3sat Programm 31.01.

   
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Was läuft 31.01. im TV-Programm von 3sat?

Das 3sat Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
01:50 Nationalparks der Zukunft
Infosendung ~40 Min
Patagonien Staffel 1: Episode 2 Naturreihe, Deutschland 2020 Regie: Thomas Radler - Karl Teuschl
Seit Jahrzehnten haben Umweltschützer in Südamerika einen großen Traum: ein zusammenhängendes System von Nationalparks durch eine der letzten großen Wildnisse unseres Planeten. Eine 2400 Kilometer lange Kette von Nationalparks von den gemäßigten Regenwäldern Patagoniens bis zu der windumtosten Südspitze des Kontinents bei Feuerland und Kap Horn. Wie dieser Traum Wirklichkeit und mit Leben gefüllt wurde und wird, erzählt der Film. Der beeindruckende Roadtrip führt vom Pumalín-Nationalpark bei Puerto Montt bis zum Nationalpark ''Bernardo O''Higgins''. Die Landschaften verändern sich im Verlauf der filmischen Entdeckungsreise vom saftigen Grün der subtropischen Regenwälder und endlosen Steppenlandschaften Nordpatagoniens zum eisigen Blau der Bergseen, Fjorde und Gletscher im Süden. Nicht denkbar ist die Erfolgsgeschichte des gewaltigen neuen Nationalpark-Systems ohne das US-amerikanische Milliardärs-Ehepaar Douglas ''Doug'' und Kris Tompkins. Mit einem Bekleidungsimperium reich geworden, verliebten sie sich vor mehr als 20 Jahren bei ihrer ersten Reise nach Patagonien in die atemberaubende Landschaft. Wohl nirgendwo auf der Welt ist der Horizont weiter, wirkt das Land endloser als in Patagonien. Diese entlegene Wildnis zu bewahren, wurde über die Jahre zu ihrer Lebensaufgabe. Über eine Million Hektar Land kauften Doug und Kris Tompkins, um die Natur darauf zu schützen. Wird die ''Ruta de los Parques'' mit den neuen Nationalparks dabei helfen?
Untertitel16:9
03:15 Matera
Infosendung ~55 Min
Verborgene Heimat Dokumentation, Deutschland 2019 Regie: Alessandro Soetje
Vielleicht ist es die Mutter aller Städte, Europa en miniature: Matera. Seit 9000 Jahren besiedelt, war die süditalienische Stadt einst Achse zwischen Orient und Okzident. Die europäische Kulturhauptstadt 2019 hat wechselnde Herrscher, Kriege, Blütezeiten und bitterste Armut überlebt. Und jetzt den Willen zum Aufbruch. Matera vereint den archaischen Eindruck antiker Höhlenstädte des Orients mit Elementen europäischer Baukunst. In grob behauenen Felsen dämmern die Fresken byzantinischer Mönche, während von der romanischen Kathedrale die Glocken läuten. Im barocken Palazzo Lanfranchi ziehen verhärmte Gestalten auf den Gemälden eines Carlo Levi vorüber, während fröhliche Touristen sich in steilen Gassen und gestylten Höhlenhotels verlieren. In Matera fließen 9000 Jahre Geschichte zusammen, in Raum und Zeit. Die Dokumentation von Alessandro Soetje taucht ein in Höhlenkirchen, in denen Moose und Flechten Fresken überwachsen und neue Kunstwerke entstehen lassen. Sie erkundet das ausgeklügelte System von Zisternen und Wasserleitungen, das in den Bauch der Stadt gegraben wurde. Dort begegnet das Kamerateam den Künstlern Enzo Viti und Teresa Lupo, die das Innenleben ihrer Stadt erforschen, kartografieren und zeigen, wie klug ihre Vorfahren gedacht haben, wie ökologisch. Auch beim Bauen dachte man nachhaltig. Der Stadtplaner Pietro Laureano, der Matera erfolgreich zum UNESCO-Weltkulturerbe geführt hat, erklärt die Modernität der jahrtausendealten Architektur: wie das Material aus den Höhlen zu Häusern, Palazzi und Kirchen wurde. Ressourcenschonend, platzsparend, ein übergangsloses Innen und Außen, Oben und Unten. Dieses einzigartige System geriet in Vergessenheit über der ''nationalen Schande'', die in den 1950er-Jahren zur Räumung der Höhlenwohnungen führte, nachdem der verbannte Arzt und Künstler Carlo Levi in seinem Roman ''Christus kam nur bis Eboli'' auf die elenden Lebensbedingungen der Menschen in der Region Basilicata hingewiesen hatte. Junge Leute wie der heutige Bürgermeister Raffaello De Ruggieri sorgten dafür, dass das steinerne Erbe vor dem Verfall und Plünderern gerettet wurde und wieder Leben in die Sassi einzog.
