TV-Programm 3sat 25.05.

   

Was läuft im TV-Programm von 3sat am 25.05.?


Vormittag
 


Nachmittag
 
17:30 Verliebt in Amsterdam
Spielfilm ~90 Min
Was sich liebt, das neckt sich. Dieser Satz gilt nicht nur für die Zweisamkeit, sondern auch das deutsch-holländische Verhältnis. Auf amüsante Weise spielt die Culture-Clash-Komödie ''Verliebt in Amsterdam'' mit den unterschiedlichen Mentalitäten, den gegenseitigen Vorurteilen und der besonderen Rivalität im Fußball. Dass selbst eine längst verjährte Elfmeter-Schwalbe zum Problem werden kann, erleben Vladimir Burlakov und der niederländische Publikumsliebling Bracha van Doesburgh als Frischverliebte. Nicht nur sie rauschen heftig zusammen, sondern auch ihre Väter - die sind sich jedoch alles andere als zugeneigt. Denn auf holländischer Seite ist seit dem verlorenen WM-Finale von 1974 noch eine Rechnung offen.*Der junge Anwalt Max (Vladimir Burlakov) ist von Kassel nach Amsterdam gezogen, um sich fernab seines Elternhauses endlich ein eigenes Leben aufzubauen. In der malerischen Grachtenstadt hat er eine kleine, aber schicke Wohnung bezogen. Bei einer Immobilienfirma möchte der ehrgeizige Berufsanfänger nun Karriere machen. Zeit für Romantik ist nicht eingeplant. Gerade jetzt läuft ihm Sophie (Bracha van Doesburgh) über den Weg. Hals über Kopf verliebt sich der in allen Lebenslagen perfekt organisierte Deutsche in die chaotisch-sympathische Betreiberin einer Sandwichbar, die mit Papa Johan (Reinout Bussemaker), Schwester Marijke (Wynn Heliczer) und deren lesbischer Freundin auf einem Hausboot lebt. Sophie ist leider alles andere als der Traum einer Schwiegertochter für die bodenständigen Eltern von Max, die sich bei ihm zu einem Überraschungsbesuch eingenistet haben. Vater Herbert (Hans-Joachim Heist) möchte, so der mit Mutter Dorothea (Rita Russek) ausgeheckte Plan, den ''verlorenen'' Sohn wieder heimholen. In Kassel soll Max sein Bauunternehmen übernehmen und im zweiten Anlauf doch noch die Tochter der Nachbarn heiraten, die er bei seiner Flucht vor dem Traualtar hat stehen lassen. Max will jedoch seine Freiheit - und nun auch Sophie! Damit aus der Romanze mehr werden kann, müssen einige Stolpersteine aus dem Weg geräumt werden, von denen er zunächst nichts ahnt. Herbert führt sich nämlich auf wie ein Elefant im Porzellanlanden und scheut sich nicht, Sophie ein ungewöhnliches Angebot zu machen.
DolbyUntertitel16:9HDTV


Abend
 
20:15 Helmut Berger, meine Mutter und ich
Infosendung ~80 Min
Was macht eigentlich Helmut Berger - laut ''Vogue'' einst der schönste Mann der Welt? Diese Frage stellt sich eine resolute Dame aus Niedersachsen und reaktiviert die Diva aus Österreich. Nach dem Tod seiner Förderers und Liebhabers Lucino Visconti 1976 bürgte der Name Berger für Skandale, Drogen- und Alkoholexzesse. Endstation war 2013 das ''Dschungelcamp''. Doch wie der Zufall will, eröffnet sich für den Österreicher nun doch noch eine Art Happy End. Die gute Fee des Herrn Berger lebt in Nordsehl in Niedersachsen und ist die Mutter der Filmemacherin Valesca Peters. Als Filmfreak und einstige Bewunderin des Schauspielers lädt die Hannoveranerin den alten Mann in ihr Reethaus auf dem Dorf ein. Sie hält ihn so gut es geht vom Alkohol fern und lässt ihn medizinisch betreuen - von der Fußpflege bis zur Psychotherapie. Sie nimmt ihn in ihre Familie auf und gibt der kapriziösen Diva für eine Zeit Halt und Orientierung. Bergers Genesung geht Hand in Hand mit dem Filmporträt über ihn, für das ihn Valesca Peters mit der Kamera begleitet. Als ''schönster Mann der Welt'' war er der erste Pin-up-Boy in einer Zeit, als Männer das noch nicht sein durften: Helmut Berger stand für Eleganz, Nonchalance und Dekadenz. Doch offenbar kann der Ex-Star auch anders sein: In der warmherzigen Atmosphäre der Familie fühlt Berger sich sichtlich wohl und öffnet sich. Er erzählt von seiner Herkunft aus dem Salzkammergut und seinem Leben auf Ischia. Und auch wenn das schöne Idyll am Ende im Streit zerbricht, Helmut Berger ist im öffentlichen Leben zurück und bekommt 2018 ein Engagement an der Freien Volksbühne in Berlin. Noch einmal ''all lights on me'', wie er zufrieden kommentiert. Mit Mitte 70 steht der einstige Filmstar erstmals auf einer Theaterbühne. Sein Ruf von damals hatte ihn für die Rolle empfohlen. Unter der Regie von Albert Serra spielt der Österreicher einen dekadenten französischen Baron zur Zeit von Ludwig XIV. Seine Mission: die Libertinage im protestantischen Preußen hoffähig zu machen. Valesca Peters verschränkt in ihrem Dokumentarfilm die Ebenen aus Star-Allüren, Kult- und Kunstfigur und wirklichem Leben. Sie begleitet ihren launischen Protagonisten sowohl zur Pediküre in Nordsehl als auch beim Besuch der Fotoausstellung in der Helmut-Newton-Stiftung in Berlin, in dem auch Fotos von alten Bekannten Bergers wie Elizabeth Taylor oder Bianca Jagger ausgestellt sind. Valesca Peters wird 1982 in Hannover geboren und zieht nach dem Abitur nach Berlin. Sie absolviert zunächst eine Ausbildung zur Film- und Video-Editorin. Anschließend studiert sie von 2008 bis 2013 Montage an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Das Studium erlaubt es ihr, sich in verschiedensten Montageformen auszuprobieren: Spielfilm, Dokumentarfilm und Videoinstallation. Zurzeit arbeitet sie freiberuflich als Editorin in Berlin. ''Helmut Berger, meine Mutter und ich'' ist ihr Langfilmdebüt als Regisseurin. Redaktionshinweis: 3sat zeigt den Dokumentarfilm ''Helmut Berger, meine Mutter und ich'' zum 75. Geburtstag des österreichischen Schauspielers Helmut Berger am 29. Mai. Im Anschluss, um 21.35 Uhr, folgt Luchino Viscontis Spielfilm ''Gewalt und Leidenschaft'' mit Helmut Berger.
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