Thomas Wüthrich
In der dritten Folge geht es um den Sonderbundskrieg, bei dem 1847 unter dem Kommando von General Guillaume Henri Dufour zum letzten Mal bewaffnete Schweizer gegeneinander kämpften. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts droht die Schweiz auseinanderzubrechen. Radikale Demokraten fordern mehr Rechte für das Volk. Konservative Kantone wollen sich nicht dem Diktat der liberalen Mehrheit beugen. Radikale Heißsporne ziehen bewaffnet gegen die Innerschweiz - und werden blutig zurückgeschlagen. Die Konservativen holen Jesuiten aus dem Ausland und nehmen heimlich Kontakt auf mit monarchistischen Mächten. Das bringt das Fsss zum überlaufen, es kommt zum offenen Krieg. Die Truppen der Tagsatzung stehen unter dem Kommando von General Guillaume Henri Dufour. Der Genfer ist bei seiner Wahl bereits 60-jährig und hat eine beeindruckende Karriere hinter sich: Offizier unter Napoleon, Leiter einer Militärschule in Thun, Kantonsingenieur in Genf, Kartograf und Begründer der ersten topografischen Landeskarte der Schweiz. Als General ist er auch in den eigenen Reihen keineswegs unumstritten. Die vierteilige Reihe ''Die Schweizer'' arbeitet die Geschichte der Schweiz am Beispiel von sechs historischen Persönlichkeiten auf.
16:9



Programm - Nachmittag

 



