TV-Programm arte heute

   
   Was läuft beim TV Sender arte

Was läuft heute aktuell im TV Tagesprogramm von arte?

Sehen Sie hier das gesamte Fernsehprogramm vom TV Sender arte - aufgeteilt nach Programm vom Vormittag, Nachmittag und Abend. Die Schwerpunkte des Programms sind Kultur, Europa und die Vermittlung von Informationen aus vorzugsweise ungewöhnlichen Perspektiven. Der Sender ist bekannt für hochwertige Dokumentationen und ein originelles Senderdesign.

Vormittag
 
03:40 28 Minuten
Infosendung ~48 Min
Schattenseiten und Freuden der MutterliebeConstance Debré war Strafverteidigerin, verheiratet und Mutter eines Kindes, Paul. Im Jahr 2015 beschloss sie, alles aufzugeben, ihr früheres Leben ''auseinanderzunehmen'', nachdem sie einer Frau begegnet war, die ihre Homosexualität geweckt hatte. Nach ''Play Boy'' im Jahr 2018 veröffentlicht Constance Debré mit ''Love me Tender'' nun eine Autofiktion, die die besondere Beziehung zu ihrem Sohn zum Ausdruck bringt, einen Roman über die Mutterliebe und die Gewalt dieser Liebe. Vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrungen nutzt sie die Fiktion, um von der Schwierigkeit, aber auch der Freiheit zu berichten, ganz sie selbst zu werden. Constance Debré ist heute Abend unser Gast.200 Wirtschaftsvertreter in Versailles: Wie viel kostet Emmanuel Macrons Werben für Frankreich? Nachdem Emmanuel Macron im Elysée-Palast die Wirtschaftsführer Frankreichs zur ''Förderung des französischen Know-hows'' empfangen hat, lädt er am Montag in Versailles mehr als 160 Investoren für eine Woche im Zeichen des Made in France ein. Ziel ist es, die französische Industrie zu stärken. Ist Frankreich trotz der Streikbewegungen immer noch attraktiv? Handelt es sich um eine Rückkehr der Industrie und des ''wirtschaftlichen Nationalismus''? Wird diese Attraktivität die territorialen Ungleichheiten verringern, oder geht sie auf Kosten der Arbeitnehmerrechte? Darüber diskutieren wir in ''28 Minuten''.
Untertitel16:9
05:00 Tracks
Musik ~30 Min
2015 rüstete Timothy Morton sein Haus in Houston, Texas, mit einem Windrad aus. Dem britischen Philosophen war klar geworden, dass es nicht ohne Auswirkungen auf die Umwelt bleibt, wenn man in allen Zimmern das Licht brennen lässt oder die Garage in einen Nachtclub umfunktioniert. Für ihn war damit der Beweis erbracht, dass Umweltschutz nicht zwangsläufig das Wirtschaftswachstum bremst.In den USA zählt Timothy Morton, dessen Schriften seit Kurzem auch in deutscher und französischer Übersetzung vorliegen, bereits zu den 50 einflussreichsten Philosophen des 21. Jahrhunderts. Zu seinen Fans gehören die Sängerin Björk ebenso wie der zeitgenössische Künstler Ólafur Elíasson, manche sprechen von ihm sogar als dem ''Propheten des Anthropozäns''.''Tracks'' hat den Philosophen an einem Novembertag in New York getroffen. Dass der Mann kein Blatt vor den Mund nimmt, verrät schon sein Bestseller aus dem Jahr 2007, der in Deutschland 2016 unter dem Titel ''Ökologie ohne Natur: Eine neue Sicht der Umwelt'' erschienen ist.Ohne sich in aufgesetzten Schuldgefühlen oder hohlen Politikerphrasen zu ergehen, dekonstruiert der britische Querdenker darin den Ökologiebegriff und hinterfragt, ob Umweltschutz auch ohne Katastrophenszenarien und naives Gutmenschentum möglich ist.Weitere Gäste: Die US-amerikanische Transgender-DJane Chris Korda ist Gründerin der ''Church of Euthanasia'', die in den 1990er Jahren mit provokativen Slogans wie ''Save the Planet Kill Yourself'' und ''Selfish? Have Kids'' Furore machte. Sie wollte damit auf das Problem der Überbevölkerung und die Endlichkeit der natürlichen Ressourcen aufmerksam machen und die Menschheit dazu bewegen, ihre Rolle auf diesem Planeten neu zu überdenken - 30 Jahre vor Greta!''Tracks'' hat auch Künstler getroffen, die das Thema Ökologie auf die Spitze treiben, und zwar in der Ausstellung ''OUVERT'', die gerade im Centre Transpalette in Bourges ihre Pforten geöffnet hat, und beim Far Festival 2019 in Nyon (Schweiz). Noch radikaler als die Transhumanisten testen die Anhänger des Transvegetalismus Möglichkeiten des Austauschs zwischen den Arten, um unseren anthropozentrischen und utilitaristischen Blick auf die Pflanzenwelt zu verändern.So erschafft der mexikanische Künstler Gilberto Esparza an der Schnittstelle von Technologie, Aktivismus und Botanik aus technologischen