arte TV Programm am 21.04. und am Abend 20:15 Uhr

Aktuelle Informationen und Vorschau - was kommt 21.04. auf arte / Arte Deutschland TV im TV Programm? Bei uns übersichtlich auf 1 Blick.

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arte Programm Dienstag

   arte TV Programm vom 21.04.
   Was läuft beim TV Sender arte

Traumpartner finden

Programm - Vormittag
(The Static of Dreams) Architekturmagazin, Deutschland 2024 Regie: Filippa Bauer Kamera: Igor NovicFalse
Die Statik der Traeume
Viele der sogenannten Gastarbeiter aus dem ehemaligen Jugoslawien haben sich Traumhäuser in ihrer zurückgelassenen Heimat gebaut. Im Rohbau verblieben, sorgsam eingerichtet oder inzwischen vom Zerfall bedroht, sind sie meist unbewohnt. Die Häuser zeugen von der geplanten, aber ein ums andere Mal verschobenen Rückkehr aus Deutschland und stellen nun für die nachfolgende Generation als Vermächtnis eine besondere Herausforderung dar. Während Predrag Lukic das Haus als persönlichen Gewinn sieht, macht Nena Jurkovic den pompösen Bau für zu wenig elterliche Zuwendung in ihrer Kindheit mitverantwortlich. Deana Mrkaja fühlt sich beim Anblick des unfertigen Hauses an den Krieg erinnert, für Željko Ristic spiegelt sich der frühe Tod der Mutter in der seitdem unveränderten Einrichtung der Wohnräume wider und macht einen längeren Aufenthalt unmöglich. Nur Sami Dzemailovski hat schon eine ganz eigene Idee für die Weiternutzung. In den Häsern leben, wie von den Eltern vorgesehen, will allerdings niemand von ihnen. In ruhigen Einstellungen widmet sich "Statik der Träume" diesen Räumen. Die Erben setzen sich mit den vorgesehenen Plänen, was mit den Häusern passieren soll, auseinander. Es geht auch um Vorstellungen von Zugehörigkeit und Zuhause. Die Fragen der Erben zur Zukunft der Häuser bündeln Prozesse der Emanzipation und Identitätsfindung wie unter einem Brennglas. Das Leben mit mehr als einer Heimat bringt Konflikte mit sich, aber auch Räume für neue Impulse und Ideen.
 16:9 HDTV
Träumer und Suchender Dokumentation, Deutschland 2018 Regie: Eva GerberdingFalse
Der Schauspieler Ulrich Tukur
Die Karriere des Schauspielers und Musikers begann in den 1980er-Jahren in Stuttgart. Zum ersten Mal vor einer Kamera stand Ulrich Tukur 1982 für den Kinofilm Die weiße Rose. Ein Filmteam begleitete den Künstler in die Toskana, wo er seinen ersten Roman schrieb, zu Dreharbeiten nach Athen mit dem Regisseur Costa Gavras, zu seinem Wohnort Venedig und zu einem Auftritt in der Elbphilharmonie.
4 Punkte von 6 von der TVgenial Community  Untertitel 16:9 HDTV
(Life on Tape) Life on Tape Dokumentation, Deutschland 2021 Regie: Melanie Lischker Musik: Freya Arde - Jens HeulerFalse
Bilder
Mit ihrem Debüt "Bilder (m)einer Mutter" geht die Filmemacherin Melanie Lischker auf die Suche nach ihrer verlorenen Mutter und fordert ihre Familie heraus, ihr jahrelanges Schweigen zu brechen. In mehr als hundert Stunden Super-8- und Video- Material, die der Vater über die Jahre akribisch filmte, findet sie neben der Chronik ihrer doch nicht so heilen Kindheit auch die Geschichte einer Frau, die immer mehr zum Schatten ihrer selbst wird und schließlich ganz aus den Videos verschwindet. Übrig bleiben Vater, Bruder und Tochter, die nur über den Gebrauch der Kamera miteinander in Kontakt treten. Über die Mutter spricht keiner mehr. Der Film spannt einen Bogen durch die Jahrzehnte, die immer gleichen Urlaube und Rituale auf den Videokassetten wirken als steifes Setting einer Familie, die sich mit exzessivem Dokumentieren gegen das Erinnern wehrt. Auf ihrer Suche nach dem Ursprung der gescheiterten Familie, reist die Regisseurin mit den ersten Filmen ihres Vaters zurück in die frühen 1970er Jahre, in die Jugend ihrer Eltern und in ein Klima vielversprechender Möglichkeiten. Mit ihrem Debüt taucht Lischker in die Strukturen einer Familie ein, die in einer einzigartigen Chronik ihren eigenen Zerfall und ihren Umgang mit dem Tod eines Menschen dokumentiert hat. Die eigenwillige Tochter der Familie nutzt ihr Schicksal, um daran zu wachsen, und setzt sich als Regisseurin mit dem Konstrukt "Mutterschaft und den weiblichen Rollenbildern der Frauen ihrer Familie auseinander.
