Jeder hat seine Schwäche
Staffel 3: Episode 8
Familienserie, Österreich, Deutschland 1997
Regie: Claus Peter Witt
Autor: Barbara Piazza
Musik: Eugen Thomass
Kamera: Klaus KönigTrue

Berthold Sanwaldt ist verzweifelt: Voller Sorge um seine Tochter wirft er alle Grundsätze über Bord und verstößt sogar gegen Dienstvorschriften. In einer Nacht- und Nebelaktion stiehlt er sich ins Bayerische Oberlandesgericht, um die Akte über Sylvies Freund aus Zypern, Raoul de Bruik, zu lesen. Er muss erkennen, dass eine Verhaftung seiner Tochter Sylvie unmittelbar bevorsteht und sieht nur einen Ausweg. Sylvie muss so lange verschwinden, bis das belastende Päckchen gefunden ist. Tante Mathilde, die als Einzige das Versteck kennt, liegt immer noch im Krankenhaus und darf nicht befragt werden. Beharrlich schweigt Berthold über alle seine Pläne und Aktivitäten, seine übrige Familie soll keinesfalls in die Sache mit hineingezogen werden. So kann auch Margot der Polizei gegenüber nichts anderes sagen, als dass Sylvie auf unbestimmte Zeit verreist ist. Zufällig schnappt Lea Sochor ein Gespräch zwischen zwei Wachtmeistern des Oberlandesgerichts auf. Einer der beiden hatte Berthold beim unbefugten Lesen der Akten gesehen. In großer Sorge wendet sich Lea an Roman Rottmann. Bei ihrem Treffen knistert es zwar sofort wieder, doch im Moment haben sie andere Sorgen. Lea bittet Roman um Hilfe für Berthold Sanwaldt. Sie als Vorgesetzte kann nichts unternehmen, ihr sind die Hände gebunden. Als Julius Heine bei Berthold Sanwaldt auftaucht und sich als Sylvies Rechtsbeistand anbietet, muss Berthold sich entscheiden. Was soll aus Sylvie werden, und welche Konsequenzen hat das für seine Karriere? Auch Onkel Albert glaubt, sich entscheiden zu müssen, und unternimmt einen folgenschweren Schritt. Immer noch wütend auf die ganze Familie Sanwaldt und insbesondere auf Sylvie topft er das Päckchen kurzerhand aus und bringt es zur Polizei. Gleichzeitig erhält Berthold Sanwaldt die Nachricht, dass Sylvie aus ihrem sicheren Versteck verschwunden ist. Was hat sie vor? Wie ist ihr noch zu helfen?
Richter Berthold Sanwaldt lebt mit seinen drei erwachsenen Töchtern in einer Villa in München. Der Witwer liess bisher seinen Haushalt von seiner Schwägerin Mathilde führen. Als diese heiratet, bewirbt sich Margot als Haushälterin. Sie sass wegen Doppelmordes 15 Jahre angeblich unschuldig im Gefängnis. Der Richter glaubt ihr, und die beiden heiraten sogar. Dies ist der Beginn einer ganzen Kette von Geburten, Trennungen und anderen dramatischen Familienereignissen.