Was kommt am 25.11.2019 im TV-Programm?

Folgesendung
TV-Sendung
20:15
90min
Solo für Weiss - Für immer Schweigen
(Solo für Weiss) Krimireihe, Deutschland 2019 Regie: Maria von Heland Autor: Mathias Klaschka Musik: Florian Tessloff Kamera: Moritz Anton

LKA-Zielfahnderin Nora Weiss kann einen Erfolg verbuchen, als sie den mutmaßlichen Sexualstraftäter Karl Strasser nach langer Suche stellen und verhaften kann. Umso erboster ist sie, als Strasser einen Tag später aufgrund eines Formfehlers aus der Haft entlassen wird. Gleichzeitig wird in Lübeck ein angesehener syrischer Arzt bei einem Bombenanschlag getötet. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Simon Brandt von der Kripo Lübeck geht Nora unter extremem Zeitdruck der Frage nach, ob es sich bei dem Mord um einen Terroranschlag handelt. Eine erste Spur aber führt sie zu der Witwe Karin Brendner. Deren zehnjähriger Sohn Paul wurde wenige Monate zuvor von dem kürzlich ermordeten Arzt operiert und starb nach frühzeitiger Entlassung aus dem Krankenhaus an den Folgen der OP. Karin Brendner gibt dem Arzt die Schuld am Tod ihres Sohnes, und dessen älterer Bruder stellt sich als Sprengstoff-Experte heraus. Als Nora und Simon ihn befragen wollen, ergreift er die Flucht und taucht unter. Jetzt ist die Zielfahnderin gefragt, um den Flüchtigen so schnell wie möglich aufzuspüren, da sich womöglich noch andere an der schicksalhaften OP beteiligte Personen in Gefahr befinden. Währenddessen kommt Nora der aus der Haft entlassene Strasser gefährlich nah.

Anna Maria Mühe ("Nora Weiss") - Jan Krauter ("Simon Brandt") - Peter Jordan ("Jan Geissler") - Natalia Rudziewicz ("Anna Badolis") - Johanna Gastdorf ("Karin Brendner") - Hanns Zischler ("Dr. Roland Petri") - Ole Puppe ("Karl Strasser") - David Korbmann ("Hannes Brendner") - Ilknur Boyraz ("Amina Al-Salim") - Jana Julia Roth ("Marta Polanski")
Film
20:15
85min
Polizeiruf 110: Bis dass der Tod euch scheidet
Staffel 35: Episode 7 Krimireihe, Deutschland 2006 Regie: Elsa Kern Autor: Kerstin Höckel - Michael Wallner Musik: Johannes Kobilke - Stefan Ziethen Kamera: Johannes Kirchlechner

Zwei Stunden nach seiner Trauung wird der Dessauer Bauunternehmer Michael Granzkow vor den Augen seiner jungen Braut auf offener Straße erschossen. Aufgrund ihrer Aussage glauben Schmücke und Schneider zunächst an einen Raubmord. Doch schon bald vermuten die Kommissare, dass der Raub vorgetäuscht gewesen ist und das Opfer seinen Mörder gekannt haben muss. Wer aus Granzkows Umgebung hat ein Motiv für die Tat? Ist es der Ehemann jener Frau, die seit dem Unfall, an dem Granzkow beteiligt war, querschnittsgelähmt ist? Oder wurde Granzkow von einem Opfer seiner nicht immer feinen Geschäftsmethoden getötet? Unter Mordverdacht gerät auch Heiko, der Bruder der Braut, den Granzkow bei einem Grundstücksverkauf offensichtlich betrogen hat. Doch als die Kommissare Heiko erneut befragen wollen, ist er verschwunden. Wenig später wird seine Leiche in der Elbe gefunden. Die Analyse der Tatortspuren weist auf den gleichen Täter hin. Musste Heiko sterben, weil er Granzkows Mörder kannte? Erst als die Kommissare das Undenkbare denken , kommen sie einer Intrige auf die Spur und begreifen, warum Granzkow am Tag seiner Hochzeit sterben musste. Hauptkommissar Herbert Schmücke: Jaecki Schwarz Hauptkommissar Herbert Schneider: Wolfgang Winkler Andrea Granzkow: Regula Grauwiller Heiko Remscheidt: Steffen Groth Sven Eckart: Heinrich Schmieder Gerd Ahrend: Hans-Jochen Wagner Christina Ahrend: Margrit Sartorius Karla Uhdet: Margret Völker Burkhard Senft: Victor Schefé Egon Rotte: Dieter Jasslauk Rosamunde Weigand: Marie Gruber Dr. Klaus Riepe: Klausjürgen Steinmann Was der ''Tatort'' für Westdeutschland war, war der ''Polizeiruf 110'' für die ehemalige DDR. Aufgrund der hohen Qualität und Beliebtheit bei den Zuschauern überlebte das Format auch die Wiedervereinigung. Seitdem läuft die Krimiserie als gesamtdeutsche Ausstrahlung auch mit westdeutschen Kommissaren und Einsatzorten.

