arte Programm gestern

   
   Was lief beim TV Sender arte

Was lief gestern im TV-Programm von arte?

Das arte Fernsehprogramm - auch von gestern - bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
03:55 Abenteuer Archäologie
Infosendung ~26 Min
(Enquêtes archéologiques) Die heilige Geografie der Inka Staffel 2: Episode 1 Dokureihe, Frankreich 2018 Regie: Agnès Molia - Nathalie Laville
Zwei berühmte archäologische Stätten in Peru, die im 15. Jahrhundert gegründete Inka-Hauptstadt Cusco und der sagenumwobene königliche Palast in Machu Picchu von circa 1450, bergen kaum noch Geheimnisse für die Wissenschaft. Das Interesse der Forschung konzentriert sich derzeit ganz auf ein anderes, weit weniger bekanntes Juwel der Inka-Architektur: die Ruinenstadt Choquequirao. Sie liegt rund 100 Kilometer von Machu Picchu entfernt und erhebt sich in über 3.000 Meter Höhe über einen der tiefsten Canyons der Welt. Im 15. Jahrhundert bauten die Inka die spektakuläre terrassenförmige Anlage, die sich über mehr als 100 Hektar erstreckt, mit bloßen Händen in den Berg. Warum verwendeten sie eine solche Energie darauf, in dieser entlegenen Andenregion eine Stadt zu errichten? Was mag sie dazu bewogen haben, ein Zeichen ihrer Kultur in die schroffe Landschaft zu setzen? Um den Geheimnissen von Choquequirao auf die Spur zu kommen, bedienten sich die Wissenschaftler um den Archäologen Thibault Saintenoy der Methoden der Landschaftsarchäologie. Diese untersucht, wie eine Kulturlandschaft durch den Eingriff des Menschen in seine natürliche Umwelt entsteht. Mittels einer Drohne filmte Thibault Saintenoy mehrere Tausend Luftbilder von der Anlage. Anschließend erstellten die Forscher eine Fotogrammetrie und ein dreidimensionales Modell von Choquequirao. Die Analyse des Stadtplans und der Ausrichtung der Bauten innerhalb der Landschaft ergab, dass jedes Element der Umgebung - Berge, Gletscher, Fluss und selbst der Sternenhimmel - eine tiefere Bedeutung für die Inka hatte. Die Andenstadt entspricht also einer ''heiligen Geografie'': einer in die Gebirgslandschaft eingeschriebenen Weltvorstellung.
16:9
05:00 48 Stunden in Georgien
Infosendung ~45 Min
Mit Khatia Buniatishvili und Zubin Mehta Dokumentation, Deutschland 2017 Regie: Holger Preuße Gäste: Khatia Buniatishvili - Zubin Mehta Musik: Israel Philharmonic Orchestra
Die Pianistin Khatia Buniatishvili und der Dirigent Zubin Mehta sind schon lange miteinander bekannt und haben auf zahlreichen Konzerten gemeinsam musiziert. Ihre Eigenheiten sorgen dafür, dass aus Harmonie nicht Langeweile, aus der Lust an der Perfektion nicht Leblosigkeit wird. Das feine Abstimmen von Klang und Rhythmus bei Einzelproben und gemeinsam mit dem Orchester als Mittel zum Erfolg. Anlässlich des Eröffnungskonzertes für ein internationales Musikfestival in Tsinandali treten die beiden zum ersten Mal in Georgien, Buniatishvilis Heimatland, auf. Die Dokumentation begleitet die beiden Musiker und das Israel Philharmonic Orchestra 48 Stunden lang bei den Proben und der Aufführung von Robert Schumanns Klavierkonzert in a-Moll. Proben und Konzert finden an unterschiedlichen Orten statt. In der großen Konzerthalle der Hauptstadt Tiflis wird geprobt, das Konzert ist dagegen in Tsinandali unter freiem Himmel geplant, auf dem Gelände einer ehemaligen Weinkellerei. Hier soll nach der Eröffnung ein Zentrum für klassische Musik entstehen, um alle zwei Jahre ein Festival mit renommierten Künstlern und Orchestern zu zelebrieren. Das Problem: Noch sind die Bauarbeiten nicht abgeschlossen, die Handwerker schrauben und verfugen bis zur letzten Minute. Die Dokumentation ermöglicht einen so ungewöhnlichen wie unterhaltsamen und spannenden Einblick in die Kunst der Interpretation und in eines der großartigsten Konzerte der Musikgeschichte.
16:9
06:30 Abenteuer Archäologie
Infosendung ~30 Min
