3sat Programm gestern

   
   Was lief beim TV Sender 3sat

Was lief gestern im TV-Programm von 3sat?

Das 3sat Fernsehprogramm - auch von gestern - bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
00:40 Gabun: Der Schatz im Regenwald
Infosendung ~55 Min
(Gabun - Der Schatz im Regenwald) Dokumentation, Österreich 2020 Regie: Werner Zips
Gabun: Der Schatz im Regenwald
Gabun ist die vielleicht einzig intakte Schatzkammer im äquatorialen Regenwaldgürtel Afrikas. Ihre Kronjuwelen sind Waldelefanten, Flachlandgorillas, Mandrille und andere bedrohte Tierarten. Waldelefanten haben in Gabun alles andere als einen guten Ruf. Sie gelten als aggressiv und als ständige Bedrohung von Feldern und Dörfern. Das liegt nach Meinung des Elefantenforschers und heutigen Umweltministers Lee White jedoch nicht an deren ''Charakter''. Vielmehr haben die Tiere schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht. In der gesamten Region des äquatorialen Regenwaldgürtels Zentralafrikas wurden und werden sie immer noch stark bejagt. Bis vor einigen Jahren auch in Gabun. Seit der Staat seine Wirtschaftspolitik unter das Motto ''Grünes Gabun'' gestellt und 13 Nationalparks geschaffen hat, erholen sich die Bestände. Das ist nicht nur eine gute Nachricht für den Schutz der Artenvielfalt und des Regenwaldes, sondern auch für das Weltklima. Obwohl Gabun noch kaum vom Klimawandel betroffen ist, wird das zentralafrikanische Land an der westlichen Atlantikküste von den Auswirkungen des Klimawandels auf die nördlichen Nachbarländer bedroht. Wenn sich die Sahelzone immer weiter ausdehnt und der Meeresspiegel steigt, werden die großen Flüchtlingsbewegungen eher nicht gegen Norden - nach Europa - gehen, sondern gegen Süden, in den fruchtbaren Regenwaldgürtel des Kongobeckens, befürchtet White: ''Unsere Wälder und Wildtiere werden keine Chance haben'', so der vorausblickende Ökologe, ''die Ankunft Millionen hungriger Menschen zu überleben.'' Der Erhalt des Regenwaldes mit all seiner biologischen Vielfalt ist Grundlage des Klimaschutzes in ganz Afrika. Seine Existenz sorgt für Regen bis in die Sahelzone. Das kaum bekannte Gabun hat damit globale Bedeutung für den Klima- und Artenschutz. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Gabun ist - nach Surinam - mit 88 Prozent Waldfläche das am zweit-stärksten bewaldete Land der Welt. Es besitzt zwölf Prozent des afrikanischen Regenwaldes, in dem etwa die Hälfte aller noch existierenden Waldelefanten leben - neben 30 000 Gorillas und 35 000 Schimpansen. Der Wildtierschutz ist hier nicht rein ethisch begründet, sondern eine Notwendigkeit für die Reproduktion der Biomasse. Laut einer im ''Nature''-Magazin veröffentlichten Studie würde die Ausrottung der Waldelefanten allein die Biomasse der zentralafrikanischen Regenwälder um sieben Prozent verringern. Mit ihren Ausscheidungen von Samen und unverdauten Früchten sorgen sie ebenso wie Gorillas für den Erhalt der Vegetation. Die Möglichkeit, mit Flachlandgorillas, Schimpansen und Waldelefanten auf Tuchfühlung zu gehen, Nilpferden bei Strandspaziergängen zuzusehen und tagelang mit kleinen Booten durch das verzweigte System der Lagunen auf der Suche nach westafrikanischen Panzerkrokodilen und anderen seltenen Tierarten zu fahren, macht Gabun zum Kronjuwel des zentralafrikanischen Regenwaldes. Weltweit sterben pro Jahr bis zu 6000 Regenwald-Arten aus. Gabun ist hinsichtlich des Kampfes gegen Klimawandel und für Artenvielfalt zum einen systemrelevant, zum anderen ein seltenes Positivbeispiel, an dem sich andere Staaten nicht nur in der Region orientieren könnten. Dieses Land ist eine wahre Schatztruhe der Biodiversität. Doch wie bei allen verbliebenen Naturschätzen dieses Planeten gehört ihre akute Bedrohung zur Gegenwart. Der Kampf für ihren Erhalt steht im Mittelpunkt dieses Films.
