Was kommt am 22.03.2019 im TV-Programm?

Folgesendung
22:00
90min
Tatort: Die Wahrheit
(Crime Scene) Staffel 1: Episode 997 Krimi, Deutschland 2016 Regie: Sebastian Marka Autor: Erol Yesilkaya Musik: Thomas Mehlhorn Kamera: Willy Dettmeyer

Eine unfassbare Tat: Bei einem Spaziergang durch München sieht Ayumi Schröder mit ihrem Ehemann Ben und dem sechsjährigen Sohn Taro einen scheinbar hilfesuchenden Mann vor einer Bankfiliale liegen. Ben glaubt, er sei betrunken und will ihm helfen, als der Unbekannte aus dem Nichts mehrmals auf ihn einsticht. Einfach so, ohne erkennbaren Grund. Ben sackt blutend zusammen, vor den Augen seiner japanischen Frau, seines Sohnes und zahlreicher Zeugen. Der Täter kann fliehen, kurze Zeit später verstirbt Ben im Krankenhaus. Batic scheint nervlich angeschlagen, nicht nur wegen der grauenvollen Tat. Er schläft kaum noch, ist gereizt und neben der Spur. Die Begegnung mit Taro und seiner Mutter gibt ihm den Rest. Maurer überträgt Leitmayr die Leitung der Soko. Auch er hat bemerkt, dass Batic derzeit nicht ganz auf der Höhe ist. Für die Kommissare offenbart sich bei der Befragung der unzähligen Augenzeugen ein verwirrendes Puzzle. Denn trotz der vielen Berichte gibt es keine konkreten Anhaltspunkte für ihre Ermittlungen, denn jeder hat die Tat und den Täter anders gesehen. Jeder hat seine eigene Wahrheit. Aus einer Vielzahl der Beobachtungen ergibt sich fast nichts Brauchbares. Doch dann ein erster Erfolg: ein Taschentuch aus einem Mülleimer nahe des Tatorts, ein Spritzer Blut des Täters, eine DNA-Spur. Leitmayr ordnet einen Massengentest an. Tausende von Männern, die im Umfeld des Tatortes zur Tatzeit unterwegs waren und über ihr Handy identifiziert werden konnten, müssen eine Speichelprobe abgeben. Unter Hochdruck sitzen Leitmayr, Batic, Kalli und Semmler mit zahlreichen Kollegen in einer umgewandelten Polizeiturnhalle und nehmen die Proben. Wochenlang, ohne eine Übereinstimmung, ohne Erfolg. Ayumi Schröder kommt während dieser Zeit fast täglich aufs Revier, um neue Aussagen zur Tat zu machen. Immer wieder fallen ihr neue Details ein. Als Maurer schließlich die Soko wegen Erfolglosigkeit auflöst, ohne dass der Täter gefasst ist, liegen die Nerven der Ermittler blank: 'Dieser Scheißkerl läuft immer noch da draußen rum.' Gemeinsam mit der Fallanalytikerin Christine Lerch gehen Batic und Leitmayr zum Tatort zurück und suchen nach etwas, das zuvor womöglich übersehen wurde. Lerch entwickelt die These, dass der Täter nah am Tatort wohnt und dass er die Tat lange geplant hat. Er tötet aus Lust und nicht aus einem konkreten Motiv heraus. Anwohner geraten erneut in den Fokus der Ermittlungen. Ayumi Schröder hält es kaum noch aus, sie braucht endlich Klarheit, warum und von wem ihr Mann getötet wurde. Batic rät ihr, nach Japan zurückzukehren. Doch sie kann es nicht. Sie braucht Gewissheit. Dann geschieht ein zweiter Mord, der mit dem ersten in Verbindung zu stehen scheint. Die Königsklasse der deutschsprachigen Krimilandschaft. Jede Sendeanstalt der ARD (plus ORF und SF) schickt mindestens ein Ermittlerteam ins Rennen. Die Filme leben vor allem vom Lokalkolorit der jeweiligen Region oder Stadt und den starken Persönlichkeiten der Kommissare. Für Schauspieler ist die Übernahme einer Rolle als Tatort-Kommissar wie ein Ritterschlag. Figuren wie Trimmel, Schimanski und Odenthal geniessen mittlerweile Kultstatus.

