Staffel 1: Episode 6
Krimireihe, Schweiz 2012
Regie: Christian von Castelberg
Autor: Dominik Bernet
Musik: Christine Aufderhaar
Kamera: Reinhard SchatzmannTrue

Der mittlerweile pensionierte Kommissär Peter Hunkeler (Mathias Gnädinger) lässt eine alte Leidenschaft wieder aufleben und geht mit Hedwig (Charlotte Heinimann) wieder einmal ins Theater. In jungen Jahren hatte er selbst mit dem Gedanken gespielt, die Bühne zu seinem Beruf zu machen, sich dann aber doch für die vermeintlich sicherere Laufbahn bei der Polizei entschieden. Die Premiere von Sophokles König Ödipus, der Hunkeler und Hedwig - er fasziniert, sie schlafend - beiwohnen, gerät aus den Fugen. Ein Skandal bahnt sich an. Einer der Schauspieler, Walter Rutziska (Johann Adam Oest), sabotiert die Inszenierung, indem er plötzlich sturzbetrunken im Zuschauerraum auftaucht und das Publikum beschimpft. Hunkeler hält die Entgleisung für einen genialen Regieeinfall. Anlässlich der Premierenparty möchte er dem Regisseur und Hauptdarsteller der Inszenierung, Bernhard Vetter (Axel Milberg), dazu gratulieren - und kassiert verdutzt eine schallende Ohrfeige. Als dann auch noch Rutziska auf den Steg zur Motorjacht taumelt, auf der die Party stattfindet, jagt Vetter wutentbrannt die ganze Festgesellschaft von Bord und zum Teufel. Nur noch in Begleitung der von ihm zuvor hoch gelobten Jungschauspielerin Beate Keller (Marie Leuenberger) legt Vetter ab. Die Provence, so der Name der Jacht, verschwindet auf dem nächtlichen Rhein - und taucht am nächsten Morgen führerlos und havariert an einem Stauwehr wieder auf. Bernhard Vetter wird vermisst und wenig später tot aus dem Rhein gefischt, mit leeren Augenhöhlen. Als erste dringend Tatverdächtige lässt Madörin (Gilles Tschudi), Hunkelers Nachfolger bei der Basler Polizei, ausgerechnet Judith Keller (Barbara Melzl), die Mutter von Beate und ehemals ebenfalls gefeierte Theaterschauspielerin, in Untersuchungshaft nehmen. Zwischen ihr und Vetter war es laut Zeugen schon vor der Party auf der Provence zu offener Feindseligkeit gekommen.