TV-Programm arte 29.05.

   

Was läuft im TV-Programm von arte am 29.05.?


Vormittag
 
04:30 Heiraten in Europa! - Forschung und Folklore in Bulgarien
Infosendung ~30 Min
Reporter Andreas Korn begleitet die Vorbereitungen und die Hochzeit der Fledermausforscherin Toni (30) und des Computer-Experten Victor (35) in Bulgarien, dem ärmsten Land der EU. Die Doktorandin Toni verbringt viel Zeit in den Bergen, wo sie Fledermäuse untersucht. Victor hat sie bei einem Kongress kennengelernt. Beide sind zum Studieren schon im Ausland gewesen, aber beide sind auch Heimat- und naturverbunden. Finanziell ist es eng, das Geld reicht entweder für ein besseres Auto oder die Hochzeit. Ein Kompromiss ist schnell gefunden: Das Auto wird notdürftig repariert und die Hochzeit günstig geplant. Das Brautkleid näht Tonis Mutter selbst. Die darin verarbeitete Spitze enthält alle guten Wünsche der Häklerinnen, aber wird es auch rechtzeitig fertig? Nach der orthodoxen Zeremonie findet die Feier in den Bergen statt und beginnt mit einer Wanderung. Denn auch die Ehe ist ein langer Weg, der Überraschungen bereithält. Oben angekommen, gibt es allerhand traditionelle Rituale, organisiert von einer Hochzeitsplanerin, die auf folkloristische Trauungen spezialisiert ist. Denn mehr und mehr junge Bulgaren wollen wieder traditionell heiraten. Reporter Andreas Korn ist beeindruckt, mit welcher Ruhe das bulgarische Paar den großen Tag organisiert und begeht: ''Die beiden sind zu ihrer kirchlichen Hochzeit eineinhalb Stunden zu spät gekommen, weil die Mutter das Hochzeitskleid noch nicht fertig genäht hatte.'' Aber diese Ruhe und Flexibilität braucht das Paar, wenn die Wissenschaft und die Liebe in Bulgarien eine Zukunft bekommen sollen.
05:00 Stars von morgen
Infosendung ~45 Min
In einer neuen, außergewöhnlichen Location, dem ehemaligen Stummfilmkino Delphi, begrüßt Rolando Villazón sein Publikum zu vier neuen Folgen ''Stars von morgen''. In dieser Folge sind die Sopranistin Aida Garifullina, der Bariton Iurii Samoilov, der Hornist Felix Klieser und die Harfenistin Elodie Baile zu Gast. Mit dem Gewinn von Plácido Domingos Operalia-Wettbewerb begann die steile Karriere der russischen Sopranistin Aida Garifullina. Zu ihren Förderern zählt neben Plácido Domingo auch der Dirigent Waleri Gergijew. Inzwischen gehört Garifullina zum Ensemble der Wiener Staatsoper und ist dort bereits ein Publikumsliebling. Als jüngster Finalist hat der ukrainische Bariton Iurii Samoilov 2009 beim Wettbewerb ''Neue Stimmen'' in der Opernwelt auf sich aufmerksam gemacht. Seit der Spielzeit 2014/2015 feiert er an der Frankfurter Oper große Erfolge und ist auf dem Sprung zu einer internationalen Karriere. Mit Mitte 20 zählt Felix Klieser bereits zu den weltbesten Hornisten. Trotz seines Handicaps - er kam ohne Arme auf die Welt - spielt er sein Instrument äußerst virtuos und entlockt ihm Klänge, die das Publikum und die Fachwelt gleichermaßen begeistern. Bei den ''Stars von morgen'' spielt Felix Klieser einen Satz aus dem dritten Hornkonzert von Mozart. Einen Flamenco der besonderen Art präsentiert die junge französische Harfenistin Elodie Baile, die damit in Rolando Villazóns Sendung ihre musikalische Kreativität unter Beweis stellt. Wie in den Staffeln zuvor ist das Orchester bei den ''Stars von morgen'' die Junge Sinfonie Berlin unter der Leitung von Elias Grandy.
