3sat Programm von übermorgen

   
   Was läuft beim TV Sender 3sat

Was läuft von übermorgen im TV-Programm von 3sat?

Das 3sat Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
00:35 37°: Vom Anfang und Ende des Lebens
Infosendung ~30 Min
(Vom Anfang und Ende des Lebens) Arbeiten als Hebamme und Bestatterin Dokumentation, Deutschland 2021
Ellen Matzdorf arbeitet als Hebamme und als Bestatterin. Am Vormittag hört sie bei einer schwangeren Frau den Bauch ab, nachmittags sucht sie mit Hinterbliebenen einen Sarg aus. Ein Leben zwischen Wiege und Bahre. Zu Ellen Matzdorf kommen Menschen, die es individuell haben wollen. Dann wird der Sarg bemalt, von innen mit Fotos und Erinnerungen ausgestattet, es wird manchmal auch gesungen und gelacht. Im Jahr 2020 starben in Deutschland laut Statistischem Bundesamt etwa eine Million Menschen. Die Bestattungskultur hat sich stark verändert. Die Rituale ebenfalls. Private Trauerredner lösen Pastoren ab. Statt Todesanzeigen gibt es immer häufiger Beileidsportale im Internet. Ellen Matzdorf lebt in Oldenburg. Früher arbeitete sie als Beleghebamme im Krankenhaus und betrieb ein eigenes Geburtshaus. Sie war bei mehr als 1000 Geburten dabei. Eines Tages starb ein Baby kurz nach der Geburt - für die Hebamme ein Wendepunkt in ihrem Leben. Sie erlebte, wie sehr die jungen Eltern kämpfen mussten, um die Bestattung ihres Babys so zu gestalten, wie es sich für sie gut anfühlte. Das wollte Ellen in Zukunft anders haben und machte eine Fortbildung zur Bestatterin. Laetitia Lübke aus Wiefelstede erwartet ihr zweites Kind. Sie ist froh, dass sie mit Ellen Matzdorf eine so erfahrene Geburtshelferin an ihrer Seite hat. Nach dem ersten Besuch der Hebamme bekommt sie einen besorgten Anruf ihrer Nachbarin. Die hatte den Bestattungswagen vor dem Haus gesehen. Diese Situationen kennt Ellen Matzdorf. Manche Mütter legen auch erschrocken auf, wenn sie sich mit ''Stern Bestattungen'' am Telefon meldet. ''Wenn ich es dann aber erkläre, ist es in Ordnung'', sagt die Hebamme. Für sie sei es kein großer Unterschied, ob sie als Hebamme oder Bestatterin im Einsatz sei. ''Es ist die gleiche Energie'', sagt die 59-jährige Oldenburgerin. ''In der Zeit zwischen Tod und Bestattung können die Angehörigen selbst dafür sorgen, sich besondere Erinnerungen zu verschaffen, die den Rest ihres Lebens halten müssen'', sagt die Bestatterin. Viel zu oft sei es so, dass der Verstorbene vom Krankenhaus aus direkt ins Bestattungsinstitut komme und dann begraben werde. Ellen Matzdorf sorgt dafür, dass sich das ändert. ''Wenn die jungen Eltern möchten, dass ihr verstorbenes Kind noch nach Hause kommt und in die Wiege gelegt werden soll, dann mache ich das möglich'', versichert sie. Die Individualisierung der Gesellschaft hat den Tod erreicht, es gibt weniger Tabus. Der neue Trend kommt mit dem Thema Aids aus der Schwulenbewegung. Deren Credo: Wir wollen uns so verabschieden, wie wir gelebt haben, vielleicht etwas bunter als der Rest. Die Bestattungskultur müsse dringend reformiert werden, die angestaubten Rituale seien nicht mehr zeitgemäß, meint Ellen Matzdorf. ''Die Menschen möchten unverkrampfter mit dem Tod umgehen'', sagt sie. Dass sie die Menschen jetzt sowohl zu Beginn als Hebamme als auch zum Ende ihres Lebens als Bestatterin begleiten darf, betrachtet sie als ''große Ehre''. Nah bei den Gefühlen der Menschen in diesen besonderen Situationen des Lebens zu sein, darum geht es ihr. ''Das ist der Lauf der Zeit. Für mich schließt sich damit ein Kreis.'' ''37°'' begleitet Ellen Matzdorf in ihrem Alltag.
