mdr Programm 03.07.

   
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Was läuft 03.07. im TV-Programm von mdr?

Das mdr Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
00:30 Davon stirbt man nicht
Spielfilm ~85 Min
(Donna Leon - Davon stirbt man nicht) Krimi, Deutschland 2002 Regie: Christine Hartmann Autor: Renate Kampmann Musik: Ludwig Eckmann Kamera: Carl Finkbeiner
Davon stirbt man nicht
Nach dem Unfalltod ihrer Eltern hat die Internatslehrerin Laura Melzer (Suzanna von Borsody) für ihre jüngere Schwester Anna (Bernadette Heerwagen) die Mutterrolle übernommen. Als Laura nun auch noch mit Anna in Urlaub fahren will, fühlt die 18-Jährige sich von der Fürsorge ihrer Schwester förmlich erdrückt. Da kommt das verlockende Angebot von Annas Freundin Dorian (Zora Holt) wie gerufen. Die verwöhnte Tochter eines amerikanischen Multimillionärs hat keine gesteigerte Lust, nach Venedig zu fahren, wo ihr Vater für sie einen exklusiven Malkurs gebucht hat. Dorian will lieber die großen Ferien mit ihrem heimlichen Geliebten, dem umschwärmten Sportlehrer Stefan Schürmann (Mathieu Carrière), verbringen und schlägt Anna vor, an ihrer statt den geplanten Luxusurlaub in Italien zu verleben. Anna lässt sich darauf ein, doch der spontane Rollentausch wird ihr zum Verhängnis: Sie wird an Stelle von Dorian entführt. Dorian erfährt, dass ihre Freundin gekidnappt wurde, doch aus Angst davor, dass der Vater ihr Liebesverhältnis entdeckt, lässt sie ihre Freundin im Stich und klärt den fatalen Irrtum nicht auf. Nicht nur die Erpresser wähnen die Millionärstochter in ihrer Gewalt. Auch Dorians Vater (Manfred Andrae) ahnt nicht, wie die Dinge stehen und ist daher bereit, die geforderten zwei Millionen Dollar Lösegeld an die Entführer zu zahlen. Da Anna ebenso verschwunden ist, schöpft ihre Schwester Laura rasch den Verdacht, dass es sich bei der Entführten um ihre Schwester handeln könnte. Gemeinsam mit Everett Burns (Jürgen Prochnow), dem Sicherheitsexperten von Annas Vater, sucht Laura verzweifelt nach ihrer Schwester und muss dabei feststellen, dass ihr liebenswerter Kollege Schürmann mit den Kidnappern unter einer Decke steckt ... ''Davon stirbt man nicht'' ist ein packendes Geiseldrama, das vor der optisch reizvoll in Szene gesetzten Bergkulisse des österreichischen Kremsmünster und in den Lagunen Venedigs gedreht wurde. Der bis zur letzten Minute spannende Film, der auf einer Idee der Erfolgsautorin Donna Leon (''Commissario Brunetti'') basiert, ist starbesetzt mit Suzanne von Borsody (''Wie buchstabiert man Liebe?''), Jürgen Prochnow (''Das Boot''; ''Dune - Der Wüstenplanet''), Mathieu Carrière (''Utta Danella - Die Hochzeit auf dem Lande''; ''Das Mädchen Rosemarie'') und Bernadette Heerwagen (''Liebe und weitere Katastrophen''; ''Der Schandfleck'').
