arte Programm 26.06.

   
   Was läuft beim TV Sender arte

Was läuft 26.06. im TV-Programm von arte?

Das arte Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
00:05 Flow Festival 2019: The Cure - James Blake - Blood Orange - The Holy
Infosendung ~65 Min
(Flow Festival 2019) The Cure, James Blake, Blood Orange, The Holy, Father John Misty Konzert, Finnland 2019 Regie: Kimmo Kajasto
Musik, Kunst und Vielfalt in einmaliger Atmosphäre - das finnische Flow Festival bietet für jeden etwas. Das Festivalgelände im ehemaligen Industriegebiet Suvilahti im Nordosten von Helsinki liegt nur einen Steinwurf von der Ostsee entfernt. Was 2004 als kleines alternatives Festival begann, gilt mittlerweile als eines der wichtigsten und coolsten Events in Nordeuropa. Fast 90.000 Musikliebhaber strömen Jahr für Jahr aus der ganzen Welt für ein Wochenende nach Helsinki, um dort eines der besten genreübergreifenden Festivals in Europa mitzuerleben, wie es die ''Huffington Post'' nennt. Und es werden immer mehr. 2019 bot das Flow Festival vom 9. bis 11. August drei Tage grandiose Musik auf mehreren Bühnen, unter anderem auf der spektakulären Balloon 360° Stage. Das musikalische Angebot reicht von Folk-Pop über World Music bis zu Jazz und glänzt unter dem finnischen Augusthimmel mit einem umfangreichen Line-up nationaler und internationaler Stars. ARTE transportiert die magische Atmosphäre des Flow Festivals zu den Zuschauerinnen und Zuschauern nach Hause - unter anderem mit Acts wie dem bejubelten Produzenten und Songwriter James Blake, der Indie-Folkpop-Legende Father John Misty, der afro-psychedelischen Band BCUC und der Indie-Rockband The Holy.
16:9
01:10 Die Verschwiegene
TV-Sendung ~95 Min
(La discrète) live Romantikdrama, Frankreich 1990 Regie: Christian Vincent Autor: Jean-Pierre Ronssin Musik: Jay Gottlieb Kamera: Romain Winding
Antoine ist ein oberflächlicher Enddreißiger, der als Schriftsteller in Paris lebt. Sein Ego erfährt einen herben Knacks, als er seine schöne Freundin Solange am Bahnhof mit einem anderen Mann überrascht. Sie verlässt ihn, und Antoine fällt aus allen Wolken. Er sucht Rat bei seinem Kollegen Jean, der ihm kurz darauf einen verlockenden Vorschlag macht.Um über seine Ex hinwegzukommen, soll er eine Zufallsbekanntschaft mit einer beliebigen Frau eingehen, sie besser kennenlernen und schließlich verführen. Er soll so weit gehen, mit ihr zu schlafen, bevor er sie dann eiskalt abserviert. Seine Erfahrungen soll der Schriftsteller in einem neuartig erotischen, hemmungslos wilden Tagebuch festhalten. Der Verleger, dem dieser Vorschlag ebenfalls unterbreitet wird, ist begeistert. Antoine selbst ist dagegen zunächst entsetzt. Erst als Jean ihm nahelegt, dass er sich dadurch an allen Frauen rächen könnte, willigt Antoine ein, der das Geld aus dem Verkauf des Buches gut gebrauchen kann.Er gibt eine Annonce auf, in der er sich selbst als Verleger ausgibt und eine Schreibhilfe sucht, die er schließlich zu verführen gedenkt. Die ruhige Studentin Catherine meldet sich daraufhin, und obwohl Antoine sie anfangs für hässlich hält, stellt er sie ein und wählt sie damit für seinen Rachefeldzug aus. In seinem Manuskript nennt er sie fortan ''die Verschwiegene'' und notiert akribisch seine Fortschritte. Doch während Kollege Jean das Abenteuer seines Freundes aus rein literarischer Sicht sieht, bekommt Antoine Skrupel. Die Verführte zeigt sich klüger und gerissener als zunächst angenommen und beeindruckt den verunsicherten Antoine zunehmend. So entsteht nicht nur eine komplexe Beziehung zwischen den beiden Protagonisten, sondern auch ein Kampf zwischen den Geschlechtern, den keine der beiden Seiten zu gewinnen vermag.
