Das arte TV Programm am 13.12. und am Abend 20:15 Uhr

arte Programm 13.12.

   arte TV Programm vom 13.12.
   Was läuft beim TV Sender arte


Programm - Vormittag

(Square) Max Mutzke Kulturmagazin, Frankreich, Deutschland 2022
Square für Künstler
Max Mutzke ohne Hut - unvorstellbar! Darunter scheint er alle Kontraste seines Lebens unterzubringen, musikalisch wie privat. Im Berliner Studio und auf der Bühne singt er auf deutsch und englisch alle Stilrichtungen zwischen Pop, Rock, Soul, Funk und Jazz. In der Sendung präsentiert der Sänger seine ''persönlichen Schlagzeilen''.
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(Que la fete commence...) Komödie, Frankreich 1975 Regie: Bertrand Tavernier Autor: Jean Aurenche Musik: Antoine Duhamel - Philippe d''Orléans Kamera: Pierre-William Glenn
Wenn das Fest beginnt...
Frankreich im Jahre 1719: Vier Jahre nach dem Tod Ludwigs XIV. regiert Philippe II., Herzog von Orléans, für den minderjährigen Ludwig XV. Der Regent kennt keine Tabus, sein Leben ist ganz auf die leiblichen Sinnenfreuden ausgerichtet. Dabei ist er ein luzider Geist, liberal und reformbereit. Das verachtenswerte höfische System der gegenseitigen Vorteilsnahme und Bereicherung durchschaut er perfekt - ändert aber nichts. Stattdessen überlässt er das Regieren dem machtgierigen Abbé Dubois, der sich in den Kopf gesetzt hat, das Amt des Erzbischofs zu übernehmen. Die beiden Zyniker verbindet eine tiefe Hassliebe, ihre Wortgefechte sind an Treffsicherheit und Sarkasmus kaum zu überbieten. Während man am Hof mit sich selbst beschäftigt ist - mit dem nächsten amourösen Stelldichein, dem nächsten Maskenfest, der nächsten Orgie - und alles beim Alten belässt, gerät die Außenwelt langsam aus den Fugen: Amerika formiert sich zur neuen politischen Macht. Und ein Grüppchen bretonischer Adliger, allen voran der kauzige Marquis de Pontcallec, probt den Aufstand gegen die Krone ...
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(Destinations aka Invitation au voyage: Nos inspirations) Auf Abenteuerreise Kunstmagazin, Frankreich 2022 Moderation: Linda Lorin
Schweden: Wo der Polarexpress durch die Kälte fährt Mexiko: Unbezwingbares Baja California (1): Mexiko: Unbezwingbares Baja California (2): Schweden: Wo der Polarexpress durch die Kälte fährt
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(Re:) Junge Deutsche auf Identitätssuche Reportagemagazin, Deutschland 2022
Re: Wie geht eigentlich jüdisch sein?
Die Organisation ''Taglit - Birthright Irsrael'' organisiert für junge Juden kostenlose 10-tägige Reisen nach Israel. Dort werden den Frauen und Männern ihre jüdischen Wurzeln, die Kultur und die Geschichte des Judentums nähergebracht. Ein Filmteam begleitete eine 20-köpfige Gruppe auf ihrer Suche nach kultureller Identität, lässt Fragen, Unsicherheiten, Freude und Entwicklungen miterleben.
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(28 minutes) Kulturmagazin, Frankreich 2021 Moderation: Elisabeth Quin
28 Minuten
''28 Minuten'' ist das Kulturmagazin bei ARTE, täglich frisch und frech aus Paris. Jede Sendung nimmt ein aktuelles Thema aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft unter die Lupe und führt hin zu kulturellen Hintergründen, die sich in der Tagesaktualität sonst nicht auf den ersten Blick erschließen. Dafür stehen den Moderatoren, sowohl Fachleute für die einzelnen Bereiche, als auch ein täglich wechselnder Gast aus dem kulturellen Leben zur Seite.
Untertitel16:9

U-Bahn, Untergrund, Abgrund Staffel 3: Episode 1 Zeichentrickserie, Frankreich 2021 Regie: Mathieu Signolet
50 Shades of Greek
Die Zeichentrickserie transportiert die großen Mythen der Antike in die heutige Zeit. In dieser Folge: Die Götter des Olymp sind in Paris bei Hephaistos zum Dinner eingeladen. Um im Stadtverkehr den Sonnenwagen nicht zu lädieren, entscheiden sie sich für eine Fahrt mit der U-Bahn. Volksnah - aber leider nicht ungefährlich. Griechische Mythologie neu erzählt. In kleinen Episoden wird das bunte Treiben rund um den Olymp spannend und amüsant erklärt. Die Sagen der Götter Hades, Poseidon oder Hera werden in die Gegenwart übertragen und bieten Stoff zum Lachen und Nachdenken.
