3sat Programm 18.07.

   
   Was läuft beim TV Sender 3sat

Was läuft 18.07. im TV-Programm von 3sat?

Das 3sat Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
03:00 Im Bann der Arktis
Infosendung ~45 Min
Mit Klaus Scherer von Grönland nach AlaskaJenseits der Taiga Staffel 1: Episode 2 Dokumentation, Deutschland 2013 Musik: Andreas Dicke Kamera: Sandra Korth - Kristian Baum
Im Bann der Arktis
In Teil zwei begleitet Klaus Scherer unter anderen eine finnische Studentin, die Rentiere züchtet, die Ureinwohnersprache der Sami studiert und als Drummerin in einer Heavy-Metal-Band spielt. Das Filmteam beobachtet eine Nacht lang in den Grenzwäldern nahe Russland Bären und geht in Murmansk an Bord des größten Atomeisbrechers, der für die Schifffahrt neue Routen freihalten soll. In Jakutsk erklären Architekten, wie sie die Arktis besiedeln wollen. Im amerikanischen Point Hope trifft Scherer schließlich seinen Inuit-Freund Steve Oomittuk wieder, der dort Bürgermeister ist. Sein Dorf in Alaska lebt seit Jahrhunderten vor allem von Walfang und Karibu-Jagd. Jetzt drängen die Ölkonzerne in die Region, doch das Dorf klagte erfolgreich dagegen. Die Risiken einer Ölpest, urteilten Gerichte, seien zu hoch. Die Arktis ist eine der wunderbarsten Landschaften unseres Planeten. Sie wird sich infolge des Klimawandels vermutlich unwiederbringlich verändern. Die Welt beklagt das, ohne zu handeln. Gerade im hohen Norden indes passen sich Bewohner längst der Wirklichkeit an. Sie züchten in Grönland Kartoffeln und Kräuter, erschließen Tauchgründe in Island, verändern den Hausbau in Russland. Und sie kämpfen um Mitsprache - allen voran die Inuit. Sie wollen nicht, dass allein die Ölkonzerne über die Zukunft ihrer Heimat entscheiden. Acht Jahre nach seiner ersten Polarkreis-Tour um die halbe Welt hat Grimme-Preisträger Klaus Scherer 2013 die andere Hälfte bereist: von Grönlands Ostküste aus durch Island, Nordskandinavien und Russland bis zu Amerikas nördlichem Außenposten Point Hope in Alaska, wo er seine Weltumrundung damals begonnen hatte. Überall trifft er auf Menschen, die ihm von ihrem Leben zwischen Tradition und Zeitenwende erzählen, vom Wandel ihrer Welt, von der Arktis im Aufbruch.
Untertitel16:9HDTV
10:15 Eisbabys - Eine Kindheit in der Antarktis
Infosendung ~45 Min
Dokumentation, Österreich 2016
Eisbabys - Eine Kindheit in der Antarktis
Widerstandsfähig, ausdauernd und noch dazu entzückend: Kleine Kaiserpinguine vereinen diese Attribute eindrucksvoll. Der Film begleitet die ersten sechs Monate im Leben von Kaiserpinguin-Küken. Angefangen vom Schlüpfen bis zu ihrem Aufbruch in die Weiten des Ozeans. Schauplatz ist einer der kältesten Orte der Welt - die Antarktis. Hier wachsen die Vögel auf, hier sind sie Temperaturen von bis zu minus 60 Grad Celsius und Schneestürmen ausgesetzt. Mitten im tiefsten Winter bahnt sich in der Antarktis eine der außergewöhnlichsten Geschichten des Tierreichs an. Während zweier langer Monate voller beißender Winde und unvorstellbarer Kälte haben die Kaiserpinguin-Männchen einer Pinguin-Kolonie jeweils ein einziges wertvolles Ei bebrütet. Gleichzeitig haben die Pinguin-Weibchen - fernab ihrer Küken - im offenen Meer nach Fischen gejagt und sich damit den Magen vollgeschlagen. Am Ende dieser Phase müssen die Weibchen so schnell wie möglich wieder zurück zu ihren Jungen. Eine etwa 100 Kilometer lange Wegstrecke müssen sie bis zur Kolonie zurücklegen. Bis zum Eintreffen des Muttertiers versorgt das Pinguin-Männchen das Küken. Der Vater füttert es mit einer nahrhaften milchigen Substanz, die in einer speziellen Drüse seiner Speiseröhre produziert wird. Die