3sat Programm 25.05.

   
   Was läuft beim TV Sender 3sat

Was läuft 25.05. im TV-Programm von 3sat?

Das 3sat Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
02:45 Mit dem Postauto durch die Schweiz
Infosendung ~50 Min
Durchs wildromantische Rosenlauital Staffel 1: Episode 1 Reisereportage, Schweiz 2022
Mit dem Postauto durch die Schweiz
Die ''Rosenlaui-Linie'' von Meiringen nach Grindelwald gilt als eine der spektakulärsten Postauto-Routen der Schweiz. Die landschaftlich beeindruckende Strecke führt entlang schroffer Felswände und tiefer Schluchten durch das malerische Reichenbachtal auf die Grosse Scheidegg. Die ganze Fahrt über bieten sich fantastische Ausblicke auf die Bergriesen des Berner Oberlandes. Die einspurige Straße über die knapp 2000 Meter hohe Grosse Scheidegg nach Grindelwald ist für den motorisierten Verkehr gesperrt. Nur das Postauto darf hier fahren. Für die Chauffeure ist die Strecke mit ihren scharfen Kurven und steilen Anstiegen eine Herausforderung. ''Ein bisschen Nervenkitzel ist immer dabei'', sagt Chauffeur Christian Eggler, der die ''Rosenlaui-Linie'' schon seit 15 Jahren befährt. Schon Goethe war von der Landschaft fasziniert, nachdem er 1779 das Rosenlauital durchschritten hatte. Die Postauto-Route bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten: zum Beispiel den gigantischen Reichenbachfall. Für Sherlock-Holmes-Fans ist ein Ausflug zu diesem 120 Meter hohen Wasserfall fast schon ein Muss. Denn dort forderte der berühmte Detektiv seinen Erzfeind Professor Moriarty zum Kampf. Das Handgemenge endete mit dem Sturz beider in die Tiefe. Kurz hinter Rosenlaui, der kleinsten Gemeinde der Schweiz, liegt die berühmte Gletscherschlucht gleichen Namens. Ein Kunstwerk der Natur - 600 Meter lang und bis zu 150 Metern tief. Die Schlucht mit ihren spektakulären Wasserfällen, geheimnisvollen Grotten und bizarren Felsschliffen ist Teil des UNESCO- Welterbes ''Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch'' und zählt rund 20.000 Besucher im Jahr. Gleich nebenan liegt das Hotel ''Rosenlaui''. In dem altehrwürdigen Gasthaus wird man beim Schritt über die Türschwelle in die Zeit der Belle Époque zurückversetzt. Die Geschichte des Hotels erzählt auch von den Anfängen des Tourismus in der Schweiz: als Pioniere die Alpen eroberten und in diesen noblen Räumen ihre Erfahrungen austauschten. Den Betreibern des traditionsreichen Hauses, der Familie Kehrli, liegen die Hotelgeschichte und die Erhaltung des viktorianischen Baustils samt seiner heute fast schon kitschig anmutenden Schnörkel am Herzen. Auf liebevolle Art scheint das Hotel aus der Zeit gefallen. Auf WLAN, Fernseher und Handyempfang wird hier ganz bewusst verzichtet. An der Haltestelle Schwarzwaldalp erfolgt ein Fahrerwechsel. Nun dirigiert Sämi Zumbrunn das Postauto die schmale Straße Richtung Grosse Scheidegg hinauf. Der erfahrene Chauffeur ist vielfach preisgekrönter Jodler und beglückt die Fahrgäste regelmäßig mit seiner Gesangskunst. Den höchsten Punkt der Postauto-Route bildet die Grosse Scheidegg. Die Passhöhe liegt auf 1962 Metern und bietet einen einzigartigen Ausblick auf den imposanten Eiger, die Wand des Wetterhorns und die schroffen Engelhörner. Kaum jemand kennt die Bergwelt um Grindelwald so gut wie Peter ''Speedy'' Füllemann. Er führte fast 40 Jahre ein Sportbekleidungsgeschäft in Grindelwald. Seitdem er im Ruhestand ist, widmet sich der heute 74-Jährige ganz der Naturfotografie. Er hat bereits mehrere Bildbände veröffentlicht. Seine große Leidenschaft sind Tieraufnahmen. Aber er dokumentiert mit seinen Bildern auch die Schmelze der ehemals mächtigen Grindelwaldgletscher. Der Rückgang des ewigen Eises erfüllt den Naturfotografen mit tiefer Sorge. Von der Grossen Scheidegg geht es durch viele Haarnadelkurven hinab ins Tal. Im beliebten Wintersportort Grindelwald am Fuß von Eiger, Mönch und Jungfrau endet die spektakuläre Fahrt des Postautos.
