TV-Programm arte gestern

   
   Was läuft beim TV Sender arte

Was läuft im TV-Programm von arte am gestern ?

Das arte Tagesprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

Vormittag
 
05:45 Xenius: Mobbing
Infosendung ~30 Min
Mobbing - Was wir dagegen tun können! Mobbing kann überall auftreten: in der Schule, in der Freizeit, am Arbeitsplatz. Und jeder kann Opfer werden. Jeder sechste 15-jährige Schüler in Deutschland und Frankreich wird regelmäßig gemobbt. Für die Opfer ist die Situation extrem belastend. ''Xenius'' will wissen: Was können wir gegen Mobbing tun? Beim Anti-Mobbing-Seminar der Münchner Polizei erfahren die ''Xenius''-Moderatoren Adrian Pflug und Emilie Langlade, wie Mobbing entsteht und was man dagegen tun kann. In verschiedenen Rollenspielen erfahren sie am eigenen Leib, wie sich Mobbing anfühlt. Die beiden treffen die Lehrerin Julia, die in ihrer Schulzeit selbst gemobbt wurde und im Seminar lernen will, wie sie verhindern kann, dass ihren Schülern das gleiche passiert. Entscheidend sind dabei die Außenstehenden. Wenn sie eingreifen würden, könnte man Mobbing leicht überwinden - denn dann wäre das Opfer nicht mehr alleine, sondern der oder die Täter in der Minderheit. Mit einem Experiment wollen Forscher in München herausfinden, warum viele Außenstehende lieber wegschauen, statt dem Opfer zu helfen. Wie man sich in der Praxis richtig verhält, vermitteln Schüler am Gymnasium Petrinum in Recklinghausen mit einem besonderen Programm: Schüler für Schüler - das ist ihr Motto. Die Schüler werden zu Paten ausgebildet, um sich gegen Mobbing zu engagieren. Die Paten erarbeiten dann mit jüngeren Schülern gemeinsam Regeln, etwa zum Umgang mit WhatsApp. Sie üben spielerisch, sich der eigenen Angst zu stellen, um vom Außenstehenden zum Verteidiger zu werden.
Untertitel16:9
06:15 ARTE Reportage
Infosendung ~55 Min
Cabo Verde: Sand stehlen zum Überleben Beschreibung (1): Israel: Die armen AltenZehntausende israelische Rentner müssen weiter arbeiten, weil ihre Rente nicht reicht.Einer von fünf Israelis im Ruhestand lebt unterhalb der Armutsgrenze. Viele müssen Zeitungen austragen, Taxi fahren oder als Wächter arbeiten, um ihre knappe Rente aufzustocken. Denn obwohl die Wirtschaft in Israel boomt, ist durch die Liberalisierung der Sozialpolitik seit Anfang der 2000er Jahre der Graben zwischen Arm und Reich tiefer geworden. Bei der Gründung Israels war die Idee der sozialen Gerechtigkeit ein Grundpfeiler des neuen Staates, vor allem in den Kibbuz hat sich dieses Ideal bis heute gehalten. Obwohl viele dieser landwirtschaftlichen Produktionsgemeinschaften heute privatisiert sind, leben die Rentner dort, von der Gemeinschaft behütet, noch immer in abgesicherten finanziellen Verhältnissen. Viele junge Leute haben die neue Misere in den Städten erkannt: Sie kämpfen mit verschiedenen Strategien für die armen Alten und beleben auf diese Weise das soziale Erbe der Gründer Israels.(2): Cabo Verde: Sand stehlen zum ÜberlebenSie schaufeln den Sand vom Strand, um ihre Familien zu ernähren. Mit Spaten und Eimer tragen Frauen an sechs Tagen in der Woche zweimal täglich bei Ebbe den schwarzen Vulkansand ab, den die Flut gerade wieder neu hereingespült hat. Dieser Sand ist die einzige Einnahmequelle für viele alleinerziehende Frauen. Sie verkaufen ihn für einen Hungerlohn an die Bauunternehmer des Inselstaats. Er liegt mit einer Länge von 700 Kilometern vor der Küste Senegals, ein Viertel seiner Einwohner muss von weniger als umgerechnet zwei Euro am Tag leben.Der Raubbau hat viele Strände auf Cabo Verde zerstört, mit bitteren Folgen für Natur und Landwirtschaft: In den Uferzonen, in denen nur noch große Kiesel liegen, siedeln weniger Mikroorganismen, das beeinträchtigt die Kinderstube der Fische; das Meerwasser dringt ohne den dämmenden Sand tief ein ins Landesinnere und versalzt das Grundwasser für die Landwirtschaft. Deshalb haben die Behörden den Raubbau am Strand seit 2010 eigentlich streng verboten. Aber die Frauen finden in ihrer großen Not immer einen Weg, den Kontrollen durch Polizei und Armee zu entkommen, unterstützt von skrupellosen Bauunternehmern, die ihnen den Sand für niedrigste Preise sehr gerne abkaufen.
16:9
08:00 Zwei im Wilden Westen
Infosendung ~45 Min