Udo Wachtveitl ("Franz Leitmayr") - Miroslav Nemec ("Ivo Batic") - Ferdinand Hofer ("Kalli Hammermann") - Lisa Wagner ("Christine Lerch") - Stefan Betz ("Ritschy Semmler") - Robert Joseph Bartl ("Dr. Matthias Steinbrecher") - Jürgen Tonkel ("Karl Maurer") - Luka Omoto ("Ayumi Schröder") - Leo Schöne ("Taro Schröder") - Cem-Ali Gültekin ("Murat Günes") - Cem Ali Gültekin ("Murat Günes") - Markus Brandl ("Ben Schröder") - Axel Neumann ("Timur Grinko")
20:15
155min
Terminator: Genisys
(Terminator Genisys) SciFi-Actionfilm, USA 2015 Regie: Alan Taylor Autor: Laeta Kalogridis - Patrick Lussier Musik: Lorne Balfe Kamera: Kramer Morgenthau

Details gibt es im entsprechenden Pluspaketsender.

Arnold Schwarzenegger ("Terminator") - Jason Clarke ("John Connor") - Emilia Clarke ("Sarah Connor") - Jai Courtney ("Kyle Reese") - J. K. Simmon ("O´Brien") - Dayo Okeniyi ("Danny Dyson") - Matthew Smith ("Alex") - Byung-hun Lee ("Polizist / T-1000") - Courtney B. Vance ("Miles Dyson") - Michael Gladis ("Lieutenant Matias") - Kerry Cahill ("Lieutenant Whitley") - Anthony Michael Frederick ("befehlshabender Polizist") - Mark Adam ("Kyles Vater") - Jerome Andries ("Officer Fisher") - Kerry O'Malley ("Kyles Mutter") - Jesse Yarborough ("Guerillaoffizier") - James Moses Black ("Sicherheitsmann #1") - Eric Berris ("Guerillasoldat") - Kerry Sims ("Guerillaoffizier") - Terry Dale Parks ("Sicherheitsmann #2") - Moses Munoz ("Guerrilla Ramirez") - Brett Azar ("Junger Wächter / T-800") - Andre Allemand ("Guerillasoldat") - Terri Battee ("Guerillaoffizier") - Luke Sexton ("Punk #3") - Robert 'Bigg Sarge' Deon ("SFPD-Verkehrspolizist") - Tony Donno ("Wachmann im Krankenhaus") - Kevin Lapham ("Angestellter bei Cyberdyne") - Aaron V. Williamson ("Flüchtling / T-800") - Teri Wyble ("Mariam") - Bryant Prince ("Der junge Kyle Reese") - Gregory Alan Williams ("Detective Harding") - Joshua Mikel ("Verärgerter Fahrer") - John Edward Lee ("Punk #1") - Griff Furst ("Burke") - Thomas Francis Murphy ("Obdachloser") - Benjamin Wood ("Guerillasoldat") - Christopher Heskey ("Solider #2") - Douglas M. Griffin ("Garber") - John L. Armijo ("SFPD-Polizist #2") - Kyle Russell Clements ("Commander Pike Sumner") - Wayne Bastrup ("Der junge O´Brien") - Brandon Stacy ("uniformierter Polizist") - Sandrine Holt ("Detective Cheung") - David Michael Cefalu ("Milizsoldat") - Otto Sanchez ("Detective Timmons") - Ross P. Cook ("Soldier #1") - Nolan Gross ("Skynet mit 12 Jahren") - Elton LeBlanc ("Doktor") - Seth Meriwether ("Skynet mit 18 Jahren") - Matty Ferraro ("Agent Janssen") - Afemo Omilami ("Perry") - Cynthia LeBlanc ("Krankenhausbesucher")
Spielfilm
22:25
150min
Zero Dark Thirty
Drama, USA 2012 Regie: Kathryn Bigelow Autor: Mark Boal Musik: Alexandre Desplat Kamera: Greig Fraser

Die Terroranschläge vom 11. September liegen zwei Jahre zurück. Für die CIA setzt die junge Ermittlerin Maya ein Puzzle aus unzähligen Ermittlungsergebnissen und von Gefangenen unter Folter abgegebenen Informationen zusammen, um den Aufenthaltsort von Osama Bin Laden zu finden, der die Attacken orchestriert haben soll. Sie ist so besessen von ihrer Jagd, dass sie alle Skrupel verliert. 2011 ist es endlich so weit: Es gibt eine entscheidende Spur.

