arte Programm morgen

   
   Was läuft beim TV Sender arte

Was läuft morgen im TV-Programm von arte?

Das arte Fernsehprogramm von morgen bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
02:05 Soldaten Gottes
Infosendung ~50 Min
(God''s Soldiers) Die Belagerung Maltas Staffel 1: Episode 2 Geschichtsdoku, England 2019 Regie: Elizabeth E. Schuch - Kostas Koutsoliatos
Mitte des 16. Jahrhundert kämpfen Christen und muslimische Osmanen um die Herrschaft über Europa. Jeder im Namen seiner Religion. In diesem Kampf trifft die osmanische Elitetruppe der Janitscharen auf die Ritter der katholischen Johanniter, ein Militärorden, der auf Malta stationiert ist.1565 sticht die Kriegsflotte Suleimans des Prächtigen von Konstantinopel aus in See, um den auf Malta stationierten Johanniterorden unter Großmeister Jean de la Valette zu vernichten. Der Orden stört mit seinen Raubzügen den Handel im Mittelmeer. Und der geschützte Hafen von Malta ist ein ideales Sprungbrett, in Italien einzufallen und von dort Europa zu erobern.Die reiche Witwe Maria hat ihren Geliebten, den Johanniter-Ritter Raymonde, von der Ruderbank freigekauft. Das private Kriegsschiff, das er führt, gehört auch seiner Geliebten Maria. Die vermögende Witwe investiert in Raubzüge gegen die Osmanen.Als die Truppen des Sultans in Malta landen, meldet Raymonde sich freiwillig, um das strategisch wichtige Fort St. Elmo gegen den übermächtigen Gegner zu verteidigen.Nach erfolgreichen Einsätzen gegen den Johanniterorden wurde Hasan zum Offizier ernannt. Als er mit seinen Janitscharen die Belagerung von St. Elmo beginnt, will er sich zunächst an Raymonde rächen, der Hasans besten Freund im Kampf getötet hat.Im Laufe ihres erbitterten Kampfes erkennen Hasan und Raymonde im anderen etwas von sich selbst: den unbezwingbaren Geist, für die eigene Sache bedingungslos einzutreten. Nur einer wird überleben - voller Zweifel über seine Befehlshaber und den Sinn des gnadenlosen Religionskrieges.
Untertitel16:9
02:55 Italien von oben - Geschichte(n) eines Landes
Infosendung ~30 Min
Die Stadtstaaten Staffel 1: Episode 2 Dokureihe, Frankreich 2016 Regie: Adila Bennedjaï-Zou - Roland Théron
Beim Überfliegen Italiens fallen einem sofort die außergewöhnliche Dichte des Landes und die geballte Präsenz der Städte auf. Das Motiv der Stadt ist in der Geschichte und der Landschaft Italiens tief verwurzelt. Die für ihre Baukunst berühmten italienischen Städte ziehen Touristen aus der ganzen Welt an. Einige sind unter dem Ansturm zu regelrechten Freilichtmuseen geworden. Der Reichtum an Palästen, Plätzen und Kirchen ist das Ergebnis einer langen politischen Geschichte, die im Mittelalter beginnt. Zwischen dem 12. und dem 16. Jahrhundert bildet die italienische Halbinsel kein geeintes Land, sondern ein Mosaik aus unabhängigen Gebieten, die von Fürsten und Patriziern regiert werden. Gleichwohl nimmt sie in Europa eine Vorrangstellung ein, dank ihrer außergewöhnlich großen Zahl an bevölkerungsreichen, mächtigen Städten. Der Aufschwung der Städte beginnt im Süden, insbesondere in den Häfen, die an sämtliche Handelsrouten des Mittelmeers angebunden sind. Am besten wird diese Entwicklung von Palermo verkörpert. Ab 1220 gehen die Städte des Südens trotz ihres ungeheuren Wachstums im Heiligen Römischen Reich auf. Sie verlieren ihre Autonomie und Unteritalien wird mit Festungen überzogen. Die bekannteste, das Castel del Monte in der Nähe von Bari, ist ein steinernes Symbol der triumphalen Macht des Kaisers. Zur gleichen Zeit vermag dieselbe kaiserliche Macht die Städte im Norden des Landes nicht zu unterwerfen. Diese erleben einen beispiellosen demografischen und ökonomischen Aufschwung. Im Jahr 1300 zählt Europa nur sechs Städte mit mehr als 80.000 Einwohnern, vier davon liegen in Norditalien: Mailand, Venedig, Genua und Florenz. Nach dem Besuch in Palermo führt die stadtgeschichtliche Reise weiter zu wegweisenden Bauten in San Gimignano, berühmt für sein zahlreichen Türme, Siena, Venedig und Florenz, welches mit der Herrschaft der Medici schließlich den Höhepunkt und das Ende des goldenen Zeitalters der Stadtstaaten markiert.
