arte Programm 28.10.

   
   Was läuft beim TV Sender arte

Was läuft 28.10. im TV-Programm von arte?

Das arte Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
03:05 Tatarstan
Infosendung ~45 Min
Die Stimme der Frauen Dokumentation, Deutschland 2020 Regie: Galina Breitkreuz
Wo Ost und West, Europa und Asien, Christentum und Islam aufeinandertreffen, dort liegt Tatarstan: eine autonome Republik der Russischen Föderation, ungefähr 800 Kilometer östlich von Moskau. Obwohl eine große Mehrheit der Bewohnerinnen und Bewohner zum Turkvolk der Tataren gehörte, galten sie früher als Sowjetbürgerinnen und -bürger. Die eigene Sprache und die wichtigen Traditionen der Tataren stellten zu kommunistischen Zeiten kein Erbe dar, das es zu bewahren galt. Heute werden in einigen Dörfern zwar noch Sitten und Gebräuche fortgeführt, doch dies betrifft vor allem die ältere Bevölkerung. Ist die tatarische Kultur dem Untergang geweiht? Firdisa Bakirowa und Elmira Sibgatowa wollen dieses Szenario verhindern. Sie haben es sich zu ihrer Aufgabe gemacht, die Traditionen ihrer Heimat zu schützen und sie an neue Generationen weiterzugeben. Und sie haben Glück: Bald findet das Savantui statt. Das fröhliche Fest stellt das wichtigste Ereignis des Jahres dar und vereint Jung und Alt, Familienmitglieder von nah und fern - eine gute Möglichkeit, das Interesse der Jugend zu wecken. In festlicher Kleidung und mit prächtiger Laune strömen die Menschen gemeinsam auf den Maidan, die Festwiese. Alte Traditionen wie das Pferderennen werden ebenso mit Spannung verfolgt wie das Kuresch, der Ringkampf der Tataren. Bis zum Sonnenuntergang singen und tanzen die Menschen zu tatarischen Liedern. Die Dokumentation gibt tiefe Einblicke in die tatarischen Traditionen und begleitet Elmira und Firdisa bei ihrem wichtigen Vorhaben: Wird es ihnen gelingen, ihre Kultur zu bewahren?
Untertitel16:9
05:00 Caspar David Friedrich
Infosendung ~65 Min
Wanderer zwischen den Welten Dokumentation, Deutschland 2020 Regie: Frauke Schlieckau - Nicola Graef
Caspar David Friedrich gilt als einer der größten Landschaftsmaler überhaupt. Nach seinem Tod fast vergessen, konnten seine nebelverhangenen Landschaften und einsamen Berge im 20. Jahrhundert eine ungeahnte Wirkung entfalten. Er schuf Gemälde, in denen sich auch heute noch viele Menschen wiederfinden können, auch ohne großes Kunstverständnis. Seine Bilder schuf der Maler aus der unmittelbaren Naturerfahrung auf Wanderungen rund um seine Heimatstadt Greifswald und seinen späteren Wohnsitz Dresden. Seine Landschaftsbilder lud er mit religiöser Bedeutung auf und machte den Menschen klein im Angesicht einer überwältigenden Natur. Seinen Malstil behielt er auch, als er längst aus der Mode war. Mit der Wiederentdeckung von Caspar David Friedrich ab 1906 wurde er auch zu einem deutschen Vorzeigekünstler. Dabei war Friedrich zwar Patriot, aber auch ein kritischer Geist, der von einem Deutschland in Freiheit träumte.Die Dokumentation erzählt vom Leben des Malers in Greifswald und Dresden. Und er folgt der Malerin Nina Jurk ins Elbsandsteingebirge und dem Maler Ruprecht von Kaufmann an die Ostsee, einem der Lieblingsmotive von Friedrich, um das Geheimnis seiner Wirkung zu erkunden. Denn die Bilder von Caspar David Friedrich vermitteln auch 200 Jahre nach ihrer Entstehung ein zeitloses Gefühl von Isolation und von der Einsamkeit des Menschen in der modernen Zeit.
