mdr Programm von übermorgen

   
   Was läuft beim TV Sender mdr

Was läuft von übermorgen im TV-Programm von mdr?

Das mdr Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
01:20 Nachtgestalten
TV-Sendung ~95 Min
Milieustudie, Deutschland 1999 Regie: Andreas Dresen Musik: Cathrin Pfeifer - Rainer Rohloff Kamera: Andreas Höfer
Der Papst kommt nach Berlin, und die Nacht seines Aufenthaltes beschert einigen Bewohnern der Stadt statt himmlischer Erbauung eine Kette von Missgeschicken und Schicksalsschlägen. Auf Ihrer Suche nach dem kleinem Glück erleben Reiche und Arme, Penner und Polizisten, Straßenkids und Taxifahrer eine teils amüsante, teils erschütternde Odyssee durch das Labyrinth der Großstadt Berlin. Das Obdachlosenpärchen Hanna und Viktor hat Glück gehabt und ist unverhofft zu Geld gekommen. Der Hundertmarkwschein soll für eine Nacht in einem richtigen Bett reichen. Doch die Suche nach einem preiswerten Hotel wird zu einem Abenteuer. Bauernsohn Jochen fährt aus der tiefsten Provinz nach Berlin - er will endlich etwas erleben. Dass er schon im Zug bestohlen wird, lässt nichts Gutes erwarten. In der Stadt trifft er auf Patty, eine heroinabhängige Prostituierte. Sie zeigt ihm das Nachtleben von ganz unerwarteter Seite. Am Flughafen Tegel wartet Peschke auf eine japanische Geschäftspartnerein. Doch statt dessen sieht er sich mit Feliz, einem kleinen Jungen aus Angola, konfrontiert, den er nicht mehr los wird. Andreas Dresens Episodenfilm ''Nachtgestalten'' wurde mit dem ''Prix Europa'' und dem Deutschen Filmpreis in Silber ausgezeichnet. Michael Gwisdek wurde für seine Rolle als Peschke mit dem Silbernen Bären bei den Berliner Filmfestspielen 1999 geehrt. Hanna: Meriam Abbas Victor: Dominique Horwitz Jochen: Oliver Bäßler Patty: Susanne Bormann Peschke: Michael Gwisdek Feliz: Ricardo Valentin Ricardo: Ade Sapara Rita: Imogen Kogge Rote: Josefine Leuschner Fahrerin: Daniela Dietze Stummel: Eralp Hüseyin Uzun Taxifahrer: Horst Krause Polizist: Axel Prahl Frau im Christlichen Hospitz: Carmen Maja Antoni Pensionsbesitzerin: Ursula Karusseit und andere
Untertitel16:9
05:55 Alleine war gestern
TV-Sendung ~90 Min
Tragikomödie, Deutschland 2014 Regie: Dagmar Seume Autor: Beatrice Meier Kamera: Ralf M. Mendle
Mit Situationskomik und zündendem Wortwitz zeigt diese bewegende Tragikomödie, wie die Bewohner einer WG 60plus zusammenwachsen. Charlotte Schwab und Walter Sittler überzeugen als Paar, das in einer denkbar unpassenden Situation seine Gefühle wiederentdeckt. Paul Faßnacht glänzt als Provokateur, Hans-Uwe Bauer leistet als Witwer auf eine eigenwillige Art Trauerarbeit und Marie Gruber spielt die lebenslustige Uschi, die nach einem Schlaganfall auf die Hilfe ihrer Freunde angewiesen ist. Einen alten Baum verpflanzt man nicht. Fünf Freunde Anfang 60 sehen das anders. Sie haben Angst vor Einsamkeit und wollen ihrem Leben noch einmal einen neuen Dreh geben. Fröhlich, wenn auch ein wenig naiv, gründet das Quartett eine Wohngemeinschaft. Ein Wagnis, denn charakterlich könnten die Kommunarden kaum unterschiedlicher sein. Philip verbrachte als Arzt 30 Jahre in Afrika. Sein Studienfreund Harry, eingefleischter Single, fährt immer noch Taxi und ist nicht gerade pflegeleicht. Gerne drückt er seine Kippen im Blumentopf aus. Die Psychologin Ricarda hat immer alles im Griff, zumindest glaubt sie das. Ihre Freundin Uschi, eine fidele Wurstverkäuferin, verbreitet manchmal mehr gute Laune, als die anderen ertragen können. Und der Witwer Eckart zieht mit dem Grabstein seiner verstorbenen Frau ein. Trotz ihrer Launen, Ticks und Grillen raufen die fünf Oldies sich irgendwie zusammen. Der Spaß am dritten Lebensabschnitt scheint gerade erst loszugehen - als Uschi einen Schlaganfall erleidet. Die fragile Gemeinschaft muss sich mit einem Pflegefall arrangieren. Das geht nicht ohne Spannungen und Beinahe-Katastrophen. Schließlich zieht Harry entnervt aus, und Uschi geht auf eigenen Wunsch ins Altersheim. Ist das Projekt Alten-WG gescheitert?
Untertitel16:9HDTV
08:00 Selbstbestimmt - Die Reportage
Infosendung ~30 Min
(Selbstbestimmt! Die Reportage) Reportagereihe, Deutschland 2021
