
Der Doubs fliesst von Frankreich in die Schweiz und durchquert auf 68 Kilometern die Westschweizer Kantone Neuenburg und Jura. Auf rund 30 Kilometern markiert der Fluss die Grenze zwischen der Schweiz und Frankreich. Ob zu Fuss, per Fahrrad, im Kanu oder auch zu Pferd, entlang des Doubs gibt es viel zu entdecken. Im Waldreservat La Theusseret wird die Natur sich selbst überlassen. Die Naturperle leidet jedoch zusehends unter verschiedenen Umwelteinflüssen. Wenig Wasser und hohe Wassertemperaturen machen dem Fluss und den aquatischen Lebewesen zu schaffen. Deshalb wurde das Projekt Doubs Vivant oder lebendiger Doubs ins Leben gerufen. Vor allem die Population des Aprons reduzierte sich in den vergangenen Jahren stetig auf ein alarmierend tiefes Niveau. Der Apron, auch bekannt als Rhone-Streber, gilt als eines der am stärksten gefährdeten Wirbeltiere Europas. Er ist streng geschützt. Die Jurassier sehen ihn nicht einfach als Fisch - er ist der König des Doubs. Das Bundesamt für Umwelt, die zwei Kantone Neuenburg und Jura sowie die Umweltorganisationen WWF und Pro Natura haben beschlossen, den genetisch einzigartigen Apron zu suchen, um ihn vor dem Aussterben zu bewahren. Céline Barrelet vom Schweizerischen Fischereiverband leitet die Suchaktionen. Für sie ist klar: Im Doubs gibt es ihn bestimmt noch. Nicht mehr viele Individuen, leider. Ich denke, dass dies die letzte Chance ist, den Apron zu retten. Viviane Froidevaux arbeitet beim regionalen Naturpark Doubs. Sie leitet das Projekt der Wiederansiedelung der Fritillaria meleagris, zu Deutsch Schachblume. In Zusammenarbeit mit dem jurassischen botanischen Garten soll die vom Aussterben bedrohte Pflanze neu angesiedelt werden mit dem Ziel, dass sie sich langfristig natürlich fortpflanzen kann. Kurz vor dem Grenzdorf Goumois liegt der Moulin Jeanottat, das Anwesen der Familie Dubail. Pierre ist 1939 in diesem Haus geboren.