Untertitel16:9
06:55 GEO Reportage: Basketball
Infosendung ~55 Min
(GEO Reportage) Die kleinen Barfuß-Spieler von Mexiko Reportagereihe, Frankreich, Deutschland 2015 Regie: Tuan Lam
Missionare machten vor knapp 50 Jahren Basketball bei den Triquis im Bundesstaat Oaxaca populär. Aus Mangel an Freiflächen in den Kiefernwäldern des Hochlands kam Fußball nicht infrage. Jedes Kind wächst dort heute mit diesem Sport auf, Jungen wie Mädchen. Deysi Martinez ist ein Ausnahmetalent. Dank ihres Talents und ihrer guten Noten geht sie seit eineinhalb Jahren auf ein Sportinternat in der Hauptstadt Oaxaca. ''GEO Reportage'' hat sie besucht. Deysi dribbelt den Ball im Slalom über den Betonboden, von vorne kommt ein Angriff, die 13-Jährige hat keine Zeit zum Überlegen, wie ein Pfeil schießt sie nach oben, wirft den Ball in den Korb und landet mit einem dumpfen Geräusch. Deysi gehört zu den besten Basketballspielerinnen Mexikos, zumindest in ihrer Altersgruppe. Sie ist kleiner als ihre Konkurrenten in anderen Regionen und spielt meist barfuß, wie alle Triquis, eine kleine indigene Minderheit im Südwesten Mexikos. Etwa 38.000 von ihnen gibt es noch, ein Drittel der Erwachsenen sind in die Vereinigen Staaten ausgewandert, die meisten illegal. Zurück blieben Alte, Frauen und Kinder. Auch Deysis Vater lebt seit rund drei Jahren in Washington, wo er als Erntehelfer arbeitet, für weniger als den Mindestlohn. Er war selbst Kapitän einer Basketballmannschaft. Die Tochter hat sein Talent geerbt. Das hat auch Sergio Ramirez Zúñiga erkannt. Der Trainer hat den Casa Club gegründet, eine Sportakademie, in der Triqui-Kinder gefördert werden. Die harte Schule des Trainers hat zu ersten Erfolgen geführt. Einige der jungen Spieler haben Stipendien, Sprachkurse und Bildungsreisen in Amerika und Europa erhalten. Auch Deysi hat diesen Traum. Zusammen mit anderen Mädchen und Jungen trainiert sie deshalb jeden Tag. Schon bald wird sie sich beweisen können: Eine Turnierreise durch den Bundesstaat Oaxaca steht an - die Generalprobe für weitere Spiele in den USA. Rund um die Welt gibt es spannende Stories, die es zu erzählen lohnt. Journalisten reisen mit der Kamera um den Globus, um die besten Geschichten zu finden und für die Zuschauer zu dokumentieren. Fündig werden sie sowohl in abgelegenen Gegenden, aber auch in großen Städten – überall gibt es Abenteuerliches und Interessantes zu entdecken. Natürlich spielen vor allem auch die Menschen der jeweiligen Gebiete ein große Rolle.
16:9
08:35 Stadt Land Kunst
Infosendung ~55 Min
(Invitation au voyage) Bernard Clavels Rhône / Ägypten / Georgien / Kenia Kunstmagazin, Frankreich 2020 Regie: Fabrice Michelin Moderation: Linda Lorin
Ägypten: Ein Land schützt seine Schätze Bernard Clavel und die Liebe zur Rhône Georgien: Mananas Hühnersuppe Kenia: Eine starke Frau (1): Bernard Clavel und die Liebe zur RhôneDie Rhône entspringt im schweizerischen Kanton Wallis und mündet mehr als 800 Kilometer weiter südlich ins Mittelmeer. Zwischen dem majestätischen Fluss und dem französischen Schriftsteller Bernard Clavel entspann sich eine wahre Liebesgeschichte. An den Ufern der Rhône begann Clavel zu schreiben und die Natur in Worte zu fassen. Er widmete dem Fluss ein Dutzend Romane, in denen das Schicksal einfacher Leute sich an der Gewalt der Naturelemente reibt.(2): Ägypten: Ein Land schützt seine SchätzeIn der Region von Luxor durchforscht ein Team ägyptischer Archäologen den Wüstensand mit dem Ziel, die zahllosen Geheimnisse ihrer Ahnen ans Tageslicht zu befördern. Rund 150 Jahre lang war die Ägyptologie das Privileg westlicher Mächte, die das Land der Pharaonen seiner archäologischen Schätze beraubten, ohne mit der Wimper zu zucken. Doch heute nehmen die ägyptischen Wissenschaftler nach und nach die Geschichte ihrer Vorfahren selbst in die Hand. (3): Georgien: Mananas HühnersuppeIn Tiflis sucht Manana ein besonders schönes Hühnchen aus, um ihre Version einer traditionellen georgischen Suppe zuzubereiten. Sie legt das Geflügel in einen großen Topf und gibt Nüsse, essbare Blüten, Bockshornklee, gemahlenen Koriander, Gewürze und einen Löffel Tomatenmark hinzu. Eine echte Gaumenreise nach Georgien!(4): Kenia: Eine starke FrauDer Naivasha-See ist der Stolz der kenianischen Zentralregion und liegt im östlichen Teil des Großen Afrikanischen Grabenbruchs. 1906 ließ sich in diesem fruchtbaren, von der Sonne verwöhnten Landstrich ein schottischer Pferdezüchter mit seiner Tochter nieder. Aus dem Mädchen wurde später eine der bemerkenswertesten Frauen ihrer Zeit ...