Untertitel16:9HDTV
11:00 Menschen am Rande der Welt
Infosendung ~40 Min
Lappland Staffel 1: Episode 3 Dokureihe, Deutschland 2013
Für einige ist Lappland nur eine große Ödnis, für andere ein gigantisches Rohstoffreservoir. Elena vom Leuchtturm, die Eisbildhauerin Sofi und die Bloggerin Victoria lieben ihre Heimat. Elena Hansteenson lebt in einem Leuchtturm vor den Lofoten mehr oder weniger allein - mitten im Meer. Sie angelt ihr Abendessen vor der Haustür, düngt ihren kleinen Kartoffelacker mit Seetang und verwandelt ihren Leuchtturm im Sommer in ein Gewächshaus. Jeden Morgen schaut sie zuerst nach dem Boot, ihrer einzigen Verbindung zum Festland. Sofi Ruotsalainen liebt die Kälte und nutzt diese für ihren Beruf: Die Bildhauerin baut im tiefsten Winter Hotelsuiten aus Eis und Schnee, die sich irgendwann dem Lauf der Dinge fügen und in den Fluss Torne schmelzen. Aber das stört Sofi nicht. So geht ihr die Arbeit wenigstens niemals aus. Victoria Harnesk ist eine Samin zwischen zwei Welten: Sie stammt aus einer Familie von Rentier-Hirten und arbeitet als Sängerin und Bloggerin. Sie bringt ihrem Sohn Niila bei, welche roten Beeren essbar sind und welche Flechten der Herde bei der Nahrungssuche durch den Winter helfen. Mit Sorge sieht sie die neuen Goldgräber, die nach Lappland kommen, die milliardenschwere Erzvorkommen direkt unter der Erde entdeckt haben. 30 neue Gruben sind bewilligt: Victoria möchte aber nicht, dass ihre Heimat von Minen durchlöchert wird wie ein Schweizer Käse. Im Mittelpunkt der Dokumentationsreihe stehen die Menschen am äußersten Rand der bewohnten Welt und ihr Kampf ums Überleben. Die Reisen führen so weit, wie man auf dieser Erde kommen kann.
Untertitel16:9



Programm - Nachmittag

 
13:10 Abenteurer der Lüfte
Infosendung ~50 Min
(Earthflight) Asien und Australien Staffel 1: Episode 5 Tierdoku, England 2012 Regie: John Downer
Die Reihe ''Abenteurer der Lüfte'' lässt die Zuschauer die Naturwunder dieser Erde im Flug erleben - gleichsam als Vögel unter Vögeln. Teil eins führt nach Asien und Australien. Vom schneebedeckten Gebirgsmassiv des Himalaja, das die Kraniche auf dem Weg in den Süden bezwingen müssen, führt die Reise nach Indien in bewohntes Gebiet. Die Kraniche müssen eine Rast einlegen, um ihre Energiereserven aufzufüllen. Den Luftraum bevölkern neben den Zugvögeln auch einheimische Arten. Raubvögel gleiten scheinbar mühelos auf dem Aufwind und überblicken das Treiben am Boden unter ihnen. Aus luftiger Höhe, mit den Augen des Geiers betrachtet, ist der Tiger nicht weniger gefährlich, aber vor allem ein Garant für Nahrung. Er erlegt die Beute, die Geier sind die Nutznießer. Mitten unter den Menschen leben die Tauben. Die alte Festung im indischen Jodhpur ist gleichsam eine Felswand aus Menschenhand und bietet mit ihren Luken und Zinnen geeignete Nistplätze. Gern sammeln sich die Tauben auch an so pittoresken Orten wie dem großen Kamelmarkt von Pushkar oder im berühmten Tempel in Bikaner, wo sie leicht Nahrung finden. In Japan erfreuen sich die Mandschuren-Kraniche ganz besonderer Beliebtheit. Als traditionelles Symbol für das ewige Leben sind sie willkommen und werden in strengen Wintern sogar mit Nahrung versorgt. Der Balztanz dieser Kranichart ist der komplexeste der ganzen Gattung und ein einzigartiges Schauspiel. Am Ende der Reise in den Süden geht es nach Australien, zum Ayers Rock. In den sonnenversengten Weiten des Outbacks zeigt sich der wilde Wellensittich als wahrer Luftakrobat. Mit atemberaubenden Manövern übertrifft er auch den Falken immer wieder, der an