16:9
08:40 Stadt Land Kunst
Infosendung ~65 Min
(Invitation au voyage) Kamerun / Die Pariser Kommune / Azoren / Valladolid Kunstmagazin, Frankreich 2020 Regie: Fabrice Michelin
In Valladolid sitzt der Schiedsrichter auf der Tribüne Paulos Rinderragout mit Weißwein auf den Azoren Die Aufständischen der Pariser Kommune Mongo Betis rebellisches Kamerun (1): Mongo Betis rebellisches KamerunWeite Teile Kameruns sind von dichten Wäldern bedeckt. Sie erstrecken sich von der Grenze zur Zentralafrikanischen Republik bis zum Golf von Guinea im Südwesten des Landes. Auch das Heimatdorf von Mongo Beti ist von Wäldern umgeben. Für den engagierten Schriftsteller, der Anfang des 20. Jahrhunderts geboren wurde, war die Literatur ein Instrument der Rebellion. In seinen Werken stellte er den moralischen Verfall, den Neokolonialismus und die Korruption der Eliten an den Pranger.(2): Die Aufständischen der Pariser KommuneIm März 1871 brodelt es gewaltig in der von den Preußen besetzten französischen Hauptstadt. Als Truppen der französischen Regierung versuchen, die Kanonen der Pariser zu konfiszieren, kommt es zum Aufstand. Die Pariser Kommune war die letzte Revolution, die Frankreich im 19. Jahrhundert erlebte. Ihre Anhänger wollten eine sozial gerechte Republik aufbauen, aber nach 72 Tagen wurde die Bewegung von der Regierung blutig niedergeschlagen. (3): Paulos Rinderragout mit Weißwein auf den AzorenIn Rabo de Peixe auf der Insel São Miguel kocht Paulo traditionelles Alcatra. Dafür wird Rindfleisch mit Gewürzen, Zwiebeln und Weißwein zwölf Stunden lang im Holzofen geschmort. Als Beilage gibt es traditionell ein süßes Brot - die Massa sovada.(4): In Valladolid sitzt der Schiedsrichter auf der TribüneDie Stadt Valladolid in der spanischen Region Kastilien und León verfügt über ein reiches kulturelles Erbe, zu dem beispielsweise der Plaza Mayor und die Kirche San Pablo gehören. Während der Fußballweltmeisterschaft 1982 wurde das Stadion José-Zorrilla im Westen der Stadt zum Schauplatz einer Partie, die anders verlief als erwartet ...
16:9
09:45 Xenius: Zu gut für die Tonne
Infosendung ~30 Min
(Xenius) So verschwenden wir weniger Lebensmittel Wissensmagazin, Deutschland, Frankreich 2020 Moderation: Dörthe Eickelberg - Pierre Girard
Zu gut für die Tonne - So verschwenden wir weniger Lebensmittel 18 Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jedes Jahr im Müll, umgerechnet eine Lkw-Ladung pro Minute. Auch wenn manches Obst oder Gemüse nicht mehr perfekt aussehen mag oder bei einem Lebensmittel das Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist: Für den Verzehr ist es meist noch bestens geeignet. Trotzdem wird vieles davon in die Mülltonne geworfen. Äpfel müssen gut aussehen, dürfen keine braunen Stellen haben, die Gurke soll makellos in der Farbe und vor allem gerade gewachsen sein. Fast ein Drittel aller Obst- und Gemüsesorten kommt aus diesen Gründen gar nicht erst in den Handel, sondern wird vorher aussortiert. Auch am Mindesthaltbarkeitsdatum gibt es Kritik: Kann man Milch, die schon zwei Tage über diesem Datum liegt, noch trinken oder besser nicht? Durchschnittlich 75 Kilogramm noch verzehrbare Lebensmittel wirft jeder Deutsche pro Jahr einfach in die Tonne. Die Köchin Sophia Hoffmann hat sich der Zero-Waste-Küche verschrieben. Ihr Credo: Kochen ohne Abfälle, alles ist verwertbar. Die ''Xenius''-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard lassen sich überraschen, was Sophia Hoffmann aus trockenem Brot, Kohlrabiblättern und ausgetriebenen Zwiebeln alles zaubern kann.