Jessica Chastain ("Maya") - Jason Clarke ("Dan") - Kyle Chandler ("Joseph Bradley") - Jennifer Ehle ("Jessica") - Harold Perrineau ("Jack") - Jeremy Strong ("Thomas") - Scott Adkins ("John") - Mark Strong ("George") - Edgar Ramirez ("Larry") - Mark Duplass ("Steve") - James Gandolfini ("CIA-Direktor") - Stephen Dillane ("Nationaler Sicherheitsberater") - John Schwab ("Vize des Nationalen Sicherheitsberaters") - Martin Delaney ("Assistent") - Reda Kateb ("Ammar") - Alexander Karim ("Gefangener auf dem Monitor") - Taylor Kinney ("Jared - DEVGRU") - Nabil Elouahabi ("Gefangener auf dem Monitor") - Noureddine Haijjoujou ("Abrar") - Aymen Hamdouchi ("Gefangener auf dem Monitor") - Mitchell Hall ("DEVGRU-Operator") - Simon Abkarian ("Gefangener auf dem Monitor") - Spencer Coursen ("DEVGRU-Operator") - Ali Marhyar ("Vernehmer auf dem Monitor") - Robert Young ("DEVGRU-Operator") - Parker Sawyers ("Vernehmer auf dem Monitor") - Chris Perry ("DEVGRU-Operator") - Akin Gazi ("Vernehmer auf dem Monitor") - Fares Fares ("Hakim") - Robert G. Eastman ("DEVGRU-Operator") - Tim Martin ("DEVGRU-Operator") - Mohammad K. ("Gefangener auf dem Frachter") - Henry Garrett ("Wachmann in Bagram") - Malika Sayd ("UBL-Ehefrau") - Homayoun Ershadi ("Hassan Ghul") - Monia Moula ("UBL-Ehefrau") - Darshan Aulakh ("Wache im pakistanischen Vernehmungszentrum") - Kevin LaRosa Jr. ("Pilot") - Yoav Levi ("Abu Faraj al-Libbi") - Navdeep Singh ("Faraj-Kurier") - Jeffrey Feingold ("Mossad-Agent") - Sukhdeep Singh ("pakistanischer Wachmann am Marriott") - Michael C. Pierce ("amerikanischer Geschäftsmann") - Damien Moreno ("Scharfschütze #2") - Musa Sattari ("Human Khalil al-Balawi") - David Menkin ("Sachbearbeiter") - Tommy Dallace ("Navy Seal-Commander") - Eyad Zoubi ("Zied") - Grant Chism ("CIA-Angestellter") - Julian Lewis Jones ("Blackwater-Sicherheitsmann") - Chris Scarf ("DEVGRU-Operator") - Christian Contreras ("CIA-Sicherheitsmann") - Zalfa Seurat ("UBL-Ehefrau") - Tarick Hadouch ("Khalid") - Lauren Shaw ("Lauren") - Mark Valley ("C 130-Pilot") - Siham Rida ("UBL-Ehefrau") - Heemi Browstow ("DEVGRU-Operator") - Ashraf Telfah ("kuwaitischer Geschäftsmann") - Jonathan Olley ("Techniker der Bodenstation") - Zachary Becker ("Techniker der Botschaft") - Manraaj Singh ("Rawal Caller") - Tushaar Mehra ("Abu Ahmed") - John Barrowman ("Jeremy") - Siaosi Fonua ("Henry - DEVGRU") - Anthony Edridge ("General im Hangar") - Nabil Koni ("pakistanischer Arzt") - Udayan Baijal ("Wache vor Mayas Appartement") - Brett Praed ("DEVGRU-Operator") - Aron Eastwood ("DEVGRU-Operator") - Omid Zader ("Scharfschütze #1") - Benjamin John Parrillo ("Pilot") - Nathan Nolan ("Prince Pilot 52") - Greg Bennett ("CIA-Agent") - Mike Colter ("Mike - DEVGRU") - Jessica Collins ("Debbie") - Nash Edgerton ("Nate - Bombenexperte der DEVGRU") - Ben Lambert ("NSA-Techniker") - Alex Corbet Burcher ("DEVGRU-Operator") - Nick Donald ("CIA-Agent") - Derek Siow ("Vernehmer auf dem Monitor") - Phil Somerville ("Phil - DEVGRU") - Ricky Sekhon ("UBL") - Sean Mahon ("Prince Pilot 52") - Jeff Mash ("CIA-Vizedirektor") - Daniel LaPaine ("Tim - Stationsleiter") - Callan Mulvey ("Saber - DEVGRU") - Alan D. Purwin ("Hubschrauberpilot") - Senem Temiz ("CIA-Agent") - Joel Edgerton ("Patrick - Teamleader der Gruppe") - Christopher Stanley ("Admiral Bill McCraven") - Barrie Rice ("DEVGRU-Operator") - Jasper Salon ("CIA-Techniker") - Jo Hart ("CIA-Mann") - Frank Grillo ("befehlshabender Offizier der Gruppe") - John Antonini ("Analyst der Botschaft") - Fredric Lehne ("The Wolf") - James Garson Chick ("Navy Seal") - M.D. Selig ("Pilot") - James Lowe ("CIA-Agent") - Hadeel Shqair ("Abu Ahmeds Ehefrau") - Alan Pietruszewski ("Pilot") - Nour Alkawaja ("Abrars Ehefrau") - Paul Tharp ("DEVGRU-Operator") - Chris Pratt ("Justin - DEVGRU") - J.J. Kandel ("J.J.") - Wahab Sheikh ("Gefangener auf dem Monitor") - Lee Asquith-Coe ("Sean Cohen")
22:00
45min
Drei. Zwo. Eins. Michl Müller
Comedyshow, Deutschland 2019