Das größte Rätsel nach einer Ansteckung mit dem Sars-Cov-2 Virus sind die Langzeitfolgen. Untersuchungen für Deutschland gehen von jedem zehnten Patienten aus. Das wären rund 370.000 Menschen. Sie gelten als genesen, sind aber noch lange nicht gesund. Internationale Studien sprechen sogar von 30 Prozent. Die Betroffenen leiden auch sechs Monate später unter Atemnot, chronischer Müdigkeit und psychischen Problemen. Karl Baumann lag drei Wochen wegen Corona im Koma. Der 53jährige Unternehmer aus der Oberpfalz kommt selbst beim Spazierengehen aus der Puste. Treppensteigen fällt ihm schwer. Er schläft schlecht. Die Langzeitfolgen betreffen immer öfter auch jüngere Menschen. In der Mehrzahl Frauen wie Christina Pfeffer aus Tiefenbach bei Passau. Die 27jährige Verwaltungsangestellte lief früher Halbmarathon. Jetzt versucht sie in der Reha-Klinik bei Professor Rembert Koczulla wieder auf die Beine zu kommen. Wichtig sind auch Fachambulanzen, in denen Spezialisten für Lungen- und Herzerkrankungen sowie Psychiater zusammenarbeiten. Covid kann viele Organe befallen. In Jena gibt es eine der wenigen Spezialkliniken für Kinder. Der 10jährige Jason wird dort untersucht. Er ist ständig müde und hat Konzentrationsstörungen. Die Experten sind dem Rätsel auf der Spur. Es könnte sich um eine Auto-Immunreaktion des Körpers handeln. Aber auch die Gefäße spielen eine Rolle. Und es werden erste Medikamente gefunden, die helfen sollen. Doch das sind nur erste Hinweise. Jason hat gute Chancen. Kinder erholen sich in der Regel besser als Erwachsene. Christina Pfeffer steigt zumindest schrittweise wieder beruflich ein. Karl Baumann aber muss seinen Beruf wahrscheinlich an den Nagel hängen. Doch er hat die erste Selbsthilfegruppe in Bayern ins Leben gerufen.
Untertitel16:9
10:15 Die schwarze Tulpe
Spielfilm ~110 Min
(The Black Tulip) Mantel-und-Degen-Film, Frankreich, Italien, Spanien, USA 1964 Regie: Christian-Jaque Autor: Paul Andréota - Henri Jeanson - Alexandre Dumas - José Luis Dibildos - Rafael Garcia Serrano Musik: Gérard Calvi Kamera: Henri Decaë
Der junge Edelmann Julien de Saint Preux sieht seinem Bruder Guillaume täuschend ähnlich. Als dieser in Gefahr gerät, als Bandit gehängt zu werden, schlüpft Julien in seine Rolle und kämpft am Vorabend der Französischen Revolution entschlossen für die Rechte des Volkes. Frankreich, im Jahre 1789. In der kleinen Stadt Roussilon herrscht der Marquis de Vigogne (Akim Tamiroff) in einer Weise, die ihn wie viele seiner Standesgenossen beim Volk verhasst gemacht hat. Seine Frau Catherine (Dawn Addams) ist die Geliebte des Grafen Guillaume de Saint Preux (Alain Delon). Guillaume führt ein Doppelleben, als maskierter Wegelagerer überfällt er seine Standesgenossen und plündert sie aus. Im Volk gilt der gefürchtete Bandit, genannt ''Die schwarze Tulpe'', als Streiter für die Gerechtigkeit, in Wirklichkeit nutzt Guillaume die Erbitterung gegen den Adel vor allem, um sich selber zu bereichern. Als er bei einem Überfall durch einen Degenhieb an der rechten Wange verwundet wird, glaubt La Mouche (Adolfo Marsillach), der Polizeidirektor des Marquis, Guillaume als ''Die schwarze Tulpe'' entlarven zu können. Dieser bittet jedoch seinen Bruder Julien (Alain Delon), sich für ihn auszugeben und damit den Verdacht gegen ihn zu zerstreuen. Julien fällt es nicht schwer, den Marquis und dessen Polizeidirektor zu täuschen, da er seinem Bruder zum Verwechseln ähnlich sieht. Selbst Catherine de Vigogne hält ihn für ihren Geliebten und ist enttäuscht, dass der vermeintliche Guillaume auf einmal so spröde tut. Julien dagegen gefällt die reizende Caroline (Virna Lisi) viel besser, die mit ihrem Vater Plantin (Francis Blanche) selbstlos für die Freiheit des Volkes kämpft. Auch er ist entschlossen, der Sache der Unterdrückten zu dienen, und so stürzt er sich zusammen mit Caroline und einer Hand voll Gleichgesinnter in aufregende Abenteuer. Alain Delon spielt eine faszinierende Doppelrolle in diesem Film von Christian-Jaque, der nach dem gleichnamigen Roman von Alexandre Dumas entstand, allerdings wesentlich von der Romanvorlage abweicht. Der farbenprächtige Film bietet spannende Action, rasante Fechtduelle und jede Menge Humor. Vorlage: nach einem Roman von Alexandre Dumas d.Ä.
Untertitel16:9