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Programmende
Sendepause
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(Odessa Classics Tallinn avakontsert) Konzert 2022 Regie: Stefan Mathieu Musik: Benjamin Britten - Wolfgang Amadeus Mozart
Odessa Classics Tallinn
Das Musikfestival Odessa Classics wurde erstmals 2015 in der ukrainischen Hafenstadt Odessa veranstaltet. Gründer und Pianist Alexey Botvinovs Mission war es, ein Festival zu schaffen, das der Ukraine helfen würde, sich Europa anzunähern und der von Russland initiierten militärischen Aggression zu widerstehen. Seit den ersten Tagen ist das Odessa Classics durch seine Musikerinnen und Musiker, Festivalgäste und Unterstützerinnen und Unterstützer mit Estland verbunden. Das achte Odessa Classics Festival hätte im Juni 2022 stattfinden sollen, wurde jedoch aufgrund des Kriegs gegen die Ukraine auf unbestimmte Zeit verschoben. Um die Tradition des Festivals nicht zu brechen, Solidarität zu zeigen und der Kultur einen Platz zu geben, richtet Estland in diesem Jahr die Eröffnung des Odessa Classics als ''Odessa Classics Tallinn'' aus. Alexey Botvinov spielt in Tallinn zusammen mit dem weltberühmten Geiger Daniel Hope und dem Estnischen Nationalen Symphonieorchester unter der Leitung von Olari Elts Werke von Pärt, Mozart und Britten. Programm: Ukrainische Nationalhymne Benjamin Britten, Viollinkonzert in D-Moll Op.15 Wolfgang Amadeus Mozart, 20. Klavierkonzert in D-Moll, KV 466 Myroslav Skoryk - Melody
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Äthiopien, Heimat des Kaffees Reportagereihe, Frankreich, Deutschland 2019 Regie: J. Michael Schumacher
Äthiopien
Orit Mohammed ist im Hochland von Äthiopien aufgewachsen, der Wiege des Kaffees. Die 30-Jährige zog in die Arabischen Emirate, um dort ein Import/Export-Geschäft für Kaffee zu eröffnen. Jetzt fiebert sie der Erntezeit entgegen, denn dann kehrt sie zurück in ihre Heimat, um ihre große Familie zu besuchen - aber auch um die Ernte in Augenschein zu nehmen und neue Ware einzukaufen. Rund um die Welt gibt es spannende Stories, die es zu erzählen lohnt. Journalisten reisen mit der Kamera um den Globus, um die besten Geschichten zu finden und für die Zuschauer zu dokumentieren. Fündig werden sie sowohl in abgelegenen Gegenden, aber auch in großen Städten – überall gibt es Abenteuerliches und Interessantes zu entdecken. Natürlich spielen vor allem auch die Menschen der jeweiligen Gebiete ein große Rolle.
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(ARTE 360° Reportage) Welthafen mit schwimmender Kirche Reportagereihe, Frankreich, Deutschland 2020 Regie: J. Michael Schumacher
GEO Reportage
In der Betriebsamkeit des Hamburger Hafens, zwischen Containerschiffen, Schleppern und Bugsierern, gibt es ein Kleinod: 1952 wurde ein ehemaliges Transportschiff in ein Gotteshaus umgebaut. Ein ''Seelenhafen'' sozusagen, in dem Menschen mit ihren Sorgen und Nöten gewissermassen ankern können und der dank der Tatkraft eines neuen Diakons in Zukunft wieder ein besonderer Treffpunkt werden soll. Rund um die Welt gibt es spannende Stories, die es zu erzählen lohnt. Journalisten reisen mit der Kamera um den Globus, um die besten Geschichten zu finden und für die Zuschauer zu dokumentieren. Fündig werden sie sowohl in abgelegenen Gegenden, aber auch in großen Städten – überall gibt es Abenteuerliches und Interessantes zu entdecken. Natürlich spielen vor allem auch die Menschen der jeweiligen Gebiete ein große Rolle.
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(Destinations aka Invitation au voyage) Mariano Fortunys Venedig / USA / Marokko Kunstmagazin, Frankreich 2022 Regie: Fabrice Michelin Moderation: Linda Lorin
Stadt Land Kunst
Mariano Fortunys Venedig aus 1001 Nacht USA: Ein echtes Eisenbahnabenteuer Frankreich: Didiers Gâteau Basque Marokko: Die Verlobte der Gefahr (1): Mariano Fortunys Venedig aus 1001 Nacht Von den Kleidern, die den Erzähler in Marcel Prousts ''Auf der Suche nach der verlorenen Zeit'' verzaubern, hat eines die Zeit überdauert: das Delphos. Es entstand Anfang des 20. Jahrhunderts in einem raffinierten, exzentrischen und schillernden Venedig und sieht aus, als sei es einem Märchen aus Tausendundeiner Nacht entsprungen. Entworfen hat es der spanische Künstler Mariano Fortuny. Der Fotograf, Maler und Bühnenbildner wurde in der mondänen, kosmopolitischen Gesellschaft vor allem durch seine modischen Schöpfungen berühmt. Sein Stil, eine fein abgestimmte Kombination aus Antike, Orient und Renaissance bescherte ihm den Spitznamen ''Magier von Venedig''. (2): USA: Ein echtes Eisenbahnabenteuer Eine Eisenbahnlinie vereint die USA: Die mehrere Tausend Kilometer lange Zugverbindung nach Kalifornien war eines der ehrgeizigsten Bauvorhaben des 19. Jahrhunderts. Vor dem Hintergrund von Goldrausch und Bürgerkrieg sollte die ''Transcontinental Railroad'' Ost- und Westküste miteinander verbinden, und die Gründer der Bahn scheuten weder Kosten noch Mühen, um ihren amerikanischen Traum zu verwirklichen. Dabei griffen sie erstmals auf chinesische Arbeiter zurück, die sich für den Bau der Bahnstrecke zu Tausenden aufopferten und deren Bedeutung für die Geschichte des Landes erst in jüngster Zeit Würdigung findet. (3): Frankreich: Didiers Gâteau Basque Didier, Mitglied der Bruderschaft des Gâteau Basque, kauft in Cambo-les-Bains sechs Eier frisch vom Bauern, um die regionale Kuchenspezialität zuzubereiten. Drei davon verwendet er für die Füllung, eine samtige Konditorcreme, zwei braucht er für den knusprigen Teig, der sie umhüllt. Mit dem verbliebenen sechsten Ei bestreicht er den Kuchen und verleiht ihm eine wunderschöne goldgelbe Farbe. Einfach zum Anbeißen! (4): Marokko: Die Verlobte der Gefahr Marrakesch an der Kreuzung verschiedener Nomadenrouten ist der ideale Ausgangspunkt für eine Wüstenexpedition. Schon lange bevor die Stadt zum Touristenmekka wurde, war sie Synonym für das Tor zum Unbekannten - und Treffpunkt für Abenteurer aller Art. In der Zwischenkriegszeit beschloss eine Frau, sich hier ein wenig näher umzuschauen. Man nannte sie ''die Verlobte der Gefahr'' ...