Frech, witzig - fränkisch: Auch in der neuesten Folge seiner satirischen Chartshow schlüpft Michl Müller in verschiedenen Rollen und rüttelt das Publikum ordentlich auf - mit den absurdesten News aus dem turbulenten Weltgeschehen. Zu Gast bei Müller ist Comedian, Schauspieler und Sänger Bülent Ceylan. Aufgalopp im Jahr 2019 für Michl Müller: Ob Politik, Gesellschaft, Sport oder Boulevard - alles ist im kabarettistischen Visier des fränkischen Kabarettisten. Er stellt sich den Fragen, die die Welt bewegen: Nach der krachenden Niederlage Theresa Mays im britischen Parlament - wie geht's jetzt mit diesem Brexit weiter? Mit welchen schrägen Twitter-Meldungen erschrickt Trump mal wieder? Rutscht die SPD nicht nur in Bayern, sondern bundesweit unter 10 Prozent? Hält der Boom der Grünen an und festigen sie Position 2 in der Republik? Natürlich gibt's auch wieder kuriose weltweite Feiertage: Der 'Wenn-die-Haustiere-Daumen-hätten-Tag' (03. März) und der 'Erfinde-Deinen-eigenen-Feiertag-Tag (26. März). Zu Gast ist Bülent Ceylan. Der multipräsente Comedian, Schauspieler und Sänger mit Mannheimer Wurzeln und dem Markenzeichen hüftlanger Haare gilt als einer der Super-Stars der deutschen Comedy-Szene. Schon beim Abi-Ball präsentierte der Mannheimer (deutsche Mutter, türkischer Vater) sein Multi-Talent - mit Parodien über Boris Becker und Helmut Kohl. Mit Programmen wie 'Nou Mässitsch', 'Döner for one', 'Ganz schön tur-bülent', 'Wilde Kreatürken' oder 'Haardrock' erobert er die Bühnen und räumt diverse renommierte Preise ab. Auch als Schauspieler in Filmen und Serien wie 'Hausmeister Krause', 'Bewegte Männer' oder ab März 2019 im Kino in 'Verpiss dich, Schneewittchen' überzeugt der Comedian. Und er tritt als erster Komiker (und Musiker mit der Nu-Metal-Band Korn) bei Hardrock-Festivals wie 'Rocco del Schlacko', 'Summer-Breeze' oder 'Wacken' auf. Bülent Ceylan unterstützt u.a. die Projekte 'Alle Kids sind VIP's' und das Kinderhospiz 'Sterntaler'.

