TV-Programm mdr heute

   
   Was läuft beim TV Sender mdr

Was läuft heute aktuell im TV Tagesprogramm von mdr?

Sehen Sie hier das gesamte Tagesprogramm vom TV Sender mdr - aufgeteilt nach Programm vom Vormittag, Nachmittag und Abend. Wir zeigen es - immer aktuell, schnell und bequem. Planen Sie hier Ihren Fernsehabend, egal ob Filme, Serien, Dokus oder Sportevents. Sie finden hier das Programm vom TV-Sender mdr

Vormittag
 
01:40 Wilde Miezen
Infosendung ~45 Min
Katzen sind das beliebteste Haustier in Europa, allein in Deutschland leben zwölf Millionen Katzen. Und dennoch: Kaum jemand weiß, wie sie leben, sobald sie das heimische Grundstück verlassen. Wohin gehen sie? Was treibt die Katzen an? In der Dokumentation wird eindrücklich erlebbar, dass so mancher Stubentiger ein Doppelleben führt und in der Dämmerung ungeahnte Raubtierinstinkte in den Schmusetieren erwachen. Als Freigänger erleben die Katzen Abenteuer, von denen ihre Halter nichts ahnen. Zu diesen Erkenntnissen kommt eine Katzenforscherin, die sich in Weimar, der Katzenhochburg Deutschlands, auf Spurensuche in die heimliche Welt der Katzen macht. Denn hier in Weimar leben 65.000 Menschen und geschätzte 10.000 Katzen. Ihr Experiment ist dabei ebenso effektiv wie leicht verständlich: Mit modernster Technik, mit GPS-Katzenhalsbändern und speziell entwickelten Kameras, folgt die Katzenforscherin den Tieren auf ihren Streifzügen in freier Wildbahn. Das GPS-Signal sendet dabei im Minutentakt den Aufenthaltsort der Katze und entwickelt damit einen lückenlosen Bewegungspfad, der auch nachts die Aktivitäten der Katze darstellt. Damit die Untersuchung auch repräsentativ ist, wählt die Forscherin ein breites Spektrum von Katzen aus: junge und ältere Katzen werden von ihr genauso beobachtet wie freche oder scheue Tiere. Schon innerhalb einer Woche erhält die Katzenforscherin damit gleich Zehntausende Daten zur Auswertung. Sie kartiert und entschlüsselt die unbekannten Wege und entdeckt verborgene Lieblingsplätze. Aber vor allem stellt sich heraus, dass Katzen auch eigene Reviere haben, in denen sie angegriffen werden und die sie verteidigen. So kommt die Dokumentation dem Wesen und der Faszination dieser beliebten Tiere ein Stück näher.
16:9HDTV
02:55 Grünes Band oder Flickenteppich?
Infosendung ~28 Min
Grünes Band oder Flickenteppich? Der Streit ums richtige Erinnern Die frühere deutsch-deutsche Grenze ist heute ein ökologisches Juwel. Doch um das ''Grüne Band'' gibt es Querelen und Widerstände. ''exakt - Die Story'' analysiert den komplexen Streit und beleuchtet in einer Chronologie die Ereignisse und Diskussionen um Sachsen-Anhalts vielleicht erstes ''Nationales Naturmonument''. Sie war eine der am besten bewachten Grenzen der Welt mit Sicherheitszäunen, Selbstschussanlagen und Minenfeldern. Mindestens 684 Menschen verloren bei Fluchtaktionen aus der DDR ihr Leben an der deutsch-deutschen Grenze. Gleichzeitig jedoch verwandelte sich die historische Nahtstelle zwischen Ost und West in 40 Jahren deutscher Teilung in ein ökologisches Juwel, ein Biotop-System von 1400 km Länge. ''Ein solches Biotop auf der Länge, das gibt es in Deutschland kein zweites Mal'', so Kai Frobel, Initiator des Grünen Bandes. Nach dem Mauerfall 1989 hätte der Todesstreifen zum längsten Naturschutzgebiet