Jaecki Schwarz ("Hauptkommissar Herbert Schmücke") - Wolfgang Winkler ("Hauptkommissar Herbert Schneider") - Regula Grauwiller ("Andrea Granzkow") - Steffen Groth ("Heiko Remscheidt") - Hans Jochen Wagner ("Gerd Ahrend") - Margrit Sartorius ("Christina Ahrend") - Heinrich Schmieder ("Sven Eckart") - Margret Völker ("Karla Uhdet") - Victor Schefé ("Burkhard Senft") - Marie Gruber ("Rosamunde Weigand")
Film
20:15
90min
Tatort: Für immer und dich
Staffel 1: Episode 1087 Krimi, Deutschland 2019 Regie: Julia von Heinz Autor: Magnus Vattrodt Musik: Gary Marlowe Kamera: Stefan Sommer

Sommerhitze, flirrendes Licht, milde Nächte: Ein Mann und ein Teenager fahren durch den Schwarzwald, einander nah, doch mit unterschwelliger Anspannung. Ein Paar? Oder Vater und Tochter? Als ein Jugendlicher den beiden eine Laptop-Tasche aus dem Wagen klaut, wird der Mann so nervös, dass er den Dieb auf der kurvigen Straße verfolgt. Kurze Zeit später hat er die Tasche wieder - der Dieb und sein Moped aber liegen im Abgrund. Der Polizei ist schnell klar, dass es Fremdeinwirkung gab und der Fahrer flüchtig ist. Friedemann Berg übernimmt die Ermittlungen, während Franziska Tobler sich um den schon seit zwei Jahren offenen Fall der verschwundenen Emily Arnold kümmert. Deren Mutter glaubt ihre Tochter lebend gesehen zu haben. Friedemann kennt das schon und rechnet mit einer neuen Enttäuschung, Franziska geht der Sache trotzdem akribisch nach. Und es gibt einen Durchbruch: Als der Unfallwagen in Friedemanns Fall aufgespürt wird, findet sich darin DNA von Emily Arnold. Es scheint möglich, dass die inzwischen 15-Jährige tatsächlich noch lebt. Dann jedoch ist unwahrscheinlich, dass sie allein unterwegs ist. Mit vereinten Kräften suchen Franziska und Friedemann nach Emily und einem Unbekannten. Sommerliche Leichtigkeit und latente Bedrohung bestimmen gleichermaßen die Atmosphäre, in der Regisseurin Julia von Heinz und Drehbuchautor Magnus Vattrodt die Beziehung zwischen einem Teenager und einem viel älteren Mann ausloten. Eine Beziehung, die nicht nur den Kommissaren aus dem Schwarzwald Rätsel aufgibt und die von der jungen Meira Durand und von Andreas Lust in all ihrer Ambivalenz in der Schwebe gehalten wird. Redaktionshinweis: 3sat zeigt vom Samstag, 23., bis zum Donnerstag, 28. November, jeweils ab 20.15 Uhr, alle elf für das ''FernsehfilmFestival Baden-Baden'' nominierten Fernsehfilme. Zuschauer können durchgehend vom 23. November, 20.00 Uhr, bis zum 29. November, 14.00 Uhr, ihren Lieblingsfilm im Internet unter www.3sat.de wählen oder telefonisch abstimmen. Für ''Tatort: Für immer und dich'' lautet die Telefonnummer 0137 4141 - 05. Die Königsklasse der deutschsprachigen Krimilandschaft. Jede Sendeanstalt der ARD (plus ORF und SF) schickt mindestens ein Ermittlerteam ins Rennen. Die Filme leben vor allem vom Lokalkolorit der jeweiligen Region oder Stadt und den starken Persönlichkeiten der Kommissare. Für Schauspieler ist die Übernahme einer Rolle als Tatort-Kommissar wie ein Ritterschlag. Figuren wie Trimmel, Schimanski und Odenthal geniessen mittlerweile Kultstatus.