 Untertitel 16:9 HDTV
(Le dessous des images) Gespräch, Frankreich 2026False
Auch wenn die Spezialeffekte des kurzen Videos auf den ersten Blick zum Schmunzeln anregen, ist die darin enthaltene Drohung alles andere als harmlos. Veröffentlicht im Dezember 2025 von der chinesischen Armee - nach mehr als sieben Jahrzehnten konfliktreicher, angespannter Beziehungen mit Taiwan - gibt das Video einen Überblick über die militärischen Innovationen des Landes. Romain Ouertal, RFI-Korrespondent in Taiwan, analysiert den Clip als neue Form der Propaganda. Die China-Taiwan-Expertin Simona A. Grano ordnet die Sequenz in ihren historischen Kontext ein.
 16:9
(28 minutes) Kulturmagazin, Frankreich 2026 Moderation: Elisabeth QuinFalse
28 Minuten ist das Polit-Magazin bei ARTE, täglich frisch und frech aus Paris. Jede Sendung nimmt aktuelle Themen aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft unter die Lupe. Montags bis donnerstags moderiert von Élisabeth Quin, freitags und samstags von Renaud Dély.
2,88 Punkte von 6 von der TVgenial Community  Untertitel 16:9
ProgrammendeFalse
4,57 Punkte von 6 von der TVgenial Community  16:9
Belgien und die Niederlande Staffel 1: Episode 3 Naturdoku, Deutschland 2024 Regie: Susanne UtztFalse
Breite Strände und Bettenburgen - so kennt man die kurze belgische Küste. In Westflandern betreiben Fischer ein uraltes Handwerk: das Krabbenfischen zu Pferd. Auf dem Rücken ihrer Vollblüter pflügen sie mit Netzen durch den Meeresboden, auf der Suche nach einer besonderen Köstlichkeit: Nordseekrabben. Auch Muscheln sind in Belgien beliebt - nur kamen die bisher alle aus den Niederlanden. Das soll sich jetzt ändern: Vor der Küste wird die erste Hochsee-Muschelfarm installiert. Ganz im Osten liegt der Nationalpark Het Zwin - Rastplatz für Tausende Zugvögel und Arbeitsplatz für Ornithologen, die hier Daten über die Vögel sammeln und dabei Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Evolution studieren. Gleich hinter der Grenze zu den Niederlanden beginnt Zeeland - die Region an der Nordsee, die stark unter Sturmfluten zu leiden hatte. Die Dämme der gigantischen Deltawerke, eines Schutzsystems gegen Hochwasser und Sturmfluten, sind ein Bollwerk gegen das Meer und haben ganze Landstriche verändert. In Südholland, am Strand von Den Haag, versucht der Künstler Theo Jansen, seinen Strandskulpturen mit Hilfe des Windes Leben einzuhauchen. Das ist nicht immer leicht, denn seine Kreaturen sind riesig und die Elemente launisch. Weiter nördlich in der Marinestadt Den Helder trainiert Gert-Jan Wit für seine Überquerung des Ärmelkanals. Noch schwimmt er an der niederländischen Küste, aber in wenigen Tagen will er es von Dover nach Calais schaffen. Die Reise endet auf der westfriesischen Insel Schiermonnikoog. Dort ist Thijs de Boer zu Hause, ein leidenschaftlicher Strandräuber, der seit 50 Jahren Schätze sammelt, die die Nordsee anspült.
 Untertitel 16:9 HDTV
Reportage, Deutschland 2025 Regie: Maria-Christina DegenFalse
Portugal: Die Regetta der Moliceiros
Fast wären die alten Holzboote an Portugals Westküste für immer verschwunden. Noch bis in die 1970er Jahre dienten die Moliceiros als Transportmittel für Algen, Salz und Reis. In der traditionellen Landwirtschaft wurden Algen damals als natürlicher Dünger eingesetzt. Dann jedoch kam künstlicher Dünger auf den Markt, und Algen und die Moliceiros wurden überflüssig. Viele ortsansässige Portugiesinnen und Portugiesen verloren ihre Jobs und wanderten aus, beispielsweise nach Frankreich, Deutschland, England und Amerika. Aber eine kleine eingeschworene Gruppe von Bootsbauern blieb und kämpfte jahrelang für den Erhalt der Moliceiros. Nicht nur die maritimen Transportgefährte, sondern auch das Schreinerhandwerk für diesen speziellen Bootstyp soll bewahrt werden. Denn ein Moliceiro ist für viele mehr als nur ein traditionelles Transportmittel. Er ist ein wichtiges Symbol der kulturellen Identität der Region Aveiro, mit einer reichen Geschichte, die tief in der lokalen Tradition verwurzelt ist. José Rito ist einer der altgedienten und erfahrensten Moliceiro-Konstrukteure der Region. Er fertigt alles in Handarbeit und benutzt alte Werkzeuge. Zur diesjährigen Regattasaison will er mit einem brandneu gebauten Boot antreten. Es gibt alle Hände voll zu tun. Zum Glück erhält der mit allen Wassern gewaschene Haudegen tatkräftige Unterstützung, um in See zu stechen. In der Hitze des Gefechts aber geht auch José mal über Bord ...
 Untertitel 16:9 HDTV
Auvergne: Truffade Staffel 1: Episode 209 Dokureihe, Frankreich 2026False
Ein Bisschen Heimat: Pierre-Olivier, von der Auvergne nach Spanien Die Truffade, ein Gaumenschmaus aus der Auvergne Ran an die Töpfe! Die Truffade, ein Gaumenschmaus aus der Auvergne / Ein Bisschen Heimat: Pierre-Olivier, von der Auvergne nach Spanien / Ran an die Töpfe!