(Enquêtes archéologiques) Der Mythos des Labyrinths von Kreta Staffel 2: Episode 6 Dokureihe, Frankreich 2018 Regie: Agnès Molia - Mickaël Lefrançois - Mikael Lefrançois
Zwischen 3000 und 1400 vor Christus entstand auf der Mittelmeerinsel Kreta die erste große, extrem hoch entwickelte griechische Zivilisation: die minoische Kultur, benannt nach dem König Minos. Sie brachte tausend Jahre vor der griechischen Klassik eine Kunst hervor, deren Modernität noch heute fasziniert; ihre Fresken zählen zu den Meisterwerken der antiken Kunst. Die Minoer waren auch die Ersten in Europa, die Schriftzeichen beherrschten. Aber noch ist ihre Schrift nicht vollständig entschlüsselt. Zu einer Zeit, als das Pantheon noch nicht stand und die Griechen noch ein barbarisches Kriegsvolk waren, bauten die Minoer bereits prachtvolle Paläste, deren komplexe Architektur den Archäologen noch immer Rätsel aufgibt. Das Labyrinth des Minotaurus, die Königspaläste tyrannischer Herrscher - lange Zeit schien es, als könnten nur die griechischen Mythen solche Bauwerke erklären. Doch äußerst sorgfältige Ausgrabungen in Knossos, Phaistos und Sissi, an denen auch Mathematiker beteiligt waren, haben nun Aufschluss über ihre Architektur gegeben. Hauptsächlich dank einer neuen archäologischen Methode, die ursprünglich für Stadtplaner entwickelt worden war: der Space-Syntax-Methode. Mit Hilfe dieses Verfahrens werden die räumlichen Strukturen eines Gebäudes und die Verbindungen zwischen den Räumen untersucht, um daraus Rückschlüsse auf seine Nutzung zu ziehen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung stellen das Bild, das sich die Wissenschaft bisher von der minoischen Zivilisation gemacht hatte, komplett infrage.
16:9
09:30 GEO Reportage
Infosendung ~55 Min
(360° - Geo Reportage) Harpyien, die größten Greifvögel des Regenwaldes Reportagereihe, Frankreich, Deutschland 2019 Regie: Alejandro Gamero
Bei den Ureinwohnern Südamerikas genossen die Harpyien einen besonderen Ruf, wurden gleichermaßen verehrt wie gefürchtet. Kein Wunder, sind sie doch die größten Greifvögel des Regenwaldes und erlegen selbst große Affen und Faultiere. Mit ihrem mächtigen Klauen, die etwa die Kraft einer Bärentatze haben, gehören sie zu den stärksten Vögeln der Welt. Heute steht es schlecht um die Harpyie. Die zunehmende Rodung des Regenwaldes und ein langsamer Fortpflanzungszyklus verdrängen die Vögel aus ihren angestammten Revieren. Forscher und Naturschützer möchten gern helfen, wissen aber kaum etwas über den scheuen und seltenen Vogel. Beobachtungskameras sollen helfen, Informationen über die Harpyien zu sammeln. Dafür müssen jedoch erst einmal passende Nester gefunden werden. Um damit voranzukommen, will ein Forscherteam aus Wissenschaftlern, Architekten und Umweltschützern im Süden Perus, in der Region Madre de Dios, ein künstliches Nest bauen, das mit weiteren Beobachtungskameras ausgestattet wird. Kein leichtes Unterfangen, denn Harpyien sind sehr wählerisch bei der Auswahl ihres Nistplatzes. Nicht nur dass das Nest mindestens sieben Kilometer vom nächsten Nachbarn entfernt sein muss, sondern sie brüten ausschließlich in den Kronen der riesigen Brasilianischen Kastanie, auch Paranussbaum genannt, oder der Shihuahuaco-Bäume. Nur von diesen Giganten, die bis zu 40 Meter hoch und weit über das Blätterdach des Waldes hinaus reichen, haben sie einen guten Überblick. Die Arbeit des Teams muss also in schwindelerregender Höhe stattfinden - ohne Garantie auf Erfolg. Rund um die Welt gibt es spannende Stories, die es zu erzählen lohnt. Journalisten reisen mit der Kamera um den Globus, um die besten Geschichten zu finden und für die Zuschauer zu dokumentieren. Fündig werden sie sowohl in abgelegenen Gegenden, aber auch in großen Städten – überall gibt es Abenteuerliches und Interessantes zu entdecken. Natürlich spielen vor allem auch die Menschen der jeweiligen Gebiete ein große Rolle.
Untertitel16:9



