arte Programm 07.11.

   
   Was läuft beim TV Sender arte

Was läuft 07.11. im TV-Programm von arte?

Das arte Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
05:30 Stadt Land Kunst
Infosendung ~45 Min
(Invitation au voyage) Zhang Daqians Kalifornien / Der Verdon / Salvador de Bahia Kunstmagazin, Frankreich 2020 Regie: Fabrice Michelin
Kalifornien, Inspirationsquelle für Zhang Daqian Der Sklavenaufstand von Salvador da Bahia Der Verdon: Von Menschen und Wasser Marias azorisches Zuckerbrot (1): Kalifornien, Inspirationsquelle für Zhang DaqianDer im Nebel versunkene Pazifik, vom Wind gezauste Zypressen, Riesenmammutbäume in der Sierra - Kalifornien bietet eine breite Farbpalette, von der sich der chinesische Maler Zhang Daqian inspirieren ließ. Hier erfand der Künstler, der in den 60er Jahren vor dem kommunistischen Regime in die USA floh, seinen Schaffensprozess neu: Statt vom Blick ließ er sich beim Führen des Pinsels fortan von seinen Emotionen leiten - einem direkten Fluss ''vom Herzen in die Hand''.(2): Der Verdon: Von Menschen und WasserIm südfranzösischen Département Alpes-de-Haute-Provence verläuft die Verdonschlucht. Wasser und Himmel haben dieselbe türkisblaue Farbe. Seit einigen Jahrzehnten zieht der Fluss Touristen aus aller Welt an. Welche Beziehungen haben die Menschen zu diesem wertvollen Wasserlauf? Die Einheimischen wissen, dass der Verdon sich die Menschen untertan gemacht hat und nicht umgekehrt ...(3): Marias azorisches ZuckerbrotIn Maia auf der Azoreninsel São Miguel gibt es ein echtes Handgemenge: Maria gegen Massa Sovada! Der Teig für das süße Hefebrot muss lange geknetet werden, bis er die richtige Konsistenz hat. Maria verdient eine Goldmedaille für diese portugiesische Spezialität!(4): Der Sklavenaufstand von Salvador da BahiaPelourinho ist eines der ältesten Viertel von Salvador da Bahia. Hier gibt es zahlreiche Bauwerke aus der Kolonialzeit, einem tragischen, aber identitätsstiftenden Kapitel der früheren Hauptstadt Brasiliens. Im 19. Jahrhundert wurde von hier aus der als ''Revolta dos Malês'' in die Geschichte eingegangener Sklavenaufstand vorbereitet, der das ganze Land bewegte ...
16:9
06:15 Als Selbstversorger auf dem Bambusfloß
Infosendung ~55 Min
(La biosphère de Corentin) Dokumentation, Frankreich 2021 Regie: Corentin De Chatelperron - Laurent Sardi
