arte Programm morgen

   
   Was läuft beim TV Sender arte

Was läuft morgen im TV-Programm von arte?

Das arte Fernsehprogramm von morgen bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
05:00 Stars von morgen präsentiert von Rolando Villazón
Infosendung ~45 Min
(Stars von morgen) Musikshow, Deutschland 2018 Regie: Elisabeth Malzer Moderation: Rolando Villazón Musik: Junge Sinfonie Berlin
Stars von morgen präsentiert von Rolando Villazón
Unter Rolando Villazóns ''Stars von morgen'' sind dieses Mal einige, die ihre Feuertaufe bei bedeutenden Wettbewerben, auf internationalen Bühnen oder auch mit ihren ersten CD-Veröffentlichungen bereits bestanden haben. Ein Höhepunkt in der Karriere der Sopranistin Katharina Konradi war 2017 ihr Auftritt bei der Saisoneröffnung in der Hamburger Elbphilharmonie. Geboren in Kirgisistan, kam sie mit 15 Jahren nach Deutschland. Sie war Preisträgerin des Bundeswettbewerbs ''Jugend musiziert'', gewann den Deutschen Musikwettbewerb 2016 und ist Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes. Sie spielt heute die ''Unschuld vom Lande'' aus der ''Fledermaus''. Auch Elsa Dreisig hat durch spektakuläre Wettbewerbserfolge auf sich aufmerksam gemacht: ob 2015 beim Königin-Sonja-Wettbewerb in Oslo oder mit dem Publikumspreis beim Wettbewerb Neue Stimmen. Spätestens seit dem Gewinn von Plácido Domingos Gesangswettbewerb Operalia strahlt sie als neuer Stern am Himmel des Operngesangs. Sie brilliert heute mit der ''Juwelenarie'' aus Charles Gounods ''Faust''. Wenn man mit 15 Jahren schon auf einer Stradivari spielt, Preise bei bedeutenden internationalen Wettbewerben gewinnt und mit gerade 26 Jahren Professor an einer Musikhochschule wird, dann hat man als Geiger offensichtlich alles richtig gemacht: Tobias Feldmann zeigt mit Mendelssohns Violinkonzert sein geigerisches Können. Sie haben für die ehemalige Königin Beatrix gespielt sowie König Willem-Alexander und Königin Maxima beim Staatsbesuch in Polen begleitet: die beiden Pianisten Lucas und Arthur Jussen sind überall gerngesehene Gäste. Auf den großen Konzertbühnen der Welt begeistern die frisch gebackenen Opus-Preisträger mit virtuoser Spielfreude - und abseits der Bühne mit Witz und Charme. Sie spielen ein Stück ihres Kollegen und Freundes Fazil Say.
16:9HDTV
07:15 GEO Reportage
Infosendung ~55 Min
(360° - Geo Reportage) Kampf gegen das Feuer Reportagereihe, Frankreich, Deutschland 2018 Regie: Jean Froment
GEO Reportage
Tausende Hektar Vegetation werden auf der Insel Korsika jeden Sommer durch Waldbrände zerstört. Seit 1960 haben die Brände ein immer größer werdendes Ausmaß angenommen. Mutige neue Strategien hat die Forstfeuerwehr gegen die Brandkatastrophen entwickelt. Mit präventiven Bränden nehmen sie dem Feuer die ''Nahrung''. Sie entbuschen gezielt Wälder, Sträucherzonen und Heiden der Insel. Ein gefährlicher Kampf um die geliebte Insel ... Alain Valentini und Stéphane Sayag gehören zur Truppe der Forestiers Sapeurs, der Forstfeuerwehr. Ihr Einsatzgebiet sind die Départements Haute-Corse und Corse-du-Sud, die waldreichen Bergregionen ihrer Heimatinsel, die sie liebevoll auch ''Insel der Schönheit'' nennen. Brandprävention ist ihr Alltag, sie durchkämmen riesige Waldgebiete und den dichten Buschwald, um den Nährstoff für mögliche Brände zu vernichten. Durch kontrolliert gelegte Brände werden Brandschneisen gelegt - kommt es dann im Sommer zu einem Brand, wird er an den Brandschneisen enden und sie nicht überwinden. So soll verhindert werden, dass die Feuerwellen, die von oben aus den Bergen kommen, durch den warmen Sommerwind aus Südwest auf das Tal überspringen. Zunehmend landwirtschaftlich brachliegende Landschaft und trockene Monokultur im Forst sind gefährliche Angriffsflächen für Feuer. Oft bleibt im Ernstfall nur die Brandbekämpfung mit Wasser aus der Luft, doch der Einsatz der berühmten ''Canadair''-Löschflieger in den letzten Jahren hat gezeigt, dass sich damit die Waldbrände nur schwer in den Griff bekommen lassen - zu schnell breiten sich die Feuerwände aus. Die neue Brandschneisen-Methode wird von manchem Bauern kritisiert, das Risiko muss gut kalkuliert werden. Ein Kampf für die Natur, der die Männer der Forstfeuerwehr immer wieder an die Grenze ihre Kräfte bringt. Rund um die Welt gibt es spannende Stories, die es zu erzählen lohnt. Journalisten reisen mit der Kamera um den Globus, um die besten Geschichten zu finden und für die Zuschauer zu dokumentieren. Fündig werden sie sowohl in abgelegenen Gegenden, aber auch in großen Städten – überall gibt es Abenteuerliches und Interessantes zu entdecken. Natürlich spielen vor allem auch die Menschen der jeweiligen Gebiete ein große Rolle.
