TV-Programm arte heute

   
   Was läuft beim TV Sender arte

Was läuft heute aktuell im TV Tagesprogramm von arte?

Sehen Sie hier das gesamte Fernsehprogramm vom TV Sender arte - aufgeteilt nach Programm vom Vormittag, Nachmittag und Abend. Die Schwerpunkte des Programms sind Kultur, Europa und die Vermittlung von Informationen aus vorzugsweise ungewöhnlichen Perspektiven. Der Sender ist bekannt für hochwertige Dokumentationen und ein originelles Senderdesign.

Vormittag
 
07:10 Stevie Wonder - Der Weg zur Legende
Infosendung ~55 Min
Mit mehr als 100 Millionen verkauften Alben in beinahe 60 Jahren zählt Stevie Wonder zu den einflussreichsten amerikanischen Soulsängern. Seine Musik verbindet nicht nur Soul und Pop, sondern auch Generationen und Völker. Der Komponist, Texter, Sänger, Produzent und Multiinstrumentalist ist ein Ausnahmetalent und hat unzählige Hits geschrieben; darunter ''I Just Called to Say I Love You'', ''Superstition'' und ''You Are the Sunshine of My Life''. Ohne sein Durchhaltevermögen und seinen unerschütterlichen Optimismus hätte es Stevie Wonder wohl kaum geschafft, trotz Blindheit, Rassismus und seiner Herkunft aus ärmlichen Verhältnissen so erfolgreich zu werden. Ihm zufolge stand dies alles gar nicht in seiner Macht. Er hält seine unglaubliche persönliche und berufliche Laufbahn für ein Geschenk Gottes. So vermittelt Stevie Wonder in seinen Songs auch eine zutiefst optimistische und humanistische Botschaft. Die Dokumentation blickt mit zahlreichen unveröffentlichten Archivbildern auf seine gesamte Karriere zurück und zeigt, wie Wonders Songs entstehen. Das Porträt thematisiert seine Freiheitsliebe, seine Standpunkte als bekennender Christ und sein humanitäres Engagement. Die Dokumentation erscheint zum 60-jährigen Bestehen des legendären Musiklabels Motown Records, das Stevie Wonder bereits als Kinderstar unter Vertrag nahm. Mit exklusiven Archivbildern und Interviews mit Stevie Wonder selbst, mit Motown-Gründer Berry Gordy sowie Familienmitgliedern und Weggefährten.
16:9
08:45 360° Geo-Reportage
Infosendung ~75 Min
Die Wiege der Uhrmacherei steht in den Bergen der französischen Schweiz. Mit den Namen der beiden Städtchen La Chaux-de-Fonds und Le Locle verbinden Kenner höchste Präzision. Denn hier begann der Weltruhm der Schweizer Uhren. In dem lichtdurchfluteten Atelier ist es still. Leise tickt und surrt es an den Arbeitspulten. Emilie Choulat, Restaurationsstudentin im zweiten Studienjahr, muss für ihre Diplomprüfung eine historische Uhr restaurieren und versuchen, die ursprünglichen Funktionen wiederherzustellen. Ersatzteile gibt es keine, jede Uhr ist ein handgefertigtes Unikat. Um diese Uhren zu restaurieren, braucht man eine Philosophie, das Bewusstsein über die Einzigartigkeit der Objekte, die einem anvertraut werden. ''Komplikationen'' heißen zum Beispiel jene Uhren, die neben Minuten- und Stundenanzeigen weitere Funktionen haben. Sie können Sekundenbruchteile stoppen, das Datum oder astronomische Angaben anzeigen oder die Zeit durch akustische Signale wiedergeben. Auch Diego Azconegui gehört zu den sechs bis acht Nachwuchsrestauratoren, die pro Jahr an der Technischen Hochschule von Le Locle aufgenommen werden. Wie Emilie Choulat kämpft er nicht nur mit der Uhr, sondern auch gegen die Zeit, um rechtzeitig vor Ablauf der Prüfung fertig zu sein. Er liebt diesen Beruf: ''Hier habe ich leidenschaftliche Menschen gefunden, die keine Stunden zählen, die nur für die Uhren leben ... Das Schlimmste ist, letztendlich, von der Zeit eingeschränkt zu sein. Das ist nicht einmal für einen Uhrmacher leicht zu ertragen.'' Rund um die Welt gibt es spannende Stories, die es zu erzählen lohnt. Journalisten reisen mit der Kamera um den Globus, um die besten Geschichten zu finden und für die Zuschauer zu dokumentieren. Fündig werden sie sowohl in abgelegenen Gegenden, aber auch in großen Städten – überall gibt es Abenteuerliches und Interessantes zu entdecken. Natürlich spielen vor allem auch die Menschen der jeweiligen Gebiete ein große Rolle.