 16:9 HDTV
(Destinations aka Invitation au voyage spécial) Senegal / Türkei / Brest Kunstmagazin, Frankreich 2024 Regie: Fabrice Michelin Moderation: Linda LorinFalse
Brest: Der Spanische Bürgerkrieg taucht in der Bretagne auf Senegal: Orchestra Baobab, Soundtrack einer Nation Philippinen: Casianos Rindersuppe Bulalo Türkei: Land der tanzenden Männer (1): Senegal: Orchestra Baobab, Soundtrack einer Nation Im Senegal ist das Orchestra Baobab längst eine Legende. Die Band wurde 1970 gegründet, zehn Jahre nach der Unabhängigkeit des Landes, und schuf mit ihrer Mischung aus traditioneller Musik und Einflüssen aus aller Welt den Soundtrack der jungen Nation. Viele Mitglieder kamen über die Kasak-Rituale zur Musik und lassen die senegalesische Kultur in ihren Songs wieder aufleben: etwa durch die Figur des Griot-Sängers, der nicht nur singt, sondern auch Geschichten erzählt, und durch die Verwendung der Sprache Wolof. 2020 feierte das Orchestra Baobab, das mittlerweile auch international große Anerkennung gefunden hat, sein 50-jähriges Bestehen. (2): Türkei: Land der tanzenden Männer Bereits zur Zeit der Osmanen gab es in der Türkei die ersten Drag Queens. Junge Tänzer in Frauenkleidern, die sogenannten Köçek, spielten eine zentrale Rolle am Hof des Sultans und wurden regelrecht verehrt. Obwohl die Tradition in den darauffolgenden Jahrhunderten zum Teil bekämpft wurde, vermochte sie sich doch in dem konservativen Land zu halten. Heute gelten die Köçek als Schlüsselfiguren in der Geschichte der Homosexualität in der Türkei. (3): Philippinen: Casianos Rindersuppe Bulalo In Tagaytay will sich die Sonne nicht zeigen. Doch Casiano lässt sich davon nicht beirren und bereitet eine kräftige Markknochensuppe zu. Zuerst kocht er das Rindfleisch zehn Minuten lang ab. Dann schält und schneidet er Ingwer, Mais, Bohnen und Chinakohl. Serviert wird das Gericht mit scharfer Fischsoße. (4): Brest: Der Spanische Bürgerkrieg taucht in der Bretagne auf Als Spanien in den 1930er Jahren vom Bürgerkrieg erschüttert wurde, folgte Frankreich offiziell dem Prinzip der Nichtintervention. Doch im August 1937 tauchte vor der bretonischen Hafenstadt Brest ein havariertes spanisches U-Boot auf - es fuhr unter republikanischer Flagge ...
3,5 Punkte von 6 von der TVgenial Community  16:9 HDTV
(Destinations aka Invitation au voyage spécial) Aragonesische Pyrenäen / Ägypten / Île de Ré Kunstmagazin, Frankreich 2026 Moderation: Linda LorinFalse
Lorenzo Mediano: Liebesleid in den aragonesischen Pyrenäen Bali: Komangs Kokos-Bananen-Kissen Ägypten: Von Tauben und Menschen Île de Ré: Vorhof zur Hölle (1): Lorenzo Mediano: Liebesleid in den aragonesischen Pyrenäen Lorenzo Mediano ist ein spanischer Arzt, Survival-Trainer und Autor, dessen Werke noch auf eine deutsche Übersetzung warten. Sein 1998 erschienener Roman La escarcha sobre los hombros (wörtlich: Raureif auf den Schultern) ist Volksmärchen und politische Fabel zugleich. Er spielt Anfang der 1930er Jahre in einem einsamen Dorf in den aragonesischen Pyrenäen und handelt von der verbotenen Liebe zwischen einem Hirten und der Erbin einer reichen Familie. Stimmungsvoll beschreibt Mediano die Landschaft, die Stille und die unbarmherzigen Gesellschaftsnormen in der abgelegenen Bergregion Aragoniens, wo heute vermutlich niemand mehr lebt. (2): Ägypten: Von Tauben und Menschen Jeden Tag bei Sonnenuntergang wird der Himmel über Kairo zum Parkett für einen faszinierenden Tanz: Tausende von Tauben erheben sich in die Lüfte und gleiten elegant hin und her, ohne dass sich ihre Flugbahnen kreuzen. Während Tauben in anderen Ländern als Ratten der Lüfte geschmäht werden, verehrt man sie in Ägypten seit jeher als Könige des Himmels. Die Haustaube, Columba livia domestica, ist der älteste domestizierte Vogel der Welt. Vor Jahrtausenden zählten die Ägypter zu den ersten, die in der Taube eine Verbündete sahen. (3): Bali: Komangs Kokos-Bananen-Kissen Bantal ist Indonesisch und bedeutet Kissen. In Sidemen bereitet Komang ihre Kue Bantal zu, eine süße Leckerei für Festtage. Dafür folgt sie einem präzisen Ritual: Zuerst fertigt sie den Kissenbezug aus gerollten Kokosblättern. Dann gibt sie einen Mix aus Kokosraspeln, Zucker, Salz und Klebreis sowie Bananenstückchen in die Blätter. Die süßen Bissen sehen zwar aus wie Kissen, doch ihre Zubereitung ist nichts für Schlafmützen! (4): Île de Ré: Vorhof zur Hölle Heute lädt die Île de Ré Reisende zur Flucht aus dem Alltag ein. Doch im 19. Jahrhundert dachten einige dort an Flucht im wahrsten Sinne des Wortes.