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(Le peuple des forêts) In Zeiten des Eises Staffel 1: Episode 1 Naturreihe, Frankreich 2016 Regie: Jacques Cluzaud - Jacques Perrin
Eine Welt aus Wäldern
Paris, Montmartre: Vor 20.000 Jahren erstreckte sich hier eine eisige Weite. In dieser Folge geht es um Anpassungsfähigkeit: Wie konnten kälteempfindliche Tierarten der letzten Kaltzeit standhalten? Vor 12.000 Jahren änderte sich das Klima abrupt und die Erde erwärmte sich. Rasch breiteten sich die Wälder aus. Mit den Laubbäumen eroberten auch die Waldtiere den europäischen Kontinent.
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(Le peuple des forêts) Macht und Pracht des Waldes Staffel 1: Episode 2 Naturreihe, Frankreich 2016 Regie: Jacques Cluzaud - Jacques Perrin
Eine Welt aus Wäldern
Vor 20.000 Jahren erstreckte sich in Europa ein Reich aus Eis und große Wildtierherden kämpften mit dem eisigen Klima. Rentiere gehören zu den in großer Zahl vorkommenden Arten der letzten Kaltzeit. In riesigen Herden durchstreifen sie den europäischen Kontinent. An den Ufern des Mittelmeeres behaupten sich winzige Grünflächen. Inmitten der Zeiten des Eises existiert eine andere Welt: die Welt der Wälder. Die Eismasse, die halb Europa bedeckt hatte, wird durch eine neue Klimaerwärmung dezimiert. Das Eis, das sich im Laufe von 80.000 Jahren angesammelt hat, stürzt in sich zusammen und verschwindet im Meer. Der europäische Kontinent ist nun von Bäumen übersät. Es ist das goldene Zeitalter des Waldes, der sich vom Atlantik bis zum Ural und vom Mittelmeer bis zum Baltikum erstreckt. Die üppige Natur ernährt Mensch und Tier im Rhythmus der Jahreszeiten. Im Frühjahr beginnt für Wolfs- und Fuchswelpen, Rehkitze, Fohlen, Bären- und Bisonjunge die Zeit des Lernens. Im Herbst legen die Waldbewohner Vorräte an und bereiten sich auf den Winter vor. Die kalte Jahreszeit ist wie eine kleine Eiszeit: Tiere und Pflanzen harren aus, bis im nächsten Frühjahr das Leben neu beginnt. In heute unvorstellbarer Nähe bewohnen Mensch und Tier gemeinsam den Wald. Die Jäger und Sammler leben im Einklang mit der Natur und den Ressourcen des Waldes: Der ökologische Fußabdruck, den sie hinterlassen, ist minimal. Jahrhunderte und Jahrtausende vergehen. Im Schatten der alten Baumkronen bildet sich im regengesättigten Boden fruchtbarer Humus. Insekten beginnen mit der Zersetzung umgestürzter Bäume, aus denen später neuer Erdboden entsteht. Doch die ''goldene'' Zeit der Waldbewohner ist begrenzt: Bald werden die ersten Bäume unter den Schlägen von Steinäxten fallen, Vögel fortziehen und Hirsche verschwinden.
