3sat Programm morgen

   
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Was läuft morgen im TV-Programm von 3sat?

Das 3sat Fernsehprogramm von morgen bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

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Programm - Vormittag

 
02:20 Mit dem Zug durch Südengland
Infosendung ~45 Min
(Mit dem Zug durch ...) Südengland Staffel 8: Episode 4 Reisereportage, Deutschland 2013 Regie: Susanne Mayer-Hagmann
Mit dem Zug durch Südengland
Südengland bietet nicht nur Bilderbuchlandschaften mit grünen Weiden und sanften Hügeln, sondern auch eine große Vielfalt an verschiedensten historischen Eisenbahnen. ''Wir wollen die Vergangenheit bewahren in der Gegenwart für die Zukunft'' - so lautet das Credo eines Museums-Eisenbahners in dieser Dokumentation, die zu einer Reise mit dem Zug durch Südengland einlädt. Ausgangspunkt ist die Grafschaft Kent. Hier reist das Kamerateam auf der ''Romney, Hythe & Dymchurch Railway'', einer Eisenbahnstrecke durch die sogenannte Romney March direkt an der Kanalküste bis auf die Landspitze Dungeness. Die dortige Museumsbahn zeichnet sich durch ihre Größe aus: Loks und Wagen sind im Maßstab 1:3 gebaut. Nicht unweit von ihrem Betriebsmittelpunkt New Romney liegt das Schloss Hever Castle, in dem Anne Boleyn, die zweite der sechs Ehefrauen von König Heinrich VIII. von England, ihre Kindheit verbrachte. Berühmt ist die riesige Gartenanlage, die Anfang des 20. Jahrhunderts in der umliegenden Marschlandschaft errichtet wurde. Nicht weniger berühmt sind die Kalkklippen im angrenzenden Sussex, die durch den Ansturm des Meeres jährlich schrumpfen. Obwohl alles, was am Rand dieser Klippen jemals gebaut wurde, mittlerweile längst abgerutscht oder abgerissen ist, steht die weiße Felsküste unter Naturschutz. Ebenfalls an der Küste, aber ein wenig weiter Richtung Osten im einst mondänen Seebad Brighton, fährt die älteste elektrische Straßenbahn auf ihrer Stecke am Strand entlang: ''Volk''s Electric Railway''. Ihr Erbauer Magnus Volk hat Ende des 19. Jahrhunderts zum Erstaunen der Bevölkerung und der Badegäste ein zweites bahntechnisches Unikum konstruiert, das nach dem langbeinigen Spinnentier Weberknecht ''Daddy Long Legs'' genannt wurde. Überreste davon gibt heutzutage das Meer bei Ebbe frei. Im Landesinneren, nahe dem Städtchen East Grinstead, findet sich eine der ältesten Museumsbahnen in Großbritannien: die ''Bluebell Railway''. Sie wurde 1960 eröffnet und fährt auf Normalspur unter Dampf. Ihr Verein besitzt eine der größten Loksammlungen des Landes. Mehr im Südwesten Englands, an der Steilküste von Devon, liegt einer der ungewöhnlichsten Geheimtipps des Landes in Sache Eisenbahn: die Wasserballastbahn ''Lynton & Lynmouth Cliff Railway''. Sie bewältigt auf 570 Promille Steigung einen Höhenunterschied von über 120 Metern. Im Nationalpark Exmoor hinter der Küste Devons und seiner Nachbargrafschaft Somerset zieht eine der ältesten Pferderassen der Welt frei umher: die Exmoor-Ponys drohten einst auszusterben, heute sind sie wieder zahlreich vertreten und für Freizeitaktivitäten neu entdeckt. Die längste Museumsbahn in Südengland mit rund 36 Kilometern Länge hat ihr Hauptquartier direkt in der wunderschönen Bucht von Minehead aufgeschlagen. Die ''West Somerset Railway'' trägt viel dazu bei, dass die Region zu einem attraktiven Ausflugsziel geworden ist. Und wer dann noch ein i-Tüpfelchen auf seine Reise durch Südengland setzen möchte, besucht zum einen das Dorf Cheddar, wo der berühmte Cheddar-Käse nach altbewährter Tradition hergestellt wird, und zum zweiten die Cheddar-Schlucht, in deren Höhlen die Käselaibe zu ihrer Vollendung heranreifen. Das Eisenbahnnetz erstreckt sich auch über die entlegensten Gegenden auf der Welt. Mit einzigartigen Videoaufnahmen von spektakulären Landschaften und Bahnstrecken werden die schönsten Routen vorgestellt.
