tag24HD Programm 28.05.

   
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Was läuft 28.05. im TV-Programm von tag24HD?

Das tag24HD Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

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Programm - Vormittag

 
08:15 Wie das Auto den Südwesten eroberte
Infosendung ~45 Min
1. Die Anfangsjahre Staffel 1: Episode 1 Geschichtsdoku, Deutschland 2018
Im Südwesten liegt das Zentrum der Autoindustrie. Ohne die Erfindung von Carl Benz sähe die Welt heute ganz anders aus. Der Film ''Wie das Auto den Südwesten eroberte'' von Achim Scheunert zeigt interessante Aspekte aus der Geschichte des Automobils. Er blickt aber auch nach vorne und sucht nach Antworten auf die Frage nach der Zukunft der Mobilität, insbesondere in Zeiten von Dieselskandal und Feinstaubalarm. Die 90-minütige Doku liefert damit einen spannenden wie unterhaltsamen Beitrag zur aktuellen Debatte. Die Ausstrahlung ist am 18. Februar 2018 um 20:15 Uhr im SWR Fernsehen. Fluch und Segen: das Automobil Der Südwesten ist Autoland: Carl Benz machte hier seine bahnbrechende Erfindung und legte damit den Grundstein für die Automobil- und Zulieferindustrie. Von der hängt heute der Wohlstand der ganzen Region ab. Umso bedrohlicher ist die gegenwärtige Krise des Autos. Dieselskandal und Feinstaubalarm haben das Vertrauen in Industrie und Politik erschüttert. Wie konnte es soweit kommen? Der Film sucht nach Antworten. Vom Luxusgut zum Massenprodukt In Deutschland war das Automobil lange Zeit ein nahezu unerschwingliches Luxusobjekt. Erst durch die Massenmotorisierung der 50er und 60er Jahre kam es bei allen Menschen an. Im Automuseum Dr. Carl Benz in Ladenburg gibt Gründer Winfried Seidel Einblicke in die Anfangsjahre des Autos. Und Professor Dr. Kurt Möser vom Karlsruher Institut für Technologie erklärt, wie die Autoindustrie im Südwesten so erfolgreich wurde. Ein Grund: Gute Ideen setzen sich oft durch. So wie Porsche mit seinen Sportwagen. Und Alexander Bohnet ist, wie er sagt, ''mit dem Unimog-Virus infiziert''. Warum, zeigt sich beim Einsatz des Allzweckfahrzeugs im Gelände. Autofreundliche Politik versus Bürgerengagement Im Südwesten ist das Auto der Motor des Wohlstands. Gerät die Autoindustrie in die Krise, hilft der Staat mit autofreundlicher Politik. Das kommt aber nicht bei allen gut an. Anfang der 70er Jahre verhinderte Günther Bentele den Abriss der Altstadt von Bietigheim, die man autogerecht umbauen wollte. Wolf Hockenjos kämpfte damals erfolgreich gegen die Schwarzwaldautobahn. Susanne Jallow lebt am Stuttgarter Neckartor. Wegen der schlechten Luft dort verklagt sie den Oberbürgermeister. Dieselskandal, Feinstaub- und Stickoxidbelastung führten in die aktuelle Vertrauenskrise. Karl-Heinz Büschemann beobachtet die Autoindustrie seit vielen Jahren für die Süddeutsche Zeitung. Für den Experten steht momentan die Zukunft der Branche auf dem Spiel.
09:15 Schwarzer Schatten
Infosendung ~45 Min
Der Serienmörder Niels Högel Dokumentation, Deutschland 2022
Schwarzer Schatten
