mdr Programm 23.05.

   
   Was läuft beim TV Sender mdr

Was läuft 23.05. im TV-Programm von mdr?

Das mdr Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

mdr Programm - Vormittag

 
02:30 Polizeiruf 110: Still wie die Nacht
Spielfilm ~85 Min
Krimireihe, Deutschland, DDR 1988 Regie: Hans Joachim Hildebrandt - Thomas Jacob - Helmut Krätzig Autor: Lutz Schön - Eberhard Görner Musik: Karl Ernst Sasse - Giacomo Puccini Kamera: Günter Eisinger
Eine Serie von Wohnungseinbrüchen bringt Unruhe unter die Gäste eines Thüringer Kurortes. Hauptmann Reichenbach stößt bei seinen Ermittlungen immer wieder auf Horst Plessow, einen charmanten Klavierlehrer. Alle Opfer des unbekannten Täters haben die beliebten musikalischen Soireen Plessows besucht, der nicht nur mit Musik die Herzen von Frauen für sich gewinnt. Ein Zusammenhang zwischen den Besuchen bei Horst Plessow und den Wohnungseinbrüchen scheint für Hauptmann Reichenbach nicht mehr ausgeschlossen. Doch wer ist der Täter? Horst Plessow hat für die Tatzeit jedes Mal ein sicheres Alibi. Er muss also, wenn der Verdacht Reichenbachs stimmt, einen Komplizen haben. Hauptmann Reichenbach: Friedhelm Eberle Oberleutnant Grawe: Andreas Schmidt-Schaller Leutnant Baumert: Karin Düwel Horst Plessow: Jürgen Zartmann Falk Liebig: Gert Gütschow Renate Liebig: Irma Münch Elsa Biedermann: Heide Kipp Kerstin: Daniela Hoffmann Uta Mahlow: Regina Heintze und andere Was der ''Tatort'' für Westdeutschland war, war der ''Polizeiruf 110'' für die ehemalige DDR. Aufgrund der hohen Qualität und Beliebtheit bei den Zuschauern überlebte das Format auch die Wiedervereinigung. Seitdem läuft die Krimiserie als gesamtdeutsche Ausstrahlung auch mit westdeutschen Kommissaren und Einsatzorten.
Untertitel
08:00 Landärztin aus Leidenschaft
Infosendung ~30 Min
Dokumentation, Deutschland 2020
Bei allem Fortschritt in der Medizin empfinden sich viele Menschen zunehmend als Behandlungsobjekt in einem anonymen medizinischen Betrieb. Fallpauschalen und eine enge Taktung lassen für das Gespräch zwischen Arzt und Patient wenig Raum. Bei der Landärztin Bärbel Christl ist das anders. ''Bei mir bekommt jeder die Zeit, die er braucht'', sagt sie lächelnd. Dieser Mehraufwand hat seinen Preis. Es ist oft spät, wenn sie die Praxis im niederbayerischen Wegscheid an der österreichischen Grenze verlässt. Doch auch in ihrem Zuhause, einem abgelegenen ehemaligen Bauernhaus, empfängt sie Patienten, wenn sie der Schmerz plagt. Für Bärbel, wie sie ihre Patienten liebevoll duzen, ist die Heilkunst kein Job, sondern eine Berufung. Ihr geht es nicht nur um eine umfassende medizinische Betreuung, sondern um Lebensbegleitung. Weil sie immer wieder feststellt, dass viele Beschwerden Ausdruck sozialer Probleme sind, interessiert sie sich auch für die Lebensumstände ihrer Patienten. Der ländliche Charakter ihres Wirkbereichs, wo jeder noch jeden kennt, kommt ihr da zugute. Vor allem die älteren Patienten schätzen an ihr, dass sie ihre Sprache spricht. Für sie steht fest: ''Wer den Dialekt der Bewohner des Bayerischen Waldes nicht beherrscht, versteht auch nicht, wie sie ihren Schmerz ausdrücken.'' Dem Bedürfnis nach Berührung und Nähe ihrer Patienten will sie auch unter den Pandemiebedingungen entgegenkommen. Bärbel Christl will möglichst nah am Puls ihrer Patienten sein. Leid hat sie oft genug am eigenen Leib erfahren. Als nach dem Verlust von zwei Brüdern ihr erster Mann an Leukämie starb, war ihr Vertrauen in die Medizin zunächst erschüttert. Erst langsam erholte sie sich von diesen Schicksalsschlägen. ''Heute ist es vielen ein Trost'', gesteht sie ''wenn sie erfahren, dass auch ich all das überstanden habe.'' Überzeugt, dass auch Humor eine Medizin ist, bemüht sich Bärbel Christl, ihren Patienten eine positive Lebenseinstellung zu vermitteln. Ihr Optimismus steckt an. Als Filmemacher Max Kronawitter sie bei Hausbesuchen begleitet, kommt bei ihm Wehmut auf: Wo gibt es noch Hausärzte von ihrem Schlag? (BR)