HDTV
02:45 Anna Magnani
Infosendung ~55 Min
(La passion d''Anna Magnani) Der unkonventionelle Filmstar aus Rom Dokumentation, Italien, Frankreich 2017 Regie: Enrico Cerasulo - Enrico Cerasuolo
Der Weltruhm der italienischen Schauspielerin Anna Magnani begann 1945 mit Roberto Rosselinis Meisterwerk ''Rom, offene Stadt''. Berühmt ist die Szene, in der Anna Magnani als liebende Pina dem Lastwagen der deutschen Besatzer hinterherläuft, mit dem ihr Verlobter Francesco abtransportiert wird. Von hinten Fallen die Schüsse der SS-Männer und Pina stirbt noch auf der Straße. Pinas erschütternder Aufschrei nach ihrem Geliebten ist zu einem bedeutenden Antikriegsbild geworden. Der Neorealismus war eine Antwort auf den Faschismus in Italien und künstlerisch vom poetischen Realismus Frankreichs beeinflusst. Diese neue Art des Filmens wollte die Wirklichkeit ungeschminkt zeigen: das Leiden unter der Diktatur, die Armut und Unterdrückung des einfachen Volkes. Anna Magnani verkörperte solche Frauenfiguren aus dem einfachen Volk. Ihr Schauspielstil steht für einen Realismus der Leidenschaften und Gefühle. Sie inspirierte renommierte Regisseure des europäischen und des US-amerikanischen Films wie Roberto Rossellini, Luchino Visconti, Federico Fellini, Pier Paolo Pasolini, Jean Renoir, Sidney Lumet, Daniel Mann, George Cukor und Stanley Kramer. 1956 gewann sie einen Oscar für ihre schauspielerische Leistung in der Tennessee-Williams-Adaption ''Die tätowierte Rose''.Die Dokumentation zeichnet das Lebend der Schauspielerin anhand ihrer wichtigsten Rollen nach, ergänzt durch Berichte berühmter Kollegen, mit denen sie drehte. Erinnerungen ihres Sohnes Luca runden das Bild ab. Neben teilweise seltenen Archivdokumenten und Privataufnahmen bringt der Film auch ein unveröffentlichtes Interview, das die italienische Journalistin und Schriftstellerin Oriana Fallaci mit der Schauspielerin führte.
16:9
05:25 Die Zeichnungen des Christian Dior
Infosendung ~55 Min
(The Drawings of Christian Dior) Dokumentation, Frankreich 2018 Regie: Loïc Prigent
Christian Dior hob 1947 in Paris den berühmten ''New Look'' aus der Taufe: betonte Hüften, schmale Taille und ein Kleid, das bis zu 20 Meter Stoff erforderte. Paradoxerweise steht die neue Mode in krassem Gegensatz zur damaligen Realität: Der Zweite Weltkrieg ist gerade vorbei, die Frauen haben sich eben erst vom Korsett emanzipiert, und Stoffe sind echte Mangelware. Die Dokumentation lässt ehemalige Mitarbeiter, Freunde, Modehistoriker, aber auch die Schneiderinnen zu Wort kommen, die heute für Christian Dior arbeiten. Sie alle schildern die unglaublichen Entstehungsgeschichten dieser Kleider, an deren Anfang eine einfache Zeichnung stand. Die Dokumentation erzählt auch den Lebensweg des Christian Dior vom genialen Zeichner zum gefürchteten Geschäftsmann, der schließlich völlig ausgelaugt im Alter von nur 52 Jahren verstirbt. 1947 präsentiert der Modeschöpfer seine erste Kollektion; doch bereits 1956 hat er sich ganz verausgabt. Seine Geschäftsstrategie ist pfiffig und effizient: Er erfindet die legendäre Dior-Silhouette einfach jede Saison neu. Dior wird zum regelrechten Modediktator: Er bestimmt das gesamte Design der Kleider - ihre Länge, die Schulterbreite, die Farbgebung und die Form. Sein Team wächst schnell, er investiert und erwirbt die Gebäude rund um sein erstes Geschäft in der Avenue Montaigne. Doch schon damals weiß er, dass er dieses Tempo nicht lange durchhalten wird ... In weiser Voraussicht stellt er selbst seinen Nachfolger ein: Es ist kein anderer als der junge Yves Saint Laurent, kaum 21 Jahre alt. 1957 erliegt Christian Dior einem Herzinfarkt. Seine Zeit im Rampenlicht dauerte nur zehn Jahre, doch sein Modeimperium besteht bis heute - und seine Zeichnungen faszinieren wie eh und je.