Untertitel16:9HDTV
04:25 Mit dem Postauto durch die Schweiz
Infosendung ~50 Min
Durchs mystische Val Müstair nach Südtirol Staffel 1: Episode 3 Dokureihe, Schweiz 2022
Mit dem Postauto durch die Schweiz
Die Engadin-Meran-Linie führt durch zwei Länder: Sie verbindet die Schweiz mit Italien. Erst schiebt sich das Postauto über den Ofenpass, an den östlichsten Zipfel der Schweiz. Dann geht es durch das mystische Val Müstair, bevor man das Ziel, den Bahnhof von Mals in Südtirol, erreicht. Auf der Reise legt das Postauto rund 1000 Höhenmeter in eineinhalb Stunden zurück. Unterwegs spricht man Schweizerdeutsch, Rätoromanisch, Südtirolerisch. Es geht nicht nur über einen Pass, sondern auch durch ein entlegenes Tal voll ursprünglichen Charmes, vorbei am UNESCO-Welterbe Kloster St. Johann. Die Gegend ist in vielerlei Hinsicht besonders: So zählt ein Teil der Strecke zum ''UNESCO-Biosphärenreservat Engiadina Val Müstair''. Gegen Streckenende im mediterranen Südtirol verspürt man südländisches Flair. Man lernt Mensch und Natur entlang der Strecke kennen. Die Reise beginnt auf etwa 1400 Metern über Null in Zernez. Postautofahrer Tino Hohenegger fährt die Engadin-Meran-Linie fast täglich. Zunächst führt der Weg bergauf, dann ein Stück durch den Schweizerischen Nationalpark. Mit Biologin Pia Anderwald und Parkwächter Domenic Godly geht es auf Fuchsspurensuche und auf Entdeckungstour von allerhand Wildtieren. Zurück im Postauto ist die Ofenpasshöhe mit 2149 Metern der Lieblingsort von Tino, hier kann er auf sein Tal blicken: das Val Müstair, auf Deutsch Münstertal, italienisch Val Monastero. Auf der Passhöhe trifft das Fernsehteam Bikerin Nicole Tschenett und begleitet sie in die Berge oberhalb der Route. Sie zeigt die besten Bike-Trails und ihre schöne, farbenreiche Heimat, um die sich viele mystische Geschichten ranken. Von der Passhöhe windet sich das Postauto danach die Serpentinen herunter ins Tal. Am östlichsten Zipfel der Schweiz lebt man naturverbunden - wie Gisella und Luciano Beretta, die hier eine kleine Brennerei in Tschierv betreiben. Dank des südlichen Klimas aus Italien wachsen noch auf etwa 1800 Metern Höhe Bio-Bergweizen und Bio-Gerste, die Gisella und Luciano für ihre Brände nutzen. Nur wenige Kilometer weiter kracht und klappert es an der Postautoroute: Im 300-Seelenort Santa Maria steht eine der letzten Handwebereien der Schweiz, die Tessanda. Das Handwerk wird hier von Generation zu Generation weitergegeben. Weberin Martina Marcona Moser hat es von ihrer Mutter gelernt, Weberin Nino, eine Quereinsteigerin, fährt täglich als Grenzgängerin von Südtirol in die Schweiz. Nur ein paar Meter weiter fließt der Rombach, der sich wie eine Lebensader parallel zur Postauto-Route durchs Tal schlängelt; auch vorbei am UNESCO-Welterbe-Kloster St. Johann. Bereits 775 von Karl dem Großen gegründet, sind seine letzten Hüterinnen heute neun Benediktinerinnen, die hier arbeiten und wohnen. Die Kirche beherbergt den größten und besterhaltenen Freskenzyklus aus dem Frühmittelalter, ein wahres Schmuckstück. Nimmt man das Postauto, das direkt vor dem Kloster hält, so erreicht man nach knapp einem Kilometer Südtirol. Es wird mediterraner entlang der Strecke. Oberhalb am steilen Hang geht es mit Hans-Ueli Grunder, Nino aus der Weberei und Bernd Christandl auf die Suche nach Schmetterlingen. Kurz vor Ende der Reise geht es noch durch die mittelalterlichen Stadtmauern von Glurns. Hier muss sich Fahrer Tino besonders konzentrieren, denn das Stadttor ist schmal. Das Postauto schiebt sich langsam und mühevoll hindurch. Die Reise endet nach gut 50 Kilometern in Mals. Eine abwechslungseiche Tour: geprägt von der Schweiz und Italien, von Passhöhe und mediterranem Flair, geprägt von Naturverbundenheit und ursprünglichem, mystischem Charme.