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04:10 Afrikas Wilder Westen - Namibias Wüstenpferde
Infosendung ~45 Min
(Afrikas Wilder Westen) Dokumentation, Österreich, Frankreich 2014 Regie: Franz Leopold Schmelzer Musik: Roman Kariolou - Johannes Ratheiser Kamera: Lianne Steenkamp
Afrikas Wilder Westen - Namibias Wüstenpferde
Goldfarbene Dünen, weiße Salzpfannen und endlose Savannen unter einem tiefblauen Horizont - die Namib an der Westküste Namibias ist eine der faszinierendsten Landschaften der Erde. Ausgerechnet diese Wildnis, die von Sonne, Sand und Sturm geprägt wird, ist die Heimat Afrikas einziger Wildpferde. Sie ist auch eine der einsamsten Wüsten Afrikas: In diesem Trockengebiet überleben nur Spezialisten wie Oryxantilopen, Tüpfelhyänen und Schakale. Doch die Namib ist auch Heimat einer Tierart, die aus Europa kommt und sich hier erst seit 100 Jahren behauptet: die Namibs. Afrikas einzige Wildpferde sind Relikte des Diamanten-Booms der deutschen Kolonialzeit - ebenso zurückgelassen wie die Geisterstädte der Minen, die vom Sand zurückerobert wurden und eine Wildwest-Atmosphäre schaffen. Etwa 200 Pferde des einstigen Bestandes leben noch, behaupten sich gegen Dürre, Hitze, die häufigen Sandstürme, ständig bedroht von Skorpionen, Schlangen und Hyänen. Nur ein altes Bohrloch, mit dessen Wasser einst das Zentrum der Region, Lüderitz und die deutsche Eisenbahnlinie versorgt wurden, hilft ihnen, zu überleben. Solange die Pferde im weiteren Umkreis des Brunnens bleiben, ist gesichert, dass sie nicht verdursten. Oft aber sind die erreichbaren Weidegründe bereits abgegrast - über lange Perioden im Jahr herrscht Mangel an Nahrung. So hängt das Überleben der Pferde jedes Jahr aufs Neue an einem seidenen Faden und ist abhängig davon, ob die ohnehin seltenen Regenfälle kommen oder nicht.
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Programm - Nachmittag

 
13:20 Schottland - Rebellen im Rock
Infosendung ~45 Min
Dokumentation, Deutschland 2015 Regie: Alexander Stenzel
Schottland - Rebellen im Rock
Schotten sind anders, und darauf legen sie Wert. Nicht nur der Kilt unterscheidet sie vom Rest der Insulaner. Zu ihren Traditionen gehören der Hang zur Rebellion und die Lust auf neue Wege. Der Earl von Glasgow wagte ein Experiment, das anderen Adelsfamilien das Blut in den Adern gefrieren ließ: Er engagierte brasilianische Straßenkünstler, um sein Schloss mit Fantasiefiguren zu bemalen. ''Schloss Kunterbunt'' ist mittlerweile ein Publikumsmagnet. Rebellische Kreativität findet sich überall in Schottland. So gibt es zwar ziemlich viele Wanderer in Schottland, aber nicht wirklich hohe Gipfel. Sehr viele erreichen gerade mal die 1000-Meter-Marke. Egal, sagen sich die Schotten: Wenn es schon keine hohen Berge gibt, dann werden einfach möglichst viele kleine bestiegen. Inzwischen ist das ''Sammeln'' von Tausendern ein Volkssport. Die Schotten sind wahre Meister, wenn es darum geht, aus der Not eine Tugend zu machen. Das sagten sich auch die Einwohner der Hebriden-Insel Eigg. Abgeschnitten vom Stromnetz des Festlandes haben sie einfach die Insel gekauft und eine eigene Energieversorgung aufgebaut. Was auf der Insel politisch passiert, bestimmt die Basis. Eigg ist eine Art ''Freie Republik''. Eine Rebellin der ganz besonderen Art ist Evelyn Glennie. Sie hat gewissermaßen die Naturgesetze überwunden. In früher Jugend verlor sie - bis auf einen winzigen Rest - ihr Gehör und studierte trotzdem gegen alle Widerstände Musik. Nun ist Evelyn Glennie eine der berühmtesten Percussionistinnen der Welt.