16:9
10:00 Ein Metall wird zur Bombe
Infosendung ~50 Min
(Uranium - Twisting The Dragon''s Tail) Der Weg zur Bombe Staffel 1: Episode 1 Wissenschaftsdoku, Deutschland, USA, Australien 2015 Regie: Wain Fimeri
Am 6. und 9. August 1945 warfen US-Kampfflugzeuge Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. Dadurch wurde die Erde für immer verändert, denn die ungeheuerliche Kraft des Elements Uran wurde erstmals als verheerende Waffe gegen Menschen eingesetzt. Mindestens 155.000 Menschen starben augenblicklich, weitere 110.000 innerhalb weniger Wochen durch die radioaktive Verstrahlung. Bis heute sterben Menschen an Spätfolgen wie Krebs. Uran ist das einzige Gestein der Erde, das Energie abgibt und sich permanent, über Millionen von Jahren, verändert. Ohne Uran wäre die Erde ein grauer, kalter Planet. Im vorletzten Jahrhundert war Uran noch nahezu unbekannt. Dann, innerhalb von nur 40 Jahren, wurde Uran zum teuersten, begehrtesten, gefährlichsten und gefürchtetsten Material der Erde. Auch die friedliche Nutzung von Uran birgt eine Gefahr, denn dass Atomkraftwerke wirklich sicher sind, glauben in Deutschland nur wenige, und auch den Franzosen ist Atomenergie zunehmend suspekt. Woher weiß man außerdem, was manche Staaten wirklich mit Uran machen? Energiegewinnung? Wiederaufbereitung? Oder die Herstellung von verheerenden Waffen? Der Abwurf der Atombomben über Hiroshima und Nagasaki ist Sinnbild für die Macht und Zerstörungskraft von Uran und beweist gleichzeitig, dass Uran eine ungeheure Energiequelle ist. Der Zweiteiler zeichnet die Geschichte des Urans nach, von seiner Entdeckung als wertlose Substanz und seiner Transformation bis hin zum begehrten Element, das über Kriege entscheidet und die Welt mit Energie versorgt. Dr. Derek Muller auf seiner Suche nach Antworten zu einem der gefährlichsten Stoffe der Welt. Seine Reise bringt ihn nach Hiroshima, zu einem Krebsforschungszentrum in Sydney, aber auch nach Tschernobyl und Fukushima. Werden seine Erkenntnisse auch unser Verständnis verändern?
16:9
10:50 Ein Metall verändert die Welt
Infosendung ~85 Min
(Uranium - Twisting The Dragon''s Tail) Fluch und Segen des Atomzeitalters Staffel 1: Episode 2 Wissenschaftsdoku, Australien, Deutschland, USA 2015 Regie: Wain Fimeri
Die Atombomben, die am 6. und 9. August 1945 von US-Kampfflugzeugen auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki abgeworfen wurden, veränderten die Welt für immer. 155.000 Menschen starben sofort, weitere 110.000 innerhalb weniger Wochen durch die radioaktive Verstrahlung. Die Strahlenwerte, die seit 1945 in menschlichen Knochen oder in den Zähnen von Kleinkindern nachgewiesen werden, gab es vor 1945 nicht. Was macht das Element Uran, das seit dem Urknall auf der Erde vorhanden ist, so gefährlich? Es ist radioaktiv. Die radioaktiven Eigenschaften von Uran können jedoch im Kampf gegen Krebs eingesetzt werden. Hier ist das kurzlebige Thorium ein unersetzliches Mittel, um Tumore erkennbar zu machen. Während der Ölkrise versprachen Atomkraftwerke eine saubere Lösung aller Energieprobleme. Diese Euphorie hielt bis zum Reaktorunglück von Tschernobyl 1986. Halb Europa war vom Fallout, einem radioaktiven Niederschlag, betroffen. Aber bis vor wenigen Jahren konnte man sich nicht vorstellen, dass ein ähnlicher Unfall in westlichen Industrieländern passieren könnte. Bis man 2011 durch die Nuklearkatastrophe von Fukushima eines Besseren belehrt wurde. Und nun? Während Deutschland die Energiewende plant, setzt Frankreich weiter auf Atomenergie. ARTE begleitet den YouTube-Star und promovierten Physiker Dr. Derek Muller auf seiner Suche nach Antworten zu einem der gefährlichsten Stoffe der Welt. Seine Reise bringt ihn nach Hiroshima, zu einem Krebsforschungszentrum in Sydney, aber auch nach Tschernobyl und Fukushima. Werden seine Erkenntnisse auch unser Verständnis verändern?