Untertitel16:9HDTV
10:20 Blaues Wunder Pazifik
Infosendung ~45 Min
Paradies und Hölle Staffel 1: Episode 1 Dokumentation, Deutschland 2018
Blaues Wunder Pazifik
(1/2): Blaues Wunder Pazifik (1/2): Paradies und Hölle Vom 40 000 Kilometer langen Feuerring umzogen, zwingt der größte und tiefste Ozean der Welt seine Bewohner zu ebenso erbarmungslosen wie fantasiereichen Überlebensstrategien. Der Pazifik ist Paradies und Hölle zugleich. Einerseits schier unendliche Weiten, Korallenriffe und riesige Nahrungsgründe, andererseits Armeen gieriger Mäuler, Jäger mit ausgefallensten Waffen, Erdbeben, Vulkanausbrüche und heftigste Wirbelstürme. In zwei Teilen liefert die in Ultra-HD gefilmte Dokumentationsreihe neue Einblicke in die Lebenswelt der großen und kleinen Helden des wilden Pazifiks, der ein Drittel der Erdoberfläche einnimmt. Die Riesen des Pazifiks leben von den Kleinsten - und es gelingt ihnen tatsächlich, ihren unersättlichen Nahrungsbedarf zu decken. 40 Millionen winzige Krebstierchen wandern täglich in den Bauch des Blauwals, des größten Tieres der Welt. Auch der majestätische Manta mit über fünf Metern Spannweite ernährt sich von kleinsten Beutetieren. Der Appetit der Nomura-Qualle ist so gewaltig, dass ihr ein Maul nicht genügt. Zunächst nur so groß wie ein Reiskorn, verschlingt sie alles, was ihr in die Fangarme kommt. Innerhalb eines Jahres wird der Zwerg größer werden als ein ausgewachsener Mann. Walhaie zählen zu den gefräßigsten Kreaturen im Pazifik, ernähren sich aber auch von Kleinstlebewesen. Diese Knorpelfische können bis zu 15 Meter lang werden. Aber auch kleine Ozeanbewohner haben riesigen Hunger. Vor der Küste von Big Sur könnte ein fragiles Ökosystem ohne den Appetit der agilen Seeotter gar nicht überleben. Der von gigantischen Tangen gebildete Kelpwald, der zahlreichen Arten als Unterschlupf dient, wird von Scharen des Roten Seeigels zerstört. Die Stacheltiere verwandeln die Meereswälder in wenigen Monaten in Meereswüsten. Doch zum Glück gibt es den Seeotter, der mit seiner Vorliebe für die stacheligen Fresser zum Förster der Kelpwälder wird. Er kann an einem einzigen Tag bis zu 1500 Seeigel verschlingen und somit ihren Bestand regulieren, aber nicht vernichten. Auch die Oliv-Bastardschildkröte sichert ihr Überleben durch die schiere Menge ihrer Nachkommen. Ein grandioses Aufgebot erlebt man im September an der Küste Costa Ricas. Hunderttausende von Schildkröten kehren gleichzeitig zu ihrem Geburtsstrand zurück, um dort ihre Eier abzulegen. Wie sie den Weg alle zur gleichen Zeit hierher finden, konnten Wissenschaftler noch nicht vollständig enträtseln. Pro Saison vergraben die Schildkröten bis zu 100 Millionen Eier. Doch Rabengeier und andere Raubvögel sowie Hunde fallen über die Gelege und später über die Jungtiere erbarmungslos her. Nur acht Prozent der Kleinen gelingt es, das offene Meer zu erreichen. Eine wahnwitzige Strategie der Natur. Mehrere Kamerateams haben monatelang den Ozean durchkreuzt, um solche Verhaltensweisen zu filmen, um bekannten Meeresriesen, seltenen Bewohnern und bislang