16:9
10:00 Zu Tisch
Infosendung ~25 Min
''Zu Tisch'' begleitet ein italienisches Familienunternehmen im Schatten der antiken Ruinen von Paestum, 100 Kilometer südlich von Neapel. Dort versuchen drei Geschwister nach dem Tod ihres Vaters, die alte Käserei, in der seit Generationen Büffelmozzarella hergestellt wird, wieder auf Vordermann zu bringen. Die antike Stadt Paestum wurde von den Griechen im Jahr 580 vor Christus gegründet. Sie liegt in einer Ebene in der Bucht von Salerno, ringsum von Bergen begrenzt. Vom Strand von Paestum aus blickt man auf die Amalfiküste und kann bei klarer Sicht die Insel Capri sehen. Mit dem Ende der Antike verfiel die Anlage. Stiche aus dem 18. Jahrhundert zeigen, wie Büffel zwischen den griechischen Tempelanlagen weiden. Dies war auch die Zeit, in der Paestum durch Bildungsreisende, wie etwa Johann Wolfgang von Goethe, wiederentdeckt wurde. Direkt neben der Tempelanlage liegt heute die Käserei der Geschwister Barlotti. Raffaele Barlotti hat das Handwerk des Käsemeisters von seinem verstorbenen Vater gelernt. Jede Nacht steht er ab halb eins in der Käserei und fertigt aus der Büffelmilch, die am Vortag angeliefert wurde, verschiedene Käsesorten: Mozzarella, Ricotta und die geräucherten Sorten Scamorza oder Provolone. Außerdem kocht er gerne, zum Beispiel Risotto mit frischem grünen Spargel und selbst gemachtem Räucherkäse. Donatella Barlotti ist kurz vor dem Tod ihres Vaters wieder in ihre Heimat Kampanien zurückgekehrt. Davor hat sie lange Jahre in den USA und in der Schweiz in der Gastronomie gearbeitet. Sie hilft ihrem Bruder, das Geschäft wieder in Gang zu bringen, knüpft Kontakte zu Abnehmern und Lieferanten. Daneben kümmert sie sich um den Gemüsegarten. Pina Barlotti ist das Nesthäkchen. In ihrer Freizeit sammelt sie in den nahegelegenen Bergen Wildkräuter, die sie als Füllung für eine vegetarische Calzone verarbeitet. Gemeinsam suchen die Geschwister nach Lösungen, wie sie die Handwerkstradition ihres Vaters so fortführen können, dass sie davon leben können. Dokureihe über die Menschen und ihre Küche in bestimmten ländlichen Regionen Europas: Die Sendungen begleiten Menschen in Sardinien, Böhmen, Wallonien oder dem Piemont durch ihren persönlichen Alltag und zeigen die Zubereitung regionaltypischer Rezepte sowie die Erzeugung und den Erwerb der Zutaten.