Eva Löbau ("Franziska Tobler") - Hans Jochen Wagner ("Friedemann Berg") - Steffi Kühnert ("Cornelia Harms") - Andreas Lust ("Martin Nussbaum") - Meira Durand ("Emily Arnold") - Kim Riedle ("Michaela Arnold") - Ursula Werner ("Luise Nussbaum") - Antonio Wannek ("Rolf Nussbaum")
Spielfilm
21:45
105min
Lotte am Bauhaus
Drama, Deutschland, Tschechien 2019 Regie: Gregor Schnitzler Autor: Jan Braren Musik: Annette Focks Kamera: Christian Stangassinger

Weimar 1921: Das Leben der 20-jährigen Lotte scheint von ihrem Vater vorgezeichnet - als Ehefrau und Mutter an der Seite eines Mannes, der den elterlichen Tischlerbetrieb übernehmen soll. Doch die eigenwillige Lotte schließt sich gegen den Willen ihrer Familie einer Gruppe junger Künstler an, bewirbt sich am Bauhaus und wird angenommen. Der Bruch mit ihrer Familie, die ihren Wunsch nach Selbstverwirklichung nicht akzeptiert, belastet Lotte. Das Weimarer Bauhaus unter der Leitung des visionären Walter Gropius hat den Anspruch, nicht nur Kunst und Handwerk zu verbinden: Hier soll auch der ''Neue Mensch'' seinen Platz finden. Im Bauhäusler Paul Seligmann findet Lotte einen Unterstützer und ihre große Liebe. Sie erhält die Chance, als Frau gleichberechtigt ihr Studium zu absolvieren - angeleitet von weltberühmten Künstlern wie Johannes Itten, Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, Paul Klee und Oskar Schlemmer. Lotte und Paul versuchen gleichberechtigt zu leben, doch von ihrer Umwelt werden sie immer wieder auf eine harte Probe gestellt, was die Beziehung de Künstlerpaars beeinträchtigt. Mit der Zeit gerät das Bauhaus immer mehr unter politischen Druck der rechtskonservativen und nationalistischen Kräfte, und selbst an der Schule gibt es Stimmen, die das ''deutsche Wesen'' in der Kunst bedroht sehen. Walter Gropius entscheidet, mit dem Bauhaus nach Dessau zu ziehen. Paul und Lotte, die mittlerweile eine gemeinsame Tochter haben, folgen der Kunstschule in die unbekannte Stadt. Die neue Lebenssituation ebenso wie der Kampf um berufliche Anerkennung bestimmen ihr Leben und sorgen für heftige Konflikte. Redaktionshinweis: 3sat zeigt vom Samstag, 23., bis zum Donnerstag, 28. November, jeweils ab 20.15 Uhr, alle elf für das ''FernsehfilmFestival Baden-Baden'' nominierten Fernsehfilme. Zuschauer können durchgehend vom 23. November, 20.00 Uhr, bis zum 29. November, 14.00 Uhr, ihren Lieblingsfilm im Internet unter www.3sat.de wählen oder telefonisch abstimmen. Für ''Lotte am Bauhaus'' lautet die Telefonnummer 0137 4141 - 06.

Alicia von Rittberg ("Lotte Brendel") - Noah Saavedra ("Paul Seligmann") - Jörg Hartmann ("Walter Gropius") - Nina Gummich ("Friedl Dicker") - Marie Hacke ("Anni Fleischmann") - Ulrich Brandhoff ("Juppi Albers") - Julia Riedler ("Dörte Helm") - Christoph Letkowski ("Johannes Itten") - Torsten Ranft ("Gustav Brendel") - Claudia Geisler-Bading ("Alma Brendel")
Info-Sendung
21:00
45min
Jahre des Untergangs
Farbfilme aus Bayern 1939-45 Dokumentation, Deutschland 2019

Mehr als 70 Jahre lagen Farbfilmrollen teilweise unentdeckt auf Dachböden oder in Archiven. Die Regisseurinnen Despina Grammatikopulu und Michaela Wilhelm-Fischer haben die Familiengeschichten hinter den Privatfilmen erforscht. Aus vielen Stunden Filmmaterial ist ein Gesamtbild Bayerns entstanden, wie man es selten gesehen hat: Ein Blick wie durch ein Schlüsselloch auf den Familienalltag in der NS-Zeit. Ein Blick wie durch ein Schlüsselloch auf den Familienalltag in der NS-Zeit, zu 100 Prozent in Farbe, dokumentiert von den Regisseurinnen Despina Grammatikopulu und Michaela Wilhelm-Fischer. Wo beginnt es, das Böse? Alltägliche Szenen sind zu sehen: Eine Hochzeit, der Bräutigam in SS-Uniform, glückliche Gesichter, liebevoll gefilmt - nur einen Monat vor Kriegsausbruch. München am ''Tag der Deutschen Kunst'', Hitlers Lieblingsstadt versinkt im schwarzweißroten Fahnenmeer. Begeisterte Menschen, verführt vom Gemeinschaftsgefühl. Die Politik ist allgegenwärtig: Vor der Madonnenfigur weht das Hakenkreuz. Auf dem Faschingsumzug in Nürnberg hängen Klischee-Juden aus Pappmaché am Galgen. Spielende Kinder im Dachauer Dorfidyll, wohlgenährt und beschützt. Und zur gleichen Zeit landen die Alliierten in der Normandie. Hinter der Kamera ein begeisterter Filmamateur und Bäckermeister, der die SS im nah gelegenen Konzentrationslager mit Brot beliefert. Die Unbeholfenheit und die Privatheit der Filmszenen schaffen eine fast unerträgliche Nähe. Jeder Einzelne ist ein Zahnrad im großen Ganzen. Und dann im Mai 1945: Amerikanische Soldaten filmen die Befreiung von Dachau: Das Unsagbare in Großaufnahme, der Zivilisationsbruch in Farbe. ''Jahre der Verführung. Jahre des Untergangs'' - ein einzigartiges Dokument der Zeitgeschichte.

