TV-Programm 3sat 20.07.

   
   Was läuft beim TV Sender 3sat

Was läuft 20.07. im TV-Programm von 3sat?

Das 3sat Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

Vormittag
 
01:05 600 Kilo pures Gold!
Spielfilm ~90 Min
Französisch-Guayana gehört zu den Regionen der Welt, wo Goldgräber auch heute noch ihr Glück suchen. Einer von ihnen ist Lionel, der mit seiner Frau Camille mitten im Dschungel nach dem kostbaren Edelmetall schürft. Aber die Bodenschätze locken auch zwielichtige Geschäftemacher an. Die Handelsgesellschaft Canadian Gold etwa: Sie verkauft illegal gewaschenes Gold in die Schweiz und hat es auf die Claims der rechtschaffenen Goldgräber abgesehen. Nun will Lionel zurückschlagen: Gemeinsam mit dem Hubschrauberpiloten Virgil, dem alternden Abenteurer Georges, dem knallharten Söldner Enzo und dem Canadian-Gold-Mitarbeiter Rémi will er ein geheimes Lager der Handelsgesellschaft mitten im Dschungel ausrauben. Dann aber wird Lionel bei einem Überfall auf sein eigenes Camp ermordet. Camille verliert dadurch die Schürfrechte und steht vor dem Nichts. Kurz entschlossen nimmt sie bei dem geplanten Überfall Lionels Platz ein. Für sie geht es dabei nicht nur um das Gold, sondern auch um Rache für den Tod ihres Mannes. Zunächst läuft alles wie am Schnürchen: Während Virgil und Georges ein Ablenkungsmanöver starten, dringen Camille, Enzo und Rémi als Transportfahrer getarnt in das Lager ein und verfrachten 600 Kilo reines Gold in Virgils Helikopter. Dabei verhilft Camille auch einer ehemaligen Mitarbeiterin ihres Camps zur Flucht. Doch im Kugelhagel der Wachen wird der Motor des Helikopters beschädigt. Anstatt wie geplant bis ins nahe Brasilien zu fliegen, müssen die Goldräuber im Dschungel notlanden. Sie verstecken den größten Teil der Beute und setzen die Flucht zu Fuß fort - verwundet, erschöpft und von den Killern des Goldgräbercamps gejagt. Trotz gegenseitigen Misstrauens kämpft die Gruppe gemeinsam ums Überleben. Aber nicht jeder von ihnen wird sein Ziel erreichen. ''600 Kilo pures Gold!'' knüpft an die große Tradition des französischen Abenteuerkinos an, zu dem Klassiker wie ''Lohn der Angst'' mit Yves Montand und ''Die Abenteurer'' mit Lino Ventura gehören. Vor der atemberaubenden Kulisse Französisch-Guayanas erzählt der Film von einem waghalsigen Überfall, der für die meisten Beteiligten tragisch endet. Regisseur Éric Besnard hat sich bisher vor allem als Drehbuchautor einen Namen gemacht: Der Science-Fiction-Thriller ''Babylon A.D.'' und der Komödienhit ''Fasten auf Italienisch'' stammen aus seiner Feder.
