(Einstein-Spezial)
Rückkehr zum Mond: Was die Artemis-Mission erreichen will
Wissensmagazin, Schweiz 2026
Moderation: Tobias MüllerTrue
Naturwunder: Das Rätsel der Mittelmeer-Ringe
Artemis 2 wird noch nicht auf dem Mond landen. Eine Astronautin und drei Astronauten umrunden den Mond, testen das neue Orion-Raumschiff unter realen Bedingungen - und bereiten damit die nächste Etappe vor: die erste Mondlandung seit Apollo. Den Mond auf die Erde geholt Bevor es ernst gilt, wird auf der Erde trainiert. In Köln wurde dafür auf 700 Quadratmetern die Mondoberfläche realitätsnah nachgebaut. Hier wird getestet, was später sitzen muss - mit dem Ziel, Risiken zu minimieren und Fehlerquellen zu erkennen, bevor es 400000 Kilometer weit weg ernst wird. Einstein-Moderator Tobias Müller erkundet die neue Mondsimulationsanlage Luna gemeinsam mit Astronaut Matthias Maurer, welcher massgeblich am Projekt beteiligt ist und für eine Mondmission nominiert ist. Europas Schlüsselrolle - und die Schweiz mittendrin Ohne Europa würde mit Artemis kein Astronaut zum Mond fliegen, betont Daniel Neuenschwander, Direktor für bemannte Raumfahrt bei der ESA. Denn das Servicemodul, das von der ESA gebaut wurde, liefert Strom, Wasser, Sauerstoff - und vor allem den nötigen Antrieb Richtung Mond. Und auch die Schweiz mischt vorne mit. Firmen wie Beyond Gravity liefern Schlüsselmechanismen - hochpräzise Technik, die im All funktionieren muss. Bauen, leben und überleben Doch Artemis will mehr als nur hinfliegen. Das Ziel ist, zu bleiben. Aber der Mond hat keine Atmosphäre, keine schützende Hülle. Strahlung und extreme Temperaturschwankungen machen ihn lebensfeindlich. Es braucht Schutzbauten. Einstein zeigt, wie Forschende auf das setzen, was bereits da ist: Regolith. Der Mondstaub soll vor Ort zu Bausteinen verarbeitet werden - gebrannt, gesintert oder per 3D-Druck geformt. So könnte eine Mondbasis entstehen und der Mond zum Testgelände und zur Startrampe werden für spätere Missionen zum Mars. Von Mond zum Mars Während in Köln für den Mond trainiert wird, hat die französische Weltraumagentur CNES in Toulouse bereits den Mars im Blick.