Untertitel16:9
09:30 Die Gartenmeister
Infosendung ~25 Min
Aufbruch im Gartenreich Staffel 1: Episode 1 Dokureihe, Deutschland 2020
Die Gärtenmeister pflegen das größte Blumenbeet Europas, auf dem allein schon 67.400 Pflanzen wachsen. Und sie betreuen eine europaweit einmalige Kakteensammlung. Erst die Gartenmeister machen einen der größten Garten- und Freizeitparks Deutschlands, den 36 Hektar großen egapark in Erfurt, zu einem Paradies. Ein Ort mit Geschichte, denn bereits 1961 fand auf dem Gelände die erste Internationale Gartenbauausstellung statt. Die Gartenmeister sind in der Stadt - und weit darüber hinaus - so bekannt wie ihre Leipziger Kollegen, die Tierpfleger aus der Sendereihe ''Elefant, Tiger und Co.''. Das mag auch am ''MDR Garten'' liegen, der Ratgebersendung des MDR-Fernsehens, die im egapark produziert wird und die ohne die vielen Pflanz- und Pflegetipps der Gartenmeister undenkbar wäre. Ihre Gesichter sind daher bekannt und bei ihrer Arbeit im egapark werden sie oft angesprochen. Originale wie Jürgen Meister haben dann immer einen flotten Spruch auf den Lippen und geben ihr Wissen gerne an die Besucher weiter. Ein Team des MDR-Fernsehens konnte zu keinem besseren Zeitpunkt eine spannende Langzeitbeobachtung über die Gartenmeister und ihre Abenteuer produzieren. Seit August 2019 sind etwa 50 Stunden Drehmaterial entstanden, aus denen die Dokusoap ''Die Gartenmeister'' entstanden ist. Denn seit einiger Zeit ist das Gartenparadies im Umbruch und viele Bauarbeiter, Bagger und Kräne bringen den egapark gewaltig durcheinander. Erfurt rüstet sich für die Bundesgartenschau 2021 und der Park putzt sich als BUGA-Hauptstandort heraus. Mitten im Park entsteht die neue Attraktion ''Danakil'', ein riesiges Wüsten- und Urwaldhaus, benannt nach der afrikanischen Wüste Danakil. Die Besucher betreten das spektakuläre Haus später durch einen Wadi, einen ausgetrockneten Flusslauf, während ihnen heißer Wüstensand ins Gesicht bläst. Sie gelangen in eine perfekt inszenierte Wüstenlandschaft und werden durch Schleusen von der Wüste in den Urwald geleitet. Neben die Pflanzen werden sie auch Schlangen und Skorpionen begegnen. Aber all das ist Zukunftsmusik und entsteht innerhalb der Dokusoap. Die Gartenmeister müssen eine Reihe von Problemen lösen. Beispielsweise ziehen sie mit ihren 800 Kakteen aus den baufälligen Gewächshäusern ins neue Wüstenhaus. Aber ihre größten Exemplare sind über fünf Meter hoch, über die Jahre sehr krumm gewachsen und passen eigentlich nicht mehr durch die Tür. Das schafft auch nicht der große Spezialkran, der ihnen sonst immer beim Umtopfen der riesigen Palmen hilft. Kurzum: Im egapark ist nichts mehr, wie es war. Folge 1: Seit einem Jahr kann Marianne Ehlers, die Kakteenexpertin im Erfurter egapark, an nichts anders mehr denken: Wie zieht man mit 800 Kakteen um? Aber keine kleinen Exemplare von der Fensterbank, sondern bis zu fünf Meter hohe Kakteen mit zentimeterlangen gefährlichen Dornen, die man nur mit Schutzhandschuhen und Schutzbrillen bewegen darf. Über die Monate haben Marianne und ihre Gartenmeisterkollegen alle Kakteen ausgegraben und umgetopft. Erst wenn sie im riesigen Topf neue Wurzeln gebildet haben, dürfen sie umziehen. Heute ist es soweit und der große Umzug beginnt.