Pinguin-Weibchen füttern ihre Küken ferner mit vorverdautem Fisch. Trotzdem stehen den frisch geschlüpften Pinguin-Küken schwere Wochen und Monate bevor - immerhin müssen sie in einer der unwirtlichsten Regionen der Welt aufwachsen. In den nächsten sechs Monaten müssen sie sich rasant entwickeln, bis sie schließlich imstande sind, eigenständig im Südpolarmeer zu leben. Gegen die Kälte wissen sich die Küken in der Pinguin-Kolonie etwa mit der Bildung kleiner Gruppen zu helfen: Sie rücken nahe zusammen, wenn der Sturm der Antarktis gnadenlos peitscht, und wärmen sich so gegenseitig. Pinguine haben ausgeprägte soziale Kompetenzen, für die Küken bedeutet das, dass sie lernen müssen, mehr und mehr Verantwortung in der Kolonie zu übernehmen. Sie müssen ihre Rolle finden, das eigene Durchkommen sichern, aber auch ihren Beitrag innerhalb der Gruppe leisten. Sind die ersten sechs Monate im Leben der Kaiserpinguin-Küken vorüber, beginnt ein neues Kapitel. Nun müssen die Kaiserpinguine ohne Elterntiere auskommen und sich eigenständig ernähren. Und irgendwann werden sie selbst für Nachwuchs sorgen und ein Pinguin-Küken großziehen.
Untertitel16:9HDTV
11:00 Schneebabys - Der erste Winter
Infosendung ~50 Min
(Snow Babies) Dokumentation, England 2012 Autor: Richard Burke-Ward - Patrick Makin
Schneebabys - Der erste Winter
Was bedeuten Schnee, Eis und Minustemperaturen für Jungtiere in den Polarregionen? Der Film begleitet junge Füchse, Eisbären und Kaiserpinguine in ihrem ersten Winter. Kleine Polarfüchse und Karibus kommen im kurzen Polarsommer in den Tundren der nördlichen Hemisphäre zur Welt. Die wichtigsten Fähigkeiten für das Überleben müssen rasch erworben werden, bevor der Winter die Natur am Ende der Welt grundlegend verändert. Zu Winterbeginn sind die Jungfüchse in den arktischen Gebieten schon selbstständig und müssen nicht mehr von den Elterntieren mit Nahrung versorgt werden. Ihr braunes Sommerfell verwandelt sich nun rasch in ein schneeweißes Tarnkleid. Und die Geschicklichkeit, die sie im Sommer beim übermütigen Spiel mit ihren Geschwistern erworben haben, erweist sich jetzt als unverzichtbare Grundlage für das Überleben. Wenn die Eisbärin das Kleine zum ersten Mal aus der winterlichen Höhle führt, in der sie es geboren hat, ist die Polarregion eine durch und durch gefrorene Welt. Für junge Eisbären beginnt das ''Abenteuer Leben'' mit einer Rutschpartie den Hang hinunter. Die Bärenmutter hingegen ist nach der langen Winternacht völlig ausgehungert. Sie muss dringend wieder Nahrung finden, und der Nachwuchs folgt ihr bei der Robbenjagd auf Schritt und Tritt. Lässt aber die Sonne das Eis langsam schmelzen, zerrinnt dem kleinen Bären die Welt, wie er sie kennt, buchstäblich unter den Füßen. Nahe dem Südpol hingegen, in der Antarktis, werden die kleinen Kaiserpinguine von ihren Vätern just im Winter ausgebrütet, wenn das Land in extremer Kälte erstarrt. Bis die Jungen erste Watschelschritte auf dem ewigen Eis machen können, dauert es allerdings noch Wochen, denn die frisch geschlüpften Vögel sind auf die Wärme in der Brutfalte angewiesen. Solange sie noch nicht ihr Federkleid haben, würden sie draußen binnen Minuten erfrieren. Die heranwachsenden Jungvögel werden sich später in Gruppen zusammendrängen, um sich gegenseitig warm zu halten, während sie auf die Rückkehr der Eltern und das mitgebrachte Futter warten. Erst wenn das wasserabweisende Gefieder des erwachsenen Tieres das flauschig warme Daunenkleid des Jungtieres ersetzt hat, stürzen sich die herangewachsenen Pinguine in die Fluten und verlassen die Eiswelt der Antarktis für einige Monate.
Untertitel16:9HDTV



