TV-Programm arte heute

   

Was läuft heute aktuell im TV Tagesprogramm von arte?

Sehen Sie hier das gesamte Tagesprogramm von arte - aufgeteilt nach Programm vom Vormittag, Nachmittag und Abend. Die Schwerpunkte des Programms sind Kultur, Europa und die Vermittlung von Informationen aus vorzugsweise ungewöhnlichen Perspektiven. Der Sender ist bekannt für hochwertige Dokumentationen und ein originelles Senderdesign.

Vormittag
 
03:45 Tracks
Musik ~47 Min
Muthoni Drummer Queen Suzi Quatro Mattie Do Mix Queer Lin Zhipeng Georgia (1): Mix Queer ''Tracks'' macht sein Coming-out und dreht an der Zeituhr: Urahne der queeren Kultur und Synonym für tuntenhaft-kitschiges ist die ''Camp''-Ästhetik der 70er Jahre, ein Flaggschiff der schwulen Emanzipation. In den 60ern stellten die Kuchar-Brüder aus der Bronx die Weichen für den schwulen Film - in knallbunten Farben. Zehn Jahre danach brachte Trash-Papst John Waters die Camp-Kultur mit seinen provokanten Filmen zu neuen Ehren, die seither als Untergenre der Popkultur gilt. (2): Muthoni Drummer Queen Früher spielte Muthoni Ndonga die traditionellen Trommeln der Luo, die eigentlich Männern vorbehalten sind. Heute rappt der aufsteigende Star am kenianischen Hip-Hop-Himmel über Korruption und Bürgerrechtsbewegungen in ihrer Heimat - aus Sicht der Frauen. (3): Lin Zhipeng Der 40-jährige Lin Zhipeng gehört zu den berühmtesten Vertretern des ''Si Sheying'', einer chinesischen Variante der Aktfotografie. Seine Bilder boomen im Netz, fallen in seiner kommunistischen Heimat allerdings der Zensur zum Opfer. (4): Suzi Quatro Die 1950 in Detroit geborene Rockerin war die erste weibliche Ikone des englischsprachigen Glam Rock. In ihrem Hit ''Can the Can'' wollte die in schwarzes Leder gekleidete Rockerin Männer in Dosen packen. Suzi Quatro hatte gerade in Deutschland großen Erfolg (mehrfacher Bravo-Otto!) und übte nachweislich Einfluss auf andere Rockmusikerinnen aus, darunter Joan Jett. (5): Georgia Eigentlich wollte sie Profifußballerin werden, aber dann verschlug es Georgia in die Musikbranche. Mit 21 Jahren tauschte die Britin den Ball gegen das Schlagzeug. Ihre Angriffstaktik: mitreißender Sprechgesang und elektronische Beats.
07:10 360° Geo Reportage
Infosendung ~45 Min
Der 80-jährige Kostas Zolotas lebt in Litochoro, am Ostrand des Olymp. Der ehemalige Bergführer mit dem wettergegerbtem Gesicht ist hier eine lebende Legende. Als junger Mann lernte er seinen Beruf von Christos Kakalos, der 1913 zusammen mit zwei Schweizern als erster Bergsteiger auf dem Mytikas stand, dem höchsten Gipfel des Olymp. Vor allem hat Kostas Zolotas in der Bergprovinz gezeigt, wie man gut wirtschaften kann. Er betrieb 50 Jahre lang erfolgreich die älteste Berghütte des Gebirgszuges. Trotz seines hohen Alters will Kostas Zolotas noch einmal seinen Berg besteigen. ''GEO Reportage'' hat den alten Bergführer beim Aufstieg zum Sitz der Götter begleitet. Kostas Zolotas Aufstieg auf den Olymp beginnt gemütlich. Sein Weg führt über malerische Schluchten und Wasserfälle, immer weiter hinein und hinauf in den Nationalpark Olymp, Heimat zahlreicher seltener Pflanzen- und Tierarten Griechenlands. Seit 1981 ist das Gebirgsmassiv als UNESCO-Biosphärenreservat ausgewiesen. Nach etwa neun Kilometern, für die gute Bergwanderer etwa vier Stunden benötigen, erreicht Kostas Zolotas den Ort Prionia auf 1.100 Meter Höhe. Er freut sich, seinen Freund Evripidis wiederzusehen, den Führer des Maultiertrecks, der die Berghütten versorgt. An einer natürlichen Quelle erfrischen sich Menschen und Tiere noch einmal vor dem härtesten Teil des Aufstiegs. Über sechs Kilometer steile Pfade liegen nun vor dem 80-jährigen Kostas Zolotas und dem Treck, bevor sie die Berghütte Spilios Agapitos, Kostas'' alte Hütte, erreichen. Er hatte sie einst eröffnet und betrieben. Heute führt seine Tochter Maria mit ihrer Familie die Geschäfte. Davor geht es durch Hochwald mit Schwarz- und Panzerkiefern sowie wilden Kirschbäumen. Kostas Zolotas hat es eilig. Ob die Wirtschaft gut läuft? Wie es wohl Maria und seinen Enkeln geht? Seit zwei Monaten haben sie sich nicht mehr gesehen. Rund um die Welt gibt es spannende Stories, die es zu erzählen lohnt. Journalisten reisen mit der Kamera um den Globus, um die besten Geschichten zu finden und für die Zuschauer zu dokumentieren. Fündig werden sie sowohl in abgelegenen Gegenden, aber auch in großen Städten – überall gibt es Abenteuerliches und Interessantes zu entdecken. Natürlich spielen vor allem auch die Menschen der jeweiligen Gebiete ein große Rolle.