Untertitel16:9
11:45 Neben-, gegen-, miteinander: Deutsch-französische Geschichten
Infosendung ~30 Min
(France-Allemagne: 3000 ans d''histoire commune) Von Brot, Bier und Wein Staffel 1: Episode 2 Dokureihe, Frankreich 2015 Regie: Roland Théron
Einst geprägt von Kriegen und Konflikten, sind die deutsch-französischen Beziehungen heute Aushängeschild für das friedliche Miteinander zweier Nachbarstaaten. Dabei ist die deutsch-französische Freundschaft so gefestigt und lebendig, dass beide Länder als Motoren der europäischen Integration fungieren. ARTE geht in einer spannenden zehnteiligen Dokumentationsreihe der bewegten Nachbarschaftsgeschichte beider Staaten unter jeweils einem thematischen Gesichtspunkt nach. Beeindruckende Aufnahmen aus der Vogelperspektive zeigen dabei die Spuren auf, die diese gemeinsame Geschichte sowohl bei den Menschen als auch in den Landschaften hinterließ. Dabei offenbaren sich die lange gewachsenen Beziehungen zwischen Städten und Bevölkerung diesseits und jenseits des Rheins. Die Zeitreise führt von historischen Konflikten und Besatzung im Kalten Krieg zur Gründung der Deutsch-Französischen Brigade, von landestypischer Ess- und Trinkkultur rund um Brot, Bier und Wein zu gemeinsamen Herausforderungen in Umweltfragen. Die Esskultur eines Landes ist nicht nur der Spiegel seiner Gesellschaft: Sie gestaltet auch die Landschaft, verleiht ihr über Jahreszeiten und Jahrhunderte hinweg ihre Farben und Strukturen. Welches sind die historischen Ursachen für unterschiedliche Ernährungsweisen in Deutschland und Frankreich? Beim Überfliegen der beiden Länder wollen die Filmemacher ergründen, ob es eine spezifisch deutsche und eine spezifisch französische Landschaft gibt. Ist Deutschland wirklich das Land des Roggens und Biers und Frankreich das Land des Weizens und Weins? Geschichtlich gesehen sind diese Gegensätze nicht haltbar: Wie die Karten ausweisen, waren die Grenzen der Ernährungsweise fließend. ARTE macht sich auf zu Braumeistern und Bäckern sowie zu Winzerfamilien und Champagnerherstellern auf beiden Seiten des Rheins. Mit Agronomen und Ernährungssoziologen geht der Film deutschen wie französischen Spezialitäten und Gemeinsamkeiten in der Esskultur nach. Ein Blick von oben offenbart dabei die Schönheit landwirtschaftlicher Regionen wie der Champagne oder des niederbayerischen Weltenburg an der Donau.