3,5 Punkte von 6 von der TVgenial Community  16:9 HDTV
(Byblos révélé) Antike Weltstadt im Libanon Dokumentation, Frankreich 2024 Regie: Philippe Aractingi Kamera: Yoan CartFalse
Ein französisch-libanesisches Forscherteam legt unter der antiken Stadt Byblos eine 4.000 Jahre alte, unberührte Nekropole frei. Die Grabkammern beherbergen Gebeine und Grabbeigaben der einstigen Elite. Die Funde belegen Handelsbeziehungen zum alten Ägypten, dem Byblos als wichtiger Zedernholzlieferant für Bauten diente. Die Archäologen erforschen das bronzezeitliche Gräberlabyrinth.
 Untertitel 16:9 HDTV
Entdeckung in Mexiko Archäologie, Deutschland 2016 Regie: Alexander Ziegler - Jens Afflerbach - Saskia Weisheit Kamera: Sebastian Ehrig - Jürgen RehbergFalse
Sie flohen kurz vor einem Vulkanausbruch des Popocatépetl. In ihrer neuen Heimat in Zentralmexiko erbrachten Zehntausende Flüchtlinge eine der größten Bauleistungen der Geschichte: Sie schufen Teotihuacán - ein religiöses Zentrum mit gigantischen Stufenpyramiden und Wohnbezirken für bis zu 200.000 Menschen. Die reiche Vielvölkerstadt wurde zu einer der bedeutendsten Metropolen Mesoamerikas. Und doch ist Teotihuacán ein Ort voller Rätsel: Die Herrscher dieser riesigen Stadt sind unbekannt. Denn anders als die rivalisierenden Maya hinterließen die Teotihuacanos keine schriftlichen Quellen. Ein spektakulärer Zufallsfund verspricht nun Antworten auf diese Rätsel. Der mexikanische Archäologe Sergio Gómez hat einen geheimnisvollen Tunnel entdeckt, der unter die zentrale Pyramide der Stadt führt. Am Ende des Tunnels könnte ein Kultplatz, womöglich sogar das lang gesuchte Herrschergrab warten. Über 1.800 Jahre war der Tunnel verschlossen gewesen. Mit jedem Meter dringen die Archäologen weiter in die Glaubenswelt der Bewohner Teotihuacáns vor, eine Welt voll bizarr anmutender Opferrituale und märchenhafter Jenseitsvorstellungen. Fundstücke im Tunnel erzählen die Geschichte eines Volkes, das mit dem Bau der Tempelstadt den Göttern ihre Ehrerbietung erweisen wollte: Sie waren dankbar, dass die Götter gnädig gewesen waren und der Vulkanausbruch des Popocatepetl nicht ihr gesamtes Volk ausgelöscht hatte. Die Kameras sind dabei, wenn die Forscher in eine Kammer unter der Pyramide vorstoßen. Es warten ungeahnte Entdeckungen, die dazu beitragen, Teile des Rätsels der Pyramidenstadt zu lösen.
 Untertitel 16:9 HDTV
(Europas Abwehrkampf gegen das Kokain) Reportagemagazin, Deutschland 2026False
Präparierte Container, Übergaben auf hoher See, sogar selbstgebaute U-Boote: Es gibt kaum etwas, was Drogenfahnder an der südspanischen Küste noch nicht gesehen haben. Ihr Dienstort: die Straße von Gibraltar. Die Meerenge zwischen Europa und Afrika ist ein Hot Spot. Auf dieser Route, die früher vor allem für Haschisch aus Marokko genutzt wurde, stellen Ermittelnde jetzt zunehmend Kokain sicher. Auf hochmotorisierten Schnellbooten zum Beispiel, die mit bis zu 900 PS den Fahrzeugen der Zollfahndung oft überlegen sind. Sicherheitsbehörden versuchen mittlerweile, die Lieferungen schon auf dem Atlantik abzufangen. Doch kaum steigt der Kontrolldruck an einer Stelle, verändern die Drogenkartelle ihre Routen und Methoden. Gegen den Einfallsreichtum der Narcos anzukommen ist schwer. Neun europäische Staaten arbeiten deswegen in der Drogenbekämpfung eng zusammen. Das Analysezentrum MAOC-N in Lissabon sammelt Informationen der örtlichen Ermittler, wertet sie aus und koordiniert Einsätze. Eine der Analystinnen und Analysten hat mit ARTE Re über ihre Arbeit gesprochen. Ihre Aussagen bieten einen seltenen Einblick in die Herausforderungen, denen Ermittelnde in ganz Europa begegnen. Sie haben es mit einem finanzstarken Gegner zu tun, der hervorragend organisiert ist und seine globale Logistik schnell an neue Fahndungsmethoden anpassen kann. Auch wenn die gemeinsame Arbeit die europäischen Partner deutlich vorangebracht hat: Der Kampf gegen die organisierte Kriminalität bleibt schwierig.