16:9
08:40 Stadt Land Kunst
Infosendung ~50 Min
Das absolute Muss: Alcalá de Henares und der erste spanische Universitätsaufstand Der Zauber der bretonischen Insel Ouessant im Werk von Yann Queffélec Als Java holländisch war (1): Der Zauber der bretonischen Insel Ouessant im Werk von Yann Queffélec Vor der westbretonischen Küste des Finistère ist das Meer oft entfesselt. Auf der Insel Ouessant und dem Molène-Archipel haben starke Winde wild zerklüftete Felslandschaften hervorgebracht. In diesen abgelegenen Gefilden verbrachte Yann Queffélec einen Teil seiner Kindheit. Die Erinnerungen an diese Bretagne und die schwarze Iroise-See ziehen sich durch das Werk des Schriftstellers und prägen auch die Stimmung seines Romans ''Barbarische Hochzeit'', für den er 1985 den Goncourt-Preis erhielt. (2): Als Java holländisch war Indonesien hat neben exotischen Vulkanlandschaften, dichten Tropenwäldern und türkisfarbenem Meer auch eine europäische Facette, denn 1619 bemächtigten sich die Niederlande der Insel Java, um ihr weltweites Handelsnetz auszubauen. Noch heute sind Spuren dieser über 300 Jahre währenden Kolonialherrschaft sichtbar, so das Kanalsystem von Jakarta und die auf jene Zeit zurückgehenden Kaffeeplantagen. (3): Das absolute Muss: Alcalá de Henares und der erste spanische Universitätsaufstand Die 30 Kilometer von Madrid entfernte Universität von Alcalá de Henares ist eine der ältesten und schönsten des Landes. Lange war die Stadt dank ihrer 1499 gegründeten Universität ein Zentrum des geistigen Lebens in Spanien. Kein Wunder, dass die Bewohner von Alcalá an ihr hingen ...
16:9
09:30 Einer von uns: Der Homo sapiens
Infosendung ~55 Min
Lange Zeit galt der Neandertaler als dümmlich und man nahm an, der kognitiv überlegene Homo sapiens habe ihn ausgerottet. Doch was, wenn diese Vermutung falsch war und die beiden eng verwandten Spezies sich stattdessen paarten? ''Einer von uns: der Homo sapiens'' geht dieser Frage auf den Grund. 2010 gelang es dem Team um Svante Pääbo am Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie erstmals, den genetischen Code eines Neandertalers teilweise zu entschlüsseln. Das ermöglichte den Wissenschaftlern den Vergleich seines Erbmaterials mit dem heutiger Menschen auf der ganzen Welt. Das Ergebnis war verblüffend: Auf allen Kontinenten außer in Afrika weisen die Genome der Menschen auf die Kreuzung mit dem Neandertaler hin; ein bis drei Prozent ihrer DNA stimmen mit seiner überein. Ein eindeutiges Indiz dafür, dass der Homo sapiens auf den Neandertaler stieß und sich mit ihm paarte, jedoch erst als er Afrika verließ und die anderen Kontinente bevölkerte. Auf den Spuren der Neandertaler und des ersten europäischen Homo sapiens geht ARTE auf eine Reise in den Südwesten Rumäniens und den Süden Frankreichs und trifft auf bekannte Archäologen bei dem Versuch, das Geheimnis um die Vermischung von modernem Menschen und Neandertaler zu lüften. Zu Wort kommen Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts und der portugiesische Paläoarchäologe João Zilhão, der im Jahr 2002 gemeinsam mit seinem Team die mit 40.000 Jahren bislang ältesten sterblichen Überreste eines Homo sapiens in Europa entdeckte. Sein Fund weist bereits eindeutige Merkmale für eine Kreuzung mit dem Neandertaler auf. Der Archäologe Ludovic Slimak von der Universität Toulouse hingegen ist davon überzeugt, dass der Homo sapiens bereits vor 50.000 Jahren in Europa siedelte und seine Bräuche an den Neandertaler weitergab.
Untertitel16:9