weniger erforschten Tierarten auf die Spur zu kommen. Sie wurden Zeugen von faszinierenden Naturphänomenen, atemberaubenden Kämpfen und ungewöhnlichen Fortpflanzungsstrategien. Trotz aller Bemühungen gibt der Pazifik aber noch lange nicht all seine Geheimnisse preis. Zweiteilige Dokumentation über den pazifischen Ozean und seine Bewohner, die nicht nur als Beutegreifer und Beutetiere miteinander im Clinch liegen, sondern sich auch mit den besonderen Bedingungen ihres Lebensraumes arrangieren müssen. Immerhin ist der Pazifik von einem 40.000 Kilometer langen Feuerring aus aktiven Vulkanen umrahmt. (Text: JN)
Untertitel16:9HDTV
11:05 Blaues Wunder Pazifik
Infosendung ~40 Min
Labor des Lebens Staffel 1: Episode 2 Natur, Deutschland 2018 Regie: Kyle Murdoch
Blaues Wunder Pazifik
Vom 40.000 Kilometer langen Feuerring umzogen, zwingt der größte und tiefste Ozean der Welt seine Bewohner zu ebenso erbarmungslosen wie fantasiereichen Überlebensstrategien. Der Pazifik ist Paradies und Hölle zugleich. Einerseits schier unendliche Weiten, Korallenriffe und riesige Nahrungsgründe, andererseits Armeen gieriger Mäuler, Jäger mit ausgefallensten Waffen, Erdbeben, Vulkanausbrüche und heftigste Wirbelstürme. In zwei Teilen liefert die in Ultra-HD gefilmte Dokumentationsreihe neue Einblicke in die Lebenswelt der großen und kleinen Helden des wilden Pazifiks, der ein Drittel der Erdoberfläche einnimmt. Der Pazifik eröffnet spektakuläre Einblicke in die Geschichte des Lebens. Vor der Küste Kanadas taucht einer der Pioniere der Tiefseeforschung in das Dunkel der Vorzeit: Phil Nuytten steigt in 150 Meter Tiefe ab, wo er in einem versteckten Riff direkte Nachfahren der allerersten Mehrzeller entdeckt. Glasschwämme - wahrhaft urzeitliche Wesen, die es bereits vor 500 Millionen Jahren gab. Auch andere Boten aus der Urzeit konnten mit der Kamera eingefangen werden. Pfeilschwanzkrebse, Angehörige eines 440 Millionen alten Clans. Seit etwa 200 Millionen Jahren leben sie nahezu unverändert in den Weltmeeren. Nur wenige Tierarten konnten die fünf Massensterben, die im Laufe der Erdgeschichte stattfanden, beinahe unverändert überleben. Dem Nautilus gelang es - für Forscher nach wie vor ein Wunder. Viele dieser lebenden Fossilien sind heute angesichts der dramatischen Eingriffe des Menschen in den Lebensraum vom Aussterben bedroht. Gefährdet sind heute extrem viele Geschöpfe im Pazifik, obgleich ihr Fortpflanzungstrieb zu einer Vielzahl außergewöhnlicher Anpassungen und seltsamer, aber erfolgreicher Verhaltensweisen geführt hat. Im Frühjahr steigen bei Vollmond in der Bucht von Toyama in Japan bis zu einer Milliarde Leuchtkalmare aus den Tiefen auf. Es sind Weibchen, die kommen, um zu laichen und kurz nach der Eiablage in der Bucht zu sterben. Auch vor den Samoa-Inseln zwischen Hawaii und Neuseeland spielen sich grandiose Spektakel ab. Eine Woche nach dem elften Vollmond jedes Jahres beginnt eine der größten Massenfortpflanzungen der Welt - eine synchronisierte Vermehrung der Palolowürmer, die sich am Mondumlauf orientieren. Im Zuge der Zeit