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14:05 Edinburgh und die Highlands
Infosendung ~40 Min
Eine Reise in Schottlands Norden Dokumentation, Deutschland 2018 Regie: Tanja Höschele
Edinburgh und die Highlands
Schottland ist für viele ein Sehnsuchtsziel - obwohl es das Wetter meistens gar nicht so gut mit einem meint. Aber genau das macht den rauen Charme dieser Nation aus. Schottland fasziniert bei jedem Wetter. In der Hauptstadt, in Edinburgh, hat Joanne K. Rowling ''Harry Potter'' geschrieben. Hier gibt es dunkle, schmale Gassen und unterirdische Gänge, durch die man bei Geistertouren hindurchgeführt wird. Und hier hört man an manchen Tagen an jeder Ecke einen Dudelsackspieler. Die eindringlichen Töne der schottischen Musik im Ohr, geht es weiter, mitten hinein in die Highlands und zu einer ganz besonderen Art von Sportveranstaltung: den Highland Games. Im schottischen Hochland gibt es in den Sommermonaten fast überall Highland Games; die in Braemar aber sind die bekanntesten. Das Sommerschloss der Royal Family, Balmoral, liegt nämlich ganz in der Nähe. Und fast jedes Jahr kommt die Queen auf ein Stündchen vorbei. Weiter geht es Richtung Westen. Dort wartet der bekannteste und volumenmäßig größte See Schottlands: Loch Ness. Durch die vielen Torfpartikel darin wirkt der See nahezu tiefschwarz. Das lässt ihn fast mystisch erscheinen und nährt natürlich die Legende vom Monster ''Nessie''. Aber wahr oder nicht, eines ist sicher: Jeder, der an den Loch Ness kommt, lässt immer wieder seine Augen über den See schweifen, ob er nicht doch plötzlich ein riesiges Ungeheuer auftauchen sieht.
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14:45 Die Shetland-Inseln - Schottlands nördlichster Außenposten
Infosendung ~45 Min
Reportage, Deutschland 2016
Die Shetland-Inseln - Schottlands nördlichster Außenposten
Shetland ist ein besonderes Stück Schottland in exponierter Lage im Nordatlantik. Die rund 100 Inselchen liegen auf dem 60. Breitengrad wie Sibirien oder Grönlands Südspitze. Was sind das für Menschen, die in dieser rauen Umgebung leben und ihr Shetland auf Dauer nicht missen möchten? Was kann am Leben auf diesen abgelegenen Inseln so faszinieren? Der Film besucht vier der bewohnten Inseln und geht diesen Fragen nach. Für die Wikinger lagen die Shetlandinseln genau auf ihrer Route Richtung Süden. Die Nordmänner siedelten sechseinhalb Jahrhunderte lang auf den Inseln. Und jedes Jahr im Februar wird das ''Up Helly Aa'', ein traditionelles Wikingerfest, gefeiert. Ihre ungeschützte Lage im Nordatlantik beschert den Shetlandinseln ein sehr unbeständiges, oft extremes Wetter. Sonnenschein und milde Temperaturen können binnen Stunden von gewaltigen Stürmen oder dichtem Nebel abgelöst werden. Fähr- und Flugverkehr kommen dann zum Erliegen, die Menschen sind über Tage hinweg isoliert. Dass es außerdem an 250 Tagen im Jahr regnet, regt niemanden weiter auf. Dem Wetter zum Trotz sind die Inseln seit mindestens sieben Jahrtausenden ununterbrochen besiedelt. Auf Fair Isle, weit draußen im Süden, auf halbem Weg Richtung Orkney, spricht das Filmteam mit einem Piloten, dem Insel-Meteorologen und dem Leiter einer Vogelwarte, die weltweit höchstes Ansehen genießt. Auf der Hauptinsel Mainland besucht das Team eine Pony-Show. Es trifft eine Geologin, den Chefredakteur der Wochenzeitung ''Shetland Times'', einen Detective Sergeant der Kriminalpolizei und einen Historiker, der von geheimen shetländisch-norwegischen Kommandounternehmen im Zweiten Weltkrieg erzählt. Ihre geografische Lage hat die Inseln immer auch für die Militärs interessant gemacht. Letzte Station ist die nördlichste der Inseln, Unst. Auch sie war einmal von strategischer Bedeutung, in der Epoche des Kalten Krieges. Als die Royal Air Force vor einigen Jahren abzog, entließ sie auf einen Schlag ein Siebtel der Inselbevölkerung in die Arbeitslosigkeit - und löste einen kleinen Wirtschaftsboom aus. Shetland liegt weit ab von den Zentren der modernen Welt. ''Ex-zentrisch'' wirken auch manche Menschen hier. Aber ganz sicher nicht verrückt. Energisch, selbstbewusst und fantasievoll sind Adjektive, die die Mehrheit der 23.000 Shetländer treffend beschreiben. Und wie sehen diese Menschen ihre Inseln? In den Worten eines Kapitäns: ''Absolut magisch! Windig, nass, kalt ...''.