Untertitel16:9
11:35 Die Gartenmeister
Infosendung ~25 Min
Das große Finale Staffel 1: Episode 6 Dokureihe, Deutschland
Die Gärtenmeister pflegen das größte Blumenbeet Europas, auf dem allein schon 67.400 Pflanzen wachsen. Und sie betreuen eine europaweit einmalige Kakteensammlung. Erst die Gartenmeister machen einen der größten Garten- und Freizeitparks Deutschlands, den 36 Hektar großen egapark in Erfurt, zu einem Paradies. Ein Ort mit Geschichte, denn bereits 1961 fand auf dem Gelände die erste Internationale Gartenbauausstellung statt. Die Gartenmeister sind in der Stadt so bekannt wie ihre Leipziger Kollegen, die Tierpfleger aus der Sendereihe ''Elefant, Tiger und Co.'' Das mag auch am ''MDR Garten'' liegen, der Ratgebersendung des MDR-Fernsehens, die im egapark produziert wird und die ohne die vielen Pflanz- und Pflegetipps der Gartenmeister undenkbar wäre. Ihre Gesichter sind daher bekannt und bei ihrer Arbeit im egapark werden sie oft angesprochen. Originale wie Jürgen Meister haben dann immer einen flotten Spruch auf den Lippen und geben ihr Wissen gerne an die Besucher weiter. Ein Team des MDR-Fernsehens konnte zu keinem besseren Zeitpunkt eine spannende Langzeitbeobachtung über die Gartenmeister und ihre Abenteuer produzieren. Seit August 2019 sind etwa 50 Stunden Drehmaterial entstanden, aus denen die am 24. August startende 5teiligen Dokusoap ''Die Gartenmeister'' entstanden ist. Denn seit einiger Zeit ist das Gartenparadies im Umbruch und viele Bauarbeiter, Bagger und Kränen bringen den egapark gewaltig durcheinander. Erfurt rüstet sich für die Bundesgartenschau 2021 und der Park putzt sich als BUGA-Hauptstandort heraus. Mitten im Park entsteht die neue Attraktion ''Danakil'', ein riesiges Wüsten- und Urwaldhaus, benannt nach der afrikanischen Wüste Danakil. Die Besucher betreten das spektakuläre Haus später durch einen Wadi, einen ausgetrockneten Flusslauf, während ihnen heißer Wüstenstand ins Gesicht bläst. Sie gelangen in eine perfekt inszenierte Wüstenlandschaft und werden durch Schleusen von der Wüste in den Urwald geleitet. Neben die Pflanzen werden sie auch Schlangen und Skorpionen begegnen. Aber all das ist Zukunftsmusik und entsteht innerhalb der Dokusoap. Die Gartenmeister müssen eine Reihe von Problemen lösen. Beispielsweise ziehen sie mit ihren 800 Kakteen aus den baufälligen Gewächshäusern ins neue Wüstenhaus. Aber ihre größten Exemplare sind über fünf Meter hoch, über die Jahre sehr krumm gewachsen und passen eigentlich nicht mehr durch die Tür. Das schafft auch nicht der große Spezialkran, der ihnen sonst immer beim Umtopfen der riesigen Palmen hilft. Kurzum: Im egapark ist nichts mehr, wie es war.