Untertitel16:9
10:25 Italien, meine Liebe
Infosendung ~45 Min
Kalabrien bildet die äußerste Spitze tief unten im Süden Italiens. In dem kleinen Ort Scilla betreiben die drei Geschwister Gaietti ein Restaurant direkt am Strand. Hier gilt der Schwertfisch als Delikatesse und wird ganz typisch zu Rouladen verarbeitet und serviert. Südlich von Scilla, in Reggio Calabria, der heimlichen Hauptstadt Kalabriens, lebt der Pfeifenmeister Fabrizio Romeo. In seiner kleinen Manufaktur fertigt er Einzelstücke aus Bruyèreholz, die bei Pfeifenrauchern in ganz Europa geschätzt werden. Auf einem mächtigen Felsen liegt die kleine Stadt Pizzo. Von dort hat man einen wunderbaren Blick auf die Äolischen Inseln. Hier wird das berühmte Trüffeleis ''Tartufo Moro'' zubereitet. Es hat einen flüssigen Schokoladenkern und ist eine unwiderstehliche Köstlichkeit. Nur 20 Kilometer weiter südlich liegt der malerische Ort Tropea. Hier werden aus den hier typischen roten und besonders süßen Zwiebeln Marmelade und andere Köstlichkeiten hergestellt. In der Region Rossano an der Ostküste Kalabriens wächst die Lakritzpflanze besonders gut. Die Familie Amarelli stellt seit 1731 Lakritzbonbons her und führt das Unternehmen bereits in der 14. Generation. Im Bergmassiv Aspromonte leben die letzten Griechen Kalabriens, die heute noch die Traditionen und Bräuche aus der Antike pflegen. Zumindest die Alten sprechen sogar noch die Sprache ihrer Ahnen. Annunziato Riggio ist einer von ihnen. Er setzt sich aktiv dafür ein, dass die griechische Kultur mit ihren Mythen und Legenden lebendig bleibt.
16:9
11:10 Italien, meine Liebe
Infosendung ~45 Min
Umbrien gilt als die kleine Schwester der Toskana. In Città di Castello hat sich ''Obstarchäologin'' Isabella Dalla Ragione einen Traum erfüllt. In ihrem ''Garten der verlorenen Bäume'' wachsen 400 verschiedene Obstsorten. Sie hat Wunderfeigen entdeckt, die ein halbes Kilogramm wiegen, ''Betrunkene Birnen'', ''Blutige Pfirsiche'' und ''Jesus-Christus-Äpfel'' gerettet. Die mittelalterliche Stadt Assisi steht ganz im Zeichen des heiligen Franziskus. Bis heute werden die durch das schwere Erdbeben im Jahr 1997 zerstörten Fresken der Basilika restauriert. Sergio Fusetti, Chef der Restaurierungsarbeiten, öffnet die sonst unzugänglichen Archive. Ein kurzer Rafting-Ausflug führt in die wilde Natur der Valnerina. In Perugia lebt Maddalena Forenza. Sie fertigt Mosaikfenster in einer sehr speziellen Technik an, die von einem ihrer Vorfahren schon 1859 begründet wurde. Ihr Atelier gleicht einem Museum. Mindestens so spektakulär sieht der Arbeitsplatz ihrer Freundin Marta Cucchia aus. Sie webt Stoffe auf historischen Webstühlen nach alten Vorlagen in einer ehemaligen Kirche. Um eine fast aussterbende Zunft handelt es sich bei den Fischern am Lago Trasimeno. Aurelio Cocchini sorgt für ökologische Fangmethoden, damit auch künftig noch gefischt werden kann. Und im Städtchen Gubbio ist das Mittelalter noch lebendig. Dort werden auf abenteuerliche Art die Glocken geläutet - ein schwindelerregendes und gefährliches Spektakel. Die Küste Italiens ist so abwechslungsreich wie kaum ein anderer Landstrich Europas. Filmemacherin Emanuela Casentini reist in ihrer fünfteiligen Reihe einmal rund um den Stiefel.