DolbyUntertitel16:9
02:35 Big Pacific
Infosendung ~45 Min
Die Dokumentationsreihe ''Big Pacific'' zeigt den Pazifischen Ozean und seine faszinierenden Bewohner in nie da gewesener Präzision. In Teil eins geht es um den ''gewaltsamen Ozean''. Der vom Feuerring umgebene Pazifische Ozean ist wilde, ungezähmte Natur. Jedes dort lebende Wesen muss seine eigene Überlebensstrategie entwickeln - entweder durch gute Tarnung oder durch geschickten Angriff. In dem 40 000 Kilometer langen Gürtel befinden sich gut drei Viertel aller aktiven Vulkane der Erde. Schwer vorstellbar, dass es dort überhaupt noch Leben gibt - aber die Natur steckt voller Überraschungen. Mit über 20 Zyklonen im Jahr ist der Pazifik auch Schauplatz der heftigsten Stürme der Welt. Wer sich anpasst, kann gut damit leben. Während sich in China Surfer mit den weltgrößten Wellen messen, hat ein kleiner Einsiedlerkrebs gelernt, wie man das von Wirbelstürmen hinterlassene Strandgut für sich nutzen kann. Doch letztlich sind nicht die Naturgewalten am beängstigendsten, sondern die vom Menschen ausgeübte Gewalt, deren Relikte vielerorts im und am Pazifik zu sehen sind. Seien es die mit Schädeln gefüllten Höhlen in Papua-Neuguinea, die von unzähligen Kriegen verbliebenen Schiffswracks, die als tickende Umweltzeitbomben vor sich hin rosten, oder das Bikini-Atoll, wo mit den Atombombentests nach dem Zweiten Weltkrieg die wohl größte Umweltkatastrophe in der Region verursacht wurde. Für die Reihe ''Big Pacific'' haben Kamerateams den Ozean durchkreuzt, um bekannte Meeresriesen ebenso wie noch unentdeckte Tierarten zu filmen. Es geht um die Gewalt, das Geheimnis, die Leidenschaft und die Gier des größten und tiefsten Ozeans der Erde.
16:9
03:20 Big Pacific
Infosendung ~45 Min
Im September steht in Costa Rica die alljährliche Arribada an, bei der Hunderttausende olivgrüne Schildkröten zu ihrem Geburtsstrand zurückkehren, um dort ihre Eier abzulegen. Dass sie es dabei schaffen, aus teils mehreren Tausend Kilometern Entfernung jedes Jahr den gleichen Küstenstreifen wiederzufinden, scheint ein Ding der Unmöglichkeit. Für die Reptilien bietet das Meer jedoch zahlreiche Anhaltspunkte, deren Bedeutung der Mensch erst langsam begreift. Einer dieser Wegweiser ist möglicherweise die vor der kolumbianischen Küste gelegene Insel Malpelo, die Spitze eines über 3.000 Meter in die Tiefe reichenden vulkanischen Meeresrückens. Obwohl die Insel nur ein kleiner Punkt in den Weiten des Ozeans ist, kommen dort immer wieder Hunderte Haie aus dem gesamten Pazifik zusammen. Auch ein Rätsel in den Tiefen vor der japanischen Insel Amami-Oshima konnte gelöst werden. 1995 hatten Taucher dort auf dem Meeresboden filigran in den Sand gezeichnete, kreisrunde Motive entdeckt. Sobald sie von den Strömungen verwischt wurden, entstanden ganz in der Nähe neue. Nach über zehn Jahren Ungewissheit haben Wissenschaftler nun den ''Künstler'' ausfindig gemacht und damit gleich eine ganz neue Art entdeckt. Im Pazifik findet man auch ''lebende Fossilien'' wie die Pfeilschwanzkrebse, die sich seit 450 Millionen Jahren so gut wie nicht weiterentwickelt haben. Manche dieser vorsintflutlichen Wesen stehen in der Welt von heute riesigen Herausforderungen gegenüber. Im Frühjahr lässt sich bei Vollmond ein ganz besonderes Naturschauspiel in der Bucht von Toyama in Japan beobachten. Dann steigen bis zu einer Milliarde Leuchtkalmare aus den Tiefen auf. Ihr einzigartiges Leuchten gibt den Forschern bis heute Rätsel auf. Vor der Küste Kanadas taucht einer der Pioniere der Tiefseeforschung in das Dunkel der Urgeschichte: Phil Nuytten steigt in 150 Meter Tiefe ab, wo er in einem versteckten Riff direkte Nachfahren der allerersten Mehrzeller zu finden hofft.
