tag24HD Programm 04.02.

   
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Was läuft 04.02. im TV-Programm von tag24HD?

Das tag24HD Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
01:20 Weltreisen
Infosendung ~30 Min
(Weltbilder) Schmelzende Gletscher - Streit um Grönlands Zukunft Auslandsmagazin, Deutschland 2022
Ein Dutzend Hunde jagt durch die eisige Landschaft Grönlands. Hinter ihnen sitzen Ane Sofie und Flemming Lauritzen und lenken das Gespann, genau wie viele Generationen vor ihnen. Das Paar aus Ilulissat pflegt Grönlands uralte Tradition. Doch diese ist bedroht. ''Viele können sich die Hunde nicht mehr leisten'', erzählen die beiden. ''Und oft ist es zu warm, die Winter sind zu kurz und es fehlt an ausreichend Schnee.'' Der Klimawandel verändert die größte Insel der Welt. Während Ane Sofie und Flemming versuchen, das Vermächtnis der Inuit zu wahren, wächst im Süden bei einigen die Sehnsucht nach Fortschritt. Pavia Rohde etwa hofft, dass seine Heimat Narsaq von steigenden Temperaturen profitieren kann, wenn unter den schmelzenden Gletschern verborgene Schätze zum Vorschein kommen. ''Seltene Erden und kostbare Mineralien werden hier in den Bergen vermutet'', sagt er. ''Kommt die Mine, kommen auch wieder Jobs hierher.'' Tatsächlich ist kaum ein Flecken Erde so reich gesegnet mit Bodenschätzen. Seit Jahren haben internationale Minengesellschaften ein Auge darauf geworfen. So ist über Grönlands Zukunft ein Streit entbrannt. Wie viel darf die Freiheit des Landes kosten, das immer noch von Dänemark abhängig ist? Wie wertvoll sind überlieferte Traditionen und der Schutz der einzigartigen Natur? ARD-Korrespondent Christian Blenker war unterwegs mit Hundeschlitten und Helikoptern, er traf coole Typen mit heißen Herzen für ihre geliebte Heimat, das unvergleichliche Grönland.
01:50 Unterwegs im Westen
Infosendung ~30 Min
Frauen an den Herd? Gesellschaftsreportage, Deutschland 2020
Restaurantküchen haben ihre eigenen Gesetze mit brutalen Arbeitszeiten, extremer Belastung und Schlafmangel für das Personal. Es herrscht ein rauer Ton, wer in der Hierarchie weiter unten steht, muss viel einstecken können. Sind das die Gründe, warum vor allem in der Spitzengastronomie, wo der Druck am größten ist, noch immer kaum Frauen am Herd stehen? Immerhin: Langsam wandelt sich die Branche - auch dank aufstrebender Jungköchinnen, die einen neuen Ton in der Spitzenküche anschlagen. Reporterin Maike von Galen hat drei Frauen am Herd begleitet: Julia Komp erkochte sich in Kerpen als jüngste Frau Deutschlands einen Stern, entschied dann aber: Das reicht ihr nicht. Ein Jahr lang reiste sie um die Welt, ist nun zurück in Köln, um ihr erstes eigenes Restaurant zu eröffnen. Ihr ehrgeiziges Ziel: Zwei Sterne. Erika Bergheim kocht bereits seit vielen Jahren im Schloss Hugenpoet in Essen auf Sterneniveau - sie kennt Spitzenküchen noch aus einer Zeit, als ''die Töpfe flogen'', wie sie selbst sagt. Tess Ebner macht im Düsseldorfer Sternerestaurant ''Fritz Frau Franzi'' ihre ersten Schritte in die Spitzengastronomie: Die Auszubildende ist dort die einzige Frau in der Küche. Was motiviert diese drei Frauen, warum haben sie sich diesen Job ausgesucht? Und warum ist Kochen privat zwar häufig noch Frauensache, aber in den Spitzenküchen Männerdomäne?




