arte Programm 24.10.

   
   Was läuft beim TV Sender arte

Was läuft 24.10. im TV-Programm von arte?

Das arte Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
01:00 Kurzschluss - Das Magazin
TV-Sendung ~100 Min
(Court-circuit) Schwerpunkt ''Wie geht Kurzfilm?'' Kurzfilmmagazin, Frankreich, Deutschland 2021
''Frühstück im Grünen'' von Jules Bourgès, Jocelyn Charles, Nathan Harbonn-Viaud und Pierre Rougemont Short Cuts: Der Animationsfilmer Augustin Guichot resümiert Maurice Pialats Filmdrama ''Mamas Neuer'' von Flora Molinié und Emma Degoutte ''Something to remember'' von Niki Lindroth von Bahr ''Metallo'' von Calvin Antoine Blandin ''Kosmonaut'' von Kaspar Jancis ''Ghost Dogs'' von Joe Cappa (1): Frühstück im GrünenKurzfilm von Jules Bourgès, Jocelyn Charles, Nathan Harbonn-Viaud und Pierre Rougemont, Frankreich, 2019Ein Frühstück im Grünen erschüttert die Gewissheiten eines renommierten Wissenschaftlers.Im Anschluss an die Ausstrahlung kommentiert der Klima- und Umweltforscher François-Marie Bréon den Film.(2): Ghost DogsKurzfilm von von Joe Cappa, USA, 2021Ein neugieriger Welpe erforscht sein neues Zuhause und entdeckt dabei ebenso seltsame wie furchterregende Mitbewohner.Im Anschluss an den Film wird die Entstehung der Filmmusik erklärt.(3): Mamas NeuerKurzfilm von Flora Molinié und Emma Degoutte, Frankreich, 2021Der zehnjährige Lulu möchte gern das Hausschwein schlachten. Aber leider ist da Vincent, der neue Mann im Leben seiner Mutter ...Im Anschluss an den Film wird das Making-of gezeigt.(4): MetalloKurzfilm von Calvin Antoine Blandin, Frankreich, 2021Ein alter Mann wandert einsam durch eine stillgelegte Industrieanlage. Seine Suche nach der Wahrheit führt ihn ins Innere der Fabrik, zur Wurzel des Problems.(5): Short CutsDer Animationsfilmer Augustin Guichot resümiert Maurice Pialats Filmdrama ''Wir werden nicht zusammen alt'' in einer einminütigen Animation.(6): Der Passant Kurzfilm von Pieter Coudyzer, Belgien, 2020An einem Sommertag kreuzen sich unverhofft die Wege zweier Jungen.Im Anschluss an den Film wird ein Gespräch mit Ruben De Gheselle gezeigt, dem Komponisten der Filmmusik.(7): Something to RememberKurzfilm von Niki Lindroth von Bahr, Schweden, 2019Zwei Tauben besuchen einen Zoo ohne Tiere; eine Schnecke lässt sich beim Arzt den Blutdruck messen; im CERN-Labor ist etwas fürchterlich schiefgelaufen ... Sechs Momentaufnahmen aus unserer Zeit, als Erinnerung an die Welt, die schon bald von gestern sein wird.(8): KosmonautKurzfilm von Kaspar Jancis, Estland, 2019Ein alter Kosmonaut lebt in seiner Wohnung wie früher in der Raumstation. Er vollbringt Heldentaten und denkt dabei immer an seine Familie. Aber die sieht die Dinge ganz anders. Kann der alte Mann noch zur gesellschaftlichen Norm zurückfinden?
