Drama, Deutschland 2013
Regie: René Heisig
Autor: Johann A. Bunners - Martin Dolejs
Kamera: Peter NixTrue
Lehrerin Ines und Journalist Boris sind glücklich verheiratet, aber ungewollt kinderlos. Vor allem Ines leidet sehr darunter. In einer neuen Schülerin, der 16-jährigen Clara, erkennt sie ihre Tochter, die sie nach der Geburt zur Adoption freigegeben hatte. Da Boris davon nichts weiß, vertraut Ines sich einer Freundin an. Gegen deren Rat sucht sie die Nähe zu Clara. Dabei gerät sie in einen Konflikt zwischen ihrer Verantwortung als Pädagogin und ihren immer stärker werdenden Muttergefühlen. Ines Erdmann, Mathematik- und Sportlehrerin an einem Kölner Gymnasium, ist bei ihren Schülern beliebt und führt eine glückliche Ehe mit dem Journalisten Boris. Seit 14 Jahren sind die beiden verheiratet. Das Einzige, was ihnen zum Glück noch immer fehlt, ist ein Kind. Vor allem Ines macht dies schwer zu schaffen. Als die 16-jährige Clara neu in ihre Klasse kommt, traut Ines ihren Augen kaum: Sie ist überzeugt, in dem Mädchen ihre Tochter zu erkennen, die sie nach der Geburt zur Adoption freigegeben hatte. All die Jahre hatte sie dieses schmerzhafte Kapitel ihres Lebens verdrängt und auch Boris nie etwas davon erzählt. Ihre beste Freundin Simone, die einzige Person, die von der Geschichte weiß, rät Ines dringend, Distanz zu Clara zu halten und notfalls sogar eine Versetzung zu beantragen. Doch Ines blendet sämtliche Bedenken aus und sucht die Nähe zu der jungen Frau, die als Kind eines wohlhabenden Ärztepaares aufwächst und nichts von ihrer Adoption weiß. Da der Teenager Probleme in der Schule hat, bitten die Adoptiveltern ausgerechnet Ines, ihrer Tochter Nachhilfe zu geben. Entgegen offizieller Vorschriften willigt sie ein, der Wunsch, ihrer Tochter auch außerhalb der Schule nahe zu sein, wiegt schwerer als alle drohenden Konsequenzen. Sehr schnell entwickelt sich zwischen den beiden eine vertrauensvolle, freundschaftliche Beziehung. Bei ihrer Lehrerin findet Clara Verständnis und die Lockerheit, die sie bei ihren übervorsichtigen Eltern so vermisst. Je länger Ines das Versteckspiel aufrechterhält, desto verfahrener wird die Situation.