arte Programm gestern

   
   Was lief beim TV Sender arte

Was lief gestern im TV-Programm von arte?

Das arte Fernsehprogramm - auch von gestern - bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
09:55 Pekings verbotene Stadt
Infosendung ~95 Min
(Secrets of the Forbidden City) Dokumentation, England 2017 Regie: Ian Bremner Kamera: David Tong - Tony Mewse
Pekings verbotene Stadt
Die Verbotene Stadt ist der größte in Holzbauweise errichtete Gebäudekomplex weltweit und ein Meisterstück chinesischer Architektur. Der Dokumentarfilm beleuchtet die Entstehung der mittelalterlichen Palastanlage unter Kaiser Yongle, der sein Machtzentrum vom Süden in den Norden verlegte und Peking zur neuen Hauptstadt machte. Dazu mobilisierte der Herrscher beachtliche Ressourcen, indem er Material und Arbeitskräfte aus allen Regionen Chinas in Peking zusammenzog, um hier die Verbotene Stadt als sichtbares Zeichen seiner Macht und des nun geeinten Reiches zu errichten. Dank einer Sondergenehmigung zeigt der Film die Restaurierungsarbeiten am Palast, bei denen alte chinesische Handwerkstechniken angewendet werden. Auf traditionelle Weise werden Ziegel glasiert, Flächen mit Blattgold verziert oder meisterliche Schreinerarbeiten gefertigt. An einem eigens für die Dokumentation errichteten, drei Meter langen Modell vom Hauptteil der Halle der höchsten Harmonie lässt sich die Standfestigkeit der Holzkonstruktion belegen. Peking befindet sich am Rand der Pazifikplatte und somit in einer seismisch aktiven Region. Im Laufe der Jahrhunderte richteten hier Erdbeben immer wieder erheblichen Schaden an. Doch den Bauten in der Verbotenen Stadt konnten die Erdstöße 600 Jahre lang nichts anhaben. Der Film simuliert ein Erdbeben der Stärke 9 auf der Richterskala und zeigt anhand des Modells, dass die Außenmauern der Halle der höchsten Harmonie zwar einstürzen würden, das Holzskelett jedoch intakt bliebe - dank eines Systems flexibler Verbindungen und freistehender Säulen, die das mächtige Dach tragen. Der Dokumentarfilm erkundet auch Orte jenseits der Palastanlage, an denen ihre Entstehungsgeschichte nachhallt, so den großen Kanal, auf dem das Material für den Bau der Kaiserstadt Hunderte von Kilometern bis nach Peking transportiert wurde. Außerdem lässt der Film das Hofleben in der Verbotenen Stadt im 15. Jahrhundert unter Kaiser Yongle wieder aufleben.
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Programm - Nachmittag

 
13:00 Stadt Land Kunst
Infosendung ~45 Min
(Invitation au voyage) Gustave Flauberts Normandie / Costa Rica / Baltimore Kunstmagazin, Frankreich 2021 Regie: Fabrice Michelin Moderation: Linda Lorin
Stadt Land Kunst
Normandie: Das schlichte Herz des Gustave Flaubert Baltimore: Das sternenbesetzte Banner Costa Rica: Die Schätze der Erde Rafaels maltesisches Bohnenragout (1): Normandie: Das schlichte Herz des Gustave Flaubert Im 19. Jahrhundert war Pont-l''Evêque in der Normandie eine beschauliche Ortschaft mit klar definierten Gesellschaftsschichten. In dieser geordneten Welt spielt Gustave Flauberts Kurzgeschichte ''Ein schlichtes Herz''. Letzteres gehört der treuen und leichtgläubigen Magd Félicité. Indem Flaubert sie zur Heldin macht, gibt er den ''kleinen Leuten'' vom Lande eine Stimme. Seine untypisch liebevolle, ja zärtliche Beschreibung lässt durchblicken, wie eng der Autor seiner Heimatregion Normandie verbunden war. (2): Costa Rica: Die Schätze der Erde Vulkane bilden das geografische Rückgrat Costa Ricas und verleihen der Landschaft des zentralamerikanischen Staates ihr typisches Aussehen. Auf diesem für sie heiligen Boden leben die Einheimischen seit Jahrtausenden im Einklang mit der Natur. Das Klima der Hochebenen und die fruchtbaren Böden der Vulkanhänge verhalfen dem Land zu einem seiner größten Schätze: dem Kaffee. (3): Rafaels maltesisches Bohnenragout In seiner Küche in Haz-Zebbug pellt Rafael Saubohnen und frische Erbsen. Dann lässt er sie zusammen mit Zwiebeln, Chili, Tomatenmark und den für Malta typischen Nudeln köcheln. Serviert wird das Ragout mit etwas geriebener Zitronenschale, Frischkäse und einer Kräutersoße. (4): Baltimore: Das sternenbesetzte Banner Baltimore im Nordosten der USA mit seiner typischen Skyline, einzigartigen Architektur und hippen Kultur ist einfach eine coole Stadt - und der Geburtsort des ''Star-Spangled Banner''. Anfang des 19. Jahrhunderts, als sich Briten und Amerikaner bekriegten, wurde hier aus einem englischen Trinklied eine der berühmtesten Nationalhymnen der Welt ...