Programm - Nachmittag

 
13:45 Nana
TV-Sendung ~105 Min
Romantikdrama, Frankreich, Italien 1955 Regie: Christian Jaque - Christian-Jaque Autor: Henri Jeanson - Albert Valentin - Emile Zola - Jean Ferry Musik: Georges van Parys Kamera: Christian Matras
Im Gegensatz zur korrupten und glanzvollen Pariser Gesellschaft des Zweiten Kaiserreichs erscheint Graf Muffat als ein Mann von rigoroser Ehrlichkeit und strengen Prinzipien, bedacht mit Ehrentiteln von seiner Majestät Napoleon III. persönlich.Durch Zufall lernt Muffat die unwiderstehliche Nana kennen, eine kokette Schauspielerin und Operettensängerin, die sich ihren Lebensunterhalt von zahlreichen Verehrern sichern lässt. Ihre freizügigen Auftritte ziehen Abend für Abend die Pariser in Scharen ins Theater. Ihr lasziver Charme und ihre aufdringliche Art stehen im Gegensatz zu allem, was Muffat bisher kannte.Auch Nana fühlt sich zu dem wohlhabenden Grafen mit den guten Manieren hingezogen. Sie betrügt ihren reichen Liebhaber, Bankier Steiner, mit dem Grafen, obschon der verheiratet ist. Als Muffat langsam beginnt zu verstehen, wie Nana ihren Lebensunterhalt bestreitet, ist es zu spät. Der Graf ist ihr hoffnungslos verfallen und sein Niedergang beginnt. Nanas verschwenderischer Lebensstil bringt ihn um sein Vermögen, und er verliert alles: seine Familie, sein Geld, seinen Rang und Namen. Für Nana hingegen ist Muffat nur ein weiterer ihrer Unterhaltszahler. Gelangweilt zieht sie für kurze Zeit zu ihrem ehemaligen Schauspielkollegen Fontan, kommt aber schnell wieder zurück zu Muffat. Doch die zerstörerische Liebesbeziehung führt beide in den Abgrund.Die Geschichte um die attraktive Nana ist inspiriert von Emile Zolas gleichnamigem Roman (1880), dem neunten Band der Rougon-Macquart-Reihe. In insgesamt 20 Bänden, geschrieben zwischen 1871 und 1893, stellt Zola die Sozialgeschichte einer Familie im Zweiten Kaiserreich dar.



Programm - Abend

 
19:40 Italien, meine Liebe
Infosendung ~35 Min
Kalabrien Staffel 2: Episode 6 Dokureihe, Deutschland 2015
Die Küste Italiens ist so abwechslungsreich wie kaum ein anderer Landstrich Europas. Filmemacherin Emanuela Casentini reist in ihrer fünfteiligen Reihe einmal rund um den Stiefel. Tief unten im Süden, an der Spitze des italienischen Stiefels, liegt Kalabrien. In dem kleinen Ort Scilla betreiben die drei Geschwister Gaietti ein Restaurant direkt am Strand. Hier gilt Schwertfisch als Delikatesse und wird ganz typisch zu Rouladen verarbeitet. Südlich von Scilla, in Reggio Calabria, der heimlichen Hauptstadt Kalabriens, lebt der Pfeifenmeister Fabrizio Romeo. In seiner kleinen Manufaktur fertigt er Einzelstücke aus Bruyère-Holz, die bei Pfeifenrauchern in ganz Europa geschätzt werden. Auf einem mächtigen Felsen thront die kleine Stadt Pizzo. Von dort hat man einen wunderbaren Blick auf die Äolischen Inseln. Hier wird das berühmte Trüffeleis ''Tartufo Moro'' zubereitet. Es hat einen flüssigen Schokoladenkern und ist eine unwiderstehliche Köstlichkeit. Nur 20 Kilometer weiter südlich liegt der malerische Ort Tropea, in dem aus den in der Region typischen roten und besonders süßen Zwiebeln Marmelade und andere Köstlichkeiten hergestellt werden. In der Region Rossano an der Ostküste Kalabriens wächst die Lakritz-Pflanze besonders gut. Die Familie Amarelli stellt seit 1731 Lakritz-Bonbons her und führt das Unternehmen bereits in der 14. Generation. Im Bergmassiv Aspromonte leben die letzten Griechen Kalabriens, die heute noch die Traditionen und Bräuche aus der Antike pflegen. Zumindest die Alten sprechen sogar noch die Sprache ihrer Ahnen. Annunziato Riggio ist einer von ihnen. Er setzt sich aktiv dafür ein, dass die griechische Kultur mit ihren Mythen und Legenden lebendig bleibt.
Untertitel16:9