Eine einzigartige Landschaft bietet das White Sands National Monument. Mächtige, strahlend weiße Dünen aus Gipssand, die unter blauem Himmel im Sonnenlicht glitzern. Der Trapper Hawk und Marie Bäumer durchqueren auf ihren Pferden diese unwirkliche Welt und tauchen ein in die Schönheit des Naturphänomens. Die nächste Etappe führt sie ins Monument Valley. Eng mit dem Tal verbunden sind Leben und Geschichte der Navajo-Indianer. Sich hier abseits der Hauptstraßen zu bewegen, bleibt Reisenden meist verwehrt. Doch Marie Bäumer und Hawk dürfen in Begleitung eines Indianerführers die großartige Landschaft erleben. Die Schauspielerin ist verzaubert von den Wildpferden, die man an bestimmten Stellen ganz nah beobachten kann. Das Reservat ist mehr als ein Rückzugsort für Amerikas Urbevölkerung. Stolz nennen die Indianer ihr Land ''Navajo Nation Reservation''. Es ist ein teilautonomes, selbstverwaltetes Gebiet innerhalb der USA. Genauso stolz sind die Navajos auf ihre unnachahmliche Sprache, die den Assimilierungsdruck der weißen Siedler überdauert hat. Heute wird sie wieder in den Schulen gelehrt und ist ein lebendiges Erbe des Indianerstammes. KTNN, der einzige Radiosender des Reservats, sendet rund um die Uhr im Navajo-Land. In der Wüste nahe des Four Corners Monument, wo die vier US-Bundesstaaten Utah, Colorado, New Mexico und Arizona aufeinandertreffen, stoßen die Schauspielerin und der Trapper auf das Lager zweier ungewöhnlicher Typen. Scott und Joby sind sogenannte Outfitter, die mit ihren Pferden auf Kundschaft warten. Sie bieten Touren für Naturbegeisterte durch die großartige Landschaft an.
16:9
08:45 Stadt Land Kunst
Infosendung ~55 Min
Neukaledonien: Louise Michel, eine Anarchistin in der Strafkolonie Rajasthan: Indiens kostbares Nass Glasgows wehrhafte Suffragetten (1): Neukaledonien: Louise Michel, eine Anarchistin in der StrafkolonieSandstrände, Palmen und türkisblaue Lagunen bestimmen das Bild der neukaledonischen Küste. Was heute wie ein Paradies anmutet, war für die französischen Sträflinge, die Ende des 19. Jahrhunderts hierher verbannt wurden, die Hölle. Unter ihnen befand sich die Autorin Louise Michel, die nach der Niederschlagung der Pariser Kommune mit weiteren Intellektuellen auf den Archipel deportiert wurde. Hier entwickelte sie ihre anarchistische Denkweise weiter und setzte sich für die Kanaken ein, die von den Kolonialherren unterdrückten Ureinwohner Neukaledoniens.(2): Rajasthan: Indiens kostbares NassIm Nordwesten Indiens liegt der Bundesstaat Rajasthan. Die Böden sind trocken, die Sonne scheint das ganze Jahr. Um hier zu überleben, haben die Einwohner ein ausgeklügeltes Wassersystem entwickelt, von dem die Organisation der gesamten Gesellschaft abhängt. Jedes Dorf hat Baoris, Stufenbrunnen, in denen das Regenwasser des Monsuns eingefangen und gespeichert wird. Seit Jahrhunderten prägt der Umgang mit der kostbaren und seltenen Ressource Wasser die Landschaft und Kultur dieser wüstenartigen Region.(3): Glasgows wehrhafte SuffragettenAuf den Straßen der ehemaligen schottischen Industriestadt Glasgow sind heute zahlreiche Architektur- und Theaterliebhaber unterwegs. Anfang des 20. Jahrhunderts aber demonstrierten hier die Suffragetten. Um sich gegen die Repression der Polizei zu wehren, scheuten die wehrhaften Frauenrechtlerinnen keine Mittel ...
16:9
09:40 Mythos Kongo
Infosendung ~45 Min
Seine Größe und Kraft sind dem Fluss Kongo noch nicht anzusehen, wenn er als Chambeshi im Norden Sambias entspringt. Einmal im Jahr ist die Quellregion des Kongos die Arena für eines der größten Tierspektakel der Welt: Millionen von Flughunden entern ein winziges Waldstück, um sich an reifen Früchten die Bäuche voll zu schlagen. Der Chambeshi fließt nach Bangweulu, in ein gigantisches Sumpfgebiet. Verdeckt im Dickicht lauert der Schuhschnabel auf Beute. Aufrechtstehend ist dieser Vogel fast so groß wie ein Mensch. Um am Kongo zu überleben, mussten sich die Tiere an extreme Bedingungen anpassen. So hat die Evolution hier einzigartige Wesen hervorgebracht, zum Beispiel Fische mit Lungen oder Flügeln oder solche, die an Land jagen gehen. Dem Flusslauf folgend, führt die Flussreise weiter in den Dschungel im Südosten der Demokratischen Republik Kongo. Hinter der Stadt Kisangani wird der Kongo breit und ruhig, haushohe Sandinseln türmen sich im Fluss auf. Durchzogen von kleinen Urwaldflüssen bilden sie eigene, kleine Lebensräume. Wundersame Kreaturen wie der Schmetterlingsfisch und Aalwels haben hier ganz eigene Strategien entwickelt, um im nahrungsarmen Wasser zu überleben. Der Kongo speist den zweitgrößten Regenwald der Erde. Hier liegt die Heimat der Waldelefanten. Immer wieder zieht es sie an einen einzigen, magischen Ort: die Urwaldlichtung Dzanga Bai, was so viel heißt wie ''das Dorf der Elefanten''. Mit ihnen kommen unzählige andere Waldbewohner. Was macht diesen Ort so besonders? Das ist ein weiteres Geheimnis des Kongos.
16:9