16:9HDTV
08:10 Stadt Land Kunst
Infosendung ~45 Min
(Invitation au voyage) Jack Kerouacs Brest / Olympische Spieler / Südafrika Kunstmagazin, Frankreich 2021 Regie: Fabrice Michelin Moderation: Linda Lorin
Stadt Land Kunst
Olympische Spieler: Immer höher, immer weiter, immer griechischer Carinas mexikanische Hähnchenrouladen Brest: Auf der Route von Jack Kerouac Südafrika: You''ll never walk alone (1): Brest: Auf der Route von Jack Kerouac Die bretonische Stadt Brest war von Seeleuten, Soldaten und Saufkumpanen bevölkert, als der US-amerikanische Schriftsteller Jack Kerouac in den 1960er Jahren dort seine Zelte aufschlug. Der Spross einer Immigrantenfamilie aus Québec wollte sich auf die Suche nach seinen bretonischen Vorfahren machen. Auch wenn dieses Unterfangen nicht von Erfolg gekrönt war, entstand daraus sein letztes großes Werk ''Satori in Paris''. (2): Olympische Spieler: Immer höher, immer weiter, immer griechischer Ein Lorbeerkranz, der ewigen Ruhm verheißt - diese Belohnung winkte vor 3.000 Jahren den Siegern der ersten Olympischen Spiele. Die sportliche Leistungsschau zu Ehren der Götter führte Athleten aus zahlreichen griechischen Stadtstaaten wie Athen, Korinth und Sparta zusammen. Mit der Eroberung Griechenlands durch die Römer verblasste die Strahlkraft der Spiele, die schließlich im 4. Jahrhundert n. Chr. verboten wurden, um rund 1.500 Jahre später wiederbelebt zu werden. (3): Carinas mexikanische Hähnchenrouladen In Teotitlán verrät Carina, eine Nachfahrin der Zapoteken, das Rezept der Tamales Amarillos, einer heiligen Speise, die als Opfergabe zum Gedenken an die Toten gereicht wurde. Bei der Zubereitung darf auf keinen Fall vergessen werden, Mutter Erde für ihre Gaben zu danken. (4): Südafrika: You''ll never walk alone Der Spion Kop ist weder der höchste noch der beeindruckendste Berg Südafrikas. Dennoch war sein Name Anfang des 20. Jahrhunderts aufgrund einer fürchterlichen Schlacht in aller Munde. Dass Jahr für Jahr zahlreiche Besucher hierher pilgern, ist allerdings dem Gedenken an eine ganz andere Tragödie geschuldet ...
