arte Programm von übermorgen

   
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Das arte Fernsehprogramm bei uns immer aktuell von der HÖRZU-Redaktion.

am Vormittag    am Nachmittag    am Abend

Programm - Vormittag

 
01:00 ARTE Reportage
Infosendung ~55 Min
(Arte Reportage) Ukraine: Die unsichtbare Armee des Widerstands / Indien: Die Covid-Waisen Reportagemagazin, Deutschland 2022
ARTE Reportage
Indien: Die Covid-Waisen Die unsichtbare Armee des Widerstands Griechenland Libanon (1): Ukraine: Die unsichtbare Armee des Widerstands Im Donbass versorgen hunderte Freiwillige die ukrainischen Soldaten an der Front, sie evakuieren Zivilisten und Verwundete aus belagerten Städten und verteilen Lebensmittel und Medikamente an Vertriebene und Menschen, die ihre Häuser nicht verlassen können. Eine Armee von Freiwilligen beteiligt sich ohne Waffen am Widerstand gegen die russischen Streitkräfte: Im Donbass arbeiten Julia, Alexis, Natascha und Jurij Tag und Nacht daran, das Leben ihrer Landsleute zu verbessern. Alexis verteilt in Kramatorsk Lebensmittel und Medikamente mit dem Fahrrad, da es keinen Treibstoff mehr gibt. Seine Frau Natascha besucht alte und kranke Menschen zu Hause, um ihnen ihr Essen zu kochen. In Lyssytschansk hilft Jurij während der Bombenangriffe bei der Versorgung der Zivilbevölkerung. Julia fährt an die Front, um die Soldaten zu versorgen. Unter manchmal extremen Bedingungen riskieren sie ihr Leben im zivilen Widerstand gegen den Aggressor Russland. (2): Indien: Die Covid-Waisen Nach der zweiten Covid-Welle ist in Indien die Zahl der Kinder, deren Eltern starben, dramatisch angestiegen. Mit fast 500.000 Toten ist Indien eines der am härtesten von der Pandemie betroffenen Länder. Die zweite Welle traf das Land im Frühjahr 2021 mit voller Wucht, sie nahm über 100.000 Kinder ihre Eltern. Einige haben in Waisenhäusern Zuflucht gefunden, andere sind bis heute völlig auf sich allein gestellt. Die Kinderschutzbehörden sind durch das schiere Ausmaß der Katastrophe überfordert, viele Waisen haben sie bis heute nicht einmal registrieren können. Ohne Eltern, und vor allem ohne Einkommen, sind viele der Covid-Waisen gezwungen, die Schule abzubrechen, um arbeiten zu gehen.
16:9
01:55 Raum für den Fluss
Infosendung ~55 Min
Neue Strategien gegen Hochwasser Dokumentation, Deutschland 2015 Regie: Christoph Schuch
Raum für den Fluss
Europäische Umweltschützer predigen seit Jahrzehnten, dass man Flüsse renaturieren und ihnen mehr Platz einräumen muss für den Fall, dass es zu extremen Wetterlagen mit ungewöhnlich starken Regenfällen kommt, statt lediglich die Deiche zu erhöhen. Was bisher noch bei vielen Verantwortlichen auf taube Ohren stößt, wird in den Niederlanden bereits in einem gigantischen Projekt umgesetzt. Unter dem Namen ''Raum für den Fluss'' hat man dort über 30 Maßnahmen zum Hochwasserschutz angestoßen. Drei Milliarden Euro lassen sich die Niederländer den nachhaltigen Schutz kosten. Es sind sowohl einfache wie auch visionäre Lösungen, die die Menschen, ihr Hab und Gut und die jeweilige Infrastruktur berücksichtigen. Einzigartig sind der strategische Ansatz, das ökologische Gesamtkonzept und die Art und Weise, mit der die Betroffenen in die Maßnahmen einbezogen werden. Einige Projekte sind bereits abgeschlossen, andere mitten in der Umsetzung und die letzten noch in der Planung. So ergab sich für das Filmteam die faszinierende Möglichkeit, die Entwicklung des Hochwasserschutzes entlang des Rheins und seiner Nebenarme zu begleiten. Welche Projekte und Visionen haben sich dort entwickelt, wo die Bewohner die Fehler anderer Anrainer ganz konkret ausbaden müssen? Wie sehen die Konzepte am Rhein auf deutscher und französischer Seite aus? Sicher ist, dass sich die Klimaveränderung auf die Flüsse Europas auswirken wird. Die Niederländer haben das verstanden. Früher waren sie Meister der Landgewinnung - heute geben sie den Flüssen den Platz zurück, den sie dem Wasser einst mühsam abgerungen haben.