den wenigen Wasserstellen auf Beute hofft. Mehr als drei Jahre begleiteten die Kamera-Teams die ''Abenteurer der Lüfte'' auf ihren strapaziösen Flügen. Die Perspektive, aus der diese Dokumentationsreihe die Welt der Vögel zeigt, ist einzigartig: Vom perfekten Flügelschlag, aus allernächster Nähe durch eine leichtgewichtige Spezialkamera auf dem Vogelrücken gesehen, über die spektakulär exakt ausgeführten wendigen Manöver, gefilmt in Superzeitlupe, bis hin zu einem atemberaubenden Blick aus luftiger Höhe auf unsere vielfältige Welt, wie sie nur ein Vogel erleben kann. Die Reihe „Die fantastische Reise der Vögel“ zeigt die beeindruckendsten Landschaften und Sehenswürdigkeiten der Welt aus Sicht der Vögel. Naturfilmer haben über viele Jahre verschiedene Vögel von Geburt an aufgezogen und eine enge Beziehung zu ihnen aufgebaut. Auf ihre Zieh-Eltern konzentriert, fliegen Kraniche, Störche, Aras, Kondore und Wellensittiche den Biologen durch die ganze Welt hinterher und ermöglichen dem Zuschauer so einen fantastischen Einblick in ihre Sicht auf die Erde
DolbyUntertitel16:9
14:00 Abenteurer der Lüfte
Infosendung ~45 Min
(Earthflight) Südamerika Staffel 1: Episode 4 Tierdoku, England 2012 Regie: John Downer
Steile Felswände im Hochland der Anden, dichter Urwald in den Niederungen des Amazonas: Südamerika ist ein Kontinent der Extreme. Das hält die ''Abenteurer der Lüfte'' aber nicht ab. Im Hochland lebt der Kondor, der König unter den Aasfressern. Im dichten Wald der Niederungen sind es bunte Papageien. Sogar in den Iguazú-Fällen zwischen Brasilien und Argentinien hat ein Vogel den idealen Lebensraum gefunden: der Rußsegler. Mit seiner überragenden Flügelspannweite von drei Metern gleitet der Andenkondor majestätisch über das Hochland dahin. Für ihn sind die Anblicke der weltberühmten und rätselhaften prähistorischen Felszeichnungen oder der Inka-Ruinenstadt von Machu Picchu ganz selbstverständlich. So wie auch der Respekt aller anderen Geier-Arten, wenn er sich zum Fressen einfindet. Für den Kondor sind die steilen Felsen sicherer Nistplatz und idealer Abflugort zugleich. Auch der Hellrote Ara ist ein König unter seinesgleichen. Diese farbenprächtigen großen Papageien bewohnen den Urwald im Amazonasgebiet. In geselligen Gruppen klettern sie durch die Baumkronen, auf der Suche nach Früchten und Nüssen. Die unablässig in die Tiefe donnernden Wassermassen der Iguazú-Fälle sind das Geheimversteck des Rußseglers. Diese Vogelart hat in den Steilwänden hinter dem Wasservorhang einen sicheren Nistplatz und in den verzweigten Flussläufen ein ideales Jagdrevier. Die exotischen Blüten in der üppigen Vegetation sind das Ziel der Kolibris. 70 Flügelschläge pro Sekunde erlauben diesen kleinen schillernden Flugakrobaten, ihre Position in der Luft zu halten, wenn sie den Nektar aufsaugen oder ihr Revier gegen Artgenossen verteidigen. Die Reihe ''Abenteuer der Lüfte'' lässt die Zuschauer in atemberaubenden Bildern die Naturwunder dieser Erde im Flug erleben - gleichsam als Vögel unter Vögeln. Mehr als drei Jahre begleiteten die Kamera-Teams die ''Abenteurer der Lüfte'' auf ihren strapaziösen Flügen. Die Perspektive, aus der diese Dokumentationsreihe die Welt der Vögel zeigt, ist einzigartig: vom perfekten Flügelschlag, aus allernächster Nähe durch eine leichtgewichtige Spezialkamera auf dem Vogelrücken gesehen, über die spektakulär exakt ausgeführten wendigen Manöver, gefilmt in Superzeitlupe, bis hin zu einem atemberaubenden Blick aus luftiger Höhe auf unsere vielfältige Welt, wie sie nur ein Vogel erleben kann. Die Reihe „Die fantastische Reise der Vögel“ zeigt die beeindruckendsten Landschaften und Sehenswürdigkeiten der Welt aus Sicht der Vögel. Naturfilmer haben über viele Jahre verschiedene Vögel von Geburt an aufgezogen und eine enge Beziehung zu ihnen aufgebaut. Auf ihre Zieh-Eltern konzentriert, fliegen Kraniche, Störche, Aras, Kondore und Wellensittiche den Biologen durch die ganze Welt hinterher und ermöglichen dem Zuschauer so einen fantastischen Einblick in ihre Sicht auf die Erde