16:9
04:05 Big Pacific
Infosendung ~45 Min
Regelmäßig treffen sich in den Gewässern vor der mexikanischen Insel Guadalupe Weiße Haie, um die dort lebenden Seehunde gemeinsam zu jagen. Manchmal kommen sie aber auch mit ganz anderen Absichten. Auch wenn noch niemand die sehr diskreten Tiere bei der Fortpflanzung beobachtet hat, denken Forscher, dass es sich bei der Insel um einen bevorzugten Paarungsort für den Weißen Hai handelt. Der Pazifische Seewolf ist monogam und dabei sogar treuer als manche Menschen. Ein Paar kann bis über 20 Jahre zusammenbleiben und wacht gemeinsam über das Gelege. Für gewisse Lebewesen im Pazifik ist die Paarung hingegen ein Spiel mit dem Tod. Entlang der kalifornischen Küste wird der Geschlechtsakt manchmal zu einem erbarmungslosen Kampf, bei dem die Weibchen Gefahr laufen zu ertrinken. Bei der Pazifischen Riesenkrake sind es wiederum die Männchen, die sich der tödlichen Umarmung durch das Weibchen aussetzen. Und der Ozean bietet noch viele weitere Besonderheiten in Sachen Fortpflanzung: schwangere Männchen bei den Seepferdchen, Geschlechtsumwandlungen männlicher Clownfische und das erstaunliche Paarungsverhalten eines Ur-Reptils mit Vorliebe für Eidechsen. Auf der vor China gelegenen Tropeninsel Hainan versucht eine Gruppe Biologen, ein einst blühendes Riff wiederzubeleben. Auch vor Samoa wird der Mensch aktiv, hier allerdings, um die vom Palolowurm einmal im Jahr abgestoßenen Samen und Eier zu sammeln, die dort als Delikatesse gelten. Im Golf von Kalifornien graben Grunionfische beim kollektiven Ablaichen ihre Eier an Land in den Sand ein, um sie vor maritimen Fressfeinden zu schützen. Das überaus seltene Phänomen wirkt wie eine Flutwelle aus Fischen.
16:9
04:50 Big Pacific
Infosendung ~40 Min
Im Pazifischen Ozean gibt es Nahrung im Überfluss, die Suche danach bestimmt das Leben der Meerestiere. Man trifft dort Kreaturen mit 100 Mündern - und auch das größte Maul der Weltmeere. Die Riesen des Pazifiks haben Besonderheiten entwickelt, um ihren immensen Nahrungsbedarf zu decken. Der Blauwal, das größte Tier der Welt, kann sich von winzig kleinen Krebstierchen ernähren, weil er mit seinem Riesenmaul bei jedem Bissen Unmengen von Krill verschlingt. Auch der Teufelsrochen fällt über winzige Beute her. Da diese kaum nahrhaft ist, frisst er fast pausenlos, um nicht zu verhungern. Die Nomura-Qualle, zunächst nur so groß wie ein Reiskorn, verspeist alles, was ihr in die Fangarme kommt, und kann so innerhalb eines Jahres größer werden als ein Mensch. Dabei stattet sich die Riesenqualle mit so vielen Mündern aus, wie für ein solch spektakuläres Wachstum notwendig sind. Ausgewachsene Walhaie können bis zu 15 Meter lang werden, doch als Jungtiere sind sie eine leichte Beute. Seinen Nahrungsbedarf deckt der Meeresriese, indem er bei größeren Plankton-Ansammlungen einfach sein Maul öffnet und die Kleinstlebewesen aus dem Wasser filtert. Damit