TV-Kriminaldrama, Deutschland 2011
Regie: Dominik Graf
Autor: Friedrich Ani - Ina Jung
Musik: Sven Rossenbach - Florian van Volxem
Kamera: Michael Wiesweg - Hendrik A. KleyTrue
Vor elf Jahren verschwand ein Mädchen aus einer kleinen Stadt an der deutsch-tschechischen Grenze. Der Fall hat den pensionierten Kommissar Altendorf nie losgelassen. Ein aktueller Mordfall bringt ihn mit dem unkonventionellen, jungen Kommissar Tanner zusammen. Die beiden ungleichen Charaktere nähern sich langsam an und dringen immer tiefer in das Labyrinth der Ereignisse von damals. Der heute 64-jährige pensionierte Hauptkommissar Altendorf hätte es nie für möglich gehalten, dass ein geistig behinderter Mann wegen Mordes verurteilt werden könnte, obwohl weder die Leiche des vermeintlichen Opfers noch eindeutige Blut- und DNA-Spuren gefunden werden konnten. Altendorf wurde damals sogar vom Innenminister persönlich als Leiter der Sonderkommission abgesetzt, um die Ermittlungen durch einen anderen Kommissar schneller voranzutreiben. Das war vor elf Jahren. Die achtjährige Sina Kolb war spurlos aus dem Dorf Eisenstein verschwunden. Nach einer mehrere Monate dauernden Suche verhaftete der neue Soko-Leiter den 28-jährigen behinderten Emanuel Ecco Stock und brachte diesen dazu, den Mord an Sina zu gestehen. Zwei Tage später widerrief Ecco alle seine unter Druck entstandenen Aussagen. Dem Richter jedoch genügte das Geständnis. Beim jährlichen Dienstausflug der Mordkommission lernen sich der pensionierte Kommissar Altendorf und der 32-jährige Hauptkommissar Niklas Tanner kennen. Obwohl Tanner eigentlich einen aktuellen Mordfall bearbeiten muss - eine Frau aus dem Dorf wurde erdrosselt - gerät Tanner immer tiefer in das Labyrinth der Ereignisse von damals. Inge-Maria Kolb kaufte zu einem Zeitpunkt das Grab für ihre Tochter, als noch keineswegs feststand, ob das vermisste Mädchen überhaupt tot war. Wie konnte ein Mädchen so unsichtbar werden, dass nicht einmal ihre Leiche, sondern nur ihr Schatten beerdigt wurde? Tanner entdeckt neue Spuren, bringt Licht ins Dunkel, und als er einer Fährte ins Rotlichtmilieu hinter der Grenze folgt, bezahlt er seinen Wagemut beinahe mit dem Leben.