Film
20:15
80min
Zwölf Uhr mittags
(High Noon) Western, USA 1952 Regie: Fred Zinnemann Autor: Carl Foreman - John W. Cunningham Sound: Jean L. Speak Musik: Dimitri Tiomkin Kamera: Floyd Crosby

Seit vielen Jahren ist Will Kane (Gary Cooper) Marshal des Städtchens Hadleyville in Mew Mexiko. Die Bürger sind ihm dankbar, dass er Recht und Gesetz in die Stadt brachte. Nun aber will der Gesetzeshüter noch einmal neu anfangen: In der pazifistischen Quäkerin Amy (Grace Kelly) hat er sein privates Glück gefunden, und aus Liebe zu ihr will er nach der Hochzeit den Posten als Marshal aufgeben. Am Tag der Trauung aber trifft die Nachricht ein, dass der berüchtigte Gangster Frank Miller (Ian MacDonald) nach seiner vorzeitigen Haftentlassung auf dem Weg in die Stadt ist. Er soll mit dem Zwölf-Uhr-Zug am Bahnhof ankommen. Drei seiner Bandenmitglieder warten dort bereits auf ihn: Colby (Lee Van Cleef), Pierce (Robert J. Wilke) und Franks jüngerer Bruder Ben (Sheb Wooley). Kane ist sicher, dass Miller mit ihm abrechnen will, da er es war, der ihn hinter Gitter brachte. Zunächst möchte Kane die Stadt wie geplant mit Amy verlassen. Doch ihm wird schnell klar, dass er die Vergangenheit nicht einfach abschütteln kann - Miller würde ihn überall verfolgen. Also kehrt er gegen Amys Willen nach Hadleyville zurück und steckt sich noch einmal seinen Marshalstern an, um den Banditen entgegenzutreten. Schnell zeigt sich, dass er von seinen Mitbürgern keine Hilfe zu erwarten hat. Nicht einmal seine besten Freunde sind bereit, ihm beizustehen. Den feigen Bewohnern von Hadleyville wäre es am liebsten, wenn der Marshal einfach verschwände. Schließlich stellt Amy, welche die Aussichtslosigkeit der Situation erkennt, ihren Mann vor ein Ultimatum: Entweder er verlässt mit ihr die Stadt, oder sie wird mit dem Zwölf-Uhr-Zug alleine abreisen. Die Uhr tickt - und Will Kane fühlt sich verpflichtet, diesen letzten Kampf auch alleine auszutragen. ''Zwölf Uhr mittags'' von Fred Zinnemann zählt zu den berühmtesten Western der Filmgeschichte. Der aus Österreich stammende Regisseur gab dem Genre eine bis dahin völlig neue Facette, indem er die Hauptfigur nicht als furchtlosen Helden inszenierte, sondern als Mann mit Selbstzweifeln und Ängsten. Von zahlreichen Filmhistorikern wird die Geschichte zudem als Allegorie auf die fanatische Kommunistenjagd des erzkonservativen Senators McCarthy in den 1950er Jahren gesehen, bei der viele Filmschaffende von ihren Freunden fallen gelassen wurden. Auch Drehbuchautor Carl Foreman gehörte zu den Opfern dieser Hexenjagd und ging nach der Arbeit an ''Zwölf Uhr mittags'' ins britische Exil. Im Jahr darauf wurde sein Drehbuch für den Oscar nominiert, Gary Cooper erhielt die begehrte Trophäe als Bester Hauptdarsteller. Weitere Oscars gewann der Film für den Schnitt, die Musik und den berühmten Song ''Do Not Forsake Me, Oh My Darlin''''.