Untertitel16:9
06:15 Spanien von oben - Geschichte(n) eines Landes
Infosendung ~25 Min
Ab dem Jahr 718 organisierte Pelagius aus einem entlegenen Berggebiet zwischen Asturien und Kantabrien (heute: Nationalpark Picos de Europa) die Rebellion gegen die Mauren und besiegte in der Schlacht von Covadonga eine muslimische Streitmacht. Rückblickend war das der Beginn der Reconquista. Pelagius und seine Nachfolger drängten die Mauren immer weiter zurück, bis sie den gesamten Nordwesten der Halbinsel zurückerobert hatten. Ende des 8. Jahrhunderts konsolidierte der neue König von Asturien, Alfons II., dieses Herrschaftsgebiet, indem er sich mit Kaiser Karl dem Großen verbündete und den Segen des Papstes erhielt. Ein Jahrhundert später wurde Santiago de Compostela zum spirituellen Zentrum des christlichen Spaniens: An der Küste Galiciens entdeckte man das vermeintliche Grab des heiligen Jakobus, es kamen erste Pilgerströme aus ganz Europa. Fast acht Jahrhunderte währte der Kampf um die Rückeroberung der Iberischen Halbinsel durch die katholischen Königreiche. Dies prägte die Landschaft Spaniens mit beeindruckenden Burgen und Stadtbefestigungen von Kastilien und León bis nach Granada. Indem im Oktober 1469 Königin Isabella I. von Kastilien und König Ferdinand II. von Aragón heirateten, besiegelten sie das mächtigste Bündnis christlicher Königreiche, das je auf der Iberischen Halbinsel bestanden hatte. Im Januar 1492 besiegten die Armeen der katholischen Könige den letzten Emir der Nasriden-Dynastie und eroberten Granada zurück. Damit war die Reconquista abgeschlossen; auf sie folgte eine Ära der Erforschung und Eroberung neuer Gebiete durch die spanische Krone.
16:9
06:40 Schau in meine Welt!
Infosendung ~30 Min
Der junge Henok kann es kaum glauben, wenn er sich die Filmaufnahmen von damals ansieht, von jenem Tag vor drei Jahren. Damals lebte er noch mit seiner Familie im Merkato, einem berüchtigten Stadtteil in Addis Abeba. Ganz unerwartet tauchte dort ein Schweizer Filmteam auf, um ein Casting für die Hauptrolle eines Kinofilms durchzuführen. Die Männer vom Filmteam erzählten, sie seien auf der Suche nach einem Jungen in Henoks Alter. Ohne groß zu überlegen, sang Henok ein Lied vor und gab ihnen die Nummer seines Vaters - noch wussten seine Eltern gar nichts von seiner Teilnahme. Das Casting war allerdings schnell vergessen und Henok ging Woche für Woche seiner Arbeit als Metallklopfer nach, um Geld zu verdienen - der ganz normale Alltag vieler Kinder in Äthiopiens Hauptstadt. Doch vier Monate später erhält er einen Anruf. Es ist das Filmteam aus der Schweiz: Henok soll tatsächlich die Hauptrolle im Spielfilm ''Horizon Beautiful'' spielen. Er spielt die Rolle eines Straßenkindes vom Merkato, das von einem besseren Leben träumt - genau wie er selbst es auch im wahren Leben tut. Das Filmteam bietet an, ihm im Anschluss an die Dreharbeiten den Besuch einer guten Schule in einem Kinderdorf zu finanzieren. Doch die Entscheidung, diesen Vorschlag anzunehmen und damit die Chance auf ein besseres Leben wahrzunehmen, fällt schwerer als gedacht. Dann ist der Merkato nun einfach Vergangenheit? Das Zuhause, die Familie, die alten Freunde von Henok - alle vergessen?
