TV-Programm arte 17.07.

   
   Was läuft beim TV Sender arte

Was läuft 17.07. im TV-Programm von arte?

Das arte Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

Vormittag
 
00:40 The Killing
Serie ~60 Min
Seit sie die E-Mail-Korrespondenz zwischen ''Faust'' und der ermordeten Nanna Birk Larsen gefunden haben, ist der Schulsenator und Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters Troels Hartmann alias ''Faust'' für Sarah Lund und Jan Meyer der Hauptverdächtige. Allerdings bestreitet Troels vehement, die fraglichen E-Mails geschrieben zu haben: Jemand müsse sein Passwort und sein Profil benutzt haben, um Nanna zu kontaktieren. Troels Freundin Rie ist sauer wegen der Dating-Geschichte, auch wenn Troels ihr versichert, dass er damit aufgehört habe, als sie sich kennenlernten. Nannas Mutter Pernille und ihr Mann Theis werden von einer Mitarbeiterin der Sozialbehörden in eine Trauergruppe geschickt: Sie sollen lernen, mit dem Verlust umzugehen, und sich aus den Ermittlungen der Polizei heraushalten. Aber Pernille lässt sich auf ein Treffen mit einem Journalisten ein, der behauptet, die Polizei verschleiere ihre Ermittlungsergebnisse, weil ein Politiker involviert sei. Sarah kümmert sich überhaupt nicht mehr um ihre Familie und ihren Partner Bengt, sie ist völlig besessen von ihrer Arbeit. Von ihrer Mutter erfährt sie, dass Bengt ihr inzwischen ihre Umzugskartons zurückgeschickt hat. Jan Meyer hat herausgefunden, dass niemand bei dem Treffen im Konferenzzentrum Troels Hartmann wirklich gesehen hat, Rie hatte alle Termine allein wahrgenommen, er lag angeblich mit Grippe im Bett. Nach einem von Jan Meyer raffiniert geführten Verhör zieht Rie ihr Alibi für Troels zurück. Kommissarin Sarah Lund möchte ihr Leben in Kopenhagen hinter sich lassen und in Schweden mit ihrem Lebensgefährten und ihrem Sohn neu anfangen. Ihr Vorgesetzter bittet sie allerdings einen letzten Fall zu übernehmen. Die Ermittlungen im Fall eines ermordeten Mädchens führen über das Familienumfeld bis in höchste Regierungskreise.
Untertitel16:9
05:00 Les Arts Florissants feiern ihr 40. Jubiläum
Musik ~45 Min
2019 feierte das Barock-Ensemble Les Arts Florissants sein 40-jähriges Bestehen. Sein Gründer William Christie entwickelte diesen außergewöhnlichen Klangkörper zur Talentschmiede für weltweit führende Interpreten. Neben seiner Leidenschaft für Alte Musik begeistert sich Christie auch für Gartenkunst. 2012 gründete er ein sommerliches Musikfestival unter dem Namen ''Dans les jardins de William Christie'', für das er seinen eigenen Landsitz in der westfranzösischen Vendée öffnet. Hier, im Dörfchen Thiré, konzertieren Interpreten aus der ganzen Welt, insbesondere angehende Sänger, die aus Christies Nachwuchsakademie Le Jardin des Voix hervorgegangen sind. In der zauberhaften Atmosphäre der unterschiedlich gestalteten Gärten - sie sind vor allem von historischen Parkanlagen in Italien und Frankreich inspiriert - ergeht sich das Festivalpublikum im Klostergarten, im Pinienwäldchen, an der Zyklopenmauer oder am ''Wasserspiegel'', so der Name des Teiches, aus dem sich eine Bühne erhebt. Glanznummer und Abschluss des heutigen Programms bildet die vom Hausherrn auf der Teichbühne dirigierte ''Barocke Odyssee''. Hier im Abendlicht fühlt man sich in die prunkvollen Aufführungen des 18. Jahrhunderts zurückversetzt. William Christies historisch getreue Interpretationen veranschaulichen, wie wichtig diesem Ensemble Gemeinsamkeit, Begeisterung und Weitergabe sind, dass es aber vor allem die Liebe zur Musik zelebriert.
