(Le sauvage)
Abenteuerkomödie, Frankreich, Italien 1975
Autor: Elisabeth Rappeneau - Jean-Paul Rappeneau - Jean Loup Dabadie
Musik: Michel Legrand
Kamera: Pierre LhommeTrue

Martin lebt wie Robinson auf einer kleinen Karibikinsel, auf der er fernab von jeglicher Zivilisation Gemüse anbaut. Nur ab und an fährt er in die nächste Hafenstadt, um seine Erzeugnisse zu verkaufen und sich ein wenig zu amüsieren. Bei einem solchen Ausflug macht er ungewollt Bekanntschaft mit Nelly, einer hübschen, blonden Französin. Diese hat sich in das ihm benachbarte Hotelzimmer abgeseilt, um den Fängen ihres angehenden Ehemannes Vittorio, dessen lärmende italienische Großfamilie ihr zu viel geworden ist, zu entkommen. Als der wutentbrannte Bräutigam dort auftaucht und mit Gewalt Nellys Versprechen einzufordern versucht, kann Martin nicht umhin, ihr zu helfen. Doch Nelly gelingt es tatsächlich, in noch weitaus größere Schwierigkeiten zu geraten, indem sie ihren alten Freund und Nachtclubbesitzer Alex um seinen wertvollen Toulouse Lautrec bringt, den die mittellose Hochzeitsflüchtige als Reisegeld einzulösen gedenkt. Als Martin es dennoch schafft, Nelly in ein Flugzeug nach Paris zu verfrachten, ist die Erleichterung groß. Aber da irrt er sich, denn Nelly ist ihm unbemerkt auf seine beschauliche Insel gefolgt. Der Aussteiger Martin sieht jedoch nicht ein, sein hart erarbeitetes Paradies mit der aufdringlichen Französin zu teilen, woraufhin sich zwischen beiden ein abenteuerlicher Liebeskrieg entspinnt. Nelly wiederum entdeckt, dass auch Martin auf der Flucht ist, und erhofft sich einen gemeinsamen Neustart in unbekannter Ferne. Als der geprellte Vittorio plötzlich mit großem Getöse auf der Insel erscheint, um seine treulose Braut endgültig zurückzuholen, kommt heraus, dass Martin in Wirklichkeit ein bedeutender Industrieller der Parfümbranche ist, der sich von Frau und Management aus New York abgesetzt hat. Doch zu seiner Betrübnis muss er feststellen, dass er gar nicht unbekannt untergetaucht war, sondern dass vielmehr seine Frau von New York aus alle Fäden in der Hand behielt, ihm sogar von Beauftragten sein Gemüse abkaufen ließ.