Untertitel16:9
04:10 Reisewege Pyrenäen
Infosendung ~40 Min
(Pyrenäen: Im Land der Dreitausender) Im Land der Dreitausender Reportage, Deutschland 2010
Schwindelerregende Aussichten, großartige Gebirgsmassive: Nirgendwo sind die Pyrenäen spektakulärer als in der Hochgebirgswelt südlich von Toulouse. Es ist das Land der Dreitausender. Es ist ein Paradies für Naturbegeisterte, Wanderer und Radsportler. Hier liegt der ''schlimmste'' Pass der Tour de France, der Tourmalet, der zur Radsportlegende geworden ist. Gleich nebenan, wie ein U-Boot in den Wolken, die Sternwarte des Pic du Midi. Sie ist dank einer Seilbahn für jedermann zugänglich. Wer eine Nacht auf einem Dreitausender verbringen möchte, kann sich hier einquartieren und die Faszination des fast greifbaren Sternenhimmels genießen. Ganz in der Tradition der Forscher, die schon im 18. Jahrhundert entdeckt haben, dass dieser Berg dank seiner besonderen Lage bestens zur Beobachtung von Wetter und Weltall geeignet ist. Hier wurde in den 1960er-Jahren auch die Mondkarte für die NASA ausgearbeitet, und die Riesenteleskope des Pic du Midi haben die ersten Schritte von Astronauten auf dem Mond vorbereitet. Der höchste Gipfel der Pyrenäen ist der nahegelegene spanische Aneto, ein Ziel vieler Bergsteiger, die uralte Passagen zwischen Frankreich und Spanien nutzen. In den sonnigen Tälern liegen berühmte Thermalbäder, schon Bismarck kurte im französischen Luchon. Sehr verliebt soll der spätere Reichskanzler dort gewesen sein. Als sich die politische Lage in Deutschland zu seinen Gunsten geändert hatte, habe er die Pyrenäen schweren Herzens verlassen.
16:9
04:50 Reisewege: Am Grat der Zeiten und Kulturen
Infosendung ~45 Min
(Am Grat der Zeiten und Kulturen - Entlang des karnischen Höhenweges) Entlang des Karnischen Höhenweges Dokumentation, Deutschland 2009
Entlang des Karnischen Hauptkamms, der die Staatsgrenze zwischen Italien und Österreich markiert, verläuft auf einer Länge von insgesamt 155 Kilometern der Karnische Höhenweg. Der Film aus der Reihe ''Reisewege'' beginnt bei Sonnenaufgang in der Nähe des Helmhauses, eines früheren Zollhauses an der österreichisch-italienischen Grenze. Südlich davon liegen die Sextener Dolomiten, mit ihrem berühmten Wahrzeichen, den ''Drei Zinnen''. Weiter geht es auf der österreichischen Seite zur Sillianer Hütte, wo der Hüttenwirt seine Gäste mit eigenen landwirtschaftlichen Produkten versorgt. Im Tiroler Gailtal werden am Vortag des Herz-Jesu-Festes in der Gemeinde Obertilliach die spektakulären Bergfeuer vorbereitet, die wie die traditionelle Prozession zu den Höhepunkten des Jahres gehören. Die Obstanser Bergwiesen liegen auf über 2000 Metern Höhe. Sie werden von nur noch wenigen Bergbauern in mühevoller Arbeit ohne Maschinen bewirtschaftet. Nächstes Ziel ist der malerisch gelegene Wolayersee und seine im Sommer von zahlreichen Touristen besuchten Hütte. Mit 2780 Metern ist die ''Hohe Warte'' die höchste Erhebung der Karnischen Alpen. Der dortige Kamm war aufgrund der extremen Höhenlage während des Ersten Weltkriegs einer der härtesten Frontabschnitte. Ein kleines Freilichtmuseum am Plöckenpass in Kärnten gibt Einblicke in die damaligen Verhältnisse. Maria Luggau im Lesachtal ist das Ziel einer grenzüberschreitenden Wallfahrt, bei der die Pilger den Karnischen Kamm auf dem Hin- und Rückweg überschreiten. Aber vor allem führt eine Reise entlang des Karnischen Höhenwegs durch eine Landschaft, die in ihrer natürlichen Ursprünglichkeit für den Alpenraum ganz einzigartig ist. Der bei Touristen sehr beliebte Höhenweg verdankt seine Existenz dem Ersten Weltkrieg: Als Italien 1915 seine Neutralität aufgab, wurden die Karnischen Alpen zum Kriegsschauplatz. Entlang des Kamms entstand eine Front mit ausgebauten Stellungen, Kasematten, Gängen und Wegen, die nach dem Zweiten Weltkrieg zum ''Friedensweg'' erklärt wurden. Seitdem führt der Karnische Höhenweg Bergsteiger und Wanderer durch einen der schönsten Abschnitte der Dolomiten.