16:9



Programm - Nachmittag

 
13:50 Fahr zur Hölle, Liebling
TV-Sendung ~130 Min
(Farewell, My Lovely) Kriminalthriller, USA, England 1975 Regie: Dick Richards Autor: David Zelag Goodman Musik: David Shire Kamera: John A. Alonzo
Los Angeles ist zwar ein heißes Pflaster, aber die Geschäfte von Privatdetektiv Philip Marlowe laufen schlecht. Er kann es sich nicht leisten, einen Auftrag abzulehnen, und so lässt er sich eines Abends spontan von der Straße weg engagieren. Sein neuer Klient, der hünenhafte Gangster Moose Malloy, ist gerade aus dem Gefängnis entlassen worden und auf der Suche nach seiner Geliebten Velma, die seit sechs Jahren nichts mehr von sich hat hören lassen. Was reine Routine zu sein scheint, entpuppt sich schnell als Job mit Tücken. Denn als Marlowe und Malloy die Kneipe aufsuchen, in der Velma zuletzt gearbeitet hat, kommt es zu einer tödlichen Auseinandersetzung zwischen dem Ex-Sträfling und einem Zeugen, was sofort Polizeileutnant Nulty und seinen Assistenten auf den Plan ruft. Marlowe weiß nun zwar, dass Malloy ihn in Schwierigkeiten bringen kann, verfolgt aber dennoch weiter hartnäckig Velmas Spur durch die Halbwelt der Stadt.Dann wird er - zufällig? - in einen zweiten, ebenso mysteriösen Fall verwickelt. Er soll bei einer nächtlichen Übergabe eine gestohlene, außerordentlich kostbare Jadekette an sich nehmen, wird aber niedergeschlagen und findet sich neben einer Leiche wieder. Die schöne, verführerische Politikergattin Helen Grayle, der die Kette gehört hat, erteilt Marlowe offiziell den Auftrag, das Rätsel zu lösen. Nun überstürzen sich die Ereignisse: In einem stadtbekannten Bordell wird der Detektiv unter Drogen gesetzt, die Todesfälle beginnen sich zu häufen und die Polizei nimmt Marlowe als Hauptverdächtigen ins Visier. Allmählich geht ihm auf, wie alles zusammenhängt und wo sich Velma versteckt. Sie hat gute Gründe ...
UntertitelHDTV
16:00 Station Bathyale
Infosendung ~55 Min
(Planète Méditerranée) 28 Tage unter dem Meer Dokumentation, Frankreich 2019 Regie: Gil Kebaïli
Vier Männer in einer Tiefsee-Tauchstation, 400 Stunden auf engstem Raum, auf fünf Quadratmetern in einer durchschnittlichen Tiefe von 100 Metern: Der Meeresbiologe, Taucher und preisgekrönte Unterwasserfotograf Laurent Ballesta begibt sich mit seinem Team, bestehend aus Thibault Rauby, Yanick Gentil und Antonin Guilbert im Juli 2019 auf eine 28 Tage lange Mission. Das Ziel der ''Gombessa''-Expedition auf einer 300 Kilometer langen Strecke entlang der Côte d''Azur ist es, neue fremdartige Welten zu erforschen, unbekanntes Leben und andere Ökosysteme zu entdecken und trotz aller Gefahren ins Unbekannte hinabzutauchen. Eine Welt im Dämmerlicht in hundert Meter Meerestiefe zu erforschen, das ähnelt einer Reise in den Weltraum. Nach dem Vorbild der Expeditionen des französischen Meeresforschers Jacques-Yves Cousteau und seiner ''Unterwasserhäuser'' verbrachten die vier Männer 28 Tage in einer Druckkabine, um in aller Freiheit und ohne zeitliche Begrenzung tauchen zu können. Ihre fünf Quadratmeter große Kapsel wurde für ihre verschiedenen Erkundungen zwischen Marseille und Nizza an unterschiedlichen Stellen in die Tiefe gelassen. Die Dekompression der Taucher erfolgte erst am Ende ihrer Mission und dauerte vier Tage. Auf ihren spektakulären Bildern kamen wahre Schätze an Biodiversität zum Vorschein. Bereits am ersten Tag lieferten die Taucher einmalige Bilder von bunten Korallenriffen und von der Paarung des Gemeinen Kalmars, der sich nur ein Mal in seinem Leben fortpflanzt. Doch dieser erste Erfolg wurde in den nächsten Tagen noch übertroffen. Fischarten, die noch nie zuvor lebend fotografiert wurden, und Aufnahmen vom Leben in einem Schiffswrack aus dem Zweiten Weltkrieg sind nur einige Beispiele der Naturwunder, die der Fotograf Laurent Ballesta fotografisch festhalten und mit an die Oberfläche bringen konnte.