16:9HDTV
09:30 Palmyra, unwiederbringlicher Wüstenschatz
Infosendung ~85 Min
(Les visages oubliés de Palmyra) Dokumentation, Frankreich 2020 Regie: Meyar Al-Roumi
Palmyra, unwiederbringlicher Wüstenschatz
Nach 2.000 Jahren Vergessenheit stehen die Gesichter von Palmyra wieder im Licht der Aufmerksamkeit: Unzählige Legenden ranken sich um die antike Oasenstadt Palmyra. Erstmals stützen sich die archäologischen Untersuchungen nicht auf ihre Architektur, sondern auf die steinernen Gesichter ihrer einstigen Bewohner. In Form von Grabporträts für die Nachwelt verewigt, geben sie Aufschluss über die bewegte Vergangenheit Palmyras. Durch den Syrien-Konflikt wird das Projekt zu einer gewaltigen Herausforderung für die Archäologen. Schließlich gelingt es ihnen nach und nach, die Familienstammbäume der Menschen zu rekonstruieren. So entsteht ein lebendiges Zeugnis des antiken Palmyras.Bedeutender Handelsstützpunkt, kulturelle Vielfalt, Wohlstand: ARTE geht den Geheimnissen der Skulpturen auf den Grund und gibt fundierte Einblicke in die multi-kulturelle Seele des geschichtsträchtigen Ortes. Die einzigartigen Totendarstellungen aus den Grabkammern und Tempelgräbern veranschaulichen, weshalb diese ''Perle der Wüste'' die Menschen über Jahrhunderte hinweg faszinierte und Schauplatz zahlreicher Erzählungen und Darstellungen war. Als Schmelztiegel der Kulturen ist sie eines der wenigen Beispiele für eine gelungene Integration in der Geschichte der Menschheit. Im 21. Jahrhundert angelangt, weichen die Legenden den historischen Analysen: Der Dokumentarfilm öffnet den Blick für die bisher unentdeckte Geschichte von Palmyra. Ein Blick auf ein Kulturerbe der Menschheit, das zu den schönsten dieser Erde gehörte. Und das unwiederbringlich im Jahr 2015 durch die Terrororganisation ''Islamischer Staat'' geplündert, gesprengt und zerstört wurde.
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10:55 Wildes Marokko
Infosendung ~45 Min
Der grüne Norden Staffel 1: Episode 1 Naturdoku, Deutschland 2021 Regie: Bernhard Rübe
Wildes Marokko
Im Norden Marokkos fungieren das Rifgebirge und der Mittlere Atlas als Wolkenfänger - und ließen die Region ausgiebig ergrünen. Ausgedehnte Urwälder aus Zedern, Stein- und Korkeichen prägen die Landschaft. Die Wasserläufe und Flussdeltas sind für Zugvögel willkommene Rast- und Fressplätze. Eleonorenfalken kommen aus Madagaskar, um im September zu brüten und die nach Süden migrierenden Singvögel auf ihrer Winterreise nach Afrika auf einer Essaouira vorgelagerten Insel abzufangen. An der Küste bietet die Mischzone aus Atlantik- und Mittelmeerwasser eine besonders artenreiche Unterwasserwelt. Marokkanische Kleinfischer und Killerwale liefern sich hier jeden Sommer einen dramatischen Showdown um die Thunfische. Aber auch an Land und in der Luft finden sich ökologische Hotspots. Zwischen Marokko und Südspanien ist eine von drei Vogelzugrouten zwischen Afrika und Europa. Einigen ist die weitere Reise zu mühsam. Sie beginnen vor Ort mit dem Nisten, denn sie finden hier beste Bedingungen: Der regenreiche Poniente peitscht vom Atlantik her über den Norden Marokkos und staut sich an den Gebirgszügen. Drei große Erhebungen fangen die Wolken ein: das Rifgebirge im Norden, der Mittlere Atlas und der Hohe Atlas in Zentralmarokko. Die Berge sind Inseln des Lebens inmitten des vom Regen vernachlässigten Flachlandes und Heimat Hunderter oft endemischer Reptilien, Amphibien und Säugetiere. Auch entlang und an den Deltas der aus den Bergen in riesigen Wasserfällen zu Tal stürzenden Flussläufe findet sich ein überraschender Reichtum an tierischen Migranten, Siedlern und tropischen Relikten einer längst vergangenen Zeit - nicht selten die Letzten ihrer Art.
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11:40 Wildes Marokko
Infosendung ~45 Min
Der goldene Süden Staffel 1: Episode 2 Naturdoku, Deutschland 2021 Regie: Bernhard Rübe
Wildes Marokko
Der Hohe Atlas ist Lebensvernichter und -spender zugleich. Seine Gipfelregionen fangen die Wolken nach Süden hin ab und bilden damit das Tor zur Sahara. Viele Wüstenbewohner haben sich über die Jahrmillionen spezialisiert, sich Trockenheit und Hitze angepasst. Sogar Säugetiere wie der Wüstenfuchs können so die unwirtlichsten Lebensräume besiedeln. Er muss fast nie trinken, über seine riesigen Ohren leitet er die Tageshitze ab, seine behaarten Pfoten erlauben ihm die Fortbewegung über glühenden Sand. Silberameisen haben feinste Härchen, über die sie das Sonnenlicht reflektieren. Hitzeschutzproteine machen eine Körpertemperatur von 54 Grad Celsius möglich. Fast allen Wüstenbewohnern ist gemeinsam, dass sie die Nacht zum Tag machen. Wüstenhornvipern gehen auf die Suche nach Springmäusen, ein Afrikanischer Wüstenigel ist auf der Suche nach Walzenspinnen. Stachelschweine graben im Savannengrund nach Knollen und Wurzeln. Während der letzten Eiszeit war der Süden Marokkos wasserreich. Die Hinterlassenschaften der mächtigen Flussläufe prägen noch heute das Landschaftsbild: die Wadis - ausgetrocknete Flusstäler einer längst vergangenen Zeit. In den Höhlen ihrer ausgewaschenen Geröllhänge haben Afrikanische Goldwölfe ihr Zuhause. Doch manchmal kommt der Regen. Dann füllen sich diese vertrockneten Bachläufe und Lagunen. Sie werden Rastplatz für Zug- und Standvögel wie Flamingos oder Rostgänse. Die Wüste blüht während eines kurzen Zeitfensters. Dann muss alles ganz schnell gehen. Vogelküken müssen aufgezogen werden, Amphibien müssen sich verwandeln. Der Süden Marokkos stellt die Tier- und Pflanzenwelt vor große Herausforderungen, doch die Evolution hält erstaunliche Antworten bereit.