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(Le peuple des forêts) Der Wald im Wandel Staffel 1: Episode 3 Naturreihe, Frankreich 2016 Regie: Jacques Cluzaud - Jacques Perrin
Eine Welt aus Wäldern
Pont Alexandre III. in Paris am frühen Morgen: Die Natur erobert die Seineufer zurück. In den Wäldern fallen reihenweise Bäume den Steinäxten zum Opfer. Die Wildtiere erleben die Ankunft merkwürdiger Wesen - Rinder, Ziegen, Schafe, Schweine - im Schlepptau der ersten Landwirte, die das Land roden und pflügen, Getreide säen und ihr Vieh weiden lassen. Neue Menschen aus dem Orient eignen sich das Land an und domestizieren die Tiere. Jäger und Sammler verschwinden, an ihre Stelle treten die ersten bäuerlichen Gemeinschaften. Viehzucht und Rodung drängen den Wald zurück, der ländliche Raum entsteht. Bison, Elch, Wildpferd und Schwarzstorch sterben aus oder werden an die Ränder des europäischen Kontinents gedrängt. Andere Arten wie Bären, Wölfe und Luchse versuchen sich eine Zeit lang anzupassen und ziehen sich dann in die Höhenlagen zurück: Berge und Flüsse sind nun die letzten wilden Landschaften. Andere Tiere, darunter Wildschweine, Hirsche und Füchse, werden zu nachtaktiven Einzelgängern. Nach der Französischen Revolution erreicht das Vorkommen wilder Arten seinen historischen Tiefstand, fast das gesamte Land ist bewirtschaftet. Der Wolf wird in Frankreich zum Volksfeind Nummer eins erklärt und im 19. Jahrhundert, der Blütezeit der Pferde, ausgerottet. Das Leben von Pferden und Hunden ist eng an das des Menschen gekoppelt: Sie begleiten ihn bei der Arbeit, beim Spiel und sogar im mörderischen Wahnsinn des Ersten Weltkriegs. Der Mensch unterwirft die Natur einem immer rascheren Wandel. Kaum sind die Wälder endlosen Feldern gewichen, kehrt er dem Land schon wieder den Rücken und zieht in die neu entstandenen Städte. Im 20. Jahrhundert gestaltet der Mensch selbst Flüsse und Bergregionen um, der ländliche Raum verändert sich radikal. Derweil breitet sich die Natur still und leise in den Großstädten aus. Die Schleiereule fliegt auf ihren nächtlichen Streifzügen über die Dächer von Paris wie einst über hohe Baumwipfel. In vom Menschen verlassenen Gegenden breiten sich neue Wälder aus, und mit ihnen lange vergessene Tierarten: Adler und Geier, Hirsche, Steinböcke, Bären, Luchse, selbst einzelne Wölfe. Sie beweisen, dass wilde Arten überleben und zurückkehren, wenn der Mensch ihnen Zeit und Raum dafür lässt.
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(Constructions animales: les architectes du vivant) Home, wild home Tierdoku, Frankreich 2022 Regie: Geoffroy de La Tullaye
Baumeister des Tierreichs
Schon lange vor dem Menschen widmeten sich andere Lebewesen der Architektur und bauten Häuser, Städte und sogar ganze Landschaften. Sorgfältig entwickelten sie dabei bemerkenswerte Fertigkeiten als Töpfer, Erdbauarbeiter, Architekten oder Bodenbelüfter und schaffen Wohnräume, die sich perfekt an die Umgebung anpassen. Ob bloß einen Tag oder ein Leben lang, ob im Wasser oder außerhalb, ob in den Lüften oder auf der Erde - die Bauwut entsteht bei den Tieren genau wie beim Menschen stets aus der Notwendigkeit, die Lebensbedürfnisse zu befriedigen: Nahrung finden und lagern, den Nachwuchs sicher vor Fressfeinden großziehen und sich vor dem Wetter schützen. Im Unterschied zum Menschen verwenden sie für den Bau allerdings nur natürliche, abbaubare Rohstoffe. Die Tiere setzen ihrer Fantasie dabei keine Grenzen und arbeiten mit ihren Füßen, Schnäbeln, Mäulern oder Tentakeln; ihre Werkstoffe sind Blätter, Äste, Steine oder Erde. Die meisten Tiere gehören zur Gruppe der Baumeister. Besonders der Rosttöpfer und der Dachs stechen mit ihren Bauten hervor. Der Vogel mit dem rostfarbenen Gefieder ist in der Lage, aus den spärlichen Ressourcen der Pampa einen perfekt geschlossenen Lehmbau auf den Ästen der Bäume zu errichten. Der Dachs hingegen arbeitet im europäischen Unterholz unermüdlich an einem großen Erdbau, der über Generationen hinweg bewohnt und erweitert wird und zu einem unterirdischen Palast mit mehreren Eingängen und Zimmern heranwächst. Die Dachse können es sich hier gemütlich machen und ihren Nachwuchs ungestört großziehen. Für die Stadtplaner gilt ''Einigkeit macht stark'' und je nach Herausforderung entstehen dabei extrem komplexe, vielfach nutzbare Organisationen und Infrastrukturen. Die einfache Stadt der Brunnenbauer-Goldstirn-Kieferfische hingegen gleicht fast unseren Wohnsiedlungen, in denen freundliches Miteinander und Individualismus gleichermaßen möglich sind. Die Siedelweber gehen bei den Prinzipien des Zusammenlebens noch einen Schritt weiter: Im Schwarm bauen die Vögel riesige, Städten nicht unähnliche Nester. Doch sobald es an die Inneneinrichtung geht, ist das Pärchen, das einzieht, am Zug. Betrachtet man die landschaftsgestaltenden Tiere über einen längeren Zeitraum, wirken sie fast ein wenig wie die Schöpfer eines Ökosystems. Experten auf diesem Gebiet sind die Regenwürmer. Sie graben Gänge in den Boden und bilden Humus, ein unerlässliches Substrat für das Leben in allen fruchtbaren Böden der Erde. Jedes dieser Tiere erinnert uns auf seine Weise daran, dass jede Form der Baukunst ein schöpferischer Akt in Harmonie mit dem jeweiligen Umfeld sein sollte. Jeder, der ein Haus, eine Stadt oder eine Landschaftsgestaltung plant, sollte über den Tellerrand hinweg denken und die Artenvielfalt berücksichtigen ...