16:9HDTV
07:15 GEO Reportage
Infosendung ~55 Min
(360° - Geo Reportage) Die Tiere vom Ende der Welt Reportagereihe, Frankreich, Deutschland 2018 Regie: Bettina Pohlmann
GEO Reportage
Die Maori, das indigene Volk Neuseelands, nennen ihre Heimat ''Aotearoa'' - ''Land der langen weißen Wolke''. Das jüngste Land der Erde liegt mitten im Pazifik und besteht aus einer Nord- und einer Südinsel. Mit einer Bevölkerungsdichte von gerade einmal 18 Einwohnern pro Quadratmeter ist die Naturvielfalt der beiden Inseln noch vergleichsweise unberührt. Auf der Südinsel, in der Region Otago, brüten die nur hier lebenden Königsalbatrosse. Obwohl sie extrem geschützt sind und sich ihnen niemand ohne Erlaubnis nähern darf, haben in dieser Saison nur 14 Küken überlebt, halb so viele wie in den Vorjahren. Warum, das kann niemand sagen. Königsalbatrosse können 190.000 Kilometer am Stück fliegen - ohne den Boden zu berühren. Nur alle zwei Jahre kehren sie an den Ort ihrer Geburt zurück. Pro Brutzeit legen sie ein Ei - wenn überhaupt. Keine leichten Voraussetzungen für Nachwuchs. Ranger Hoani Langbury versucht die Ursachen für das Schrumpfen der Population zu ergründen. Auch weiter nördlich auf der Südinsel sind Tiere bedroht - Gelbaugenpinguine, die zweitgrößte Pinguinart Neuseelands. Zwei Frauen betreiben hier ein Pinguin-Krankenhaus und päppeln verletzte und kranke Tiere liebevoll wieder auf. Am stärksten betroffen sind derzeit jedoch die Maui-Delfine auf der Nordinsel. Im angesagten Sportlerparadies Raglan sind Surfer früher noch mit den kleinen Delfinen geschwommen - heute bekommt sie niemand mehr zu Gesicht. 55 Tiere soll es angeblich nur noch geben. ''GEO Reportage'' hat Menschen getroffen, deren Leben vom Kampf um den Erhalt dieser Tierarten geprägt ist und zeigt, wie sehr die Neuseeländer um ihre traumhaft schöne Natur kämpfen. Rund um die Welt gibt es spannende Stories, die es zu erzählen lohnt. Journalisten reisen mit der Kamera um den Globus, um die besten Geschichten zu finden und für die Zuschauer zu dokumentieren. Fündig werden sie sowohl in abgelegenen Gegenden, aber auch in großen Städten – überall gibt es Abenteuerliches und Interessantes zu entdecken. Natürlich spielen vor allem auch die Menschen der jeweiligen Gebiete ein große Rolle.