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Programm - Nachmittag

 
14:15 Das Comeback
Spielfilm ~160 Min
(Cinderella Man) Biografie, USA 2005 Regie: Ron Howard Autor: Cliff Hollingsworth - Akiva Goldsman Musik: Thomas Newman Kamera: Salvatore Totino
Das Comeback
Der frühere Boxprofi James Braddock lebt mit seiner Familie in einer winzigen Wohnung in New York. Wegen der Weltwirtschaftskrise musste Braddock seine Sportlerkarriere aufgeben. Nun ist er als Hafenarbeiter beschäftigt. Eines Tages macht ihm sein Ex-Manager den Vorschlag, gegen die Nummer Zwei der Weltrangliste anzutreten. Ein aussichtsloser Kampf, doch die einzige Chance für Braddock, seine Familie zu retten. Sportlerdrama von Ron Howard, mit Russell Crowe und Renée Zellweger. 1933 bekommen vor allem die Großstädte der USA die Weltwirtschaftskrise zu spüren. Davon betroffen sind auch der ehemals sehr erfolgreiche Boxprofi James Braddock (Russell Crowe) und seine vielköpfige Familie. Braddock wohnt mit Gattin Mae (Renée Zellweger) und den drei Kindern in einer engen Wohnung in New York. Den Lebensunterhalt bestreitet er als Hafenarbeiter in den Docks. Hin und wieder versucht sich Braddock erneut als Boxer. Doch er ist zu geschwächt, um die harten Kämpfe durchzustehen. Eines Tages macht ihm sein Ex-Manager Joe Gold (Paul Giamatti) einen Vorschlag, den Braddock eigentlich nicht ablehnen kann: Er soll gegen den Schwergewichtler Corn Griffin, die Nummer Zwei der Weltrangliste, antreten. Ein aussichtsloser Kampf, das weiß auch Braddock, doch er braucht das Geld, damit ihm seine Kinder nicht vom Sozialamt weggenommen werden. Verzweifelt arbeitet Braddock an seinem Comeback. „Das Comeback“ ist die wahre Geschichte des aus Irland stammenden Boxers James Braddock, dem „Bulldog of Bergen“. Seine Karriere schien durch die Große Depression bereits beendet, ehe er als „Cinderella Man“ Mitte der 1930er-Jahren wie aus einem Märchenschlaf erwachte und ein unglaubliches Comeback feierte. Erfolgs-Regisseur Ron Howard („Rush“, „Inferno“) gelingt zusammen mit seinem Stamm-Kameramann Salvatore Totino nicht nur ein überaus spannender Sportlerfilm mit aufregenden Boxszenen. Sie schaffen es auch, das wechselvolle Schicksal einer New Yorker Familie vor dem historischen Hintergrund der Weltwirtschaftskrise einfühlsam in Szene zu setzen. Russell Crowe verkörpert perfekt „Cinderella Man“ James Braddock, seine aufopferungsvolle Frau Mae wird von Renée Zellweger dargestellt. Paul Giamatti spielt Braddocks treuen Manager Joe Gold. (OT: Cinderella Man)
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arte Programm heute Abend 20:15 uhr


Programm - Abend

 
22:40 Ukraine - Kampf gegen Moskaus Diktat
Infosendung ~52 Min
(Ukraine: sous la botte du grand frère) Dokumentation, Frankreich, 2022 Regie: Ksenia Bolchakova - Philippe Lagnier - Brendan Petrizzo
Ukraine - Kampf gegen Moskaus Diktat
Die Dokumentation geht der ukrainischen Identität auf den Grund - einer Identität im Aufbau, die landesweit umso stärker wird, je weiter die russischen Panzer vorrücken. Dabei zeigt sich der Widerstand in unterschiedlicher Form: In der überwiegend russischsprachigen Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer hat Bürgermeister Hennadij Truchanow die Bevölkerung aufgerufen, die Ukraine mit der Waffe zu verteidigen. In Kiew ermuntert der Patriarch der ukrainisch-orthodoxen Kirche Epiphanius die russischen Gemeinden, dem Moskauer Patriarchat den Rücken zu kehren. Und der große