Programm - Nachmittag

 
14:30 Mythos Wal
Infosendung ~90 Min
Dokumentation, Deutschland 2017 Regie: Leighton De Barros - Peter Moers
Mythos Wal
Jahrhundertelang war Walfang ein lukrativer Wirtschaftszweig. Heute riskieren Walretter für jedes Tier, wenn nötig, ihr Leben. Wann hat sich die Beziehung vom Menschen zum Wal verändert? Der Dokumentarfilm beleuchtet die Geschichte der Beziehung zwischen Mensch und Wal und begleitet Walretter bei ihrer gefährlichen Mission. Empfindet der Mensch eine tiefe Verbundenheit oder ein Schuldgefühl gegenüber den Walen? Ein Pionier der Walrettung ist der Australier Doug Coughran: Als er zum ersten Mal einen Wal aus einem Fischereinetz befreite, waren die Meeressäuger fast ausgestorben. Dougs Erfahrung als Walretter ist mittlerweile weltweit gefragt, der Schutz der Wale zu einem internationalen Anliegen geworden. 1970 veröffentlichte ein US-Biologe eine Schallplatte mit den Gesängen von Buckelwalen. Sie war die Initialzündung für eine umfassende Naturschutzbewegung. Roger Payne wollte etwas zur Rettung der Wale beitragen und ließ die melodischen Tonfolgen der Buckelwalmännchen auf Vinyl pressen. Paynes Botschaft: Liebt die Wale! Schützt sie vor der Ausrottung! Das Buch ''Moby Dick'' des Amerikaners Herman Melville ist für viele Menschen das Erste, was ihnen zu Walen einfällt. Der Hollywood-Film über den zornigen Kapitän Ahab und seine selbstmörderische Jagd nach dem weißen Pottwal hat ''Moby Dick'' weltweit berühmt gemacht. Doch für den New Yorker Melville-Biografen John L. Bryant steckt mehr hinter der facettenreichen Sammlung von Mythen und Wal-Anekdoten: die Angst der Menschen vor dem von Gott gesandten Seeungeheuer. Getragen von eindrucksvollen Aufnahmen in Superzeitlupe geht der Film der Faszination rund um die Riesen der Ozeane nach.
Untertitel16:9HDTV