16:9
06:20 Lola und Ludwig
Infosendung ~55 Min
Die Mätresse und ihr König Dokumentation, Deutschland 2016 Regie: Wolf Truchsess von Wetzhausen
Nur wenige Frauen führten im 19. Jahrhundert ein so schillerndes Leben wie Lola Montez. Sie war der Traum vieler Männer, sollte für einen aber zum Alptraum werden: für König Ludwig I. von Bayern. Nach einer zweijährigen Liaison mit Lola wurde der alternde Frauenheld von seiner Familie und seiner Regierung zum Abdanken gezwungen. Seine Hoffnung, danach endlich wieder mit seiner ''Lolita'' vereint zu sein, sollte sich nicht erfüllen. Geboren wird Lola Montez als Eliza Gilbert. Der Vater stirbt früh, die Mutter steckt sie in ein Internat. Eine arrangierte Ehe mit einem 60-Jährigen schlägt sie aus, flüchtet mit dem Liebhaber ihrer Mutter von Indien nach Großbritannien, heiratet ihn, betrügt ihn, wird wegen Ehebruchs geschieden. Mit Anfang 20 hat Lola bereits ein wildes Leben hinter sich. Eine weitere Ehe kommt nach einer solchen Scheidung nicht in Frage. Die moralischen Vorstellungen sind eng. Lola muss einen anderen Weg einschlagen. Sie wird Tänzerin. Rastlos reist sie durch Europa, verursacht Skandale, wo sie auftaucht. Überall findet sie neue Liebhaber, die Männer halten sie aus. In Paris begegnet sie ihrer großen Liebe, wie sie später schreibt. Doch der junge, sehr gut aussehende Alexandre Henri Dujarier stirbt bei einem Duell. Wieder macht sich Lola auf die Reise, diesmal nach Wien. Ein Zwischenstopp in München sollte dazu führen, dass man sich noch heute an sie erinnert. Lola spielt mit den Männern, aber sie ist auch eine Getriebene. Nach Ludwig I. geht sie nach Amerika, tritt am Broadway auf, schreibt Bücher. Mit nur 39 Jahren stirbt Lola Montez in New York.
Untertitel16:9
07:15 GEO Reportage: Lettland
Infosendung ~50 Min
(360° - Geo Reportage) Das Land der Sänger Dokureihe, Frankreich, Deutschland 2014 Regie: Galina Breitkreuz
Die Geschichte Lettlands, vor allem die der Besatzung, hat sich in das Stadtbild von Riga geschrieben. Viele Denkmale erinnern an die einst Mächtigen, Befreier und Okkupanten gleichermaßen. Die Traditionen der heute rund zwei Millionen Letten, ihre Sprache, die Kultur, vor allem aber ihre alten Lieder waren über Jahrhunderte einigende Kraft des Widerstands. 1991, als die Letten in Riga ihre Unabhängigkeit von der Sowjetmacht erkämpften, ging ein ganzes Volk mit der ''Singenden Revolution'' in die Geschichte ein. ''GEO Reportage'' ist den Letten und ihrer Liedkultur auf der Spur. ''Die Volkslieder sind unser Spiegelbild. Sie sind überliefert, sind unser Leben: Im Grunde genommen sind sie die schriftliche Geschichte des Volkes'', sagt Ints Teterovskis, der berühmteste Chorleiter Lettlands. Der attraktive und umtriebige 42-Jährige ist im ganzen Land bekannt wie ein Popstar. Viele junge Mädchen und Jungen wünschen sich nichts mehr, als in seinen Chor Balsis aufgenommen zu werden. Doch die Auswahlkriterien bei den Castings sind hart, nur die besten Stimmen dürfen im Konzertchor mitsingen. Woher kommt diese große Liebe zu den eigenen Volksliedern? Was verbindet in Lettland Jung und Alt, Arm und Reich mit ihren volkstümlichen Gesängen? Der berühmte Chorleiter Ints Teterovskis und die 16-jährige Krista Ziemele aus der kleinen Küstenstadt Pavilosta sind nur zwei Menschen, deren Leben tief mit dem Gesang und der Liebe zu den Liedern Lettlands verbunden sind. Sie gewähren einen tiefen Einblick in die Seele eines Volkes. Rund um die Welt gibt es spannende Stories, die es zu erzählen lohnt. Journalisten reisen mit der Kamera um den Globus, um die besten Geschichten zu finden und für die Zuschauer zu dokumentieren. Fündig werden sie sowohl in abgelegenen Gegenden, aber auch in großen Städten – überall gibt es Abenteuerliches und Interessantes zu entdecken. Natürlich spielen vor allem auch die Menschen der jeweiligen Gebiete ein große Rolle.