16:9



Programm - Nachmittag

 
12:15 Re: Sex als Kulturkampf
Infosendung ~35 Min
(Re:) Polen streitet um die Sexualmoral Reportagemagazin, Deutschland 2020
Verpflichtende Sexualkunde existiert im konservativen Polen nicht. An den Schulen wird nur das Wahlfach ''Vorbereitung auf das Familienleben'' angeboten, dass von den erzkonservativen Ansichten der Kirche geprägt ist. Noch haben Schulen die Möglichkeit sich mit Hilfe von Vereinen und NGO''s liberale Aufklärungsworkshops von außen heranzuholen. In der Praxis findet das allerdings nur in einigen wenigen Großstädten statt. Wenn es nach der nationalkonservativen Regierungspartei PiS geht, soll es diese Möglichkeit bald nicht mehr geben. Ein neuer Gesetzesentwurf will Aufklärung für Minderjährige defacto unter Strafe stellen, mit bis zu drei Jahren Gefängnis. Initiiert wurde das Vorhaben von dem homo- und transfeindlichen Bündnis ''Stop Pedofilii'', dass sich den vermeintlichen ''Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt durch LGBTQ-Aktivisten'' auf die Fahnen geschrieben hat. Ihr homophob motivierter Kreuzzug gegen sexuelle Aufklärung wird von der Regierung unterstützt und fällt in eine Zeit, in der das gesellschaftliche Klima für nicht heteronormative Menschen in Polen immer gefährlicher wird. Mittlerweile haben sich knapp 80 Gemeinden und Landkreise zu sogernannten ''LGBT-freien Zonen'' erklärt. Wie leben die Betroffenen in einem solchen Klima? Re: begleitet junge Polinnen bei ihrem Kampf für eine progressive Sexualaufklärung und für ein offenes Polen. Dieser Beitrag ist Teil von The European Collection, einer gemeinsamen Initiative öffentlich-rechtlicher Medien in Europa (ARD, ARTE, France Télévisions, SRG SSR und ZDF), koordiniert von ARTE und unterstützt durch das Programm Creative Europe - MEDIA.
Untertitel16:9
13:05 Stadt Land Kunst
Infosendung ~45 Min
(Invitation au voyage) Tarsila do Amarals Brasilien / Pays de Retz / Marokko / Dubrovnik Kunstmagazin, Frankreich 2021 Regie: Fabrice Michelin Moderation: Linda Lorin
Tarsila do Amaral, eine brasilianische Modernistin Marokko: Naimas Teigfladen mit Hackfleischfüllung Pays de Retz: Aus Liebe zur Kuh Dubrovnik: Quarantäne! (1): Tarsila do Amaral, eine brasilianische ModernistinGrüne Berge, tiefe Wälder, schwindelerregende Metropolen: Brasilien ist betörend vielseitig! Anfang des 20. Jahrhunderts, als das Land sich neu erfand, erforschte die modernistische Malerin Tarsila do Amaral die bunte und komplexe Kultur Brasiliens auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage, die ihre ganze Generation beschäftigte: Was bedeutet es, Brasilianer zu sein?(2): Pays de Retz: Aus Liebe zur KuhIm Herzen des Pays de Retz, wo einer der letzten Wildflüsse Europas in den Atlantik fließt, überlebte in den Sumpflandschaften der Loire-Mündung ein Tier, das man bereits verloren glaubte: die Vache Nantaise, eine lokale Rinderrasse. Die Kuh mit den ebenmäßigen Hörnern und dem sanften Blick ist untrennbar mit der Identität dieser Region verbunden und gilt heute als Symbol für den Schutz der Artenvielfalt.(3): Marokko: Naimas Teigfladen mit HackfleischfüllungIn Marokko kommen Msemmen bei praktisch jeder Gelegenheit auf den Tisch. In Dar Bouazza serviert Naima ihre Version der leckeren Teigfladen mit Hackfleischfüllung - ein einfaches und preiswertes Rezept, das schnell zubereitet ist. Wenn sie aus dem Ofen kommen, sind die Fladen schön goldbraun und knusprig!(4): Dubrovnik: Quarantäne!Im Süden der dalmatinischen Küste erheben sich die imposanten Mauern von Dubrovnik über die blaue Adria. Im 14. Jahrhundert war die Stadt ein wichtiges Handelszentrum, und im lebhaft bunten Hafen der einstigen Republik Ragusa wurde eine der bekanntesten Gesundheitsmaßnahmen erfunden ...