Untertitel16:9
08:45 Stadt Land Kunst
Infosendung ~40 Min
In Thailand siegt der Elefant über den Hahn Sri Lanka im Werk von Leonard Woolf Das Geheimnis der Oasen Marokkos (1): Sri Lanka im Werk von Leonard Woolf Anfang des 20. Jahrhunderts hieß Sri Lanka noch Ceylon und war Teil des britischen Kolonialreichs. Die Urwälder im Süden der Insel scheinen so manches Geheimnis zu bergen ... Im Jahr 1904 entdeckte der Schriftsteller und Essayist Leonard Woolf diese Gegend und ihre unbändige Natur. Damals war der Intellektuelle noch nicht mit seiner berühmten Frau Virginia verheiratet und arbeitete noch als Richter für die britische Kolonialverwaltung. Die Zeit in Sri Lanka inspirierte ihn zu seinem Roman ''Das Dorf im Dschungel''.(2): Das Geheimnis der Oasen MarokkosIm Süden Marokkos erstreckt sich das Tafilalet-Tal. Es ist das Tor zur Sahara und beheimatet eine der ausgedehntesten Oasengruppen der Welt. Trotz des trockenen Klimas gibt es hier fruchtbare Wüsteninseln! Die Vorfahren der Alawiden besiedelten bereits im Mittelalter die Dünen und Felsen dieser Gegend. Sie schafften es, das rare und kostbare Gut Wasser zu gewinnen, und bauten ganze Paläste mitten im Sand.(3): In Thailand siegt der Elefant über den HahnKoh Chang ist die zweitgrößte Insel Thailands. Sie trägt den Beinamen ''Elefanteninsel'' und liegt 300 Kilometer von Bangkok entfernt. Ihre Landschaft ist geprägt von tropischen Stränden und Regenwäldern. Die Insel war außerdem Schauplatz eines kaum bekannten Kampfes ...
16:9
10:10 Zugvögel
Infosendung ~45 Min
Vogelzug war schon immer eine Frage des Überlebens. Nur wenn es sich lohnt, lernen Tiere im Laufe der Evolution zu wandern, meist auf der Suche nach Nahrung oder besseren Brutrevieren. Zugvögel leben gefährlich. Im Anthropozän, im Zeitalter der Menschen, sterben immer mehr Langstreckenzieher. Und auch wenn in der Dämmerung über Rom Hunderttausende von Staren gigantische Wolken und Schläuche bilden, als folgten sie einer unsichtbaren Choreographie, geht es in Wirklichkeit ums Überleben. Mit pfeilschnellen Formationsflügen wehren kleinere Vögel in großen Schwärmen Raubvögel ab, die an den Schlafplätzen der Stare am Tiber lauern. ''Zugvögel'' hat den spektakulären Überlebenstanz der Stare erstmals aus der Luft gedreht. Genau wie die Winterreise der Waldrappe nach Italien: Den drollig aussehenden Ibis-Vögeln wurde ihre Zutraulichkeit bereits im 17. Jahrhundert zum Verhängnis. Als leichte Beute für Jäger waren sie fast komplett ausgerottet. Heute werden sie von Hand aufgezogen und folgen ihren menschlichen Zieheltern, selbst wenn die in einen Ultraleichtflieger steigen und von der deutsch-österreichischen Grenze in die Toskana reisen, ins Überwinterungsrevier. Schon auf dem Rückweg finden die Waldrappe ihren Weg allein - ein Beleg dafür, wie tief das Zugprogramm als Überlebensstrategie eingebrannt ist. Doch von 20 Milliarden Singvögeln weltweit sterben jedes Jahr 10 Milliarden. meisten Vögel, die wir aus unseren Gärten kennen, ziehen über unsere Köpfe, wenn wir schlafen. Im Schutz der Dunkelheit entgehen sie am ehesten Raubvögeln und Überanstrengung. Welche Gefahren ihnen dennoch auf der langen Reise drohen, macht eine Animation der nächtlichen Massenwanderung sichtbar. Denn was Vögel im Laufe der Evolution gelernt haben, können sie auch wieder verlernen.