Untertitel16:9



mdr Programm - Nachmittag

 
13:20 Immer die Radfahrer
Spielfilm ~93 Min
Komödie, Österreich, Deutschland 1958 Regie: Hans Deppe Autor: Wolf Neumeister Musik: Werner Scharfenberger - Hans Lang Kamera: Elio Carniel
Der Gymnasialprofessor Johannes Büttner schwelgt in Erinnerungen: Vor 25 Jahren machte er mit seinen Abiturfreunden Fritz und Ulrich eine Radtour in das idyllische Kärntner Städtchen Burgsteinach. Nun steht die 800-Jahr-Feier von Burgsteinach an, und Johannes packt die Gelegenheit beim Schopf: Er ruft Fritz und Ulrich an, die er seit jener Zeit nicht mehr gesehen hat, und schlägt ihnen vor, diesen Urlaub zu wiederholen. Zunächst sind Fritz, seines Zeichens erfolgreicher Eierlikör-Fabrikant, und Ulrich, der es zum Filmstar gebracht hat, von der Idee nicht gerade begeistert. Aber der Sinneswandel lässt nicht lange auf sich warten. Natürlich kommt es schon bald zu erheiternden Komplikationen. Aus Geldmangel müssen die Kumpane in einer Scheune nächtigen - zum Unmut des Bauern. Die Verpflegung gestaltet sich kaum weniger kompliziert: Ulrichs Versuch, einer Verkäuferin mit seinem ''Star-Appeal'' ein paar Lebensmittel abzuschwatzen, verläuft nicht erfolgreich. Aber zum Glück hat der gewitzte Fritz seinen Chauffeur beauftragt, der Radlertruppe heimlich zu folgen, mit reichlich Fressalien im Kofferraum der Limousine. Als das Picknick am schönsten ist, stößt plötzlich Fritz'' Sohn Robby mit seiner Freundin Katinka zu der Truppe. Der verwöhnte Junge braucht Geld vom Papa, um seinen neuen Porsche zu bezahlen. Nach einem Streit fährt er ohne seine Freundin davon. Also wird Katinka von den drei Herren kurzerhand ''adoptiert''. Als sie mit ihrer ''Tochter'' im Schlepptau endlich ihr Ziel erreichen, ist die Freude groß. Erinnerungen werden wach, es gibt ein Wiedersehen mit alten Jugendlieben - und auch sonst wimmelt es in Burgsteinach von hübschen Mädchen. Das haben allerdings auch die Gattinnen von Fritz und Johannes sowie Ulrichs Freundin geahnt. Unverhofft tauchen die Damen in dem Städtchen auf. ''Immer die Radfahrer'' ist eine beschwingte Komödie über drei Männer im besten Alter, die noch einmal gehörig auf die Pauke hauen. Heinz Erhardt ist als gewitzter Familienvater in einer Paraderolle zu sehen, Hans-Joachim Kulenkampff glänzt als galanter Frauenheld.