16:9
10:15 Nationalparks der Zukunft
Infosendung ~45 Min
Patagonien Staffel 1: Episode 2 Naturreihe, Deutschland 2020 Regie: Thomas Radler - Karl Teuschl
Seit Jahrzehnten haben Umweltschützer in Südamerika einen großen Traum: ein zusammenhängendes System von Nationalparks durch eine der letzten großen Wildnisse unseres Planeten. Eine 2400 Kilometer lange Kette von Nationalparks von den gemäßigten Regenwäldern Patagoniens bis zu der windumtosten Südspitze des Kontinents bei Feuerland und Kap Horn. Wie dieser Traum Wirklichkeit und mit Leben gefüllt wurde und wird, erzählt der Film. Der beeindruckende Roadtrip führt vom Pumalín-Nationalpark bei Puerto Montt bis zum Nationalpark ''Bernardo O''Higgins''. Die Landschaften verändern sich im Verlauf der filmischen Entdeckungsreise vom saftigen Grün der subtropischen Regenwälder und endlosen Steppenlandschaften Nordpatagoniens zum eisigen Blau der Bergseen, Fjorde und Gletscher im Süden. Nicht denkbar ist die Erfolgsgeschichte des gewaltigen neuen Nationalpark-Systems ohne das US-amerikanische Milliardärs-Ehepaar Douglas ''Doug'' und Kris Tompkins. Mit einem Bekleidungsimperium reich geworden, verliebten sie sich vor mehr als 20 Jahren bei ihrer ersten Reise nach Patagonien in die atemberaubende Landschaft. Wohl nirgendwo auf der Welt ist der Horizont weiter, wirkt das Land endloser als in Patagonien. Diese entlegene Wildnis zu bewahren, wurde über die Jahre zu ihrer Lebensaufgabe. Über eine Million Hektar Land kauften Doug und Kris Tompkins, um die Natur darauf zu schützen. Wird die ''Ruta de los Parques'' mit den neuen Nationalparks dabei helfen?
Untertitel16:9



Programm - Nachmittag

 



Programm - Abend

 
22:35 Red Penguins
Infosendung ~75 Min
Von Macht und Gier auf Eis Dokumentation, USA, Deutschland, Russland 2019 Regie: Gabe Polsky Musik: Leo Birenberg Kamera: Alexey Elagin
Buch/ Gangster, Stripper und lebendige Bären, die auf einer Moskauer Eisbahn Bier ausschenken: Der Dokumentarfilm erzählt die unglaubliche, wahre Geschichte vom Zusammenprall zweier Supermächte, von Kapitalismus und Opportunismus auf der Suche nach dem Glück. Kurz nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion kaufte sich das US-Eishockeyteam der Pittsburgh Penguins in den berühmten Nationalclub der Roten Armee ein, um mit einem Sport-Joint-Venture, wie es die Welt noch nie gesehen hatte, Geschichte zu schreiben. Im neuen Russland scheint nun alles möglich zu sein, die Verheißung des freien Marktes lockt Investoren, Profis und die Halbwelt an. Der exzentrische Marketing-Experte Steven Warshaw wird nach Russland geschickt und soll das frisch gegründete Team in das größte Showevent Moskaus verwandeln. Er nimmt die Zuschauer:innen mit auf eine bizarre Zeitreise in die frühen 1990er Jahre, die einen entscheidenden Moment in den Beziehungen zwischen dem freien Westen und dem ehemaligen Ostblock beleuchtet. ''Red Penguins. Von Macht und Gier auf Eis'' zeigt Russland während einer gesetzlosen Periode zwischen Alt und Neu. Eine Ära, in der Oligarchen ihr uferloses Vermögen machten und das Leben Einzelner nur wenig Wert hatte. Der von der Presse hochgelobte Dokumentarfilm feierte seine umjubelte Weltpremiere auf dem renommierten Internationalen Filmfestival Toronto. Während die ''New York Times'' die ''neuartige Perspektive auf den wirtschaftlichen Übergang Russlands'' lobte, feierte ''Variety'' den Film für seine ''wilde, aberwitzige Geschichte von überlebensgroßen Akteuren - die nicht nur Sport-Fans begeistern wird''.