16:9HDTV
10:40 Inselwelt New York
Infosendung ~50 Min
(Archipelago New York) Die Tierwelt von Jamaica Bay Staffel 1: Episode 2 Dokureihe, USA, Deutschland 2020 Regie: Thomas Halaczinsky Musik: Ritchie Staringer Kamera: Jeff Springer
Inselwelt New York
Wenn in New York 300 Millionen Jahre alte Tiere zur Paarung an den Strand kommen, ist das ein atemberaubendes Naturschauspiel. Kaum 20 Kilometer vom Times Square entfernt nisten mythische Vögel auf einsamen Inseln. Angesichts der Klimakrise definieren New Yorker ihr Verhältnis zur Natur neu. Ein perfektes Beispiel ist die Jamaica Bay. Gleich neben dem New Yorker Flughafen JFK gelegen, ist sie Teil eines Nationalparks und gehört angesichts ihrer Größe und Artenvielfalt zu einem der wichtigsten Naturschutzgebiete in den USA. Mehr als 300 Vogelarten leben in der Jamaica Bay - die bequem mit der U-Bahn zu erreichen ist. Über Jahrzehnte vernachlässigt, von Müll und Abwässern verdreckt und vergiftet, drohte diesem Marschland ein langsamer Tod. Gerettet wurde das Biotop durch den Einsatz von Anwohnern wie Don Riepe. Er ist der Vogelflüsterer der Jamaica Bay. Nicht nur Vögel, sondern auch Pfeilschwanzkrebse besiedeln die Bucht. Die Tiere leben ausschließlich an der Ostküste Nordamerikas und in Teilen Asiens. Über Jahrzehnte wurden sie gefangen und ihre Panzer zu Düngemittel vermahlen. Sie dienten Fischern als Köder und bluteten für die Medizinforschung. In der Jamaica Bay dürfen Pfeilschwanzkrebse heute nicht mehr gefangen werden, um das endgültige Verschwinden dieser einzigartigen Lebewesen zu verhindern. Extremwetter und steigende Temperaturen sind nicht nur ein Problem für die Menschen, sondern zerstören wichtigen Lebensraum für Tiere. Die Umweltorganisation New York Audubon Society zeigt, wie die ökologische Situation Manhattans mit Hilfe seiner 160 Quadratkilometer Dachflächen verbessert werden. Zusammen mit dem New Yorker Messezentrum begrünen sie das fast 30.000 qm große Dach des Jacob Javits Center und schaffen einen einzigartigen Lebensraum für Insekten, Fledermäuse und Vögel.
16:9HDTV
11:30 Inselwelt New York
Infosendung ~55 Min
(Archipelago New York) Die Natur kehrt zurück Staffel 1: Episode 3 Dokureihe, USA, Deutschland 2021 Regie: Thomas Halaczinsky Musik: Ritchie Staringer Kamera: Jeff Springer
Inselwelt New York
Einen Steinwurf von Manhattan entfernt leben Hunderte Silberreiher auf einer verlassenen Insel. New York ist nicht nur eine Millionenstadt, die wie Venedig oder Hongkong auf Inseln erbaut worden ist, sondern auch ein faszinierendes Naturgebiet, ein Archipel. Pelham Bay, dreimal so groß wie der Central Park, ist der größte Park New Yorks. Hier verbinden sich Mischwald, Marschland und rund 20 Kilometer Küstenlandschaft zu einem einzigartigen Biotop.Durch das Unterholz des Naturschutzgebiets streift eine große Zahl von Hirschen, Waschbären und sogar Koyoten Das Betreten, der im East River gelegenen Inseln North und South Brother Island, ist normalerweise streng verboten - nicht nur zum Schutz der Tiere. Und auf Swinburne Island, einer künstlichen Insel, die der Verrazzano Brücke vorgelagert ist, lebt eine Kormoran Kolonie. Bis 1920 mussten hier die Einwanderer aus Europa in Quarantäne warten, bis sie in das Land durften. Heute sind die alten Ruinen ein Vogelparadies. Immer, wenn der Mensch Raum aufgibt, kehrt die Natur zurück. Sogar auf der größten Mülldeponie der USA, die so groß ist, dass Astronauten sie aus dem All fotografieren konnten. Nachdem die Deponie auf Staten Island 2001 ihre Türen schloss, wurde sie versiegelt und es entstand der Freshkills Park - eine Graslandschaft mitten in der Stadt und ein Vorbild für andere Städte, was aus Müllkippen werden kann. Und selbst in der Bronx, dem einzigen Festlandstadtteil New Yorks, finden Tiere heute wieder einen Lebensraum. Im Winter sonnen sich dort Robben, während im Central Park die Schneeeulen auf Rattenjagd gehen.