Untertitel16:9
10:55 Neben-, gegen-, miteinander: Deutsch-französische Geschichten
Infosendung ~30 Min
Einst geprägt von Kriegen und Konflikten, sind die deutsch-französischen Beziehungen heute Aushängeschild für das friedliche Miteinander zweier Nachbarstaaten. Dabei ist die deutsch-französische Freundschaft so gefestigt und lebendig, dass beide Länder als Motoren der europäischen Integration fungieren. ARTE geht in einer spannenden zehnteiligen Dokumentationsreihe der bewegten Nachbarschaftsgeschichte beider Staaten unter jeweils einem thematischen Gesichtspunkt nach. Beeindruckende Aufnahmen aus der Vogelperspektive zeigen dabei die Spuren auf, die diese gemeinsame Geschichte sowohl bei den Menschen als auch in den Landschaften hinterließ. Dabei offenbaren sich die lange gewachsenen Beziehungen zwischen Städten und Bevölkerung diesseits und jenseits des Rheins. Die Zeitreise führt von historischen Konflikten und Besatzung im Kalten Krieg zur Gründung der Deutsch-Französischen Brigade, von landestypischer Ess- und Trinkkultur rund um Brot, Bier und Wein zu gemeinsamen Herausforderungen in Umweltfragen. Die Esskultur eines Landes ist nicht nur der Spiegel seiner Gesellschaft: Sie gestaltet auch die Landschaft, verleiht ihr über Jahreszeiten und Jahrhunderte hinweg ihre Farben und Strukturen. Welches sind die historischen Ursachen für unterschiedliche Ernährungsweisen in Deutschland und Frankreich? Beim Überfliegen der beiden Länder wollen die Filmemacher ergründen, ob es eine spezifisch deutsche und eine spezifisch französische Landschaft gibt. Ist Deutschland wirklich das Land des Roggens und Biers und Frankreich das Land des Weizens und Weins? Geschichtlich gesehen sind diese Gegensätze nicht haltbar: Wie die Karten ausweisen, waren die Grenzen der Ernährungsweise fließend. ARTE macht sich auf zu Braumeistern und Bäckern sowie zu Winzerfamilien und Champagnerherstellern auf beiden Seiten des Rheins. Mit Agronomen und Ernährungssoziologen geht der Film deutschen wie französischen Spezialitäten und Gemeinsamkeiten in der Esskultur nach. Ein Blick von oben offenbart dabei die Schönheit landwirtschaftlicher Regionen wie der Champagne oder des niederbayerischen Weltenburg an der Donau.
16:9
11:25 Metropolen des Balkans
Infosendung ~50 Min
Sarajevo ist die Hauptstadt und zugleich die größte Stadt von Bosnien und Herzegowina. Sie gilt als Schnittstelle zwischen dem islamisch geprägten Orient und dem christlichen Abendland. In keiner anderen europäischen Stadt haben unterschiedliche Religionen und Kulturen so lange und meist friedlich neben- und miteinander existiert. Moscheen, Synagogen und Kirchen gehören gleichermaßen zur Identität der Balkanmetropole. Multikulturalität ist hier kein Modewort, sondern historisch gewachsene Realität. Daran hat selbst die serbisch-nationalistische Belagerung der Stadt in den 1990ern Jahren kaum etwas geändert. 25 Jahre nach dem Bosnienkrieg hat sich Sarajevo von den Kriegswirren erholt und ist wieder eine kosmopolitische europäische Großstadt mit einem einzigartigen orientalischen Flair. Auch wenn die Stadtbevölkerung inzwischen zu fast 80 Prozent muslimisch ist, sind hier junge Frauen in knappen Miniröcken genauso anzutreffen wie ihre in schwarze Burkas gekleideten Altersgenossinnen. Es ist diese Mischung, die Sarajevo so einmalig macht. Europäisch, orientalisch, muslimisch, christlich, jüdisch, subkulturell, weltoffen, chaotisch und unglaublich herzlich - Sarajevo ist all das zusammen. So wundert es keinen, dass in Sarajevo, auf 800 Meter Höhe, Arman Galicic, Wein anbaut, dass in der Gaststube von Mersiha Hadzibajric schon europäische Könige bosnische Spezialitäten probiert haben und Designerin Emina Hodzic, die selbst ein Kopftuch trägt, reizvolle Abendroben für echte Prinzessinnen und moderne Geschäftsfrauen entwirft.