16:9
08:05 GEO Reportage: Andalusien
Infosendung ~55 Min
(GEO Reportage) Edle Pferde, wilde Stiere Reportagereihe, Frankreich, Deutschland 2014 Regie: Svea Andersson
Bereits im Mai klettern die Temperaturen in Andalusien auf über 30 Grad. Bis zum Herbst fällt so gut wie kein Regen mehr. Familie Belenchon bereitet sich mit ihren 400 Rindern und 2.300 Schafen auf den großen Frühjahrstreck vor. Weil im Sommer auf ihrem Pachtland nicht mehr genug Futter wächst, müssen sie Ende Mai in den 400 Kilometer entfernten, kühleren und feuchteren Norden umziehen. Die Belenchons gehören zu den wenigen Familien, die die alte Tradition der Wanderweidewirtschaft bis heute leben. Seit sieben Jahren treiben Maráa und Andrés die Rinder wieder mit Pferden, wie in alten Zeiten. Zuvor hatten sie über einige Jahre versucht, die Tiere per Lkw zu den angestammten Ländereien zu transportieren, doch hohe Kosten und erhöhter Stress für die Tiere haben sie wieder zu alten Gewohnheiten zurückkehren lassen. In diesem Jahr bekommen sie auf einigen Kilometern ungewohnte Unterstützung. Eine neugegründete Schule, die der Transhumanz, also dem Treiben der Rinder zu Pferd, zu einer Renaissance verhelfen will, schickt ihre ersten Schüler zum Praxistest vorbei. Werden sich die Neulinge auf den harten, schwierigen Treck bewähren? Und werden alle Tiere auch in diesem Jahr wohlbehalten auf ihren Sommerwiesen ankommen? Rund um die Welt gibt es spannende Stories, die es zu erzählen lohnt. Journalisten reisen mit der Kamera um den Globus, um die besten Geschichten zu finden und für die Zuschauer zu dokumentieren. Fündig werden sie sowohl in abgelegenen Gegenden, aber auch in großen Städten – überall gibt es Abenteuerliches und Interessantes zu entdecken. Natürlich spielen vor allem auch die Menschen der jeweiligen Gebiete ein große Rolle.
16:9
11:15 Im Schatten des Supervulkans
Infosendung ~55 Min
(The Next Pompeii?) Droht ein neues Pompeji? Dokumentation, England 2019 Regie: Duncan Bulling
Neapel wird von zwei mächtigen aktiven Vulkanen flankiert. Im Osten vom Vesuv, der einst die Stadt Pompeji zerstörte, und im Westen lauert eine noch größere Gefahr, ein schlafender Riese: die Phlegräischen Felder - ein Supervulkan, der Wissenschaftlern zufolge immer aktiver wird. Sie überwachen das Gebiet rund um die Uhr, wo drei Millionen Menschen mit der Gefahr eines Vulkanausbruchs leben. Die Forscher wissen, dass die Vulkane erneut ausbrechen werden: Das Gebiet um Neapel ist eine der am stärksten von vulkanischer Aktivität bedrohten Regionen der Welt, da hier zwei der großen tektonischen Platten des Planeten, die Eurasische und die Afrikanische, aufeinandertreffen. Die Phlegräischen Felder bieten Anlass zur Sorge: Der Kohlendioxid-Ausstoß hat in den vergangenen zehn Jahren deutlich zugenommen, und das bedeutet, dass Magma näher an die Oberfläche steigt. Doch welche Zerstörungen könnte ein Ausbruch anrichten? Um diese Frage zu beantworten, wirft die Dokumentation einen Blick in die Vergangenheit: 79 nach Christus legte ein Ausbruch des Vesuvs die gesamte römische Stadt Pompeji in Schutt und Asche und forderte über 2.000 Todesopfer. Auch ein Ausbruch der Phlegräischen Felder könnte einen todbringenden Asche- und Steinregen sowie pyroklastische Ströme verursachen. Der italienische Zivilschutz, der auch bei Naturkatastrophen zuständig ist, arbeitet derzeit an einem neuen Evakuierungsplan. Wenn es zu einem Ausbruch kommt, müssen die Behörden mit 72 Stunden Vorlauf benachrichtigt werden, um die Bevölkerung in Sicherheit bringen zu können. Bei so vielen potenziellen Opfern ist der Druck auf die Wissenschaftler enorm: Ständig perfektionieren sie ihr Frühwarnsystem. Prof. Dr. Luca De Siena ließ beispielsweise Messstationen rund um die Phlegräischen Felder aufstellen, die Aufwölbungen der Erde durch Magma-Ansammlungen melden. Eines Tages wird der Berg wieder Feuer spucken. In einem Wettlauf gegen die Zeit tun die Forscher alles in ihrer Macht Stehende, um für eine eventuell bevorstehende Vulkan-Apokalypse gewappnet zu sein.