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Programm - Nachmittag

 
13:00 Stadt Land Kunst
Infosendung ~45 Min
(Invitation au voyage) Georges Perecs Belleville / Florida / A Coruña Kunstmagazin, Frankreich 2020 Regie: Fabrice Michelin Moderation: Linda Lorin
Stadt Land Kunst
Meriems und Malikas marokkanische Hähnchen-Pastilla Belleville: Georges Perecs wiedergefundene Zeit Die Überfahrt der Pockenkinder von A Coruña Florida, Heimat der ersten Cowboys (1): Belleville: Georges Perecs wiedergefundene Zeit Wenn man im Pariser Stadtviertel Belleville spazieren geht, passiert man unweigerlich die Rue Vilin. Der dortige Park bietet in über 100 Meter Höhenlage eine der schönsten Aussichten auf die französische Hauptstadt. Auf den Spuren seiner von den Schrecken des Zweiten Weltkriegs geprägten Familiengeschichte streifte hier Anfang der 70er Jahre der Schriftsteller Georges Perec umher. Er hatte als Kind polnisch-jüdischer Einwanderer von 1936 bis 1942 in der Rue Vilin gewohnt. Die Suche vor Ort half ihm beim Schreiben seiner 1975 erschienenen Erzählung ''W oder Die Kindheitserinnerung'', einer kunstvollen Mischung aus Fiktion und Autobiografie. (2): Florida, Heimat der ersten Cowboys Im Herzen Floridas entdeckt man abseits der Strände ausgedehnte, naturbelassene Grünflächen mit weidenden Rinderherden. Hier tauchte Anfang des 16. Jahrhunderts der erste reitende Rinderhirte auf - der Cowboy, vor Ort wegen des Knalls seiner Peitsche lautmalerisch ''Cracker'' genannt. Die Geschichte dieser Hirten geht auf die Ankunft spanischer Siedler zurück, deren Lebensweise bis heute an die nachgeborenen Generationen weitergegeben wird. (3): Meriems und Malikas marokkanische Hähnchen-Pastilla In Nouaceur präsentieren Malika und ihre Tochter Meriem ein wunderbar aromatisches, süß-salziges Gericht, das mit Hähnchen, Brik-Blättern, Gewürzen und Mandeln zubereitet wird: die Pastilla. (4): Die Überfahrt der Pockenkinder von A Coruña Am Atlantik erleuchtet die galicische Stadt A Coruña (spanisch: La Coruña) mit ihrem Herkulesturm - so der Name des römischen Leuchtturms und Stadtwahrzeichens - die galicischen Küsten im Nordwesten Spaniens. Anfang des 19. Jahrhunderts stach von ihrem Hafen eine Expedition in See, die Medizingeschichte schrieb...