 Untertitel 16:9 HDTV
Dänemark: Frikadeller Staffel 1: Episode 210 Dokureihe, Frankreich 2026False
Kuechen der Welt
Köstliche Fleischbällchen aus Dänemark Kulinarische Mitbringsel Ran an die Töpfe! Köstliche Fleischbällchen aus Dänemark / Kulinarische Mitbringsel / Ran an die Töpfe!
 HDTV

Programm - Nachmittag
(Destinations aka Invitation au voyage spécial) Walter Fergusons Costa Rica / Irak / Cerbère Kunstmagazin, Frankreich 2024 Regie: Fabrice Michelin Moderation: Linda LorinFalse
Costa Rica: Walter Ferguson, König des Calypso Cerbère: Frankreichs erster Frauenstreik Irak: Gertrude Bell erfindet ein Land Deutschland: Susannes saures Lüngerl Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Costa Rica: Walter Ferguson, König des Calypso/ Irak: Gertrude Bell erfindet ein Land/ Deutschland: Susannes saures Lüngerl/ Cerbère: Frankreichs erster Frauenstreik
3,5 Punkte von 6 von der TVgenial Community  16:9 HDTV
(Destinations aka Invitation au voyage spécial) Sardinien / Anjou / Türkei Kunstmagazin, Frankreich 2026 Moderation: Linda LorinFalse
Stadt Land Kunst
Michela Murgia: Die weibliche Stimme Sardiniens Anjou: Im Land der Blaugesichter Türkei: Der Tarzan von Manisa Ibiza: Estelas Fleischeintopf (1): Michela Murgia: Die weibliche Stimme Sardiniens Die Mauern der sardinischen Ortschaft Cabras erinnern an die hier geborene und früh verstorbene Michela Murgia. Die italienische Aktivistin und Autorin schrieb sich 2009 mit "Accabadora" in die Herzen von Leserinnen auf der ganzen Welt. In ihrem Roman sprengt sie die patriarchalische Tradition Sardiniens und baut sie Stein für Stein aus weiblicher Sicht wieder auf. Sie definiert die Familie und die Grenzen des Heiligen neu. Auf berührende Weise verbindet Murgia modernes und archaisches Italien, Feminismus und Katechismus, Patchwork-Familie und Blutsbande, Lebenskraft und letzten Atemzug. (2): Anjou: Im Land der Blaugesichter Vor über zehn Jahren wurde in Anjou die letzte Schiefergrube Frankreichs geschlossen. Den ehemaligen Minenarbeitern, die sie hier liebevoll Gueules Bleues (Blaugesichter) nennen, bleibt nur noch die Erinnerung. In dieser taucht unweigerlich das immergleiche Bild der dunklen Grube auf. Im 20. Jahrhundert war Anjou der weltweit größte Schieferproduzent. Und dieses Erbe lebt weiter, denn der blaue Stein hat die Menschen, ihre Arbeit und ihre Region zusammengeschweißt. (3): Ibiza: Estelas Fleischeintopf Estela stammt aus Ibiza und hat das Kochen im Blut. Zum Klang traditioneller Musik bereitet sie einen deftigen Fleischeintopf zu. Zuerst setzt sie eine Brühe aus Huhn und Lamm auf. Während die Brühe köchelt, brät Estela Knoblauch und Scheiben von Blut- sowie Hartwurst an, gibt das Fleisch aus der Brühe sowie Paprikawürze hinzu, gießt mit Saft auf und fügt gewürfelte Ofenkartoffeln dazu. Ein Stück Heimat auf dem Teller! (4): Türkei: Der Tarzan von Manisa Über der Stadt Manisa, in den weiten Wäldern des Berges Sipylos, hauste eine lebende Legende: der türkische Tarzan! Mit nacktem Oberkörper, gebräunter Haut und einem Bart wie ein Prophet erlangte dieser originelle Geselle bald nationale Berühmtheit ...
3,5 Punkte von 6 von der TVgenial Community  HDTV
Krimireihe, Deutschland 2026 Regie: Kirsten Laser Autor: Dinah Marte Golch - Isabell Serauky Musik: Lara Frank Kamera: Rodja KükenthalFalse
Tobias Schricker wurde ermordet aufgefunden - ausgerechnet in der Wohnung seiner Ex-Freundin Katrin Sommer, die spurlos verschwunden ist. Handy, Laptop und Geldbeutel fehlen, Nachbarn berichten von einer überstürzten Flucht. Für Hauptkommissarin Judith Mohn und ihren Kollegen Freddy Breyer beginnt eine nervenaufreibende Suche nach der dringend tatverdächtigen Frau. Über Katrins Social-Media-Profile stoßen die Ermittler auf ihren neuen Partner Hannes Großmann. Er erzählt ihnen, die sonst so lebensfrohe Katrin würde ihn plötzlich mit bösen SMS-Nachrichten, Drohungen und Beschimpfungen überschütten. Haben Judith und Freddy es mit einer Stalkerin im Liebeswahn zu tun, die auch vor Mord nicht zurückschreckt? Auf einmal scheint niemand, der Hannes nahesteht, vor Katrins Attacken sicher zu sein. Doch zu einem verabredeten Treffen erscheint sie nicht, und die Übergriffe eskalieren immer mehr: ein totes Tier in einem Geburtstagspaket, eine makabre Todesanzeige, ein in Brand gesetztes Auto. Und schließlich wird Hannes frühere Geliebte beim Joggen niedergestochen. Eine heiße Spur führt Judith und Freddy nach Frankreich, wo sie Katrins persönliche Gegenstände in einem Ferienhaus finden - doch von ihr selbst fehlt weiterhin jede Spur. Wie gelingt es ihr, allen immer einen Schritt voraus zu sein? Erst Unstimmigkeiten am Tatort in Frankreich und neu bewertete Nachbarschaftsaussagen lassen Judith und Freddy erkennen, dass in diesem Fall nichts ist, wie es scheint. Die Wahrheit über Katrin, Hannes und sein Umfeld entpuppt sich als weit komplexer - und weit gefährlicher - als zunächst angenommen ... In Wahrheit ist eine Kriminalfilmreihe des ZDF mit Christina Hecke in der Hauptrolle, die seit 2017 ausgestrahlt wird. Hauptschauplatz ist das Saarland.
