TV-Programm 3sat 23.07.

   

Was läuft im TV-Programm von 3sat am 23.07.?


Vormittag
 
00:15 Im Schatten der Clans
Infosendung ~25 Min
Die Sozialarbeiterin Songül C. arbeitet im sozialen Brennpunkt in Berlin-Neukölln, im Schatten der Clans. Sie will Jugendliche davon abhalten, selbst auf die schiefe Bahn zu geraten. ''Wenn man einen rettet, dann rettet man ganz viele damit'', ist die Devise der 44-jährigen Sozialarbeiterin, die sich vor zehn Jahren der Arbeit mit den ''schwierigen'', meist arabischen Jugendlichen verschrieben hat. Wie keine andere kennt sie die Nöte und Zwänge, die das Leben dieser jungen Männer bestimmen. In der Öffentlichkeit oft als gewaltbereite Machos wahrgenommen, sieht Songül in ihnen vor allem Opfer großfamiliärer patriarchalischer Sitten, die ihnen ab Geburt ein archaisches Ehrverständnis abverlangen, das keine Freiheit für das Individuum vorsieht. Die Tanztherapeutin fördert diese Jugendlichen im Jugendclub ''Yo!22''. Durch intensive Betreuung entdeckt sie in ihnen Talente, die sonst verborgen blieben. So war es auch bei Hamudi. Aufgewachsen in einem Umfeld, in dem man als Junge und Mann vor allem durch spektakuläre Straftaten brillieren und kaum einer sich dem Sog krimineller Clans entziehen kann, führt er seit Jahren einen Kampf: Er will ''sauber'' bleiben. Termine vor dem Gericht und auch sein unsicherer Aufenthaltsstatus machen es ihm nicht leicht, ein geordnetes Leben zu führen. Er arbeitet bereits selbst an Schulen, gleichzeitig fühlt er sich auch weiterhin dem Ehrbegriff in seinem Viertel verpflichtet. Regelmäßige Telefonate mit Freunden, die im Gefängnis sitzen, gehören genauso zu seinem Alltag wie das Leben in einem Kiez, in dem Drogenmissbrauch und Gewalt keine Seltenheit sind. Jugendstadtrat Falko Liecke, der auch stellvertretender Bürgermeister Neuköllns ist, unterstützt die Arbeit von Songül. Doch für ihn ist das nur ein Baustein von Präventionsarbeit. Er will der Organisierten Kriminalität mit regelmäßigen Polizeieinsätzen zu Leibe rücken. Sein jüngster Vorschlag, den Clans die Kinder wegzunehmen, stößt vor allem bei den Jugendlichen auf Unverständnis, selbst dann, wenn die betroffenen Clans hoch kriminell sind. Das muss er feststellen, als er ein Jugendzentrum besucht, um sich mit Jugendlichen vor Ort auszutauschen.
Untertitel16:9HDTV
03:15 Amy Winehouse
Musik ~30 Min
Die am 23. Juli 2011 im Alter von 27 Jahren gestorbene britische Singer-Songwriterin Amy Winehouse schaffte es schon früh an die Spitze der europäischen und internationalen Charts. Der Film aus der Reihe ''clip'' zeigt unter anderem ein Interview mit Amy Winehouse aus dem Jahr 2006 und bekannte Songs wie ''Tears Dry on Their Own'', ''You Know I''m No Good'', ''Stronger Than Me'' und ''Monkey Man''. Mit zwölf Jahren besuchte Amy Winehouse eine Schule für britische Nachwuchskünstler und war Mitglied einer Jazzband. Mit 18 Jahren erhielt sie ihren ersten Plattenvertrag von Island Records. Ihr Debütalbum ''Frank'', das 2003 erschienen ist, erhielt zwei Nominierungen für den Brit-Award sowie eine für den Ivor Novello Award, einem Preis für Songwriter und Komponisten. Drei Jahre später erschien ihr zweites Album ''Back to Black'' mit den mehrfach prämierten Hitsingles ''Love Is a Losing Game'' und ''Rehab''. Insgesamt erhielt das Album fünf Grammys in fünf Kategorien. Bei einigen Stücken auf diesem Album wurde Amy Winehouse von der amerikanischen Soul- und Funk-Band Dap-Kings begleitet. Die 1960er-Jahre waren sowohl musikalisch als auch für das äußere Erscheinungsbild der Musikerin stilprägend. Winehouse sah sich selbst im Soul-Genre und nannte unter anderem Diana Washington, Sarah Vaughan, Minnie Riperton, Billy Holiday und Ella Fitzgerald als ihre musikalischen Vorbilder. Ihr Repertoire reichte aber weit über den Soul hinaus - bis hin zu R''n''B, Jazz, Pop und Ska.