16:9



Programm - Abend

 
22:05 Algerien: Ein Land erwacht
Infosendung ~55 Min
(Algérie: les promesses de l''aube) Dokumentation, Frankreich 2019 Regie: Julie Peyrard - Sonia Amrane - Laetitia Martinucci
Am Freitag, dem 22. Februar 2019 gingen die Menschen in Algerien auf die Straße, um gegen eine fünfte Amtszeit des greisen, schwerkranken Präsidenten zu protestieren. Am Freitag darauf wurde die Demonstration wiederholt - und die Weiße Revolution war geboren. In nur drei Monaten gelang es der gut organisierten algerischen Bevölkerung, mit ihren vorbildlich friedlichen Demonstrationen die Machterhaltungspläne des Bouteflika-Clans zum Scheitern zu bringen und das Regime zu zwingen, Präsidentschaftswahlen anzuberaumen: Wahltag ist der 4. Juli. Bisher weiß niemand, ob der Urnengang tatsächlich stattfinden wird, ob die Armee ''gutwillig'' bleibt oder ob die Islamisten versuchen werden, die Bewegung zu vereinnahmen.Die algerische Krise ist vielschichtig und verdient eine neue Analyse.Drei junge Algerier erklärten sich bereit, für diese Dokumentation die demokratische Übergangsphase aus ihrer Perspektive zu dokumentieren.Einer von ihnen ist Schüler. Seine revolutionäre Begeisterung machte ihn zu einem Star der sozialen Netzwerke.Die Zweite ist Frauenrechtlerin: Für sie geht es bei dieser demokratischen Wende um die Emanzipation der algerischen Frau.Der Dritte ist ein Mittdreißiger, der bis zu den Geschehnissen in Frankreich lebte und nach Algerien zurückkehrte, um das neue Kapitel in der Geschichte seines Landes mitzuschreiben.Mit ihren Smartphones fingen sie die täglichen Ereignisse dieses historischen Umbruchs ein.Die Erlebnisse der drei jungen Menschen werden von der Filmemacherin Sofia Djama, der Politologin Louisa Dris-Aït-Hamadouche, ferner Wirtschaftswissenschaftlern, Soziologen und Anwälten kommentiert und eingeordnet. Sie alle leben in der Hauptstadt Algier und leisten ihren Beitrag zum demokratischen Aufbruch in Algerien.Auch in Paris wurden prominente Vertreter der algerischen Gesellschaft zur aktuellen Krise befragt. Einige leben im Exil, wie der Journalist Mohamed Benchicou, andere pendeln zwischen Paris und Algier, wie der Schriftsteller Kamel Daoud und die Sängerin Souad Massi. Vor der Kamera erinnern sie an die Verbrechen und den Machtmissbrauch derer, die im Zuge der Unabhängigkeit Algeriens die Herrschaft an sich gerissen haben.
16:9
23:00 Algerien, Spielball der Mächte
Infosendung ~55 Min
(Algerien: Spielball der Mächte) Dokumentation, Frankreich 2021 Regie: Malik Bensmail - Malek Bensmaïl
Wo steht Algerien heute? Nach dem Arabischen Frühling 2011 haben die Algerier soziopolitische Unruhen, eine demokratische Wende und den Zusammenbruch der staatlichen Autorität erlebt. Während das Land von außen als Koloss auf tönernen Füßen wahrgenommen wurde, sah es sich selbst stets als eine Insel der Stabilität. Dass die algerische Regierung als Garant dieser Stabilität auftrat, wurde wegen Algeriens Bedeutung als Öl- und Gaslieferant vor allem vor allem im Ausland geschätzt. Das Land wird außerdem als Verbündeter im Kampf gegen den islamistischen Terror und Bollwerk gegen einen wachsenden Migrationsdruck gesehen, sodass seine politischen Partner großes Interesse daran haben, dass politische Veränderungen nicht zu Instabilität führen.Dies gilt nicht zuletzt auch für die europäischen Nachbarn Algeriens, denn es trägt mit seinen Öl- und Gaslieferungen dazu bei, die Abhängigkeit von russischem Erdgas zu reduzieren. Die algerischen Außenbeziehungen, die bis heute aus der Zeit nach dem Unabhängigkeitskrieg und vom Algerischen Bürgerkrieg geprägt sind, mussten sich angesichts des weltweiten Wandels ständig neu definieren.Die politischen Beben in unmittelbarer Nachbarschaft wie in Libyen, Tunesien, der Sahel-Zone und Marokko sowie im Nahen Osten bedrohten zudem unmittelbar die Sicherheit des Landes, während die Einnahmen aus dem Öl- und Gasexport zurückgingen.Der Dokumentarfilm wirft einen neuen Blick auf die algerische Außenpolitik und lässt Diplomaten, politische Entscheidungsträger und Industrielle aus Algerien, der arabischen Welt, Europa, den USA, Russland und China zu Wort kommen. Sie alle haben die geopolitischen und wirtschaftlichen Umwälzungen miterlebt und erklären, wo das Land aktuell im internationalen Mächtekonzert steht.