16:9
11:55 Italien, meine Liebe
Infosendung ~45 Min
Sardinien ist die zweitgrößte Insel Italiens und vor allem berühmt für ihre Traumstrände. Die Langusten-Fischer sind leidenschaftliche Gegner von Schleppnetzen. Sie zeigen, wie nachhaltiges Langusten-Fischen funktioniert. In Tinnura, nahe dem Ort Bosa, lebt Pina Monne. Sie ist Muralistin, eine Künstlerin, die die Geschichte der Sarden auf Häuserwände malt. Im Nordwesten Sardiniens sind die einzigartigen weißen Esel zu Hause, die nur auf der kleinen vorgelagerten Insel Asinara vorkommen. Ein Tierarzt betreut die Esel im Nationalpark regelmäßig. Auf den Weiden von Narbolia und Montiferru werden rote Rinder gezüchtet, aus deren Milch der traditionelle Käse, der Casizolu, hergestellt wird. Die Kräuter, die hier wachsen, geben dem Käse seine unverwechselbare Note. Tiere und Käse haben ein Slow-Food-Siegel. Raimondo Usai stellt die ungewöhnlichen Launeddas her. Dieses traditionelle sardische Blasinstrument wurde schon vor 3000 Jahren gefertigt. Die heute gebauten Launeddas werden meist an Profi-Musiker verkauft. Am Ende der Reise durch Sardiniens Westen steht ein Besuch beim Modedesigner Luciano Bonino in der Altstadt von Cagliari an. Er ist ein Meister der Falten, und seine Modelle sind auch in internationalen Museen zu finden. Das Atelier des Designers liegt mitten in der alten Gasse, in der am ersten Mai die Prozession zu Ehren des Sant''Efisio vorbeizieht. Der Heilige soll die Stadt einst von der Pest befreit haben. Die Küste Italiens ist so abwechslungsreich wie kaum ein anderer Landstrich Europas. Filmemacherin Emanuela Casentini reist in ihrer fünfteiligen Reihe einmal rund um den Stiefel.
16:9


Nachmittag
 
12:40 Italien, meine Liebe
Infosendung ~45 Min
Maratea liegt am Tyrrhenischen Meer, am Golf von Policastro. Über den kleinen Ort wacht eine riesige Christus-Statue auf dem Monte San Biagio. Die Geschwister Maria-Francesca und Andrea Bartolomeo sind hier aufgewachsen und nach einem Studium fernab der Heimat zurückgekehrt. In Maratea haben sie kürzlich einen Laden für frische Pasta eröffnet. Die Rezepte stammen von ihrer Großmutter. Im Nationalpark von Pollino kümmert sich Domenico Cerbino um alte Obst- und Gemüsesorten, zum Beispiel um rote Auberginen, die hier wieder angebaut werden. Im Westen der Basilikata liegt das Cilento. Auf der Ebene Piana del Sele verwöhnt der ''Büffelflüsterer'' Antonio Palmieri seine Tiere. Die Büffel werden gemolken, wann sie es möchten, erhalten Massagen und hören klassische Musik. Der Mozzarella der glücklichen Büffel gilt als Delikatesse. Auf der karstigen Ebene der Murgia liegt die Stadt Matera. Dort befinden sich die einzigartigen Höhlenhäuser, die man 1950 noch als nationale Schande bezeichnete. Die süditalienischen Sassi di Matera bestehen aus Höhlen, Brunnen und einem ausgefeilten Bewässerungssystem aus der Bronzezeit. 1993 wurden die Sassi von der UNESCO zum Weltkulturgut erklärt und 2019 wird Matera Europäische Kulturhauptstadt sein. Der Architekt Biagio Lafratta lädt zu einer Entdeckungstour ein, während der Musiker Rino Locantore die Geheimnisse der Cupa Cupa preisgibt. Das ungewöhnliche Instrument wurde früher vor allen Dingen von Bettlern gespielt.