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06:30 Mein anderes Russland
Infosendung ~30 Min
Sibirien ist rau, kalt, wild und groß. Politkorrespondent Christof Franzen wagt sich auf eine Odyssee durch diese Region und reist zu Rentiernomaden bis an den Rand der Zivilisation. Teil 1. Die Reise führt durch Jakutien, die größte Region Sibiriens. Sechs Mal so groß wie Deutschland, hat es dort nur eine Million Einwohner. Im Winter wird es kälter als minus 60 Grad. Im Sommer plagen Mensch und Tier bei über 30 Grad Celsius Milliarden von Moskitos. Christof Franzen startet auf der ''Straße der Knochen''. Für sie haben Zehntausende Zwangsarbeiter aus dem Gulag ihr Leben gelassen. Ältere Lastwagenfahrer nehmen bis heute den Hut ab, wenn sie auf dieser Straße unterwegs sind. 1000 Kilometer Schlammgebiete - und das zur Regenzeit. Doch Christof Franzen will zu den Rentiernomaden nach Sasyr, einem der entlegensten Dörfer Sibiriens. Hier hatte er vor Jahren den Nomadenjungen Christaphor porträtiert, eine Begegnung die ihn nie losgelassen hat. Jetzt, Jahre später, will er zurück zu den Rentiernomaden und dem Jungen und hofft auf ein Wiedersehen. Doch diesmal gibt es keinen Hubschrauber, sondern allein den beschwerlichen Landweg. Die letzten 300 Kilometer zu den Nomaden sind für Christof Franzen nur im ''Ural'' möglich, einem Lastwagen für extremstes Gelände. Hier führt keine Straße mehr durch, und unzählige Flüsse zwingen ständig dazu, den Weg neu zu suchen. ''Großes Wasser'' nennen es die Einheimischen, wenn die reißenden Flüsse übertreten und die Reise gefährlich wird. Dann wird das Zelt aufgeschlagen und gewartet. Ob die hohen Reifen Christof Franzen und seine ewenischen Begleiter durch alle Flüsse hindurch an ihr Ziel tragen werden, ist ungewiss. Sibirien pur ist dies aber auf alle Fälle. Nach zehn Jahren als Russland-Korrespondent kehrt Christof Franzen zurück in die Schweiz. Als Abschluss will er noch einmal ganz neue Herausforderungen anpacken - sein ganz persönliches Russland-Abenteuer. Redaktionshinweis: 3sat zeigt vier weitere Folgen der fünfteiligen Reisereportage ''Mein anderes Russland'' an den kommenden Werktagen, jeweils um 19.30 Uhr.
16:9
09:15 Mein anderes Russland
Infosendung ~30 Min
Sibirien ist rau, kalt, wild und groß. Politkorrespondent Christof Franzen wagt sich auf eine Odyssee durch diese Region und reist zu Rentiernomaden bis an den Rand der Zivilisation. Teil 1. Die Reise führt durch Jakutien, die größte Region Sibiriens. Sechs Mal so groß wie Deutschland, hat es dort nur eine Million Einwohner. Im Winter wird es kälter als minus 60 Grad. Im Sommer plagen Mensch und Tier bei über 30 Grad Celsius Milliarden von Moskitos. Christof Franzen startet auf der ''Straße der Knochen''. Für sie haben Zehntausende Zwangsarbeiter aus dem Gulag ihr Leben gelassen. Ältere Lastwagenfahrer nehmen bis heute den Hut ab, wenn sie auf dieser Straße unterwegs sind. 1000 Kilometer Schlammgebiete - und das zur Regenzeit. Doch Christof Franzen will zu den Rentiernomaden nach Sasyr, einem der entlegensten Dörfer Sibiriens. Hier hatte er vor Jahren den Nomadenjungen Christaphor porträtiert, eine Begegnung die ihn nie losgelassen hat. Jetzt, Jahre später, will er zurück zu den Rentiernomaden und dem Jungen und hofft auf ein Wiedersehen. Doch diesmal gibt es keinen Hubschrauber, sondern allein den beschwerlichen Landweg. Die letzten 300 Kilometer zu den Nomaden sind für Christof Franzen nur im ''Ural'' möglich, einem Lastwagen für extremstes Gelände. Hier führt keine Straße mehr durch, und unzählige Flüsse zwingen ständig dazu, den Weg neu zu suchen. ''Großes Wasser'' nennen es die Einheimischen, wenn die reißenden Flüsse übertreten und die Reise gefährlich wird. Dann wird das Zelt aufgeschlagen und gewartet. Ob die hohen Reifen Christof Franzen und seine ewenischen Begleiter durch alle Flüsse hindurch an ihr Ziel tragen werden, ist ungewiss. Sibirien pur ist dies aber auf alle Fälle. Nach zehn Jahren als Russland-Korrespondent kehrt Christof Franzen zurück in die Schweiz. Als Abschluss will er noch einmal ganz neue Herausforderungen anpacken - sein ganz persönliches Russland-Abenteuer. Redaktionshinweis: 3sat zeigt vier weitere Folgen der fünfteiligen Reisereportage ''Mein anderes Russland'' an den kommenden Werktagen, jeweils um 19.30 Uhr.