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Programm - Nachmittag

(Re:) Touristenansturm auf die Vulkaninsel Reportagemagazin, Deutschland 2022
Re: Im Islandfieber
Die Isländerinnen und Isländer haben in den letzten Jahren viel dafür getan, in der Tourismusbranche auf sich aufmerksam zu machen. In den vergangenen Jahren stiegen die Besuchszahlen auf Rekordwerte. Mittlerweile wird die rund 375.000 Einwohnerinnen und Einwohner zählende Insel regelrecht vom Tourismus überschwemmt. Inzwischen beschränkt sich der Tourismus nicht mehr nur auf die Hochsaison: Das ganze Jahr über drängeln sich Menschen durch die Straßen Reykjaviks und an den von der Hauptstadt gut erreichbaren Spots. Das kleine Land muss nun Lösungen finden, um mit diesen Massen fertig zu werden. Arbeitskräfte aus vielen Ländern Europas werden ins Land geholt, um offene Stellen im Tourismus zu besetzen. Den letzten Vulkanausbruch auf der Halbinsel Reykjanes besuchten im August 2022 eine Million Menschen in kürzester Zeit. Landbesitzerinnen und Landbesitzer in der Nähe des Vulkans bauen Parkplätze und Wege, um den Zugang zum Vulkan zu ermöglichen - und um am Tourismus mitzuverdienen. Auch Issi Hallgrimsson ist hier zu finden: Er verkauft Fish & Chips von einem mobilen Verkaufswagen. Doch der Vulkan spielt nicht so mit, wie er will und nun muss er auch noch den Nachschub für nächstes Jahr sicherstellen. Am Vatnajökull, dem größten Gletscher Europas, regeln die Behörden den Ansturm, indem nur kleine Gruppen auf die riesigen Eisflächen gelassen werden. Laufey Gudmundsdóttir hat keine Pause. Im Sommer organisiert sie Schneemobiltouren, im Winter geht sie mit den Touristinnen und Touristen zu den riesigen Eishöhlen am Gletscher. Auch bei ihr wird die Nachfrage immer größer, doch Laufey begrenzt die Besuchszahlen trotzdem. Außerdem versucht sie, einen neuen Mechaniker ins Land zu holen.
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(Destinations aka Invitation au voyage) Das Barbados von Captain Blood / Kroatien / Rocky Mountains Kunstmagazin, Frankreich 2020 Regie: Fabrice Michelin Moderation: Linda Lorin
Stadt Land Kunst
Alexandras burgundische ''Oeufs en Meurette'' Rocky Mountains: Ernährung einmal anders! Nikola Tesla: Es werde Licht in Kroatien Das Barbados von Captain Blood (1): Das Barbados von Captain Blood Es fällt leicht, sich das Schiff des Freibeuters Captain Blood auf den Atlantikwellen vor Barbados vorzustellen. Der im 17. Jahrhundert angesiedelte Roman entsprang 1922 der Fantasie des Schriftstellers Rafael Sabatini. Obwohl dieser Barbados niemals selbst bereist hatte, stieß sein Werk in der Karibik auf großen Anklang und ist noch heute fester Bestandteil der barbadischen Vorstellungswelt. (2): Nikola Tesla: Es werde Licht in Kroatien Kroatien, das sich entlang der Adria erstreckt und ins Festland bis an die Nordgrenze von Bosnien und Herzegowina reicht, verbindet Mittel- mit Südosteuropa. Vor rund 100 Jahren war die Region noch sehr landwirtschaftlich geprägt. Der hier geborene Ingenieur Nikola Tesla wollte seinen Landsleuten den Fortschritt bringen: Mit der Entwicklung des Zweiphasenwechselstroms schuf er die Voraussetzung für die flächendeckende Stromübertragung. (3): Alexandras burgundische Oeufs en Meurette Im Weingut Clos de Vougeot bereitet Köchin Alexandra ein traditionelles Gericht aus der burgundischen Küche zu: pochierte Eier in Rotweinsoße. Ein Klassiker, den (hier) jeder Koch beherrschen sollte! (4): Rocky Mountains: Ernährung einmal anders! Die Rocky Mountains, die sich von Kanada bis New Mexico erstrecken, bieten die spektakulärsten Naturschauplätze von Colorado. Im Extremwinter des Jahres 1873 musste hier ein Mann zum Überleben auf ebenso extreme Mittel zurückgreifen ...