Untertitel16:9
05:55 Unser Pappa: Herzenswünsche
Spielfilm ~90 Min
Staffel 1: Episode 3 Familienkomödie, Deutschland 2004 Regie: Ilse Hofmann Autor: Johannes Reben Musik: Frank Wulff - Stefan Wulff - Hinrich Dageföhr Kamera: Hans Grimmelmann
Unser Pappa: Herzenswünsche
Seit nunmehr fünf Jahren führen Achim Hagenau (Dieter Pfaff) und seine Hofnachbarin Bärbel Ramsbächle (Tatjana Blacher) eine glückliche Ehe. Was der ehemalige Großstadtarzt und heutige Landwirt Achim nicht ahnt: Bärbel sorgt sich seit geraumer Zeit um seine Gesundheit. Sie ist überzeugt, dass Achims Herz nicht mehr lange mitspielt, wenn er nicht endlich kürzer tritt. Ihr selbst macht der fortwährende Streit mit ihrem bösartigen Schwager, dem Ochsenwirt (Michael Hanemann), zu schaffen, der es auf ihren Hof abgesehen hat. Daher hat sie bereits in aller Heimlichkeit ihre Stelle als Lehrerin gekündigt, um mit Achim nach Stuttgart zu ziehen. Der ist zutiefst gekränkt, als er zufällig von diesem Vorhaben erfährt. Und so schlittert das Paar in seine erste ernsthafte Ehekrise. Denn auch Achim hat so seine Pläne gemacht. Seinen eigenen Hof will er der Familie seines ''Beinahe-Schwiegersohns'' Boris (Arndt Schwering-Sohnrey) überschreiben. Und Bärbels Gut will er unter eigener Führung zu einem Gnadenhof für alte Tiere umgestalten. Den Anfang macht er mit den beiden treuen Rottweilern seiner Großtante, die eigentlich eingeschläfert werden sollten und die ihm fortan nicht mehr von der Seite weichen. Mit seinen Plänen setzt Achim sich jedoch zwischen alle Stühle. Der geldgierige Ochsenwirt nämlich sah Bärbels Hof bereits als lukrativen Umschlagplatz für billiges Exportvieh. Achims Tochter Anna (Katharina Wackernagel), eine leichtlebige Tierärztin, und sein Sohn Arnulf (Steffen Groth) fürchten derweil um ihr Erbe, sollte Boris den väterlichen Hof bekommen - obwohl sie andererseits versuchen, sich von ihrem fürsorglichen Pappa zu emanzipieren. Einzig Achims jüngster Sohn Achim junior (Maximilian Pfaff) stellt sich hinter seinen Vater. So endet das große Familientreffen in einem großen Familienkrach. Erst als der gestresste Achim wenig später am Steuer seines Wagens einen Zusammenbruch erleidet, kommt die Sippe zur Besinnung. Mit ''Unser Pappa - Herzenswünsche'' werden die turbulenten Geschichten um die sympathische Großfamilie Hagenau fortgesetzt. In einer gelungenen Mischung aus Humor und Dramatik erzählt ''Herzenswünsche'' von großen Plänen und kleinen Alltagssorgen. Es geht um Geschwisterzwist und familiären Zusammenhalt, um Vertrauen und Ehrlichkeit.
Untertitel16:9
07:30 Frau Major und ihre Soldaten zum Krieg in Europa
Infosendung ~30 Min
(Frau Major und der Krieg in Europa) Reportagereihe, Deutschland 2022
Frau Major und ihre Soldaten zum Krieg in Europa
Sie haben sich ihre Hochzeit vermutlich anders vorgestellt: Major Tina Behnke, Kompaniechefin und ihr Mann Felix, Fallschirmjäger. Als sie das Aufgebot bestellt haben, war noch alles ruhig, nun ist Krieg in Europa. Und das betrifft auch ihre Familie und Kameradinnen und Kameraden. Bei der Hochzeit stehen sie in Uniform Spalier. Später beim Essen wird diskutiert. Alle wissen, auch deutsche Soldatinnen und Soldaten sollen die Ostflanke der NATO sichern, dauerhaft im Baltikum, in Polen und Rumänien stationiert werden. Ihr Mann wird zehn Tage nach der Hochzeit dorthin einrücken, zunächst für vier Wochen. Tina Behnke hat es in der kämpfenden Truppe zur ''Frau Major'' gebracht, Karriere gemacht, vor wenigen Tagen noch Übungen befehligt, Unteroffiziere ausgebildet, immer vorne dran, sportlich, zäh, dabei fair und freundlich Was sie verlangt, macht sie auch selbst mit. Doch seit Krieg in der Ukraine ausgebrochen ist, ist allen klar: Aus den Übungen könnte plötzlich Ernst werden. Der Krieg mitten in Europa ist das beherrschende Thema, auch unter den Rekruten. Die Bilder im Fernsehen schockieren sie. Das hatte bisher keiner für möglich gehalten. Frieden war selbstverständlich. Sie sprechen untereinander und auch mit Major Tina Behnke über den Krieg, dass sie bei einem künftigen Einsatz verwundet werden, sterben könnten und vielleicht die Entscheidung treffen müssen, einen anderen Menschen zu töten. Tina Behnke ist seit fünfzehn Jahren Soldatin und hat sich mit diesen Fragen schon oft auseinandergesetzt. Sie ist Mutter eines fünfjährigen Sohnes. Ihr Lebensgefährte ging in den Einsatz nach Afghanistan, als sie schwanger war und kehrte zwei Tage vor der Geburt zurück. Als ihr Sohn ein Jahr alt war, ging sie für vier Monate nach Mali, beides Einsätze auf anderen Kontinenten, tausende Kilometer von Deutschland entfernt. Jetzt ist der Krieg vor der Haustür angekommen, und alle sprechen von der Gefahr, er könne sich ausweiten. Wie gehen sie mit diesen Aussichten um? Wie bereiten sie sich und ihren kleinen Sohn darauf vor? Die Kehrtwende in der deutschen Verteidigungspolitik, dass über die eingeschränkte Verteidigungsfähigkeit der Bundeswehr endlich öffentlich gesprochen, Frieden nicht mehr als selbstverständlich betrachtet wird, ist für die Soldatin und ihre Kameraden überfällig. Um ihn zu sichern, kann es sein, dass auch Tina Behnke, ihr Mann und die Soldatinnen und Soldaten ihrer Kompanie aufbrechen müssen. Im Schrank liegen ihre beiden Testamente - dazu ist jeder, der in einen Auslandseinsatz geschickt wird, verpflichtet.