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10:15 Der grüne Gaumen
Show ~45 Min
Hauptspeise: Zucchini-Sojahack an Tomaten-Chutney mit ''Rosmarinkartoffeln'' Vorspeise: Salat der Saison mit Olivenöl-Apfelessig-Dressing Nachspeise: Obstsalat mit Vanillesoße und Erdbeeren Aperitif: Likör mit Orangensaft und trockenem Sekt Sechs Menschen aus Nordrhein-Westfalen teilen ihre Liebe zur Natur und ihre Liebe zum Garten. Denn egal, ob in Köln im Ruhrgebiet oder im Bergischen Land: Gegärtnert wird überall! So treffen bei ''Der grüne Gaumen'' zwischen Gartenhäuschen und Biotomate nicht nur Garten- und Kochwelten aufeinander, sondern auch völlig unterschiedliche Gastgeber. Mit dabei sind der freiberufliche Dozent André, 38, aus Essen, Rentnerin Elisabeth, 73, aus Bedburg-Hau, Büroangestellte Roswita, 47, aus Mönchengladbach, Assistent für Menschen mit Behinderung Michael, 31, aus Köln, Projektkoordinatorin Janine, 48, aus Duisburg und Hausmann Christian, 49, aus Velen. In jeder Folge ist eine oder einer von ihnen der Gastgeber, und die anderen fünf Gäste bewerten am Ende jedes Abends das verspeiste Drei-Gänge-Menü. Pro Gang muss jedes Gericht mit mindestens einer selbst angebauten Zutat aus dem eigenen Garten zubereitet werden. An Ende jeder Folge bewerten alle Gäste unabhängig voneinander das Menü. Dafür stehen ihnen jeweils zehn Punkte zur Verfügung. Miteingeschlossen in ihre Bewertung wird die Gartengestaltung des Gastgebers. Wer gewinnt am Ende der Reihe einen Zuschuss zur Erfüllung seines individuellen Gartentraums in Höhe von 1000 Euro? In der ersten Folge ist André in Essen Gastgeber. Nicht zufällig trug die Stadt Essen 2017 den stolzen Titel ''Grüne Hauptstadt Europas'', denn das einst rußgeschwärzte industrielle Herz Europas wird von der Natur zurückerobert. So kommt es auch, dass André sich nicht nur in seinem eigenen Garten hinterm Haus, sondern auch im Gemeinschaftsgarten ''Stiftung Bonnekamphöhe'' in Essen-Katernberg engagiert. Der verheiratete Chemiker arbeitet als Dozent und tüftelt entsprechend gerne. Was sagen wohl seine Gäste zur autarken Wasserversorgung und der Biogasanlage im Gemeinschaftsgarten? Die Gartenleidenschaft des Familienvaters wurde bereits durch seinen Großvater geweckt. Der schenkte dem damals noch jungen André Feuerbohnen und die wurden eingepflanzt, gehegt und gepflegt. ''Das ist inzwischen 33 Jahre her'', erinnert sich der Hobbygärtner, während er im dreieinhalb Hektar großen Gemeinschaftsgarten steht. Das kleine Paradies im Herzen des Ruhrgebiets bedeutet ihm sehr viel und seine Gäste sind sehr beeindruckt von der Vielfalt der Pflanzen. Während der Gastgeber auf dem Gaskocher versucht sein Menü zuzubereiten sehen sich die Besucher weiter im Gemeinschaftsgarten um und fachsimpeln. Wird das Biogas am Ende reichen um die Kartoffeln gar zu bekommen? Und sorgt die Konsistenz des Tomaten-Chutneys am Ende gar für Punktabzug? Andrés Menü: Aperitif: Likör mit Orangensaft und trockenem Sekt Vorspeise: Salat der Saison mit Olivenöl-Apfelessig-Dressing Hauptspeise: Zucchini-Sojahack an Tomaten-Chutney mit ''Rosmarinkartoffeln'' Nachspeise: Obstsalat mit Vanillesoße und Erdbeeren Redaktionshinweis: Die fünf weiteren Folgen von ''Der grüne Gaumen'' zeigt 3sat an den nächsten Dienstagen, jeweils um 10.15 Uhr.
Untertitel16:9