21:45
95min
Brecht: Das Einfache, das schwer zu machen Ist
Drama, Deutschland 2018 Regie: Heinrich Breloer Musik: Hans P. Ströer Kamera: Gernot Roll

Die Schweiz wollte Brecht, den staatenlosen Rückkehrer aus dem Exil, nicht behalten, Westdeutschland ihn anscheinend nicht haben. Da kam ein Angebot aus dem sowjetischen Sektor Berlins gerade recht. Die 'Mutter Courage' soll es sein, am 'Deutschen Theater'. Zwischen den Trümmern der zerbombten Reichshauptstadt, das passt. Die Überlebenden des großen Krieges sollen sehen, wie sie selber vor kurzem noch waren. Die Marketenderin Courage setzt auf das Geschäft mit dem Krieg, aber sie verliert alles. Die kleinen Leute verlieren immer. Aber die Courage lernt nichts daraus, sie zieht weiter. 'Das Frühjahr kommt ...' Mit Helene Weigel in der Titelrolle wird die Aufführung ein überwältigender Erfolg. Brecht und Helene Weigel packen in Berlin-Weißensee endlich das Fluchtgepäck aus: die Stücke, die er aus dem Exil mitgebracht hat. Der Staat will ihm großzügig ein eigenes Ensemble finanzieren, da kann er endlich sein Theater der Zukunft im Spiel erproben. Helene Weigel soll die Intendantin werden, und sie wird diese Aufgabe großartig erfüllen. 'Sie war die Mutter von das Ganze! Ja, das war sie. Und alles Unangenehme hat sie gemacht, sie hat Brecht alles aus dem Weg geräumt.' So erinnert sich die Schauspielerin Regine Lutz. Die SED-Kulturbürokratie betrachtet das Brecht-Projekt allerdings von Anfang an mit Misstrauen; wie Sozialistischer Realismus nach Moskauer Art sieht das nicht aus, was sich da auf der Bühne abspielt. Brecht will die Ursachen der 'deutschen Misere' aufgraben. Im 'Hofmeister' nach einer Komödie des Sturm und Drang muss sich der Hauslehrer einer Adelsfamilie buchstäblich kastrieren, um in der feudalistischen Gesellschaft seinen niedrigen Platz behalten zu dürfen. Am Ende heißt es: 'Gebrochen ist sein Rückgrat. Seine Pflicht / Ist, dass er nun das seiner Schüler bricht.' Brecht klagt den deutschen Untertanengeist an, und der ist auch im Arbeiter- und Bauernstaat nicht ausgestorben. Brechts Assistent Egon Monk soll Goethes 'Urfaust' inszenieren, aber Brecht rückt selber immer näher an die Bühne heran. Die junge Käthe Reichel, das Gretchen, hat es ihm angetan. Sie ist einige Zeit seine Favoritin. Bis auch sie sich von ihm vernachlässigt fühlt und leidet. 'Ein Prometheus, der den Göttern das Feuer entreißen will? Aber nicht die Spur! Das ist ein engbrüstiger Professor, ein hilfloser Gernegroß, ein Psychopath!' Bei dieser Faust-Figur platzt der SED der Kragen. So kann man der Arbeiterklasse das humanistische Erbe der deutschen Klassik doch nicht nahebringen! Ist es nicht an der Zeit, dass das Berliner Ensemble sein Schaffen überprüft? - Brechts Theater ist gefährdet. Im Frühjahr 1953 droht der Stückeschreiber, in der DDR 'abzubauen', wenn man ihm das Schiffbauerdammtheater nicht endlich gibt. Kurz darauf, am 17. Juni, demonstrieren die Bauarbeiter der Stalinallee. Zuerst geht es nur gegen die willkürlich erhöhten Arbeitsnormen und die schlechten Lebensbedingungen, zuletzt gegen die Regierung. Ein Aufstand. Brecht sieht mit Sorge die Kluft zwischen den Arbeitern und diesem Staat, der ihnen doch angeblich gehört. In einem Brief an Walter Ulbricht beteuert er seine 'Verbundenheit mit der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands', äußert aber gleichzeitig die Hoffnung auf eine große 'Aussprache mit den Massen'. Nur die Ergebenheitsadresse wird veröffentlicht; die Aussprache mit den Massen führt die SED lieber später im Gerichtssaal. Auf einer Betriebsversammlung im Theater können die Bühnenarbeiter in diesem Haus zum ersten Mal öffentlich Texte sprechen, die sie selber geschrieben haben. 'Die Arbeiter gehen in die Arbeit mit einer Marmeladenstulle', 'Die Forderungen nach einer anderen Regierung, nach freien Wahlen, das sind echte Forderungen der Bevölkerung!' Das geht Brecht viel zu weit: 'Diese Forderung nach freier Wahl wäre meiner Meinung nach in keiner Weise für uns sinnvoll.' In Buckow, seinem Sommerrefugium in der Märkischen Schweiz, denkt Brecht über die Lage nach. Der 17.