DolbyUntertitel16:9
15:30 Abenteurer der Lüfte
Infosendung ~45 Min
(Earthflight) Europa Staffel 1: Episode 3 Tierdoku, England 2012 Regie: John Downer
Die Lagunenstadt Venedig, die Loire-Schlösser in Frankreich oder der Petersdom in Rom: Kulturdenkmäler, die Millionen Touristen anziehen. Doch wer kennt sie aus der Vogelperspektive? Der vierte und letzte Teil der Reihe begleitet die ''Abenteurer der Lüfte'' auf ihren Flugrouten über Europa. Nach Tausenden Flugkilometern endlich wieder in ihrem Geburtsort angelangt, nehmen die Weißstörche am liebsten wieder das eigene alte Nest in Besitz. Den Anfang machen die Männchen. Dann heißt es: warten und hoffen, dass auch die Partnerin die weite und gefahrvolle Reise heil überstanden hat. Lautes Schnabelgeklapper bedeutet, dass das Brutpaar wieder zusammengefunden hat. Sobald die Schwalben nach ihrer langen Reise aus Südafrika wieder in ihrem alten Lehmnest eingetroffen sind, beginnen die Männchen, alles für die bevorstehende Brut vorzubereiten. Beim Erhaschen von geeignetem Material, wie etwa schwebende Gänsedaunen, erweist sich ihre überlegene Flugtechnik als genauso nützlich wie bei der Jagd auf frisch geschlüpfte Eintagsfliegen direkt über der Wasseroberfläche. Die Wildgänse zieht es im zeitigen Frühjahr noch weiter in den Norden. Ihre Brutgebiete reichen bis in die Arktis. Eine Familie von Nonnengänsen fliegt von ihrem Winterquartier am Mont St. Michel an der französischen Atlantik-Küste über den Ärmelkanal, vorbei an den berühmten Kreidefelsen von Dover, über die Millionenmetropole London hinweg und weiter in den Norden über Edinburgh bis an die schottische Nordseeküste. Dort steht ihnen die gefährlichste Etappe ihrer Wanderung bevor: Hunderte Kilometer offenes Meer trennen sie vom Festland, und um diese Jahreszeit kann ihnen das raue Wetter schwer zu schaffen machen. Doch auch der hohe Norden ist voller Gefahren. Die frisch geschlüpften Gänseküken können noch nicht fliegen, und ein hungriger Eisbär kann leicht die Brut einer ganzen Kolonie vernichten. Wären da nicht die Küstenseeschwalben, die dieselben Brutplätze bevorzugen wie die Gänse. So klein diese Vögel im Vergleich zum Eisbären auch sind, an Schnelligkeit und Wendigkeit sind sie ihm überlegen. Beharrliche waghalsige Attacken aus der Luft vertreiben schließlich auch den hungrigsten Bären. Wenn es warm genug wird für thermische Aufwinde, können die Kraniche auf ihrem Flug nach Norden mit wenig Mühe auf der Luft dahingleiten. Diesen Zweck erfüllen auch von Menschenhand geschaffene Hitzespeicher wie Großstädte oder Autobahnen. Diese Aufwind-Korridore bringen die Wanderer aus dem Süden zu ihrem Ziel, den Moorgebieten in Nord- und Osteuropa. Wenn das Brutgebiet erreicht ist, beginnt die Balz. Kraftvolle Sprünge und anmutige Bewegungen sind die Kriterien der Partnerwahl, und der Tanz der Kraniche ist jedes Jahr ein atemberaubendes Schauspiel. Stare begnügen sich mit kleineren Wanderungen innerhalb Europas. Am Abendhimmel über den Dächern von Rom ziehen sie auch im Winter in Schwärmen von Tausenden Individuen als märchenhaft