ist er eine der gefräßigsten Kreaturen im Pazifik. Auf den Marshallinseln haben Muränen gelernt, an Land zu jagen, und auch die Schildkröten der Galapagosinseln haben Verhaltensweisen entwickelt, die ihr Überleben sichern. Entlang der Küste Kaliforniens lebt wiederum ein auf den ersten Blick sehr unscheinbarer Jäger: Die Grüne Riesenanemone harrt geduldig aus, bis die Strömungen des Pazifiks ihr Beute zuspielen, wobei diese auch gern einmal doppelt so groß sein kann wie sie selbst. Nicht weit entfernt, vor der Küste von Big Sur, könnte ein fragiles Ökosystem ohne den Hunger seiner Einwohner gar nicht überleben. Dort wächst auf dem Meeresboden ein riesiger Kelpwald, der in seinem Streben nach Sonnenlicht bis zu 45 Meter hoch wird. Dieser Algenwald bietet zahlreichen Arten Unterschlupf und dient ungeladenen Gästen auch als Nahrung. Der Rote Seeigel hat einen solchen Heißhunger auf Kelp, dass er die Meereswälder in wenigen Monaten in Meereswüsten verwandeln könnte. Wäre da nicht der Seeotter, der mit seiner Vorliebe für Seeigel dem Kelpwald zur Seite steht. Die Dokumentationsreihe ''Big Pacific'' zeigt den Pazifischen Ozean und seine faszinierenden Bewohner in nie da gewesener Präzision. Für ''Big Pacific'' haben Kamerateams den Ozean durchkreuzt, um bekannte Meeresriesen ebenso wie noch unentdeckte Tierarten zu filmen. Es geht um die Gewalt, das Geheimnis, die Leidenschaft und die Gier des größten und tiefsten Ozeans der Erde.
16:9


Nachmittag
 
12:45 Bregenz, da will ich hin!
Infosendung ~30 Min
Bregenz ist die Hauptstadt des österreichischen Bundeslandes Vorarlberg. Sie liegt eingeklemmt zwischen Schweiz, Deutschland, dem 1064 Meter hohen Hausberg Pfänder und dem Bodensee. Bregenz liegt wenige Kilometer von der Rheinmündung entfernt. Das Zentrum ist nicht groß, aber sehenswert, vor allem die Oberstadt. Sehr schön auch der Kornmarkt, ein neu gestalteter Platz mit dem Kunsthaus Bregenz des Schweizer Star-Architekten Peter Zumthor. Für Moderatorin Simin Sadeghi bietet die Stadt viele Möglichkeiten, aktiv zu sein: Sie fährt mit dem E-Boot auf den Bodensee hinaus und mit dem Fahrrad am Seeufer entlang, sie wandert zusammen mit Bregenzerinnen auf den Pfänder und erfrischt sich hinterher im See, und sie ist mit dem ''Rheinbähnle'' auf der sogenannten Rheinvorstreckung bis mitten in den Bodensee unterwegs. Durch die Rheinvorstreckung wurde der Flusslauf mit über vier Kilometer langen Dämmen künstlich in die Mitte des Sees verlängert, um eine drohende Verlandung vorerst zu verhindern. Nicht zuletzt ist Bregenz für die im Sommer stattfindenden Festspiele und für die spektakulären Bühnenbilder auf der Seebühne bekannt. 2019 hatte die Verdi-Oper ''Rigoletto'' Premiere, auch im Jahr 2020 steht sie noch auf dem Programm. Simin Sadeghi macht sich hinter der Bühne mit der aufwendigen Technik vertraut und ist beeindruckt vom Zusammenspiel von Sängern und Bühnenbild.