16:9



Programm - Nachmittag

 
12:10 Planet Sand
Infosendung ~45 Min
(Planète Sable) China - Der Kampf gegen den ''Gelben Drachen'' Staffel 1: Episode 1 Naturreihe, Frankreich 2016 Regie: Thierry Berrod - Paul-Aurélien Combre Kamera: Olivier Halin - Benoit Demarle
China ist bedroht. Seine uralten, vor langer Zeit im Norden und in der Mitte des Landes entstandenen Wüsten wachsen unaufhörlich. Und neue bilden sich. Aride und semiaride Gebiete bedecken mittlerweile die Hälfte des Landes. Die Wüsten breiten sich in besiedeltem Gebiet aus und verdrängen dort wertvolles Ackerland in dramatischer Weise. Die natürlichen Vegetationsbarrieren am Rande der Wüsten reichen nicht aus und können den Sandstaub, der sich auf Peking niederlässt, nicht mehr aufhalten. Jedes Frühjahr verschwindet die chinesische Hauptstadt samt Umland tagelang in Sandstürmen, die 270 Millionen Menschen die Luft zum Atmen nehmen. Untersuchungen zufolge gingen im Jahr 2010 über Peking mehr als 1.300.000 Tonnen Sandstaub nieder. Die Sandstürme kommen aus Regionen, die aus vier Gründen verwüstet sind: Raubbau, Entwaldung, Wassermangel und zunehmende Urbarmachung für die Viehzucht. China kämpft gegen diesen ''Gelben Drachen'', der das Land zu verschlingen droht. Eine Armee von 32.000 Regenmachern kämpft tagtäglich an der Front und baut eine ''Grüne Mauer'', so lang wie die Chinesische Mauer, die den Feind in Schach halten soll. Durch die Analyse des Staubs, der regelmäßig über Peking niedergeht, haben die Forscher erfahren, dass dieser aus Wüsten stammt, die sich mehrere Hundert Kilometer von der Stadt entfernt befinden. Die latente Gefahr beunruhigt die chinesischen Behörden so sehr, dass sie die Wüsten unter strenge Überwachung gestellt haben.
16:9
13:40 Planet Sand
Infosendung ~45 Min
(Planète Sable) Atacama - Dem Wasser auf der Spur Staffel 1: Episode 3 Naturreihe, Frankreich 2016 Regie: Thierry Berrod Autor: Paul-Aurélien Combre Kamera: Olivier Halin - Benoit Demarle - Jean-Pierre Rivalain - Quincy Russel - Quincy Russell
Die Atacama-Wüste erstreckt sich über ganz Nordchile bis hinein nach Bolivien, Peru und Argentinien. Sie ist zwar weder die größte noch die heißeste Wüste, gilt aber als trockenste Wüste der Erde. Sie ist extrem arid, eine Wüste, in der kein Regen fällt. Im zentralen, trockensten Bereich regnet es nie. Diese Trockenheit hat sichtbare Folgen: Nirgendwo gibt es weniger Leben als in der Atacama-Wüste - ohne Regen, Luftfeuchtigkeit und Grundwasser ist sie der lebensfeindlichste Ort unseres Planeten. Der zentrale Bereich der Atacama ist eine felsige, staubige Landschaft, in der sich nichts regt. Seit Jahrmillionen herrscht hier extreme Trockenheit. Am Rande der Wüste jedoch finden sich einige weniger lebensfeindliche Orte. Im Westen grenzt die Atacama an den Pazifik, an dessen Küste diverse Großstädte liegen. Im Osten steigt sie bis an die Vorgebirge der Anden, wo die Ureinwohner ihre Dörfer gegründet haben und es Wasser gibt. Doch trotz ihrer Unwirtlichkeit hat die Wüste einen attraktiven Aspekt: Sie birgt bedeutende Bodenschätze wie Erze. Die Bergbauindustrie sowie große Städte entlang der Küste haben die kostbaren Wasserressourcen in Beschlag genommen - auf Kosten kleinerer Dörfer und sensibler Ökosysteme. Wissenschaftler setzen sich ein, um diesem Problem entgegenzuwirken: Um der Bedrohung von Mensch und Umwelt entgegenzuwirken, tritt die Forschung auf den Plan: Es gilt, Wasserkreisläufe zu verstehen, Ressourcen zu managen, um die letzten Oasen zu retten. Von den kleinsten Lebensformen bis zur Großindustrie sind mittlerweile alle dem Wasser auf der Spur. Die extreme Trockenheit in der Atacama schürt immer wieder Konflikte. Dies zeigt, wie schwierig es ist, die Wasserressourcen gerecht aufzuteilen. Die wenigen verbliebenen Ökosysteme sind als kleine Inseln des Lebens von besonderer Bedeutung, denn sie helfen den Wissenschaftlern im Kampf gegen die Desertifikation.
