tag24HD Programm 24.10.

   
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Was läuft 24.10. im TV-Programm von tag24HD?

Das tag24HD Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
01:20 China
Infosendung ~45 Min
Überwachungsstaat oder Zukunftslabor? Auslandsmagazin, Deutschland 2021
China baut ein digitales Überwachungssystem auf, das Kritiker als ''das ehrgeizigste orwellsche Vorhaben der Menschheitsgeschichte'' bezeichnen. Dabei entsteht eine ''schöne neue Welt'', in der sich die Bürger Annehmlichkeiten, Vergnügungen, Konsum und damit fast unmerklich auch der totalen Kontrolle hingeben. Denn beim Staat laufen gigantische Datenmengen zusammen. Im sogenannten ''Gehirn'' von Shanghai etwa haben die Behörden alles im Blick. Auf riesigen Bildschirmen können sie sich auf jede der rund eine Million Kameras schalten. Wem fallen am Steuer die Augen zu? Wer schmeißt seinen Müll neben den Eimer? Oder hält sich nicht an Corona-Auflagen? ''Den Menschen hier soll es gut gehen und sie sollen merken, dass die Stadt sehr sicher ist,'' meint Sheng Dandan, die das ''Gehirn'' mitkonzipiert hat. Wo wir Risiken fürchten, sehen laut Umfragen die meisten Chinesen Vorteile: Wenn Algorithmen jeden Bürger an seinem Gesicht, seiner Sprache und sogar an seinem Gang lokalisieren können, haben Raser und Rüpel, Betrüger und Verbrecher keine Chance. Und hat China nicht sogar das Coronavirus besiegt - auch dank effizienter Apps? Außerdem ist es ja auch so schön bequem, wenn man alles mit dem Smartphone erledigen kann. Wer mitmacht und sich an alle Regeln hält, bekommt online zudem einen Discount - dank des Sozialbewertungssystems. Die Bequemlichkeit schafft Akzeptanz. Das macht BIG DATA so attraktiv, nicht nur in China. Manches wird auch bei uns heiß begehrt sein, das zeigt nicht nur die Debatte um die Corona-App. Wenn Kriminalität sinkt oder der Verkehr fließt, liegen Gut und Böse oft gefährlich nahe beieinander. Der Nutzen ist hoch, doch woher kommen die dafür benötigten Daten? Wem gehören sie? Wer darf sie nutzen?



Programm - Nachmittag

 
16:30 W wie Wissen Spezial
Infosendung ~30 Min
(W wie Wissen - Spezial) Was ist gut an ... Scheitern? Wissensmagazin, Deutschland 2021
Früher oder später scheitern wir alle mal im Leben - sei es bei einer Prüfung, in der Liebe, bei Kleinigkeiten im Alltag oder auch mal bei ganz großen Herausforderungen. Aber ist Scheitern immer nur schlecht? Oder kann daraus auch etwas Gutes entstehen? Martin ist gescheitert - und er ist komplett selbst schuld daran. Der 31-Jährige hat im Darknet einen Online-Marktplatz betrieben. Zwischen 2014 und 2017 werden auf seinem ''Wallstreet Market'' vor allem Drogen in Millionenhöhe verkauft. Martin alias ''TheOne'' verdient dabei rund 7 Millionen Euro in Bitcoin. Doch dann platzt sein Imperium, 2019 wird er verhaftet. Jetzt drohen ihm bis zu 15 Jahre Gefängnis und er hat mehrere hunderttausend Euro Schulden. Wir begleiten Martin zu seinem Prozess. Wie wird er den Urteilsspruch des Richters aufnehmen? Und kann es ihm gelingen, aus seinem Scheitern etwas Gutes zu machen? Wie wir mit Scheitern und persönlichen Krisen umgehen, ist uns bereits in die Wiege gelegt. Zu etwa 30 bis 50 Prozent ist unser Umgang mit Stress in unseren Genen angelegt, schätzen Forscher:innen. Alles andere wird durch das Umfeld, durch Erziehung und Erfahrungen bestimmt. Wer als Kind gelernt hat zu scheitern, kann später besser mit Rückschlägen umgehen. Und die Forschung weiß: Diese Fähigkeit zur Resilienz lässt sich das ganze Leben lang üben und weiterentwickeln. Scheitern kann uns also dabei helfen, unsere innere Stärke zu trainieren, neue Wege zu gehen und psychisch gestärkt aus Krisen hervorzugehen. Wird das auch Martin gelingen?



Programm - Abend

 
19:30 made in Südwest
Infosendung ~30 Min
50 Kisten Neuanfang - Wie Gemüselenz aus der Krise erwuchs Unternehmerporträt, Deutschland 2021
Thomas Pütz aus Bad Neuenahr hat etwas geschafft, was er manchmal selbst kaum glauben kann. Als anfangs die Koordination der Hilfe im Ahrtal überhaupt nicht funktionierte, nahm Pütz die Dinge selbst in die Hand. Mit seinem Kompagnon Marc Ulrich rief der Besitzer eines Sanitätshauses in Bad Neuenahr kurz nach der Flut-Katastrophe den ''Helfer-Shuttle'' für sein arg gebeuteltes Heimattal ins Leben. Anfangs an einem Campingtisch mit einer Handvoll Helfer. Mittlerweile transportiert er an Wochenenden bis zu 3.000 Helfer ins Ahrtal. Das Orga-Team umfasst gut 50 Personen, beim abendlichen Catering im großen Zelt werden bis zu 2.000 Essen ausgegeben. Alles auf Spendenbasis, ohne staatliche Unterstützung. Thomas Pütz ist immer wieder überwältigt von der Hilfsbereitschaft: ''Wir haben hier jeden Tag die Hölle und den Himmel auf einem Fleck'', erzählt er, ''wir haben hier Menschlichkeit erfahren, die ich schon lange verloren geglaubt habe''. Und das empfinden auch die vielen freiwilligen Helfer so. Abends beim gemeinsamen Essen im Camp ist die positive Energie überall spürbar, fast wie auf einem Rockkonzert. Und ähnlich wie auf Musikfestivals übernachten auch viele der freiwilligen Helfer in Zelten und Wohnwagen auf einem von verschiedenen Firmen kostenfrei zur Verfügung gestellten Industriegelände. Die Helfer kommen auch aus dem Ausland ins Ahrtal um zu helfen, aus Frankreich, Österreich, der Schweiz, den Beneluxstaaten, sogar aus den USA und Kanada. Und viele kommen nicht nur einmal, sondern immer wieder. Immer mittendrin: Thomas Pütz, der mit seinem Betrieb selbst von der Flutkatstrophe gebeutelt wurde - und jetzt ein großes Ziel vor Augen hat: ''Wir müssen unsere Heimat reparieren. Und hier wird erst aufgehört, wenn wir damit fertig sind''.