Programm - Nachmittag

 
16:50 Das Zaubermännchen
Spielfilm ~70 Min
Märchenfilm, DDR 1960 Regie: Christoph Engel Autor: Margot Beichler - Gudrun Deubener - Günter Kaltofen Musik: Wolfgang Pietsch Kamera: Erwin Anders
Es war einmal ein Müller. Müller Kunz prahlte gern und erzählte überall, dass seine Tochter Marie außergewöhnliche Fähigkeiten besitzt. So kam es auch, dass der König des Landes davon hörte. Er bestellte den Müller zu sich. Vor dem König sollte der Müller wiederholen, was er überall ausposaunt, dass seine Tochter aus ganz gewöhnlichem Stroh, Gold spinnen könne. Die Müllerstochter wurde aufs Schloss gebracht und in eine Kammer voller Stroh gesperrt. Der König befahl ihr, aus dem Stroh Gold zu spinnen, wenn ihr das Leben lieb sei. Natürlich konnte Marie diese Aufgabe nicht erfüllen. In ihrer Angst begann sie zu weinen, da erschien plötzlich ein kleines Männlein, das dem Mädchen seine Hilfe anbot. Zum Dank schenkte das Mädchen dem Männlein ihren Ring. Am nächsten Morgen war alles Stroh zu purem Gold gesponnen und als der König kam, war dieser von all der Pracht überwältigt. Am nächsten Tag sollte die Müllerstochter eine noch größere Kammer voller Stroh zu Gold spinnen, und auch diesmal half dem Mädchen das kleine Männlein. Als Lohn gab die Müllerstochter diesmal ihre Kette. Doch noch war der König nicht zufrieden. Das Mädchen wurde in eine dritte Kammer gesperrt. Doch diesmal hatte das Mädchen keinen Lohn mehr für das kleine Männlein, also versprach sie, wenn sie erst Königin ist, ihr erstes Kind. Schließlich wurde eine wundervolle Hochzeit gefeiert und nach einem Jahr gebar die Königin ein Kind. Es dauerte nicht lange und das Männlein wollte seinen ausstehenden Lohn abholen. Die Königin versuchte alles, um dies zu verhindern. Das Männlein gab Marie eine Aufgabe auf, wenn sie innerhalb von drei Tagen den Namen des Männleins herausfindet, sollte sie ihr Kind behalten dürfen... Info: Verfilmung nach der Theaterfassung des Hans-Otto-Theaters Potsdam von Günter Kaltofen
UntertitelHDTV



