tag24HD Programm 10.08.

   
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Das tag24HD Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

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Programm - Vormittag

 




Programm - Abend

 
19:15 Der Abzug
Infosendung ~45 Min
Die Afghanistan-Mission und was davon bleibt Dokumentation, Deutschland 2021 Regie: Sibylle Licht - Markus Spieker
Nach fast 20 Jahren endet der Einsatz in Afghanistan. Der Krieg, der offiziell keiner war, dauerte länger und war verlustreicher als jede andere Bundeswehr-Mission. 59 Soldaten verloren ihr Leben, die Kosten werden auf über 20 Milliarden Euro geschätzt. Die Bilanz fällt zwiespältig aus. Zwar ist das ursprüngliche Ziel erreicht und die Terrorgruppe Al-Qaida in Afghanistan ausgeschaltet. Frauen können an vielen Orten studieren und sogar mitregieren. Die Infrastruktur wurde ausgebaut. Aber ein Großteil der Hilfsgelder ist in den Händen korrupter Politiker gelandet, und wurde statt in Schulen etwa in Dubai-Luxusvillen investiert. Die Taliban rücken scheinbar unaufhaltsam vor. Droht dem Land das gleiche Schicksal wie vor 40 Jahren nach dem Abzug der Russen, als wenige Jahre später eine finstere Religionsdiktatur errichtet wurde? Sibylle Licht und Markus Spieker, die als Südasien-Korrespondenten seit 2015 über Afghanistan berichtet haben, begleiten den Abzug der Bundeswehr, die Räumung des Lagers in Mazar-e Sharif und die Ankunft der letzten Einheiten in der Heimat. Sie blicken aber auch zurück auf die anfänglichen Erfolge bei der Friedenssicherung und dann das blutige Comeback der Taliban und geben ein Resumee der letzten Jahre, in denen sich die Bundeswehr auf Beratung und Ausbildung beschränkte. Soldaten und Soldatinnen erzählen von ihren Erfahrungen, den Narben und den Lehren. Zu Wort kommen Politiker, die den Einsatz verantwortet und begleitet haben, den Ex-Verteidigungsminister Franz Josef Jung und der Grünen-Verteidigungsexperte Winfried Nachtwei, aber auch Afghanen, die sehr unterschiedliche Erfahrungen mit dem Krieg gemacht haben: Zwei Schwestern, die in der Nähe des Bundeswehr-Camps die einzige frauengeführte Universität des Landes betreiben; Hilfskräfte, die sich vor der Rache der Taliban fürchten und nach Deutschland kommen wollen. Gleichzeitig gibt es Entwicklungshelfer, die ausharren wie Stefan Recker von der Caritas, der in entlegenen Provinzen praktische Unterstützung leistet. Und schließlich ziehen auch Experten ihr Resümee: Thinktank-Betreiber Thomas Ruttig, der schon den Abzug der Russen mitverfolgte, und der Militärhistoriker Sönke Neitzel. Wie haben sich die Bundeswehr, Deutschland insgesamt und Afghanistan durch den Einsatz verändert - das beschreibt die Dokumentation ''Der Abzug''.
21:45 Keine Kohle, keine Klassenfahrt, keine Chance?
Infosendung ~30 Min
Kinderarmut in Deutschland Gesellschaftsreportage, Deutschland 2021
''Sie sagen zwar immer, es kommt nicht darauf an, wo du herkommst, aber es kommt gerade drauf an, wo du herkommst'', sagt der 17-jährige Mert aus Berlin-Neukölln. Jedes fünfte Kind in Deutschland wächst in Armut auf - mit denkbar schlechten Zukunftschancen. Das Problem ist seit Jahren bekannt - der Staat zahlt Milliarden für familienpolitische Leistungen - doch unsere Gesellschaft spaltet sich trotzdem immer mehr in arm und reich. Warum ändert sich nichts? Wer weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens hat, gilt als arm, das ist die Definition. Arm sein bedeutet in Deutschland vor allem soziale Ungleichheit. Es kann schnell gehen, dass jemand in finanzielle Not gerät: Krankheit, Jobverlust oder Trennung. Die alleinerziehende Tanja H. aus Köln verlor durch einen Hörsturz verbunden mit einem Burnout ihre Arbeit und lebt mit ihrer 15-jährigen Tochter Kilia von Arbeitslosengeld. Für Kino, Konzerte, Freibad oder Kilias Hobbys reicht das monatliche Budget nicht. Arme Kinder und Jugendliche sind auf kostenlose Freizeitangebote angewiesen. Doch viele Jugendzentren werden von Land und Kommunen nicht ausreichend ausgestattet. Im Kölner Don Bosco Club wurden z. B. Stellen gestrichen, sogar die Kirche schickt keine Mitarbeiter mehr. Der Kölner Pfarrer Hans Mörtter versucht, das Problem von armen Kindern abzufedern, indem er Spenden sammelt und an Familien verteilt. Er will sich an die Politik wenden. Denn soziale Ungleichheit ist ein strukturelles Problem. Die Politik wird es nicht alleine lösen können, aber sie könnte endlich einen Anfang machen.
22:15 Marktcheck checkt... Tchibo
Infosendung ~45 Min
(Marktcheck checkt ...) Verbrauchermagazin Verbrauchermagazin, Deutschland 2021 Moderation: Hendrike Brenninkmeyer
Tchibo Tchibo ist heutzutage nicht nur für Kaffee bekannt, sondern auch für ein riesiges Angebot an Non-Food-Produkten. Unter dem Motto ''Jede Woche eine neue Welt'' bietet Tchibo seinen Kunden ein wöchentlich wechselndes Sortiment an Gebrauchsartikeln. Von Mode und Schmuck über Sportartikel, Möbel, Wohnaccessoires, Küchenzubehör und Unterhaltungselektronik ist alles dabei. Rein rechnerisch besitzt jede zweite Frau einen Tchibo-BH und in jedem zweiten Haushalt steht ein Spargeltopf des Unternehmens. Doch wie hat es Tchibo geschafft, zu einem der größten Konsumgüter- und Einzelhandelsunternehmen in Deutschland zu werden? Und wie gut ist die Qualität der Produkte tatsächlich? ''Marktcheck'' vergleicht mit Hilfe einer Stuttgarter Yoga-Gruppe eine Tchibo-Kollektion, bestehend aus Trainingshose, Shirt und Sport-BH, mit Produkten der Konkurrenz. Die Kleidungsstücke werden im Labor einem Härtetest unterzogen. Zudem probieren Camping-Urlauber Reise-Artikel aus, die bei Tchibo im Angebot sind: vom ''WLAN to go''-Router bis zum fahrbaren Tischkicker mit integrierter Kühlbox und Flaschenöffner. Nicht fehlen darf natürlich der Kaffee. In der Kaffeemanufaktur in Mainz vergleichen Experten die ''Feine Milde'' von Tchibo mit milden Kaffee-Produkten der Konkurrenz. Doch wo kauft Tchibo seinen Kaffee überhaupt ein und wie nachhaltig wird er dort angebaut? Wie fair sind die Arbeitsbedingungen dort oder bei der Textilproduktion in Bangladesch? ''Marktcheck'' checkt Tchibo.