Untertitel16:9


Nachmittag
 
13:00 Stadt Land Kunst
Infosendung ~50 Min
Teneriffa - Oscar Dominguez'' surrealistische Insel Der etwas andere Arzt von Kapstadt Australien, das goldene Land (1): Teneriffa - Oscar Dominguez'' surrealistische InselVor der Westküste Afrikas liegen die Kanaren. Teneriffa ist die größte Insel des Archipels. Vulkanausbrüche und Meeresfluten prägten im Laufe der Zeit ihr Erscheinungsbild. Die Insel verfügt über Urwälder, Städte im Kolonialstil und schwindelerregende Gipfel. Sie war einst die Heimat des Malers Oscar Dominguez. Der Surrealist fand in den ungeschliffenen Landschaften seiner Kindheit, der Abgeschiedenheit vom Festland und der kanarischen Identität seine Hauptinspirationsquelle.(2): Australien, das goldene LandUnberührte Natur, Wüstenlandschaften, charmante Städte im viktorianischen Stil und Weinstöcke, soweit das Auge reicht - so stellt man sich Australien vor! Darüber hinaus verfügt das Land über etliche Goldadern, die Mitte des 19. Jahrhunderts im Buschland des australischen Südostens entdeckt wurden. Böden und Flussbetten waren voll von dem edlen Metall, und es entstand ein regelrechter Goldrausch. Dadurch veränderten sich Landschaften und Wirtschaft - und die britische Kolonie ging erste Schritte in Richtung Demokratie.(3): Der etwas andere Arzt von KapstadtDie Waterfront des südafrikanischen Kapstadt ist eine der beliebtesten Flaniermeilen weit und breit. Ihre Alleen grenzen direkt an den Atlantik. Besucher gehen hier spazieren, verweilen in den Cafés oder brechen zu einem Segelausflug auf. Hier hielt auch ein mysteriöser Arzt einst seine Sprechstunden ab ...
16:9
15:20 Heiraten in Europa!
Infosendung ~30 Min
Moderator und Produzent Andreas Korn begleitet Emine (25) und Cemal (26) im türkischen Teil Zyperns. Zu deren Hochzeit sind 3.000 Menschen eingeladen. Denn so gehört es sich in den Dörfern, in denen Emine und Cemal groß geworden sind. Dafür verteilt das Paar bis einen Tag vor der Hochzeit Flyer in ihren Heimatdörfern und in der Umgebung. Ein Höhepunkt ist bereits einen Tag vor der Hochzeit die Hennanacht. Dazu holt der prächtig kostümierte Bräutigam seine Braut mit dem Pferd von zu Hause ab und reitet mit ihr quer durchs Dorf zur eigentlichen Zeremonie. Es geht dabei um den Abschied der Braut von ihrer Familie, bei dem Tränen fließen. Die Hochzeit selbst findet in der prunkvollsten Location der Umgebung statt. Nach der kurzen und schmerzlosen standesamtlichen Hochzeit dreht sich eigentlich alles um das liebe Geld: Die 1.500 Hochzeitsgäste, die der Einladung gefolgt sind, stehen Schlange, um dem Paar zu gratulieren und ihr Geldgeschenk abzugeben. Das Paar hält alles per Video fest, um zu sehen, wer alles ''geholfen'' hat. Den Höhepunkt gegen Ende der Hochzeit stellt der Krugtanz dar. Er entscheidet über die Fruchtbarkeit der Ehe. Für den Reporter Andreas Korn ist dies die ungewöhnlichste aller Hochzeiten, weil sie so weit weg von seinem eigenen Kulturkreis zu sein scheint und auf einer geteilten Insel stattfindet. Immer noch besteht Zypern aus einem griechischen und einem türkischen Teil. Bei einem Stadtrundgang durch Varosha mit der Tante der Braut erfährt Andreas Korn mehr über das Leben und Lieben auf der geteilten Insel.