entwickelte die Natur solch atemberaubende Überlebensstrategien. Mehrere Kamerateams haben monatelang den Ozean durchkreuzt, um solche Verhaltensweisen zu filmen, um bekannten Meeresriesen, seltenen Bewohnern und bislang weniger erforschten Tierarten auf die Spur zu kommen. Sie zu dokumentieren, ist umso wichtiger, je stärker der Artenreichtum, die atemberaubende Schönheit und die fein abgestimmten Abläufe im größten Lebensraum der Welt bedroht sind. Zweiteilige Dokumentation über den pazifischen Ozean und seine Bewohner, die nicht nur als Beutegreifer und Beutetiere miteinander im Clinch liegen, sondern sich auch mit den besonderen Bedingungen ihres Lebensraumes arrangieren müssen. Immerhin ist der Pazifik von einem 40.000 Kilometer langen Feuerring aus aktiven Vulkanen umrahmt. (Text: JN)
Untertitel16:9HDTV



Programm - Nachmittag

 



3sat Programm heute Abend 20:15 uhr


Programm - Abend

 
21:00 Placebo - Der Arzt in mir
Infosendung ~50 Min
Dokumentation, Österreich 2020
Placebo - Der Arzt in mir
In der Arzneiforschung wird die Wirksamkeit von Medikamenten mit einer Vergleichsgruppe gemessen, die eine Pille ohne Wirkstoff erhält: ein Placebo. Der Film zeigt eindrucksvolle Parallelen. Die moderne Forschung hat längst herausgefunden, dass die Verabreichung einer solchen Pille durch Mediziner durchaus wirksam ist. Das Vertrauen, dass einem geholfen wird, setzt im Gehirn dieselben Mechanismen in Gang wie eine ''echte'', chemische Therapie. ''Unser Gehirn macht aus Worten Chemie'', sagt der führende Placebo-Forscher Fabrizio Benedetti. Und er beweist das mit seinen Studien: Testpersonen in 3500 Metern Höhe sind ohne Sauerstoffzufuhr genauso leistungsfähig und genauso wenig höhenkrank wie solche, die Sauerstoff erhalten - sie müssen nur auch eine Maske umgehängt und die Information bekommen, dass sie jetzt Sauerstoff atmen. Schon der Glaube an die Wirkung einer Therapie ist also tatsächlich wirksam. Das hat die Placebo-Forschung in vielen Details herausgefunden. Etwa, als in einer Studie 120 Patienten mit Knie-Arthrose operiert wurden. Die Hälfte davon erhielt allerdings nur oberflächliche Schnitte auf der Haut. Arthrose beeinflusst die Knorpel und schmerzt, deshalb gilt das Entfernen der Gewebs- und Knorpelteilchen als wirksame Therapie. Schließlich wurden die kleinen Wunden bei beiden Gruppen vernäht. Nach zwei Jahren waren 90 Prozent in beiden Gruppen mit der Operation zufrieden. Prof. Edzard Ernst, berühmter Kritiker von alternativen Heilmethoden, hat selbst in einer großen Studie belegt, wie wirksam sogar Wunder- oder Geistheiler sind: ''Der Placebo-Effekt ist so groß, dass in dieser Studie einige Patienten aus dem Rollstuhl aufgestanden sind, weil sie geglaubt haben, sie würden geheilt''. Die moderne Neurophysiologie hat herausgefunden, wie die Überzeugung das Hirn anleitet und die Körperfunktionen steuert. Kann man seine eigenen Gefühle beeinflussen und damit auch das Immunsystem? Kann man lernen, mein Immunsystem zu stärken? Kurt Langbein fand bei Wissenschaftlern klare Antworten: Ja, man kann.
16:9HDTV