16:9
02:40 Fußball um jeden Preis
Infosendung ~55 Min
(La gloire ou rien) Dokumentation, Frankreich 2020 Regie: Fabrice Macaux Musik: Cory Seznec
Das Ausbildungszentrum des Havre Athletic Club (HAC) ist eines der besten und anspruchsvollsten in Europa. Schließlich gehört der HAC zu den ältesten französischen Fußballclubs. Paul Pogba, Benjamin Mendy und Dimitri Payet lernten beim HAC, und die Nachwuchsfußballer, die hier leben und trainieren, wollen es so weit bringen wie ihre Vorbilder. So auch das Wunderkind Abdel. Für den 18-Jährigen beginnt ein entscheidendes Jahr, sein letztes beim HAC. In den kommenden Monaten steht seine Zukunft auf dem Spiel. Ziel ist es, den ersten Profivertrag zu unterschreiben und endlich zu Ruhm und vor allem zu Geld zu kommen. Letzteres gilt bei den Jugendlichen als Nonplusultra. Sollte der Karriereplan nicht aufgehen, muss er in sein ärmliches Wohnviertel in Saint-Etienne-du-Rouvray zurückkehren - und das ohne Abschluss und Perspektiven. Der Druck auf Abdel steigt. Seine Trainer, sein Vater und sein Agent diskutieren und streiten. Denn der junge Mann hat zwar Talent, ist aber extrem aufmüpfig. Ein Freigeist, der sich nichts sagen lässt und von klein auf eine wütende Entschlossenheit in sich trägt: den Willen, ein außergewöhnlicher Sportler zu werden, nachdem seine Mutter infolge seiner Geburt schwerstbehindert wurde. Sein Vater, der plötzlich für alles verantwortlich war und alle Rollen übernehmen musste, setzt seine ganze Hoffnung auf den Erfolg des Sohnes und übt damit gewaltigen Druck auf Abdel aus. Von diesem schwindelerregenden Erfolgsdruck erzählt der Dokumentarfilm. In unserer Gesellschaft geht es um alles oder nichts. Die Fußballwelt in ihrer Maßlosigkeit ist dafür das schillerndste Beispiel. Hier kristallisiert sich heraus, was die heutige Welt umtreibt und spaltet: Geld und die damit einhergehenden Spannungen, sozialer Aufstieg und der Traum vom Erfolg, der für diese jungen Männer - meist Kinder von Zuwanderern aus der zweiten Generation - von existenzieller Bedeutung ist.
16:9
03:35 Neben-, gegen-, miteinander: Deutsch-französische Geschichten
Infosendung ~30 Min
(France-Allemagne: 3000 ans d''histoire commune) Von Brot, Bier und Wein Staffel 1: Episode 2 Dokureihe, Frankreich 2015 Regie: Roland Théron
Einst geprägt von Kriegen und Konflikten, sind die deutsch-französischen Beziehungen heute Aushängeschild für das friedliche Miteinander zweier Nachbarstaaten. Dabei ist die deutsch-französische Freundschaft so gefestigt und lebendig, dass beide Länder als Motoren der europäischen Integration fungieren. ARTE geht in einer spannenden zehnteiligen Dokumentationsreihe der bewegten Nachbarschaftsgeschichte beider Staaten unter jeweils einem thematischen Gesichtspunkt nach. Beeindruckende Aufnahmen aus der Vogelperspektive zeigen dabei die Spuren auf, die diese gemeinsame Geschichte sowohl bei den Menschen als auch in den Landschaften hinterließ. Dabei offenbaren sich die lange gewachsenen Beziehungen zwischen Städten und Bevölkerung diesseits und jenseits des Rheins. Die Zeitreise führt von historischen Konflikten und Besatzung im Kalten Krieg zur Gründung der Deutsch-Französischen Brigade, von landestypischer Ess- und Trinkkultur rund um Brot, Bier und Wein zu gemeinsamen Herausforderungen in Umweltfragen. Die Esskultur eines Landes ist nicht nur der Spiegel seiner Gesellschaft: Sie gestaltet auch die Landschaft, verleiht ihr über Jahreszeiten und Jahrhunderte hinweg ihre Farben und Strukturen. Welches sind die historischen Ursachen für unterschiedliche Ernährungsweisen in Deutschland und Frankreich? Beim Überfliegen der beiden Länder wollen die Filmemacher ergründen, ob es eine spezifisch deutsche und eine spezifisch französische Landschaft gibt. Ist Deutschland wirklich das Land des Roggens und Biers und Frankreich das Land des Weizens und Weins? Geschichtlich gesehen sind diese Gegensätze nicht haltbar: Wie die Karten ausweisen, waren die Grenzen der Ernährungsweise fließend. ARTE macht sich auf zu Braumeistern und Bäckern sowie zu Winzerfamilien und Champagnerherstellern auf beiden Seiten des Rheins. Mit Agronomen und Ernährungssoziologen geht der Film deutschen wie französischen Spezialitäten und Gemeinsamkeiten in der Esskultur nach. Ein Blick von oben offenbart dabei die Schönheit landwirtschaftlicher Regionen wie der Champagne oder des niederbayerischen Weltenburg an der Donau.