Untertitel16:9HDTV
03:05 Die Scilly-Inseln - Englands unbekannte Schönheit
Infosendung ~45 Min
Dokumentation, Deutschland 2016 Kamera: Hanno Gerken - Lukas Schuler - Frank Mirbach
Die Scilly-Inseln - Englands unbekannte Schönheit
Die ''Isles of Scilly'' liegen vor der Küste Cornwalls. Die westlichste Spitze Englands, Land''s End, ist nur 45 Kilometer entfernt. Von den etwa 140 winzigen Inseln sind nur fünf große bewohnt. Hier gibt es die kleinste Molkerei Englands mit eigener Eiscremefabrik, die kleinste Fußball-Liga des Königreichs mit sage und schreibe zwei Mannschaften und ein für englische Verhältnisse sehr untypisches, sonniges Klima. Die Insulaner kennen die Tücken des Ozeans: In der Vergangenheit zerschellten rund 800 Schiffe an den Klippen vor den Scillies. Der Meeresgrund mit seinen Wracks und seinen vielen ungeklärten Geheimnissen ist ein Eldorado für Taucher und Archäologen. Die erfahrenen Archäologen der Arqueonautas-Foundation haben sich vorgenommen, eines dieser Geheimnisse zu lüften: Mit Hightech-Ausrüstung und großem Wagemut wollen sie ein jahrhundertealtes Rätsel um die größte Schiffskatastrophe in der Geschichte der englischen Marine lösen. In einem Punkt sind die Bewohner der Scilly-Inseln besonders britisch: Sie sind sportverrückt. Ständig treten sie gegeneinander an, nicht nur in der kleinsten Fußball-Liga, sondern auch bei den großen Inselregatten mit traditionellen Gigboats. Das sind Ruderboote mit einer über 200-jährigen Tradition, die momentan in vielen Teilen der Welt als Sportgeräte wieder entdeckt werden. Aber die Menschen begeistern sich auch beim alljährlichen Triathlon, bei dem selbstverständlich durchs Meer geschwommen werden muss. Die früher ''Ennor'' genannten ''Isles of Scilly'' haben ihren jetzigen Namen durch die Verbindung von ''Sunny Isles'' (''Sonnige Inseln'') bekommen. Dies könnte passender nicht sein, denn die Nähe zum Golfstrom verhilft den Inseln zu einem sehr milden Klima mit einer Temperaturschwankung von nur neun Grad im Jahr. Die vielen exotischen Pflanzen, die auf den Inseln gedeihen, hätte man so nahe am alten Europa nicht unbedingt erwartet. Ihre Existenz verdanken sie dem ''Tresco Abbey Garden'', den Augustus Smith 1835 anlegen ließ. Mit über 20 000 Pflanzen ist er das Highlight für jeden Blumenliebhaber. Auch für Tiere sind die Inseln ein wichtiger Rückzugsort, vor allem für viele Seevogelarten. Die Mitarbeiter des ''Seabird Recovery Projects'' kämpfen für die Vögel und gegen eingewanderte Feinde: Ratten werden mit englischem Käse in die Falle gelockt.