 Untertitel 16:9 HDTV
(Die Queen Und Ich) Dokumentation, Deutschland 2026 Regie: Julia Melchior Kamera: Tobias Corts - Till VielroseFalse
Für viele schien sie unsterblich, für manche bleibt sie es: Elizabeth II. - die Jahrhundertkönigin. Vertraute aus dem Inner Circle teilen erstmals ihre Erinnerungen an die Queen. Die Privatsekretärin, ein Freund, ein Bischof, ihr Schneider - durch ihre Erzählungen kommt der Film Die Queen und ich der Monarchin sehr nah. Denn was sie wirklich dachte und empfand, was sie bewegte und inspirierte, war immer ein Geheimnis. Ihre Liebe zu Schloss Windsor und ihren rasanten Fahrstil erlebte der frühere Erzbischof von Canterbury als Wochenendgast und Beifahrer der Queen. Doch stets war sie Profi. Sie schuf eine entspannte Atmosphäre. Aber es war klar, wer der Boss ist, erinnert sich Bischof Justin Welby an seine Vieraugengespräche mit der Queen. Sie war immer akribisch vorbereitet und vergaß kein Detail. Gefürchtet ihre Frage Sind Sie sich sicher?. Selbst wenn sie ein paar Tage bei ihren Freunden - den Warrens - verbrachte, kam sie ihren Pflichten nach. Die roten Lederkoffer mit den Staatspapieren hatte sie ebenso im Gepäck wie ihre Reitstiefel. John Warren beriet die Queen bei der Zucht ihrer Rennpferde. Täglich telefonierten und fachsimpelten sie, erzählt er - auch von einem Erlebnis mit ihrem Vater, das den Grundstein für ihre Pferdepassion legte. Die dreireihige Perlenkette, die George VI. seiner Tochter schenkte, war ihr tägliches Accessoire. Jedes Tageskleid musste so gefertigt werden, dass die Kette zur Geltung kam. Die Queen war durchaus kokett, sagt Modeschöpfer Stewart Parvin, der die Queen zwanzig Jahre lang einkleidete, vom Entwurf bis zur Anprobe. Zu ihrem ikonischen Look gehörte auch die Handtasche. Aber was ist dran an dem Handtaschen-Code, mit dem die Queen angeblich Signale an ihr Team sendete? Ihre Privatsekretärin klärt auf, wie die Kommunikation mit ihrer Chefin lief.
 Untertitel 16:9 HDTV
(Das Schiff der Queen - die Geschichte der Britannia) Dokumentation, Deutschland 2026 Regie: Mathias HaentjesFalse
Fest vertäut am Kai im Hafen von Edinburgh liegt der größte Stolz der britischen Seefahrt, die königliche Yacht. Auf den Uhren der "Britannia" stehen die Zeiger heute noch auf 15.01 Uhr: Es ist die Zeit, zu der Königin Elizabeth II. am 11. Dezember 1997 das letzte Mal von Bord ging. Es war das Ende von mehr als vier Jahrzehnten glanzvoller Dienstzeit der Yacht. Nirgendwo sonst kommt man der Privatsphäre der Queen so nahe wie hier. Denn das Schiff war nicht nur Staatsyacht, sondern auch privater Rückzugsort der Königin, so etwas wie das schwimmende Ferienhaus. Jedes Jahr im Mai kehren etwa 60 ehemalige königliche Matrosen - die "Yotties", die Royal Yachtsmen - für eine Woche auf die "Britannia" zurück. Die Yotties Week ist für die Seeleute ein Wiedersehen unter Freunden - und mit ihrem Lieblingsschiff. Die Ex-Matrosen helfen beim Streichen, Reinigen und Warten der Yacht. Ihre Geschichten über die Tage mit der königlichen Familie an Bord geben Einblick in ein Leben zwischen Ritual und Privatsphäre. Die Royals lebten luxuriös auf der "Britannia". Die Royal Yachtsmen hingegen hatten nur einfache Unterkünfte. Dennoch sehen es die Yotties heute noch als großes Privileg an, so direkt im Dienst der Queen gestanden zu haben. Mit ihrer Yotties Week feiern sie sich, die Britannia und die Queen.