Burghart Klaußner ("Bertolt Brecht 1944-1956") - Lou Strenger ("Helene Weigel 1920-1933") - Adele Neuhauser ("Helene Weigel 1944-1966") - Laura de Boer ("Isot Kilian") - Karolina Horster ("Käthe Rülicke") - Trine Dyrholm ("Ruth Berlau")
Info
23:20
50min
Brecht und das Berliner Ensemble
Erinnerung an einen Traum Dokumentation, Deutschland 2018 Regie: Heinrich Breloer

Die Dokumentation konzentriert sich auf die Zeitspanne von 1949 bis 1956, die Zeit der Rückkehr Bertolt Brechts und Helene Weigels aus dem Exil - zunächst in die Schweiz und von dort nach Ost-Berlin. In diesen wenigen Jahren wurde Bertolt Brecht endgültig zu dem Dichter und Regisseur, der das Theater revolutioniert hat, nicht nur in Deutschland. Schon seine ersten Inszenierungen, unter anderem der 'Mutter Courage', lösten begeisterten Zuspruch aus, erregten aber auch den Unmut der sozialistischen Kulturfunktionäre, die sein episches Theater ideologisch kritisierten. In Begegnungen mit Zeitzeugen geht Heinrich Breloer auf die Suche nach dem Menschen und Künstler Brecht. Die Schauspielerin Regine Lutz, die Regie-Assistenten B. K. Tragelehn, Peter Voigt, Charly Weber und die Dramaturgie-Assistentin Uta Birnbaum erinnern sich neben anderen Weggefährten an die gemeinsame Arbeit auf der Bühne, an die intensive Atmosphäre der Proben, an Brecht als Regisseur und Lehrer, an ihr Theater als Insel im Spannungsfeld zwischen marxistischen Idealen und real existierender DDR, an Anfeindungen durch die Partei und an große Erfolge im Ausland. Mit der Ausbürgerung durch die Nationalsozialisten hatte Brecht seine Leser, seine Zuschauer, seinen Namen und seinen Ruhm verloren. Mit der Rückkehr gelang es ihm, in wenigen Jahren viel vom dem, was ihm genommen war, zurückzugewinnen. Er konnte seine im Exil verfassten Dramen in eigenen Inszenierungen auf die Bühne bringen und damit in der kurzen Spanne von sieben Jahren die Spielweise der Theater weltweit revolutionieren. Brecht wollte mit seinem Theater an der Veränderung der Welt mitarbeiten. Wie weit ihm das auch in der Fernwirkung durch die Jahrzehnte gelungen ist, bleibt als Frage offen.

Regine Lutz - Werner Hecht - B.K. Tragelehn - Peter Voigt - Charly Weber - Uta Birnbaum
22:00
90min
Nachtcafé
Die SWR Talkshow Talkshow, Deutschland 2019 Moderation: Von Michael Steinbrecher