Schriftsteller Andrej Kurkow ist nach Uschhorod in die ukrainischen Karpaten geflüchtet, wo er seine Feder und seine Stimme in den Dienst des Widerstands stellt, um die russische Aggression anzuprangern. Während die Kampfhandlungen fortschreiten, skizzieren alle drei vor der Kamera die Charakteristika einer souveränen ukrainischen Nation. Prominente russische und belarussische Persönlichkeiten wie die Oppositionspolitikerin Swetlana Tichanowskaja ergänzen die Stellungnahmen ukrainischer Politiker, Religionsführer und Intellektueller und dekonstruieren gemeinsam mit ihnen die Hassparolen des Kreml-Führers. Auf kultureller, sprachlicher und religiöser Ebene sind die drei Völker seit Jahrhunderten eng miteinander verbunden. Doch warum spricht der russische Präsident den ''Bruderstaaten'' jegliches Recht auf nationale Souveränität ab? Selbst wenn die Ukraine so russisch wäre, wie Putin behauptet, würde diese kulturelle Nähe in keiner Weise den Einsatz von Waffengewalt rechtfertigen. Der in Russland geborene und in der Ukraine aufgewachsene Schriftsteller Andrej Kurkow fasst die Identität, für die er kämpft, in wenigen Worten zusammen: ''Ethnisch gesehen bin ich Russe, doch politisch gesehen bin ich Ukrainer.''
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23:32 Warum Ukraine
Infosendung ~58 Min
(Avec l''Ukraine) Dokumentation, Frankreich 2022 Regie: Bernard Henri Lévy - Marc Roussel
Schon in den ersten Tagen des russischen Angriffs auf die Ukraine reiste der französische Journalist und Publizist Bernard-Henri Lévy ins Kriegsgebiet und kehrte seither immer wieder dorthin zurück. Mit Unterstützung eines kleinen Teams aus Franzosen und Ukrainern filmte er den Widerstand vor den Toren von Mykolajiw und die Toten von Butscha; das belagerte Kiew und das rebellische Odessa; die Verwandlung von Staatspräsident Selenskyj und die Zivilisten von Borodjanka, die der Krieg zu Helden macht; die Stadt Saporischschja, die ihr Kernkraftwerk vor Angriffen schützt; eine vergessene Frontlinie vor Mariupol; die ehemaligen US-Marines der geheimnisvollen Mozart-Gruppe; das letzte Interview, das ein 60 Meter unter der Erde in den Bunkeranlagen von Asow-Stahlverschanzter Kommandant als freier Mann gab; und die Flugbahn der am 2. März auf Babyn Jar gefallenen Rakete. Im Februar 2014 hatte Bernard-Henri Lévy mit demselben Team bereits den Kampf der ukrainischen Demokraten in den ersten Tagen der ''Revolution der Würde'' dokumentiert. Der französische Philosoph, Autor zahlreicher Kriegsreportagen, gibt Einblicke in die jüngere Geschichte der Ukraine: die monatelangen Proteste während des Euromaidan in Kiew, den russischsprachigen, europaverliebten Osten; die Erinnerungen an die Schlucht von Babyn Jar zu einem Zeitpunkt, als die neue Ukraine von 2016 ihre Vergangenheitsbewältigung und Trauerarbeit vollendete; die Schützengräben im Donbas 2020, kurz vor Ausbruch des Krieges. Er erzählt auch von dem Restaurant in Kiew, wo der künftige Staatspräsident Selenskyj ihm einige Stunden vor seinem Wahlsieg 2019 ein Interview gewährte, in dem er bereits seine Einschätzungen zu Putin, Europa und dem drohenden Krieg teilte und erklärte, warum das Land von Babyn Jar nun bereit war, einen jungen jüdischen Präsidenten zu wählen. Der unter schwierigen Umständen entstandene Film ist das subjektive Zeugnis eines engagierten Intellektuellen, ein Aufruf zum Handeln und zur Rettung der ukrainischen Demokratie.
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