TV-Programm arte 25.05.

   

Was läuft im TV-Programm von arte am 25.05.?


Vormittag
 
08:00 GEO Reportage
Infosendung ~45 Min
Wenn auf der Insel Chiloé, am Tor zu Patagonien, der Sommer seinen Zenit überschritten hat, beginnt die Zeit der Ernte. Und alle helfen mit. ''Minga'' nennt sich diese Form der Nachbarschaftshilfe. Sie ernten Kartoffeln, Äpfel und Gemüse, alles gemeinsam. Und dann gibt es eine große Fiesta. Alle helfen auch mit, wenn ein Umzug ansteht, wobei auf Chiloé meist das ganze Haus transportiert wird. Klar, dass da jede Hand gebraucht wird.Die meisten Einwohner Chiloes haben indigene Wurzeln. Weil ihr Archipel als letzte Region Chiles von den Spaniern erobert wurde, blieb viel von ihrer ursprünglichen Kultur und Mythologie erhalten. Das macht sie abergläubisch. Deshalb nehmen sie auch oft das ganze Haus mit, wenn sie umziehen, denn sonst könnte es von Geistern besetzt und ''verhext'' werden. Von Ochsen gezogen, geht es über Berge, mit Booten manchmal sogar übers Wasser. Und wieder helfen alle mit, denn solch ein Umzug mit Fiesta ist die Krönung des Minga-Systems. Bauer Arcadio, 48, hält Schafe, Schweine und Ochsen. Auf den Feldern pflanzt er Kartoffeln an, das hat auf Chiloé Tradition. Auf der Inselgruppe fand man die ältesten bekannten Spuren wilder Erdäpfel. 400 verschiedene Sorten soll es hier geben. Arcadio steht nicht nur die Kartoffelernte bevor, sondern auch ein ganz besonderer Umzug. Denn er lebt zusammen mit zwei Schwestern, einem Neffen und seiner 93-jährigen Mutter. Da ist immer etwas los und es gibt wenig Privatsphäre. Deshalb will er jetzt in das über 100 Jahre alte Elternhaus ziehen. Und das soll - von Ochsen und den Nachbarn gezogen - auf den nächsten Hügel, wo er für private Besuche etwas Abstand zur Familie hat und wo die Aussicht besser ist. Derweil rüstet man weiter unten im Dorf zu einem Umzug übers Meer und der größten Fiesta des Jahres.Mit von der Partie ist auch der Weltenbummler Ciro, 29, der lange in Deutschland gelebt hat, sich nun auf die Suche nach seinen Wurzeln macht und dabei das Naturparadies Chiloé entdeckt. Und die 23-jährige Luna. Die letzte Fiesta ist bei ihr nicht ohne Folgen geblieben, denn Luna ist schwanger. Der ''Trauco'' soll dafür verantwortlich sein - ein Waldgeist. Sie alle, 200 Nachbarn und Freunde eingeschlossen, wollen Arcadio bei seiner ''Minga'' helfen. Aber wird das alte Haus den Belastungen überhaupt standhalten? Rund um die Welt gibt es spannende Stories, die es zu erzählen lohnt. Journalisten reisen mit der Kamera um den Globus, um die besten Geschichten zu finden und für die Zuschauer zu dokumentieren. Fündig werden sie sowohl in abgelegenen Gegenden, aber auch in großen Städten – überall gibt es Abenteuerliches und Interessantes zu entdecken. Natürlich spielen vor allem auch die Menschen der jeweiligen Gebiete ein große Rolle.
Untertitel16:9
09:25 GEO Reportage
Infosendung ~60 Min
Die Fischverkäuferin und Restaurantbesitzerin Rosa Amélia ist in der Küstenregion um Figueira da Foz eine lebende Legende. Von Kindesbeinen an ist die Portugiesin am Meer bei den Fischern - und kämpft heute für deren Rechte. Trotz der Krise laufen die Geschäfte in Rosas Restaurant oder an ihrem Marktstand nicht schlecht - die Fischverkäuferin hat dafür ihre eigenen Strategien entwickelt. ''360° Geo Reportage'' hat durch Rosa einen tiefen Einblick in das Lebensgefühl eines sehr charismatischen Fischweibes erhalten.Knapp