16:9
07:30 Neuland
Infosendung ~30 Min
Der Berg auf der Grenze Staffel 1: Episode 4 Naturdoku, Deutschland 2017 Regie: Marcus Fitsch - Kerstin Holl
Jahrzehntelang musste die Winzerfamilie Pfneisl über die österreichisch-ungarische Grenze an bewaffneten Posten vorbei, um die ehemaligen Weinberge ihrer Vorfahren zu sehen. Wein anbauen konnten sie lange nur in Österreich. Bis der Eiserne Vorhang fiel. Heute besitzt die Familie Weingüter beidseitig der Grenze, und die Schwestern Katrin und Birgit Pfneisl produzieren nun den edlen Tropfen dort, wo es einst schon ihr Urgroßvater tat. Birgit und Katrin, gerade mal Mitte 30, sind die junge Generation einer Familie, die seit über 100 Jahren im Grenzland Wein anbaut. Damals gehörte das österreichische Burgenland, wo die Pfneisls bis heute ihren Familiensitz haben, noch zu Ungarn. Doch durch die neue Grenzziehung nach dem Zerfall Österreich-Ungarns fiel das Gebiet an Österreich und die Familie durfte auf den ungarischen Flächen nicht mehr wirtschaften. Kurz nach dem Fall des Eisernen Vorhangs kaufte Franz Pfneisl, der Vater der beiden Schwestern, das ehemalige Land der Familie in Ungarn zurück, um an die alte Tradition anzuknüpfen. Es ging auch darum, dem Großvater eine Freude zu machen. Bis heute geht er noch für ein paar Stunden mit hinauf auf den Berg, wenn es im Herbst an die Ernte geht. Dann packt die ganze Familie mit an. Und dieses Mal ist auch Andreas Korn mit dabei. Er besucht die Winzerdynastie mitten im geschäftigen Erntebetrieb und taucht mit Familie Pfneisl ein in die Welt des Weines, die ihn nicht nur zu neuen Genüssen verführt, sondern auch viel über die Menschen vor Ort und ihre neue Heimat im vereinten Europa verrät.