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(Destinations aka Invitation au voyage) Joann Sfars Nizza / Nepal / Alabama Kunstmagazin, Frankreich 2022 Regie: Fabrice Michelin Moderation: Linda Lorin
Stadt Land Kunst
Alabama: Die blutige Geschichte der Frauenheilkunde Nepal: Die kriegerische Seele der Gurkhas Israel: Eyals kleine Schokocroissants Nizza: Die Synagoge von Joann Sfar Linda Lorin lädt von Montag bis Freitag auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Nizza: Die Synagoge von Joann Sfar/ Nepal: Die kriegerische Seele der Gurkhas/ Israel: Eyals kleine Schokocroissants/ Alabama: Die blutige Geschichte der Frauenheilkunde
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Krimi, Deutschland 2019 Regie: Josef Rusnak Autor: Elisabeth Herrmann Musik: Mario Grigorov Kamera: Cristian Pirjol
Der Schneegänger
Zwei Jahre nach dem Verschwinden des damals elfjährigen Darijo, des Sohnes kroatischer Einwanderer, wird seine Leiche gefunden. Kommissar Gehring zieht die junge Polizistin Sanela Beara zu den Ermittlungen hinzu, die in der kroatischen Exilgemeinde in Berlin gut vernetzt ist. Bald stellt sich heraus, dass Darijo vor seinem Tod misshandelt worden war. Doch davon will niemand etwas gewusst haben.
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(Volcano stories) Ätna: Der lebendige Berg Staffel 1: Episode 18 Naturdoku, Frankreich 2018 Regie: David Perrier Musik: Laurent Ferlet
Leben mit Vulkanen
Der über 3.300 Meter hohe Ätna ist der höchste und aktivste Vulkan Europas. Ein- bis zweimal jährlich bricht der Mongibello, wie ihn die Sizilianer nennen, aus und bedroht mit seinen glühenden Lavaströmen die 900.000 Menschen, die in seinem Umkreis leben. Und doch ist der Ätna für die sonst sehr trockene Insel Sizilien auch ein unbezahlbarer Schatz: Der Feuerberg fungiert als natürliches Wasserreservoir. Zu seinen Füßen erstrecken sich Felder, Zitrus- und Olivenplantagen, so weit das Auge reicht. Die äußerst fruchtbaren Böden bescheren den Menschen seit Jahrtausenden reiche Ernten und bilden die Existenzgrundlage ihrer Dörfer. Jedes Jahr Anfang Februar veranstaltet die Stadt Catania das für Katholiken weltweit bedeutsame Fest der heiligen Agatha. Drei Tage und drei Nächte lang versammeln sich eine halbe Million Sizilianer, um zur Schutzheiligen Catanias zu beten, damit sie sie vor den Zornesausbrüchen des Ätna bewahre. Zusammen mit Mathilde, Einwohnerin und Stadthistorikerin von Catania, nimmt Arnaud Guérin an der spektakulären Prozession teil. Doch den Vulkan aus der Ferne zu betrachten, genügt dem Geologen nicht. Gemeinsam mit Boris Behncke erklimmt er den sich regenden Feuerberg für eine Inspektionstour. Der Vulkanologe besteigt den Ätna beinahe täglich, um das Terrain zu kontrollieren und gegebenenfalls Warnstufen auszurufen. Zurück in der Ebene lässt sich Arnaud Guérin vom Obstbauern Orazio erklären, wie sich die Lavaströme im Verlauf der Zeit in einen wahren Garten Eden verwandeln. Für Orazio und die anderen Sizilianer ist der Ätna nicht nur ein Vulkan - er ist die Seele von Catania, Orientierungspunkt und Wohltäter, der alles gibt und alles wieder nehmen kann.
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(Mont-Saint-Michel, le labyrinthe de l''archange) Das rätselhafte Labyrinth Dokumentation, Frankreich 2017 Regie: Marc Jampolsky
Mont-Saint-Michel
Schon auf den ersten Blick ist der Mont-Saint-Michel ein Rätsel. Wie konnte aus einem von ein paar Eremiten besiedelten Inselchen am Ende der Welt im Laufe der Jahrhunderte dieses einzigartige Bauwerk werden, das nun Millionen Besucher anlockt? Wie konnte ein Unwettern, Stürmen und Erdbeben ausgesetzter Felsen zwischen der Normandie und der Bretagne, zwischen Frankreich und England, zu einem strategischen Ort werden, an dem Geschichte geschrieben wurde? Das komplexe Labyrinth aus Treppenaufgängen, Krypten, Geheimgängen und Sälen, verteilt auf vier Etagen, verrät viel über sein Entstehen. An manchen Stellen sieht man noch den rohen Felsen, der nach und nach zugebaut wurde, und andernorts entdeckt man in Sackgassen so manche Überreste ehemaliger Bauten. Die Abtei ist das Ergebnis einer langen Abfolge von Bauprojekten und Einstürzen, die ihre architektonische Struktur verändert haben. Dabei birgt der Mont-Saint-Michel noch viele Geheimnisse aus seiner 1.300-jährigen Geschichte, die nur darauf warten, von den Forschern entschlüsselt zu werden. Dieses Unterfangen wird allerdings dadurch erschwert, dass die umfangreichen Archive beim Bombardement von Saint-Lô 1944 zerstört wurden und es somit kaum noch schriftliche Quellen gibt. Ebenso wenig gibt es einen genauen Bauplan der Gebäude. Zudem haben die Restauratoren des 19. Jahrhunderts versucht, die Spuren der Zeit zu beseitigen, und so ein fälschlicherweise kohärentes Gesamtwerk hinterlassen. Bei den aktuellen Restaurierungsarbeiten geht es somit zunächst einmal darum, mit Hilfe neuer Techniken zum Erstellen von Modellen und Datieren von Gebäudeteilen die Bauweise des Monuments zu verstehen. So soll die Chronologie dieses beeindruckenden Bauwerks berichtigt und damit auch so manches Rätsel aus seiner turbulenten Geschichte gelöst werden.
