(Rosamunde Pilcher: Die Muschelsucher)
Staffel 1: Episode 73
Melodram, Österreich, Deutschland 2006
Regie: Piers Haggard
Autor: Brian Finch
Musik: Richard Blackford
Kamera: Tony ImiTrue
Penelope (Vanessa Redgrave) trifft sich mit ihrem Sohn Noel (Charles Edwards) zum Mittagessen. Wieder versucht er, sie zum Verkauf der Bilder ihres Vaters, des berühmten Malers Lawrence Sterne (Maximilian Schell), zu bewegen. Seine Geldgier erinnert Penelope schmerzhaft daran, dass sie diese Bilder schon vor ihrem Ehemann Ambrose (Toby Fisher) verstecken musste. Die Ehe mit dem Vater ihrer Kinder stand unter keinem guten Stern. Der fesche Offizier Ambrose entpuppte sich nach Kriegsende als jähzorniger Alkoholiker und erfolgloses Muttersöhnchen. Nach der Trennung musste Penelope ihre drei Kinder allein grossziehen. Jetzt erlebt sie in der Beziehung mit Noel und ihrer Erstgeborenen Nancy (Victoria Hamilton) eine ähnliche Enttäuschung. Zum Glück hat sie in der jungen Antonia (Stefanie Stumph) eine liebevolle Ersatztochter gefunden. Auch Danus (Lucas Gregorowicz), ihr neuer Gärtner, weckt in ihr mütterliche Gefühle. Als es zwischen Danus und Antonia funkt, fühlt Penelope sich durch das junge Paar an die glücklichsten Tage ihres Lebens erinnert. Es war 1945, und sie war mit ihrer kleinen Tochter bei ihrem Vater in Cornwall. Hier begegnete sie ihrer grossen Liebe Richard (Alastair Mackenzie). Rosamunde Pilchers berühmtester und wohl auch bester Roman Die Muschelsucher erzählt die Lebensgeschichte einer Frau, deren Schicksal eng mit dem Zweiten Weltkrieg verknüpft ist. Dank Vanessa Redgrave in der Hauptrolle wird die englisch-deutsche Koproduktion The Shell Seekers zu einem echten Höhepunkt in der Rosamunde-Pilcher-Collection. Die am 30. Januar 1937 geborene Schauspielerin, die insgesamt sechs Mal für den Oscar nominiert war - zuletzt 1993 für Howards End - gewann die begehrte Auszeichnung 1978 für Julia.
Große Gefühle und dramatische Schicksale, eingebettet in die schönsten Landschaften des britischen Königreichs - das ist der Stoff, den die englische Autorin Rosamunde Pilcher zu Büchern verarbeitet, aus denen das ZDF wiederum stark romantisierte Fernsehfilme inszeniert. Die emotionalen Familiengeschichten verlaufen in der Regel positiver als im wahren Leben, die Protagonisten zählen nicht zum ärmsten Teil der Bevölkerung und das Happy End ist obligatorisch.