Programm - Abend

 
22:50 Auschwitz - Gedenkstätte in Gefahr
Infosendung ~50 Min
Dokumentation, Deutschland 2019
Die Gedenkstätte des KZ Auschwitz und Auschwitz-Birkenau erinnert seit über 70 Jahren an den Massenmord an Juden, Roma und Sinti durch die Nationalsozialisten. Der historische Zustand des Vernichtungslagers soll erhalten bleiben und stellt Restauratoren und Museumsmitarbeiter vor große Herausforderungen. Nicht nur in rein praktischer Hinsicht. Auch emotional ist die Arbeit am und im größten Vernichtungslager der Nationalsozialisten kaum vergleichbar mit der herkömmlichen Arbeit als Restaurator. Der niederländische Filmemacher Manfred van Eijk hat zusammen mit seinem Kameramann Chris Blokhuis über viele Jahre eine Gruppe überwiegend junger Restauratoren in Auschwitz begleitet. Sensibel und beobachtend folgen sie den Menschen, die sich mit der Arbeit im Konzentrationslager täglich ganz großen Fragen stellen müssen. Wie konserviert man menschliches Haar? Und soll man es konservieren? Wie erhält man Dokumente aus brüchigem Papier? Und was ist mit den unzähligen persönlichen Gegenständen, die einst den Frauen, Männern, Kindern gehörten - und die heute so zerbrechlich sind, dass sie beinahe zu Staub zerfallen? Welchen Raum gibt man der Zeit und was trotzt man ihr ab für die Nachwelt? Abgesehen davon müssen Gebäude, Baracken und Ruinen gesichert und vor witterungsbedingten Zusammenbrüchen geschützt werden. Auch dies ist ein schwieriges Unterfangen, da der Erhalt der teilweise gesprengten Ruinen sehr schwierig ist. ''Auschwitz - Gedenkstätte in Gefahr'' ist ein bewegender Film, der nachdenklich macht.
16:9
23:40 Night will fall
Infosendung ~75 Min
(Holocaust: Night Will Fall) Hitchcocks Lehrfilm für die Deutschen Dokumentation, England, USA, Israel 2014 Regie: André Singer Autor: Lynette Singer Musik: Nicholas Singer Kamera: Richard Blanshard
1945 entdecken die Alliierten bei ihrem Vorstoß über Europa die ersten Konzentrationslager. Aus dem Entsetzen über das Bild der Grausamkeiten entsteht das Bedürfnis, alles zu dokumentieren. Britische, amerikanische und russische Kamerateams beginnen mit ihren Aufnahmen. Renommierte Regisseure wie Alfred Hitchcock und Billy Wilder werden beauftragt, aus dem Rohmaterial schonungslose Dokumente der Todeslager zu erschaffen. Als Teil der Psychologischen Kriegsführung sollen die Filme der deutschen Bevölkerung gezeigt werden. Doch während die Amerikaner rasch mit einem kurzen Film an die Öffentlichkeit gehen, verzögert sich die Fertigstellung des britischen Films von Alfred Hitchcock. Und es ändern sich die politischen Vorzeichen. Unter dem Eindruck des beginnenden Kalten Krieges und der Wiederaufbaupläne für die westdeutschen Sektoren scheint es plötzlich nicht mehr opportun, die westdeutsche Bevölkerung nachhaltig mit ihren eigenen Verfehlungen zu konfrontieren. Der Film landet unvollständig in den Archiven, eine Filmrolle gilt bald als gänzlich verschollen. Nach jahrelangen Recherchen und neu aufgetauchtem Material ist es dem Imperial War Museum nun gelungen, den Hitchcock-Film vollständig zu rekonstruieren. Er wurde im Rahmen der Berlinale 2014 erstmals öffentlich in Deutschland aufgeführt. Der Dokumentarfilm ''Night Will Fall'' zeigt die Wiederherstellung des Hitchcock-Films mit den verantwortlichen Experten. Er rekonstruiert zugleich mit Hilfe von Zeitzeugen, ehemaligen Lagerinsassen ebenso wie ehemaligen Soldaten und Kameraleuten, die Befreiung der Konzentrationslager 1944/45. Ungesehene Bilder und unerzählte Geschichten über das dunkelste Kapitel des 20. Jahrhunderts. (VPS-Datum: 24.01.2022)
Untertitel16:9HDTV