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15:45 Wer ist Camille?
Spielfilm ~125 Min
(Finding Camille) Tragikomödie, Schweiz 2017 Musik: Dru Masters Kamera: Marco Barberi
Wer ist Camille?
''Wir müssen sie unbedingt finden, bevor die es tun!'' Ein weiteres Mal ist der an Alzheimer erkranke Edoardo auf der verzweifelten Suche nach Camille. Aber wer ist diese Camille? Das würde vor allem auch Edoardos Tochter Camille gern wissen, denn sie scheint ihr Vater nicht zu meinen. Um nun dem Rätsel auf die Spur zu kommen und auch herauszufinden, was die andere mit ihr selbst zu tun haben könnte, macht sich Camille mit ihrem Vater auf einen Roadtrip in dessen Vergangenheit. Sie hofft, dass in Bosnien, wo der ehemalige Kriegsjournalist in den 1990er Jahren seinen letzten Einsatz hatte, seine Erinnerung wiederkommt. Auch möchte sie mit dieser Reise sich selbst und ihrem Bruder Ugo beweisen, dass sie die Situation mit ihrem Vater noch unter Kontrolle hat. Denn während Camille noch nicht wahrhaben will, dass seine Krankheit immer weiter fortschreitet, würde Ugo ihn am liebsten in einem Pflegeheim unterbringen. Also macht sich das Vater-Tochter-Gespann ohne Ugos Wissen mit Edoardos altem Camper-Van auf in Richtung Osten. Unterwegs stoßen sie bald auf den Tramper Leo, einen Musiker, der mit seinem Cello Europa bereist. Eine gänzlich unbekannte Welt für die Buchhalterin Camille, die dem Lebenskünstler zunächst skeptisch gegenübersteht. Doch ihr Vater ist felsenfest davon überzeugt, dass es sich bei Leo um seinen früheren Dolmetscher ''Michael'' handelt, und will ihn auf keinen Fall zurücklassen. So geht die Reise von nun an zu dritt weiter und hält noch einiges mehr an Überraschungen und Krisen bereit. Dabei sorgt Edoardo auch immer wieder für Aufregung, wenn er in seiner Gedankenwelt gefangen verschwindet, um ''Camille'' zu suchen, oder losfährt und schlicht und einfach vergisst, Camille und Leo mitzunehmen. Schließlich finden sie tatsächlich einige Menschen, die Edoardo von früher kennen, doch so intensiv diese Momente auch sind: Wenn Camille ihr eigenes Leben leben will, dann wird sie eine Entscheidung treffen müssen ...