Programm - Abend

 
18:00 Mein anderes Russland
Infosendung ~30 Min
Odyssee in Sibirien Staffel 1: Episode 4 Länderporträt, Schweiz 2018
Sibirien ist rau, kalt, wild und groß. Politkorrespondent Christof Franzen wagt sich auf eine Odyssee durch diese Region und reist zu Rentiernomaden bis an den Rand der Zivilisation. Die Reise führt durch Jakutien, die größte Region Sibiriens. Sechsmal so groß wie Deutschland, gibt es dort nur eine Million Einwohner. Im Winter wird es kälter als minus 60 Grad. Im Sommer plagen Mensch und Tier bei über 30 Grad Celsius Milliarden von Moskitos. Christof Franzen startet auf der ''Straße der Knochen''. Für sie haben Zehntausende Zwangsarbeiter aus dem Gulag ihr Leben gelassen. Ältere Lastwagenfahrer nehmen bis heute den Hut ab, wenn sie auf dieser Straße unterwegs sind. 1000 Kilometer Schlammgebiete - und das zur Regenzeit. Doch Christof Franzen will zu den Rentiernomaden nach Sasyr, einem der entlegensten Dörfer Sibiriens. Hier hatte er vor Jahren den Nomadenjungen Christaphor porträtiert - eine Begegnung, die ihn nie losgelassen hat. Jetzt, Jahre später, will er zurück zu den Rentiernomaden und dem Jungen und hofft auf ein Wiedersehen. Doch diesmal gibt es keinen Hubschrauber, sondern allein den beschwerlichen Landweg. Die letzten 300 Kilometer zu den Nomaden sind für Christof Franzen nur im ''Ural'' möglich, einem Lastwagen für extremstes Gelände. Hier führt keine Straße mehr durch, und unzählige Flüsse zwingen ständig dazu, den Weg neu zu suchen. ''Großes Wasser'' nennen es die Einheimischen, wenn die reißenden Flüsse übertreten und die Reise gefährlich wird. Dann wird das Zelt aufgeschlagen und gewartet. Ob die hohen Reifen Christof Franzen und seine ewenischen Begleiter durch alle Flüsse hindurch an ihr Ziel tragen werden, ist ungewiss. Sibirien pur ist dies aber auf alle Fälle. Nach zehn Jahren als Russland-Korrespondent kehrt Christof Franzen zurück in die Schweiz. Als Abschluss will er noch einmal ganz neue Herausforderungen anpacken - sein ganz persönliches Russland-Abenteuer.
16:9
20:15 Die Eroberung der Weltmeere
Infosendung ~45 Min
Und die Macht der Wissenschaft Dokumentation, Deutschland 2015 Regie: Max Mönch - Alexander Lahl
Wem gehören die Weltmeere? Küstenstaaten kämpfen um Gebietsansprüche, denn der Meeresboden verspricht Rohstoffe. Über die Vergabe der Ozeangebiete soll die Wissenschaft entscheiden. Lange hatten die Ozeane keine Besitzer. Ein Zusatzartikel im UN-Seerechtsabkommen änderte dies 1994. Seitdem versuchen die Küstenstaaten, ein möglichst großes Meeresgebiet ihr Eigen zu nennen. Die Reichweite des Anspruchs hängt vom geologischen Festlandsockel ab. Je größer der geologische Festlandsockel eines Staates, desto größer ist auch das dazugehörige Meeresgebiet. Das Problem: Der Festlandsockel ist mit bloßem Auge nicht zu erkennen - Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bestimmen ihn durch geologische Messungen. In der Festlandsockelkommission der Vereinten Nationen bewerten 20 Geologen die von den Staaten eingereichten wissenschaftlichen Daten unter höchster Geheimhaltung. Allein mit ihren Entscheidungen verändern sich die Machtverhältnisse im Ozean - denn eine Kontrollinstanz gibt es nicht. Bereits 57 Prozent des Meeresbodens wurden so von den Küstenstaaten in Besitz genommen. Weltweit sind die Ozeane zu einem umkämpften Territorium geworden. Und der Erfindungsreichtum der Staaten kennt bei diesem Spiel keine Grenzen. Niemand kann abschätzen, welche ökologischen Folgen es haben wird, wenn die Staaten in ihre jeweiligen Tiefseegebiete vorrücken, um Rohstoffe aus dem Meeresboden zu gewinnen. ''WissenHoch2'' - ein Thema, zwei Formate: Um 20.15 Uhr beleuchtet eine Dokumentation relevante wissenschaftliche Fragen; um 21.00 Uhr diskutiert Gert Scobel das Thema mit einem interdisziplinären Team von Experten. Redaktionshinweis: 3sat zeigt eine vollständig aktualisierte Fassung der 2015 entstandenen Dokumentation ''Die Eroberung der Weltmeere - und die Macht der Wissenschaft''.
16:9
22:55 Die Ungewollten - Die Irrfahrt der St. Louis
Spielfilm ~85 Min
(Die Ungewollten - Die Irrfahrt der ''St. Louis'') Historienfilm, Deutschland, Portugal 2019 Regie: Ben von Grafenstein Autor: Thomas Eifler - Susanne Beck Musik: André Feldhaus Kamera: Raphael Beinder
Voller Zuversicht verlassen 937 jüdische Flüchtlinge 1939 den Hamburger Hafen. Nazi-Deutschland hinter sich, die Freiheit vor sich. Ein Visum für Kuba verspricht ein Leben ohne Angst. Doch Havanna verweigert die Einreise. Kapitän Schröder nimmt Kurs auf die USA. Auch Washington verwehrt der ''St. Louis'', einen sicheren, US-amerikanischen Hafen anzulaufen. Als dann auch Kanada die Aufnahme verweigert, gerät die Fahrt in die Freiheit zur Odyssee auf dem Atlantik. An Bord machen die Worte Selbstmord und Meuterei die Runde. Knapp einen Monat nach Verlassen des Hamburger Hafens läuft die ''St. Louis'' in Antwerpen ein. Nahezu ein Drittel der Passagiere ermorden die Nazis in den folgenden Jahren. 2019 jährt sich die Geschichte zum 80. Mal. Die großen Flüchtlingsströme der jüngsten Zeit und wachsender Antisemitismus lassen die Ereignisse an Bord der ''St Louis'' erschreckend aktuell erscheinen. Die ''Washington Post'' erinnerte daher noch einmal an die Ereignisse aus dem Jahr 1939, Kanadas Premier Justin Trudeau entschuldigte sich bei den Familien der jüdischen Flüchtlinge, die Kanada einst abwies. Der NDR entwickelte mit dem SWR, RBB und HR ein Doku-Drama in Spielfilmqualität. Das Drehbuch basiert auf Gustav Schröders Tagebucheinträgen, die dem NDR vorliegen und dem Film im Zusammenspiel mit beeindruckendem Archivmaterial, den Schauspielern Ulrich Noethen und Britta Hammelstein, eine sehr emotionale Note verleiht.
Untertitel16:9