16:9
13:50 Hippokrates und ich
TV-Sendung ~110 Min
(Hippocrate) Dramedy, Frankreich 2014 Regie: Thomas Lilti Autor: Baya Kasmi - Julien Lilti - Khalladi Shérazade - Pierre Chosson Musik: Nicolas Weil - Sylvain Ohrel - Alexandre Lier Kamera: Nicolas Gaurin
Der 23-jährige Benjamin absolviert in einem Pariser Krankenhaus sein erstes Jahr als Assistenzarzt. Die erste Station ist die Innere Medizin, die von seinem Vater geleitet wird, dem allseits geschätzten Professor Barois.Seine Ausbildung hatte sich Benjamin jedoch ganz anders vorgestellt. Die Verantwortung ist erdrückend, das Leiden der Patienten macht ihm zu schaffen und Konfrontationen mit Familienangehörigen und Kollegen setzen ihn zusätzlich unter Druck. Seine Unzulänglichkeiten werden Benjamin insbesondere durch die Überlegenheit des anderen Assistenzarztes, Abdel, vor Augen geführt. Dieser erweist sich im Umgang mit den Patienten als deutlich erfahrener und einfühlsamer als Benjamin.Als Benjamins Patient Herr Lemoine stirbt, begreift der junge Arzt, dass er Teil eines korrupten Systems ist. Denn obwohl er bei der Behandlung von Lemoine einen schwerwiegenden Fehler begangen hat, wird er von seinen Vorgesetzten gedeckt. Der aus Algerien stammende Abdel hingen erfährt nicht dieselbe Solidarität und Unterstützung der Vorgesetzten, als er sich für den Tod einer Patientin verantwortlich erklärt. Als gegen Abdel ein Disziplinarverfahren eingeleitet wird, das ernstzunehmende Folgen für dessen Karriere hat, beschließt Benjamin, nicht mehr Teil dieses ungerechten Systems sein zu wollen.
16:9HDTV
15:40 In der Welt zuhause
Infosendung ~30 Min
(Habiter le monde) Schweden, Malmö - Eco City Schwedens Staffel 2: Episode 4 Dokureihe, Frankreich 2017 Regie: Olivier Lassu
Malmö litt in den 1990er Jahren unter Arbeitslosigkeit und einer schwächelnden Industrie. Doch in den darauffolgenden 20 Jahren erlebte die drittgrößte Stadt Schwedens eine spektakuläre Verwandlung: Neue Großbauprojekte und ökologische Innovationen sorgten dafür, dass Malmö heute ein Musterbeispiel für den direkten Übergang von der Industriemetropole zur nachhaltigen Eco City geworden ist. Das Geheimrezept: Die Stadt setzte nicht nur auf innovative Technologien, sondern vor allem auf die aktive Beteiligung der Bürger am Wandel. Im ehemaligen Arbeiterviertel Augustenborg, das mittlerweile zu den attraktivsten Wohngegenden der Stadt zählt, erklärt Gunilla Philippe, dass Ökologie neben nachhaltigem Handeln auch Solidarität bedeutet: Gunillas Wohnung ist Teil eines Hauses, das achteckig um einen Innenhof gebaut wurde. So entstand in der Mitte ein sozialer Raum und Treffpunkt für alle Bewohner. Andernorts im Viertel sind Gemeinschaftsgärten entstanden. Über die Förderung des ökologischen Bewusstseins hinaus leisten sie wichtige Integrationsarbeit, denn hier begegnen sich Menschen unterschiedlicher sozialer Schichten, Nationalitäten und Altersgruppen. Neben dieser entscheidenden sozialen Dimension spielen in Malmö Techniken der Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle: Das Abwasser der Stadt kann nach einer biologischen Reinigung vollständig ins Grundwasser zurückgeleitet werden; Fußgänger, Radfahrer und öffentlicher Nahverkehr haben Vorrang vor individuellem Autoverkehr. Auch in den Schulen beweist sich Malmö als Musterstadt von morgen: Solidarität und Umweltbewusstsein stehen ganz selbstverständlich mit auf dem Stundenplan. Pfahlbauten, schwimmende Häuser, Rund- oder Mikrohäuser – So radikal unterschiedlich unsere Lebensräume auch sein mögen, es liegt ihnen doch die immer gleiche Überlegung zugrunde: Wie kann der Mensch in Sicherheit, Gemeinschaft und Harmonie mit seiner Umwelt leben? Der Humanist und Philosoph Philippe Simay führt ein in die Geschichte menschlicher Lebensräume, die in einer Zeit enormer Veränderungsprozesse ein Zeichen unserer Anpassungsfähigkeit sind.