16:9
13:25 Italien, meine Liebe
Infosendung ~45 Min
In den wilden und rauen Abruzzen leben Bären und Wölfe noch in freier Wildbahn. Die Bilder der atemberaubenden Landschaft zeigen ein eher unbekanntes Italien, in dem Menschen mit ungewöhnlichen Berufen leben. Die Zoologin Roberta Latini ist eine davon. Sie beobachtet im Nationalpark die Bären und erklärt deren Verhalten. Außerdem kümmert sie sich um eine Problembärin, die zu zutraulich geworden war und jetzt in einem Gehege leben muss. In dem kleinen Dorf Scanno lebt Eugenio De Rienzo. Er ist Goldschmied mit Familientradition und fertigt besondere Eheringe an, auch für ein junges Paar aus dem Nachbardorf. Für sie wird zu Hause ein Hochzeitsritual zelebriert, bei dem Kichererbsen auf eine ganz eigene und sehr staubige Art zubereitet werden. Das soll Glück und Zufriedenheit bringen. Hoch oben in den Bergen des Nationalparks Gran Sasso, wo die Wölfe immer wieder Schafe reißen, leben Valeria und ihre Freundin. Sie färben die Wolle ihrer Schafe nur mit Naturprodukten, die sie selbst sammeln. Ihre Schwägerin Gabriella kocht ihnen am Abend Spaghetti alla Chitarra, ein typisches Gericht der Region. In Santo Stefano di Sessanio baut Alessio besondere Linsen an. Und an der Küste baut die Familie Organetti, die italienische Variante des Akkordeons. Von dem Traditionsunternehmen lebt die ganze Familie, bis auf den ältesten Sohn, der betreibt eine Musikschule. Seine jüngste Organetto-Schülerin ist gerade mal acht Jahre alt.
16:9
14:55 Wildes Italien
Infosendung ~45 Min
Sardinien ist für viele die Trauminsel im Mittelmeer. Kristallklares Wasser und malerische Küsten sind keine Klischees, sondern Wirklichkeit. Wildpferde bewohnen die riesige, menschenleere Hochebene von Gesturi. In den angrenzenden Hochlagen liegt das Reich der imposanten Mufflons. Im kristallklaren Wasser rund um die Insel verbirgt sich eine atemberaubende Unterwasserwelt. Farbenprächtige Fische, Korallen und Meeresschnecken leben hier - und der Riesenhai. Sizilien, vor der Stiefelspitze Italiens gelegen, ist die größte Insel im Mittelmeer. Schon von weitem ist das Wahrzeichen der Insel sichtbar: der Ätna, mit mehr als 3.300 Metern der höchste aktive Vulkan Europas. Nicht allzu weit entfernt ragt ein weiterer Vulkan empor: der Stromboli, mitten im Meer gelegen. Beinahe im Minutentakt speit er Lava und Feuer. Bis heute stehen auf Sizilien bis zu 2.500 Jahre alte Tempelanlagen. Heute erobert die Natur das uralte Mauerwerk zurück - Mauerbienen und Echsen bewohnen Ritzen und Spalten, üppige Blumenwiesen säumen die antiken Säulen. Die Abruzzen, auf der Höhe Roms gelegen, bilden das wilde Herz Süditaliens. Die raue, menschenleere Bergwelt mit ihren urtümlichen Buchenwäldern macht die Abruzzen so besonders: Das ist Italien von seiner unbekannten Seite. Die unzugänglichen Steilhänge sind das Revier der extrem seltenen Abruzzengämsen. Während der Brunft liefern sich die Böcke waghalsige Verfolgungsjagden zwischen den Felsen. Zwei Jahre lang dauerten die Dreharbeiten zu ''Wildes Italien''. Naturfilmer Hans-Peter Kuttler setzte hochstabilisierte Hubschrauberaufnahmen, Kameraschienen, Unterwasser- und Zeitlupenkameras ein, um die faszinierende Natur Süditaliens zu dokumentieren.