Nachmittag
 
13:00 Stadt Land Kunst
Infosendung ~115 Min
Das absolute Muss: Die Sieben Inseln in der Bretagne Irland oder die Love Story von Michel Houellebecq Amorgos, Bollwerk der Zykladen (1): Irland oder die Love Story von Michel Houellebecq Man nennt sie die grüne Insel: Irland, Erde der Legenden, mit seiner von Religion geprägten Geschichte, besticht durch wilde Seenlandschaften, schier endlose Strände und Steilklippen. Zu Beginn der 2000er Jahre fühlte sich der französische Schriftsteller Michel Houellebecq von diesem Land inspiriert und erklärte es zu seinem Zufluchtsort. Dort entstanden insgesamt vier Romane - darunter ''Die Möglichkeit einer Insel'', ''Karte und Gebiet'' - sowie mehrere Gedichte. (2): Amorgos, Bollwerk der Zykladen Amorgos liegt am Kreuzweg der Kontinente, zwischen Europa, Kleinasien, Nahost und Afrika. Jahrhundertelang galt die bergige griechische Insel, die zum Archipel der Zykladen gehört, als strategischer Zankapfel. Ihre Einwohner gewöhnten sich an die zahlreichen Angriffe und unaufhörlichen Piratenraubzüge. Um sich zu schützen, passten sie ihre Architektur und ihre Lebensweise an. (3): Das absolute Muss: Die Sieben Inseln in der Bretagne In der Bretagne, zwischen Trébeurden und Perros-Guirec, erstreckt sich über fünfzehn Kilometer die berühmte Felsenküste aus rosafarbenem Granit, deren Farbe sich mit dem Blau des Meeres vermischt und einen atemberaubenden Anblick bietet. Besucher genießen die Badeorte, die Leuchttürme und den Archipel der Sieben Inseln, ein Paradies für Seevögel.
16:9