Überbleibseln seine ''urbanen Parasiten'' - kleine Mischwesen, die halb Pflanze, halb Roboter sind und ihre Energie aus städtischen Stromkabeln und verschmutzten Gewässern ziehen (was auf 60 Prozent der mexikanischen Flussläufe zutrifft).Für die Bio-Künstlerin Špela Petric ist dagegen das Zeitalter des ''Homo Vegetalus'' angebrochen. Die Slowenin züchtet ''vegetabile Embryonen'' im Reagenzglas und boostet deren Wachstum durch Zufuhr von Steroiden, die sie aus ihrem eigenen Urin gewinnt.''Tracks Special'' stellt auch eine neue Generation von Aktivisten vor, die ''Minimalisten''. Die Jünger der Besitzlosigkeit folgen dem Vorbild von Joachim Klöckner, der nicht mehr als 50 Gegenstände besitzt, die er alle im Rucksack mit sich führt: Der Alptraum der Konsumgesellschaft! Außerdem beschäftigt sich ''Tracks'' mit dem ''Ökozid'' als Kunstströmung, bei der in Performances die aktuell stattfindende ''Ermordung der Umwelt'' zum Thema gemacht wird.
16:9
08:00 Dem Esel auf der Spur
Infosendung ~45 Min
Sei es für Wüstendurchquerungen mit Karawanen, die Errichtung der Pyramiden oder den Bau der Chinesischen Mauer - der Mensch macht sich den Esel seit Urzeiten zunutze. Und das weltweit: Bis heute gibt es kein Land, in dem der Esel nicht zu finden wäre. Überall dort, wo motorisierte Fahrzeuge nicht hinkommen und Menschen ohne die Hilfe von Maschinen arbeiten müssen, sind Esel als Nutztiere heute noch von essenzieller Bedeutung. Um die besondere Beziehung zwischen Mensch und Esel besser zu verstehen, begeben sich Forscher auf die Spur des Tieres und reisen dabei in der Evolutionskette zurück bis zu seinen wilden Vorfahren. Die wenigen Wildesel, die heute noch leben, sind vom Aussterben bedroht. Ihr Lebensraum ist die Danakil-Senke in Ostafrika, eine der trockensten Wüsten der Erde, wo fortwährend mindestens 46 Grad Celsius herrschen. In der Wüste geboren und von ihren extremen klimatischen Bedingungen geprägt, hat der Esel Sinne entwickelt, die es ihm ermöglichen, in der rauen und feindlichen Umgebung zu überleben: Seine hervorstehenden Augen ermöglichen ihm eine gute Sicht auf das Geschehen um ihn herum und auch seine Ohren sind extrem beweglich. Sein kompaktes und stabiles Skelett macht ihn zum idealen Lastenträger, und mit seinen harten Hufen kann er sicher auf steinigem Untergrund laufen. Außerdem können Esel lange Zeit ohne Wasser auskommen und brauchen nur wenig Futter. Die Dokumentation führt rund um die Welt und lässt Wissenschaftler, Züchter und all jene zu Wort kommen, die heute noch Esel für Fortbewegung und Arbeit nutzen.
16:9
10:25 König Artus
Infosendung ~55 Min
Man nennt es das dunkle Zeitalter in Britannien: Das 5. Jahrhundert ist eine Zeit des Umbruchs. Die Römer ziehen sich langsam aus Britannien zurück. Germanische Völker vom europäischen Festland, Angeln, Sachsen und Jüten, strömen von Osten her ins Land. Es soll ein soziales Chaos ausgebrochen sein. Ein bedeutender Wendepunkt in der britischen Geschichte, über den kaum etwas Schriftliches überliefert ist. Ein Name allerdings hat in der späteren literarischen Aufarbeitung dieser Zeit Bedeutung erlangt: König Artus. Ein Anführer, der sich den angelsächsischen Invasoren widersetzt haben soll. Ein ritterlicher und heldenhafter König, der für Recht und Ordnung steht. Heute weiß man: Der legendäre Herrscher ist mit höchster Wahrscheinlichkeit genau das - eine Legende. Eine literarische Figur für eine Zeit, die wenig historische Spuren hinterlassen hat und den Briten eine Identität stiftete. Doch wie ist diese Legende entstanden? Archäologen, Genetiker, Historiker und Teilchenphysiker begeben sich auf die Spurensuche nach König Artus, nach seinem Königreich und nach seinem angeblichen Krieg mit den Invasoren. Neueste wissenschaftliche Funde lassen ein völlig neues Bild dieser in den literarischen Quellen als kriegerisch beschriebenen Zeit entstehen: keine Schlachtfelder und keine Massengräber. Stattdessen friedliche Koexistenz von einheimischen Briten und angelsächsischen Migranten, kultureller Austausch zwischen diesen Bevölkerungsgruppen. Und Artus'' Burg Tintagel? Sie war mächtiges Zentrum eines Handelsnetzes, das sich bis in den östlichen Mittelmeerraum erstreckte. Es waren wohl die Ruinen dieser Burg, die den Geschichtsschreiber Geoffrey of Monmouth Jahrhunderte später zum Mythos Artus inspiriert haben.
Untertitel16:9