Der Ingenieur und Abenteurer Corentin de Chatelperron ist ein findiger Kopf, der sich immer zu helfen weiß. Seit Jahren durchquert er die Welt auf der Suche nach Lowtech-Innovationen, die auf der Grundlage von recycelbaren Materialien hergestellt werden, allen zugänglich sind und die Umwelt weitgehend schonen. Bei jedem Zwischenstopp und jeder Begegnung füllt sich Corentins Notizbuch mit neuen Erfindungen dieser Art: Seien es Pläne zum Bau eines Solar-Entsalzers, oder sei es eine Methode zur Kultivierung von Spirulina. Am Ende seiner Reise unterzieht Corentin etwa 30 dieser Lowtechs einem wagemutigen Test: Vier Monate lang experimentiert er zurückgezogen auf einem großen Bambusfloß in der thailändischen Phang-Nga-Bucht. Ganz allein inmitten des Wassers will er prüfen, ob die ausgewählten Lowtechs, in Kombination miteinander, die menschlichen Grundbedürfnisse abdecken können. Können sie energieaufwendige Hightech-Ausrüstungen ersetzen? Als wahrer ''Lifestyle-Erforscher'' macht er sich an die Verfertigung eines Ökosystems, das ihm vier Monate lang Essen und Trinken sowie die eigene Stromproduktion ermöglichen soll. Corentin hat seine schwimmende Plattform ''Biosphäre'' genannt, wie jene autarken, hightech-strotzenden Ökosysteme, die heute gebaut werden, um den Menschen zu anderen Planeten zu bringen. Doch vielleicht sollte uns Corentins ''Biosphäre'' daran erinnern, dass die zukunftsträchtigsten Lösungen keiner Himmelsstürmerei bedürfen, sondern auf der Erde zu finden sind ...
16:9
09:15 42 - Die Antwort auf fast alles
Infosendung ~25 Min
Was, wenn es keine Angst gäbe? Wissensmagazin, Deutschland 2021 Regie: Lucas Gries - Bettina Oberhauser
Die Angst zählt zu den ältesten Mechanismen unseres Körpers. Ohne sie wären wir als Menschheit nicht so weit gekommen und wohl längst ausgestorben. ''Am Berg ist die Angst meine wichtigste Überlebensversicherung'', sagt Alexander Huber, ein Extrembergsteiger, der im Hochgebirge an steilen Felsen ohne Absicherung klettert. Auch wenn die Angst uns Menschen einen evolutionsbiologischen Vorteil verschafft, kann sie für manche zur Belastung werden. Zu den überdurchschnittlich ausgeprägten Ängsten wie etwa Spinnen- oder Schlangenphobien gesellt sich in unserem modernen Social-Media-Zeitalter eine neue Angst hinzu: die Angst, etwas zu verpassen. Und damit nicht genug: Wenn die Angst außer Kontrolle gerät, können sich ernsthafte Angststörungen entwickeln.Wie stark uns die Angst im Griff hat, hängt sehr von individuellen Umständen ab, weiß Angelika Erhardt. Am Max-Planck-Institut für Psychiatrie erforscht sie nicht nur, warum Angststörungen entstehen, sondern auch, welche Auswege aus der krankhaften Angst führen. Doch was, wenn der Schlüssel dafür unser eigenes Bewusstsein wäre? ''Jeder von uns hat sein eigenes Angstschema. Eine Art Sammlung der Erinnerungen, die wir im Laufe unseres Lebens über Angst und Bedrohung erworben haben'', sagt der Neurowissenschaftler Joseph LeDoux und ergänzt: ''Die gute Nachricht ist: Wenn sich die Angst in unseren Gedanken abspielt, dann können wir sie in den Griff kriegen. Denn unsere Gedanken können wir ändern.''
Untertitel16:9