16:9
16:10 Als Selbstversorger auf dem Bambusfloß
Infosendung ~55 Min
(La biosphère de Corentin) Dokumentation, Frankreich 2021 Regie: Corentin De Chatelperron - Laurent Sardi
Der Ingenieur und Abenteurer Corentin de Chatelperron ist ein findiger Kopf, der sich immer zu helfen weiß. Seit Jahren durchquert er die Welt auf der Suche nach Lowtech-Innovationen, die auf der Grundlage von recycelbaren Materialien hergestellt werden, allen zugänglich sind und die Umwelt weitgehend schonen. Bei jedem Zwischenstopp und jeder Begegnung füllt sich Corentins Notizbuch mit neuen Erfindungen dieser Art: Seien es Pläne zum Bau eines Solar-Entsalzers, oder sei es eine Methode zur Kultivierung von Spirulina. Am Ende seiner Reise unterzieht Corentin etwa 30 dieser Lowtechs einem wagemutigen Test: Vier Monate lang experimentiert er zurückgezogen auf einem großen Bambusfloß in der thailändischen Phang-Nga-Bucht. Ganz allein inmitten des Wassers will er prüfen, ob die ausgewählten Lowtechs, in Kombination miteinander, die menschlichen Grundbedürfnisse abdecken können. Können sie energieaufwendige Hightech-Ausrüstungen ersetzen? Als wahrer ''Lifestyle-Erforscher'' macht er sich an die Verfertigung eines Ökosystems, das ihm vier Monate lang Essen und Trinken sowie die eigene Stromproduktion ermöglichen soll. Corentin hat seine schwimmende Plattform ''Biosphäre'' genannt, wie jene autarken, hightech-strotzenden Ökosysteme, die heute gebaut werden, um den Menschen zu anderen Planeten zu bringen. Doch vielleicht sollte uns Corentins ''Biosphäre'' daran erinnern, dass die zukunftsträchtigsten Lösungen keiner Himmelsstürmerei bedürfen, sondern auf der Erde zu finden sind ...
16:9
17:05 Der kleine Held vom Hamsterfeld
Infosendung ~45 Min
Dokumentation, Deutschland 2020 Regie: Uwe Müller
Sie sind meist unsichtbar und trotzdem immer in Gefahr: Feldhamster führen ein Leben im Verborgenen. Sie sind vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und werden zudem immer seltener. Ein Hamsterjahr ist kurz und voller Gefahren. Sechs Monate haben die Hamster Zeit, um einen Partner zu finden, den Nachwuchs aufzuziehen und Wintervorrat zu sammeln. Die Dokumentation beleuchtet exemplarisch die Geschichte eines Feldhamsterweibchens in einer der letzten deutschen Hamsterregionen in Thüringen. Hier gibt es sogar eine seltene melanistische Population mit schwarzem Fell.Die Kamera folgt der Hamsterdame zwischen den Halmen auf dem Feld und in den Bau unter der Erde und zeigt sie immer aus nächster Nähe: bei der Paarung, der Geburt ihrer Jungen oder beim Körnersammeln. Die ersten Jungen werden schon wenige Wochen nach dem Erwachen der Mutter aus dem Winterschlaf geboren. Anfangs nackt, blind und völlig abhängig, müssen sie binnen kürzester Zeit selbständig werden und sich einen eigenen Bau graben. Doch zahlreiche natürliche Feinde wie Fuchs, Eule, Kornweihe, Störche und Reiher machen das Kornfeld unsicher. Sieben von zehn Hamstern überleben die ersten Wochen nicht.Schon im Mittelalter wurden Feldhamster als Körnerdiebe verfolgt und noch bis Ende der 1980er Jahre bejagt. Heute sind die Tiere als ''Bau-Stopper'' in Verruf. Dabei stehen sie selbst durch die Folgen industrieller Landwirtschaft massiv unter Druck. Monokulturen, Pestizideinsatz und frühere Ernten machen ihnen zu schaffen. Und die Versiegelung von täglich 60 Hektar Ackerfläche bedroht ihre letzten Lebensräume. Die Dokumentation von Uwe Müller erzählt packend, ''pelznah'' und humorvoll vom harten Landleben der Feldhamster in Deutschland.