Untertitel
14:55 Unsere köstliche Heimat
Infosendung ~15 Min
Leipziger Allerlei Dokureihe, Deutschland
Ein Selten wurde ein Gericht so verkannt! Leipziger Allerlei gilt für so manchen als Synonym für vorgekochtes Mischgemüse aus der Dose oder Tiefkühlkost. Dabei ist es in seiner ursprünglichen Form ein erlesenes Festessen. Das Beste aus Feld, Wald und Wasser ist hier auf dem Teller vereint. Höchste Zeit, diese Köstlichkeit wiederzuentdecken! Das findet auch Ina Thyrolf. Guter Geschmack ist ihre Leidenschaft. Seit 2012 bietet die Leipzigerin gemeinsam mit ausgewählten Stadtführern kulinarische Führungen durch ihre Heimatstadt an. Unter dem Motto ''lokal, lecker, lebenswert'' will sie ihre Gäste für regionale Köstlichkeiten begeistern. Dafür hat die 46-Jährige ganz bewusst den Namen ''allerleipzig'' ausgewählt. Das Gericht, das ihren Genusstouren den Namen gab, bereitet sie mit frischen Zutaten vom Markt zu. Erstmals erwähnt wurde es in einem Kochbuch im 18. Jahrhundert, als es in Leipzigs Auwäldern von Spitzmorcheln und in den Flüssen von schmackhaften Krebsen nur so wimmelte. Am Ende der napoleonischen Kriege wurde es gar als vermeintliches Arme-Leute-Essen zur Vertreibung von Bettlern und Steuereintreibern eingesetzt. Diese Zeiten sind lange vorbei. Vor allem Flusskrebse gelten heute als Delikatesse. Verschlechterte Lebensbedingungen und die Ende des 19. Jahrhunderts aus Nordamerika eingeschleppte Krebspest dezimierte ihre Bestände nachhaltig, so dass Edelkrebse in Deutschland nur noch selten zu finden sind. Ina Thyrolf besorgt sich die Flusskrebsschwänze beim Fischhändler ihres Vertrauens. Kombiniert mit jungem knackigem Gemüse, wie Blumenkohl, Möhren, Spargel und Erbsen, aromatischen Morcheln, abgerundet mit köstlicher Krebsbutter, dazu ein paar luftige Semmelklößchen als Beilage - so nähert sie sich dem Original. Das Leipziger Allerlei - jenseits des fertigen Mischgemüses - ist leicht, geschmackvoll und frisch, ein Frühlingsgericht par excellence. Dass Essen etwas mit Leben, mit Lebensart, mit Kultur zu tun hat, ist längst bekannt. Die Küche einer Region, eines Ortes oder einer Familie ist also weit mehr als eine bloße Rezeptsammlung. In den typischen, speziellen und einzigartigen Gerichten spiegeln sich Tradition, Vorlieben und Charakter der Menschen, zu deren Alltag sie gehören. Und die sind es, die im Mittelpunkt der Sendereihe stehen: Unsere Menschen.
16:9



mdr Programm - Abend

 
18:20 Auf schmaler Spur
Infosendung ~30 Min
(Auf kleiner Spur) Das vierte Leben des ''Fliegenden Leipzigers'' Magazin, Deutschland 2021
Als die schnellen Triebwagen Ende der 1930er-Jahre zwischen den deutschen Großstädten unterwegs waren, wurden sie von ''Fliegern'' gesteuert. So nannten sich damals tatsächlich die Triebwagenführer. Es begann eine neue Ära, mit Geschwindigkeitssuperlativen, mit Diesel-Triebwagen statt Dampfloks, mit futuristischen Fahrzeugen. Eines davon war der veilchenblaue ''Fliegende Leipziger''. Für Tempo 160 gebaut, legte der Zug 1936 eine Rekordfahrt mit 205 km/h hin. Eine Legende war geboren - mit dem 1. Leben des ''Fliegenden Leipzigers''. Heute steht der Zug auf einem Abstellgleis in Delitzsch. ''Die Roststellen kriegen wir wieder hin. Hauptsache, die Substanz dieses visionären Fahrzeugs ist in Ordnung'', sagt Achim Eitze vom Förderverein ''Diesel-Schnelltriebwagen e.V.''