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16:15 Wales
Infosendung ~45 Min
(Wales: Land of the Wild) Großbritanniens wilder Westen Staffel 1: Episode 1 Naturdoku, England, Deutschland 2018 Regie: Hans-Peter Kuttler Musik: Clemens Winterhalter
Wales
Schroffe Gebirge im Norden, sanfte Hügellandschaften im Süden und raue Klippen entlang der Küste: Wales ist der kleinste Landesteil Großbritanniens und steckt voller Mythen und Legenden. Eine Region der Gegensätze. So hat sich auch der Schriftsteller J. R. R. Tolkien für seine weltberühmte Trilogie ''Der Herr der Ringe'' von der Landschaft inspirieren lassen. Der Naturfilmer Hans-Peter Kuttler hat zwei Jahre die vielfältige Natur in Wales porträtiert. Im Norden von Wales liegt Snowdonia, eine Berglandschaft mit spektakulärer Kulisse: Wildziegen tragen im Herbst heftige Brunftkämpfe aus. Ihre enge Verwandtschaft mit Steinböcken wird dabei offensichtlich. Im Süden von Wales liegt die Region der Brecon Beacons: Die Hügellandschaften erinnern stark an das vom J. R. R. Tolkien beschriebene Auenland und sind auch die ideengebende Region dafür. Während in den niederen Lagen Füchse ihren lebhaften Nachwuchs aufziehen, durchstreifen frei lebende walisische Bergponys die riesigen Graslandschaften der höheren Lagen. An der rund 2700 Kilometer langen Küste leben etwa 5000 Kegelrobben. Im Herbst werden die Jungtiere geboren und müssen oftmals verheerenden Stürmen trotzen. Die nur drei Quadratkilometer große Insel Skomer ist die Heimat von bis zu einer Dreiviertelmillion Seevögel. Die Stars unter ihnen sind die unverwechselbaren Papageitaucher. Nachdem sie acht Monate auf dem offenen Meer verbracht haben, kehren sie im April nach Skomer zurück, um ihren Nachwuchs auszubrüten. Die Felseninsel Skokholm beherbergt eine Brutkolonie von rund 80.000 Basstölpeln, es ist die weltweit drittgrößte Brutkolonie dieser beeindruckenden Flugakrobaten. Auch Delfine finden an der walisischen Küste ein üppiges Nahrungsangebot. Dabei bedienen sie sich einer völlig unerwarteten Nahrungsaufnahme. Dieser Naturfilm präsentiert mit hochstabilisierten Flug-, Zeitlupen- und Miniaturkameras und Kameraschienen die faszinierende Natur von Großbritanniens wildem Westen - hochwertig und aus neuen Blickwinkeln. Wales – im Südwesten Großbritanniens – besteht aus ganz außergewöhnlichen Landschaften. Egal wo, ob an den Grenzen im Osten, den Tälern im Süden, den Bergen im Norden oder den felsigen Küsten im Westen – überall gibt es unendlich viele Wildtiere. Sogar in unmittelbarer Nähe von Städten. Leicht haben es die Tiere allerdings nicht, weil das Wetter in den verschiedenen Jahreszeiten extreme Bedingungen schafft.
