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BR Programm von übermorgen

   
   Was läuft beim TV Sender BR

Was läuft von übermorgen im TV-Programm von BR?

Das BR Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
00:35 Selbstbeschreibung
Infosendung ~80 Min
Porträt, Deutschland 2001 Regie: Georg Stefan Troller
Georg Stefan Troller ist einer der bedeutendsten Reporter und Dokumentarfilmer unserer Zeit. In ''Selbstbeschreibung'' schaut der Filmemacher zurück auf sein faszinierendes Leben - ein Selbstgespräch mit verteilten Rollen, eine faszinierende Rückschau auf ein bewegtes Leben und eine Selbstabrechnung, teils ernst, teils komisch, meist beides zusammen. Am 10. Dezember 2021 feiert Georg Stefan Troller seinen 100. Geburtstag. Wie wurde man, was man geworden ist? Gab es eine Folgerichtigkeit, gar eine Unvermeidlichkeit? War der eigene Lebensweg vorbestimmt, oder hätte alles auch ganz anders kommen können, mit etwas mehr Glück oder vielleicht Pech? Fragen, die jeden Menschen ab einem bestimmten Alter bewegen und zum Nachdenken zwingen. In dem Doku-Spiel ''Selbstbeschreibung'' stellt sich der damals 80-jährige Filmemacher und Journalist Georg Stefan Troller diesen Fragen. Besser gesagt: Er stellt sie seinem jugendlichen Selbst, einem hübschen, ein wenig unverschämten jungen Mann im Wien der 1930er-Jahre und im Paris der 40er- und 50er-Jahre, wohin es ihn nach Flucht, Emigration und Krieg verschlagen hat. Und sein jugendliches Alter Ego - gespielt von dem Wiener Schauspieler Alexander Pschill (''71 Fragmente einer Chronologie des Zufalls'') - stellt seinerseits dem alten Fernsehmann Fragen und provoziert ihn: Hat Troller seine jugendlichen Ambitionen erfüllt oder nicht? Durch die fiktiven Gespräche, die an Originalschauplätzen gedreht wurden, zieht sich als Konstante die Geschichte der Liebe zu einem jungen Mädchen. ''Selbstbeschreibung'' ist als Film nicht nur eine Rückschau und ein Selbstgespräch mit verteilten Rollen, sondern auch eine Selbstabrechnung, teils ernst, teils komisch, meist beides zusammen. Einmontiert sind kurze Zitate aus Trollers Filmen aus fast 40 Jahren. Georg Stefan Troller wurde 1921 in Wien geboren. Im Alter von 16 Jahren musste der spätere Journalist wegen seiner jüdischen Herkunft das Land verlassen und emigrierte nach Frankreich, von dort flüchtete er 1941 in die USA und wurde 1943 in die US-Army eingezogen. Nach Kriegsende kehrte Troller nach Österreich zurück, verließ das Land jedoch wieder, um 1946 bis 1949 Germanistik und Theaterwissenschaft an der University of California sowie an der Sorbonne in Paris zu studieren. Ab 1949 arbeitet Troller in der französischen Hauptstadt als Rundfunkreporter für deutsche Sender sowie von 1962 bis 1971 als Autor des legendären ''Pariser Journals''. Im Anschluss wurde er Sonderkorrespondent des ZDF in Paris und begann die berühmte Reihe seiner ''Personenbeschreibungen'' mit über 70 Folgen. Neben zahlreichen großen Dokumentarfilmen über Arthur Rimbaud, Peter Handke, Muhammad Ali und Karl Kraus, schrieb Troller Drehbücher für Axel Corti. Auch seine zwischen 1998 und 2001 entstandene sechsteilige Reihe ''Hollywood-Profile'' sorgte für Aufsehen, als Troller auf gewohnt persönliche Weise Stars wie Kirk Douglas porträtierte. Zu den vielen Ehrungen, mit denen er ausgezeichnet wurde, gehören u. a. der Adolf-Grimme-Preis, das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und 2021 der Ehrenpreis des Deutschen Dokumentarfilmpreises. Am 10. Dezember 2021 feiert Georg Stefan Troller seinen 100. Geburtstag.
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11:20 Eisenbahn-Romantik
Infosendung ~30 Min
Kathedralen des Industriezeitalters - Antwerpen Eisenbahnmagazin, Deutschland 2019 Autor: Jeremy JP Fekete
Antwerpen Centraal ist mehr als ein Bahnhof. Handelt es sich doch bei dem Bau eher um einen Palast als um eine Bahnstation. Der Bahnhof Antwerpen Centraal gilt als steinerne Manifestation der aufstrebenden Kolonialmacht. Antwerpen war in der früheren Stadtgeschichte eine der größten Handelsstädte der Welt, die schon immer für die Nord-Süd-Verkehrsachse nach Amsterdam oder Rotterdam wichtig war. Seine gigantische Kuppel erinnert an das Pantheon in Rom. Deswegen wird er im Volksmund auch ''Eisenbahnkathedrale'' genannt. Nicht von ungefähr galt das palastähnliche Bauwerk als steinerne Manifestation der damals aufstrebenden Kolonialmacht. Selbst König Leopold II. ließ sich bei seinem Anblick 1905 zu einem Ausruf des Erstaunens hinreißen: ''C''est une petite belle gare'' (''Das ist ein kleiner schöner kleiner Bahnhof''). Der Antwerpener ist stolz auf seinen Bahnhof. Autor und Regisseur Jeremy JP Fekete ist auf der Suche nach dieser untrennbaren Verbindung zwischen Bahnhof und Einheimischen. Vom zaghaften Kuss ihrer ersten Liebe auf den Bahnhofsbänken bis zum Verlust liebgewonnener Kuscheltiere im Gewusel drängelnder Reisender. Andere wiederum gelangen über den Bahnhof nach Antwerpen und blieben ein Leben lang in seiner Nähe. So entstand hinter ihm das ''Jerusalem des Nordens'', wie man das Diamantenviertel auch nennt. Hier ist man aus Tradition steinreich. Und deshalb ist Antwerpen auch die ''Stadt der funkelnden Steine'' und größter Handelsplatz für Diamanten.
Untertitel16:9