16:9
23:55 GEO Reportage: Der Wüstenzug
Infosendung ~35 Min
(360° - Geo Reportage) Die Lebensader Mauretaniens Reportagereihe, Frankreich, Deutschland 2021 Regie: Daniel Andreas Sager
Durch Mauretanien verläuft eine einzigartige Bahnlinie, quer durch ein Meer aus Sand. 700 Kilometer Gleise führen hier seit 1963 mitten durch die Sahara. Gebaut wurde Mauretaniens Wüstenexpress hauptsächlich, um Eisenerz bis an die Atlantikküste zu transportieren. Jede Fahrt ist eine echte Herausforderung für Mensch und Material - zum Beispiel durch plötzliche Sandverwehungen oder auch freilaufende Kamele.Als Transportmittel ist der Zug inzwischen für viele Wüstenbewohner absolut unverzichtbar geworden. Die 20-stündige Reise ist immer wieder aufs Neue ein Abenteuer. Der Abfahrtsort Zouérat war früher ein kleines, verschlafenes Dorf. Inzwischen leben hier etwa 50.000 Menschen, viele vom Abbau des wertvollen Bodenschatzes. Hier wird Eisenerz gefördert, vor allem für europäische Stahlproduzenten. Millionen Tonnen sind es pro Jahr.Auch Sidi Mohamed lebt in Zouérat, er ist seit 28 Jahren Zugführer. Den Zug, seine Ladung und seine Passagiere sicher durch die Sahara zu steuern, liegt in seiner Verantwortung. Sonne, Sand und das schiere Gewicht der über 100 Erzwaggons sind eine enorme Belastung für die Technik. Mauretaniens einzige Bahnstrecke verbindet zwei völlig gegensätzliche Regionen miteinander, einen der abgelegensten Zipfel der Sahara und die Atlantikküste.Es ist einer der spektakulärsten Rohstofftransporte der Welt. Bei extremen Temperaturen bahnt sich der kilometerlange Zug seinen Weg. Wanderdünen und Erosion blockieren immer wieder die Schienen. Doch für viele Menschen an der Strecke ist die Bahnlinie die wichtigste Lebensader, auch wenn es nur einen einzigen Passagierwaggon gibt. Wer kein Geld hat, darf umsonst oben auf den Erzcontainern mitfahren. Hauptsache, der Stahlkoloss fährt verlässlich, ob zum Erztransport oder für Ziegenhirten und Fischhändler.Selbst Nomaden wie der alte Mohamed nutzen den Zug. Eines seiner Kamele ist krank und benötigt dringend Medizin, die es nur in der Stadt gibt. Für einen waschechten Wüstenbewohner keine einfache Angelegenheit. Aber wer die Ruhe der Wüste liebt, für den ist die pulsierende Küstenmetropole Nouadhibou eine echte Nervenprobe. Doch Mohamed hat keine Wahl - denn das Wohl seiner Tiere steht für ihn an oberster Stelle. Rund um die Welt gibt es spannende Stories, die es zu erzählen lohnt. Journalisten reisen mit der Kamera um den Globus, um die besten Geschichten zu finden und für die Zuschauer zu dokumentieren. Fündig werden sie sowohl in abgelegenen Gegenden, aber auch in großen Städten – überall gibt es Abenteuerliches und Interessantes zu entdecken. Natürlich spielen vor allem auch die Menschen der jeweiligen Gebiete ein große Rolle.
Untertitel16:9