Das Kulturmagazin des MDR
Kulturmagazin, Deutschland 2026True
Monika Maron Immer noch freundlich, aber kaum noch geduldig - Tagebücher 1980-2021
Vier machen Blau im Feininger-Museum
Der Klangsucher Alexej Gerassimez
Kufiyas in Buchenwald
Kulturkalender
• Monika Maron Immer noch freundlich, aber kaum noch geduldig - Tagebücher 1980-2021
• Vier machen Blau im Feininger-Museum
• Der Klangsucher Alexej Gerassimez
• Kufiyas in Buchenwald
• Kulturkalender
Vier machen Blau im Feininger-Museum Das schöne Quedlinburg ist mit seiner mehr als tausendjährigen Geschichte Weltkulturerbe - doch jetzt wird dort ein jüngeres bemerkenswertes Jubiläum gefeiert. Das einzige Lyonel-Feininger-Museum der Welt wird 40 Jahre alt. Der Quedlinburger Hermann Klumpp hatte die Werke seines Freundes vom Bauhaus vor der NS-Vernichtung als entartet gerettet und in seiner Wohnung aufbewahrt. Zwar gab es nach Feiningers und dem Tod seiner Frau Julia gerichtliche Auseinandersetzungen mit den Erben und erfolgten Versuche der DDR, sich wichtige Werke anzueignen, doch war es dieser von Hermann Klumpp gerettete Schatz, der den Grundbestand der 1986 eröffneten Feininger-Galerie bildete. Dort, nach Erweiterung ein kleines Museum, wird das Jubiläum mit einer prächtigen Sonderausstellung begangen. Die Gruppe Die Blaue Vier war eine Verbindung der Künstler Feininger, Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky und Paul Klee. Zusammengebracht hat sie die Malerin und Managerin Galka Scheyer - im Grunde, um sie ab Mitte der 1920er Jahre in den USA bekannt zu machen. Vier mal poetischer, ironischer, verspielter und abstrakter Expressionismus in Quedlinburg. Kufiyas in Buchenwald Unterstützt die deutsche Regierung einen Völkermord? Kann das israelische Vorgehen gegen die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen mit dem Holocaust verglichen werden? Ja, behaupten die Aktivisten der Kampagne Kufiyas in Buchenwald. Sie wollen deshalb am 12. April, dem Gedenktag der Befreiung des Lagers, in der Gedenkstätte demonstrieren. Jens-Christian Wagner, der Leiter der Gedenkstätte Buchenwald, bewertet die Kampagne als antisemitische Relativierung des Holocausts. Die Aktivisten würden versuchen, den Ort und den besonderen Tag für ihr Anliegen zu vereinnahmen. Levi Salomon vom Jüdischen Forum kennt das Netzwerk genau, welches hinter der Kampagne steht.