. Und er verbindet auch jetzt wieder eine Vision damit: Der ''Fliegende Leipziger'', Baujahr 1935, soll noch in diesem Jahr wieder mit eigenen Motoren fahren, als rollendes technisches Denkmal. ''Weltweit wäre es einmalig, dass ein vor dem 2. Weltkrieg gebauter Triebwagen auf die Schienen zurückkehrt'', erklärt Eitze das große Ziel. Das wäre das 4. Leben des ''Fliegenden Leipzigers''. Und dazwischen? In den 1950er-Jahren fuhr der schnittige Triebwagen als ''Vindobona'' nach Wien - sein 2. Leben. Eine spezielle Geschichte bedeutete sein 3. Leben: Die Zeit als Regierungszug der DDR. Walter Ulbricht hatte sich Büro, Schlafzimmer und Bad in dem schnellen Zug eingerichtet. Der ''Fliegende Leipziger'' lebt auch auf den Modellbahnanlagen. Im Dresdner Verkehrsmuseum zum Beispiel, für das Achim Eitze handgefertigte Modelle baute. Bei Jörg Röder dreht der Zug ebenfalls seine Runden, in Konkurrenz mit anderen ''Fliegenden Zügen'' - vom Schienenzeppelin bis zum ICE. Die Sendung ''Auf schmaler Spur'' zeigt gut 90 Jahre Geschichte, nicht nur der Eisenbahn. Vor allem aber, wie Achim Eitze und seine Mitstreiter aus Delitzsch es schaffen wollen, dem ''Fliegenden Leipziger'' sein 4. Leben einzuhauchen.
Untertitel16:9HDTV
20:15 Sagenhaft - Hiddensee
Infosendung ~90 Min
(Sagenhaft) Dokureihe, Deutschland 2019
Hiddensee In der rauen Ostsee liegt ''dat söte Länneken'' - das ''süße Ländchen'' - Hiddensee. Wer einmal hier war, kommt immer wieder. Persönlichkeiten der Weltgeschichte wie der Schriftsteller Gerhard Hauptmann, Stummfilmikone Asta Nielsen oder Albert Einstein urlaubten auf der Insel. Heute folgen ihnen Jahr für Jahr knapp 50.000 Touristen. Axel Bulthaupt begibt sich in seiner Sendereihe ''Sagenhaft'' auf eine Reise über die Insel Hiddensee. Er erlebt eine Landschaft, mit magischen Bildern, wie sie noch nie zu sehen war. Ein Film mit spektakulären Aufnahmen aus der Luft. Er trifft Menschen, die das Land geprägt hat und solche, die das Land prägen. Einen Meteorologen, Aussteiger, Fischer, Kutscher, Ranger und den Inselpfarrer. Axel Bulthaupt ist auf der Suche nach dem Geheimnis der Insel: Warum zieht ausgerechnet dieser, gerade mal 18 Quadratkilometer große Landstrich so viele Menschen in seinen Bann? Warum lassen sich seit über einhundert Jahren so viele Künstler hier inspirieren? Und wie schauen die Urgesteine der Insel auf ihre Heimat? Er trifft auf den Meteorologen Stefan Kreibohm. Seit 1998 liefert er für Fernsehen und Hörfunk Wettervorhersagen von der Insel. Dutzende Male pro Tag muss er für die Touristen die wichtigste Frage klären: Wie wird das Wetter? Tatsächlich enttäuscht er mit seiner Antwort sehr selten: Der Landstrich zählt zu den sonnenreichsten Deutschlands. Um sich auf der Insel fortzubewegen, muss auch Axel Bulthaupt zum Fahrrad greifen: Autos sind, bis auf wenige Ausnahmen, auf der Insel verboten. Daraus erwächst auch das besondere Geschäftsmodell der Familie Neubauer, die mit ihren Pferdefuhrwerken nicht nur Touristen über die Insel fährt, sondern die Hotels und Restaurants mit Lebensmitteln versorgt. Stets mit zwei Pferdestärken. Axel Bulthaupt trifft junge Aussteiger, die auf der Insel eine neue Heimat gefunden haben und Menschen wie Sabine Reichwein, deren Großeltern schon zur Sommerfrische nach Hiddensee kamen. Sie bewohnt das Hexenhaus, eins der ältesten Häuser der Insel. Obwohl die Familie in West-Berlin wohnte, war das Gebäude auch zu DDR-Zeiten stets in