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Überleben in der Arktis Staffel 1: Episode 1 Naturdoku, Deutschland 2018 Regie: Oliver Goetzl
Polarwölfe
Ellesmere Island gehört zu den unwirtlichsten Regionen der Erde. Im äußersten Norden Kanadas gelegen und weniger als 800 Kilometer vom Nordpol entfernt, herrscht hier vier Monate im Jahr völlige Dunkelheit. Die Winter sind lang, die Temperaturen sinken nicht selten auf minus 50 Grad Celsius. Nur wenige Tiere sind in der Lage, diesen extremen Bedingungen zu trotzen - darunter die Polarwölfe. Der erste Teil der zweiteiligen Dokumentation begleitet das Eureka-Rudel durch die letzten Tage des eisigen Winters bis in den kurzen arktischen Sommer und zeigt seinen Kampf ums Überleben und den enormen Einsatz für die Aufzucht der Welpen. Ein Wolfsrudel ist nichts anderes als eine Großfamilie, in der alle zusammenhalten müssen. Snow White und Alpha, die Eltern des Rudels, sind schon seit Jahren ein eingespieltes Team. Wieder einmal haben sie ihre Familie sicher durch den dunklen und eiskalten Winter geführt. Nun wartet die nächste Herausforderung auf sie: Ein neuer Wurf Welpen kommt schon bald zur Welt. Vor allem jetzt, im kurzen arktischen Sommer, lauern überall Gefahren. Insbesondere fremde Wolfsrudel sind eine ständige Bedrohung, da sie zum Schutz ihrer eigenen Familie die Welpen fremder Rudel reißen. Doch Snow White kann sich auf den Schutz ihres Rudels verlassen und bekommt bald Unterstützung von der einsamen Wölfin Blackspot. Mit intimen Einblicken in das Leben einer Tierart, die bisher kaum gefilmt werden konnte, erzählen die Filmemacher Oliver Goetzl und Ivo Nörenberg eine bewegende und dramatische Geschichte, eine Geschichte von Loyalität und Freundschaft, von Fehlschlägen, Glücksmomenten und Triumphen inmitten der so kargen Welt der kanadischen Arktis.
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Programm - Abend

Familienbande: Die nächste Generation Staffel 1: Episode 2 Naturdoku, Deutschland 2018 Regie: Olivier Goetzl - Oliver Goetzl
Polarwölfe
Ellesmere Island, etwa 800 Kilometer vom Nordpol entfernt, ist die drittgrößte Insel Kanadas und Heimat der Polarwölfe. In der zweiteiligen Dokumentation begibt sich das Tierfilmerduo Oliver Goetzl und Ivo Nörenberg auf die Spuren des Eureka-Rudels und zeigt dessen Kampf ums Überleben und den enormen Einsatz für die Aufzucht der Welpen in einer der unwirtlichsten Regionen der Erde. Im zweiten Teil der Dokumentation ist der kurze arktische Sommer angebrochen. Die Welpen der Rudelmutter Snow White sind inzwischen ordentlich gewachsen und können ihre Höhle verlassen. Das hat Snow White nicht zuletzt der zum Rudel dazu gestoßenen einsamen Wölfin Blackspot zu verdanken, die sich ähnlich liebevoll um die fremden Welpen kümmert und diese sogar säugt - ein Verhalten, das zuvor noch nie dokumentiert werden konnte und selbst Wissenschaftler erstaunt. Nahrung ist für die Wölfe auch im Sommer nicht leicht zu finden; sie müssen weit laufen, um ausreichend Beute zu machen. Blackspot und Snow White sind durch die Welpen an die Höhle gebunden. Doch während die Leitwölfin vom Rudel versorgt wird, geht die Amme meist leer aus. Eine Situation, die für Blackspot tragisch endet und Snow White dazu zwingt, mit ihren Jungen weiterzuziehen. Die Filmemacher erzählen eine bewegende und dramatische Geschichte von Loyalität und Freundschaft, von Fehlschlägen, Glücksmomenten und Triumphen und geben mit Aufnahmen von Polarfüchsen, Moschusochsen und Falkenraubmöwen einen Einblick in die Fauna der kargen kanadischen Arktis, der weit über die Welt der Polarwölfe hinausgeht.
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(Re:) Wie eine Sterneköchin Bienen rettet Reportagemagazin, Deutschland 2022
Re: Valencias Honig-Königin
Auf den Feldern ihres Großvaters wurde Maria José Martinez zur Imkerin. Die zunehmende Anzahl von Treibhäusern macht die Sterneköchin aus Valencia wütend, denn diese bedrohen die Insekten. Die Ruhetage ihres Restaurants nutzt Maria José um, Bienenvölker, die in die Stadt geflohen sind, zu retten. Am liebsten würde die Gastronomin auf dem Dach ihres Restaurants ein Bienenhaus errichten.