Untertitel16:9


Abend
 
18:15 Angelique und die Gorillas
Infosendung ~45 Min
Der undurchdringliche Dschungel des Kongobeckens ist die Heimat der Flachlandgorillas. Die großen Primaten zählen zu den engsten Verwandten der Menschen. Während Schimpansen durch Jane Goodall und Berggorillas durch Dian Fossey bereits erforscht wurden, war über Flachlandgorillas lange Zeit nur wenig bekannt. Der britischen Biologin Angelique Todd ist es gelungen, einer Gruppe von Flachlandgorillas näherzukommen. Sieben Jahre dauerte es, bis sich das Gorilla-Männchen Makumba und seine Familie an die Anwesenheit von Menschen gewöhnten und ihr alltägliches Verhalten ungestört zeigten. Mit viel Geduld und diversen Rückschlägen hat sich Angelique Todd diese Akzeptanz mühsam erarbeitet. Zu finden sind die Gorilla-Familien nur mithilfe einheimischer Fährtenleser. Jeder Handabdruck im Dschungel, jeder abgeknickte Zweig und jede angebissene Frucht kann ein Hinweis auf die scheuen Tiere sein. Obwohl die Menschenaffen in ihrem Familienleben oft ruhig und sanft wirken, sind es doch wilde Tiere, die über gewaltige Kräfte verfügen und zu beeindruckenden Drohgebärden greifen, wenn sie sich gestört fühlen. Unterstützt vom ''World Wide Fund For Nature'' (WWF), arbeiten neben Angelique Todd zahlreiche Wissenschaftler und Studenten im Forschungscamp Bai Hokou, um mehr über die Flachlandgorillas zu erfahren. Durch Angelique Todds Beobachtungen konnten viele Fragen über das Verhalten der Tiere beantwortet werden. Auch das Verhältnis zwischen Affe und Mensch beschäftigt die Biologin. So haben auch Wilderer und der anhaltende Nahrungsmangel in den Siedlungen Einfluss auf den Fortbestand der Gorillas.
Untertitel16:9
20:15 Traumseen der Schweiz II
Infosendung ~50 Min
Im Herbst zeigen sich die Seen der Schweiz in goldenen Farben. Ob an den Berner Oberlandseen, dem Lago Maggiore oder im Dreiseenland Jura, die Menschen leben im Einklang mit den Jahreszeiten. Kapitän Jean de Bosset kennt jeden Meter des Neuenburgersees. Thomas Posch sorgt sich um seinen Zürichsee, während Familie Eicher sich in ihrem Caravan am Lago Maggiore sehr wohl fühlt. Die Globetrotterin Thesi Zwyssig entdeckt die eigene Heimat mit völlig neuen Augen. Der ehemalige Kapitän Jean de Bosset - genannt ''Bosco'' - erstellt auf eigene Faust Navigationskarten vom Neuenburgersee. Wenn im Herbst die Winde das Wasser aufmischen und sich der See in Bewegung setzt, dann entstehen gefährliche Untiefen für den Schiffsverkehr. Auch künstliche Inseln, gebaut als Rückzugsorte für Wasservögel, sind nicht zu unterschätzende Hindernisse. Bosco möchte Bootsbesitzer und Freizeitkapitäne vor diesen Gefahren schützen, In Kilchberg bei Zürich befindet sich die Limnologische Station. Seit mehr als 40 Jahren überwachen die Wissenschaftler dort das Wohlergehen des Zürichsees. Der Biologe Thomas Posch macht sich Sorgen, denn das Ökosystem eines Sees ist abhängig von den Temperaturen, und der Klimawandel hat zur Folge, dass das Wasser immer wärmer wird. Nun zeigen sich Algen, die im Herbst eigentlich nichts im See zu suchen haben. Und da der Zürichsee mehr als eine Million Menschen mit Wasser versorgt, stellt sich die Frage: Wie gut vorbereitet sind die Seewasserwerke auf die steigenden Algenvorkommen? Die milden Temperaturen auf der Alpensüdseite machen den Lago Maggiore auch im Herbst zu einem beliebten Hotspot. Die pittoreske Tessiner Architektur und das südländische Lebensgefühl, gepaart mit Schweizer Gründlichkeit, sorgen seit den 1950er-Jahren für einen touristischen Ansturm. ''Camping'' war der neue Trend. Günstig übernachten im Zelt oder Caravan, endlich war die Reise in die teure Schweiz an den Lago Maggiore für Besucher aus ganz Europa erschwinglich. Für Hanspeter und Elfie Eicher aus St. Gallen ist der ''Campo Felice'', der ''Campingplatz zum Glück'', Seelenbalsam und ein Fluchtpunkt vor dem Alltag. Die ''Lötschberg'' ist der letzte Raddampfer auf dem Brienzersee im Berner Oberland. Noch eine Fahrt, dann geht der über 100 Jahre alte Raddampfer in die Winterpause. Theres Hofmann ist die erste Frau in der Funktion des ''Steuermanns''. Aufgewachsen ist die 35-Jährige direkt am Hafen von Brienz - dort, wo die Dampfschiffe Halt machten, bevor es wieder auf den See ging. Ihren Traum, eines Tages ein solches Schiff selbst zu steuern, hat sie sich erfüllt. In aufwendigen Landschaftsbildern erzählt die vierteilige Reihe ''Traumseen der Schweiz II'' Geschichten von Menschen, die an Schweizer Seen im ständigen Wechsel der vier Jahreszeiten arbeiten und leben.