16:9
15:10 Planet Sand
Infosendung ~45 Min
(Planète Sable) Sahara - Der Wüste die Stirn bieten Staffel 1: Episode 5 Naturreihe, Frankreich 2016 Regie: Paul-Aurélien Combre Kamera: Thierry Berrod - Olivier Halin - Benoit Demarle - Jean-Pierre Rivalain
Weltweit fallen fruchtbare Böden den wachsenden Wüsten zum Opfer. Afrika ist davon besonders stark betroffen. Die Sahara erstreckt sich über zehn Länder, vom Atlantik bis zum Roten Meer. Im Norden grenzt sie an das Mittelmeer und im Süden an die Sahelzone, einen semiariden Übergangsraum zu den Tropen. Die Sahara war nicht immer so lebensfeindlich. Vor 6.000 bis 8.000 Jahren herrschte ein deutlich feuchteres Klima. Angesichts der heutigen Landschaft ist es schwer vorstellbar, dass hier einst ein grüner Garten Eden lag, eine herrliche, baumbestandene Savanne mit einer vielfältigen und artenreichen Fauna. Doch in einem Jahrhundert hat sich die Wüste 250 Kilometer nach Süden ausgebreitet - über eine 6.000 Kilometer lange Front. Der Boden wurde unfruchtbar, und die Menschen mussten fliehen. Marokko und der Senegal haben der Wüste entschlossen den Kampf angesagt. Oasen und Palmenhaine, die aufgrund des Klimawandels und durch Wasserknappheit akut bedroht sind, sollen im Rahmen eines nachhaltigen Umweltschutzprogramms gerettet werden. Das Projekt der Großen Grünen Mauer soll die Desertifikation der Sahelzone stoppen. Ziel des Projekts ist es, über 800.000 Hektar wieder urbar zu machen. Deshalb hat die Afrikanische Union im Jahr 2005 beschlossen, die Große Grüne Mauer zu bauen: Mit bis zu zwei Millionen neuen Pflanzen jährlich sollen Flächen von der Wüste zurückerobert werden. Die Mauer soll mindestens fünf Kilometer breit und 7.000 Kilometer lang sein und so etwa von Dakar im Westen nach Dschibuti im Osten Afrikas reichen. Gepflanzt werden sollen einheimische Bäume und Sträucher sowie andere Pflanzen, die sowohl als Nahrung für den Eigenbedarf als auch als Rohstofflieferanten für den Export geeignet sind.
16:9
15:55 24 Stunden
Infosendung ~95 Min
(Un Jour en Europe) Spanien Staffel 1: Episode 5 Dokureihe, Frankreich 2017 Regie: Timothée Janssen Autor: Alba Lombardia Kamera: Matthieu Valluet
Spanien kann mehr als Sonne und Urlaub: Der Dokumentarfilm besucht die geschichtsträchtigen Metropolen des Landes, die über ein reiches kulturelles Erbe verfügen und heute als Motor der Wirtschaft gelten, wie Madrid, Barcelona, Bilbao oder Sevilla. Die Reise führt außerdem in die großen Hafenstädte des Landes, von Galicien im Nordwesten entlang der Mittelmeerküste bis nach Cádiz im Südosten. Vigo, Barcelona, Valencia und Algeciras stehen heute ganz neuen Herausforderungen gegenüber. Weitere Küstenabschnitte sind nach den dort dominierenden Farben benannt, die aus der Luft gut erkennbar sind, wie die Costa Verde, Costa Dorada oder die Costa Blanca. Sie sind Symbol für Sonne, Playa und Fiesta. Spanien hat es nicht zuletzt seinem Klima zu verdanken, dass es zu den großen Tourismusnationen zählt und jedes Jahr mehr als 80 Millionen Urlauber anzieht. Im Landesinneren liegen weitläufige ländliche Regionen wie die Extremadura und La Mancha sowie die Täler der Flüsse Duero und Ebro, aber auch die riesigen landwirtschaftlich geprägten Tiefebenen Andalusiens und Murcias. Hier wächst das Gemüse, das es überall in Europa zu kaufen gibt. Einen Tag in Spanien zu verbringen bedeutet auch, wilde Landschaften zu entdecken, die von den Auswirkungen der Immobilienspekulation und einer wasserintensiven Landwirtschaft verschont geblieben sind. In Spanien gibt es heute mehr als 130 Naturparks, die äußerst vielfältige Landschaften bieten: das Ordesa-Tal und der Monte Perdido, ein wahrhaftiges Paradies für Kletterer, der Nationalpark Picos de Europa, Rückzugsgebiet für Adler und Gämsen, und das Salzgewinnungsgebiet Ses Salines mit seinen Meeres- und Vogelschutzgebieten.