Untertitel16:9HDTV
08:00 Uma und ihre Geschwister
Infosendung ~30 Min
Mein Familientagebuch Gesellschaftsreportage, Deutschland 2021
Uma und ihre Geschwister
Uma (11 Jahre) ist Ebbas ältere Schwester, aber sie braucht noch Hilfe beim Anziehen, beim Klogang, beim Zubereiten des Essens. Oft wurde Ebba erklärt, warum das so ist - dass Uma eine Behinderung hat. Was das bedeutet, ist für sie schwer zu begreifen. Schon früh nimmt sie im Alltag die Rolle der Älteren ein. Sie merkt, dass daran etwas schräg ist. Warum soll sie immer einlenken, wenn Uma bockig ist und nicht kooperieren will? Reicht es nicht, dass sie auf ihren kleinen Bruder Rücksicht nehmen muss? Uma ist aufgrund eines seltenen genetischen Defektes geistig beeinträchtigt, schwerhörig, hat Epilepsie und eine schwere Sprachentwicklungsstörung. Und sie ist die älteste von drei Geschwistern: Ebba ist drei Jahre jünger und Bruder Joseph fast 9 Jahre jünger als Uma. Ebba und Joseph wachsen mit Umas Beeinträchtigung, den vielen Arzt- und Therapieterminen, den Krankenhausaufenthalten, der besonderen Zuwendung der Eltern für Uma wie selbstverständlich auf. Und doch bemerkt Mutter Tabea gerade zwischen den beiden Schwestern immer stärkere Reibereien, je älter sie werden. Fühlt sich Ebba benachteiligt? Steht sie im Schatten ihrer beeinträchtigten Schwester? Schlechtes Gewissen macht sich bei Tabea breit: Ist sie zu viel mit Uma beschäftigt und hat deshalb Ebba aus den Augen verloren? Als völlig unerwartet das jüngste Kind Joseph im Alter von zwei Jahren einen epileptischen Anfall erleidet, steht plötzlich die Frage im Raum: Hat Joseph den gleichen genetischen Defekt wie Uma? Seit 2012 begleitet Tabea Hosche das Leben ihrer Tochter Uma mit der Kamera. Die Filmemacherin hält schonungslos ehrlich fest, was es für sie und ihren Mann bedeutet, ein beeinträchtigtes Kind groß zu ziehen.