16:9
21:05 Traumseen der Schweiz II
Infosendung ~55 Min
Die Schweizer Seen könnten im Winter nicht unterschiedlicher sein. Was alle eint: Es sind romantische Sehnsuchtsorte und faszinierende Wasserwelten, die immer wieder die Sinne berühren. Der Winter lässt die Herzen der Eisfischer und Langläufer auf dem gefrorenen Silsersee höher schlagen. Der Alpinist Dani Arnold nutzt die Berge am Vierwaldstättersee zum Trainieren. Und der Ornithologe Lionel Maumary fotografiert und zählt Vögel am Genfersee. Der Winter verwandelt das Engadin in ein weißes Wunderland, und der Silsersee liegt unter einer bis zu 60 Zentimeter dicken Eis- und Schneedecke. Das Eisfischen ist die große Leidenschaft von Antonio Walter. Aber gefischt werden darf nur der kanadische Namaycush, sozusagen der ''Problemfisch'' des Silsersees. Zum 50. Mal findet der legendäre ''Engadin Skimarathon'' statt. Mit dabei ist auch die 71-jährige Martina Glatt. Das südlichste Becken des Vierwaldstättersees nennt sich ''Urnersee'' und gehört zu den Kantonen Uri und Schwyz. Der Extrembergsteiger Dani Arnold nutzt die imposanten Steilfelsen am Ostufer, um noch besser zu werden und sich auf seine Expeditionen auf der ganzen Welt vorzubereiten. Ganz im Norden des Vierwaldstättersees schwimmt sich seit mehr als 40 Jahren Dorly Amstutz bei Wind und Wetter in den Tag. Und jedes Jahr zum zweiten Advent organisiert sie das beliebte ''Samichlausschwimmmen'' in ihrem Dorf. Über 100 Schwimmerinnen und Schwimmer stürzen sich dann in die kalten Fluten des Vierwaldstättersees. Am ''Lac Léman'', wie der Genfersee auf Französisch heißt, kann es im Winter eisig kalt werden. Wenn die trockene und kalte Bise von Osten über den See fegt, dann macht das den Wasservögeln nichts. Denn die meisten kommen aus dem Norden, um hier zu überwintern. Lionel Maumary ist einer der bekanntesten Vogelkundler der Schweiz und Co-Autor des Sachbuchs ''Die Vögel der Schweiz''. Durchschnittlich eine halbe Million Wasservögel, bestehend aus über 30 Arten, überwintern in der Schweiz. Ihr Bestand wird seit 1967 in ganz Europa gezählt. Inzwischen beteiligen sich über 100 Länder auf allen Kontinenten im November und Januar an der Zählung. Lionel Maumary ist dafür unterwegs auf dem Genfersee. In aufwendigen Landschaftsbildern erzählt die Reihe von Menschen, die an Schweizer Traumseen im ständigen Wechsel der vier Jahreszeiten leben.
16:9