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17:00 Die Scilly-Inseln - Englands unbekannte Schönheit
Infosendung ~45 Min
Dokumentation, Deutschland 2016 Kamera: Hanno Gerken - Lukas Schuler - Frank Mirbach
Die Scilly-Inseln - Englands unbekannte Schönheit
Die ''Isles of Scilly'' liegen vor der Küste Cornwalls. Die westlichste Spitze Englands, Land''s End, ist nur 45 Kilometer entfernt. Von den etwa 140 winzigen Inseln sind nur fünf große bewohnt. Hier gibt es die kleinste Molkerei Englands mit eigener Eiscremefabrik, die kleinste Fußball-Liga des Königreichs mit sage und schreibe zwei Mannschaften und ein für englische Verhältnisse sehr untypisches, sonniges Klima. Die Insulaner kennen die Tücken des Ozeans: In der Vergangenheit zerschellten rund 800 Schiffe an den Klippen vor den Scillies. Der Meeresgrund mit seinen Wracks und seinen vielen ungeklärten Geheimnissen ist ein Eldorado für Taucher und Archäologen. Die erfahrenen Archäologen der Arqueonautas-Foundation haben sich vorgenommen, eines dieser Geheimnisse zu lüften: Mit Hightech-Ausrüstung und großem Wagemut wollen sie ein jahrhundertealtes Rätsel um die größte Schiffskatastrophe in der Geschichte der englischen Marine lösen. In einem Punkt sind die Bewohner der Scilly-Inseln besonders britisch: Sie sind sportverrückt. Ständig treten sie gegeneinander an, nicht nur in der kleinsten Fußball-Liga, sondern auch bei den großen Inselregatten mit traditionellen Gigboats. Das sind Ruderboote mit einer über 200-jährigen Tradition, die momentan in vielen Teilen der Welt als Sportgeräte wieder entdeckt werden. Aber die Menschen begeistern sich auch beim alljährlichen Triathlon, bei dem selbstverständlich durchs Meer geschwommen werden muss. Die früher ''Ennor'' genannten ''Isles of Scilly'' haben ihren jetzigen Namen durch die Verbindung von ''Sunny Isles'' (''Sonnige Inseln'') bekommen. Dies könnte passender nicht sein, denn die Nähe zum Golfstrom verhilft den Inseln zu einem sehr milden Klima mit einer Temperaturschwankung von nur neun Grad im Jahr. Die vielen exotischen Pflanzen, die auf den Inseln gedeihen, hätte man so nahe am alten Europa nicht unbedingt erwartet. Ihre Existenz verdanken sie dem ''Tresco Abbey Garden'', den Augustus Smith 1835 anlegen ließ. Mit über 20 000 Pflanzen ist er das Highlight für jeden Blumenliebhaber. Auch für Tiere sind die Inseln ein wichtiger Rückzugsort, vor allem für viele Seevogelarten. Die Mitarbeiter des ''Seabird Recovery Projects'' kämpfen für die Vögel und gegen eingewanderte Feinde: Ratten werden mit englischem Käse in die Falle gelockt.
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17:45 Mit dem Zug durch Südengland
Infosendung ~45 Min
(Mit dem Zug durch ...) Südengland Staffel 8: Episode 4 Reisereportage, Deutschland 2013 Regie: Susanne Mayer-Hagmann
Mit dem Zug durch Südengland
Südengland bietet nicht nur Bilderbuchlandschaften mit grünen Weiden und sanften Hügeln, sondern auch eine große Vielfalt an verschiedensten historischen Eisenbahnen. ''Wir wollen die Vergangenheit bewahren in der Gegenwart für die Zukunft'' - so lautet das Credo eines Museums-Eisenbahners in dieser Dokumentation, die zu einer Reise mit dem Zug durch Südengland einlädt. Ausgangspunkt ist die Grafschaft Kent. Hier reist das Kamerateam auf der ''Romney, Hythe & Dymchurch Railway'', einer Eisenbahnstrecke durch die sogenannte Romney March direkt an der Kanalküste bis auf die Landspitze Dungeness. Die dortige Museumsbahn zeichnet sich durch ihre Größe aus: Loks und Wagen sind im Maßstab 1:3 gebaut. Nicht unweit von ihrem Betriebsmittelpunkt New Romney liegt das Schloss Hever Castle, in dem Anne Boleyn, die zweite der sechs Ehefrauen