Nachmittag
 
13:45 Paula
Spielfilm ~140 Min
Die Uhr tickt schwer, zwei zarte Hände umklammern ein gerahmtes Bild. Noch hat alles kein Gesicht. Carl Woldemar Becker ist gekommen, um seiner Tochter Paula ins Gewissen zu reden. Der Vater spricht den Satz, den Paula widerlegen wird: ''Frauen können keine Malerinnen werden!'' Sie macht sich von Bremen aus auf in die nahegelegene Künstlerkolonie Worpswede, um Künstlerin zu werden. Gerade Fritz Mackensen, der nicht viel von Frauen hält und den malerischen Realismus predigt, wird hier ihr Lehrer. Die Wirklichkeit mit Präzision und Genauigkeit abzubilden, ist, was für ihn zählt. Doch Fräulein Becker malt, was SIE sieht, geht mit Staffelei, Farben und Pinsel ins Moor und ins Armenhaus, fragt Mütter, ob sie mit ihren Kindern Modell stehen würden. In der Bildhauerin Clara Westhoff findet Paula ihre beste Freundin. Die jungen Frauen saugen das Leben in Worpswede auf, auch das Feiern mit den Kolonisten, zu denen sich bald der kauzige Dichter Rainer Maria Rilke gesellt. Er und Clara werden ein Paar, während sich Paula und Otto Modersohn näherkommen. ''Bis 30 will ich es geschafft haben. Mein Leben soll ein Fest sein. Ein kurzes, intensives Fest ... Wenn ich drei gute Bilder gemalt habe, dann gehe ich gern. Drei gute Bilder und ein Kind.'' - Fünf Jahre später hat Paula Schatten im Blick, in ihrem Ton ist das Unbeschwerte verloren gegangen. Intensiv sucht sie nach sich als Malerin und formt einen ungewöhnlichen, eigenen Stil, den in Worpswede keiner versteht. An Ihrem 30. Geburtstag bricht sie auf - nach Paris.
16:9
16:05 Big Pacific
Infosendung ~45 Min
Die Riesen des Pazifiks haben Besonderheiten entwickelt, die es ihnen erlauben, ihren unersättlichen Nahrungsbedarf zu decken. Dass der Blauwal, das größte Tier der Welt, sich von winzig kleinen Krebstierchen ernähren kann, funktioniert nur, weil er mit seinem Riesenmaul bei jedem Bissen Unmengen von Krill verschlingt. Auch der Teufelsrochen fällt über winzige Beute her. Da diese kaum nahrhaft ist, frisst er fast pausenlos, um nicht zu verhungern. Die Nomura-Qualle, zunächst nur so groß wie ein Reiskorn, verspeist alles, was ihr in die Fangarme kommt, und kann so innerhalb eines Jahres größer werden als ein Mensch. Dabei stattet sich die Riesenqualle mit so vielen Mündern aus, wie für ein solch spektakuläres Wachstum notwendig sind. Ausgewachsene Walhaie können bis zu 15 Meter lang werden, doch als Jungtiere sind sie selbst eine leichte Beute. Seinen Nahrungsbedarf deckt der Meeresriese, indem er bei größeren Planktonansammlungen einfach sein Maul öffnet und die Kleinstlebewesen aus dem Wasser filtert. Damit ist er eine der gefräßigsten Kreaturen im Pazifik. Auf den Marshallinseln haben Muränen gelernt, an Land zu jagen, und auch die Schildkröten der Galapagosinseln haben Verhaltensweisen entwickelt, die ihr Überleben sichern. Entlang der Küste Kaliforniens lebt wiederum ein auf den ersten Blick sehr unscheinbarer Jäger. Die Grüne Riesenanemone harrt geduldig aus, bis die Strömungen des Pazifiks ihr Beute zuspielen, wobei diese auch gern einmal doppelt so groß sein kann wie sie selbst. Nicht weit entfernt, vor der Küste von Big Sur, könnte ein fragiles Ökosystem ohne den Hunger seiner Einwohner gar nicht überleben. Dort wächst auf dem Meeresboden ein riesiger Kelpwald, der in seinem Streben nach Sonnenlicht bis zu 45 Meter hoch wird. Dieser Algenwald bietet zahlreichen Arten Unterschlupf und dient ungeladenen Gästen auch als Nahrung. Der Rote Seeigel hat einen solchen Heißhunger auf Kelp, dass er die Meereswälder in wenigen Monaten in Meereswüsten verwandeln könnte. Wäre da nicht der Seeotter, der mit seiner Vorliebe für Seeigel dem Kelpwald zur Seite steht.
16:9