Programm - Nachmittag

 



Programm - Abend

 
19:30 Kasachstan - Sterne, Steppe, Stutenmilch
Infosendung ~45 Min
(Kasachstan. Sterne, Steppe, Stutenmilch) Reisemagazin, Deutschland 2019 Regie: Till Lehmann
Kasachstan ist ein riesiges, geheimnisvolles Land in Zentralasien, fast acht Mal so groß wie Deutschland. Eine Region der Extreme zwischen uralter Nomadentradition, den Resten der sowjetischen Supermacht und dem Aufbruch in die Moderne. Der bildstarken Dokumentation gelingt ein Blick in das streng abgeriegelte Sternenstädtchen Baikonur. Als geheimes Testgelände 1955 gegründet, war Baikonur der Startplatz für die sowjetische Weltraummission. Noch immer starten hier 20 Raketen pro Jahr ins All. Dorthin zu reisen, das wünscht sich auch die 17-jährige Anna Novikova. Sie geht auf die Internationale Kosmonautenschule. Wer raus zum streng bewachten Raketenstartgelände will, muss in den sogenannten ''Motovoz''-Pendlerzug steigen. Anar Sydykova ist eine von sechs Schaffnerinnen, die fürs Sperrgebiet eine Sondergenehmigung haben. Was aus Kasachstan gar nicht wegzudenken ist, sind die kasachischen Pferde - rund 1,7 Millionen von ihnen leben in den weiten Steppen. Azat Kurmanbajev besitzt 250 dieser Tiere. Er ist Stutenmilchproduzent und liefert damit ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Außerdem gilt Stutenmilch als natürliches Antibiotikum. Im Osten des Landes bringt der Steppenwind eine riesige Düne zum Singen. Diese Töne will Zhanar Doskalieva einfangen, denn sie ist Geräuschemacherin bei Kasachfilm. Im Westen Kasachstans liegt der Aralsee, Schauplatz einer der weltweit größten Umweltkatastrophen. Seit etwa 1960 trocknete der See zunehmend aus. Nun aber sorgt der Kokaral-Staudamm dafür, dass der Wasserspiegel wieder steigt. So können die Fischer mit ihren Booten wieder hinausfahren, wie diese Dokumentation in beeindruckenden Bildern zeigt. Länder – Menschen – Abenteuer ist eine Dokumentationsreihe von SWR Fernsehen, WDR Fernsehen und NDR Fernsehen. Seit 1975 werden 45-minütige Dokumentationen über fremde Kulturen produziert, pro Jahr etwa 12 bis 15.
Untertitel16:9
21:45 Apocalypse Now
Spielfilm ~175 Min
Antikriegsfilm, USA 1979 Regie: Francis Ford Coppola Autor: Joseph Conrad - John Milius Sound: Richard Beggs Musik: Carmine Coppola - The Doors - Mickey Hart Kamera: Vittorio Storaro
Saigon 1969. Hauptmann Willard (Martin Sheen) von den Special Forces wird vom CIA beauftragt, Oberst Walter E. Kurtz (Marlon Brando) aufzuspüren und zu liquidieren. Kurtz, ein brillanter Karrierist mit hohen geistigen und moralischen Qualifikationen, ist im Dschungel abtrünnig geworden und führt mit seinen Getreuen ein barbarisches Regime, jenseits der Strategien der US-Streitkräfte. Mit einem kleinen Patrouillenboot tritt Willard seine Fahrt flussaufwärts zu Kurtz'' mutmasslichem Aufenthaltsort im Urwald an. Die Besatzung des Boots besteht aus blutjungen Soldaten, die zwischen Naivität, Panik und Aggression schwanken. Unterwegs macht Willard die Bekanntschaft von Oberstleutlant Kilgore (Robert Duvall), einer Kriegsgurgel von altem Schrot und Korn. Zu den bombastischen Klängen von Wagners ''Ritt der Walküren'' lässt Kilgore die Helikopter seiner Luftkavallerie ein kleines vietnamesisches Dorf in Schutt und Asche legen und schickt seine Soldaten mitten im Geschosshagel surfen. Willard wundert sich: Wenn ein Spinner wie Kilgore für die Armee tragbar ist, wie ist es dann erst Kurtz? Je tiefer Willard und seine Eskorte in den Dschungel an der Grenze zu Kambodscha eindringen, umso unwirklicher wird der Krieg: Playboy-Häschen unterhalten die Truppen, drogenbenebelte Soldaten schiessen ziellos in die undurchdringliche Finsternis. Und in deren Herz verbirgt sich Oberst Kurtz, dessen Konfrontation mit Willard nur einer von beiden überleben wird. Die Grundidee von ''Apocalypse Now'' - die Verquickung einer Vietnamkriegs-Allegorie mit Motiven aus Joseph Conrads ''Heart of Darkness'' - wurde bereits 1969 von Francis Ford Coppola und John Milius ins Auge gefasst und zehn Jahre später unter schwierigsten Bedingungen umgesetzt. Der schwergeprüfte Hauptdarsteller Martin Sheen überzeugt als Willard, der seine Odyssee als staunender Beobachter antritt und allmählich selbst seine finstere Seite erkennen muss; Marlon Brando hat als Kurtz nur wenige Szenen, erfüllt diese jedoch eindrucksvoll mit seiner gewaltigen Präsenz; Robert Duvall gibt den kriegslüsternen Kilgore mit letzter Konsequenz, während Dennis Hopper als manischer Fotograf einen seiner wenigen markanten Auftritte in den 1970er-Jahren hatte. Als blutjunger Soldat Clean ist der damals 14-jährige Laurence Fishburne (''The Matrix'') zu sehen, und Harrison Ford ist ebenfalls kurz mit von der Partie. Im Jahre 2019, zum 40. Geburtstag des Filmes, schnitt Regisseur Coppola einen Director''s Cut, eine letztgültige Fassung, die nach aufwändiger HD-Restauration jetzt mit brillanter Bild- und Tonqualität überzeugt. Nach der ''Apocalypse Now - Redux''-Fassung, wo Coppola und sein legendärer Cutter Walter Murch den Film von der Rohfassung ausgehend neu geschnitten und dabei ganze 49 Minuten Originalaufnahmen neu integriert hatten, ist der Film nun wieder etwas kürzer. Der Film in seiner aufgefrischten, audiovisuellen Kraft ist aber abseits der Frage um seine endgültige Fassung sowieso ein einzigartiges Erlebnis.
16:9