16:9



Programm - Abend

 
19:30 Ein Palast in Marrakesch
Infosendung ~45 Min
Dokumentation, Deutschland 2013 Regie: Uli Patzwahl
Die im Südwesten Marokkos gelegene Stadt Marrakesch war die Endstation für die Karawanen aus der Sahara mit ihren Teppichen und ihrem Salz, ein Marktplatz für die Geschichtenerzähler des gesamten Orients, die Zuflucht für die Mauren nach der Vertreibung aus Andalusien und eine stetige Inspiration für die Baumeister, Handwerker und Künstler des Landes. In den letzten Jahren ist die Stadt zum wichtigsten marokkanischen Reiseziel für Europäer geworden. Zahlreiche Riads, traditionelle Innenhofhäuser in der Altstadt, wurden zu schmucken Pensionen umgebaut. Viele große Paläste, sofern nicht Staatseigentum, gerieten in den Blick von Investoren und europäischem Jetset. Die Dokumentation gewährt einen exklusiven Einblick in einen der wichtigsten traditionellen Wohnpaläste Marrakeschs, den Palais Soleiman, und präsentiert die verborgene Seite der ''Perle des Südens''. Inmitten einer märchenhaften, pulsierenden Kulisse zeigt sie den Alltag, die Lebenskultur und die Geschichten einer altehrwürdigen und zugleich modernen marokkanischen Familie. Nur durch einen Zufall kam der grandiose Palast in den Besitz der Familie Segueni. Nun ist er die Lebensaufgabe des 35-jährigen Sohnes Driss. Er sucht nach einzigartigen Lampen, nach seltenen Fliesen, plant mit seinem Baumeister die Fortführung des Generationen-Bauwerks und überlegt, wie der bevorstehende islamische Feiertag, das traditionelle Aschura-Fest, in dem Palast angemessen gefeiert werden kann. Neben dem Hausherrn kommen auch die Palastangestellten zu Wort: die junge Köchin Nadschat, der Ökonom und Hausmeister Habib und Baumeister Hadsch.
16:9
21:10 Gesucht: Der Soundtrack der Antike
Infosendung ~55 Min
(Echos de l''Antiquité) Dokumentation, Frankreich 2021 Regie: Bernard George
In den letzten 30 Jahren hat sich ein Zweig der Altertumsforschung dank neuer digitaler Technologien und interdisziplinärer Ansätze enorm weiterentwickelt: die Musikarchäologie. Ihr Ziel ist es, die Musik der Antike zu entdecken. Von den sagenumwobenen Stätten Griechenlands bis zu den Tempeln von Dendera in Ägypten, vom geheimnisvollen Delphi bis Pompeji: An zahlreichen bedeutenden Schauplätzen der Geschichte wurden die Überreste alter Instrumente wie Harfe, Tamburin, Aulos und Cornu gefunden. Sie sind ebenso unterschiedlich wie eindrucksvoll dokumentiert, etwa durch Mosaike, Keramiken und Statuen, auf denen überraschend häufig Szenen des Musizierens abgebildet sind. Einige Quellen geben außerdem Aufschluss über die Funktion der Musik in den Hochkulturen Ägyptens, Griechenlands und im Römischen Reich. Schon in der Antike begleitete Musik die Menschen in vielen Lebenslagen, von der Geburt bis zum Tod, ob im Krieg oder bei religiösen Ritualen, zu politischen Zwecken oder auch nur zur Unterhaltung.Die Dokumentation stützt sich zum Beispiel auf antike griechische Partituren. Ihr Notationssystem konnte mit Hilfe eines Textes entschlüsselt werden, der dank der Kopisten des Mittelalters zumindest in Teilen überliefert wurde: Alypios'' ''Einführung in die Musik''.Einige Fundstücke haben den Musikarchäologen nun ermöglicht, den jahrtausendealten Partituren Leben einzuhauchen: die Seikilos-Stele, die nahe Ephesos in der Türkei gefunden wurde und auch ''das älteste Lied der Welt'' genannt wird, oder die Hymnen an Apollon, die an den Wänden Delphis entdeckt wurden. Und nicht zuletzt der Papyrus, der vor einigen Jahren im Depot des Louvre wieder auftauchte. Er bildet den Teil einer Arie aus der Tragödie ''Medea'' ab. Eine faszinierende Forschungsreise auf den Spuren antiker Klangwelten rund ums Mittelmeer.