16:9
16:35 Stadt Land Kunst Spezial
Infosendung ~40 Min
Erri de Lucas Stadtviertel von Neapel Zitronen der Amalfiküste Das absolute Muss ''Stadt Land Kunst Spezial'' - das sind drei spannende Entdeckungen an einem Ort. Jeden Samstagnachmittag entführt Linda Lorin ins Wochenende mit tollen Reisetipps, die von Freiheit und Romantik erzählen. In 38 Minuten will das Magazin Lust auf einen Ort irgendwo auf der Welt machen: Lissabon, Miami, Andalusien, Patagonien, Kenia, Brüssel oder Korsika - Linda Lorins Reiseprogramm hält so einiges Überraschendes bereits. Immer samstags ab 16 Uhr beleuchtet das Magazin eine Destination aus dreierlei Perspektiven: Im ersten Teil geht es um einen Künstler, der mit dem Ort in Verbindung steht: Hier hat er gelebt, geliebt, gelitten, gemalt oder komponiert, sich neu erfunden oder manchmal auch verloren. Ohne New York hätte Lou Reed niemals seine unvergleichlichen Songs geschrieben. Ohne Tanger hätte Eugène Delacroix den Orient nicht auf diese Art gemalt, ohne Brüssel gäbe es weder Tim noch Struppi. Linda Lorin lässt die Inspiration nachempfinden, die an diesen Plätzen Meisterwerke hervorgebracht hat. Im zweiten Teil stellt Linda Lorin Menschen vor, die den Ort geprägt und seine Geschichte geschrieben haben. Es geht um Bauwerke, Kulturlandschaften, Städte, Musik, kulinarische Spezialitäten, aber auch um Eroberungen und Kriege - das Mexiko der Konquistadoren, das Patagonien der Banditen, Mississippi und Blues. Der dritte Teil zeigt touristische Highlights in neuem Licht: die Klassiker, die man auf keinen Fall verpassen darf und will. Linda Lorin erzählt, was nicht in den Reiseführern steht: sie verrät unbekannte, oft unglaubliche Begebenheiten aus der Geschichte des Ortes, manche davon sind streng geheim.
16:9
17:15 ARTE Reportage
Infosendung ~55 Min
Chile: Aufstand für Würde und Gerechtigkeit Norwegen: Auf Spitzbergen wird es wärmer Chile (1): Chile: Aufstand für Würde und Gerechtigkeit: Präsident Piñera versprach den Demonstranten eine neue Verfassung - aber sie gehen weiter auf die Straßen. Es ist die schlimmste Krise, die Chile seit der Rückkehr zur Demokratie im Jahr 1980 erlebt hat: Mindestens 23 Tote, tausende Verletzte und Schäden in Milliardenhöhe. Über einen Monat schon demonstrieren die Chilenen in Massen gegen die Regierung des konservativen Präsidenten Piñera. Doch als er dann vor zwei Wochen nachgab und versprach, den Chilenen endlich eine neue Verfassung zu geben, da ebbte die Empörung gegen die Regierung kaum ab. Kurz danach waren immer noch 84% der Chilenen gegen Piñera. Die Menschen sind wütend über die Folgen der Ungleichheit im Land, die verstärkt wird durch die Verfassung, sie stammt noch aus den Zeiten des Diktators Pinochet. Die Privatisierung staatlicher Leistungen, etwa für Trinkwasser, sorgt dafür, dass in vielen Haushalten, vor allem in den trockenen Regionen, kein oder kaum noch Wasser aus den Leitungen kommt.Bergbau und Agrarunternehmer zapfen Grundwasser und Flüsse im Land leer, den kleinenBauern auf dem Land verdorren die Weiden, das Vieh verdurstet oder verhungert. Als dann vor gut einem Monat die Preise der, im Verhältnis zu den niedrigen Einkommen, sehr teuren U-Bahn Tickets noch einmal erhöht wurden, war das der Funke, der die Wut der Bürger entflammte. Die Brutalität der Polizei gegen die Demonstranten in den letzten Wochen hat die Menschen nachhaltig empört. Ausgeschossene Augen der Demonstranten