Familienbesitz. Eine außergewöhnliche und nicht ganz spannungsfreie Konstellation. Natürlich geht es auch hinaus aufs Meer. Nur noch wenige Fischer üben ihr Handwerk auf Hiddensee aus. Einer von ihnen ist Steffen Schnorrenberg. Früh um vier Uhr zieht er auf der Ostsee seine Bahnen. Er ist auf Hiddensee geboren und kennt das Meer wie kein zweiter. Hiddensee verfügt über eine einzigartige Flora und Fauna. Die Insel gehört zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Teile des Eilandes dürfen zum Schutz der Natur nicht betreten werden. Eine der Rangerinnen auf Hiddensee ist Dr. Christiane Wolff. Sie wacht über die Natur und bringt Touristen den einzigarten Landstrich näher. Mit Axel Bulthaupt geht es in die Heide. Ein Stück Natur, das es ihr besonders angetan hat. Und in dem neben vielen Vögeln stets auch eine besondere Spezies anzutreffen ist: Maler, die versuchen, die Heide auf Leinwand zu bannen. Kaum einer kennt die Insel so gut wie Konrad Glöckner, der Inselpfarrer. Axel Bulthaupt erlebt sogar eine Taufe in der Inselkirche im Ort Kloster. Eine besonderer Zeremonie: Denn getauft wird hier mit Meerwasser. Hiddensee: eine sagenhafte Insel voller Überraschungen. Und ein Film voll toller Entdeckungen, mit einzigartigen Bildern und ganz besonderen Menschen. Vieles hat sich getan in den letzten Jahren in Mitteldeutschland. Vertrautes ist verschwunden und Neues, Interessantes ist entstanden. In Gegenden, die wir zu kennen glaubten, entstanden neue Ziele, neue Attraktionen, sagenhafte Dinge, von denen wir immer meinten, es gäbe sie nur woanders. Mancherorts hat eine neue Generation das Zepter übernommen und sieht die Dinge ganz anders. Modern, sportlich, abenteuerlich und doch sehr geerdet. In ihren Köpfen hat Heimat eine ganz neue Bedeutung. Axel Bulthaupt begibt sich in seiner neuen Sendereihe „Sagenhaft“ auf eine spannende Reise.
Untertitel16:9HDTV
22:45 Tina Turner - one of the living
Infosendung ~50 Min
(Tina Turner - One of the Living) One of the Living Porträt, Deutschland 2019 Regie: Schyda Vasseghi
Tina Turner. Die Queen of Rock. Die Soul-Diva. Der Superstar im Minirock. So kennt sie die ganze Welt. Doch wer ist die Frau hinter der Bühenfigur Tina Turner? Die Dokumentation ''Tina Turner - one of the living'' spürt den Wendepunkten und Tragödien im Leben der Tina Turner nach und zeigt die Überlebensgeschichte einer Kämpfernatur. Ungeliebt von der eigenen Mutter, jahrelang gedemütigt und misshandelt von ihrem ersten Ehemann. Tina Turners Weg zum Ruhm ist von Tragödien gepflastert. Ihr Leben voller Bruchstellen und Neuanfänge. Die Lebensgeschichte der bekennenden Buddhistin berührt Menschen weltweit. Tina Turner ist ein Phänomen. Den Erfolg und das Lebensglück hart erkämpft, immer aus eigener Kraft, immer aufs Neue. Es ist ihre zweite Weltkarriere ohne Ehemann Ike Turner, die Tina Turner zu einer der wichtigsten Sängerinnen der Pop-Geschichte macht. Nicht ohne Grund nennen Superstars wie Beyoncé sie als ihr großes Vorbild. Tina Turner hat sich nie Grenzen gesetzt - bis heute. Woher kommt die unbändige Kraft für ein Leben voller Gewalt, Musik und Liebe? Gemeinsam mit Tina Turner, engen Freunden wie Peter Lindbergh und Weggefährten wie Martyn Ware und Steve Blame sucht der Film nach Antworten. Er ist eine Hommage an das bewegende Leben eines einzigartigen Superstars. (ARTE 06.03.2020)
16:9
23:35 Leb wohl, meine Königin!