Untertitel16:9HDTV



Programm - Abend

 
18:30 Urwald von morgen
Infosendung ~50 Min
Nationalpark Eifel Dokumentation, Deutschland 2018 Regie: Herbert Ostwald
Der erste und bislang einzige Nationalpark Nordrhein-Westfalens, nur 50 Kilometer südwestlich von Köln, ist das grüne Herz des Westens. Diese Eifelregion ist Schauplatz eines wegweisenden Experiments: Auf drei Viertel der Parkfläche wird der ehemalige Wirtschaftswald sich selbst überlassen, und die Natur übernimmt Stück für Stück die Hoheit. Tote Bäume werden stehen gelassen, Äste krachen herab und Stämme vermodern am Boden. So entsteht ein Urwald von morgen, der schon jetzt vor allem scheuen Tieren ein einzigartiges Zuhause bietet.Der Film erzählt eine Erfolgsgeschichte des Naturschutzes inmitten einer von Menschen geprägten Umgebung. Abseits der Dörfer und Äcker stehen die heimlichen Rückkehrer im Mittelpunkt. Heimlichtuer, die die Menschennähe nicht mögen oder ohne Rückzugsorte aussterben würden. Nun schleichen immer mehr Wildkatzen durchs Dickicht, Biber nagen ungestört an Bäumen und Schwarzstörche klappern im Blätterdach. Und selbst die größte Katzenart Europas, der Luchs, ist hier schon gesichtet worden.Der Nationalpark ist (noch) keine Wildnis, sondern ein ehemaliger Forst. Ohne menschliche Pflege und Axt sterben nun die angepflanzten Fichten und die ursprünglich beheimateten Buchen kehren zurück. Neu entstehende Laubwälder sind robuster gegen Stürme und Parasiten und bieten vielfältigere Lebensräume für Tiere und Pflanzen als die eintönigen Fichtenforsten, die noch immer große Teile des Nationalparks prägen.Der Zuschauer wird auf unterhaltsame Weise Zeuge eines andauernden Umgestaltungsprozesses in einem menschenverlassenen Schmuckstück der Natur.
16:9HDTV
20:15 Mythos Cerro Torre
Infosendung ~80 Min
(Bergwelten) Reinhold Messner auf Spurensuche Staffel 1: Episode 144 Naturdoku, Österreich 2019 Regie: Reinhold Messner
1952 wurde der Fitz Roy in Patagonien am südlichsten Zipfel Argentiniens - schon nahe der Antarktis - zum ersten Mal bestiegen. Die Gipfelhelden blickten zum Cerro Torre hinüber, einer 3.128 Meter hohen Granitnadel, und stellten fest: ''Der Cerro Torre ist der schwierigste Berg der Welt ... diese 1.800 Meter hohen Wände sind nicht machbar!'' Eine Sensation folgte: Am 30. Januar 1959 soll es Cesare Maestri und dem Tiroler Toni Egger über die Nordwand gelungen sein, den Cerro Torre zu besteigen. Beim Abstieg verunglückte Egger jedoch tödlich und Maestri konnte nicht beweisen, dass sie tatsächlich den Gipfel erreicht hatten. Ab 1968 wurden Maestris Schilderungen von immer mehr Bergsteigern in Zweifel gezogen. Der bekannte Bergsteiger Reinhold Messner hat sich auf eine Spurensuche nach dem begeben, was damals tatsächlich geschehen war. Die Dokumentation ist die vierte Regiearbeit Reinhold Messners und befasst sich mit der - fast detektivischen - Analyse, ob Maestri den Cerro Torre bestiegen hat. Mit Hilfe von Fachleuten und anderen Bergsteigern, die mittlerweile nachweislich den ''schwierigsten Berg der Welt'' bestiegen haben, soll auch dem damals tödlichen Unfall der Bergsteigerlegende Toni Egger auf den Grund gegangen werden. In der Dokumentarreihe werden sowohl Luftaufnahmen von den höchsten Gipfeln und Hochplateaus verschiedener Gebirge dieser Welt gezeigt als auch Menschen vorgestellt, die der Faszination und Begeisterung für die Erhabenheit, Schönheit und Freiheit dieser Landschaften erlegen sind und sich zu großen Touren aufgemacht haben. Aber auch Menschen, die hier leben und ihre ganz eigenen Sitten und Traditionen entwickelt haben, kommen zu Wort.