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16:55 Schamanen in der Mongolei
Infosendung ~55 Min
(Shaman) Zwischen Kultur und Natur Dokumentation, Spanien 2018 Regie: David Gómez Rollán Musik: Oscar Sánchez
Schamanen in der Mongolei
Das mongolische Nomadenvolk lebt seit jeher in weitgehendem Einklang mit der Natur. Seine Mitglieder ziehen mit ihren Herden durchs Land, immer auf der Suche nach Wasser und Weiden für die Kühe, Pferde, Schafe und Ziegen. Doch das traditionelle Leben der Nomaden ist in Gefahr: Der globale Klimawandel und überdurchschnittlich ansteigende Temperaturen sorgen für verheerende Dürren und machen die Nomadenvölker zu Klimaflüchtlingen. Experteneinschätzungen zufolge sind die Temperaturen in dem Land in den vergangenen 70 Jahren um durchschnittlich 2,2 Grad angestiegen - so viel wie in keinem anderen Land der Erde. Gleichzeitig hat die Anzahl der Schamanen in den letzten Jahrzehnten spektakulär zugenommen. Die traditionellen Vermittler zwischen Mensch und Natur fordern einen verantwortungsbewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen. Die Mongolen sind mit einer Umweltkatastrophe konfrontiert, bei der sich eisige Winter und trockene, sehr heiße Sommer abwechseln. Das ''Dzud'' genannte Klimaphänomen betrifft ausschließlich die Mongolei. Hinzu kommen starke Umweltbelastungen aufgrund des Abbaus von Kohle, Kupfer und Gold. Aufgrund dieser Entwicklungen mussten zwischen 60 und 70 Prozent der mongolischen Nomaden ihren traditionellen Lebensstil hinter sich lassen und sich an Stadträndern ansiedeln. So wachsen die Außenbezirke der Hauptstadt Ulan-Bator seit Jahren unkontrolliert in die Landschaft und bilden dabei infrastrukturell unterversorgte Armensiedlungen mit einer entwurzelten Bevölkerung. Die Dokumentation beleuchtet die sich wandelnde Lebensweise der Nomaden und begleitet eine Reihe von Schamanen, die dem tiefgreifenden Wandel des Verhältnisses zwischen Mensch und Natur kritisch gegenüberstehen.
16:9HDTV



arte Programm heute Abend 20:15 uhr


Programm - Abend

 
20:15 A Bigger Splash
Spielfilm ~120 Min
Drama, Italien, Frankreich, USA 2015 Regie: Luca Guadagnino Autor: David Kajganich Musik: Robin Urdang Kamera: Yorick Le Saux
A Bigger Splash
Best Innovative Budget Award, Venedig Soundtrack Stars Award, Venedig Nominiert für den Goldenen Löwen, Venedig Das berühmte Künstlerpaar Paul und Marianne reist auf die idyllische Insel Pantelleria, um in der malerischen Abgeschiedenheit Süditaliens einen romantischen Urlaub zu verbringen. Es scheint der perfekte Ort. Doch die Harmonie der beiden gerät abrupt ins Wanken, als sie unerwartet Besuch von ihrem alten Freund Harry und dessen äußerst attraktiven Tochter Penelope bekommen. Während Paul bald der lasziven Ausstrahlung der jungen Frau verfällt, erwacht zwischen Marianne und Harry eine ''alte'' Leidenschaft. Ein gefährlicher Sog zieht die vier immer tiefer in einen Abgrund aus Eifersucht, Leidenschaft und sexueller Obsession... Mit dem virtuosen Thriller ''A Bigger Splash'' feiert der italienische Regisseur Luca Guadagnino (''I am Love'') den Rausch der sexuellen Anziehung. Raffiniert, elegant und in absoluter Starbesetzung führt Guadagnino hinein in die dunklen Abgründe menschlicher Leidenschaft. Inspiriert durch David Hockneys berühmtes Bild ''A Bigger Splash'', ist ihm eine brillante Hommage an Jacques Derays legendären Film ''Der Swimmingpool'' (1969) gelungen. Die Figuren dieser verhängnisvollen Vierecksgeschichte spielen Ralph Fiennes (''The Grand Budapest Hotel'', ''James Bond 007 - Spectre''), Tilda Swinton (''I am Love'', ''Only Lovers Left Alive''), Matthias Schoenaerts (''Der Geschmack von Rost und Knochen'', ''The Danish Girl'') und Dakota Johnson (''Fifty Shades of Grey'') mit vibrierender Intensität. Luca Guadagnino, berühmt für seine Affinität zur Mode, hat auch bei ''A Bigger Splash'' mit der Kostümdesignerin und Oscar®-Gewinnerin Antonella Cannarozzi zusammengearbeitet. Die Kostüme von Tilda Swinton stammen von Raf Simons, dem ehemaligen Chef-Designer von Dior.
