Dokumentation, Deutschland 2025
Regie: Michael WechTrue
Ist die nächste Pandemie nur eine Frage der Zeit? Klimawandel, menschliches Handeln und der Ausbruch von Pandemien - wie hängt das zusammen? Dieser Frage geht fünf Jahre nach COVID-19 die Doku Spillover - Planet der Viren nach. Ob Ebola, Marburg, Hanta, COVID-19 oder aktuell die Vogelgrippe - die Liste der tödlichen Viren, die bereits vom Tier auf den Menschen übergesprungen sind, ist lang. Dieser sogenannte Spillover, also der Prozess, bei dem ein Erreger von einer Tierart auf den Menschen übergeht und sich dort verbreitet, wird immer häufiger - und für uns zu einer immer akuteren Bedrohung. Doch warum kommt es trotz der langen Koexistenz von Erregern mit dem Menschen immer häufiger zu einem Übersprung? Welche Rolle spielt das menschliche Verhalten als Auslöser dieser Ausbrüche? Der vielfach ausgezeichnete Regisseur Michael Wech begibt sich mit seinem Dokumentarfilm Spillover - Planet der Viren auf eine globale Reise, um Antworten zu finden, und öffnet den Blick auf die Ursprünge einiger der tödlichsten Viren der Welt. Colin Carlson, Biologe für globalen Wandel, Universität Yale: Es gibt tausende Viren, deren Potenzial noch völlig unbekannt ist. Bis zum Jahr 2050 könnte es zwölf Mal so viele Spillover geben wie heute. Wenn man diesen Trend weiterverfolgt, wird sich das, was einem heute schnell vorkommt, lächerlich anfühlen im Vergleich zu dem, was wir zu erwarten haben. Über 10.000 noch nicht entdeckte Viren gibt es, so schätzen Wissenschaftler:innen, die das Potenzial haben, Menschen zu infizieren - und dass die Gefahr aus verschiedensten Gründen stetig wächst. Ein einziger Virus-Übersprung kann eine weltweite Pandemie in Gang setzen, das Potenzial dafür ist riesig. Warum kommt es dazu? Was veranlasst ein Virus, plötzlich den Wirt zu wechseln? Mit Hilfe neuester Forschung untersucht Spillover die wiederkehrenden Auslöser vergangener Ausbrüche.