Gary Cooper ("Will Kane") - Grace Kelly ("Amy Kane") - Katy Jurado ("Helen Ramirez") - Lloyd Bridges ("Harvey Pell") - Thomas Mitchell ("Jonas Henderson") - Otto Kruger ("Richter Percy Mettrick") - Lon Chaney ("Martin Howe") - Ian MacDonald ("Frank Miller") - Lee van Cleef ("Jack Colby") - Sheb Wooley ("Ben Miller") - Harry Shannon ("Cooper") - Morgan Farley ("Pfarrer Dr. Mahin") - Eve McVeagh ("Mildred Fuller") - Henry Morgan ("Sam Fuller")
Spielfilm
21:35
125min
Mission
(The Mission) Drama, USA, England, Frankreich 1986 Regie: Roland Joffe Autor: Robert Bolt Musik: Ennio Morricone Kamera: Chris Menges

Südamerika, im 18. Jahrhundert: Der Jesuitenpater Gabriel bricht in den Urwald auf, um die dort lebenden Indios zum Christentum zu bekehren. Zusammen mit dem ehemaligen Söldner Rodrigo errichtet er weitab von den Siedlungen der spanischen und portugiesischen Kolonisatoren eine Missionsstation. Tatsächlich gelingt es den Männern, die dort lebenden Guaraní an den christlichen Glauben heranzuführen. Doch dann soll die Mission aus kirchenpolitischen Gründen aufgegeben werden. Südamerika, 1750: Der Jesuitenpater Gabriel reist in den Urwald, um die dort abgeschieden lebenden Guaraní zum Christentum zu bekehren. Unterstützung bei seiner schwierigen Mission erhält er von dem ehemaligen portugiesischen Söldner Rodrigo Mendoza. Dieser hat aus Eifersucht seinen Bruder Felipe ermordet und will sich nun aus Reue in die Gewalt der Indios begeben, die er früher brutal versklavte. Der Sünder ist bereit, in den Tod zu gehen, doch die Indios vergeben ihm. Tief bewegt von dem Akt der Gnade, tritt Mendoza in den Jesuiten-Orden ein und weiht sein Leben den Indios. Gemeinsam mit Pater Gabriel errichtet er eine prosperierende Mission, die von den Guaraní akzeptiert wird. Doch mit der Neuziehung der territorialen Grenzen zwischen den Kolonialgebieten wird das spanische Missionsgebiet an die Portugiesen übergeben, die danach trachten, die Indios zu versklaven. Ein Abgesandter des Papstes soll überprüfen, ob dieses Opfer moralisch vertretbar ist. Kardinal Altamirano besichtigt die vorbildliche Mission, die ihm wie der Garten Eden erscheint. Aus machtpolitischen Gründen sind ihm jedoch die Hände gebunden. So rücken mit seiner Duldung die portugiesischen Söldner vor und richten unter den Indios, die sich unter Mendozas Führung zur Wehr setzen, ein Blutbad an. Roland Joffé elegisches Geschichtsdrama thematisiert das historisch verbürgte Massaker an den Guaraní-Indios, die 1756 in der Schlacht von Caibale massakriert wurden. Kameramann Chris Menges findet für die zwischen Spiritualität und historischer Tragödie wechselnde Geschichte imposante Landschafts- und Naturimpressionen von geradezu hyperrealer Intensität und wurde für seine Leistung 1987 mit einem Oscar ausgezeichnet. Ennio Morricones leitmotivische Filmmusik ergänzt die eindrucksvollen Bilder kongenial. Auch die Hauptrollen des Historienepos sind mit Jeremy Irons als Jesuitenpater und Robert De Niro als ehemaligem Sklavenhändler hochkarätig besetzt. Das Drehbuch basiert auf dem Theaterstück ''Das heilige Experiment'' (1943) von Fritz Hochwälder. Die Dreharbeiten fanden in Kolumbien am Río Magdalena und in Cartagena sowie in Argentinien an den Iguazú-Wasserfällen statt. Auf den Filmfestspielen in Cannes 1986 wurde ''Mission'' mit der ''Goldenen Palme'' ausgezeichnet.

Robert De Niro ("Rodrigo Mendoza") - Jeremy Irons ("Pater Gabriel") - Ray McAnally ("Kardinal Altamirano") - Aidan Quinn ("Felipe Mendoza") - Chuck Low ("Cabeza") - Cherie Lunghi ("Carlotta") - Ronald Pickup ("Hontar") - Liam Neeson ("Fielding") - Bercelio Moya ("Indiojunge") - Sigifredo Ismare ("Medizinmann")