Nachmittag
 


Abend
 
23:55 Jack Taylor: Königin der Schmerzen
Spielfilm ~90 Min
Jack Taylor ist seit Wochen trocken und in guter Verfassung. Doch sein junger Kollege Cody macht sich ernsthaft Sorgen um die wirtschaftliche Existenz des Ermittlerduos. Da stürzt eines Nachts die Studentin Sarah Bradley vom Dach der Universität und stirbt. Gekleidet in ein Theater-Kostüm, an der Hand einen Ring aus Papier, darauf eine Textzeile aus einem Theaterstück. Im Blut der jungen Frau werden Drogen festgestellt, daher ist der Fall für die Polizei klar: Unfall oder Freitod. Jedenfalls besteht kein Handlungsbedarf. Literaturprofessor Gorman aber geht von einem Mord aus und beauftragt Jack mit der Untersuchung des Falles. Cody schleust sich derweil, als Student getarnt, in die Literaturkurse der Universität ein. Dort lernt er schnell die dunklen Geheimnisse der Universitätsszene kennen, erfährt von Drogeneskapaden und Affären. Immer wieder taucht dabei ein Name auf: Professor Doyle, der recht enge Beziehungen zu seinen Studentinnen zu pflegen scheint. Jack nimmt ihn sich zur Brust. Kate Noonan, Jacks engste Vertraute und Freundin bei der Polizei, steht unter Druck. Ihr neuer Vorgesetzter Griffin macht ihr unmissverständlich klar, dass sie alle Beziehungen zu Jack Taylor abbrechen muss, wenn sie jemals befördert werden will. Griffin ist heimlich verliebt in Kate, damit wird Jack noch mehr zur Persona non grata. Dann stirbt eine weitere Studentin, wieder in einem Kostüm aus dem Theaterstück des irischen Dramatikers Synge, doch Inspektor Griffin hält unbeirrt an der Suizid-Theorie fest. Cody entdeckt im Archiv alte Videotapes von Synge-Aufführungen in Galway. Als ''Königin der Schmerzen'' war im Stück die junge Frau des ergrauten Professor Gorman ein Star. Jack ist schockiert, als er die alten Filme sieht. Vor vielen Jahren hatte er selbst eine kurze Affäre mit Gormans Frau, die inzwischen an Krebs gestorben ist. Auch anderen Männern hatte sie den Kopf verdreht. Sie fügte ihren Liebhabern seelische Schmerzen zu, weil sie immer wieder zum Professor zurückkehrte, Jack erkennt Parallelen zu Deirdre bei Synge. Kate befolgt Griffins Rat und hält sich von Jack fern. Aber sie ermittelt auf eigene Faust. Dabei gerät sie ins Visier des Mörders, der offensichtlich ein fatales Spiel spielt - unter eigener Dramaturgie. Wer zieht hier die Fäden? Und wer wird möglicherweise den letzten Akt nicht überleben? Die Spielfilmreihe basiert auf Ken Bruens Bestsellerromanen um den scharfsinnigen, gutmütigen Ex-Polizisten Jack Taylor. Ort des Geschehens ist das Gebiet rund um die Stadt Galway an der felsigen Westküste Irlands. Früher war Taylor ein engagierter Polizist, der hin und wieder gern zu tief ins Glas schaute. Heute ist er ein Privatdetektiv, der immer wieder gern in ernsthafte Schwierigkeiten gerät. Weil seine „Operationszentrale“ eine Kneipe ist, blickt er seinen Dämonen täglich direkt ins Auge. Die Region um Galway herum, an der die weltweite Wirtschaftskrise alles andere als spurlos vorübergegangen ist, bietet düsteren Gestalten eine perfekte Kulisse für ihre kriminellen Machenschaften. Und diejenigen, die nicht unter der Krise zu leiden hatten, haben noch jede Menge kriminelle Energie aus den 60er- und 70er-Jahren übrig, als das traditionelle soziale und politische Gefüge Irlands auseinanderbrach. Taylors Fälle spiegeln diesen Umbruch wider und führen ihn in die finstersten Winkel der menschlichen Seele …
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