 Untertitel 16:9 HDTV
(Phoenix - Die Mangusten und das Feuer) Dokumentation, Deutschland 2025 Regie: Barney RübeFalse
Asche und Wiedergeburt, in Spaniens Waeldern
Waldbrände gehören zum natürlichen Rhythmus der Erneuerung. Die andalusischen Korkeichenwälder beispielsweise trotzen seit Jahrtausenden den immer wiederkehrenden Feuersbrünsten. Ihre mehrere Zentimeter dicke Korkborke schützt die Bäume und die darunter liegenden Knospen vor den Flammen. Einige dort lebende Arten brauchen die Brände sogar, um zu überleben. Nach jedem Feuer werden die Karten im Waldsystem gemischt.
 Untertitel 16:9 HDTV
(Geheimnisvolles Spanien) Von Cáceres nach Toledo Staffel 1: Episode 3 Reportagereihe, Deutschland 2025 Regie: Roland MayFalse
Unbekanntes Spanien
Ein Filmteam begleitete den Schäfer José Manuel auf der jahrtausendealten Transhumanz - einem gewaltigen Marsch über hunderte Kilometer, den heute nur noch wenige wagen. In Alagón del Río verwandelt das Projekt Muro Crítico nüchterne Dorfwände in farbige Erzählungen. Weiter südlich zeigt die Dehesa, warum sie zu den faszinierendsten Kulturlandschaften Europas zählt: Dort lebt Rafael mit seinen Iberico-Schweinen.
 Untertitel 16:9 HDTV

Was zeigt arte heute Abend?

Programm - Abend
(Geheimnisvolles Spanien) Von Cuenca nach Albacete Staffel 1: Episode 4 Reportagereihe, Deutschland 2025 Regie: Roland MayFalse
Unbekanntes Spanien
Diese Folge erkundet ein Spanien, das sich zwischen Kunst, Natur und jahrhundertealten Handwerken immer wieder neu erfindet. Sie spannt den Bogen von den lautlosen Luchsen in der Sierra de Andújar zu einer Köchin, deren Leidenschaft für Safran ihre Heimat prägt, zu den Windmühlen von La Mancha und ihrem Hüter, zu Woll-Visionären und Land-Art-Künstlern rund um Cuenca, wo abstrakte Kunst, mittelalterliche Architektur und weite Landschaft eine moderne Provinz formen.
 Untertitel 16:9 HDTV
(Arte journal) Nachrichten, Deutschland, Frankreich 2026False
ARTE Journal
Das Nachrichtenmagazin wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.
4,33 Punkte von 6 von der TVgenial Community  16:9
(Le dessous des cartes: lessentiel) Nachrichten, Frankreich 2026 Moderation: Emilie AubryFalse
Mit offenen Karten im Fokus: Täglich drei Minuten Aktuelles und Analysen.
 16:9
(Eine Dorfärztin in Russland) Reportagemagazin, Deutschland 2026False
Die Einwohner von Vjazhi, 350 Kilometer südwestlich von Moskau, freuen sich auf ihre neue Ärztin. Zu Sowjetzeiten war Vjazhi ein blühendes Dorf, heute leben hier nur noch rund 200 Menschen, überwiegend ältere Frauen. Die Jüngeren sind weggezogen, dorthin, wo es Arbeit gibt. Vjazhi ist kein Einzelfall. Deswegen hat Russland ein Förderprogramm für den ländlichen Raum aufgelegt. Dazu gehört auch medizinische Versorgung. Die junge Ärztin Julia L. siedelt sich in Vjazhi an. Die Reportage begleitet Julia in ihren ersten Arbeitstagen. Sie kommt frisch von der Uni. Am ersten Tag fühlte ich mich wie ein Kind, dem man Süßigkeiten gekauft hat. Oder ein Spielzeug, erzählt Julia. Man will alles sehen, alles entdecken, etwas Eigenes anfangen. Im Nachbarort Odinok arbeitet Anastasia S. schon seit zwei Jahren als Dorfärztin. Sie muss das ganze medizinische Spektrum abdecken, auch Notfälle. Das wird auch auf Julia zukommen. Die Reportage bietet seltene Einblicke in das alltägliche Leben in der russischen Provinz. Dort, wo die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Wo alles nach Sowjetunion aussieht. Doch gleichzeitig ist die Gegenwart ganz nah. Die Region liegt im Grenzgebiet zur Ukraine. Fast täglich gibt es ukrainische Drohnenangriffe. Das sei beängstigend, erzählt Anastasia. Wer weiß, ob die Drohne vorbeifliegen wird oder hier irgendwo einschlägt. Das ist schrecklich. Und Julia hat Angst um ihren Bruder. 2022 wurde er zwangsmobilisiert und kämpft seitdem als Soldat in der Ostukraine.
 16:9
(Goulag, Une Histoire Soviétique) Die Anfänge 1917 - 1933 Staffel 1: Episode 1 Geschichtsdoku, Frankreich 2020 Regie: Patrick Rotman Kamera: Nicolas Werth - François AyméFalse
Gulag - Die sowjetische Hauptverwaltung der Lager
Mit der Errichtung der ersten Straf- und Arbeitslager wurde bereits 1918 begonnen, nur wenige Monate nach der Oktoberrevolution. Die Bolschewiki wollten sich dort ihrer politischen Gegner entledigen und asoziale Elemente durch Zwangsarbeit umerziehen. Einen ersten Großversuch starteten sie auf den Solowezki-Inseln, wo Tausende politische Gefangene und andere Straftäter auf unmenschlichste Weise gefügig gemacht werden sollten. Nach Lenins Tod übernahm Stalin die Macht, peitschte die Industrialisierung des Landes durch und ließ die Landwirtschaft zwangskollektivieren, was zu großen Hungersnöten führte. In weit abgelegenen Gegenden wie der sibirischen Kolyma-Region entstanden riesige Zwangsarbeiterkomplexe. Die sowjetische Geheimpolizei GPU, die zur Aufgabe hatte, den Volkskörper von zersetzenden Elementen zu reinigen, schickte Hunderttausende ins Lager, wo sie einen Beitrag zum Aufbau des Sozialismus leisten sollten.