16:9
09:20 Johnny Guitar - Gejagt, gehasst, gefürchtet
Spielfilm ~110 Min
(Johnny Guitar) Western, Schweiz, USA 1954 Regie: James W. Sullivan Autor: Philip Yordan - Roy Chanslor - Ben Maddow - Nicholas Ray Musik: Victor Young Kamera: Harry Stradling Jr. - Harry Stradling Sr. - Harry Stradling
Der einstige Revolverheld Johnny ''Guitar'' Logan kommt nach fünf Jahren im Gefängnis in den Saloon seiner ehemaligen Geliebten Vienna. Vienna ist eine starke Frau, die sich von niemandem beeindrucken lässt. Mit eiserner Härte, besonders gegen sich selbst, hat sie ihr Lokal in der trostlosen Wildnis von Arizona fernab jeder Ortschaft aufgebaut und Grundstücke erworben. Nicht ohne Grund: Sie spekuliert zu recht darauf, dass die neue Eisenbahnstrecke durch ihr Land führen und sie reich machen wird. Aber auch mit ihrem Casino verdient sie viel Geld. Wegen ihres wirtschaftlichen Erfolgs hat sie sich aber auch zahlreiche Feinde gemacht. Neben McIvers, dem mächtigsten Mann der Gegend, will vor allem die Rancherin Emma Small die erfolgreiche Konkurrentin aus dem Tal vertreiben. Die Dinge spitzen sich zu, als Emma mit einem Mob Einheimischer in den Saloon stürmt und Vienna für den Mord an ihrem Bruder mitverantwortlich macht: Viennas Stammgast, der berüchtigte Ted, und seine Männer hätten Emmas Bruder bei einem Überfall auf die Postkutsche erschossen. Ein richtiger Zeuge der Tat findet sich nicht. Dennoch wird Vienna und Ted das Ultimatum gestellt, innerhalb von 24 Stunden zu verschwinden. Während sich Vienna nicht einschüchtern lässt, will Ted sich McIvers und den anderen nicht entgegenstellen. Bevor er sich mit seinen Leuten aus dem Staub macht, überfällt er Emmas Bank. Ein perfekter Anlass für die eifersüchtige Frau: Was wäre ein besserer Weg, die Rivalin loszuwerden, als sie für den Banküberfall verantwortlich zu machen?
UntertitelHDTV



Programm - Nachmittag

 
12:55 Expeditionen
Infosendung ~45 Min
(Wildes Baltikum) Wildes Baltikum (2/2) Staffel 1: Episode 2 Naturserie, Deutschland 2014 Regie: Christoph Hauschild - Almut Hauschild Musik: Steffen Kaltschmid
Die weißen Strände des Nordens. Der zweite Teil der Dokumentation über das ''Wilde Baltikum'' führt in den faszinierenden europäischen Nordosten, an die längsten Strände der Ostsee. 1.400 Kilometer weißer Sand, 50 Meter hohe Dünen und Baltischer Glint wechseln einander ab. Von den einzigartigen Dünen Litauens über die Findlingsküste Lettlands bis zu den schroffen Klippen Estlands erstrecken sich die bis heute so unberührt wirkenden Landschaften. Gemeinsam mit Tausenden, vielfach unbewohnten Inseln, prägen sie die herausragend schöne und im restlichen Europa wenig bekannte baltische Ostseeküste. Die Hengste der Konik Wildpferde liefern sich im Frühling erbitterte Kämpfe und durch die Dünenwälder fliegen farbenprächtige Blauracken. Durch die Küstenwälder streifen Luchse, auf den Inseln rund um Saaremaa in Estland jagen Kegelrobben nach Fisch. An Estlands Küsten kann man in den kalten Monaten beobachten, wie liebevoll und sorgfältig Robbenbabys von ihren Müttern umsorgt und gehätschelt werden - in einer Umgebung deren Besonderheit in der schier unendlichen Weite und den warmen Lichtstimmungen des Nordens liegt. Einfühlsam porträtieren Christoph und Almut Hauschild in ihrem Film die stillen Regionen von Estland, Lettland und Litauen und geben seltene Einblicke in eine Natur, die man anderenorts bereits nicht mehr kennt.