16:9
06:15 Arte Reportage
Infosendung ~55 Min
Afghanistan: Eine Bürgermeisterin gegen die Taliban Argentinien: Frauen gegen Männer-Gewalt (1): Afghanistan: Eine Bürgermeisterin gegen die Taliban Zarifa Ghafari ist die jüngste und erste Frau als Bürgermeisterin in einer Stadt an der Grenze zu den Taliban. In einer der konservativsten und gefährlichsten Regionen Afghanistans regiert die 26-jährige Bürgermeisterin Zarifa Ghafari. Aus Sicherheitsgründen lebt sie in Kabul und muss täglich die 50 km zu ihrem Amtssitz in Maidan Shar pendeln. Die Menschen in ihrer Provinz haben das Vertrauen in die Regierung verloren und unterstützen mehrheitlich die Taliban. Zarifa Ghafari aber will das Vertrauen der Bevölkerung wiedergewinnen und macht sich auch dadurch viele Feinde. Nach 40 Jahren Krieg ist Afghanistan immer noch weit davon entfernt, friedlich zu sein. Im Jahr 2001 marschierten die USA und ihre westlichen Verbündeten in Afghanistan ein, um das Taliban-Regime zu zerschlagen und die Ordnung wiederherzustellen. Die Hoffnung war groß, dass es dem afghanischen Volk diesmal gelingen würde, Frieden zu finden und das Land wiederaufzubauen. Das ist gescheitert, vor allem an der Korruption im Land. Es sind vor allem die ärmeren ländlichen Landesteile, 60% des Landes, die sich den Taliban angeschlossen haben. Für die Bauern ist ein starker Moral- und Stammeskodex oft wichtiger als alles, was aus dem Westen kommt. Ihnen gelten alle Bemühungen internationaler Organisationen und NGOs, das Land zu modernisieren und Bildung zu bringen, als gefährlich und böse. An der Grenze der Stadt beginnt das Gebiet des Taliban-Kommandeurs Musafer. Seit elf Jahren kämpft er auf Seiten der Taliban, in den Bergen 50 km westlich von Herat, einem Staat im Staat - auch gegen die Bürgermeisterin Zarifa Ghafari. (2): Argentinien: Frauen gegen Männer-Gewalt Alle 32 Stunden wird in Argentinien eine Frau ermordet - die argentinische Frauenbewegung demonstriert gegen die Gewalt im Land. Aus den ersten Protesten gegen häusliche Gewalt und Frauenmorde vor vier Jahren ist eine Bewegung geworden, die sich für Frauenrechte einsetzt - darunter auch das Recht auf legale Abtreibung. Sie sehen in machistischen Strukturen den Nährboden für die Gewalt. Klar ist: Wenn Argentinien am 27. Oktober einen neuen Präsidenten wählt, wird dieser die Frauen und ihre Forderungen nicht länger ignorieren können. ARTE-Reporter begleiteten die Eltern von Mónica Garnica zum Prozess gegen ihren Ehemann. Vor zwei Jahren hatte er sie angezündet und damit ermordet. Die Staatsanwältin Mónica Cuñarro. kämpft für harte Urteile - und für eine bessere Begleitung der Opfer: ''Wenn Frauen Anzeige erstatten, leben sie besonders gefährlich. Dann steigt die Gewalt an - um zu verhindern, dass die Frau vor Gericht aussagt.'' In Argentinien ist ein neues Selbstbewusstsein zu spüren, das die Frauen in alle Lebensbereiche tragen. Die ''Ni una mentos''-Bewegung ist jedoch längst kein argentinisches Phänomen mehr. Auch in anderen Ländern, etwa Peru, Mexiko oder Kolumbien, protestieren die Frauen unter diesem Motto.
16:9