Untertitel16:9HDTV
10:15 Das Wirtshaus im Spessart
Spielfilm ~95 Min
Märchenkomödie, Deutschland 1958 Regie: Kurt Hoffmann Autor: Heinz Pauck - Wilhelm Hauff - Günter Neumann - Curt Hanno Gutbrod - Lieselotte Enderle Sound: Walter Rühland Musik: Franz Grothe Kamera: Richard Angst
Das Wirtshaus im Spessart
Als ihre Kutsche im nächtlichen Spessart liegen bleibt, gerät Komtess Franziska unter die Räuber. Die etwas burschikose Tochter des Grafen Sandau lässt sich von den Gaunern jedoch keineswegs ins Bockshorn jagen: Die Komtess verkleidet sich als Mann und avanciert nach manchen Abenteuern zum ''Burschen'' des Räuberhauptmanns. Der schmucke Gesetzesbrecher gefällt ihr auch viel besser als ihr ängstlicher Verlobter Baron Sperling. Komtess Franziska ist mit ihrem Verlobten Baron Sperling unterwegs nach Würzburg, als ihre Kutsche im nächtlichen Spessart mit einem gebrochenen Rad liegen bleibt. Im Gegensatz zum ängstlichen Sperling zeigt die junge Dame sich nicht sonderlich beunruhigt, sondern folgt arglos dem Rat zweier Galgenvögel, in einem nahen Wirtshaus Quartier zu nehmen. Dieses ist natürlich eine Räuberhöhle, und das Gesindel hat es auf die Komtess abgesehen: 20.000 Gulden Lösegeld soll Graf Sandau für seine Tochter berappen. Als die Bande triumphierend abzieht, ahnt keiner der Burschen, dass man zwar eine echte Zofe, aber die falsche Komtess hat. Franziska hat nämlich heimlich mit dem jungen Wanderburschen Felix die Kleider getauscht und ist längst verschwunden. Als ihr Vater sich weigert, das Lösegeld zu bezahlen, und stattdessen das Räubernest vom Militär ausheben lassen will, treibt es die kecke Komtess allerdings zurück in den Schlupfwinkel der Bande. Verkleidet schafft sie es, Bursche des schmucken Räuberhauptmanns zu werden. Dieser gefällt ihr viel besser als der fade Sperling. Und so hat Franziska überhaupt nichts dagegen, dass er sie nach manchen aufregenden Abenteuern davor bewahrt, den ungeliebten Baron heiraten zu müssen. ''Das Wirtshaus im Spessart'', sehr frei nach dem Dichter Wilhelm Hauff, zählt zu den Sternstunden der deutschen Kinokomödie. Kurt Hoffmann inszenierte die turbulente Historienfarce um Liebe und Habgier, edle Räuber und eine behütete Komtess mit Wortwitz und anarchischem Humor, wundervoll unterstützt von seinem exquisiten Schauspielerensemble und der hinreißenden Liselotte Pulver. Hinzu kommen die amüsanten Auftritte des Kabarettistenduos Wolfgang Neuss und Wolfgang Müller. Hoffmann erhielt für seine ''musikalische Räuberpistole'' den ''Ernst Lubitsch''-Preis, Liselotte Pulver wurde mit einem ''Filmband in Silber'' ausgezeichnet. Gedreht wurde ''Das Wirtshaus im Spessart'' vor Ort im Spessart, auf Schloss Mespelbrunn und in dem mittelalterlichen Ort Miltenberg, bekannt als die ''Perle des Mains''. Drei Jahre später entstand die Fortsetzung ''Das Spukschloss im Spessart'', 1967 dann ''Herrliche Zeiten im Spessart'', der Abschluss der Komödientrilogie und wie alle ''Spessart''-Filme Hoffmanns mit Liselotte Pulver in der Hauptrolle.
Untertitel16:9



Programm - Nachmittag

 
15:55 Ostwärts - Mit dem Rucksack der Sonne entgegen
Infosendung ~45 Min
(Ostwärts) Karawane durch Kirgistan Staffel 6: Episode 1 Reisereportage, Deutschland 2016
Ostwärts - Mit dem Rucksack der Sonne entgegen
Dreiteilige Serie von Julia Finkernagel Entlang der Seidenstraße durch Kirgistan, Tadschikistan und Usbekistan - mit dem Ziel, möglichst viel über die Gewohnheiten anderer Kulturen zu lernen, reist die Journalistin Julia Finkernagel durch drei Länder am legendären Karawanenweg. Mit Neugier und Humor, aber vor allem Herzlichkeit trifft Julia auf Nomaden, Schamanen, Hirten und Künstler. Sie übernachtet in Jurten, tanzt auf einer Hochzeit, lernt Plov kochen und Suppe mit den Händen essen. Eine humorvolle Kirgisin, eine lebenslustige Tadschikin und ein fröhlicher Usbeke sind ihre Begleiter auf der Reise. Sie zeigen Julia ihre Heimat und bewahren sie vor Fettnäpfchen - denn davon gibt es einige. Die Reihe lebt von den ungeplanten Begegnungen der Protagonistin mit Menschen vor der Kulisse atemberaubender Landschaften und zentralasiatischer orientalischer Städte. Auf dem Basar in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek bekommt Julia von ihrer Gastgeberin Guldana Dschunuschowa eine Einführung in die Aufgaben der Schwiegertochter. In Zentralasien wohnt diese ab dem Tag der