16:9
13:40 Wildes Baltikum
Infosendung ~45 Min
Wälder und Moore Staffel 1: Episode 1 Naturserie, Deutschland 2014 Regie: Almut Hauschild - Christoph Hauschild Musik: Steffen Kaltschmid
Das Hinterland des Baltikums ist reich an Wäldern, Mooren und Seen. Die weite, oft unberührte Wildnis bietet vielen Tieren Raum zum Leben. In Estlands Urwäldern von Alutaguse leben mehr als 350 Braunbären. Wenn die Bärin mit ihren Jungen aus dem Winterschlaf erwacht, muss sie aufmerksam sein. Große Bärenmännchen können ihrem Nachwuchs gefährlich werden. Besonders während der Paarungszeit sind sie aggressiv und töten Jungbären, die sich in der Nähe der Weibchen aufhalten. Moore, Seen, Flüsse - überall im Baltikum bestimmt Wasser den Rhythmus der Natur. Im Frühling verwandelt sich der Soomaa-Nationalpark im Westen Estlands in einen riesigen See. So ist die Region kurz nach der Schneeschmelze nur noch mit dem Boot zu erreichen. Europas breitester Wasserfall liegt in Lettland. Anfang Mai ziehen Rußnasen, Verwandte des Karpfens, den Fluss Venta hinauf. Die bis zu einem halben Meter langen Fische müssen eine 400 Meter lange Felsbarriere überwinden, um zu ihren Laichgebieten zu gelangen. Viele bringt dieses Hindernis an den Rand der Erschöpfung. Das Baltikum hält viele Superlative bereit: Ein Fünftel des Weltbestandes der Schreiadler brütet hier. In den Flussauen Lettlands liegt eine der größten Balzarenen für Doppelschnepfen. Und an die 1.000 Wölfe gehen in Lettlands Wäldern auf die Jagd. Litauen ist das Land der Störche - mit mehr als 13.000 Paaren zählt es die meisten Weißstörche im Baltikum. Die Dokumentation ''Wildes Baltikum - Wälder und Moore'' führt in Regionen, die vom Menschen seit Jahrhunderten beeinflusst und dennoch naturnah geblieben sind.
16:9
16:15 Auge, Pinsel und Kinematograf
Infosendung ~55 Min
(Peintres et cinéastes à la Belle Epoque: naissance d''un art) Wie das Kino entstand Dokumentation, Frankreich 2020 Regie: Stefan Cornic
Kino-Atmosphäre, Kamerafahrt, Panorama-Ansicht, Vogel- und Froschperspektive, Bildeinstellung, Bildverschiebung, Standbild - diese Art des Sehens haben wir uns alle bewusst oder unbewusst angeeignet und wenden sie auf die Art und Weise an, wie wir Bilder produzieren und empfangen, ob als Künstler oder Zuschauer. 1895, das Jahr der ersten öffentlichen und kostenpflichtigen Filmvorführung mit dem Cinématographe Lumière gilt als das Geburtsjahr des Kinos. Doch der ''kinematografische Blick'' entstand bereits vorher. Das 19. Jahrhundert ist das Jahrhundert des Blicks, des Flaneurs und des Beobachters, das Jahrhundert des schweifenden Auges, der Sehmaschinen und der beginnenden ''Spektakularisierung'' der Welt. Wie bildete sich dieser Blick quer durch Malerei, Bildhauerei, Fotografie und die Anfänge des Kinos heraus? Welche Berücksichtigung in diesen unterschiedlichen Medien fanden Bewegung und zeitlicher Rhythmus im Raum? Welche Experimente wurden gemacht, mit dem Ziel, eine ''erweiterte'' Realität zu schaffen? Die Dokumentation beginnt im 19. Jahrhundert, als im Zuge der Industrialisierung die Eisenbahn erfunden wurde, und endet im halbdunklen Kinosaal eines Lichtspielpalastes, der zum Ruhme jener gerade entstehenden Verbindung von darstellender Kunst und Filmkunst erbaut wurde. Mit Claude Monet, den Brüdern Caillebotte, Henri Rivière, den Brüdern Lumière, Alice Guy, Georges Méliès und Max Linder wie auch aus der Sicht von Zuschauern erzählt die Dokumentation die Geschichte der Entstehung des modernen Blicks.