Deutschlands werden können. Doch Behördenwirrwarr und Bürokratie verhinderten zunächst das einzigartige Öko-Projekt. Stattdessen entstanden Gewerbegebiete, Straßen und Ackerflächen. Die größten Lücken im Grünen Band klaffen in Sachsen-Anhalt. Das soll sich seit 2016 ändern. Im aktuellen Koalitionsvertrag des Landes steht die Ausweisung des Grünen Bandes als Nationales Naturmonument festgeschrieben. Doch das trifft auf scharfen Widerstand der Anrainer. Die Reportage analysiert die Querelen, Widerstände und die Komplexität im Streit ums Grüne Band und zeichnet eine Chronologie nach, die die Ereignisse und Diskussionen um Sachsen-Anhalts vielleicht erstes Nationales Naturmonument beleuchtet.
Untertitel16:9
03:25 Echt
Infosendung ~30 Min
Er ist äußerst intelligent, anpassungsfähig und vor allem ein gerissener und opportunistischer Jäger: Der Wolf. Kein Tier polarisiert so stark wie dieses Raubtier. Seit fast 20 Jahren wieder heimisch in Deutschland, sorgt er zunehmend für Streit. Fast 1.000 Tiere zählt die Population inzwischen, in 111 Revieren. Der größte Teil der 77 Rudel und 33 Wolfspaare leben im Osten Deutschlands. Das schafft Probleme für Viehzüchter wie Hans Bley. Der Bürgermeister von Crawinkel im thüringischen Landkreis Gotha verlor allein in diesem Jahr schon neun Tiere - Schafe, Kälber und neuerdings sogar Pferde. Gerissen vermutlich genau von der Wölfin, die auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Ohrdruf lebt. Sie ist der wohl am besten dokumentierte Wolf überhaupt zurzeit. Und sie erregt die Gemüter wie kaum ein anderer Beutegreifer. ''Auf jeden Fall schützen'', beharren Naturschützer. ''Unbedingt entnehmen'', fordern dagegen Bauern, Schafzüchter und Jäger. Erst vor wenigen Wochen haben Wölfe bei Naumburg in Sachsen-Anhalt eine Straußenfarm überfallen - einen der riesigen Vögel gerissen. In der Oberlausitz hatte ein Berner Sennenhund auf dem Familiengrundstück keine Chance gegen einen Wolf. Erleben wir hier eine neue Qualität? Warum wagen sich die Tiere ohne Scheu so nah an menschliche Siedlungen heran? Prof. Hans-Dieter Pfannenstiel, von der Freien Universität Berlin erforscht das Jagdverhalten von Wölfen. ''Echt'' fragt nach: Wie lernen Wölfe? Wie lernfähig sind sie? Welche Strategien können sie entwickeln, wie Aufgaben untereinander teilen? Der Zoologe hat selbst mehrfach erlebt, wie einige dieser Raubtiere seelenruhig wenige Meter an ihm vorbeigelaufen sind. ''Die Wölfe haben gelernt, dass ihnen bei uns keine Gefahr droht.'' Und sie wissen genau, sich gerade bei der Jagd an ihre Umgebung und die Situation anzupassen. Prof. Pfannenstiel sieht noch ein weiteres Problem zu großer Nähe zwischen Mensch und Wolf: Die potenzielle Durchmischung der streng geschützten Art Wolf. Laut EU-Richtlinie ist die unzulässig, schließlich soll die reine Art erhalten werden, doch die Ohrdrufer Wölfin hat sich innerhalb von zwei Jahren wohl zum zweiten Mal mit einem Hund gepaart und sogenannte ''Hybriden'' zur Welt gebracht. Besteht also generell die Gefahr einer Hybridisierung? ''Echt''-Moderator Sven Voss fragt nach bei Naturschützern, Genetikern der Senckenberg-Gesellschaft und Jägern: Ist eine Einigung möglich im zunehmend erbittert geführten Streit über den richtigen Umgang mit dem Raubtier Wolf?
Untertitel16:9