von König Heinrich VIII. von England, ihre Kindheit verbrachte. Berühmt ist die riesige Gartenanlage, die Anfang des 20. Jahrhunderts in der umliegenden Marschlandschaft errichtet wurde. Nicht weniger berühmt sind die Kalkklippen im angrenzenden Sussex, die durch den Ansturm des Meeres jährlich schrumpfen. Obwohl alles, was am Rand dieser Klippen jemals gebaut wurde, mittlerweile längst abgerutscht oder abgerissen ist, steht die weiße Felsküste unter Naturschutz. Ebenfalls an der Küste, aber ein wenig weiter Richtung Osten im einst mondänen Seebad Brighton, fährt die älteste elektrische Straßenbahn auf ihrer Stecke am Strand entlang: ''Volk''s Electric Railway''. Ihr Erbauer Magnus Volk hat Ende des 19. Jahrhunderts zum Erstaunen der Bevölkerung und der Badegäste ein zweites bahntechnisches Unikum konstruiert, das nach dem langbeinigen Spinnentier Weberknecht ''Daddy Long Legs'' genannt wurde. Überreste davon gibt heutzutage das Meer bei Ebbe frei. Im Landesinneren, nahe dem Städtchen East Grinstead, findet sich eine der ältesten Museumsbahnen in Großbritannien: die ''Bluebell Railway''. Sie wurde 1960 eröffnet und fährt auf Normalspur unter Dampf. Ihr Verein besitzt eine der größten Loksammlungen des Landes. Mehr im Südwesten Englands, an der Steilküste von Devon, liegt einer der ungewöhnlichsten Geheimtipps des Landes in Sache Eisenbahn: die Wasserballastbahn ''Lynton & Lynmouth Cliff Railway''. Sie bewältigt auf 570 Promille Steigung einen Höhenunterschied von über 120 Metern. Im Nationalpark Exmoor hinter der Küste Devons und seiner Nachbargrafschaft Somerset zieht eine der ältesten Pferderassen der Welt frei umher: die Exmoor-Ponys drohten einst auszusterben, heute sind sie wieder zahlreich vertreten und für Freizeitaktivitäten neu entdeckt. Die längste Museumsbahn in Südengland mit rund 36 Kilometern Länge hat ihr Hauptquartier direkt in der wunderschönen Bucht von Minehead aufgeschlagen. Die ''West Somerset Railway'' trägt viel dazu bei, dass die Region zu einem attraktiven Ausflugsziel geworden ist. Und wer dann noch ein i-Tüpfelchen auf seine Reise durch Südengland setzen möchte, besucht zum einen das Dorf Cheddar, wo der berühmte Cheddar-Käse nach altbewährter Tradition hergestellt wird, und zum zweiten die Cheddar-Schlucht, in deren Höhlen die Käselaibe zu ihrer Vollendung heranreifen. Das Eisenbahnnetz erstreckt sich auch über die entlegensten Gegenden auf der Welt. Mit einzigartigen Videoaufnahmen von spektakulären Landschaften und Bahnstrecken werden die schönsten Routen vorgestellt.
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3sat Programm heute Abend 20:15 uhr


Programm - Abend

 
20:15 Gewalt in der Erziehung
Infosendung ~50 Min
Dokumentation, Schweiz 2021
Gewalt in der Erziehung
Vier Menschen zwischen 16 und 64 Jahren erzählen in diesem Film, wie sie Gewalt in der Kindheit erlebt haben und was das mit ihnen gemacht hat. ''Meine Mutter hat mich jahrelang geschlagen, getreten und eingesperrt. Noch schlimmer aber war, wenn sie tagelang nicht mit mir geredet hat'': Was der 35-jährige D. in seiner Kindheit erlebt hat, teilt er mit vielen Kindern in der Schweiz. Jedes 20. Kind erlebt physische und jedes vierte Kind psychische Gewalt. Das ist nicht explizit verboten in der der Schweiz. Seit vielen Jahren wird in der Schweiz darüber diskutiert, ob es ein explizites gesetzliches Verbot von Gewalt in der Erziehung braucht. In den meisten europäischen Ländern ist gesetzlich festgehalten, dass die Anwendung von Gewalt verboten ist. In Deutschland beispielsweise seit dem Jahr 2000. Dort belegen Studien auch die Wirksamkeit des Verbots. Gibt es viel Stress in einer Familie oder ist ein Elternteil