16:9
23:00 Der geheimnisvolle Brillenbär
Infosendung ~45 Min
Dokumentation, Frankreich 2020 Regie: Philippe Molins
Wegen der weißen Zeichnung rund um seine Augen wird der Andenbär auch Brillenbär genannt. Seit 1973 ist er als gefährdete Tierart gelistet, und ab 2030 wird er voraussichtlich als vom Aussterben bedroht eingestuft, wenn er durch Entwaldung und Wilderei weiter seinen natürlichen Lebensraum verliert. In den Nebelwäldern des ecuadorianischen Andenmassivs leben nur noch schätzungsweise 2.000 bis 3.000 Exemplare. Der Biologe Andres Laguna und sein Assistent Danilo Vasquez erforschen Brillenbären, um einen effizienten Rettungsplan für die Tiere auszuarbeiten. In einem Tal im Norden Ecuadors beobachten sie etwa 30 Tiere. Jedes einzelne statten sie mit Erkennungsbogen und Namen aus, einige auch mit Peilsender. Seit zehn Jahren ziehen die beiden Wissenschaftler Rückschlüsse aus den von den Bären hinterlassenen Spuren. Dank neuer Wildkameras können sie die Gewohnheiten der Bären ergründen und die Tiere genau verorten. Im Nebelwald verfolgen sie die Bärin Martina mit ihren Jungen und beobachten bisher unbekannte Verhaltensweisen. Brillenbären besitzen die bemerkenswerte Angewohnheit, auf Bäumen zu schlafen, um sich so in bis zu 20 Meter Höhe vor am Boden lauernden Gefahren zu schützen. Die einzelgängerischen Tiere haben klar festgelegte Reviere. Da die Landwirte ihr Acker- und Weideland immer weiter auf die angestammten Verbreitungsgebiete der Bären ausdehnen, sind die Tiere gezwungen, sich Nahrung auf den Bauernhöfen und Feldern zu suchen. Die listige Bärendame Martina dringt ganz keck auf die Felder der Bergbauern vor. Den Bauern ist das Zusammenleben mit den Bären, die ihre Maisfelder plündern und ihr Weidevieh anfallen, ein Dorn im Auge. Die Biologen müssen sich etwas einfallen lassen.
16:9
23:45 Tierisch gute Väter
Infosendung ~45 Min
(Stay-at-Home Animal Dads) Wenn Nestwärme Männersache ist Tierdoku, Kanada 2018 Regie: Ari A. Cohen
Jenseits aller gängigen Vorstellungen von Brutpflege präsentiert die Dokumentation die ''stillen Stars'' des Tierreichs: treusorgende Väter. Von den Küsten British Columbias über Australien bis zu den antarktischen Nestern der Kaiserpinguine führt der Film durch unterschiedliche Lebensräume, in denen anstelle der freiheitsliebenden Mütter hingebungsvolle Tierväter die Brutpflege übernehmen. Dank verschiedenster wissenschaftlicher Herangehensweisen, Nahaufnahmen von Unterwassernestern und verblüffender Einblicke in unterschiedlichste Lebensräume erleben die Zuschauer, wie die Natur menschliche Rollenvorstellungen von Geburt, Brutpflege und Erziehung über den Haufen wirft. Die Dokumentation beginnt mit einem schwangeren Seepferdchen-Männchen, das nicht nur die Brut, sondern auch die Geburt der Jungen übernimmt. Weiter geht es nach Australien, wo sich Emu-Väter 18 Monate lang in völliger Einsamkeit um das Ausbrüten und die Rundumpflege des Nachwuchses kümmern, während sich die Mütter nach dem Legen der Eier einfach aus dem Staub machen und zuweilen sogar fremde Brutnester attackieren. Einige Weberknecht-Arten im brasilianischen Regenwald beschützen die Eier und Jungtiere der Weibchen, mit denen sie sich gepaart haben, vor Fressfeinden, Hungertod und sogar vor dem Appetit der eigenen Mutter. Opferbereite Tierväter finden sich rund um den Erdball, selbst in der Antarktis, wo männliche Kaiserpinguine oft mehrere Monate ohne Nahrung verharren, um ihre Eier vor der Eiseskälte zu schützen und dabei bis zu 40 Prozent ihres Körpergewichts einbüßen. Die Filmdokumentation zeigt in atemberaubenden Bildern, wie Tiermännchen auf der ganzen Erde ihre Vaterfunktion wahrnehmen, und stellt dabei überkommene Vorstellungen von Geschlechterrollen auf den Kopf. Leicht verständliche wissenschaftliche Erläuterungen aus dem Off, wunderbare Unterwasser-Nahaufnahmen und seltene Einblicke in Brutnester machen aus ''Tierisch gute Väter - Wenn Nestwärme Männersache ist'' eine faszinierende Dokumentation tierischer Sozialisation und Brutpflege, wie man sie so noch nie gesehen hat.
Untertitel16:9