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17:50 Inseln Italiens
Infosendung ~45 Min
(Italy''s islands) Monte Isola Staffel 2: Episode 3 Reisereportage, Deutschland 2021 Regie: Britta Lübke
Inseln Italiens
Er ist der unbekannteste der norditalienischen Seen - der Iseo-See. Darin liegt Monte Isola, umgeben von einem bis zu 2.000 Meter hohen Bergpanorama. Die Insel ist nur rund fünf Quadratkilometer groß und wurde als einer der schönsten Orte Italiens (''Borghi più Belli d''Italia'') ausgezeichnet. Auf der autofreien Insel herrscht eine zeitlose Atmosphäre. Hektik ist hier ein Fremdwort. Vier malerische Orte liegen am Seeufer, die ursprünglich Fischerorte waren. Heute gibt es noch 30 Berufsfischer, die vom Artenreichtum im klaren Bergsee leben. Hoch oben thront das Santuario, die Wallfahrtskirche der Madonna della Ceriola. Der Bischof von Brescia legte hier schon im 5. Jahrhundert den Grundstein für eine Kapelle, um die Gegend zu christianisieren. Etwa 17.000 Olivenbäume gibt es auf der Insel, die nördlichsten in ganz Italien. Das liegt am ganz besonders milden Mikroklima des Sees an den Ausläufern der Alpen. Es begünstigt auch den Weinanbau am südlichen Ufer. Der Franciacorta-Schaumwein, der in den 1960er Jahren hier kreiert wurde, ist heute weltweit begehrt. Auch der Bootsbau hat auf der Insel Tradition und lockte in den 1960er Jahren die internationale High Society an. Carlo Riva, dessen Großvater bereits 1842 die Werft am See aufgebaut hatte, designte die eleganten Sportboote aus Mahagoni. Sie wurden zum Statussymbol und zur Ikone des Dolce Vita. 2016 verband der Künstler Christo Monte Isola mit dem Ufer durch begehbare goldgelbe Schwimmstege. ''The Floating Piers'' waren eine Sensation. Das Kunstprojekt lockte 1,2 Millionen Besucher an. Geblieben ist nur die Erinnerung daran. Italien ist eines der attraktivsten und beliebtesten Reiseziele Europas. Und doch gibt es noch unentdeckte Ecken – vor allem abseits des Festlandes. Einige der schönsten und abwechslungsreichsten der über 200 Inseln des Landes zu erkunden, ist das Ziel der Serie. Ihr geologischer Ursprung, Flora und Fauna machen jede Insel zu einem Unikat.
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arte Programm heute Abend 20:15 uhr


Programm - Abend

 
20:15 Einfach enorm
Spielfilm ~100 Min
(Enorme) Komödie, Frankreich 2019 Regie: Sophie Letourneur Autor: Mathias Gavarry Kamera: Laurent Brunet
Einfach enorm
Claire, eine international bekannte Pianistin, reist gemeinsam mit ihrem Ehemann/Manager/Bodyguard Frédéric um die Welt. Wobei Frédéric bis ins kleinste Detail ihren Alltag managt. In einem Punkt ist sich das Paar einig: Sie wollen keine Kinder. Doch als Frédéric bei der Niederkunft einer Passagierin auf einem Flug von Paris nach New York die Rolle des Geburtshelfers übernehmen muss, erwacht eine neue Sehnsucht nach Elternschaft in ihm. Von einem geradezu unbändigen Kinderwunsch getrieben, den er vor Claire jedoch verschweigt, versucht er jede Gelegenheit zu nutzen, sie zu schwängern. Verzweifelt, da der Erfolg ausbleibt, geht er so weit, einen Schamanen um Hilfe zu bitten. Und schließlich ist Claire schwanger - und total entsetzt. Denn ihrer Meinung nach gibt es in ihrem Leben keinen Platz für ein Kind. Ohne sie über seine Einflussnahme auf das Geschehen aufzuklären, überredet Frédéric seine Frau, erst einmal nicht abzutreiben ... Während er fleißig Geburtsvorbereitungskurse besucht, probt Claire für ein wichtiges Konzert. Die beiden fangen an, in verschiedenen Welten zu leben. Claire will lieber Musik machen und freut sich nicht annähernd so sehr auf das Kind wie Frédéric, der sogar eine Baby-App benutzt. Als Claire schließlich die Wahrheit über die überraschende Schwangerschaft erfährt, wird die Liebe des Paares auf eine harte Probe gestellt.