Nachmittag
 
12:15 Der unsichtbare Fluss
Infosendung ~45 Min
Zwischen Schwarzwald und Vogesen fließt nicht nur der Rhein, sondern auch ein unsichtbarer Fluss langsam nordwärts. Das größte Grundwasserreservoir Europas bildet im Oberrheintal einen unterirdischen Strom, der Feuchtgebiete von einzigartiger Schönheit entstehen lässt, in denen seltene Tiere und Pflanzen leben. Der vielfach preisgekrönte Unterwasserkameramann Serge Dumont zeigt diese unbekannte Welt in atemberaubenden Bildern. Er kommt dabei ihren Bewohnern so nah wie kein Tierfilmer vor ihm. Hechte und Haubentaucher gehen direkt vor seiner Kamera auf die Jagd. Bislang nie beobachtete Verhaltensweisen von Fischen und Vögeln konnte Serge Dumont, der an der Universität in Straßburg als Biologieprofessor lehrt, festhalten. Seine Dokumentation zeigt auch die faszinierende Welt der Insekten, Amphibien und Kleinstlebewesen in diesen Biotopen. So konnte Serge Dumont erstmals Libellen filmen, die in bis zu zwei Metern unter der Wasseroberfläche ihre Eier in Pflanzenstengeln ablegen. Auf diese Weise verhindern sie, dass die Eier durch sinkende Wasserstände trocken fallen. Die Dokumentation entführt in eine Welt voll bizarrer Lebewesen, wie man sie direkt vor unserer Haustür nicht vermutet. Die Feuchtgebiete im Oberrheintal verdanken ihre Existenz dem ständigen Zufluss von sauberem, schadstofffreiem Grundwasser. Das aber wird durch den übermäßigen Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden in der Landwirtschaft zunehmend belastet, was die kleinen Paradiese gefährdet.
Untertitel16:9HDTV
15:20 Gegen den Strom
TV-Sendung ~120 Min
Die 50-jährige Halla, eine unabhängige und warmherzige, eher in sich gekehrte Frau, ist Chorleiterin in Reykjavík. Doch hinter der Fassade einer gemächlichen Routine führt sie ein Doppelleben als leidenschaftliche Umweltaktivistin. Die geheime Öko-Guerilla-Aktivistin kämpft unter dem Decknamen ''Die Bergfrau'' in einem Ein-Frau-Krieg gegen die Energiekonzerne, die das Land ausbeuten wollen. Sie ist überzeugt, dass die Politik einen Ausverkauf der Natur betreibt, indem immer mehr multinationale Konzerne nach Island kommen, um mit den natürlichen Ressourcen Gewinn zu machen. Erst mit Vandalismus und letztlich Industriesabotage gelingt es ihr, die Verhandlungen zwischen der isländischen Regierung und einem internationalen Investor zu stoppen. Es sind selbstlose Aktionen, die aber gefährlich sind - glücklicherweise bekommt Halla zwei Mal Hilfe vom Bauer Sveinbjörn, der zu ihrem Komplizen wird - und die die Öffentlichkeit und Polizei zunehmend in Aufruhr bringen. Bald wird sie landesweit von der Polizei gesucht. Doch Halla ist sich lange Zeit sicher: Die öffentliche Meinung ist auf ihrer Seite. Vor allem aber würde niemand vermuten, dass eine mittelalte Frau hinter diesen Taten steckt, solange es einen männlichen, spanisch sprechenden Touristen gibt, der allein aufgrund seines Aussehens verdächtig erscheint. Doch dann wird Hallas Antrag auf Adoption eines Kindes nach vier Jahren Wartezeit überraschend stattgegeben, und ihre Pläne geraten aus dem Takt. Sie muss sich zwischen ihrem zukünftigen Mutterglück und ihren Überzeugungen als Umweltaktivistin entscheiden. Benedikt Erlingsson zeigt die ursprüngliche isländische Natur in wunderbaren Bildern, dazu außergewöhnliche Menschen in surrealen Situationen.
Untertitel16:9HDTV


Abend
 
22:05 Whitney: Can I Be Me
Infosendung ~100 Min
Dokumentarfilm über das Leben von Sängerin und Schauspielerin Whitney Houston, die im Februar 2012 tot in einem Hotelzimmer in L. A. aufgefunden wurde. Sie starb mit 48 Jahren an einer Überdosis Drogen. Die Regisseure Nick Broomfield und Rudi Dolezal zeigen seltene Bilder und exklusive Aufnahmen und lassen Whitney Houstons Lebensgeschichte von den Menschen erzählen, die ihr am nächsten standen. Whitney Houston war der Inbegriff eines Superstars, eine ''American Princess'', die am häufigsten ausgezeichnete Künstlerin aller Zeiten. Trotz verdienter Millionen, mehr aufeinanderfolgender Nummer-eins-Hits als die Beatles und einer der größten Stimmen aller Zeiten, gelang es Houston nicht, sie selbst zu sein. Sie starb an einer Überdosis Drogen und wurde nur 48 Jahre alt. Die Regisseure Nick Broomfield und Rudi Dolezal thematisieren in dem Dokumentarfilm ''Whitney - Can I Be Me'' die Hintergründe über den Absturz einer der größten Sängerinnen aller Zeiten und erzählen anhand selten veröffentlichter Bilder und exklusiver Aufnahmen Whitney Houstons außergewöhnliche und ergreifende Lebensgeschichte aus der Sicht derer, die ihr nahestanden. ''War Whitney Houston bisexuell? Wer Nick Broomfield verärgern will, der sollte ihm genau diese Frage stellen. Denn in ''Whitney - Can I Be Me'' entwirft der Dokumentarfilmregisseur ein packendes Porträt der Popdiva, das sich eben nicht auf diesen Aspekt reduzieren lässt. Vielmehr zeichnet er mit schicksalsschwerer Konsequenz den Weg aus dem prekären Milieu von Newark über eine Rekordserie von Nummer-1-Hits bis hin zum Drogentod im Jahr 2012 nach.'' (SZ, 7. Juni 2017)
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