Hochzeit mit ihrem Mann bei den Schwiegereltern und ist dort für den gesamten Haushalt zuständig. Der Weg ins Tienschan-Gebirge führt vorbei am Yssykköl-See und durch das märchenhafte Skaskatal. In Kochkor fertigen Frauen in einer Handwerkskooperative traditionelle Filzteppiche. Ob der Teppich, bei dem Julia und Guldana mithelfen, sich allerdings verkaufen lässt - da ist sich Julia nicht so sicher. In der Bergsteppe am glasklaren Songköl-See verbringen die Halbnomaden mit ihren Herden den Sommer, ohne Handy- oder Fernsehempfang. Julia wird von einer kirgisischen Großfamilie in der Jurte aufgenommen. Solidarisch mit der Schwiegertochter lernt Julia das harte Leben auf der Sommeralm kennen - vergorene Stutenmilch als Aperitif und Fettschwanzschaf auf nüchternen Magen inklusive. Guldana zeigt Julia die einzige in Kirgistan erhaltene Karawanserei Tasch Rabat, und in Osch erleben sie auf dem Heiligen Berg ein Schamanenritual: Eine Frau bekommt das ''böse Auge'' ausgetrieben. Auch Julia wird von der Schamanin unter die Lupe genommen. In der alten Seidenstraßenstadt Ösgön auf dem Basar gibt es eine Rarität: roten Reis. Der eignet sich hervorragend für das kirgisische Nationalgericht Plov. Julia macht einen Kochkurs bei Guldanas Onkel Akim, denn Plov kochen ist Männersache. Sagt der Onkel. Das wollen wir doch mal sehen, sagt Julia. Guldana bringt Julia noch in ein gottverlassenes Dorf nahe der tadschikischen Grenze. Dann heißt es vor der Gipfelkette des Pamir Abschied nehmen. Guldana muss zurück nach Bischkek und Julia will auch weiter, nach Tadschikistan. Julia Finkernagel begibt sich auf eine interessante Reise in Richtung Osten. Sie startet in Leipzig und möchte innerhalb von 30 Tagen Litauen erreichen. Auf ihrem Weg trifft sie viele spannende Menschen, entdeckt besonders Orte und lernt unterschiedliche Kulturen kennen.
Untertitel16:9HDTV
16:45 Die Olsenbande
Spielfilm ~75 Min
(Olsen-Banden) Gaunerkomödie 1968 Regie: Erik Balling Autor: Henning Bahs Musik: Bent Fabricius Bjerre Kamera: Jeppe M. Jepsen - Claus Loof
Die Olsenbande
Mit List und Tücke gelingt es der Olsenbande, unter der Leitung ihres genialen Strategen Egon Olsen bei einer perfekt überwachten Ausstellung die Kronjuwelen der Hohenzollern zu stehlen. Als die ahnungslose Polizei das Fluchtauto der Bande stoppt und wegen technischer Mängel aus dem Verkehr zieht, beginnt eine turbulente Jagd nach der im Wagen versteckten Beute. Nach dem misslungenen Einbruch in einen Zigarettenladen plant Egon Olsen (Ove Sprogoe) mit seinen einfältigen Kumpanen Benny (Morten Grunwald) und Kjeld (Poul Bundgaard) ein ganz großes Ding. Der Kaiseraufsatz, eines der Prachtstücke aus den Kronjuwelen der Hohenzollern, befindet sich auf einer Wanderausstellung in Dänemark. Aber während sie ihren ebenso schlichten wie umständlichen Plan mit Umsicht zu verwirklichen trachten, wird vom Innenministerium der emsige und karriereversessene Kriminalsekretär Mortensen (Peter Steen) zum Hüter der elektronisch geschützten Kostbarkeit bestellt. Doch dank eines raffiniert ausgeheckten Planes und einiger geschickt inszenierter Täuschungsmanöver können Egon und seine Freunde das kostbare Stück dennoch in ihren Besitz bringen. Die Freude der Gauner währt aber nur kurz, denn auf dem Weg zum Flughafen wird die Bande bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle gestoppt. Da der linke Vorderreifen abgefahren ist und im Rückspiegel das Glas fehlt, lässt der gewissenhafte Streifenpolizist das Fahrzeug, in dem die kostbare Beute versteckt ist, kurzerhand aus dem Verkehr ziehen. Als die Bande versucht, sich die Juwelen zurückzuholen, kommt es zu einigen Turbulenzen. Wie die große Fangemeinde mittlerweile weiß: die legendäre Olsenbande plant den perfekten Coup und immer kommt etwas dazwischen. Egon Olsen, der Fachmann im Geldschrankknacken, und seine etwas einfältigen Kumpane Benny und Kjeld träumen vom beschaulichen Leben auf Mallorca und machen sich nach jedem Reinfall wieder unverzagt auf die Socken, um ein paar Milliönchen - natürlich von den Reichen - zu ergaunern. Immer ist ihnen Kommissar Jensen auf den Fersen, trachtet ihnen das ''dumme Schwein'' nach dem Leben und macht ihnen Yvonne Vorwürfe und immer leidet und lacht der Zuschauer mit ihnen. Mit diesem Film fing alles an... Gleich im Anschluss, um 21:30 Uhr, folgt im MDR FERNSEHEN ''Die Olsenbande in der Klemme''.