Es ist die größte Mordserie in der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte. Fast fünf Jahre lang tötete der Pfleger Niels Högel in Oldenburg und Delmenhorst Patientinnen und Patienten. Das Landgericht Oldenburg hat Högel 2019 wegen Mordes in 85 Fällen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe unter Feststellung der besonderen Schwere der Schuld verurteilt, doch die Ermittler sind sich sicher, dass dies nur die Spitze des Eisbergs ist. Wie konnte der Pfleger so lange unbehelligt töten und wer trägt noch Verantwortung? Seit Mitte Februar 2022 müssen sich erstmals sieben ehemalige Vorgesetzte des Pflegers vor Gericht verantworten. Der Vorwurf: Totschlag durch Unterlassen sowie Beihilfe zum Totschlag durch Unterlassen. ''Schwarzer Schatten - Der Serienmörder Niels Högel'' in der ''Story im Ersten'' befasst sich mit dieser beispiellosen Mordserie und spricht dafür erstmals mit dem Ermittler der ersten Stunde, Oliver Lenz, einer ehemaligen Kollegin, Sylvia Offermanns-Ohnesorge und seinem damaligen Freund Matthias Corssen, der erst an Niels Högels Unschuld glaubte und dann erfuhr, dass er selbst zum Opfer wurde. Durch die von Regisseur Steffen Hudemann und Regisseurin Liz Wieskerstrauch geführten Interviews mit Angehörigen, Überlebenden, Kolleginnen und Kollegen, Ermittlern, Staatsanwältinnen, -anwälten, Expertinnen und Experten ergründet die Dokumentation, wie es zu dieser Mordserie kommen konnte und beschreibt gravierende Versäumnisse und Missstände. Statistiken, die klar aufzeigen, dass Niels Högel bei den meisten Reanimations- und Sterbefällen im Dienst war, führen nicht zu Konsequenzen. Trotz des aufkeimenden Verdachts, dass er Patientinnen und Patienten in reanimationspflichtige Zustände versetzt, um sich bei der darauffolgenden Reanimation als Retter zu profilieren, reagieren die Vorgesetzten nicht. Ist die Vorstellung, dass ein Pfleger mordet, zu grausam? Stehen wirtschaftliche Interessen im Vordergrund? Ist der eigene Ruf wichtiger als das Leben der Patientinnen und Patienten? Als Högel in Delmenhorst auf frischer Tat erwischt wird, handelt die Klinikleitung und schaltet einige Tage später endlich die Polizei ein - eine Verzögerung, die fatale Folgen hat. Dem erfahrenen Ermittler Oliver Lenz ist früh klar, dass hier etwas nicht stimmt. Er vernimmt im Jahr 2005 Niels Högel, der sich in Widersprüche verstrickt. Die vom Krankenhaus angeforderten Zahlen zu Sterbefällen, Medikamentenverbrauch und Dienstzeiten der Pflegenden verstärken den Verdacht. Trotzdem geht die Staatsanwaltschaft den Hinweisen auf eine Mordserie nicht nach, verfolgt zunächst nur den einen angezeigten Fall. Der Polizei sind die Hände gebunden. Nur durch Zufall bekommt Lenz Jahre später die Gelegenheit, noch einmal neu anzusetzen. Es dauert insgesamt 18 Jahre und drei Prozesse, bis die Mordserie von Niels Högel durchermittelt ist. Weil in den Krankenhäusern niemand einschritt, konnte Niels Högel ungestört morden. Weil die Justiz lange untätig bleib, konnten manche Taten nicht mehr aufgedeckt werden. Und einige, bei denen die Opfer überlebten, sind längst verjährt. ''Schwarzer Schatten - Der Serienmörder Niels Högel'' ist eine Kinescope Film im Auftrag von Radio Bremen für die ARD. Die 45-minütige Dokumentation basiert auf der vierteiligen Doku-Serie ''Schwarzer Schatten - Serienmord im Krankenhaus'' von SKY Deutschland in Ko-Produktion mit Radio Bremen, die ab 9. Mai 2022 in der ARD Mediathek abrufbar ist. Diese Sendung ist nach der Ausstrahlung ein Jahr lang in der ARD Mediathek verfügbar.