 Untertitel 16:9 HDTV
(Goulag, Une Histoire Soviétique) Wucherungen 1934 - 1945 Staffel 1: Episode 2 Geschichtsdoku, Frankreich 2020 Regie: Patrick Rotman Autor: François Aymé - Nicolas WerthFalse
Gulag - Die sowjetische Hauptverwaltung der Lager
Auf dem XVII. Parteitag der KPdSU von den Funktionären bejubelt, ordnete Stalin 1934 den Bau des Moskau-Wolga-Kanals und einer neuen Trasse der Transsibirischen Eisenbahn an. Die mittlerweile in das Volkskommissariat für innere Angelegenheiten (NKWD) eingegliederte Geheimpolizei Staatliche Politische Verwaltung (GPU) ließ immer weitere Lager errichten und baut den Gulag zu einer regelrechten Strafindustrie aus. 1935 überstieg die Zahl der Inhaftierten erstmals die Millionengrenze. Während der sogenannte Große Terror sich nach außen in den Moskauer Prozessen manifestierte, litt die sowjetische Bevölkerung unter immer stärkeren Repressionen. Es kam zu Massenhinrichtungen und willkürlichen Festnahmen. Im Januar 1939 verrichteten mehr als zwei Millionen Menschen Arbeitsdienst im Gulag. Am 22. Juni 1941 wurde die Sowjetunion von Deutschland angegriffen. Ab 1942 verschlechterten sich die Haftbedingungen zusehends. Zahlreiche Häftlinge wurden von Hunger und Seuchen dahingerafft. Obwohl die Sowjets 1945 den Sieg über Nazideutschland erringen konnten, wurde der Archipel Gulag, wie der Schriftsteller Alexander Solschenizyn das Lagersystem in seinem Werk nannte, weiter ausgebaut, denn das System diente der Beschaffung wichtiger Rohstoffe.
 Untertitel 16:9 HDTV
(Goulag, Une Histoire Soviétique) Zenit und Todeskampf 1945 - 1957 Staffel 1: Episode 3 Geschichtsdoku, Frankreich 2020 Regie: Patrick Rotman Autor: François Aymé - Nicolas WerthFalse
Gulag - Die sowjetische Hauptverwaltung der Lager
Die Situation der Frauen, die ein Viertel der Inhaftierten des Zwangsarbeitersystems ausmachten, war dramatisch. Ende der 1940er-Jahre lebten mehr als zwei Millionen Menschen zusammengepfercht unter extremen Bedingungen. Erst nach Stalins Tod 1953 wurde eine Million Gefangene freigelassen. 1956 machte Chruschtschow die stalinistischen Verbrechen publik - der Gulag wurde schrittweise aufgelöst.
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(Avant/Après: LArchipel du Goulag, le livre qui ébranla lURSS) Dokumentation, Frankreich 2023 Regie: Jérôme Lambert - Philippe Picard Kamera: Olivier RaffetFalse
Der Archipel Gulag, ein Buch mit Folgen
Der ehemalige Häftling und Nobelpreisträger Alexander Solschenizyn legte vor rund 50 Jahren ein erschütterndes Zeugnis von der menschenverachtenden Maschinerie des Gulags ab. Sein 1973 erschienenes Werk Der Archipel Gulag beschreibt die stalinistischen Lager als Inseln der Unmenschlichkeit, Unterdrückung und Vernichtung, als geschlossene Räume mit eigenen Regeln und Gesetzen. In der Dokumentation zeichnet Natalia Solschenizyn, russische Historikerin und Witwe von Alexander Solschenizyn, die Geschichte des Buches nach und schildert, wie es dem russischen Autor und Dissidenten gelang, diesen einzigartigen Meilenstein politischer Literatur trotz permanenter Überwachung durch den KGB zu schreiben. Das subversive Werk löste eine der größten Kontroversen des 20. Jahrhunderts aus. Peter Schneider, Guy Konopnicki, Jean Védrines und Raphaël Glucksmann haben die Debatten, die seinerzeit in Deutschland und Frankreich geführt wurden, nicht vergessen. Für die europäische Linke stellte das Erscheinen von Der Archipel Gulag einen Wendepunkt dar. In der UdSSR war das Buch nur unter der Hand zu haben, und auch Regimegegner trauten sich kaum, es zu lesen, da auf seinen Besitz eine Gefängnisstrafe stand. In Russland haben Geschichtsfälschungen und eigene Narrative weiterhin Bestand. Angesichts der Verklärung der sowjetischen Vergangenheit im heutigen Russland ist Solschenizyns Meisterwerk ein halbes Jahrhundert nach seiner Veröffentlichung weiterhin von brennender Aktualität und bleibt ein herausragendes Beispiel der Widerstandsliteratur.
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