Untertitel16:9
17:10 Neben-, gegen-, miteinander: Deutsch-französische Geschichten
Infosendung ~30 Min
Einst geprägt von Kriegen und Konflikten, sind die deutsch-französischen Beziehungen heute Aushängeschild für das friedliche Miteinander zweier Nachbarstaaten. Dabei ist die deutsch-französische Freundschaft so gefestigt und lebendig, dass beide Länder als Motoren der europäischen Integration fungieren. ARTE geht in einer spannenden zehnteiligen Dokumentationsreihe der bewegten Nachbarschaftsgeschichte beider Staaten unter jeweils einem thematischen Gesichtspunkt nach. Beeindruckende Aufnahmen aus der Vogelperspektive zeigen dabei die Spuren auf, die diese gemeinsame Geschichte sowohl bei den Menschen als auch in den Landschaften hinterließ. Dabei offenbaren sich die lange gewachsenen Beziehungen zwischen Städten und Bevölkerung diesseits und jenseits des Rheins. Die Zeitreise führt von historischen Konflikten und Besatzung im Kalten Krieg zur Gründung der Deutsch-Französischen Brigade, von landestypischer Ess- und Trinkkultur rund um Brot, Bier und Wein zu gemeinsamen Herausforderungen in Umweltfragen. Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten Deutschland und Frankreich eine Wiederaufbaupolitik nie dagewesenen Ausmaßes betreiben. Bremen beispielsweise war zu über 40 Prozent zerstört, Dunkerque zu 80 Prozent. In Deutschland und Frankreich vollzog sich die Stadtentwicklungspolitik zwar jeweils unterschiedlich, gründete jedoch oft auf demselben Know-how. Auf den Trümmern der Industriestädte wurden neue Formen des gemeinschaftlichen Wohnens ausprobiert. Die so entstandenen Siedlungen, Gebäudekomplexe und Einfamilienhaussiedlungen haben den Lebensstil grundlegend verändert. Luftaufnahmen solcher Gebiete machen die schwierigen Aufgaben der Geografen, Stadtplaner und Politiker deutlich und zeigen, wie radikal der Städtebau in die Landschaft eingegriffen hat.
16:9


Abend
 
23:45 Durak - Der ehrliche Idiot
TV-Sendung ~115 Min
Dima ist Klempner und studiert in seiner Freizeit Gebäudetechnik im zweiten Jahr. Als er eines Abends für eine Routinekontrolle in den baufälligen Sozialbau gerufen wird, bemerkt er in dessen Gebäudewand einen riesigen Riss. Das verwahrloste Wohnhaus, das seit 40 Jahren von mehr als 800 Leuten bewohnt wird, steht auf der Kippe. Dima durchwandert die toten Gänge des Sozialbaus und trifft auf dessen Bewohner, die genau wie die dringend notwendigen Renovierungsmaßnahmen seit Jahren vergessen wurden. Seinen Berechnungen zufolge ist er sich sicher: Das Haus muss schnellstens evakuiert werden, ansonsten wird es in sich zusammenfallen und seine Bewohner unter sich begraben. In seinem Wissen fühlt er sich dazu verpflichtet, die Bürgermeisterin in Kenntnis zu setzen und fährt mitten in der Nacht zu deren Geburtstag. Er will die Mächtigen der Stadt von der Dringlichkeit der Evakuierung überzeugen. Doch diese stecken bis zum Hals in Korruption und würden durch die Räumung vor einem finanziellen Fiasko stehen. Sie alle wissen, dass bei den Renovierungsarbeiten gepfuscht und das Geld untereinander unterschlagen und aufgeteilt wurde. Um dem Gefängnis zu entkommen, beschließt die Bürgermeisterin zweien ihrer Anhänger die volle Verantwortung in die Schuhe zu schieben. Als Dima dem heimtückischen Vorhaben auf die Schliche kommt, beschließt er auf eigene Faust den Sozialbau zu räumen. Doch der Dank, der ihm von den Anwohnern entgegenkommt, wird auch ihm das Genick brechen ...
Untertitel16:9