16:9HDTV
22:15 Penissimo
Infosendung ~55 Min
Dokumentation, Österreich, Deutschland, Frankreich 2020 Regie: Gabi Schweiger Kamera: Sebastian Arlamovsky
Penissimo
Der Schwanz, der Hammer, das Zumpferl, die Rute, der Knüppel und der (unheilige) Johannes. In ''Penissimo'' dreht sich alles um des Mannes bestes Stück: das männliche Glied. In seiner phallischen Form mythisch verehrt und dabei so verletzlich. Die Dokumentation berichtet von alten Mythen und Ritualen rund um das männliche Genital, die sich bis in die Gegenwart gehalten haben und von einem pornografischen Ideal, das heute als Messlatte dient. Schon kleine Buben beginnen sich an ihm - oder vielmehr ihn selbst - zu messen, manche hören damit nicht auf, auch wenn sie längst erwachsen sind. Wenn er steht, dann oft für Macht und militante Männlichkeit, kultisch überhöht in Religionen und alten Mythen. Doch wenn er fällt, kann das der Stoff für Dramen sein. Und natürlich geht es in ''Penissimo'' um Sex, um männliche Sexualität mit all ihren Stärken und Schwächen. Es geht um Vorurteile, Ängste, Einschränkungen, medizinische Fakten. Aber was macht einen Mann tatsächlich aus und wie steht es um die viel zitierte Krise der Männlichkeit? Wie darf, soll, muss ER heute sein? Warum sterben Männer eigentlich früher als Frauen und was versteckt sich hinter dem Ausdruck ''toxische Männlichkeit?'' Vielleicht trägt unser aktuelles Konzept von Maskulinität ein zu enges Korsett und es wird Zeit, die Schnürung zu lockern. Die Dokumentation wirft Fragen auf, provoziert und plädiert für Diversität und ein breiteres Verständnis von Männlichkeit.
16:9HDTV
23:10 Die Erlösung der Fanny Lye
Spielfilm ~105 Min
(Fanny Lye Deliver''d) Thriller, Deutschland, England 2019 Regie: Thomas Clay Kamera: Giorgos Arvanitis - Léonidas Arvanitis
Die Erlösung der Fanny Lye
England, 1657: die Zeit der Bürger- und Religionskriege des Oliver Cromwell. Die Eheleute John und Fanny Lye, gläubige Puritaner, leben auf einem abgelegenen Hof in Shropshire, als plötzlich ein nacktes junges Paar bei ihnen einbricht. Die unerbetenen Gäste erweisen sich als ''Ranter'' - Angehörige einer kleinen pantheistischen Religionsgruppe, die insbesondere den Begriff der Sünde ablehnt - und sind auf der Flucht vor einem grausamen Sheriff, der unter ihren Glaubensbrüdern und -schwestern ein entsetzliches Blutbad angerichtet hat. Gegen Johns Widerstand dringt Fanny darauf, die Wunden der beiden Fremden zu versorgen und ihnen Schutz zu geben. Doch schnell bringen Thomas und Rebecca den Hausfrieden ins Wanken, denn ihre religiösen Ansichten, ihr freies, gleichbestimmtes, heiteres Miteinander erregen den Unmut des Hausherrn. Fanny hingegen fühlt, dass ihrem bisherigen Leben vielleicht etwas fehlte. Der Kampf um die religiöse Deutungshoheit wird rasch zu einem brutalen Ringen um den Körper und die Seele Fannys, umso mehr als der Sheriff die Spur der Geflohenen bis zum Hof der Lyes rückverfolgen kann. ''Die Erlösung der Fanny Lye'' ist ein Drittel Western, ein Drittel Psychothriller und ein Drittel moral-theologischer Disput. Im Kern geht es um eine Epoche, in der - ausgelöst durch die Reformationen in Europa - die Moral, die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Grundbedingungen und auch die Sexualität schlagartig modernisiert wurden. Fanny Lye durchlebt diese gewaltsamen Veränderungen, die neue Freiheiten eröffnen, aber auch eine Spur des Todes nach sich ziehen.
Untertitel16:9HDTV