Abend
 
19:40 Re: Geschichte einer Versöhnung
Infosendung ~35 Min
Geschichte einer Versöhnung - Hilfe aus Sachsen für Holocaust-Überlebende Als die deutschen Handwerker vor seiner Tür stehen, ist Josef Aron erstaunt. Der 85-Jährige ist Holocaust-Überlebender - einer von knapp 200.000, die noch in Israel leben. Über 40.000 leben wie er unterhalb der Armutsgrenze. Große Renovierungsarbeiten kann Josef Aron sich nicht leisten. Doch jetzt sind die Maler, Fliesenleger und Klempner aus Sachsen da, um den Wasserschaden in seiner Wohnung unentgeltlich zu reparieren. Die Handwerker haben zwei Wochen Urlaub genommen, Flug und Unterkunft selbst bezahlt, um jetzt anzupacken. Sie alle eint der Wunsch nach Wiedergutmachung. Die Idee für dieses Projekt hatte Michael Sawitzki, der in Chemnitz eine Firma für Naturstein führt. Als er vor 15 Jahren zum ersten Mal Israel bereist, ist er fasziniert von dem Land. Doch dass viele der Holocaust-Überlebenden in Armut leben, lässt ihn nicht in Ruhe. Er will helfen und zwar mit dem, was er am besten kann: seinem Handwerk. In Israel erlebt Michael Sawitzki nun, wie Überlebende nach Jahrzehnten ihr Schweigen brechen. Josef Aron bietet den Handwerkern zunächst Kaffee an. Dann beginnt er zu erzählen, wie er als Siebenjähriger in das Konzentrationslager Bergen-Belsen kam, wie die Wachen ihn bis zum Kriegsende jeden Tag geschlagen und vergewaltigt haben. Auch wenn es ihm schwerfällt, von seinem Martyrium erzählen: Josef Aron will, dass seine Geschichte nicht in Vergessenheit gerät. Die Handwerker treibt nicht nur ihr christlicher Glaube an. Oft kommt die eigene Familiengeschichte dazu und die aktuelle Stimmung in Deutschland. Uwe Schramm ist Dachdeckermeister. Mit Sorge beobachtet er den wachsenden Antisemitismus: ''Als Deutscher habe ich eine Verantwortung. Wir können das, was passiert ist, nicht wiedergutmachen. Aber wir können zeigen, dass wir uns verändert haben.''
Untertitel16:9