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(Achtung Traumschiffe? Kreuzfahrt-Branche auf neuem Kurs) Dokumentation, Deutschland 2021 Regie: Andreas Orth
Achtung, Traumschiffe? Kreuzfahrt-Branche auf neuem Kurs
Kreuzfahrten boomen wieder. In den Häfen Europas legen sogar mehr Ozeanriesen an als vor der Pandemie. Doch die Branche hat ihre Schattenseiten: Insider berichten über Umweltbelastungen und Gesundheitsschäden durch Schiffsabgase - und über wenig bekannte Sicherheitsrisiken an Bord der Traumschiffe. 2012 havarierte die ''Costa Concordia'' vor der Küste Italiens. 32 Menschen starben. Zwar wurden nach dem Unglück internationale Vorschriften geändert und Schiffe als ihre eigenen Rettungsboote konzipiert, aber schon das nächste Unglück zeigte die Grenzen des neuen Konzepts: 2019 geriet die ''Viking Sky'' vor Norwegen in Seenot. Das Kreuzfahrtschiff mit über 1.300 Menschen an Bord drohte an einem Unterwasserriff zu zerschellen. Bei stürmischer See waren die Rettungsboote nicht sicher einsetzbar und eine schnelle Evakuierung kaum durchzuführen. Denn je größer die Ozeanriesen werden, desto mehr Menschen können im Notfall nicht gerettet werden. Aber auch wenn alles gutgeht, steht die Kreuzfahrtbranche vor ungelösten Problemen, etwa Umweltbelastungen durch die Schiffe. In den Häfen und angrenzenden Wohnvierteln herrscht dicke Luft, Anwohnerinnen und Anwohner in Marseille oder Rotterdam wollen die Gefahren für ihre Gesundheit nicht mehr hinnehmen. Die Reedereien werben mit Abgasfiltern und ''grünen'' Antrieben wie Elektro oder Flüssiggas. Doch selbst Insider kritisieren einige dieser Aktivitäten als PR-Maßnahme und Greenwashing. Die Branche steht an einem Wendepunkt: Viele Menschen träumen von einer Kreuzfahrt, aber gleichzeitig sollen weder Umwelt noch Gesundheit leiden. Darauf muss die Branche reagieren.
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(Happy Worker) Dokumentation, Finnland 2022 Regie: John Webster Autor: Eveliina Kantola Musik: Olav Øyehaug Kamera: Sun Ryung Kim - Jarkko T. Laine
Arbeit ohne Sinn
Arbeit kann erfüllend sein - im Idealfall. Doch ziemlich viele Menschen mit Bürojobs sind in ihrer täglichen Arbeit todunglücklich. Klar, man könnte einwenden, die Unzufriedenheit dieser Angestellten sei hauptsächlich ein Problem der Ersten Welt. Sie haben einen sicheren, körperlich nicht anstrengenden Beruf, der oft auch noch relativ gut bezahlt wird - und auf der Welt gibt es viele Menschen, die in weit größerem Elend leben. Aber gehört die beispiellose Verschwendung menschlicher Ressourcen nicht trotzdem zu den großen Dramen unserer Zeit? ''Arbeit ohne Sinn'' erforscht die Gründe dafür, warum hochbezahlte Managerinnen und Manager so gerne Phrasen dreschen, abstrusen Managementmethoden folgen und zum Wohl der Aktionärinnen und Aktionäre das Betriebsklima vergiften. Laut einer Untersuchung von Gallup versuchen nur 13 Prozent der arbeitenden Bevölkerung ihren Job gut zu machen. 64 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dagegen ist ihr Job gleichgültig, sie wollen nur mit einem Minimum an Aufwand einigermaßen gut durch den Tag kommen. Ganze 25 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten gegen die Firma, bei der sie angestellt sind, weil sie ihre Tätigkeit hassen. Die Zahlen variieren von Land zu Land, aber der Trend lässt sich überall auf der Welt beobachten. Dass sie in ihrer Arbeit keinen Sinn finden können, macht viele Menschen sogar krank. In der Dokumentation berichten Patientinnen und Patienten mit Burnout von ihren Erfahrungen. Eingeordnet und kommentiert werden deren Aussagen vom verstorbenen Anthropologen und Aktivisten David Graeber und der in Berkeley ansässigen Pionierin der Burnout-Forschung, der Psychologin Christina Maslach.
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(Le monde et sa propriété) Unverletzlich und heilig Staffel 1: Episode 1 Gesprächsrunde, Frankreich 2021 Regie: Gérard Mordillat
Die Welt und ihr Eigentum
In Artikel 17 der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte wird das Eigentum als ''unverletzlich und heilig'' bezeichnet. Der Philosoph John Locke betrachtet Eigentum als ein natürliches Recht, für andere ist es eine Hervorbringung von Gesetzen. Es gibt keine allgemeingültige Definition von Eigentum, und in Europa versteht man darunter nicht unbedingt dasselbe wie in Afrika oder Asien. Eigentum hat eine Geschichte...
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(Le monde et sa propriété) Mein Körper gehört mir Staffel 1: Episode 2 Gesprächsrunde, Frankreich 2021 Regie: Gérard Mordillat
Die Welt und ihr Eigentum
Nach John Lockes Eigentumstheorie hat jeder Mensch ''ein Eigentum an seiner Person''. Interessant ist die Frage, ob dieses Recht auf Eigentum an der eigenen Person absolut ist oder ob es Grenzen unterliegt. Ist der von Frauenrechtlerinnen propagierte Slogan ''Mein Körper gehört mir'' wörtlich zu nehmen? Und mehr noch: Kann man Eigentümer am Körper eines anderen - eines Sklaven - sein?
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