Untertitel16:9HDTV



mdr Programm heute Abend 20:15 uhr


Programm - Abend

 
22:00 MDR Zeitreise
Infosendung ~30 Min
Mobil im Sozialismus Geschichtsmagazin, Deutschland 2020
MDR Zeitreise
Stundenlang bei Kälte und Regen in langer Schlange auf ein Taxi warten - Das war gang und gäbe zu DDRZeiten. Spontan ein Taxi heranzuwinken, das war im Prinzip nicht möglich. Also musste man vorbestellen. Um dem Ansturm auf Taxen Herr zu werden, wurden in Leipzig Anfang der 80er-Jahre Richtungstaxis eingeführt. D.h. Fahrgäste, die ungefähr dieselbe Richtung hatten, sollten zusammen fahren. Wem das nicht passte, der musste warten. Ein weiteres Problem war die Abrechnung, denn bis Mitte der 80er-Jahre gab es noch keine elektronischen Taxameter. Die Fahrer haben den Kilometerstand vom Tacho abgelesen und die Kilometerzahl umständlich mit Zettel und Stift zur Kilometerpauschale multipliziert. Für die geräumigen Wolgas gab es Aufschlag und Gepäck kostete ebenfalls extra. Insider erzählen, dass so mancher Fahrer die Preise zu seinen Gunsten ''aufgerundet'' hat - der Passagier war ja froh, überhaupt ein Taxi erwischt zu haben. Heute hingegen tobt im Taxigeschäft ein Kampf um jeden Kunden. Taxiunternehmer müssen sich gegen eine immer größer werdende Konkurrenz behaupten. Dazu kommen Leihwagen-Anbieter, wie Teil-Auto oder Cityflitzer, die den Taxis das Wasser abgraben. Der Mietwagenmarkt boomt, denn immer mehr Menschen verzichten, auch der Umwelt zuliebe, auf ein eigenes Auto. Was relativ unbekannt ist: Auch schon in der DDR konnte man Autos mieten. 1960 wird die Kfz-Selbstfahrvermietung eröffnet, die zum VEB Taxi gehört. Im Angebot: 20 Jahre alte Wartburgs! Ehemalige Kunden erzählen, dass Sie die Mietwagen ein halbes Jahr im Voraus bestellen mussten. Trotz uralter Technik und langer Wartezeiten wuchs das Auto-Vermietungsgeschäft in der DDR ab den 70er-Jahren. Der ehemalige Chef des VEB Taxi erzählt unter anderem, wie schwer es war, Neufahrzeuge zu bekommen. Dem DDR- Normalbürger war sein eigenes Auto heilig, wenn er eins hatte. Die Wartezeit für einen Neuwagen lag in vielen Ostblockländern zwischen 8 und 15 Jahren. Und obwohl die Produkte der sozialistischen Autoindustrie meist altmodisch, langsam und plump waren und das Fahren eine Qual, war jeder Lada 1300S, Wolga 24 oder Skoda 120L für seinen Besitzer nicht weniger wichtig als ein Chevy oder Mercedes im Westen. Doch mit dem Mauerfall gehörten Trabbi, Wartburg und Co. schlagartig zum alten Eisen. Eine Ehepaar aus Thüringen erzählt, wie es sich angefühlt hat, endlich ein ''richtiges'' Auto zu fahren - endlich ein Westauto!