schillernde Wolke hin und her. Trotz des dichten Gedränges sind ihre Manöver so schnell und perfekt koordiniert, dass sogar ein überlegener Jäger wie der Falke das Nachsehen hat. Es ist eine Reise, wie sie noch nie zuvor unternommen wurde: Die vierteilige Reihe ''Abenteurer der Lüfte'' von John Downer lässt die Zuschauer in atemberaubenden Bildern die Naturwunder dieser Erde im Flug erleben - gleichsam als Vögel unter Vögeln. Mehr als drei Jahre begleiteten die Kamerateams die Akrobaten der Lüfte auf ihren strapaziösen Flügen. Die Perspektive, aus der diese Dokumentation die Welt der Vögel zeigt, ist einzigartig: vom perfekten Flügelschlag, aus allernächster Nähe gesehen durch eine leichtgewichtige Spezialkamera auf dem Vogelrücken, über die spektakulär exakt ausgeführten wendigen Manöver, gefilmt in Superzeitlupe - bis hin zu einem atemberaubenden Blick aus luftiger Höhe auf unsere vielfältige Welt, wie sie nur ein ''Abenteurer der Lüfte'' erleben kann. Die Reihe „Die fantastische Reise der Vögel“ zeigt die beeindruckendsten Landschaften und Sehenswürdigkeiten der Welt aus Sicht der Vögel. Naturfilmer haben über viele Jahre verschiedene Vögel von Geburt an aufgezogen und eine enge Beziehung zu ihnen aufgebaut. Auf ihre Zieh-Eltern konzentriert, fliegen Kraniche, Störche, Aras, Kondore und Wellensittiche den Biologen durch die ganze Welt hinterher und ermöglichen dem Zuschauer so einen fantastischen Einblick in ihre Sicht auf die Erde
DolbyUntertitel16:9



Programm - Abend

 
22:55 Abschied vom Leben
Infosendung ~30 Min
Was am Ende wichtig ist Reportagereihe, Deutschland 2020 Regie: Henrike Sandner Moderation: Leo Bigger
Die Zahl kirchlicher Bestattungen nimmt stetig ab, nicht aber der Wunsch nach einer würdevollen Abschiedszeremonie. Gerade die letzte Zeit hat gezeigt, wie elementar dieses Bedürfnis ist. Die strengen Auflagen für Beerdigungen während der Coronapandemie wurden als schmerzlich empfunden. Der Film stellt Menschen vor, die ihre eigenen Erfahrungen mit dem Tod haben und sich für ein bewusstes Abschiednehmen stark machen. Christa Fredrich hat ihren Mann bis zu seinem Tod begleitet und ihm den Wunsch nach einer Erdbestattung erfüllt. Es war ein langer, schmerzlicher Prozess des Abschieds, sagt Christa Fredrich, aber sie sei dankbar für jede Minute. Ihre Geschichte zeigt, wie wichtig es ist, den Wünschen des Sterbenden zu entsprechen, aber auch den eigenen Bedürfnissen als Angehöriger. Juliane Uhl will, dass sich Menschen für das Abschiednehmen mehr Zeit gönnen. Anonyme Bestattungen und das Urnengrab auf der Wiese nehmen zu. Am Ende gibt es keinen Ort für die Trauer. Die Soziologin Juliane Uhl hat deshalb das Projekt eines Friedgartens entwickelt. Auch der Bestatter Eric Wrede plädiert dafür, sich Zeit zu nehmen. Er bietet den Menschen an, selbst eine Urne zu bauen, um sich ganz persönlich zu verabschieden. Der Fotograf Walter Schels hat mit Menschen im Hospiz über ihre letzte Lebensphase gesprochen und sie um die Erlaubnis gebeten, sie vor und nach ihrem Tod fotografieren zu dürfen. Für ihn war es eine Möglichkeit, seine eigene Angst vor dem Thema Tod zu überwinden. Den Porträtierten gibt es die Möglichkeit, als eine Art Abschiedsbotschaft ein friedliches Bild zu hinterlassen. Gerade wenn weniger Menschen eine Bindung an Kirche und Glaube haben und deshalb traditionelle Rituale nicht mehr selbstverständlich sind, ist es wichtig zu überlegen, wie der Abschied am Ende des Lebens gestalten werden soll. Der Film ermutigt dazu, sich auf diese Fragen einzulassen, schon mitten im Leben.