Programm - Nachmittag

 
13:15 Die Tränen der Kinder. Wochenkrippen in der DDR
Infosendung ~45 Min
Dokumentation, Deutschland 2021
Die Tränen der Kinder. Wochenkrippen in der DDR
Die DDR Mitte der 1950er Jahre: Es gilt die Sechs-Tage-Woche. Die junge Republik braucht Arbeitskräfte. Auch Frauen sollen beim Aufbau des sozialistischen Staates helfen. Doch wohin mit den vielen Säuglingen und Kleinkindern, wenn die Mütter bereits sechs Wochen nach der Geburt wieder zur Arbeit gehen müssen? Die rettende Idee scheint einfach und effizient zugleich: Die Wochenkrippe wird aus der Taufe gehoben. Jeder kann jetzt sein Kind am Montag früh in einer solchen Einrichtung abgeben und am Samstag wieder mitnehmen. Damit gehen nicht nur Väter normal zur Arbeit, auch Mütter können durch die staatliche Kinderbetreuung voll am Erwerbsleben teilnehmen, das Studium beenden und Karrierechancen ergreifen. Eine sehr sozialistische und anscheinend auch sehr emanzipierte Idee. Mindestens 100.000 Kinder waren zwischen 1950 und dem Ende der DDR in den Wochenkrippen untergebracht. Und nicht nur in der DDR, auch in anderen sozialistischen Staaten wie der Tschechoslowakei glaubte man an die kollektive Dauerbetreuung der Kleinsten. Doch schon früh ließen erste Forschungen Zweifel aufkommen. Von Hospitalismus-Erscheinungen und Entwicklungsstörungen alarmiert, brach man in anderen sozialistischen Staaten das Betreuungsmodell wieder ab. In der DDR dagegen wurde es bis in die 1980er Jahre hinein immer weiter perfektioniert. Viele der ehemaligen Wochenkinder beklagen heute schwere seelische Schäden, die in der frühen Phase ihrer Kindheit begründet liegen. Betroffene nehmen uns mit in die Vergangenheit, berichten von Spätfolgen und ihren Ängsten, die sie bis heute in sich tragen. Auch Mütter und Krippen-Erzieherinnen schildern ihre Sicht auf die heute umstrittenen Einrichtungen, an denen die DDR bis zum Ende festhielt. Aber ist es tatsächlich so, dass die Unterbringung in Wochenkrippen zu Traumatisierungen geführt hat, die auch Jahre später noch spürbar sind? Die Kinder- und Jugendpsychiaterin Dr. med. Agathe Israel, der Ethiker Prof. Dr. Karsten Laudien, der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Florian von Rosenberg und die Sozialwissenschaftlerin Heike Liebsch beleuchten die 40-jährige Geschichte der DDR-Wochenkrippen und untersuchen die Auswirkungen auf die Betroffenen. Der Film wurde gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
17:30 Töten für Assad - Massenmord auf Video
Infosendung ~30 Min
Dokumentation, Deutschland 2022
Es sind verstörende Szenen, aufgenommen in der syrischen Hauptstadt Damaskus: Am 16. April 2013 erschießen Sicherheitskräfte des Machthabers Assad in weniger als sieben Minuten zehn unschuldige Zivilisten. Die Todesschützen führen die Menschen am helllichten Tag an eine eigens dafür ausgehobene Grube in einer verlassenen Seitengasse. Sie schießen, ohne zu zögern. Dieses Verbrechen im Stadtteil Tadamon dokumentierten die Täter selbst mit einer Kamera, mutmaßlich für interne Zwecke. Doch nun wurde das Video aus dem Inneren des Machtapparats geleakt. Es zeigt erstmals und unmittelbar die ganze Kaltblütigkeit des syrischen Regimes, das seit dem Beginn der Revolution 2011 seine eigene Bevölkerung unterdrückt und für mehr als 200.000 Tote und weitere zahlreiche Menschenrechtsverletzungen verantwortlich gemacht wird. Doch wer genau sind die Täter des Massakers von Tadamon? Und wer sind die Opfer? In Amsterdam forscht der Geschichtswissenschaftler Ugur Üngör vom Institut für Krieg, Holocaust- und Völkermordforschung (NIOD) zusammen mit einer Soziologin über mehrere Jahre nach den Hintergründen. Sie können schließlich die Täter des Tadamon-Massakers identifizieren. Durch verdeckte Recherchen gelingt es ihnen sogar, mit einem der Täter, einem Geheimdienst-Agenten, direkt zu sprechen und ihm ein Geständnis zu entlocken. Die Opfer des Verbrechens, so vermuten die Forscher, waren an umliegenden Checkpoints wahllos verhaftet worden, um die Gegend zu ''säubern''. In dem Video zählen sie die Leichen von insgesamt 41 Menschen, die die Täter in der ausgehobenen Grube schließlich verbrannten. Als die Recherchen der Forscher schließlich als ''Tadamon-Massaker'' in der arabischen Welt bekannt werden und das Video tausendfach geteilt wird, sehen sich einige Familien mit einer schrecklichen Gewissheit konfrontiert: Sie erkennen in den erschossenen Menschen ihre lange vermissten Angehörigen wieder. So geht es auch der syrischen Familie Siyam, die aus dem Krieg nach Deutschland geflohen ist. In ihrer grenzenlosen Trauer können sie womöglich auch wertvolle Anhaltspunkte dafür liefern, wie ihr Sohn und Bruder Waseem im April 2013 in die Fänge des Regimes geriet. Und sie fordern Gerechtigkeit. Von Machthaber Assad, aber auch von der internationalen Gemeinschaft. Denn die hat bis heute kaum Antworten darauf gefunden, wie das Assad-Regime für seine Verbrechen zur Rechenschaft gezogen werden kann.



tag24HD Programm heute Abend 20:15 uhr


Programm - Abend