Programm - Nachmittag

 



Programm - Abend

 
22:00 Pflegeeltern dringend gesucht!
Infosendung ~45 Min
(Pflegeeltern dringend gesucht) Dokumentation, Deutschland 2020
Überforderung, Missbrauch, Vernachlässigung. Die Ursachen für Inobhutnahmen von Kindern durch das Jugendamt sind vielfältig. Seit Jahren steigt die Zahl der Kinder, die ein neues Zuhause brauchen. Doch in Deutschland gibt es viel zu wenig Pflegefamilien. Warum ist das so? Und wie können mehr Familien für diese wichtige Aufgabe gewonnen werden? Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn Kinder nicht mehr bei ihren leiblichen Eltern leben können oder wollen: Pflegeeltern. Sie bieten den Kindern ein neues Zuhause, Geborgenheit und die Zuneigung, die sie von ihren leiblichen Eltern oft nicht bekommen haben. Gisela und Alexander sind solche Pflegeeltern. Seit vielen Jahren nehmen sie immer wieder Pflegekinder auf, derzeit sind es drei Mädchen und zwei Jungen, die bei ihnen in einem kleinen Ort im Allgäu leben. Gleichzeitig kämpft die Familie dafür, dass sich mehr Paare aktiv für Pflegekinder entscheiden und die Rahmenbedingungen für Pflegeeltern besser werden. Denn die Zahl der Pflegekinder, die eine neues Zuhause bräuchten, steigt seit Jahren. Vera Mayer vom Regensburger Jugendamt kennt das Problem. Die erfahrende Sozialarbeiterin sucht händeringend Pflegefamilien für Kinder, die wegen Kindeswohlgefährdung in Obhut genommen werden. Vera Mayer sieht sich als Anwältin der Kinder, geht sogar noch in ihrer Freizeit Plakate kleben, um auf die Misere aufmerksam zu machen. Ein Filmteam begleitet Vera Mayer bei ihrem Einsatz für die Kinder und die Pflegefamilie durch die Höhen und Tiefen ihres Alltags. Gezeigt wird, dass Pflegekinder ein Gewinn für die ganze Familie sein können, wie es bei Gisela und Alexander der Fall ist. Klar wird aber auch, dass längst nicht jede und jeder diese Aufgabe meistern kann.
Untertitel16:9