Jüdisches Leben in Deutschland Wie sichtbar ist das Judentum im deutschen Alltag? Neben Berichterstattung über antisemitische Vorfälle herrschen vor allem viele Klischees und Stereotype. Wo und wie findet das jüdische Leben in Deutschland statt? Und wie steht es um das deutsch-jüdische Miteinander? Der Jugendliche, der seine Kippa nicht mehr in der Öffentlichkeit trägt, weil er Angst hat, dafür bepöbelt und bespuckt zu werden. Oder die Bewerberin, die fürchtet aufgrund ihrer jüdischen Abstammung diskriminiert zu werden. Das alles vor dem Hintergrund des schweren historischen Erbes Deutschlands. Findet das jüdische Leben zunehmend verborgen hinter geschützten Mauern von Synagogen statt? Oder sollte ein offener Umgang mit Religion und Traditionen selbstver-ständlich zum deutschen Alltag gehören? Viele Juden fühlen sich in Deutschland nicht mehr sicher. Immer wieder hören wir von judenfeindlichen Beschimpfungen und sogar Angriffen auf offener Straße. Viele Menschen trauen sich nicht mehr, hierzulande offen zu ihrer jüdischen Kultur und zu ihrem Glauben zu stehen. Etwa 200.000 Juden leben heute in Deutschland. Doch sie sind nur wenig präsent in der allgemeinen Wahrnehmung. Es gibt jüdische Gemeinden und Synagogen in Deutschland. Außerdem jüdische Kindergärten und Schulen, jüdische Zeitungen und in allen größeren Städten koschere Restaurants. Doch das Wissen über das Judentum geht oft nicht über Klischees hinaus: Schläfenlocken, Kippa und kosche-res Essen. Doch was zeichnet Judentum heute wirklich aus? Wie leben Menschen ihr Judentum und wie wichtig ist jungen jüdischen Menschen heutzutage im Alltag ihre jüdische Identität? Wie sieht das Leben von Menschen mit jüdischer Herkunft in Deutschland aus? Wie viel Akzeptanz gibt es? Und wie viel Miteinander? 'Jüdisches Leben in Deutschland', das ist das Thema am 22. März 2019 bei Michael Steinbrecher im Nachtcafé.

Show
23:30
45min
Alfons und Gäste
Comedyshow, Deutschland 2019 Gäste: Stefan Danziger - Anna Piechotta

Wiedersehen macht Freude - vor allem mit ALFONS, wenn er wieder Gäste zu Besuch hat. Charmant und scharfzüngig seziert er den deutsch-französischen Alltag und präsentiert herzlich und mit riesigem Vergnügen große Namen des Kabaretts. Er ist studierter Archäologe, seine Hobbys sind Sprachen wie schwedisch, griechisch, russisch, englisch und natürlich deutsch. Außerdem hilft er gerne bei Umzügen. Von seinen Freunden wird er nicht nur deshalb liebevoll 'Stjopa' ('Stefanchen') genannt. Sie sagen über ihn: Bei der Arbeit ist er ganz Deutscher, bei Freunden ist er ganz Russe und bei Frauen ist er ganz Latino.... Das ist in Kurzform die Grundlage für seine zwei Berufe: Tagsüber Tourguide, nachts Stand-up-Comedian. Mit ihm möchte man auch gerne mal durch Berlin laufen, genauso wie man mit ihm gerne durch die deutsche Geschichte fliegt. Sein Markenzeichen ist die Leichtigkeit, die Situationskomik und die moderne Erzählweise. Einfach unübertrefflich - seine leibhaftige Geschichte des Mauerfalls. Eine Performance zum laut Lachen, super gespielt und ganz nah am Zuschauer. Das hat ihm 2017 zum Gewinner der St. Ingberter Pfanne gemacht. Anna Piechotta hat alles, was nötig ist, um erfolgreich zu sein: Mühelos schafft sie es, das Publikum mit ihrer klaren Stimme zu verzaubern, sie besitzt jede Menge Charme und lässt in ihre Texte einen schwarzen Humor einfließen, der ihren Auftritten stets das gewisse Etwas verleiht! Mal ironisch, flapsig, dann wieder voll Gefühl - Das, was sie denkt, verpackt Anna Piechotta in ausgefeilte Melodien und lässt ihr Publikum so an den kleinen Verrücktheiten ihres Alltags teilhaben! Anna Piechotta verbindet ihren grandiosen Humor auf wunderbare Art und Weise mit ihrem Klavierspiel und schafft es dabei immer wieder, das Publikum mit ihrer umwerfenden Bühnenpräsenz und einer hohen musikalischen Qualität zu begeistern.



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