Untertitel16:9HDTV
03:50 Wales
Infosendung ~45 Min
(Wales: Land of the Wild) Großbritanniens wilder Westen Staffel 1: Episode 1 Naturdoku, England, Deutschland 2018 Regie: Hans-Peter Kuttler Musik: Clemens Winterhalter
Wales
Schroffe Gebirge im Norden, sanfte Hügellandschaften im Süden und raue Klippen entlang der Küste: Wales ist der kleinste Landesteil Großbritanniens und steckt voller Mythen und Legenden. Eine Region der Gegensätze. So hat sich auch der Schriftsteller J. R. R. Tolkien für seine weltberühmte Trilogie ''Der Herr der Ringe'' von der Landschaft inspirieren lassen. Der Naturfilmer Hans-Peter Kuttler hat zwei Jahre die vielfältige Natur in Wales porträtiert. Im Norden von Wales liegt Snowdonia, eine Berglandschaft mit spektakulärer Kulisse: Wildziegen tragen im Herbst heftige Brunftkämpfe aus. Ihre enge Verwandtschaft mit Steinböcken wird dabei offensichtlich. Im Süden von Wales liegt die Region der Brecon Beacons: Die Hügellandschaften erinnern stark an das vom J. R. R. Tolkien beschriebene Auenland und sind auch die ideengebende Region dafür. Während in den niederen Lagen Füchse ihren lebhaften Nachwuchs aufziehen, durchstreifen frei lebende walisische Bergponys die riesigen Graslandschaften der höheren Lagen. An der rund 2700 Kilometer langen Küste leben etwa 5000 Kegelrobben. Im Herbst werden die Jungtiere geboren und müssen oftmals verheerenden Stürmen trotzen. Die nur drei Quadratkilometer große Insel Skomer ist die Heimat von bis zu einer Dreiviertelmillion Seevögel. Die Stars unter ihnen sind die unverwechselbaren Papageitaucher. Nachdem sie acht Monate auf dem offenen Meer verbracht haben, kehren sie im April nach Skomer zurück, um ihren Nachwuchs auszubrüten. Die Felseninsel Skokholm beherbergt eine Brutkolonie von rund 80.000 Basstölpeln, es ist die weltweit drittgrößte Brutkolonie dieser beeindruckenden Flugakrobaten. Auch Delfine finden an der walisischen Küste ein üppiges Nahrungsangebot. Dabei bedienen sie sich einer völlig unerwarteten Nahrungsaufnahme. Dieser Naturfilm präsentiert mit hochstabilisierten Flug-, Zeitlupen- und Miniaturkameras und Kameraschienen die faszinierende Natur von Großbritanniens wildem Westen - hochwertig und aus neuen Blickwinkeln. Wales – im Südwesten Großbritanniens – besteht aus ganz außergewöhnlichen Landschaften. Egal wo, ob an den Grenzen im Osten, den Tälern im Süden, den Bergen im Norden oder den felsigen Küsten im Westen – überall gibt es unendlich viele Wildtiere. Sogar in unmittelbarer Nähe von Städten. Leicht haben es die Tiere allerdings nicht, weil das Wetter in den verschiedenen Jahreszeiten extreme Bedingungen schafft.
Untertitel16:9HDTV
05:20 Edinburgh und die Highlands
Infosendung ~45 Min
Eine Reise in Schottlands Norden Dokumentation, Deutschland 2018 Regie: Tanja Höschele
Edinburgh und die Highlands
Schottland ist für viele ein Sehnsuchtsziel - obwohl es das Wetter meistens gar nicht so gut mit einem meint. Aber genau das macht den rauen Charme dieser Nation aus. Schottland fasziniert bei jedem Wetter. In der Hauptstadt, in Edinburgh, hat Joanne K. Rowling ''Harry Potter'' geschrieben. Hier gibt es dunkle, schmale Gassen und unterirdische Gänge, durch die man bei Geistertouren hindurchgeführt wird. Und hier hört man an manchen Tagen an jeder Ecke einen Dudelsackspieler. Die eindringlichen Töne der schottischen Musik im Ohr, geht es weiter, mitten hinein in die Highlands und zu einer ganz besonderen Art von Sportveranstaltung: den Highland Games. Im schottischen Hochland gibt es in den Sommermonaten fast überall Highland Games; die in Braemar aber sind die bekanntesten. Das Sommerschloss der Royal Family, Balmoral, liegt nämlich ganz in der Nähe. Und fast jedes Jahr kommt die Queen auf ein Stündchen vorbei. Weiter geht es Richtung Westen. Dort wartet der bekannteste und volumenmäßig größte See Schottlands: Loch Ness. Durch die vielen Torfpartikel darin wirkt der See nahezu tiefschwarz. Das lässt ihn fast mystisch erscheinen und nährt natürlich die Legende vom Monster ''Nessie''. Aber wahr oder nicht, eines ist sicher: Jeder, der an den Loch Ness kommt, lässt immer wieder seine Augen über den See schweifen, ob er nicht doch plötzlich ein riesiges Ungeheuer auftauchen sieht.