zwölf Kilometer südlich von Figueira da Foz liegt die Costa de Lavos. Hier gibt es noch die traditionelle portugiesische Küstenfischerei - die Arte Xávega. Hinter der vorgeschriebenen Viertel-Seemeile werfen die Fischer bei voller Fahrt im Halbkreis ihr Netz aus und holen es mithilfe von Traktoren nach kurzer Zeit wieder an Land. Es ist eine schwere und nicht ungefährliche Fangmethode - und vor dem Hintergrund der Bemühungen um Nachhaltigkeit auch keine unumstrittene. Immer mehr geht es darum, den Bestand der Jungfische im Meer zu sichern, die durch die engen Netze, die auf dem Boden schleifen, mitgefangen werden. Das gilt auch für die Trawler-Fischerei, bei der der Beifang unbrauchbarer oder zu kleiner Fische im Fokus steht. Die Menschen dieser Küstenregion leben seit Jahrhunderten vom Fischfang, und in der ohnehin angespannten wirtschaftlichen Lage des Landes brauchen sie ihre Einkünfte mehr denn je. Da kommen die EU-Reformen ungelegen.Rosa Amélia bekommt diesen Konflikt täglich zu spüren, wenn sie vor der Prachtauslage ihres Fischstandes steht. Doch davon lässt sich die quirlige Frau nicht unterkriegen. Und so tanzt und singt sie nicht nur mitten in der Markthalle zu ihren Fado-Liedern, sondern nutzt ihre ungeheuer große Popularität auch bei den Behörden und Politikern, wenn es um die Klärung der Rechte der Fischer geht. ''Mein Motto für die Zukunft lautet: Nach vorne schauen, immer weitersegeln, so, wie es die großen Seefahrer getan haben.'' Rund um die Welt gibt es spannende Stories, die es zu erzählen lohnt. Journalisten reisen mit der Kamera um den Globus, um die besten Geschichten zu finden und für die Zuschauer zu dokumentieren. Fündig werden sie sowohl in abgelegenen Gegenden, aber auch in großen Städten – überall gibt es Abenteuerliches und Interessantes zu entdecken. Natürlich spielen vor allem auch die Menschen der jeweiligen Gebiete ein große Rolle.
16:9
10:25 Zu Tisch
Infosendung ~30 Min
in Schonen Wenn der Mittsommer vorbei ist und die Nächte wieder länger werden, kommt es in der südlichsten Region Schwedens zur ''Aalfinsternis''. Die Region Schonen - oder Skåne, wie sie auf Schwedisch heißt - ist traditionell für ihren Aal bekannt. Seit vielen Jahrhunderten wird er dort gefischt. Von Ende August bis Anfang November ist Hochsaison für die Aalfischer. Heute dürfen den Aal nur noch wenige mit einer speziellen Genehmigung fangen. Hånsa Olofsson ist einer von ihnen. Früher hatte die Region den Beinamen ''Goldküste'', als man mit dem Aalfang noch ein gutes Auskommen hatte. Heute sind Aale und Fischer gleichermaßen bedroht. Nur wer die Aale selbst weiterverarbeitet, kann noch von ihrem Verkauf leben. Gemeinsam mit seiner Familie veredelt Hånsa den Aal, indem er den Fang räuchert und vermarktet. Dazu gehören auch Aalpartys, sogenannte Ålagille, die er für Touristen veranstaltet. Auf den Tisch kommen dann Aalgerichte in zahlreichen Variationen - geräuchert, gebraten oder gekocht. Für das Kochen sind Hånsas Tochter Anna und seine Frau Maria Blombärg zuständig. Wenn es die Zeit erlaubt, lässt sich Anna zu neuen Aalgerichten inspirieren. Dokureihe über die Menschen und ihre Küche in bestimmten ländlichen Regionen Europas: Die Sendungen begleiten Menschen in Sardinien, Böhmen, Wallonien oder dem Piemont durch ihren persönlichen Alltag und zeigen die Zubereitung regionaltypischer Rezepte sowie die Erzeugung und den Erwerb der Zutaten.
Untertitel16:9