Untertitel16:9
23:25 Was vom alten Leben bleibt
Infosendung ~30 Min
(Was vom alten Leben bleibt Wenn das Elternhaus ausgeräumt wird) Wenn das Elternhaus ausgeräumt wird Gesellschaftsmagazin, Deutschland 2020
Das Elternhaus: ein Ort, voller Erinnerungen. Wenn die Eltern sterben oder älter werden und ihnen Haus oder Wohnung zu groß wird, sind es oft die Kinder, die ausräumen müssen. Sie entscheiden: Was wird aus der Heimat der Eltern? Was hat noch Wert, und was muss weg? Der Film begleitet Menschen, die sich vom Ort ihrer Kindheit verabschieden müssen. Er zeigt, wie schwer es ihnen fällt und wie sie versuchen den Abschied zu meistern. Ina Schwarz, 61, und ihre Schwester Annedore Knaack, 64, räumen seit mehreren Monaten das Haus ihrer Eltern aus, nachdem ihre Mutter im Sommer des Vorjahres und ihr Vater bereits 2009 starb. In dem Anwesen in Blandikow, im Brandenburgischen Heiligengrabe, stecken viele Erinnerungen: Die Urgroßeltern hatten das Haus gebaut, mehrere Generationen lebten hier unter einem Dach, hier war erst der Kolonialwarenladen des Ortes und später ein Konsum untergebracht; die zwei Mädchen mussten oft im Laden helfen. ''Es gab Momente nach dem Tod meiner Mutter, da bin ich reingekommen und musste wieder nach Hause gehen. Weil ich immer gedacht hab, sie sitzt mir noch auf der Schulter und sagt zu mir, was machst du hier, du kannst doch nicht alles ausräumen! Am liebsten würde ich das Haus gar nicht verkaufen'', so Ina Schwarz. Ihre Schwester Annedore fürchtet: ''Es kommt der Zeitpunkt, wo man nur noch die Erinnerungen daran hat, aber nicht mehr zum Ort gehen kann, von dem die Erinnerungen stammen. Das wird schwer.'' Auch für Anne Kriesel ist der Abschied vom Elternhaus schmerzhaft. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters blieb die Mutter im Elternhaus wohnen. Das ist jetzt zehn Jahre her, damals sahen sich Annes Geschwister und ihre Mutter mit vielen Fragen konfrontiert: Was ist zu erledigen nach einem plötzlichen Tod? Wie organisiere ich eine Beerdigung? Wo finde ich Unterstützung? In der heute 40-jährigen Anne reifte der Gedanke, ein Netzwerk zu gründen, mit Experten, an die sich Betroffene vor und nach dem Tod eines Angehörigen wenden können - so ist ''Bohana'' entstanden. ''Man hat so viele Sachen, mit denen man sich rund um den Tod eines Angehörigen auseinandersetzen muss, da kann man jede Unterstützung von außen gebrauchen.'' Nun muss Anne Kriesel sich von ihrem Elternhaus verabschieden. Ihrer Mutter möchte in eine Wohnung ziehen. Die Kinder unterstützten ihren Entschluss und helfen bei der Beräumung. Doch das ist nicht leicht, denn inzwischen wohnen die drei weit weg, Sohn Johannes sogar in den USA. Er kann sich vom Haus nicht einmal mehr verabschieden. Für Anne steht nun ein letzter Besuch im leer geräumten Elternhaus an: ''Ich habe schon Fotos der Zimmer vor der Beräumung gemacht, und ich habe mir den alten Lieblingssessel meines Vaters mitgenommen. Solche Erinnerungen helfen, damit auch in Zukunft Dinge aus der Vergangenheit bleiben, die einem wichtig sind.'' Beim letzten Besuch des elterlichen Grundstücks gräbt Anne gemeinsam mit ihrer Mutter Marie Pflanzen im Garten aus. Die will Anne mit zu sich nach Hause nehmen. Erinnerungen, die bleiben sollen.
Untertitel16:9