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10:15 Schottland - Rebellen im Rock
Infosendung ~45 Min
Dokumentation, Deutschland 2015 Regie: Alexander Stenzel
Schottland - Rebellen im Rock
Schotten sind anders, und darauf legen sie Wert. Nicht nur der Kilt unterscheidet sie vom Rest der Insulaner. Zu ihren Traditionen gehören der Hang zur Rebellion und die Lust auf neue Wege. Der Earl von Glasgow wagte ein Experiment, das anderen Adelsfamilien das Blut in den Adern gefrieren ließ: Er engagierte brasilianische Straßenkünstler, um sein Schloss mit Fantasiefiguren zu bemalen. ''Schloss Kunterbunt'' ist mittlerweile ein Publikumsmagnet. Rebellische Kreativität findet sich überall in Schottland. So gibt es zwar ziemlich viele Wanderer in Schottland, aber nicht wirklich hohe Gipfel. Sehr viele erreichen gerade mal die 1000-Meter-Marke. Egal, sagen sich die Schotten: Wenn es schon keine hohen Berge gibt, dann werden einfach möglichst viele kleine bestiegen. Inzwischen ist das ''Sammeln'' von Tausendern ein Volkssport. Die Schotten sind wahre Meister, wenn es darum geht, aus der Not eine Tugend zu machen. Das sagten sich auch die Einwohner der Hebriden-Insel Eigg. Abgeschnitten vom Stromnetz des Festlandes haben sie einfach die Insel gekauft und eine eigene Energieversorgung aufgebaut. Was auf der Insel politisch passiert, bestimmt die Basis. Eigg ist eine Art ''Freie Republik''. Eine Rebellin der ganz besonderen Art ist Evelyn Glennie. Sie hat gewissermaßen die Naturgesetze überwunden. In früher Jugend verlor sie - bis auf einen winzigen Rest - ihr Gehör und studierte trotzdem gegen alle Widerstände Musik. Nun ist Evelyn Glennie eine der berühmtesten Percussionistinnen der Welt.
Untertitel16:9HDTV
11:00 Die Shetland-Inseln - Schottlands nördlichster Außenposten
Infosendung ~45 Min
Reportage, Deutschland 2016
Die Shetland-Inseln - Schottlands nördlichster Außenposten
Shetland ist ein besonderes Stück Schottland in exponierter Lage im Nordatlantik. Die rund 100 Inselchen liegen auf dem 60. Breitengrad wie Sibirien oder Grönlands Südspitze. Was sind das für Menschen, die in dieser rauen Umgebung leben und ihr Shetland auf Dauer nicht missen möchten? Was kann am Leben auf diesen abgelegenen Inseln so faszinieren? Der Film besucht vier der bewohnten Inseln und geht diesen Fragen nach. Für die Wikinger lagen die Shetlandinseln genau auf ihrer Route Richtung Süden. Die Nordmänner siedelten sechseinhalb Jahrhunderte lang auf den Inseln. Und jedes Jahr im Februar wird das ''Up Helly Aa'', ein traditionelles Wikingerfest, gefeiert. Ihre ungeschützte Lage im Nordatlantik beschert den Shetlandinseln ein sehr unbeständiges, oft extremes Wetter. Sonnenschein und milde Temperaturen können binnen Stunden von gewaltigen Stürmen oder dichtem Nebel abgelöst werden. Fähr- und Flugverkehr kommen dann zum Erliegen, die Menschen sind über Tage hinweg isoliert. Dass es außerdem an 250 Tagen im Jahr regnet, regt niemanden weiter auf. Dem Wetter zum Trotz sind die Inseln seit mindestens sieben Jahrtausenden ununterbrochen besiedelt. Auf Fair Isle, weit draußen im Süden, auf halbem Weg Richtung Orkney, spricht das Filmteam mit einem Piloten, dem Insel-Meteorologen und dem Leiter einer Vogelwarte, die weltweit höchstes Ansehen genießt. Auf der Hauptinsel Mainland