Nachmittag
 
15:50 Expedition Europa
Infosendung ~45 Min
Im zweiten Teil seiner Expedition begibt sich der Geologe Colin Devey auf die Fährte eines urzeitlichen Ozeans - der Tethys. Denn es ist dieses sagenhafte Urmeer, das mit der Entstehungsgeschichte vieler zentraleuropäischer Landschaften in Verbindung steht. Unter ihnen sind so besondere Naturräume wie das Elbsandsteingebirge, das Flussdelta der Donau, die Wüste von Tabernas in Spanien oder die Alpen. Colins erste Etappe ist das Elbsandsteingebirge mit seinen bizarren Gesteinsformationen. Die Entstehungsgeschichte des Sandsteins begann in den flachen Uferbereichen des Tethysmeeres, das vor hundert Millionen Jahren Europa bedeckte. Riesige Meeressaurier waren in diesem Meer heimisch, genauso wie die Vorfahren heutiger Meeresschildkröten, Haie und Krokodile. Das Matterhorn gehört zu den höchsten Bergen der Alpen. Seine markante Form macht es zu einem der bekanntesten Monumente der Natur. Erdgeschichtlich gesehen besteht es aus verschiedenen Kontinentalplatten, die übereinander geschoben wurden in einer Zeit, als Teile von Afrika mit Europa kollidierten. So lässt sich anhand der Naturgeschichte des Berges die Entstehung der Alpen zurückverfolgen. Am Fuße des berühmtesten Vulkans der Erde liegen die Ruinen einer alten Stadt - Pompeji. Es war im Jahre 79, als der Vesuv nach einer Explosion seine direkte Umgebung unter einer meterdicken, heißen Aschewolke begrub. Der römische Gelehrte Plinius der Jüngere beobachtete die Vorgänge und beschrieb sie. Hier, wo Menschen die Kraft der Naturgewalten erstmals analytisch betrachteten, endet unsere Expedition durch die Naturgeschichte Europas.
Untertitel16:9
16:35 Stadt Land Kunst Spezial 2019
Infosendung ~40 Min
Das absolute Muss: Das North End in Boston Newport, das Mekka der Milliardäre Edward Hoppers Cape Cod ''Stadt Land Kunst Spezial'' - das sind drei spannende Entdeckungen an einem Ort. Jeden Samstagnachmittag entführt Linda Lorin ins Wochenende mit tollen Reisetipps, die von Freiheit und Romantik erzählen. In 38 Minuten will das Magazin Lust auf einen Ort irgendwo auf der Welt machen: Lissabon, Miami, Andalusien, Patagonien, Kenia, Brüssel oder Korsika - Linda Lorins Reiseprogramm hält so einiges Überraschendes bereits. Immer samstags ab 16 Uhr beleuchtet das Magazin eine Destination aus dreierlei Perspektiven: Im ersten Teil geht es um einen Künstler, der mit dem Ort in Verbindung steht: Hier hat er gelebt, geliebt, gelitten, gemalt oder komponiert, sich neu erfunden oder manchmal auch verloren. Ohne New York hätte Lou Reed niemals seine unvergleichlichen Songs geschrieben. Ohne Tanger hätte Eugène Delacroix den Orient nicht auf diese Art gemalt, ohne Brüssel gäbe es weder Tim noch Struppi. Linda Lorin lässt die Inspiration nachempfinden, die an diesen Plätzen Meisterwerke hervorgebracht hat. Im zweiten Teil stellt Linda Lorin Menschen vor, die den Ort geprägt und seine Geschichte geschrieben haben. Es geht um Bauwerke, Kulturlandschaften, Städte, Musik, kulinarische Spezialitäten, aber auch um Eroberungen und Kriege - das Mexiko der Konquistadoren, das Patagonien der Banditen, Mississippi und Blues. Der dritte Teil zeigt touristische Highlights in neuem Licht: die Klassiker, die man auf keinen Fall verpassen darf und will. Linda Lorin erzählt, was nicht in den Reiseführern steht: sie verrät unbekannte, oft unglaubliche Begebenheiten aus der Geschichte des Ortes, manche davon sind streng geheim.
16:9


Abend
 
23:25 Streetphilosophy
Infosendung ~25 Min
Ist Heimat der Ort, an dem ich aufgewachsen bin, oder kann ich mich überall zu Hause fühlen? Das fragt sich Ronja in dieser Folge von ''Streetphilosophy''. Warum ist es für uns so wichtig, eine Heimat zu haben, zu der wir gehören? Für die Sängerin Dillon, die Ronja bei einem Konzert in Neukölln trifft, ist Heimat an keinen konkreten Ort gebunden. Sie lebt zwar in Berlin und hat einen brasilianischen Pass, ist aber viel unterwegs - auch ihre Familie und Freunde sind überall auf der Welt verteilt. Kann Heimat auch ein Gefühl sein, das man in sich trägt und überall hin mitnehmen kann? Maria Thamm verkörpert das genaue Gegenteil von Dillon. Ihr Zuhause ist der Berliner Müggelsee, an dem sie aufgewachsen ist. Hier wird sie auch die Fischerei ihres Vaters übernehmen und damit eine Familientradition fortführen. ''Mit Heimat ist die Sehnsucht nach Stabilität verbunden - nach etwas, das bleibt in einer atemlosen Welt'', erklärt Philosoph Christian Uhle. ''In unserer Familie, in unserem Zuhause wollen wir mehr sein als nur Arbeitnehmer oder Konsument, wir wollen einfach als Mensch anerkannt und geliebt werden. In einer Stadt wie Berlin schaffen wir aber immer mehr ''Nicht-Orte'' wie zum Beispiel Coworking-Spaces, die wir nur als Durchgangszimmer nutzen und die keine stabilen Bindungen ermöglichen.'' Der Teppichknüpfer und Märchenerzähler Hamid Saneiy schafft Gemeinschaft, indem er einmal im Monat zum Märchenabend in seine Teppichhandlung einlädt. Er stammt aus dem Iran, ist viel gereist und hat in Berlin eine Familie gegründet. Was bedeutet ihm Heimat so fern von dem Ort, an dem er aufgewachsen ist?
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