isoliert und auf sich allein gestellt, kann der Alltag mit Kindern an die Substanz gehen. Da kann in der Verzweiflung schnell einmal die Hand ausrutschen, oder man sagt etwas, was man gleich wieder bereut. Wer als Kind geschlagen oder erniedrigt wurde, kann sich in der Regel daran erinnern. Weshalb aber geschlagen wurde, vergessen viele. ''Was bleibt, ist ein Gefühl von Hass'', erinnert sich der Liedermacher Linard Bardill. ''Das größte Missverständnis bei kleinen Kindern ist, wenn man meint, dass sie einen extra ärgern'', sagt die Entwicklungspsychologin Heidi Simoni. Kleine Kinder können das noch gar nicht, sie müssen einfach viel ausprobieren. ''Eine Ohrfeige hat noch niemandem geschadet'', hört man nach wie vor - allerdings eher von der älteren Generation. Diese Aussage ist falsch. Unzählige Studien belegen die negativen Folgen von regelmäßiger physischer, aber auch psychischer Gewalt in der Kindererziehung. Und keine einzige Studie kam zum Schluss, dass Gewalt etwas Positives bewirkt. ''Jeder Schlag verletzt die Seele'', bestätigt auch Georg Staubli, Chef des Notfalls und der Kinderschutzgruppe im Kinderspital Zürich.
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22:25 Hanna Svensson - Blutsbande
Serie ~60 Min
(Before We Die) Teil 5 Staffel 1: Episode 5 Thrillerserie, Deutschland, Schweden 2017 Regie: Kristian Petri - Simon Kaijser Autor: Niklas Rockström Musik: Niclas Frisk Kamera: Stefan Kullänger - David Hellman
Hanna Svensson - Blutsbande
Bei einem erneuten Treffen zwischen dem Anführer der Mimica-Clans, Davor, und den beiden Bossen der Motorrad-Gang ''Mobsters'' kommt es zu einem tödlichen Streit. Davor Mimica bietet den ''Mobsters'' erneut Schutz vor der rivalisierenden Bikergang ''Delincuentos'' und verlangt dafür eine Beteiligung an deren Drogengeschäften. Ulrik, einer der beiden ''Mobsters''-Bosse, weigert sich und wird von seinem Kumpan Petter erschossen. Davor will sich um die Beseitigung der Leiche kümmern und nutzt diesen Umstand, um die ''Mobsters'' weiterhin gegen die ''Delincuentos'' aufzubringen. Stefan will sich an Christian für dessen Affäre mit seiner Verlobten Blanka rächen und erzählt Davor von einer Drogenrazzia bei Christian, die er mit ansehen konnte. Nun muss Christian dem Chef Rede und Antwort stehen. Sein Einsatz als Informant der Polizei steht damit auf dem Spiel. Schuld an der Durchsuchung bei Christian ist ausgerechnet seine eigene Mutter Hanna Svensson. Die Ermittlerin vermutet, dass ihr Sohn wieder dealt, und schickt deswegen die Kollegen zu einer Razzia vorbei - noch immer nicht wissend, dass Christian ihr Informant ''Inez'' bei den Mimicas ist. Daraufhin erklärt ihr Christian, der ebenfalls nicht ahnt, dass seine eigene Mutter sein Kontakt bei der Polizei ist, sie sei für ihn gestorben. Da bei Christian keine Drogen gefunden wurden und er glaubhaft versichert, dass die Razzia nichts mit seiner Arbeit bei den Mimicas zu tun hat, entschließt sich Davor, Christian zu halten. Doch die Ruhe währt nicht lang: Nachdem Christian und Stefan zwei Angehörigen der ''Mobsters'' gestrecktes Koks angedreht haben, wollen die beiden Biker Wiedergutmachung. Im Zuge einer Prügelei erschießt Stefan dabei einen der Rocker aus Versehen. Die Polizistin Hanna blickt auf eine lange Karriere zurück und steht kurz vor dem Vorruhestand. Dann wird allerdings ein nahestehender Kollege vermisst und sie versucht ihn ausfindig zu machen. Hannas Ermittlungen sind nicht von Erfolg gekrönt und der Polizist stirbt. Sie vermutet hinter dem Vorfall eine Verschwörung und ihr untergetauchter Sohn nimmt bei der Lösung des Falls eine besondere Rolle ein.
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