16:9
17:40 Gautier Capuçon und das Cello
Infosendung ~45 Min
Dokumentation, Deutschland, Frankreich 2021 Regie: Beatrix Conrad Musik: NDR Elbphilharmonie Orchester
''Ich habe mehrere Jahre gebraucht, um es zähmen zu können. Wahrscheinlich würde es das Gleiche über mich sagen'', kommentiert der französische Cellist Gautier Capuçon augenzwinkernd das partnerschaftliche Ringen mit seinem mehr als 300 Jahre alten Instrument - ein Cello des venezianischen Geigenbauers Matteo Goffriller aus dem Jahr 1701.Fast schon eheähnliche Züge prägen das Verhältnis zwischen dem Ausnahmecellisten und seinem Instrument. Capuçon berichtet von der Wildheit und dem facettenreichen Ausdrucksmöglichkeiten für fast alle Repertoiresparten seines Instruments, aber auch von Zickigkeit und der Ambivalenz zwischen weiblichen und männlichen ''Gehabe''. Dem Pariser Geigenbauer Pierre Bathel, der das Instrument regelmäßig justiert, kommt dabei eine gewichtige, manchmal vermittelnde, Rolle zu: ''Er ist nicht nur Geigenbauer, sondern auch Arzt, Psychologe und Freund.''Als musikalisches Hauptwerk steht das Cellokonzert von Antonin Dvorak im Mittelpunkt der Dokumentation. Es ist bis heute ein unübertroffener Klassiker des romantischen Repertoires. Für Cellisten ist es nicht irgendein Konzert, sondern schlichtweg das Cellokonzert. Niemand kann sich seinen einprägsamen Melodien, seinen gewaltigen symphonischen Höhepunkten, seiner fesselnden Virtuosität und überwältigenden Emotionalität entziehen. Bei seiner Interpretation mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Alan Gilbert in Hamburg wird das eindrucksvoll spürbar.
Untertitel16:9



Programm - Abend

 
19:30 Tatarstan
Infosendung ~45 Min
Die Stimme der Frauen Dokumentation, Deutschland 2020 Regie: Galina Breitkreuz
Wo Ost und West, Europa und Asien, Christentum und Islam aufeinandertreffen, dort liegt Tatarstan: eine autonome Republik der Russischen Föderation, ungefähr 800 Kilometer östlich von Moskau. Obwohl eine große Mehrheit der Bewohnerinnen und Bewohner zum Turkvolk der Tataren gehörte, galten sie früher als Sowjetbürgerinnen und -bürger. Die eigene Sprache und die wichtigen Traditionen der Tataren stellten zu kommunistischen Zeiten kein Erbe dar, das es zu bewahren galt. Heute werden in einigen Dörfern zwar noch Sitten und Gebräuche fortgeführt, doch dies betrifft vor allem die ältere Bevölkerung. Ist die tatarische Kultur dem Untergang geweiht? Firdisa Bakirowa und Elmira Sibgatowa wollen dieses Szenario verhindern. Sie haben es sich zu ihrer Aufgabe gemacht, die Traditionen ihrer Heimat zu schützen und sie an neue Generationen weiterzugeben. Und sie haben Glück: Bald findet das Savantui statt. Das fröhliche Fest stellt das wichtigste Ereignis des Jahres dar und vereint Jung und Alt, Familienmitglieder von nah und fern - eine gute Möglichkeit, das Interesse der Jugend zu wecken. In festlicher Kleidung und mit prächtiger Laune strömen die Menschen gemeinsam auf den Maidan, die Festwiese. Alte Traditionen wie das Pferderennen werden ebenso mit Spannung verfolgt wie das Kuresch, der Ringkampf der Tataren. Bis zum Sonnenuntergang singen und tanzen die Menschen zu tatarischen Liedern. Die Dokumentation gibt tiefe Einblicke in die tatarischen Traditionen und begleitet Elmira und Firdisa bei ihrem wichtigen Vorhaben: Wird es ihnen gelingen, ihre Kultur zu bewahren?
Untertitel16:9