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22:50 Die Lust am Vorspiel
Infosendung ~55 Min
(Les Prélis) Dokumentation, Frankreich 2019 Regie: Julie Talon
Die Lust am Vorspiel
Sie sind mit Instagram, TikTok & Co.aufgewachsen, ''fummeln, fingern, blasen und Masturbation'' ist für sie ''nur Vorspiel'' - Kinderkram. Obwohl das frühzeitige sexuelle Experimentieren kein neuartiges Phänomen ist, findet es heutzutage häufig in einem von Gruppenzwang und Gewalt geprägten Kontext statt. In der Dokumentation kommen ausschließlich 12- bis 23-Jährige zu Wort: Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe, die gerade ihre eigene Sexualität entdecken, sowie junge Erwachsene im Alter von 18 bis 23, die ihre ersten sexuellen Erfahrungen bereits vor einigen Jahren gemacht haben. Die Jüngsten haben es besonders schwer: Sie sind noch Kinder, die innerhalb der starren sozialen Hierarchien der Schulen mit ihrem Schubladendenken gefangen sind: ''Opfer, Streber, Schwuli, Klassenschwarm''. Die Älteren können mit etwas mehr Distanz auf die sexuellen Erfahrungen während ihrer Schulzeit zurückblicken und Lehren daraus ziehen. Sie berichten unter anderem von Gruppenzwang, dem Bedürfnis nach Anerkennung und der Angst vor Ausgrenzung, oder davor ''nicht gut genug'' zu sein, wenn man sich weigert, bestimmte sexuelle Praktiken auszuprobieren. Unsere Gesellschaft vermittelt ihnen, dass sie über immer mehr Freiheiten verfügen und warnt sie nicht vor der Schwierigkeit, Nein zu sagen. Die Jugendlichen, die aus ganz Frankreich und den unterschiedlichsten sozialen Milieus stammen, vertrauen sich mit viel Feingefühl der Kamera an und regen zum Nachdenken an - sowohl über die Generation Z, als auch über sich selbst und die eigene Sexualität. Zu ihrem Schutz wurden nur ihre Stimmen aufgezeichnet und animierte Bilder verwendet.
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23:45 1986
Spielfilm ~75 Min
Drama, Deutschland, Brasilien 2019 Regie: Lothar Herzog Musik: Fabian Saul - Rafael Triebel Kamera: Philipp Baben der Erde
1986
Elena studiert internationale Wirtschaft und wohnt in einem Studentenheim in Minsk. Ihre eigentliche Leidenschaft ist jedoch die Fotografie. Als ihr Vater wegen Steuerhinterziehung verhaftet wird, setzt sie sich in einer Mischung aus Sehnsucht und Schuldgefühlen, aber auch weil sich ihre Fotografien nicht verkaufen, in den Kopf, seine Steuerschuld zu tilgen, indem sie seine Geschäfte weiterführt. Dabei findet sie heraus, dass er sich mit zwielichtigen Geschäften über Wasser hielt. Im Umgang mit den Menschen in ihrem Leben entwickelt Elena Probleme. Von Tag zu Tag wird sie depressiver und misstrauischer. Ihre Beziehung mit Viktor leidet am meisten darunter, weil sich beide voneinander entfremden. Elena macht gefährliche Fahrten in die ''Verbotene Zone'' - die gesperrte Zone um Tschernobyl an der Grenze der Ukraine zu Weißrussland - und findet dabei heraus, dass am Handel ihres Vaters konkurrierende Gruppen beteiligt sind, deren Machenschaften immer aggressiver und bedrohlicher werden. Außerdem fühlt sie sich von der trügerischen Schönheit dieser Gegend angezogen. Sich bei alldem noch auf ihr Studium zu konzentrieren, fällt schwer. Und obwohl Viktor ihr Halt gibt, scheint er nicht so treu zu sein, wie sie es von ihm erwartet. Schafft Elena es, stark zu bleiben bei all dem Druck, oder verliert sie ihren Halt? ''Herzog verbindet beinahe dokumentarischen Realismus mit Poesie'', urteilte die Filmzeitschrift ''epd Film''. Und Regisseur Edgar Reitz (''Heimat'', 1984): ''Diese Art des Filmemachens ist die wichtigste und nützlichste für alle.''
Untertitel16:9HDTV