wurden zum Symbol der Proteste: Anscheinend zielt die Polizei mit Gummigeschossen und Tränengasgranaten in Augenhöhe auf Demonstranten, auch zufällig dabeistehende Bürger wurden verletzt. Die Proteste gehen auch deshalb weiter, weil viele Chilenen ein doppeltes Spiel der Regierung befürchten, im Sinne von: Erst einmal durch Zugeständnisse die Leute beruhigen, und hinter den Kulissen genau so weitermachen wie zuvor. (2): Norwegen: Auf Spitzbergen wird es wärmer: Die zu Norwegen gehörende Inselgruppe Spitzbergen im Arktischen Ozean wurde zu einem Gradmesser für den Klimawandel. Svalbard - auf Deutsch ''Kühle Küste'' - ist der norwegische Name für die Inselgruppe Spitzbergen. Sie liegt weit oben im Norden, auf halbem Weg in Richtung Nordpol, Longyearbyen ist ihr Hauptort, sie ist die nördlichste Stadt unseres Planeten. Seit 1971 stiegen dort die Temperaturen um fünf Grad im Jahresdurchschnitt, das ist fünfmal so schnell wie im Rest der Welt. Ab 1900 förderten sie hier reichlich Kohle, heute ist Spitzbergen eines der Labore für Arktisforscher aus aller Welt: Hier treffen sich die Wissenschaftler, um den Klimawandel zu erforschen. Denn ausgerechnet an so einem kalten und lebensfeindlichen Ort lässt sich gut beobachten, wie sich Natur und Mensch den wandelnden klimatischen Bedingungen anpassen. Erfahrungen und Gewohnheiten aus vielen Jahrzehnten sind mit einem Mal, um im Bild zu bleiben: Schnee von gestern ...
16:9


Abend
 
18:25 360° Geo-Reportage
Infosendung ~45 Min
Don Vincenzo hat ein Problem. Die Glocken in der Kirche des 42-jährigen Priesters schlagen nun schon seit vielen Jahren nicht mehr, was eine Andacht stets zu einer halben Sache macht. Denn eine Kirche ohne Glocke hat - so die Anhänger von Don Vincenzos Gemeinde - keinen Wert.Nun soll sich das endlich ändern. Über Spenden hat der emsige Geistliche das nötige Geld gesammelt, um sich bei den Brüdern Marinelli in Agnone eine neue Glocke anfertigen zu lassen. Die Marinellis gehören zu den berühmtesten Glockengießern Italiens. Besonders stolz sind sie auf ihre Beziehungen zum Vatikan, der seit vielen Jahren zu ihren Kunden zählt. Papst Johannes Paul II. kam 1995 sogar nach Agnone, um den Guss einer Glocke zu segnen. Seit 1924 ist die Glockengießerei der Marinellis die einzige weltweit, die ihre Glocken mit dem päpstlichen Wappen zieren darf. Verständlich, dass Don Vincenzo entsprechend aufgeregt ist.Die Geschichte der Verwendung von Glocken im Christentum geht bis in das 5. Jahrhundert nach Christus zurück. Aufgrund ihres hohen Gewichts wurden sie zunächst direkt vor Ort in den Klöstern gegossen, erst später etablierten sich spezialisierte Betriebe, vor allem in Europa. Der Transport zur Kirche und die Installation im Glockenturm finden bis heute unter teilweise abenteuerlichen Bedingungen statt. Zuvor jedoch wird der Guss einer Glocke von einem Priester nach einem exakt vorgeschriebenen Ritual gesegnet. Auch Don Vincenzo will dafür extra zur Gießerei Marinelli nach Agnone reisen. Rund um die Welt gibt es spannende Stories, die es zu erzählen lohnt. Journalisten reisen mit der Kamera um den Globus, um die besten Geschichten zu finden und für die Zuschauer zu dokumentieren. Fündig werden sie sowohl in abgelegenen Gegenden, aber auch in großen Städten – überall gibt es Abenteuerliches und Interessantes zu entdecken. Natürlich spielen vor allem auch die Menschen der jeweiligen Gebiete ein große Rolle.