Untertitel16:9
23:50 37°: Späte Diagnose mit Folgen
Infosendung ~30 Min
(Späte Diagnose mit Folgen) Nina kämpft sich zurück ins Leben Dokumagazin, Deutschland 2021
Nina ist 33, als sich nach einem Krankenhausaufenthalt ihr Leben für immer verändert. Die zweifache Mutter erleidet eine lebensbedrohliche Sepsis, die ihre Organe schädigt. Mit großer Willenskraft kämpft sich die heute 41-Jährige zurück in ein weitgehend normales Leben. Die ''37°''-Langzeit-Beobachtung begleitet Nina im Alltag und vor Gericht, wo sie um Schmerzensgeld und Schadensersatz kämpft. Nina (33) hat zwei kleine Söhne und einen guten Job. Dann verändert im Sommer 2013 ein Krankenhausaufenthalt ihr Leben von einem Tag auf den anderen. ''Ich hatte plötzlich höllische Schmerzen, schlimmer als jede Wehe'', erinnert sich Nina. Sie fährt sofort in die nächstgelegene Klinik nach Gehrden bei Hannover. Der Grund für Ninas stechende Bauchschmerzen sind Nierensteine, die die Ärzte zunächst über das Wochenende beobachten wollen. Doch einer der Steine führt zu einer Nierenentzündung, die den gesamten Körper in Mitleidenschaft zieht. Aus der Entzündung wird eine lebensgefährliche Sepsis, die erst nach zweieinhalb Tagen erkannt wird, als die Nierensteine operativ entfernt werden. Als sich ihr Zustand dramatisch verschlechtert und die Lunge aussetzt, wird die junge Frau zu Spezialisten in die Medizinische Hochschule Hannover überwiesen. Dort retten die Ärzte Ninas Leben. Insgesamt liegt Nina zwei Monate im Krankenhaus, vier Wochen auf der Intensivstation, davon zehn Tage im Koma: ''Das Schlimmste ist für mich die Vorstellung, dass meine Familie Angst um mein Leben hatte'', erinnert sich die heute 41-Jährige. Bis auf die Daumen mussten ihre Finger und Teile ihrer Füße amputiert werden. Doch schon nach ihrer Verlegung in die Medizinische Hochschule Hannover geht es ihr allmählich besser: Privat-Videos aus dem Krankenzimmer dokumentieren ihren unbeugsamen Willen, dem sie ihre schnellen Fortschritte verdankt. Dennoch hat sich Ninas Alltag seit dem folgenschweren Krankenhausaufenthalt enorm verändert. Schmerzen und Medikamente gehören ebenso dazu wie Physiotherapie und eingeschränkte Belastbarkeit in ihrem Job im Schreibwarenladen des Familienbetriebes. Nina ist ein Leben lang auf medizinische Betreuung angewiesen. Im Alter wird ihr Pflegebedarf noch steigen und hohe Kosten verursachen. Ob bei Behandlungen möglicherweise Fehler gemacht werden, können Patienten von der Schlichtungsstelle der Ärztekammer prüfen lassen. In Ninas Fall haben die unabhängigen Gutachter im Oktober 2014 festgestellt: ''Im vorliegenden Fall sind Mängel in der Befunderhebung festzustellen ... so dass wir empfehlen, die Frage einer außergerichtlichen Regulierung zu prüfen.'' Die zuerst behandelnde Klinik in Gehrden widerspricht jedoch dem Gutachten der Schlichtungsstelle. Damit beginnt für Nina ein Kampf, der anfangs aussichtslos erscheint. Das Landgericht Hannover weist im ersten Prozess ihre Klage ab; das Oberlandesgericht Celle jedoch stimmt der Revision zu und lässt neu verhandeln. Den Großteil der Kosten hat zwar die Rechtsschutzversicherung übernommen, dennoch musste Nina für Gutachten und zusätzlich anfallende Anwaltskosten über 15 000 Euro bezahlen. Acht Jahre sind seit dem Klinikaufenthalt bis zur zweiten Verhandlung vor dem Landgericht in Hannover Ende 2021 vergangen. Wie wird der Richter entscheiden? Wie wird das endgültige Urteil lauten? Ein Film über eine Frau, die auch in den schlimmsten Momenten nicht daran gedacht hat, aufzugeben. Vier Jahre lang hat ''37°'' Ninas Alltag begleitet. Die ''37°''-Sendung steht am Sendetag ab 8.00 Uhr in der ZDFmediathek zur Verfügung.
Untertitel16:9HDTV