Programm - Abend

 
20:45 China inside: Winterspiele mit Widersprüchen
Infosendung ~30 Min
Dokumentation, Deutschland 2021
Die aufstrebende Weltmacht China lädt zu den Olympischen Wettkämpfen ein. Nach den Sommerspielen 2008 in Peking folgen jetzt die Winterspiele 2022, das hat noch kein Land zuvor geschafft. Die Berge nahe Peking sind zwar nicht sonderlich hoch und schneien tut es dort auch nur selten, aber China sieht darin die Chance, aus dem Nichts ein renommiertes Skiresort aufzubauen. China möchte die Welt begeistern mit gut ausgebauten und zuverlässig beschneiten Skipisten, Skischanzen und einer neu gebauten Bobbahn. Auch das eigene Volk soll motiviert werden: Bis zum nächsten Jahr, so Staats- und Parteiführer Xi Jinping, sollen 300 Mio. Chinesen zu Wintersportlern werden. Die Olympischen Spiele finden in einer streng abgeriegelten Bubble statt. Die Ein- und Ausgänge zum Skigebiet werden ebenso rigoros bewacht wie Staatsgrenzen, so die offizielle Ankündigung. Denn weiterhin fordert China bei jeder Einreise mindestens zwei Wochen überwachte Quarantäne. Die Volksrepublik ist inzwischen das einzige Land weltweit, das an einer strikten Null-Covid-Strategie festhält. Die große Mehrheit der Bevölkerung befürwortet dieses Vorgehen. Das durch die Staatspresse verbreitete Narrativ hat verfangen: Während die Welt unter den Folgen der Pandemie leidet, ist China der einzige sichere Ort. Doch politische Sicherheit gibt es in China nur für Menschen, die mit der kommunistischen Führung konformgehen. Das spüren vor allem die Einwohner von Hongkong und Xinjiang. Für die Sonderverwaltungszone Hongkong gilt nunmehr ein Sicherheitsgesetz, das jede Opposition unterdrückt, die völkerrechtlich garantierten Freiheitsrechte gelten nur noch auf dem Papier. In der Region Xinjiang hat Chinas Regierung einen Polizeistaat und ein Lagersystem errichtet und unterdrückt die muslimische Bevölkerung. Mehrere ausländische Regierungen werfen Peking einen schleichenden Völkermord an den Uiguren vor und fordern einen Boykott der Spiele. Möglicherweise verzichten einige westliche Staaten auf die Entsendung offizieller Delegationen. Die Reportage wird mehrere Menschen in China begleiten: Lang Enge etwa wohnt im Austragungsort der Alpin-Ski-Rennen in Yanqing. Er war ein Schafswirt, doch den Ruf von Xi Jinping nach Begeisterung für die Olympischen Spiele hat er sich zu Herzen genommen. Er hat seine Schafe verkauft und andere Bauern motiviert, das Skifahren zu lernen. Inzwischen hat er ein Team zusammen, das im Sommer mit Trockenübungen, im Winter im Schnee den Mitgliedern vom Nachbarschaftskomitee der kommunistischen Partei aus seinem Ort das Skifahren beibringt. Sun Weibo ist selbst Ski-Profi - allerdings auf der nationalen Ebene. Seit Oktober trainiert sie in Zhangjiakou, dem Austragungsort der meisten Skidisziplinen während Olympia. Sie nimmt den Zuschauer mit auf die Hütten im Ski-Ort, in denen es die typischen chinesischen Gerichte wie z.B. Nudelsuppe gibt. Abends geht es in die Karaoke-Bar - Après-Ski Gaudi auf Chinesisch. Mit Sun Weibo erlebt der Zuschauer auch die strikte Corona-Bekämpfung. Tägliche PCR-Tests, Reisebeschränkungen und Corona-App-Überwachung, zudem eine Grenze mitten durchs Dorf - zwischen Olympia-Bubble und normalem China. Etwa 15 Mio. Ski-Sportler gibt es bereits in China. Die Zahl wächst rasant. Das Unternehmen SnowHow aus Südtirol will von dem Boom profitieren. In Einkaufszentren an den teuersten Orten der Großstädte haben sie Mini-Pisten aufgebaut und bereiten die Kinder der aufstrebenden Mittelschicht auf die ersten Schwünge im Schnee vor. SnowHow beschäftigt bereits 200 Indoor-Skilehrer in Vollzeit - und das Geschäft wächst. Mit von der Partie ist auch der Supervisor-Skilehrer Jan Holte aus Hamburg. Er erklärt den Unterschied zwischen alpiner und chinesischer Skikultur. Genug Schnee zum Skifahren gibt es in Peking fast nie. Unmengen an Energie und etwa 185.000 Kubikmeter Wasser soll dafür verwendet werden, alle Pisten für Olympia künstlich zu
21:30 Spiel mit dem Feuer - Wer braucht noch dieses Olympia?
Infosendung ~45 Min
Dokumentation, Deutschland 2021
Eigentlich hat im Vorfeld alles gegen die chinesische Hauptstadt als Gastgeber der Olympischen Winterspiele gesprochen: Weder ist Peking eine Wintersportregion, noch werden in China die Menschenrechte geachtet. Dem IOC war das offenkundig egal. Auch Themen wie Nachhaltigkeit, Meinungsfreiheit oder Klimaschutz wurden beiseitegeschoben. Es geht um Macht und Profit, statt um die olympische Idee und deren Werte. Doch immer mehr Athletinnen und Athleten melden sich zu Wort und fordern eine Reform der Olympischen Spiele. Ein Vorreiter dabei ist ARD-Olympia-Experte Felix Neureuther, der den olympischen Geist sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen hat. Seine Mutter Rosi Mittermaier gewann bei den Winterspielen 1976 in Innsbruck zwei Goldmedaillen, Vater Christian nahm als Skifahrer drei Mal an Olympia teil. Auch Felix lebte seinen Olympischen Traum, auch wenn es nie zu einer Medaille reichte. Für ihn sind Winterspiele in Peking der Gipfel der Absurdität. Im Film geht er Fragen nach wie: Welche Spiele erwarten uns in Peking? Wie konnte es zu dieser Entscheidung kommen? Wofür steht Olympia überhaupt noch? Wie finanziert sich das Mega-Event? Und was kommt von den Milliarden bei den Sportlern an? Welche Wirkung für den Breitensport und als sozialer Kitt haben Olympische Spiele noch - und gibt es eine Chance auf faire, nachhaltige und klimafreundliche Spiele? Auf der Suche nach Lösungsansätzen trifft Felix Neureuther Wissenschaftler, Kritiker und Visionäre. Er tauscht sich mit Uigurinnen aus, die ihm von Verfolgung, Folter und Mord berichten. Er trifft Insider und bekommt intensive Einblicke in das ''System IOC'' und dessen starre, autokratische Strukturen. Und er trifft Sportlerinnen und Sportler, deren Existenzen von der Teilnahme an den Olympischen Spielen abhängen, weil sie nur dadurch ausreichend Sponsorengelder bekommen. Die meisten Sportlerinnen und Sportler wissen um die Diskrepanz zwischen Schein und Sein und hegen dennoch den großen Traum, einmal dabei zu sein - ein Spagat.