Untertitel16:9
21:35 El Hierro - Mord auf den Kanarischen Inseln
Serie ~55 Min
Staffel 2: Episode 4 Thrillerserie, Spanien 2021 Regie: Jorge Coira Autor: Pepe Coira - Araceli Gonda Musik: Elba Fernández - Xavi Font Kamera: José Luis Bernal
Wie und von wem wurde Gaspar ermordet? Diese Fragen stellen sich Candela und Cruz am Tatort im Morgengrauen. Und haben die Mädchen wirklich nichts bemerkt? - Cruz hat da so ihre Zweifel.Auch Lucía ist unter den Tatverdächtigen. Sie wird am Morgen in desolatem Zustand in ihrem Auto entdeckt - mit Blutflecken von Gaspar auf ihrem Oberteil. Deshalb muss sie in Untersuchungshaft. Zur selben Zeit macht sich Díaz Sorgen, Dácil könnte ausgeplaudert haben, das er ihn in der Nacht gesehen hat. Außerdem ergeben die Ermittlungen, dass Gaspar tatsächlich mit Ventura, dem Auftragsmörder, in Kontakt stand.Dann eine plötzliche Wendung: Alfredo gesteht, er habe Gaspar umgebracht. Sagt er das nur, um seine Schwester Lucía zu entlasten? Kann er die Tat vor Candela und Cruz glaubhaft rekonstruieren? Zwischenzeitlich sucht Fadi Díaz auf der Plantage auf, um ihm ein neues Angebot für das Grundstück zu unterbreiten. Wieder lehnt Díaz ab, woraufhin Fadi der Geduldsfaden reißt und er Díaz unverhohlen droht. Gaspar wurde mit einer Statuette erschlagen, die jedoch vom Tatort verschwunden ist. Am Ende wird sie von einem Mann ins Meer geworfen. Ist er der Mörder? Auf der kanarischen Insel El Hierro wird die Leiche eines Mannes gefunden, der an jedem Tag eigentlich heiraten wollte. Die unerfahrene Richterin Candela wurde gerade vom Festland auf die Insel versetzt und nimmt die Ermittlungen in ihrem ersten großen Fall auf. Als Tatverdächtiger ist der Vater der Braut schnell ausgemacht, doch wird sich dieser Verdacht halten?
Untertitel16:9
22:30 El Hierro - Mord auf den Kanarischen Inseln
Serie ~50 Min
(Hierro) Staffel 2: Episode 5 Thrillerserie, Spanien 2021 Regie: Jorge Coira Autor: Pepe Coira Musik: Elba Fernández - Xavi Font Kamera: José Luis Bernal
Fadi hetzt einen Schlägertrupp auf Díaz, damit er endlich den Verkaufsvertrag unterzeichnet. Wird sich Díaz davon einschüchtern lassen? Auch nach Gaspars Beerdigung ist noch nicht klar, wer ihn ermordet hat. Kommissarin Cruz verfolgt eine neue Spur und bestellt Fadi ein. Er war der Letzte, der ihn lebend gesehen hat - allerdings hat er für den Tatzeitpunkt ein Alibi. Und auch Lucía bekommt endlich ein entlastendes Alibi: Rafa hat nach dem Discobesuch die Nacht mit ihr verbracht. Sie wird freigelassen und kann ihre Kinder in die Arme schließen, so dass auch ihr Bruder Alberto sein falsches Geständnis widerruft. Díaz ist tatsächlich zermürbt von Fadis Drohungen und beschließt schweren Herzens, die Plantage zu verkaufen. Im letzten Moment besinnt er sich jedoch und händigt Candela belastendes Material über Fadi aus.Und dann wird einer von Fadis Strohmännern verhaftet: Er gesteht, in seinen zahlreichen Firmen Geldwäsche für ihn zu betreiben, und will auspacken, wenn er Zeugenschutz bekommt. Als sich die Schlinge immer enger um Fadi zieht und es noch dazu um Claras Gesundheit zunehmend schlechter bestellt ist, gerät er unter immensen Druck. Er sieht nur noch einen Ausweg: Candela zu beseitigen - in der Hoffnung, ihren Nachfolger besser manipulieren zu können. Auf der kanarischen Insel El Hierro wird die Leiche eines Mannes gefunden, der an jedem Tag eigentlich heiraten wollte. Die unerfahrene Richterin Candela wurde gerade vom Festland auf die Insel versetzt und nimmt die Ermittlungen in ihrem ersten großen Fall auf. Als Tatverdächtiger ist der Vater der Braut schnell ausgemacht, doch wird sich dieser Verdacht halten?
Untertitel16:9