Spielfilm ~90 Min
(Leb wohl, meine Königin) Drama, Frankreich, Spanien 2012 Regie: Benoît Jacquot Autor: Gilles Taurand Musik: Bruno Coulais Kamera: Romain Winding
Frankreich, 1789. Vorleserin Sidonie ist eine treue Dienerin von Königin Marie Antoinette. Der Hofstaat bemerkt nicht, wie sich in Paris die Revolution zusammenbraut. Als der König ins Visier gerät, bricht alles zusammen. Die Königin will ihre engste Freundin in Sicherheit bringen. Sidonie soll dafür ihr Leben aufs Spiel setzen. Die Vorleserin Sidonie (Léa Seydoux) ist eine treue Dienerin von Marie Antoinette (Diane Kruger). Die junge Königin lebt in Versailles fern vom Alltag. Der Hofstaat beschäftigt sich lieber mit Affären, Klatsch und Intrigen als dem Hunger des Volkes - oder geht ganz in seiner Arbeit auf, wie Sidonie. Jeden Tag fiebert sie darauf hin, ihrer geliebten Königin aus Mode-Blättern vorzulesen und die Zeit zu vertreiben. In heimlicher Verehrung tut sie alles für die Gunst der Herrin, die launisch mit ihr umgeht. Das sorglose Leben endet mit einem Schlag am 14. Juli 1789 durch den Sturm auf die Bastille. Schon bald kursiert auf den Straßen von Paris eine Todesliste mit 286 Namen. Ganz oben stehen Ludwig XVI. (Xavier Beauvois) und Marie Antoinette. Am Hofe denkt jeder nur ans eigene Überleben, sogar die Schweizer Garde macht sich heimlich davon. Sidonie hält aber treu zu ihrer geliebten Königin, deren Mann eine Flucht ablehnt. Wenigstens ihre intimste Freundin, die Herzogin Gabrielle de Polignac (Virginie Ledoyen), möchte Marie Antoinette retten. Um ausgerechnet jene Frau in Sicherheit zu bringen, die ihrer verehrten Königin näherstand als sie, soll Sidone ihr Leben aufs Spiel setzen. Eine gefährliche Mission beginnt. Auf ihrem Weg zum Weltstar nimmt Léa Seydoux, Bond-Girl und in Cannes für ''Blau ist eine warme Farbe'' mit einer Ausnahme-Goldenen-Palme ausgezeichnet, die Rolle einer ergebenen Dienerin ein. In ''Leb wohl, meine Königin!'' glänzt sie als Vorleserin von Maria Antoinette, exzellent gespielt von der deutschen Hollywoodgröße Diane Kruger. Die Anziehungskraft der tragischen Königin auf Frauen nutzt Regisseur Benoît Jacquot für einen besonderen Blick auf die historische Figur. Der Film feierte seine Premiere im Wettbewerb der Berlinale und wurde mit drei Césars, dem französischen Filmpreis, ausgezeichnet. Als Vorlage diente der preisgekrönte Roman der Historikerin Chantal Thomas, der aus der ungewohnten Perspektive einer unbedeutenden Bediensteten auf das dekadente Leben am Hofe schaut, das schon bald durch die Französische Revolution ein gewaltsames Ende findet. Sidonie Laborde: Léa Seydoux Marie Antoinette: Diane Kruger Gabrielle de Polignac: Virginie Ledoyen Louis XVI.: Xavier Beauvois Madame Campan: Noémie Lvovsky Jacob Nicolas Moreau: Michel Robin Honorine: Julie-Marie Parmentier Louison: Lolita Chammah Alice: Marthe Caufman Paolo: Vladimir Consigny und andere (VPS-Datum: 24.05.2021)
Untertitel16:9HDTV