Abend
 
20:15 Die Eroberung des Mondes
Infosendung ~100 Min
Der großartige Erfolg von ''Apollo 8'' konnte nicht über die politischen Untertöne der nationalen Weltraumprogramme hinwegtäuschen. Nach den Enthüllungen über die NS-Verstrickungen und die SS-Vergangenheit Wernher von Brauns, der das Marshall Space Flight Center leitete, kritisierte die Öffentlichkeit seine wichtige Position bei der Nasa. Und während US-Präsident Nixon die Leistungen des ''Apollo 8''-Teams in seiner Antrittsrede in höchsten Tönen lobte, gipfelten die gewaltsamen Unruhen in seinem Land in einer wahren Kulturrevolution. Die Nasa verfolgte dennoch eisern ihr Ziel. Im Januar 1969 stellte sie die Astronauten vor, die mit ''Apollo 11'' zum Mond fliegen sollten: Buzz Aldrin und Neil Armstrong würden, unterstützt von Mike Collins im Kommandomodul, als erste Menschen den Erdtrabanten betreten. Wie immer war diese weitere Nasa-Mission auch ein Konkurrenzprojekt zum sowjetischen ''Luna''-Programm, das effizienter, sicherer und kostengünstiger als das ''Apollo''-Programm war und die amerikanische Vormachtstellung im All immer wieder in Frage stellte. Trotz dieser Konkurrenz setzte die Nasa ihre Mission wie geplant fort - und am Abend des 20. Juli 1969 (UTC) sorgte die weltweite TV-Übertragung von Neil Armstrongs ersten Schritten auf dem Mond für Rekordquoten. Die verrauschten Schwarz-Weiß-Aufnahmen, aufgezeichnet von einer Kamera, zeigen Neil Armstrong, wie er von einer Leiter steigt und die berühmten Worte spricht: ''Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit.'' Auf der Erde sorgten Neil Armstrong und Buzz Aldrin mit ihren schwerelosen Hüpfern für Jubel und Freudentränen. Später reiste das Team in zahlreiche Länder, um sich von Bürgern und Fans feiern zu lassen. Doch die Weltraumbegeisterung verflog so schnell, wie sie gekommen war: Unbemannte Sonden wurden zwar weiter quer durchs All - und sogar bis zum Mars - geschickt; der Durchbruch der bemannten Raumfahrt, wie ihn sich Wernher von Braun erträumt hatte, blieb jedoch aus. Und im kollektiven Gedächtnis sind Armstrongs legendäre Schritte auf dem Mond nach wie vor der Höhepunkt der Raumfahrtgeschichte.
16:9
22:50 Spielen Sie Gott, Mr. Feinberg?
Infosendung ~100 Min
Ken Feinberg, 73, ist Staranwalt in den USA. Er kommt immer dann ins Spiel, wenn es um menschliches Leid und um viel Geld geht. Als Schlichter handelt er außergerichtliche Vergleiche aus. Erst im Mai 2019 wurde bekannt, dass er damit beauftragt werden soll, im Fall der Klagen gegen Bayer/Monsanto zu vermitteln, in denen es um mögliche Krebsrisiken von Unkrautvernichtungsmitteln mit dem Inhaltsstoff Glyphosat geht. Ob nach dem Terroranschlag auf das World Trade Center in New York oder der BP-Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko: Feinberg entscheidet darüber, was ein Menschenleben wert ist. Er hält sich an feste Kriterien. Dabei spielt eine wesentliche Rolle, wie hoch der wirtschaftliche Schaden ist, der durch den Tod eines Menschen entstanden ist. Seine Gegner werfen ihm vor, Gott zu spielen und fragen: Warum ist das Leben eines Feuerwehrmanns, der am 11. September 2001 in den Twin Towers ums Leben kam, soviel weniger wert als das eines Börsenmaklers? Wie viel Geld sollte der Ölmulti BP den Fischern bezahlen, die nach einer Ölkatastrophe um ihre Existenz kämpfen? Wie geht man mit Arbeitern um, die am Ende ihres Arbeitslebens erfahren, dass ein Großteil ihrer Rente von Fonds-Managern veruntreut wurde? Der Film geht der Frage nach, wer der bisweilen allmächtig erscheinende Ken Feinberg wirklich ist. Wie verarbeitet er die menschlichen Tragödien, mit denen er konfrontiert wird? Der Film vermittelt einen tiefen Einblick in die Seele der amerikanischen Gesellschaft.
Untertitel16:9