Untertitel16:9
22:35 Pompeji - Die Rettung der Zeitzeugen
Infosendung ~55 Min
Pompeji ist die wohl berühmteste aller archäologischen Ausgrabungsstätten. Jedes Jahr strömen Millionen von Touristen aus aller Welt durch die Ruinenstadt der Antike. Besonders wertvoll sind die Gipsabgüsse von insgesamt 86 Todesopfern des verheerenden Ausbruchs des Vesuvs, der die Stadt im Jahr 79 nach Christus in Schutt und Asche legte. Menschen, Tiere und Gegenstände wurden unter meterhohem vulkanischem Material begraben und dabei vergleichsweise gut konserviert. Zwar zersetzten sich die menschlichen Körper, doch blieben die Knochen in einer Hohlform zurück. Im 19. Jahrhundert begann der italienische Archäologe Giuseppe Fiorelli mit der systematischen Freilegung des Unglücksortes. Er hinterließ der Nachwelt ein einzigartiges Zeugnis antiker Stadtkultur. Fiorelli hatte die Idee, die Hohlräume mit Gips auszufüllen. Nachdem er anschließend das vulkanische Gestein abgeschlagen hatte, entstanden Skulpturen, die den Todeskampf der Bewohner Pompejis bis heute festhalten. Nur bei wenigen der geborgenen Toten fanden sich ernsthafte Verletzungen. Die meisten Menschen sind wohl erstickt. Allerdings sind die Abgüsse heute durch Verwitterung in schlechtem Zustand. Die Dokumentation erzählt von der Herausforderung, die Abgüsse zu restaurieren, der sich ein internationales Expertenteam aus Archäologen, Restauratoren und Wissenschaftlern stellt. Trotz neuester Methoden riskiert jede falsche Berührung oder Kontaminierung die unwiederbringliche Zerstörung der wertvollen historischen Zeugnisse.
16:9
23:30 Eine Nacht in Florenz
Infosendung ~55 Min
Ende des 13. Jahrhunderts brach für Florenz eine neue Epoche an: Zu den berühmtesten Zeugnissen jener Zeit gehören der zinnenbewehrte Palazzo Vecchio und der erhabene Dom Santa Maria del Fiore. Es war eine kulturell und wirtschaftlich blühende Stadt, deren politische Bühne Cosimo de'' Medici, genannt il Vecchio (''der Alte''), in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts betrat. Der geschickte Stratege und Mäzen herrschte lange Zeit über die Stadt. Lorenzo de'' Medici, genannt il Magnifico (''der Prächtige''), führte später das politische Erbe seines Großvaters Cosimo fort. Wie kein anderer aus der Familie verkörperte der Philosoph und Literat die humanistischen Ideale. Der Schöngeist umgab sich mit Gelehrten, Philosophen, Wissenschaftlern und Künstlern. Dazu gehörten Botticelli, Donatello, Leonardo da Vinci und auch der junge Michelangelo. Florenz wurde zur Wiege der Renaissance, deren Einfluss ganz Europa erfassen sollte. In Florenz entstanden zahlreiche berühmte Werke großer Meister wie Michelangelos ''David'', Botticellis ''Geburt der Venus'' und ''Frühling'' oder Raffaels ''Madonna mit dem Stieglitz''. Die kulturelle Blüte der Stadt zeigte sich auch in der Architektur. Unter der Herrschaft der Medici wurden zahlreiche Bauwerke von atemberaubender Schönheit errichtet: die Basilika von San Lorenzo, die Medici-Kapellen und die Uffizien, eines der ältesten Kunstmuseen der Welt. Hier ist bis heute die private Kunstsammlung der Medici aus drei Jahrhunderten zu bestaunen. Dies ist übrigens der Weitsichtigkeit der letzten Herrscherin aus dem Hause Medici, Anna Maria Luisa, zu verdanken. Um zu verhindern, dass die Kunstschätze ihrer Familie in alle Welt verstreut wurden, überschrieb die Großherzogin sie kurz vor ihrem Tod der Stadt Florenz und machte die Sammlung somit Besuchern aus aller Welt zugänglich.
16:9