3sat Programm heute Abend 20:15 uhr


Programm - Abend

 
23:45 Nesthocker
Infosendung ~30 Min
Wenn Kinder nicht ausziehen Dokumentation, Deutschland 2022
Nesthocker
Knapp ein Drittel aller 25-Jährigen in Deutschland wohnt noch zu Hause. Oft im alten Jugendzimmer. Der Alltag unter einem Dach mit den Eltern ist bequem, doch auch voller Tücken und Konflikte. Auf eigen Füßen stehen. Früher konnten Jugendliche nicht früh genug ausziehen. Heute verstehen sich Eltern und Kinder besser, Mieten sind teuer, warum also zu Hause raus? Corona hat das ''Nesthocken'' noch verstärkt. ''37°'' begleitet drei junge Erwachsene im ''Hotel Mama''. Ve ist 29 Jahre alt und lebt bei mit ihren Eltern bei Erfurt. Nach der Mittleren Reife hat sie die Schule verlassen und nach der Ausbildung ihr erstes eigenes Geld verdient. Ans Ausziehen hat sie seitdem nur einmal gedacht. Da wollte sie als Kosmetikerin nach Berlin gehen: ''Das ist gründlich in die Hose gegangen. Die Stadt ist mir zu groß und zu laut. Und ich habe das Kuh-Geblöke vermisst.'' Also kam sie wieder zurück nach Hause. Die Eltern betrieben bis vor wenigen Jahren die Dorf-Bäckerei. Seit Vater Jens gesundheitliche Probleme hat, ist der Laden geschlossen. Das Haus ist groß und an manchen Stellen marode. Ve lebt auf einer eigenen Etage unter dem Dach. In ihrem Reich herrscht das ''kreative Chaos''. Ihre Mutter könnte an die Decke gehen, wenn sie sieht, wie die eigene Tochter haust: Wäsche waschen, Küche aufräumen, das Bad putzen, wegen allem gibt es Diskussionen. ''Ich würde auch mal gern wieder in Ruhe als Paar leben, ohne diese ganzen Streitereien'', seufzt die Mutter. Die Eltern betteln schon seit Langem um einen finanziellen Beitrag, den Ve leisten soll - zur Erhaltung es Hauses. Vater Jens platzt regelmäßig der Kragen, doch dann ist er wieder weich wie Butter. ''Sie wickelt mich um den Finger''. Können Ves Eltern die Tochter zum Bezahlen bewegen? Oder sucht sich die junge Frau doch eine eigene Bleibe? Stefan aus Höchstädt an der Donau ist 35 Jahre alt und wohnt wieder zu Hause. In seinem alten Kinderzimmer, direkt neben dem Schlafzimmer der Eltern. Doch aufräumen darf seine Mutter nicht bei ihm, das macht Stefan selbst. Da hat er seinen Stolz. Stefan hat auch schon mal allein gelebt, hat zwei Kinder und blickt zurück auf eine langjährige Drogengeschichte: ''Mama ist die Beste. Sie hat mich zum Glück wieder aufgenommen, ich hätte sonst nicht gewusst wohin.'' Doch neben aller Fürsorge - das Zusammenleben führt zu gepfefferten Konflikten: ''Sie mischt sich halt auch überall ein, fragt nach, geht mir auf den Keks. Das will man in diesem Alter ja eigentlich alles nicht mehr''. Aber noch kann Stefan nicht ohne seine Eltern. Er träumt von einer kleinen eigenen Wohnung, doch dafür muss er noch stabiler werden. Der Vater ist auf seinen Spross nicht gut zu sprechen. Er misstraut ihm bis heute, glaubt Stefan nicht, dass die Drogengeschichten hinter ihm liegen und wittert ständig einen Rückfall. Doch Stefan unternimmt erste Schritte in die Selbstständigkeit, bemüht sich trotz vieler gesundheitlicher Rückschläge beim Jobcenter um eine Qualifizierungsmaßnahme - ein erster Baustein für ein eigenständiges Leben? Felix aus Hirschaid lebt mit Schwestern, Eltern und Großmutter auf einem ehemaligen Bauernhof in Franken. Er findet: Nirgends ist es schöner als daheim. ''Ich wäre ja blöd, wenn ich ausziehen würde. Da hätte ich ja gar keinen Platz. Und teuer wäre es auch noch und das bisschen Gezeter von der Mutter, das halte ich locker aus.'' Auch wenn das daheim sein Pflichten mit sich bringt. Zum Hof gehört ein großes Stück Forst. Am Wochenende gibt es regelmäßig Arbeitseinsätze mit der ganzen Familie. Diskussionen ums frühe Aufstehen am Wochenende sind vorprogrammiert. Felix Eltern hatten auch schon Pläne für die Zimmer der drei Kinder: ''Die wollten wir gern zu Ferienwohnungen für Wanderer ausbauen. Doch daraus wird bislang nichts.'' Denn noch kann Felix dem Leben in den eigenen vier Wänden nichts abgewinnen. Die ''37°''-Sendung steht am Sendetag ab 8.00 Uhr in der ZDFmediathek zur Verfügung.
Untertitel16:9HDTV