Nachmittag
 
15:45 Stadt Land Kunst
Infosendung ~40 Min
Der Kaiserkanal, die andere Chinesische Mauer Die revolutionären Stimmen von Rennes Karen Blixens dänisches Festmahl (1): Karen Blixens dänisches Festmahl Endlose Wälder, Dünenlandschaften an der Ostsee, windgepeitschte Seen - so kennt man das wildromantische Dänemark aus den Werken von Karen Blixen. Die Schriftstellerin reiste um die halbe Welt, doch ihr gesamtes Werk entstand auf dänischem Boden. Eine bürgerliche Kindheit am Öresund und Ausflüge zu den Fischern auf Jütland lieferten den Stoff, aus dem später ihre großen Romane entstehen sollten. (2): Der Kaiserkanal, die andere Chinesische Mauer Der Kaiserkanal in China erstreckt sich über mehr als 1.700 Kilometer. Der Bau dieser übermenschlichen Wasserstraße wurde schon vor 2.500 Jahren begonnen, erforderte Millionen Arbeitskräfte und veränderte die Landschaften im Osten des Landes nachhaltig. Zwischen Hangzhou und Peking diente der imposante Kanal als Verbindung zwischen den verschiedenen Provinzen des Reichs der Mitte und verhalf den anliegenden Städten zu wirtschaftlichem Aufschwung. (3): Die revolutionären Stimmen von Rennes Direkt am Place du Parlement-de-Bretagne in Rennes liegt ein imposantes Palais, in dem sich heute das Amtsgericht der Stadt befindet. 1789 prangte an dem Gebäude zwar noch nicht der Schriftzug ''Liberté, Egalité, Fraternité'', doch auf dem Vorplatz wurden erste kritische Stimmen laut. Einige davon sogar revolutionär ...
16:9


Abend
 
22:05 Vietnam
Infosendung ~55 Min
Während der Watergate-Skandal die USA erschüttert, verlässt nach der Unterzeichnung eines Abkommens zwischen Hanoi und Washington, das im Gegenzug zum Rückzug der USA die Freilassung amerikanischer Kriegsgefangener vorsieht, ein Großteil der US-Streitkräfte Vietnam. Im August 1974 tritt Nixon zurück und Washington leistet immer weniger finanzielle Unterstützung für das verarmte Südvietnam, das sich den Angriffen des Nordens zu erwehren versucht. Duong Van Mai Elliot erinnert sich, wie die Bevölkerung in Scharen immer weiter nach Süden floh und ihre Familie wie auch Tausende andere nach dem Fall von Saigon am 30. April 1975 ins Exil ging. Schlussendlich ergibt sich der Süden. Aber nach der Machtübernahme durch die Kommunisten werden die Besiegten unterdrückt und die Wirtschaft des Landes so zugrunde gerichtet, dass sich über 1.500.000 sogenannte Boatpeople entscheiden, das Land zu verlassen. Mehr als 40 Jahre nach Kriegsende fragen sich betroffene Vietnamesen und Amerikaner gleichermaßen, welchen Sinn dieser tragische Krieg hatte. Über einen Zeitraum von sechs Jahren gedreht und mit rund 80 Zeitzeugen aufwartend schicken sich die Regisseure Ken Burns und Lynn Novick mit ''Vietnam'' an, einen möglichst umfassenden Blick auf den Krieg zu werfen, der dereinst die USA und den Rest der Welt spaltete und nicht gerade zur Entspannung in politisch ohnehin brisanten Zeiten beitrug. Was führte zur dem Konflikt, warum stiegen die USA ein und was sind die Folgen, die bis heute auf beiden Seiten sichtbar sind?
Untertitel16:9