besucht das Team eine Pony-Show. Es trifft eine Geologin, den Chefredakteur der Wochenzeitung ''Shetland Times'', einen Detective Sergeant der Kriminalpolizei und einen Historiker, der von geheimen shetländisch-norwegischen Kommandounternehmen im Zweiten Weltkrieg erzählt. Ihre geografische Lage hat die Inseln immer auch für die Militärs interessant gemacht. Letzte Station ist die nördlichste der Inseln, Unst. Auch sie war einmal von strategischer Bedeutung, in der Epoche des Kalten Krieges. Als die Royal Air Force vor einigen Jahren abzog, entließ sie auf einen Schlag ein Siebtel der Inselbevölkerung in die Arbeitslosigkeit - und löste einen kleinen Wirtschaftsboom aus. Shetland liegt weit ab von den Zentren der modernen Welt. ''Ex-zentrisch'' wirken auch manche Menschen hier. Aber ganz sicher nicht verrückt. Energisch, selbstbewusst und fantasievoll sind Adjektive, die die Mehrheit der 23.000 Shetländer treffend beschreiben. Und wie sehen diese Menschen ihre Inseln? In den Worten eines Kapitäns: ''Absolut magisch! Windig, nass, kalt ...''.
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Programm - Nachmittag

 



3sat Programm heute Abend 20:15 uhr


Programm - Abend

 
23:40 Die Krim - Geschichte einer umkämpften Halbinsel
Infosendung ~45 Min
Dokumentation, Österreich 2022
Die Krim - Geschichte einer umkämpften Halbinsel
Die ORF-III-Neuproduktion zeichnet anhand von Augenzeugen und historischem Material den Weg der Krim von der Heimat der Tataren bis zur Übernahme der Halbinsel durch Russland nach. Seit 2014 gehört die Halbinsel Krim am Schwarzen Meer zu Russland. Zumindest aus Sicht von Vladimir Putin, der seine Truppen dort, getarnt als ''grüne Männer'', einmarschieren ließ. Gemeinsam mit dem Willen der auf der Krim mehrheitlich russisch-stämmigen Bevölkerung wurde die Halbinsel an Russland angegliedert. Doch wie kam es dazu, dass die Krim nun ''russisch'' ist? Ursprünglich lebten über Jahrhunderte die so genannten Krim-Tataren in der Krim. Nach Vertreibung der türkischen Vorherrschaft wurde die Krim 1683 an Russland angeschlossen. Damit begann die sukzessive Russifizierung. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Krim-Tataren von den Kommunisten verdächtigt mit den deutschen Hitler-Truppen zu kollaborieren. Stalin befahl daraufhin 1944 die Deportation aller Tataren nach Zentralasien - Tausende kamen dabei ums Leben. Dieses Ereignis wird heute als die ''tatarische Diaspora'' bezeichnet. Erst 1991 durften sie zurückkehren, doch ihre Häuser und Besitztümer waren meist schon von eingewanderten Russen übernommen. Viele Tataren zogen weiter und leben heute in der Ukraine, doch ihre alte Heimat bleibt für die meisten noch immer ein Sehnsuchtsort. Diejenigen, die auf der Krim blieben fühlen sich diskriminiert und verfolgt. 1954 übertrug Chruschtschow die Krim an die Ukraine. Was in der Zeit der Sowjetunion keine große Bedeutung hatte, wurde nach dem Zusammenbruch des Kommunismus zum Zankapfel zwischen der Ukraine und Russland. Vor allem der Verlust der russischen Schwarzmeerflotte schmerzte den russischen Präsidenten Putin. 2014 folgte die Besetzung der Krim. Die Krim - eine wahrlich umkämpfte Halbinsel deren Geschichte zu Unrecht der Welt meist unbekannt ist.
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