Nachmittag
 


Abend
 
22:35 Verscharrt, entdeckt und heimgekehrt
Infosendung ~28 Min
Dass Edla C. noch einmal ein Zeichen ihres Bruders erhalten würde, damit hätte sie nicht gerechnet. Er war 10 Jahre älter als sie, fiel 1945 und wurde für die kleine Schwester zur einer beinahe sagenumwobenen Gestalt. Jetzt mit 86 Jahren hält sie den Abdruck eines Siegels in der Hand, das er vermutlich bei sich trug, als er starb. Auf einmal wird das einzige Foto, das ihr blieb, lebendig, die wenigen gemeinsamen Momente in ihrem Leben fühlbar. Das sind die Momente im Leben von Oliver Breithaupt und Kathrin Krabs, für die sich ihre Mühen lohnen. Oliver Breithaupt und Kathrin Krabs gehören zum Volksbund Deutsche Kriegsgräberstätten. 35.000 Anfragen erreichen die Mitarbeiter des Volksbundes in Deutschland noch immer jährlich von Menschen, die Vermisstenschicksale in ihrer Familie aufklären wollen. Oft beginnt alles mit einem kleinen, unbedeutend scheinenden Fundstück: einem Foto, einem Brief, einer Todesanzeige, einer Erkennungsmarke. Manchmal sind es Gebeine, die bis heute irgendwo in der Erde liegen und bei Bauarbeiten zufällig gefunden werden. Die Mitarbeiter des Volksbundes bergen sie behutsam und voller Achtung. Oliver Breithaupt und sein Team wissen nicht, wo die Funde sie hinführen werden. Oft dauerte es Jahre, bis es ihnen gelingt, den Toten ihre Identität zurückzugeben, bis ein Name auf einem Grabstein stehen kann und die Familie einen Ort der Erinnerung hat. Oliver Breithaupts Team kümmert sich um die Toten der Kriege - egal, in welchem Krieg sie gefallen sind, egal, welchen Rang und Namen sie hatten, egal, welche Schuld sie trugen. Aus kleinsten Puzzleteilen versuchen sie, ihnen ein Gesicht zu geben und mit ihren Schicksalen zu mahnen, dass bei uns nie wieder Krieg ausbrechen soll.
Untertitel16:9
23:05 Alfred Brehm - Der Tierforscher aus Thüringen
Infosendung ~30 Min
Im thüringischen Renthendorf wird Alfred Brehm am 02. Februar 1829 geboren. Der Vater, Christian Ludwig Brehm, ist Pfarrer, aber seine ganze Leidenschaft gilt der Ornithologie. So wächst der Sohn auf mit Tausenden von ausgestopften Vögeln, begleitet den Vater bei seinen Vogelerkundungen und assistiert ihm frühzeitig beim Präparieren der Vögel. Als der Baron Johann Wilhelm von Müller einen Begleiter für seine Afrika-Expedition sucht, ergreift der damals 18-Jährige die Chance seines Lebens. Während der fünfjährigen Expedition und später weiterer Forschungsreisen in ferne Länder beobachtet und beschreibt er akribisch genau die Tiere der Wildnis, notiert seine Eindrücke über ihr Wesen, Verhalten und ihre Lebenswelt, um sie den Menschen näherzubringen. Als eigenwilliger Zoodirektor in Hamburg und Leiter des Berliner Aquarium Unter den Linden setzt sich Alfred Brehm gegen Widerstände für moderne Tierhaltung ein. Er betrachtet die Tiere als Persönlichkeiten und erkennt ihre erstaunliche Intelligenz. Tiere würden miteinander kommunizieren, hätten ein Seelenleben, könnten denken und sogar fühlen. Seine Erzählungen und Charakterbilder sind Bestseller des 19. Jahrhunderts. Sein berühmtes Nachschlagewerk ''Brehms-Tierleben'' wird Weltliteratur, doch von Kirche und Wissenschaft belächelt und verrissen, weil er die Tiere vermenschliche. Wer war Alfred Brehm? Ein Scharlatan, der anstelle exakten Wissens unterhaltsame Tiergeschichten mit genialer Fabulierkunst setzte und dadurch der Wissenschaft Schaden zufügte? Oder ein Tierfreund und Naturforscher, der die moderne Verhaltenspsychologie bereits vorwegnahm? Welche neuen Fragen stellen heute die moderne Verhaltensbiologie, Tierkommunikation und Zoologie? Welche Bedürfnisse haben Tiere und was sind ihre Botschaften für uns Menschen? Alfred Brehm, ein Vordenker in Natur- und Artenschutz, fordert schon damals einen würdevollen Umgang mit dem Tier. Sein tierkundliches Erbe ist diesbezüglich aktueller denn je.
Untertitel16:9HDTV